Samstag, 31. Dezember 2016

Tschüss 2016! + Lese-Bingo 2017

Hallo ihr da draußen!
Aus meinem Dezember-Vorsatz, mich hier häufiger zu Wort zu melden, ist nichts geworden, wie man unschwer erkennen kann. Ganze 3 Beiträge in diesem Monat, naja...
Tatsache ist, dass mein Blog-Verhalten in den letzten Monaten wirklich seeeehr zurückgegangen ist. Zum einen mag das an fehlender Zeit gelegen haben, aber der kann ich auch nicht alles in die Schuhe schieben. Vielmehr ist es wohl eine Mischung aus fehlender Zeit, keine Lust, keine Motivation und der Tatsache, dass ich freie Zeit auch einfach mal anders genutzt habe. Ich habe eine Menge gelesen in diesem Jahr, das schon, aber mir hat zunehmend die Lust und der Nerv gefehlt, mich danach hinzusetzen und irgendetwas zu einem Buch zu schreiben. Meine Rezensions-Quote ist ins Bodenlose gefallen 2016... Aber letztlich ist und war mir das (meistens) egal, denn zwingen wollte ich mich dazu auch nicht, denn dann hätte ich diese ganze Blog-Sache hier gleich lassen können.
Und ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich noch nie übers Aufhören nachgedacht hätte. Nein, tatsächlich ist der Gedanke zuletzt immer häufiger gekommen - vermutlich ist deswegen auch die Häufigkeit der Beiträge hier so geschrumpft. Aber letztlich ist da doch noch ein Blog-Wille in mir, wenn ich mal in mich hineinhorche. Irgendwie ... will ich "i am bookish" nicht aufgeben, zumindest noch nicht. Ich kann nicht sagen, ob sich das nicht vielleicht doch irgendwann ändert oder eben doch andere Dinge wichtiger werden. Lesen werde ich immer, ohne Frage. Aber vielleicht wird das Bloggen dazu irgendwann einfach nicht mehr passieren. Momentan ändere ich aber vorerst nichts. Mag sein, dass es auch 2017 nicht ständig etwas von mir zu hören oder zu lesen sein wird. Vielleicht bleibt es bei 2-4 Beiträgen im Monat. Wundert euch nicht ;)
Was ich aber gern definitiv ändern möchte, sind meine Besuche bei euren Blogs, denn die habe ich in den letzten Monaten wirklich fast gar nicht mehr vorgenommen. Ich hatte einfach zu wenig Lust, meine Zeit vorm Laptop zu verbringen und habe dadurch sooo viel verpasst, was ihr so alles gebloggt und berichtet habt. Das möchte ich schon gern ändern, denn es gibt einige Blogs, bei denen ich eigentlich wirklich gern vorbeischaue.

In den nächsten Tagen plane ich einen kleinen Jahresrückblick für 2016 auf dem Blog sowie die Auswertung vom Lese-Bingo 2016. Die Chancen, dass die Beiträge dazu kommen, sind recht hoch, denn momentan habe ich Urlaub (und damit ein bisschen Zeit) - juhuuuu! :D
Apropos Lese-Bingo: Ich habe mich nach einigem Hin und Her und Zögern doch dazu entschlossen, noch ein Lese-Bingo fürs Jahr 2017 zu machen, nachdem mich ein paar von euch danach gefragt haben. Ihr seid herzlich eingeladen, mitzumachen! Oben in der Sidebar (direkt unter dem Blog-Namen) findet ihr die Seite dazu (oder klickt HIER) - ich freue mich, wenn sich wieder Mitstreiter/innen finden, meldet euch dann einfach.

Vorerst wünsche ich euch aber einen guten Start ins neue Jahr! Wir lesen uns nächstes Jahr wieder.
(Folgendes Liedchen kann ich mir an dieser Stelle jedoch nicht verkneifen angesichts des ganzen Silvester-Trubels... :D)


Dienstag, 13. Dezember 2016

"Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod" - Gerhard Jäger

Blessing Verlag, 2016
22,99 Euro


Handlung:

Im Herbst 1950 kommt der junge Wiener Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Konfrontiert mit der archaischen Bergwelt und der misstrauischen Dorfgemeinschaft , fühlt er sich mehr und mehr isoliert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, ein Stall lichterloh brennt und der Winter mit ungeheurer Wucht und tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet spurlos – nur seine Aufzeichnungen bleiben zurück.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später will ein alter Mann endlich die Wahrheit wissen. Von seinen eigenen Schatten verfolgt, begibt er sich auf Spurensuche in die Vergangenheit.



Meine Meinung:
Inmitten dieser unscheinbaren weiß-grauen Buchdeckel, auf denen vorne dieser zuerst etwas sperrig wirkende Titel zu lesen ist, verbirgt sich eine durchweg lesenswerte, spannungsgeladene und mitreißende Geschichte über einen Mann, der in ein Dorf kommt und dort wie nebenbei das ganze Leben der Mitbewohner umwirft. Dabei gibt es eine Geschichte in der Geschichte, denn als Leser begleitet man den 80-jährigen Protagonisten dabei, wie er sich mithilfe eines alten Manuskripts auf Spurensuche begibt, der Suche nach seinem verschollenen Cousin. Eben dieser Cousin hat das Manuskript verfasst, in dem die Rede ist von seiner Zeit in einem kleinen Bergdorf, von dem Kennenlernen und Sich-Annähern bei den anderen Dorfbewohnern, von der Liebe, die nicht sein darf und schließlich von höchst dramatischen Wendungen, aus denen nicht jeder lebend wieder herauskommt. 
Mich hat diese Geschichte tatsächlich schon nach wenigen Seiten völlig in ihren Bann gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, was mit Max passiert ist, warum es dem 80-jährigen Herrn im Jetzt so wichtig ist, etwas über ihn zu erfahren - mehr als 50 Jahre nach den dramatischen Ereignissen. Wo ich mir anfangs beim Lesen noch gedacht habe, dass hier und da kleine Längen im Text sind und man manches auch kürzer hätte darstellen können, würde ich jetzt nach dem Lesen rückblickend doch nichts anders haben wollen. Das Buch ist gut so, wie es ist. Es ist eindringlich, es beschäftigt den Leser auch noch über das Lesen hinaus. Es ist bedrückend. 
Irgendwo habe ich das Wort "sprachgewaltig" gelesen, und das ist die Geschichte von Max Schreiber wirklich. Zunächst war ich angesichts dieses Sprachstils, dieses gelegentlichen Wiederholens von Wörtern, Aufzählungen, ganzen Teilsätzen ein wenig irritiert, bis mir aufgefallen ist, dass genau das den Reiz der Erzählung ausmacht. Und schon nach kurzer Zeit macht auch der holprige Titel mehr als Sinn.
Eine wirklich gelungene Erzählung im winterlichen Ambiente, für mich ein echtes Jahresabschluss-Highlight.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dezember-Hallo & Monats-Rückblick November

Hallo ihr Lieben
und herzlich willkommen im Dezember, sag ich da nur. Endlich angekommen in der Vorweihnachtszeit, meiner Lieblingszeit im Jahr. Auch wenn ich bisher nur so etwa zu 0,5% in Weihnachtslaune bin - mir ist noch gar nicht danach! Erster Advent schon vorbei, ach herrje. Weihnachtsgeschenke besorgt? Niente. Weihnachtsmarkt besucht, Kekse gebacken, Märchen geschaut? Nein. Alles irgendwie bisher nicht.
Naja, kann ja noch kommen. Erstmal muss ich morgen hinter mich bringen, denn da wartet eine Zwischenprüfung in meiner Psychotherapie-Ausbildung auf ich. Man könnte jetzt sagen, ich habe die Ruhe weg, weil ich also anstatt wie blöde nochmal alles auf den letzten Drücker durchzugehen, lieber hier vorm Laptop sitze und einen Blogbeitrag schreibe. Aber ganz ehrlich? Ich kann das ganze Psycho-Zeug gerade nicht mehr sehen. Ich brauche jetzt mal was anderes im Kopf. Dazu kommt, dass ich soeben - beim Blick auf meinen Blog - erspäht habe, dass ich im November sage und schreibe EINEN Blogbeitrag gebracht habe und mir dachte, das kann ich ja im Dezember nicht wirklich so weitermachen. Man, bin ich blogfaul in letzter Zeit. Aber im November hatte ich zum einen wirklich viel zu tun, zum anderen daraus resultierend wenig Lesezeit und - ja, ich geb´s zu - auch einfach keine Lust, soviel Zeit vorm Laptop zu hängen und zu tippen. Rezensionen im November? Gleich null. Und ich habe schon ziemlich lange auch nicht mehr eure Blogs besucht, um zu sehen, was ihr so macht und lest; das stört mich eigentlich am meisten. 
Gelesen habe ich im November unterm Strich auch wirklich nicht so viel, aber eigentlich eine ganze Menge Bücher angefangen. Mein altbekanntes Problem: Ich fange Bücher an, bin nach einigen Kapiteln irgendwie nicht mehr sooo begeistert und lege das Buch dann beiseite. Habe ich im November bestimmt mit 4 Büchern gemacht, z.B. "Lieber jetzt als irgendwann" von Lauren Graham oder "Der Schattenspieler" von Michael Römling. Zumindest das zweite werde ich aber im Dezember weiterlesen, das habe ich mir schon fest vorgenommen. 
Ansonsten hätte ich - trotz (oder wegen?) bisher fehlender Weihnachtsstimmung - eigentlich nicht übel Lust, ein paar weihnachtliche Bücher zu lesen. Irgendwo in den Untiefen meiner Regale versteckt sich "Dash und Lilys Winterwunder", das muss ich mal raussuchen. Mit Klassikern wie "A Christmal Carol" kann ich nicht dienen, das habe ich noch nie gehabt, aber vielleicht finde ich ja noch andere Weihnachtsgeschichten. Aktuell spricht mich auch "Ein Junge namens Weihnacht" von Matt Haig an, das soll ja ziemlich niedlich sein. Da werde ich mal in den Buchhandlungen nach Ausschau halten. Was lest ihr denn so in der Vorweihnachtszeit?


