Freitag, 31. Juli 2015

"Monday Club: Das erste Opfer" - Krystyna Kuhn

Oetinger Verlag, 2015
16,99 Euro

Handlung:
Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit! Die sechzehnjährige Faye Mason leidet seit früher Kindheit unter idiopathischer Insomnie, einer seltenen Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
Noch leicht angefressen von dem für mich absolut nicht zufriedenstellenden Ende der "Das Tal"-Reihe von Frau Kuhn habe ich mich dennoch voller Erwartungen und Neugier auf die neue Buchreihe der Autorin eingelassen. "Monday Club" heißt sie und es sollen wohl drei Teile erscheinen. Den ersten habe ich nun gelesen - und ich bin begeistert. Das Buch konnte mich tatsächlich aus einer kleinen Leseflaute herausholen, die mich einige Tage lang eingeholt hatte. Es verbindet nicht nur sehr interessante Ideen miteinander, die gefühlt nicht auch schon so oder in abgewandelter Form in anderen Büchern zu lesen waren; obendrein ist es auch noch richtig spannend geschrieben. Schon die ersten paar Seiten sind geheimnisvoll gehalten und deuten an, dass manche der handelnden Personen nicht ganz ehrlich, vor allem aber intrigant zu sein scheinen. Ich habe das Buch an einem Wochenende geradezu verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, was es mit Faye, Amy und dem besagten Monday Club auf sich hat. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme mit den zahlreichen Personennamen und Familienzugehörigkeiten, die kreuz und quer eingestreut werden, aber irgendwann legte sich das auch. 
Hauptfigur Faye finde ich beim Lesen etwas schwer einzuschätzen, weil sie in meinen Augen sehr wenig eigene Persönlichkeit zeigte und für mich so recht blass blieb. Sie lebt ihr Leben mit und durch ihre reichen und angesehenen Freunde, macht und lässt, was sie sagen und was vor allem in der gehobenen Gesellschaft gern gesehen ist, in denen nicht zuletzt die Mitglieder des Monday Clubs agieren. Sie lässt sich von von anderen lenken und tut, was von ihr erwartet wird - und wenn mal nicht, packt sie sofort das schlechte Gewissen. Erst als sich die merkwürdigen Vorkommnisse häufen und sich die Hinweise verdichten, dass ihre verstorbene Freundin Amy scheinbar nicht tot sein kann, fängt sie an zu hinterfragen. Nach und nach strampelt sie sich von den gesellschaftlichen Banden ein wenig frei und macht eher "ihr eigenes Ding" - was mir dann im Handlungsverlauf auch deutlich besser gefallen hat. Ich bin zuversichtlich und hoffnungsvoll, dass wir Faye in den Nachfolgebänden auch noch von anderen Seiten kennenlernen werden. Und dass es so geheimnisvoll und undurchschaubar weitergeht. Sehr gelungener Reihenauftakt!


Mittwoch, 29. Juli 2015

Status: Lese- und schreibfaul

Noch letzte Woche jammerte ich schon mal prophylaktisch herum, dass ich in absehbarer Zeit wahrscheinlich sehr viel weniger zum Lesen kommen werde und ich mir deshalb jetzt schon leid tue. Schwupps: gesagt, passiert. Ich komm seit Tagen nicht mehr zum Lesen. Wobei das nicht nur am zeitlichen Faktor liegt, sondern auch an dem Gefühl, momentan einfach keine wirkliche Lust zum Lesen zu haben. Abends habe ich meistens schon so müde Augen, dass ich ihnen beim besten Willen nicht noch ein paar Kapitel Trivialliteratur zumuten möchte. Und selbst wenn ich mal voll lese-motiviert vor meinen Bücherregalen stand in den letzten Tagen, ist da auch nichts bei heraus gekommen. Ich kann mich derzeit einfach für kein Buch entscheiden. Mir ist nach gar nichts zumute, mein Bauch (Hommage an Elli!) sagt gar nichts, wenn wir beide vorm Buchregal stehen und gedanklich zieht es mich auch in keine Leserichtung. 
Was tu ich also? Das denkbar Falscheste: ich fange zig Bücher gleichzeitig an. Das ist ja immer so mein Problem. Ich neige dazu, mehrere Bücher gleichzeitig anzufangen und sie parallel zu lesen, oftmals, weil ich mich für keins entscheiden kann. Meistens klappt das dennoch ganz gut bei mir, ich bringe keine Handlungsstränge oder Figuren durcheinander. Aber dass das nicht so ganz normal ist, um die 3 oder 4 Bücher gleichzeitig zu lesen, ist mir auch durchaus bewusst. Zumal ich es eigentlich auch nicht immer mag. Ich lasse mich schon lieber bewusst auf nur ein Buch ein. 
Und momentan ist es dann halt auch noch besonders schlimm. Wenn ich mal zusammen zähle, wieviele Bücher ich derzeit angefangen bei mir herumliegen habe, komme ich auf ... öhm ... 6. Nein, 7:

  • "Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen" von Petra Hülsmann (4 Kapitel gelesen)
  • "The Trap" von Andrew Fukuda (seit dem vorletzten "Gemeinsam lesen", als ich berichtete, auf Seite 58 zu sein, hat sich an dieser Seitenzahl übrigens nichts geändert :( )
  • "Legend: Schwelender Sturm" von Marie Lu (auch hier habe ich seit Tagen nicht weitergelesen)
  • "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" von Nina LaCour (ein Drittel gelesen)
  • "Engelskalt" von Samuel Bjork (hier habe ich - zugegeben - bisher nur mal in die ersten Seiten reingeschnuppert)
  • "Selection" von Kiera Cass (das erste Kapitel ist gelesen)
  • "Janusmond" von Mia Winter (da hänge ich irgendwo bei 3/4 des Buches herum, bringe aber nicht genügend Lust auf, mich wieder in die Geschichte zu hängen)


Das ist nicht gut. Zwangsläufig bleiben dabei welche auf der Strecke. Und auch zum Rezensieren fehlt mir momentan neben der Zeit auch jeglicher Antrieb. Ich hätte gut mindestens 3 Bücher in der Hinterhand, die ich gelesen habe und zu denen ich wenigstens kurz etwas schreiben könnte, ja - an sich auch schreiben wollte. Aber dann auch wieder nicht. Ist also gerade recht ruhig hier, aber es kommen hoffentlich auch wieder andere Zeiten *abgedroschener Phrasen-Modus wieder ausstell*
Ich hoffe, eure Lesetage laufen besser!

Donnerstag, 23. Juli 2015

Warum Lesen sich nicht mit Karriere verträgt

Eigentlich eine ziemlich fiese und miss-leitende Überschrift, muss ich schon sagen. Aber letztlich bringt sie auf den Punkt, woran ich immer mal wieder denken muss, wenn ich bis zu den Ohren im beruflichen Chaos stecke.
Mit dem "Lesen" aus der Überschrift meine ich das "Lesen zur Unterhaltung". Nicht das berufliche, Wissens-vermittelnde Lesen, das informativ ist und Aufklärung oder Hintergrundwissen liefert. (Oder liefern sollte.) Sondern das schnöde, zur Entspannung gedachte, manchmal richtiggehende 08/15-Lesen, das einen nach dem Arbeitsschluss zuhause erwartet - oder eben auch nicht.