Gelesen im November
Ernest Cline "Ready Player One" (Re-Read, 5/5)
Tim Tharp "Perfekt ist jetzt" (2/5)
Jessi Kirby "Der Soundtrack meines Lebens" (3,5/5)
Thomas Hohensee "Gelassenheit beginnt im Kopf" (3/5)

Highlight im November

... war ohne Frage "Ready Player One", das ich mir gleich Anfang November als Re-Read geschnappt hatte. Die Geschichte ist einfach der Wahnsinn.

Enttäuschung im November

... waren eigentlich die anderen drei, die ich gelesen habe, wobei ich "Gelassenheit beginnt im Kopf" eher aus beruflichen Gründen auf der Suche nach therapeutischen Beispielen und Anekdoten gelesen habe. Wirklich enttäuscht hat mich "Perfekt ist jetzt", weil es unfassbar oberflächlich war und mit einem Protagonisten, der schlicht und einfach zum Weglaufen ist. Ich hab´s bis zum Ende gelesen, weil ich immer auf eine Wendung, einen Aha-Moment gehofft habe - vergebens. Meine Wut über dieses Buch müsste ich mal noch in eine Rezension verpacken...

Und der Dezember?
Wie oben schon geschrieben, hoffe ich, insgesamt etwas mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen. Das müsste mir hoffentlich auch gelingen, wenn ich morgen erstmal die Prüfung hinter mir und damit einen Stresspunkt weniger habe. Dann will ich mir ein paar weihnachtliche Bücher raussuchen, Kekse backen und ich muss mir langsam wirklich Gedanken wegen der Geschenke machen... o.O
Ich erinnere an dieser Stelle nochmal an das Lese-Bingo, das am 31.12. ausläuft. Es wäre schön, wenn alle TeilnehmerInnen ihre Lese-Bingo-Seite aktualisieren könnten, damit ich mir Ende des Jahres einen Überblick machen kann, wer denn am erfolgreichsten war. Dem- oder derjenigen winkt dann eine kleine Überraschung.

Sonntag, 6. November 2016

"Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" - Susann Rehlein

Dumont Verlag, 2016
18,00 Euro



Handlung:

Lucy Schröder würde die Liebe nicht erkennen, wenn man sie mit der Nase darauf stieße. Als sie sieben war, erwischte ihr Vater sie bei einer Testreihe zur Funktionsweise des Küssens und schärfte ihr daraufhin ein, sich von Liebe und Gefühlsduselei fernzuhalten. Jetzt ist sie erwachsen – und hält sich immer noch daran. Erfolgreich wehrt sie jeden Annäherungsversuch ab. Ihr Leben als Schneekugeldesignerin ist auch ohne die Gegenwart anderer Menschen interessant genug, findet sie. 
Doch eines Tages ändert sich alles. Als wäre im Himmel die Zuckerwattemaschine verrückt geworden, hüllt Zuneigung die spröde Lucy von allen Seiten ein. Sie hat nämlich eine Beratertätigkeit im maroden Kaufhaus Schönstedt angenommen, und hier arbeiten so liebevolle und freundliche Menschen, dass Lucy gar nicht anders kann, als sich zu öffnen. Die Folge ist der völlige Kontrollverlust, das war ja klar. Lucy verliebt sich. Hals über Kopf. Mit Haut und Haar. Mit Mann und Maus. Da hilft auch das Orakel des fahlen Fisches nicht mehr, das Lucy gerade für eine Schneekugel baut und das für diesen Fall vorschlägt: "Zieh dich warm an, Mädchen, es wird heiß."



Meine Meinung:
Lucy Schröder ist anders. Eigenbrötlerisch, etwas schrullig, hat keine sozialen Kompetenzen, möchte diese aber eigentlich auch gar nicht haben. Sie hat kein Bedürfnis, viel mit anderen Menschen zu tun zu haben. Sie lebt allein in einer großen Stadt, kennt aber kaum eine Person und bewegt sich auch nur in einem sehr kleinen Radius - wenn überhaupt. Eine Außenseiterin also, die nicht wirklich viel Pläne oder Wünsche im Leben hat. Und aufs Papier gebracht wurde sie von Susann Rehlein.

Hmmm... Moment mal, kommt mir das nicht irgendwie bekannt vor? Ja, durchaus. Denn die Geschichte von Lucy Schröder erinnert mich sehr an die Geschichte von Dorle aus "Die erstaunliche Wirkung von Glück", die ebenfalls von Susann Rehlein geschrieben wurde. Und ich glaube, das ist auch das hauptsächliche Problem, das ich mit "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" habe - es wirkt auf mich wie eine aufgewärmte Geschichte, die es eigentlich schon gibt. Wer beide Bücher gelesen hat, wird kaum umhin kommen, Parallelen festzustellen.
Die Protagonistin Lucy ist ist ähnlich geraten wie die Figur "Dorle" mit ihren Schrullen, ihren sozialen Defiziten, ihrem bescheidenen "eingesperrten" Leben in einer kleinen Wohnung in einer großen unpersönlichen Stadt. Die Nebenfiguren sind auch ähnlich geraten, denn wie schon die netten Nachbarn bei Dorle versuchen hier die Mitarbeiter im Kaufhaus, ein bisschen Leben und Liebe aus Lucy rauszukitzeln. Wie schon bei Dorle entwickelt sich auch hier eine kleine Liebesgeschichte, deren Reiz jedoch nicht auf mich überspringen konnte, da ich keinerlei Emotionen oder sprühende Funken zwischen den Figuren erahnen konnte
Ähnlich wie Dorle ist Lucy ein eher reizloser Charakter, der nicht wirklich fürsorgend mit sich selbst umgeht. So isst sie beispielsweise seit Monaten nichts anderes als Ravioli aus der Dose, läuft mit kaputten Klamotten herum und Anspielungen, dass es Lucy - wie Dorle - nicht so genau mit der Hygiene nimmt, tauchen auch immer wieder mal auf. Irgendwie führt das ganze Erscheinungsbild und Lucys unglaubliche Patzigkeit und Naivität dazu, dass ich mit ihr einfach nicht wirklich warm geworden bin. Sie ist mir zu schräg und zu ja - unpersönlich dargestellt. Da fand ich manche Stories und Schilderungen der Nebenfiguren viel interessanter als Lucys, muss ich gestehen. Ich denke, das ist zu einem gewissen Grad auch von Frau Rehlein gewollt, dass Lucy eben ein Charakter mit Ecken und Kanten ist, nicht Everybody´s Darling. Um klarzumachen: es gibt nicht nur weichgespülte Romanheldinnen, sondern auch Menschen wie Lucy. Und wie Dorle. 
Letztlich bin ich froh, dass Frau Rehlein Lucy so eine schöne und warmherzige Geschichte auf den Leib geschrieben hat. Und dass sich für Lucy zwar erstmal alles auf den Kopf stellt, sie damit aber am Ende eigentlich ganz zufrieden ist. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass sich Lucy und Dorle einfach zu sehr ähneln und das gibt dem Buch in meinen Augen einen bitteren Beigeschmack. Schade.

Ein herzliches Dankeschön an den Dumont Buchverlag für das Rezensionsexemplar!

Montag, 31. Oktober 2016

Monatsrückblick Oktober und allgemeines Blabla

Hallo und Guten Tach!
Heute ist nicht nur letzter Tag des Monats, sondern auch noch Halloween - und als wäre das nicht schon genug Grund, absolut am Rad zu drehen und ein kleines Tänzchen im Kreis zu machen, gibt´s hier in Sachsen-Anhalt (wie im ganzen Osten Deutschlands) auch noch einen Feiertag, den Reformationstag nämlich. Martin Luther sei Dank hab ich heute also noch einen freien Tag hintendran am Wochenende und nutze daher die Gelegenheit, einen kleinen Rückblick auf den vergangenen Oktober zu werfen.
Den Oktober habe ich überwiegend krank verbracht. Ein fieser grippaler Infekt hat mich dermaßen ausgeknockt und in die Knie gezwungen, dass ich 3 Wochen irgendwie nur so rum hing, wahlweise im Bett oder auf einem Sofa, und still vor mich hin litt, wenn ich nicht gerade laut am Husten war. (Am Husten bin ich übrigens immer noch. Den werde ich immer nicht so schnell wieder los, wenn´s mich erwischt.) Nervig und absolut nicht schön. Einziger Vorteil ist die dadurch entstehende Lesezeit, aber auch die hat die Pro-Seite des Ganzen nicht rausgerissen. Immerhin habe ich einige wirklich schöne Bücher diesen Monat gelesen.

Gelesen im Oktober
Erika Swyler - "Das Geheimnis der Schwimmerin" (4/5)
Joanne K. Rowling - "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" (5/5)
Laura Tait & Jimmy Rice - "Alles, was vielleicht für immer ist" (3,5/5; Rezension folgt)
Carlos Ruiz Zafón - "Der Gefangene des Himmels" (4/5)
Kate Morton - "Die fernen Stunden" (4/5)
Kathrin Lange - "Herz in Scherben" (4/5)
Sabine Schoder - "Liebe ist was für Idioten. Wie mich." (3/5; Rezension folgt)
Susann Rehlein - "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" (3/5; Rezension folgt)
Hannah Rothschild - "Die Launenhaftigkeit der Liebe" (5/5)
Jenn Bennett - "Annähernd Alex" (4/5)
Susann Ee - "Angelfall" (3/5)


Highlight im Oktober


... war "Die Launenhaftigkeit der Liebe". Trotz kleiner Längen hier und da ist die Story so abwechslungsreich und schön geschrieben, dass ich mich wunderbar unterhalten gefühlt habe.


Enttäuschung im Oktober
... sind Bücher, die andere Leser sonst unglaublich toll finden und über den Klee loben, z.B. "Angelfall" oder "Liebe ist was für Idioten. Wie mich". Mal sehen, ob ich dazu noch Leseeindrücke schreibe.


Und sonst?
Abgesehen vom Buchigen war der Oktober für mich vor allem musikalisch interessant, denn es sind in diesem Monat gleich 5 von mir heiß ersehnte Alben erschienen, darunter die neuen Scheiben von den Kings of Leon, den White Lies und James Arthur. Ich höre sie alle abwechselnd rauf und runter und kann mich nicht entscheiden, welche mir am besten gefällt. Aber das muss ich ja zum Glück auch nicht :D

Gar nicht mehr so sehr habe ich dafür den Überblick, was Neuerscheinungen auf dem Literaturmarkt betrifft, muss ich gestehen. Ich habe schon recht lange keine Verlagsvorschauen mehr durchgeackert, um zu sehen, was die Leser Neues erwartet. Auf der Buchmesse war ich auch nicht, daher fehlen mir auch hier die Eindrücke, was neue Bücher betrifft. Und das merke ich schon. Ich hatte hier auf dem Blog immer die Seite mit den "Neuerscheinungen", die vor allem für mich selbst als Erinnerungsstütze gedacht war, damit ich bestimmte neue Bücher nicht verpasse. Diese Seite habe ich vor ein paar Wochen vom Blog genommen, weil ich mir eingestehen musste, dass ich da seit gut 3 Monaten nichts mehr aktualisiert habe und mir daher ab ungefähr September jegliche Übersicht über neue Bücher fehlte. (Ich hatte und habe nur noch ein Buch auf dem Schirm: Teil 4 von "Lockwood & Co.", der im November erscheint; mittlerweile habe ich ihn wegen Ungeduld jedoch schon auf Englisch gelesen.) Ich weiß noch nicht, wie ich bezüglich dieser Neuerscheinungs-Seite weiter verfahre, eigentlich mochte ich den Überblick und hätte ihn gern (aktualisiert, ist klar) wieder. Aber die Aussicht, jetzt jede einzelne für mich interessante Verlags-Homepage zu durchforsten nach neuen Büchern, die vermiest mir gerade auch die Laune. Vielleicht finde ich ja auch auf euren Blogs interessante Neuerscheinungs-Tipps. 

Dann ist mir am Wochenende eingefallen, dass es da ja noch eine Kleinigkeit gab auf meinem Blog - nämlich das Lese-Bingo! Ach du Schreck, ich hab schon lange nicht mehr bewusst Bücher fürs Lese-Bingo gelesen oder gar geguckt, welche Kategorien ich noch offen habe. Das habe ich daher mal eben nachgeholt und ein bisschen aktualisiert. Glücklicherweise passen einige der Bücher, die ich gerade erst zuletzt gelesen habe, gut in manche Rubriken rein - mir fehlen halt (bisher) nur die Rezensionen, sofern ich denn welche schreiben möchte. Daher stehen für mich momentan tatsächlich "nur noch" 2 oder 3 Lese-Bingo Kategorien aus, bei denen ich mir mal noch echt Gedanken machen muss, z.B. "Ein Buch mit einem Monatsnamen im Titel" oder auch "Ein Buch, das älter ist als du". Ich hab ja noch 2 Monate Zeit :D Wie sieht´s bei euch Teilnehmenden mit dem Lese-Bingo aus?


Habt ein schönen Halloween-Tag, lest was gruseliges und habt eine schöne erkältungsfreie Woche!



Sonntag, 23. Oktober 2016

Lebenszeichen (Und kein Bericht von der Buchmesse.)

Hallo ihr!
Also ich muss ja schon gestehen, dass ich mich ein bisschen schäme, wenn ich sehe, dass der Oktober schon 23 Tage alt ist und ich mich bisher gerade nur zwei Mal hier zu Wort gemeldet habe. Aber is´ halt so und vielleicht nutze ich die verbleibenden 7 Tage ja auch noch und tippe mir die Finger wund. (Das wird nicht passieren, aber man kann´s ja mal kurz in Erwägung ziehen...)
Ich habe das Gefühl, die halbe Blogger- und Leserwelt befindet bzw. befand sich in den letzten Tagen in Frankfurt, zumindest waren Facebook und Instagram ja voll mit Fotos von der Buchmesse. Ich war nicht da und daher gibt´s hier auch nix Buchmesse-mäßiges zu berichten. Ich wäre schon gern gefahren, aber ich hatte am Wochenende ein Weiterbildungsseminar (es ging um Persönlichkeitsstörungen, das ist mal ziemlich interessant, kann ich euch sagen! ;) ) und bin außerdem ziemlich erkältet, sodass mir ohnehin nicht nach über-die-Messe-schlendern gewesen wäre, selbst wenn ich Zeit gehabt hätte. Aber war denn jemand von euch da und hat ganz tolles und unglaubliches erlebt? Dann her damit! 

Momentan lese ich (unter anderem) "Die Launenhaftigkeit der Liebe", und auch wenn ich den Titel etwas gewollt und effekthascher-mäßig finde, gefällt mir die Geschichte über ein besonderes Kunstwerk bisher ausgesprochen gut. Das ist auch gut so, denn in letzter Zeit habe ich das Gefühl, die Bücher, die ich mir zum Lesen schnappe, können mich nicht so recht begeistern und finde ich eher mittelmäßig. So habe ich beispielsweise neulich "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" von Sabine Schoder gelesen - was ja irgendwie alle gaaaanz toll fanden, aber ich fands halt irgendwie ... naja, nicht so toll. Hat mich überhaupt nicht angesprochen, ich fand die Hauptfigur Viki einfach nur schrecklich und völlig verpeilt und die Story insgesamt viel zu aufgesetzt. Vielleicht hat mich das Buch in einer schlechten Situation erwischt, in der ich dafür einfach nicht empfänglich war, denn 119 5-Sterne Rezensionen bei amazon erhält ja nun auch nicht jedes Buch. Insofern bringt mich das zum Grübeln... o.O
Vorhin ausgelesen habe ich auch "Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten" von Susann Rehlein und da bin ich auch völlig hin- und her gerissen. Frau Rehlein hat ein Händchen dafür, sich völlig bizarre und abgedrehte Hauptfiguren auszudenken, denn Lucy in diesem Buch ist von ähnlichem Kaliber wie Dorle aus ihrem Buch davor, "Die erstaunliche Wirkung von Glück", und die fand ich ja schon schräg. Dazu folgt irgendwann demnächst eine Rezension, wenn ich meine Ratlosigkeit in Worte fassen konnte. 