Ich habe jeden Tag eine ganze Menge zu lesen - leider nichts wirklich Unterhaltendes. Vielmehr handelt es sich bei meiner täglichen Lektüre um Fachartikel aus dem psychologisch-medizinischen Forschungsbereich. Seit meinem Uniabschluss, und eigentlich auch schon eine ganze Weile davor, bin ich in der Forschung und Wissenschaft tätig. Das klingt hochtrabend, ist es aber eigentlich gar nicht. Meistens eher langweilig, weil man eben unzählige Stunden vor Laptop und Ausgedrucktem verbringt, lesenderweise. Sich schlau macht, was andere Forschungsgruppen so arbeiten. Versucht herauszufinden, ob es irgendwelche Studien gibt, die vielleicht schon dasselbe/ so etwas ähnliches untersucht haben wie das, was man da selbst gerade plant. Sich durch Lesen informieren will, ob sich schon bestehende Forschungsergebnisse in den Ergebniskontext einbauen lassen, den man selbst gefunden hat. Ob bitte bitte irgendwo irgendjemand auf der Welt einen tollen Satz geschrieben hat, der GENAU DAS unterstützt, was man da selbst in seinen Ergebnissen auf dem Tisch liegen hat.
Ganz ehrlich? Es ist nicht immer aufregend. Oftmals ist es eher recht dröge Arbeit. (Das Wörtchen dröge wollte ich schon immer mal benutzen! :D) Aber es gibt auch andere Augenblicke. Das sind die Momente, in denen plötzlich alles stimmt. In denen die Probanden und Patienten ohne zu Murren und sogar ganz freiwillig und begeistert an irgendwelchen Tests und Computerexperimenten mitmachen und mir so die Daten verschaffen, die ich zum Rechnen brauche. (Manchmal macht es ja auch durchaus richtig Spaß, was wir hier so testen...) Die Momente, in denen die Ergebnisse einer Studie sich ganz wunderbar interpretieren lassen. In denen sich herausstellt, dass man mit dieser Idee, die man hatte, doch völlig richtig lag - weil die Ergebnisse es belegen. Momente, in denen man eine Studie endlich abschließen kann. In denen man sich dann doch irgendwie toll findet, weil man die Zusage erhält, dass der eigene Fachartikel tatsächlich publiziert wird, und man, wenn man ein paar Tage später in der weltweiten Forschungsartikel-Datenbank seinen Namen eingibt, von Stolz getroffen wird, weil da tatsächlich der eigene Name steht. Und dann denkt man sich letzten Endes, dass sich die ganze endlose Leserei von fremden Artikeln doch - irgendwie - gelohnt hat.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber für mich, dass ich abends, wenn ich zuhause bin, manchmal einfach keine Lust mehr auf Lesen habe. Nicht nur, weil mir vielleicht ohnehin schon die Augen weh tun. Sondern einfach, weil ich mich dann nicht überwinden kann, jetzt zu einem Buch zu greifen und mich dort noch eine Stunde lang oder so in der Handlung zu verlieren. Lese-Müdigkeit. Das war einfach schon zuviel gelesen am Tag. 

Wenn ich also manchmal abends lesen könnte, habe ich einfach keine Lust drauf.
Wenn ich es mir dann aber zeitlich mal so gar nicht leisten kann, zu lesen - dann würde ich nichts lieber und sehnlicher tun.

Das ist wie früher bei den Abiklausuren oder bei den Prüfungen im Studium. Da habe ich eigentlich immer gerade dann unglaublich Bock gehabt, mich vor die Playstation zu setzen oder meinen Nintendo DS rauszuholen, (irgendwas zu zeichnen, mit dem Hund in den Garten zu gehen, abzuwaschen, Wäsche sortieren, Staubsaugen...) wenn ich in der nächsten Woche eine mündliche Prüfung anstehen hatte. Da war es dann auf einmal viel wichtiger, mal den eigenen Schreibtisch ein wenig aufzuräumen, als die Zusammenfassungen irgendwelchen Lernstoffs durchzugehen. (Blödes schlechtes Gewissen!) Ich glaube, das kennt jeder irgendwie, bis zu einem gewissen Grad:

Wenn man etwas nicht tun darf oder tun sollte, will man es erst recht tun.

Vor einem ähnlichen Dilemma stehe ich in den nächsten Wochen und Monaten. Ich arbeite an meiner Doktorarbeit. Und so langsam komme ich in die heiße Phase, die da lautet: schreiben. Aus den ganzen Studien, an denen ich schon so lange sitze und arbeite, soll schlussendlich auch etwas werden, nämlich eine Promotion. Mit dem Schreiben der Arbeit an sich habe ich weniger ein Problem. Vielleicht bin ich da komisch, aber während andere damals in der Uni beispielsweise total angenervt waren und ständig geflucht haben, als wir unsere Abschlussarbeiten schreiben mussten, saß ich eigentlich ziemlich gern da und habe meine Diplomarbeit getippt. Mir fiel das auch nicht schwer und so hoffe ich, dass es sich bei der Dissertation ähnlich verhält.

Ein Nebeneffekt, den das Tippen und Arbeiten mit sich bringen wird, ist jedoch der Mangel an Lesezeit, den ich auf mich zukommen sehe. Jedes Mal, wenn ich mich am Wochenende mit einem Buch hinsetzen werde, wird sich mein schlechtes Gewissen melden und mir sagen: "Klapp es zu. Schreib lieber!" Dafür tu ich mir jetzt schon Leid (Ja, so ein bisschen Selbstmitleid tut manchmal ziemlich gut...) und ich verfluche die Zeit, die mir zum (just-for-fun) Lesen fehlen wird.