Den Hauptteil meiner Zeit verbringe ich momentan aber eigentlich gar nicht so sehr mit Lesen, sondern eher mit Musik hören. Hey, die Kings of Leon haben ein neues Album rausgebracht und ES.IST.GRANDIOS!!! :D

Wie sieht´s bei euch mit den Büchern und der Musik im Oktober aus?

Mittwoch, 19. Oktober 2016

"Das Geheimnis der Schwimmerin" - Erika Swyler

Limes Verlag, 2016
19,99 Euro


Handlung:
Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …


Meine Meinung:
"Das Geheimnis der Schwimmerin" hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein eher ruhiges, unaufgeregtes Buch; dennoch klebte ich förmlich an den Seiten, als ich Simon auf der Suche nach den Ursprüngen seiner Familie begleitet habe. Immer am 24. Juli sterben die Frauen in seiner Familie. Und nicht irgendwie, sondern immer durch Ertrinken. Als Simon eines Tages auf dieses Detail stößt, lässt ihn dieser vermeintliche Familienfluch nicht mehr los, nicht zuletzt, da es gerade Juli ist und sich seine Schwester Enola zum Besuch angekündigt hat - im Haus an den Klippen, die mehr und mehr von den Wellen geschluckt und aufgefressen werden; jene Wellen, in denen schon Simons Mutter ertrunken ist. Perfektes Setting also und ich hab mich direkt pudelwohl gefühlt beim Lesen. Abwechselnd begleitet man Simon im Jetzt und die Geschichte seiner Vorfahren in der Vergangenheit. Eben dort, in einem Wanderzirkus vor über 200 Jahren, hat der Fluch seinen Anfang genommen. Die Erzählung ist dabei durchgängig eher ruhig und zurückhaltend, manchmal fast ein wenig zu langsam, zugegeben, vor allem, wenn es in die Ausflüge zum Thema Tarotkarten geht. Aber gestört hat mich das nicht, denn es hat wunderbar zum Ambiente gepasst. Mehr Action und Verwicklungen hätten dem Geschehen nicht gut getan. Das große Geheimnis um den Schwimmerinnen-Fluch wird letztlich geklärt, aber inwieweit das Einfluss auf Simon und seine Schwester nimmt, kann ich natürlich nicht verraten. Letztlich hat mich "Das Geheimnis der Schwimmerin" gut unterhalten, mich erneut neugierig auf Tarotkarten gemacht (manche Bücher schaffen das) und sich einen sicheren Platz in meinem Bücherregal ergattert.

Sonntag, 9. Oktober 2016

"Greenglass House" - Kate Milford

Verlag Freies Geistesleben, 2016
19,90 Euro



Handlung:
Greenglass House ist nicht irgendein Gasthaus. Es hat im Laufe der Jahre viele Schmuggler beherbergt und ist nur per Standseilbahn zu erreichen. Warum kommen dort mitten im tiefsten Winter lauter seltsame Gäste an? Milo, der chinesische Adoptivsohn der Pines, die das Gasthaus führen, glaubt nicht an einen Zufall – wer könnte das auch bei so vielen rätselhaften Diebstählen? So beginnt er seine Detektivarbeit …


Meine Meinung:
"Greenglass House" ist das zweite Buch, das ich von Kate Milford lese und dieses hat mich ebenso positiv überrascht wie schon "Broken Lands". Tatsächlich muss ich sagen, mag ich an ihren Büchern vor allem die Unvorhersehbarkeit der Handlung. Man lässt sich in eine Geschichte fallen und hat eigentlich von Beginn so gar keine Ahnung, was einem hier alles begegnen mag. Bei "Greenglass House" hat mir schon alleine das Setting sehr gefallen, sprich der Handlungsort und der Handlungsrahmen. Beides ist hier nämlich recht überschaubar: ein eingeschneites kleines Hotel mit einigen schrulligen und merkwürdigen Hotelgästen. Keiner kann raus, alles spielt sich im Hotel ab. Das gibt erstmal nicht so viele Möglichkeiten für ausschweifende Aktionen oder Bewegungsspielräume. Trotzdem hat genau das für mich hier den Reiz ausgemacht: alles, was passiert, was gesagt oder eben auch nicht gesagt wird, passiert in einigen wenigen Hotelräumen oder eben im großen gemütlichen Wohnzimmer. Die Personen müssen zwangsläufig miteinander auskommen und Zeit verbringen, da der Schnee und das Eis draußen jegliche Ausflüge (und Ausflüchte) verhindern. Interessant wird es, als klar wird, dass sich zumindest manche der Bewohner und Hotelgäste bereits kennen, dass manche eine gemeinsame Vergangenheit teilen und manche auch noch ein Hühnchen miteinander zu rupfen haben. Nicht umsonst ist "Greenglass House" ja auch als "Schmugglerhotel" bekannt...
Der Sohn des Hotelierpaares, Milo, ist der Handlungsträger und als Leser begleitet man ihn bei seinen detektivistischen Versuchen, Licht ins Dunkle aller Personen und ihren Geheimnissen zu bringen. Plötzlich verschwinden Gegenstände, tauchen noch weitere undurchsichtige Gestalten auf, die der ein oder andere Hotelgast aber bereits zu kennen scheint. Geschichten werden erzählt und Gerüchte gestreut. Alles bei einer heißen Tasse Schokolade - denn dadurch wird´s im Wohnzimmer ja erst so richtig gemütlich. 
Mir hat "Greenglass House" sehr gut gefallen. Es ist anders als viele andere Jugendbücher auf dem Markt, weil es nicht vorhersehbar ist, weil es interessante Charaktere in den Raum wirft und sich unter allem, was so passiert, ein gemeinsamer roter Faden zu verbergen scheint, der alles und jeden miteinander verbindet. Man kann als Leser ebenso Detektiv spielen wie Milo und sich am Raten versuchen, welche Person was mit wem zu schaffen hat. Nicht zuletzt deshalb würde ich es auch gar nicht ausschließlich als Jugendbuch bezeichnen; ich denke, auch erwachsene Leser (wie ich es selbst eine bin) werden an diesem Buch viel Spaß haben.

Ein herzliches Dankeschön an den Verlag Freies Geistesleben für das Leseexemplar!

Freitag, 30. September 2016

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hallo ihr!
Oje, ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon keine neuen Bücher gezeigt habe. Wahrscheinlich habe ich auch diverse nicht gezeigt, aber das ist ja auch nicht weiter tragisch. Vorhin dachte ich mir jedoch, in den letzten Wochen kamen doch einige neue zusammen - mach ich halt einfach mal ein Foto.
Einige von den neuen habe ich mittlerweile auch schon gelesen und bin unterschiedlich begeistert davon. Während "Das Hotel am Drachenfels" beispielsweise ganz nett, "Greenglass House" recht abwechslungsreich und "Schattwald" leider nicht so gruselig-mysteriös war wie gedacht, hat mich "Wenn der Sommer endet" dagegen ziemlich enttäuscht. Ich weiß auch nicht, von diesem Buch schwärmen viele; so viele Rezensionen loben das Buch und den Schreibstil über den grünen Klee. Aber ich konnte da irgendwie nicht viel für mich rausholen.Vor allem ist es so ein Buch, das ich mit einem ganz großen Fragezeichen auf der Stirn und einem "Hä?!" auf den Lippen zugeklappt habe, und sowas mag ich einfach nicht.

Hier eine kleine kompakte Übersicht. Und in den Titeln der Link zu den Inhaltsangaben (bin gerade zu faul, die alle hier her zu kopieren und zu formatieren...).





Und dann hatte ich das unglaubliche Glück, eine der Lovelyboxen September von Lovelybooks zu gewinnen. Das Motto dieses Monats war "Very british", sodass jetzt drei neue Bücher britischer Autoren bei mir einziehen durften. Ich freu mich total! Nicht nur, weil ich auf "Miss you" ohnehin schon ein Auge geworfen hatte, sondern weil die anderen beiden (mir bis zum Öffnen der Box völlig unbekannten) Bücher auch ganz toll klingen. Yejjjj!!! :D







Was gab´s bei euch zuletzt für tolle Neuzugänge? Was sollte ich im Oktober eurer Meinung unbedingt lesen?

Dienstag, 20. September 2016

"Auf Null" - Catharina Junk

Kindler Verlag, 2016
19,95 Euro

Handlung:

Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.
Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?



Meine Meinung:
Ganz ehrlich? Eigentlich hätte ich dieses Buch wohl wahrscheinlich nie in die Hand genommen, zumindest nicht zum Lesen über die Inhaltsangabe hinaus. Warum? Weil ich für gewöhnlich einen Bogen mache um Bücher, in denen es um kranke Menschen geht, die von ihrer Krankheit und ihrer Leidensgeschichte erzählen. Vielleicht bin ich da zu kleinkariert, zu verbohrt oder zu naiv - aber ich will so etwas nicht lesen. Ich habe jeden Tag beruflich genug mit Sorgen und Nöten von Menschen zu tun, da brauche ich das nicht auch noch als Lektüre in meiner Freizeit.
Aber "Auf Null" habe ich als Leseexemplar zugeschickt bekommen - zum Glück! Denn was hätte ich nicht alles verpasst, wenn ich dieses Buch wegen meiner bisherigen Einstellung nicht gelesen hätte. Einige abwechslungs- und emotionsreiche Lesestunden auf jeden Fall. Es ist immer schwierig, über eine Lebensgeschichte zu urteilen, die jemand wirklich so erlebt hat und die in Worte in ein Buch gefasst wurde. Und noch schwieriger ist es, zuzugeben, dass ich mich bei dieser Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt habe - und das bei diesem Thema! Aber es ist fast nicht zu glauben, mit welcher Leichtigkeit, mit welchem Sarkasmus, Ironie und Witz Catharina Junk über Leukämie und ihre Konsequenzen, wenn man sie (vermeintlich) überwunden hat, schreibt. Ich habe mir hier abwechselnd beim Kichern, lauthals Rauslachen und plötzlichen Tränen in den Augen zugeschaut. "Auf Null" wurde innerhalb eines Tages von mir verschlungen, weil ich erstens nicht aufhören konnte angesichts dieses Schreibstils, den man einfach nur klasse (weil ehrlich und unverblümt) finden kann, und weil ich zweitens unbedingt wissen wollte, wie Ninas Geschichte hier im Buch weitergeht. Auf jeder Seite habe ich mir ihr gelitten, habe den Kopf geschüttelt über diese Dramatik, die eine Krebskrankheit unweigerlich mit sich bringt. Habe geweint. Ich habe aber ebenso mit ihr gelacht, habe mich so in sie hineinversetzt gefühlt bei manchen Gedanken, dass ich fast gedacht habe, dieser Satz hätte auch von mir sein können. Für ihre Ehrlichkeit, für ihre Fähigkeit, dieser ganzen Sache noch mit soviel Sarkasmus und beißender Ironie zu begegnen und sie in Worte zu packen, kann ich Catharina Junk nur beglückwünschen. Und ihr zugleich Danke sagen, denn "Auf Null" wird mir eine ganze Weile im Kopf bleiben, definitiv als Lesehighlight.

Donnerstag, 15. September 2016

"Das Buch vom Meer" - Morten A. Stroksnes

Deutsche Verlagsanstalt, 2016
19,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit mehr als 350, aber weniger als 400 Seiten


Handlung:
Zwei Freunde in einem kleinen Boot, die sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, branden wie Wellen die Meeresmythen und Legenden an das Boot, und Morten A. Strøksnes erzählt von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern. Von mutigen Polarforschern, Walfängern und Kartografen und natürlich vom harten Leben an arktischen Ufern, vom Skrei, der vielen Generationen das Überleben auf den Lofoten sicherte, von der Farbe und dem Klang des Meeres. Eine salzige Abenteuergeschichte über die Freiheit und das Glück, den Naturgewalten zu trotzen – und ein atemberaubendes Buch, das uns staunen lässt über die unergründlichen Geheimnisse des Meeres.


Meine Meinung:

Puh, was soll man zu diesem Buch sagen? Große Ziele schwach umgesetzt. Ich habe mich - zugegeben - von den vielen positiven Meinungen und Rezensionen verleiten lassen, dieses Buch auch lesen zu wollen. Mein Fazit ist aber leider wenig positiv. Vielleicht ist es auch mein Fehler und ich habe das Wörtchen "Abenteuergeschichte", das irgendwo auf dem Buchdeckel abgedruckt stand, zu wörtlich genommen und wohl zu große Erwartungen entwickelt.

Denn es ist mitnichten eine Abenteuergeschichte, vielmehr handelt es sich um ein Sachbuch, in das ab und zu eine kleine Geschichte eingestreut wurde. Leider zu selten. Für mich hat sich das ganze unglaublich gezogen und mich gelangweilt, sodass ich nach etwa einem Drittel des Buches angefangen habe, nur noch querzulesen und manche Absätze ganz übersprungen habe - für mich als Viel-Leserin eigentliche in No-Go!
An sich mag ich Bücher, bei denen man etwas lernt, bei denen auf unaufdringliche Art und Weise Informationen über eine Geschichte hinaus vermittelt werden und bei denen man nach dem Lesen das Gefühl hat, vielleicht ein bisschen schlauer geworden zu sein. Das Problem hier ist, dass es nicht eine einzige Seite mit rein erzählender Geschichte gibt, sondern der Autor alle paar Sätze abschweift und mit irgendwelchen historischen, naturwissenschaftlichen oder allgemein populären Informationen und Fakten nur so um sich wirft. Ständig verfällt er in einen belehrenden Professorenton, nimmt dadurch jegliches Tempo aus der Geschichte und verliert sich in irgendwelchen Anekdoten, die in, am oder auf dem Meer passiert sind. Dadurch hatte ich schnell das Gefühl, er würde ständig "klugscheißen" - und ... nun ja, niemand mag Klugscheißer.
Es ist schwierig; ich rechne dem Autoren sein Wissen und seine Leistung, all das in ein Buch verpackt zu haben, schon sehr hoch an - das muss man erstmal schaffen, sich so ein Wissen anzulesen. Er ist ein wandelndes Meeres-Lexikon.
Aber ich hätte mir einfach insgesamt mehr Spannung und Kurzweiliges gewünscht. Mal mehr Handlung als solche. Nicht immer den belehrenden und ermüdenden Ton. Dann wäre mir "Das Buch vom Meer" vielleicht nicht als so unsäglich langwierig und langweilig im Kopf geblieben.


Samstag, 10. September 2016

Wieder da!

Hallo ihr!
Hier herrschte einige Tage lang absolute Funkstille, was daran lag, dass ich im Urlaub war. Und danach - naja, ich sag es mal so: ich hatte überhaupt keine Lust auf Internet. Ich hab um meinen Blog, um eure Blogs, um Facebook & Co. einen großen Bogen gemacht und nur dann und wann man meine Emails gecheckt. Ich glaube, ich werde dieses minimalistische Internetverhalten auch noch eine Weile beibehalten, denn irgendwie nervt mich dieses Online-Sein und das damit verbundene Gefühl, man könnte etwas verpassen, wenn man mal nicht nachschaut. Ich kann das nicht wirklich erklären, es ist nur so, dass es sich echt gut anfühlt, wenn man mal einige Tage lang seinen Laptop überhaupt nicht hochfährt und auch das Handy tatsächlich mal nur zum Telefonieren benutzt. 

Aus dem Grund streiche ich kurzerhand auch mein Vorhaben, hier draus einen Monatsrückblicks-Post für den August zu machen. Eigentlich wollte ich zusammenfassen, was ich so gelesen habe. Aber nö, ich lasse das spontan. Ich hab im August ne ganze Menge gelesen, auch vieles sehr gutes; besonders im Kopf geblieben (und das Herz erwärmt) ist mir "Die (beinahe) größe Liebesgeschichte der Welt" von Sarvenaz Tash. 
Eine Rezension gibt es dazu bisher nicht, aber vielleicht wird es die auch nie von mir geben. Denn auch das habe ich mir als Vorsatz genommen: ich werde mich nicht mehr selbst stressen, wenn es um Rezensionen und Posts geht. Keine Entschuldigungen mehr, wenn ich hier wochenlang echt keine Beiträge auf dem Blog bringe. An sich tut es mir Leid, wenn ich das hier so schleifen lasse; ich habe das mit dem Bloggen immer gern gemacht und mache es auch jetzt noch. Aber eben nur noch dann, wenn mir danach ist. Das habe ich mir vorgenommen, weil mich dieses Bloggebilde sonst überrollt und mir ständig ein schlechtes Gewissen macht. Ich weiß, dass sich "i am bookish" in den Jahren sehr verändert hat. Vor 2 oder 3 Jahren war ich noch mit vollem Feuereifer dabei, habe verschiedene Blogrubriken gehabt und hier ziemlich oft von mir hören lassen. Aber das ist 3 Jahre her und ich kriege das heute gar nicht mehr so hin. Zum einen zeitlich, zum anderen fehlen mir - ich gebe es ganz ehrlich zu - die Ideen und oft leider auch die Motivation. Insofern bleibt der Blog erhalten, aber meine Beiträge werden sicher generell weniger werden. Aufgeben möchte ich den Blog (noch) nicht, dafür hängt für mich letztlich doch noch zuviel drin und dran. 

Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Lesezeit. Gab es bei euch im August denn Lese-Highlights, von denen man wissen sollte? :)

Sonntag, 21. August 2016

"Bär im Boot" - Dave Shelton

Carlsen Verlag, 2013
14,90 Euro



Handlung:
In dieser Geschichte geht es um einen Bären. Und um ein Boot. Eines Tages steigt ein Junge in das Boot. Das Boot heißt Harriet. Der Bär rudert los, schließlich ist er ja der Kapitän. Zwischendurch kocht er Tee. Zur Tee-Zeit natürlich. Der Bär und der Junge spielen „Ich sehe was, was Du nicht siehst.“ Da sie nur von Meer und Himmel umgeben sind, ist die Motivwahl sehr eingeschränkt. Sie rudern weiter. Sie essen Sandwiches. Außerdem begegnen sie einem Seeungeheuer, einer Meerjungfrau und erleiden insgesamt dreimal Schiffbruch (dabei geht leider auch Harriet hops). Mehr soll hier nicht verraten werden. Aber am Ende gibt es einen Sonnenuntergang. Ach ja: Diese Geschichte enthält den gefährlichsten Sandwich der Welt. Das kann man sich nicht entgehen lassen!



Meine Meinung:
Nachdem ich "Bär im Boot" ausgelesen hatte, habe ich etwas gemacht, was ich sonst nicht mache, wenn ich ein Buch beendet habe. Ich habe mir andere Rezensionen dazu durchgelesen, um herauszufinden, wie andere Leser das Buch fanden. Ob sie es genial fanden. Inhaltslos. Mittelmäßig. Oder fantastisch. Denn ich ... wusste das nach dem Lesen überhaupt nicht. Ich habe die letzte Seite zugeklappt und konnte wirklich absolut nicht sagen, was ich von diesem Buch halten sollte.
Mittlerweile habe ich ein bisschen abgewartet, aber auch jetzt fällt es mir schwer, eine Meinung zu dieser Geschichte von einem Bär und einem Jungen im Boot zu formulieren. Vielleicht sollte ich damit anfangen, dass ich die Aufmachung des Buches (sieht äußerlich herrlich abgegriffen und mitgenommen aus, wie eine oft benutzte Landkarte, die Kanten sehen wie abgeschrubbelt und die Ecken angestupst aus, ein Kaffeetassenrandfleck ist zu sehen) ganz toll und die Illustrationen im Buch einfach wunderbar finde. Die treffen das Geschriebene immer genau auf den Punkt und machen die ganze Geschichte zu einem Augenschmaus. Ich glaube, diese Illustrationen waren es auch, die dazu führten, dass ich doch immer weiter gelesen habe, obwohl die Frage, was das hier eigentlich für eine Geschichte werden soll, in meinem Kopf immer lauter wurde. 
Denn tatsächlich passiert an Handlung überhaupt nicht viel. Die beiden, Bär und Junge, sind rudernderweise auf einem Meer unterwegs. Mehr nicht. Partiell habe ich mich an "Warten auf Godot" von Samuel Beckett erinnert gefühlt, denn auch hier steuern die Protagonisten ja irgendwie auf ein ... Nichts zu. Ähnlich geht es hier zu, und ich muss gestehen, hier und da wies die Geschichte ein paar Längen für mich auf. Und warf für mich zuviele Fragen auf, die der Junge im Buch einfach nicht gestellt hat - was mich wahnsinnig gemacht hat. Philosophische Ansätze sind dadurch erkennbar und auch gut gemacht, ohne aufdringlich oder belehrend zu sein. Vielmehr denkt man sich an mancher Stelle "Ja, stimmt eigentlich." Die zweite Hälfte des Buches wird insgesamt etwas actionreicher, es passiert einiges; zugleich wird aber alles auch verworrener und vor allem trauriger. Mir zumindest ging es so, dass mir am Ende völlig zum Heulen zumute war und ich mich wirklich gefragt habe, warum Dave Shelton so eine Geschichte geschrieben hat, wenn man so aus dem Lesen rausgeht. So ratlos, planlos, hoffnungslos. 
Und da bin ich eben am Grübeln, ob es nur mir so geht. Ob ich irgendeinen wesentlichen Punkt beim Lesen (beim Verständnis) verpasst habe. Ich weiß nach wie vor nicht, wie ich dieses Buch finden soll...

Dienstag, 16. August 2016

"Secret fire - Die Entflammten" - C. J. Daugherty/ Carina Rozenfeld

Oetinger Verlag, 2016
18,99 Euro


Handlung:
Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sasha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sasha zu opfern?


Meine Meinung:
"Secret fire - Die Entflammten" hat mich absolut positiv überraschen können. Ich dachte anfangs, bei dieser Geschichte hier würde es sich um ein weiteres Buch aus dem Einheitsbrei der aktuellen Jugendbuchreihen handeln, mit einem Pärchen, das plötzlich ungeahnte Fähigkeiten an sich feststellt und so ganz nebenbei auf dem Weg zur Rettung der Welt noch Gefühle für sich entdeckt.
Nun ja, genau diese Komponenten sind zwar auch in "Secret fire" zu finden, allerdings fand ich es hier schön verpackt, angenehm unaufdringlich und vor allem toll geschrieben. Aus den wechselnden Perspektiven von Sasha und Taylor wird von einem schon Jahrhunderte zurückliegenden Familienfluch erzählt, der beide Familien auf unheilvolle miteinander verbindet. Sasha und Taylor versuchen, herauszufinden, was sie verbindet und wie sie den Fluch auflösen können, bevor Sasha an seinem 18. Geburtstag sterben wird. Dabei spielen Mythen, Alchemie und alte Hexerei eine Rolle, aber es wird nicht so sehr Fantasy-lastig, wie man anhand der Beschreibung vielleicht vermuten würde. Ich habe die Geschichte von Taylor und Sasha wirklich gern gelesen, wollte wissen, was hinter dem Fluch steckt und habe das Kopfkino, das anhand der tollen Beschreibungen der Autorin von ganz allein anfängt, sehr genossen. Ich freue mich schon sehr auf Teil 2, der die Geschichte von Sasha und Taylor fortführt.

Samstag, 13. August 2016

[Kurz gesagt] Von mäkelnden Hauptfiguren und spannenden Trilogie-Enden

Petra Hülsmann "Glück ist, wenn man trotzdem liebt"
Von "Hummeln im Herzen" war ich damals total begeistert, aber die nachfolgenden Bücher von Petra Hülsmann konnten mich irgendwie nicht so recht vom Hocker hauen. Auch dieses Buch hier hat nämlich kaum Eindruck bei mir hinterlassen können. Allem voran ist daran die Hauptfigur Isa Schuld, denn die hat mich einfach unglaublich genervt. Nicht nur, dass sie ein Mäkel par excellence ist und einfach an so ziemlich allem Essbaren irgendwas zu Meckern oder zu Nörgeln findet. Sondern auch ihre ganze leicht zwanghafte und nervende Art. Das fand ich leider nicht liebenswert zwanghaft, sondern übertrieben. Sie hat so komische Ansichten, was das Leben und Beziehungen betrifft, läuft einem Mann hinterher, den sie nur ein Mal gesehen hat und redet sich dann selbst ein, dass er ihr Traummann sein muss. Warum? Das leuchtete mir überhaupt nicht ein und ich fands einfach abwegig. An sich ist hier natürlich recht schnell klar, wie die Geschichte ausgehen wird und dass eigentlich nur ein Mann hier der einzig Richtige für Isa ist. Aber gut, das hat mich nicht weiter gestört, das ist solchen Büchern ja eigentlich meistens immanent, dass man oft schnell weiß, wer sich am Ende kriegt. Viel trauriger fand ich die Vorstellung, dass besagter Mann - wenn man sich mal vorstellen würde, die ganze Geschichte würde in echt passieren - jetzt diese unglaublich nervige, launige und mäkelige Isa an der Backe hätte. Ach je.


Andrew Fukuda "The Trap"
Reihe: 1. "Die Jäger der Nacht" / 2. "Die Jäger des Lichts" / 3. "The Trap"

Ich habe lange gewartet. Lange gewartet und gehofft, dass der Ravensburger Buchverlag sich doch noch erbarmt und den dritten und letzten Teil der Buchreihe von Andrew Fukuda auch auf Deutsch veröffentlicht. (Zugegeben, ich habe keine Ahnung von Buchhandel und Verlagswesen und weiß daher auch nicht, wer da warum welche Entscheidungen trifft. Aber es ist mir dennoch schleierhaft, wie man eine Buchreihe zu 2/3 ins Deutsche übersetzen und veröffentlichen kann, sich dann aber dazu entschließt, den LETZTEN Teil der Trilogie einfach nicht mehr rauszubringen. Was soll das denn?!?) Aber nach über 2 Jahren, die der dritte Teil nun schon auf Englisch draußen ist, hab ich die Hoffnung dann doch langsam aufgegeben und mir gedacht "Jetzt reicht´s, ich will wissen, wie es ausgeht" - und habe Teil 3 auf Englisch gelesen. Spannend ist dieser dritte Teil ebenso wie die Vorgeschichte aus den Teilen 1 und 2. Ich hatte das Buch recht schnell durch, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. An Dramatik hat dieser Reihenabschluss auch eine Menge zu bieten, so wird sich der interessierte Leser von der ein oder anderen Person verabschieden müssen, die man in den beiden Vorgängerbänden vielleicht lieb gewonnen hat. Die ganz große Frage ist natürlich, wie das hier alles ausgehen wird und was man am Ende als Erklärung geliefert bekommt. Davon war ich ein kleines Bisschen enttäuscht, auch wenn ich nicht erklären kann, warum. Vielleicht habe ich mir insgesamt einen viel größeren Knall erhofft, einen totalen "Waaaaaas???"-Moment, aber den hatte ich nicht, weil ich den Gedanken, wie es am Ende sein könnte, tatsächlich schon vorher beim Lesen gehabt habe. Das Ende ist ok und ich finde es als Trilogie-Ende auch nicht schlecht, aber manch ein Leser, der die Geschichte fast nägelkauend verfolgt hat, hätte sich vielleicht noch mehr gewünscht.
Trotzdem eine äußerst gelungene Buchreihe, die aus der Masse an Jugendliteratur eindeutig heraussticht!