Insofern: ich bin optimistisch, was die Doktorarbeit betrifft, aber zugleich hoffnungsvoll, dass ich meinen Lesekonsum nicht vollständig zurückfahren muss. Schon alleine, um mal abzuschalten und sich nicht nur mit Krankheitsbildern und deren Auswirkungen beschäftigen zu müssen, muss sicher ab und zu - trotz schlechten Gewissens - ein Buch herhalten. Wenn ihr aber mal eine Weile nichts von mir hören solltet, dann stecke ich wohl gerade bis zur Nase in irgendwelchen Fachartikeln.


Dienstag, 21. Juli 2015

Gemeinsam lesen: The Trap

Eine Aktion bei Schlunzenbuecher.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "The Trap" von Andrew Fukuda und bin auf Seite 58. 



Da es sich um den dritten Teil der Reihe handelt, gibt es hier die 

Inhaltsangabe für Teil 1 (deutsche Ausgabe):
Die Nacht hat tausend Augen. Sie lachen nicht, sie lieben nicht und nachts töten sie Menschen. Nur Gene ist anders: Er ist ein Mensch und hat jahrelang unerkannt in ihrer Mitte gelebt. Seine Liebe zu Ashley June muss er verbergen, denn schon die kleinste Berührung könnte ihn entlarven. Aber dann werden ausgerechnet er und Ashley June ausgewählt. Sie sollen die letzten Menschen zur Strecke bringen, die in der Savanne leben. Nur mit Ashley June an seiner Seite hat Gene eine Chance, diesem Albtraum zu entrinnen.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"On the other side of the curtains we step into a pool of darkness, the size of which we´re not fully aware until - 
"Lights coming on in three, two, one," the chief advisor says in a surprisingly tender voice." 


3. Was willst du unbedingt loswerden zu deiner aktuellen Lektüre?
"The Trap" ist der dritte und (meines Wissens nach) letzte Teil der "Hunt"-Reihe von Andrew Fukuda. Im Deutschen sind bisher nur die ersten beiden Teile, "Jäger der Nacht" und "Jäger des Lichts", erschienen, und ich habe ehrlich gesagt die Hoffnung aufgegeben, dass der Ravensburger Buchverlag den dritten Teil auch noch ins Deutsche übersetzen lässt und veröffentlicht. Dafür ist einfach schon zuviel Zeit vergangen, in der das nicht passiert ist, und irgendwo, auf einem anderen Blog wahrscheinlich, habe ich auch mal gelesen, dass der Verlag den dritten Teil wohl nicht mehr bringen wird. Was ich total daneben, vor allem aber schade finde. Denn die Bücher sind sooo gut! Erstaunlicherweise habe ich total Gefallen dran gefunden, obwohl es irgendwie ... gewissermaßen ... naja, eine Vampirgeschichte ist - und um die mache ich ja sonst einen großen Bogen. Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass das hier alles ein wenig anders ist, hier entwickeln keine Vampire romantische Gefühle zu Menschen (das altbekannte Muster also), niemand glitzert - und ich klebte trotz allem Ekel und Widerwillen von Beginn an an den Seiten. Und nun hab ich einfach genug vom Warten. Ich will wissen, wie die Geschichte von Gene weitergeht! Also lese ich es jetzt auf Englisch. Und bin jetzt schon wieder ganz gefangen von der Story.

Deutschsprachige Ausgabe Teil 1


4. Plant ihr euren Lesemonat (oder z.B. Lesesommer) und erreicht ihr eure Ziele dann auch, oder lest ihr immer das, worauf ihr gerade Lust habt?
Das zweite. Ich plane nie wirklich im Voraus, was ich lesen werde, egal in welchem Zeitraum. Eine Ausnahme ist, wenn ich in den Urlaub fahre (höhö, welcher Urlaub?!), dann überlege ich mir vorher schon, worauf ich vielleicht Lust hätte und welche Bücher ich mitnehme. Und wenn ich mal ein Buch für einen Verlag oder einen Autoren lese, dann hat das Buch ein kleines Bisschen Vorrang und wird von mir so eingeplant, dass ich es in absehbarer Zeit gelesen habe. Aber sonst? Ich mache mir keine Lesepläne oder "to read"-Listen. Ich würde mich wahrscheinlich ohnehin nicht dran halten, weil ich lieber spontan entscheide, wonach mir gerade ist.