Samstag, 6. August 2016

"Flower" - Elizabeth Craft/ Shea Olsen

cbt Verlag, 2016
12,99 Euro

Handlung:

Unstillbare Sehnsucht. Rettungslose Liebe.

Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie. 
Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst ...




Meine Meinung:
Wie kommt man am besten aus einer Rezensier-Flaute heraus? Indem man ein schlechtes Buch liest und sich dann mal so richtig darüber auslassen will.
So geschehen bei "Flower", das - ich muss es so sagen - eins der schlechtesten Bücher ist, das ich bisher in diesem Jahr gelesen habe. Und ich weiß gerade gar nicht, wo ich anfangen soll, um das zu erklären. 
Vielleicht bei den Protagonisten. Da hätten wir zum einen Charlotte, ein echtes Mauerblümchen, das außer Lernen und Erfolg haben (gern an der Stanford University) eigentlich nicht viel erreichen möchte. Immerhin ist sie mit einer ziemlichen "Schwarzen Schaf"-Familie geplagt, in der sowohl Großmutter, Mutter und Schwester ihre Leben durch zu frühe Schwangerschaften und zuviele bzw. zu unbedachte Liebeleien verpfuscht haben, zumindest in den Augen von Charlotte. Ihr Ziel daher: Finger weg von Jungs und Männern, ich stecke meine Nase lieber in ein gutes Lehrbuch. Na gut, so übertrieben mir das hier und da vielleicht auch erschien - diese Einstellung passt hier halt schon für Charlotte. Umso interessanter, dass sie diese jungfräuliche Tugend und ihre generelle Einstellung eigentlich mir nichts dir nichts über den Haufen wirft und ihr ganzes Leben in Frage stellt, nur weil sie mal nett mit einem Jungen aus war. Schade außerdem, dass sie dennoch (oder deswegen?) von den beiden Autorinnen so langweilig gezeichnet wurde. Natürlich ist Charlotte eigentlich wunderschön, hat das aber entweder noch nie wirklich gewusst und gesagt bekommen, oder wollte es bisher einfach nicht wahrhaben - denn das ist beim Lernen ja nun wirklich total schnurz, wie man aussieht. Aber eigentlich ist sie ein total schöner Schwan unter der grauen Maus. Gähn. Und natürlich bemerkt das niemand außer dem anbetungswürdigen Tate, der plötzlich eines Tages im Blumenladen steht, in dem Charlotte arbeitet. (Der übrigens nur wegen ihr in den Laden gekommen ist, ist klar...) Schade fand ich nur, dass ich leider nicht im Ansatz nachvollziehen konnte, was an Tate eigentlich anbetungswürdig sein soll. (Ich hatte beim Lesen unweigerlich Justin Bieber vor Augen, und das hat das Lesen nicht angenehmer gemacht.) Tatsächlich empfand ich Tate als einen der langweiligsten und farblosesten Buchcharaktere, von denen ich in den letzten Jahren gelesen habe. Bis auf Hartnäckigkeit hat der Junge nicht viel vorzuweisen; was er sagt, hat nicht viel Tiefe - die Dialoge zwischen beiden waren im besten Fall nichtssagend, ansonsten eher plump. Von sich selbst gibt er nicht viel preis (aber auch diese Wortkargheit empfand ich nicht als vorteilhaft für ihn), abgesehen von einem dramatischen Vorfall, der ihn so hat werden lassen, wie er nun mal ist, und der für ein - für mich nicht nachvollziehbares - Hin und Her zwischen ihm und Charlotte sorgt. Ganz ehrlich, dieses ständige "Ich will dich" und eine Seite später "Ich hasse dich, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben" - was für ein Kindergarten! Was haben sich die beiden Autorinnen da zusammengereimt? Sind das Tagträumereien, die sie selbst in ihrer Jugend hatten, und die jetzt aufs Papier gebracht wurden? Sollte das dramatisch sein? Herzzerreißend? Hat hier wirklich irgendjemand mitgefiebert?
Ich fand dieses Hickhack und vor allem die Tatsache, dass Charlotte keinerlei Rückgrat zu besitzen scheint, sondern immer wieder zurück in seine Arme rennt, irgendwann nur noch nervend. Das stand in zu großem Gegensatz zu der aufgeräumten, organisierten und vorsichtigen Charlotte, die sie vorher angeblich gewesen sein soll, als Tate noch nicht auf der Matte stand. Und dass sie sich aus Verliebtheit so verändert haben soll, nehme ich ihr auch nicht ab, dafür kamen im gesamten Buch zu wenig Emotionen rüber.
Ich konnte ehrlich gesagt auch keine Moral oder ein Fazit in diesem Buch ausmachen. Charlotte, die für die große Liebe (die sie natürlich bereits mit 18 gefunden hat) alle ihre Pläne, Ziele und Wünsche über den Haufen werfen will und anstatt erfolgreich nur noch Popstar-Anhängsel sein will, getreu dem Motto "Folge deiner wahren Liebe!" - das kann es ja wohl nicht gewesen sein. Glücklicherweise kriegt sie zum Ende hin auch nochmal die Kurve, dachte ich zumindest kurz. Kurz erschien mir Charlotte mal nicht ganz so blass, als sie nämlich mal tut, was sie wirklich will. Aber das wird dann durch das tatsächliche Ende des Buches doch wieder ruiniert.
Kurzum: "Flower" lebt von Oberflächlichkeiten und blassen Figuren. Beides nicht mein Fall. 

Montag, 1. August 2016

Lese-Rückblick Juli 2016

Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich euch!
Der Juli ist passé, was mich nicht wirklich stört - mir war er zu warm. Ich werde unwirsch und unleidlich, wenn mir die Tage zu heiß sind, und wenn sich dann noch ein heißer Tag nach dem anderen die Klinke in die Hand gibt, geht bei mir gleich gar nichts mehr. Mal sehen, wie sich der August so entwickelt. Im Juli ist bei jedenfalls gar nichts spannendes oder interessantes passiert. Eigentlich traurig, wenn man mal die Wochen zurückblickt und dieses Fazit treffen muss. Aber während gefühlt alle Welt in den Urlaub gefahren ist (Habt ihr auch immer das Gefühl, die anderen haben VIEL mehr Urlaubstage als man selbst; genug, um mal eben 3 oder 4 Wochen am Stück zu verschwinden???), war ich jeden Tag arbeiten und habe zusätzlich zwei Kolleginnen vertreten. Jeden Tag die gleichen Dramen und Problemchen also. Und sonst nichts besonderes. Aber lesemäßig war der Juli nicht schlecht, zumindest recht ergiebig mit 11 Büchern. Dabei waren ein paar Bücher, die sich schnell weglesen ließen und ich habe mich beispielsweise innerhalb von 4 Tagen noch einmal durch die komplette Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier gelesen. Irgendwie hat mich da das ganze Gerede um den dritten Kinofilm, der im Juli anlief, zu gebracht. Die Filme kenne ich allerdings gar nicht und ich habe so das Gefühl, die könnten nicht meiner Vorstellung und meinem Kopfkino der Bücher entsprechen. Zumindest habe ich recht geteilte (und auch einige sehr schlechte) Meinungen über die Filme gehört. Kennt ihr die? Lohnt es sich, doch mal reinzuschauen?

Gelesen im Juli
Elizabeth Poliner "Wie der Atem in uns" (4/5, Rezension)
Guillaume Musso "Vierundzwanzig Stunden" (4/5)
Kerstin Gier "Rubinrot"/ "Saphirblau"/ "Smaragdgrün" (5/5)
C.J. Daugherty "Secret fire - Die Entflammten" (5/5, Rezension folgt)
Andrew Fukuda "The trap" (4/5)
Petra Hülsmann "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" (4/5, Rezension folgt)
Joanne K. Rowling "Harry Potter und der Halbblutprinz" (5/5)
Isabel Abedi "Die längste Nacht" (3,5/5, Rezension folgt)
Nikola Hotel "Für immer und Emil" (5/5, Rezension folgt)


Mein Lese-Highlight im Juli

... das waren wohl "Secret fire - Die Entflammten" von C.J. Daugherty und - gerade gestern noch ausgelesen - "Für immer und Emil" von Nikola Hotel.





Meine Lese-Enttäuschung im Juli

... war am ehesten "Die längste Nacht" von Isabel Abedi, weil mich die Geschichte irgendwie gar nicht packen konnte. Ich habe beim Lesen auch immer mal ein paar Tage Pause mittendrin gemacht. Und am Ende dann keine große Begeisterung meinerseits. Mal sehen, ob ich in einer Rezension erklärt kriege, warum.

Und im August?
Naja, als ich gerade eben meine Bücher aus dem Juli hier aufgelistet habe, habe ich ganz optimistisch an mehrere Bücher "Rezension folgt" dran geschrieben - vielleicht sollte ich dieses Ziel also wirklich mal verfolgen. Mir tut es immer Leid, wenn ich ein Buch ausgelesen habe und es dann einfach so zur Seite packe, weil ich keine Lust habe, noch etwas dazu zu schreiben. Ich denke immer, vielleicht morgen, vielleicht nächstes Wochenende. Aber nö - wenn ich es erstmal liegen lasse, passiert gar nichts mehr. Ich bemühe mich also, vielleicht wenigstens mal ein paar kurze Leseeindrücke zu verfassen. Dafür ist dieser Blog ja hier immerhin da... o.O
Ansonsten sehne ich Ende August herbei, denn da habe ich tatsächlich auch mal ein paar Tage frei und werde auch wegfahren. Ich freue mich schon drauf und werde die paar Tage ausgiebig zum Faulenzen und wahrscheinlich auch Lesen nutzen. Ich fange jetzt schon an, mir Gedanken zu machen, welche Bücher ich mitnehme, haha! (Nein, das war ein Scherz. Ich warte damit bis zum nächsten Wochenende. ^^)

Habt einen schönen August!

Mittwoch, 27. Juli 2016

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hallo ihr!
Ist schon eine kleine Weile her, dass ich mal neue Bücher präsentiert habe. Woran das lag? Hm, eine Mischung aus "nicht dran gedacht", "gar keine neuen Bücher bekommen" und "ich hab gerade überhaupt keine Lust, den Fotoapparat zu suchen" ist Schuld dran, würde ich mal sagen.
Heute ist das mal anders, heute habe ich schnell ein Foto geschossen von den Büchern, die in den letzten Tagen neu bei mir angekommen sind. Das sind diese hier:




C. J. Daugherty/ Carina Rozenfeld "Secret fire: Die Entflammten"
Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sasha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sasha zu opfern?

-> Das habe ich neulich schon verschlungen und fands ganz toll. Die Fortsetzung ist schon vorbestellt, auf englisch - weil es mir sonst zu lange dauert ;)

Nikola Hotel "Für immer und Emil"
Leonie ist eine Powerfrau: Sie liebt ihren Job und hat Erfolg. Dann wird ihr vorgeworfen, die Geschäftsidee der charmanten Brüder Emil und Ben geklaut zu haben. Zwei Stunden später hat sie Freizeit pur – Leonies Horrorvorstellung. Sie muss unbedingt denjenigen finden, der ihr das eingebrockt hat. Der Einzige, der ihr helfen kann: Emil. Doch der hat sich aufs Land verkrochen. Und plötzlich steht Leonie offline zwischen Erdbeerfeldern und Kuhfladen und spürt: Ihr Herz klopft für Emil.

-> Auf die Bücher von Nikola Hotel bin ich immer gespannt und für gewöhnlich werde ich beim Lesen ihrer Bücher auch nicht enttäuscht. Jetzt also Emil.

Elizabeth Craft/ Shea Olsen "Flower"

Die achtzehnjährige Charlotte hat keine Zeit für Jungs, sondern setzt all ihren Ehrgeiz auf die Zulassung an der Stanford Universität. Da tritt ein fremder Junge in ihr Leben, der geheimnisvolle Tate. Charlotte verliebt sich auf den ersten Blick und will nur noch eins: Tate. Und Tate will sie. 
Dann der Schock: Tate ist nicht irgendwer, sondern ein Superstar, der bekannteste Sänger seiner Generation. Und er hat dem Rampenlicht – und Beziehungen – den Rücken gekehrt. Doch die Anziehungskraft zwischen Charlotte und Tate ist so stark wie das Schicksal selbst ...


-> Erwartungen habe ich eigentlich nicht, ich lasse mich mal überraschen von der Geschichte. Hoffentlich was fürs Herz :D

Catharina Junk "Auf Null"

Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.
Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?


-> Das wäre wahrscheinlich nicht meine Wahl geworden, wenn ich es hätte aussuchen können. Aber ich habe es zum Testlesen zugeschickt bekommen und werde mal schauen, was diese (vielleicht?) traurige Geschichte mit mir macht.

Sarvenaz Tash "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums"
Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere …

-> Dadrauf bin ich total gespannt! Das klingt nicht nur herrlich schräg, sondern auch lustig und ich fühle schon bei der Inhaltsangabe mit dem Helden mit...

Kennt ihr eins der Bücher? Welches hat euch gefallen, welches macht euch neugierig?

Donnerstag, 21. Juli 2016

"Wie der Atem in uns" - Elizabeth Poliner

Dumont Verlag, 2016
23,00 Euro



Handlung:
Die Leibritzkys sind eine jüdische Großfamilie und einander in inniger Hassliebe verbunden. Jedes Jahr fahren sie gemeinsam in ihr Sommerhaus ans Meer, nach Woodmont in Connecticut. Bis ein tödlicher Autounfall alles für immer ändert. David Leibritzky ist erst acht Jahre alt, als er sterben muss. Das Jahr 1948, in dem er umkommt, ist das Jahr der Unabhängigkeit Israels. Doch frei wird keiner der Leibritzkys je mehr sein. 


Meine Meinung:
"Wie der Atem in uns" ist ein sehr ruhiges Buch, das mich persönlich recht melancholisch hat sitzen lassen, nachdem ich die letzte Seite umgeschlagen hatte. Elizabeth Poliner beschreibt einen Sommer im Jahre 1948 - einen Sommer der Familie Leibritzky, einer jüdischen Familie. Wobei ich finde, dass dieses Adjektiv "jüdisch" nur ein Zusatz ist, eine zusätzliche Beschreibung, aber nichts, was die Geschichte an sich im Wesen ausmacht. Selbstverständlich werden im Laufe des Buches viele kulturelle und religiöse Aspekte angesprochen, man bekommt vieles erklärt und dadurch einen guten Eindruck in die jüdischen Lebensweisen und Gebräuche. Ich fand das sehr spannend. Und doch denke ich, dass der eigentliche Knackpunkt der Geschichte der Tod eines kleinen Jungen ist, der bei allen Familienmitgliedern Spuren hinterlässt. Diese Spuren werden von der Autorin treffend aufgefangen. Tatsächlich schafft sie es, direkt oder auch indirekt jeden zu Wort kommen zu lassen, ob Schwester von Davy, ob Mutter oder eine der Tanten oder einer der Onkel. Für jeden verändert sich in diesem Sommer etwas. Es sind nicht nur die familiären Bande, die durch den Verlust des Jungen plötzlich nicht mehr ganz so fest und straff sitzen. Es sind auch alle Wünsche, Ziele und Hoffnungen, die ein jeder der Familie Leibritzky mit sich herumträgt, die plötzlich ins Wanken kommen. Jedem Familienmitglied wird in einem Kapitel ein Raum zugesprochen, ganz unbewusst teilweise, und anfangs erkennt man das als Leser gar nicht unbedingt. Aber man kann so daran teilhaben, wie jeder diesen verhängnisvollen Sommer erlebte und welche Konsequenzen sich durch den Tod von Davy daraus ergaben. Selbst Jahrzehnte später noch. Dabei kommt die Spannung, oder viel mehr Anspannung, jedoch auch keinesfalls zu kurz, denn Poliner versteht sich darauf, nur mit kleinen Anmerkungen und Details die Neugier des Lesers am Laufen zu halten. So weiß man zwar schon nach wenigen Seiten, dass der kleine Davy in diesem Sommer sterben wird, und die Geschichte steuert unweigerlich auf diese Tragödie zu; was aber tatsächlich genau mit Davy passiert, das erfährt man erst am Ende des Buches.
"Wie der Atem in uns" ist ein ruhiges, langsames, und gerade deswegen sehr lesenswertes Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es hinterlässt Spuren und zumindest ich musste dieser Melancholie in mir, die ich nach dem Lesen spürte, erstmal nachtasten.


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