Sonntag, 19. Juli 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Heute gibt´s noch die neuen Bücher der letzten Tage. Vor einigen Tagen schnappte ich mir spontan "Legend" aus dem Bücherregal - ein Buch, das ich bis dahin eher ignoriert hatte, obwohl so ein Hype drum gemacht wurde. Naja, für die meisten von euch wird es keine Überraschung sein, weil es irgendwie alle schon längst kennen: ich wollte am Ende natürlich direkt weiterlesen! Da kam mir ein gewonnener Gutschein beim Geburtstagsgewinnspiel bei Elli gerade recht, denn den konnte ich direkt anteilig für die Bestellung der beiden Folgebände nutzen. Meine Freude darüber habe ich dann auch ausgiebig mit Elli geteilt :)
Und so lese ich momentan am zweiten Teil der Reihe, komme aber irgendwie nur schleppend voran, weil ich insgesamt diese Woche kaum Zeit und Gelegenheit zum Lesen hatte. Irgendwie kommt immer was dazwischen. Ich befürchte, die nächste Woche wird auch nicht besser :(
Und dann erreichte mich noch "Monday Club", der Auftakt einer neuen Buchreihe von Krystyna Kuhn. Ihre "Das Tal"-Reihe hatte mich anfangs ja sehr begeistert, dann wurde mir die Handlung und der große Sinn dahinter aber mit fortschreitender Buchanzahl immer verwirrender und konstruierter. Absolut enttäuscht war ich dann vom letzten Band. Daher hoffe ich, dass "Monday Club" mich da insgesamt mehr überzeugen kann.


Marie Lu "Legend: Fallender Himmel / Schwelender Sturm / Berstende Sterne" 
(Inhaltsangabe zu Teil 1, um nicht zu spoilern)
Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos - angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.


Krystyna Kuhn "Monday Club: Das erste Opfer"
Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit! Die sechzehnjährige Faye Mason leidet seit früher Kindheit unter idiopathischer Insomnie, einer seltenen Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind. Eine Tote, die lebt, und eine schlaflose Heldin, deren Alpträume wahr werden: der erste Band der Mädchen-Mystery-Trilogie der Extraklasse!

(Inhaltsangaben von amazon.de)

Außerdem habe ich einen ganz tollen Gewinn vom Magellan Verlag in Empfang nehmen dürfen: Die Lesezuckerl! :) Ein Glas gefüllt mit Bonbons. Lecker lecker! Wenn ich beim Lesen also mal wieder das dringende Bedürfnis nach etwas Süßem verspüre (ihr kennt das), dann habe ich fortan Rettung im Haus.


Donnerstag, 16. Juli 2015

"Maggie und die Stadt der Diebe" - Patrick Hertweck

Thienemann Verlag, 2015
14,99 Euro


Handlung:
New York, 1870. Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt. Atmosphärisch und fesselnd - ein brillant geschriebenes Erstlingswerk in der Tradition von Rowling und Funke.


Meine Meinung:
Mit "Maggie und die Diebe der Stadt" hat Patrick Hertweck eine wunderbare Abenteuergeschichte geschrieben, die nicht nur für die jüngeren Leser interessant sein dürfte, sondern an der definitiv auch Erwachsene noch ihren Spaß haben werden. Ich zumindest habe mich bestens unterhalten gefühlt und das Buch an einem Wochenende verschlungen. 
Es ist aber auch zu spannend! Auf der Flucht vor undurchsichtigen Gestalten landet Maggie bei den "40 Little Thieves", einer Bande von jugendlichen Dieben und Langfingern in New York. Maggie selbst ist im Waisenhaus aufgewachsen und weiß nichts über ihre Herkunft - was sich aber bald ändern wird. Denn all die merkwürdigen Vorkommnisse in New York, die selbsternannten Rächer der Stadt und die gruseligen und angsteinflößenden Gestalten, die Jagd auf Maggie machen, scheinen einen Bezug zu Maggies Vergangenheit zu haben. Natürlich versucht diese, die Wahrheit herauszufinden und begibt sich und ihre neuen Freunde damit schnell in Gefahr.

Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und Hoffnung sind wesentliche Themen dieses toll geschriebenen und atmosphärisch sehr dichten Debütromans. Wenn die Rede ist von Jauchepfützen auf den Straßen, kargen Buden, die nur von Kerzenschein beleuchtet werden, Karren, die übers Kopfsteinpflaster gezogen werden, Hungergefühl und den Bettlern an jeder Ecke - dann ist das hier so Kopfkino-fördernd geschildert, dass ich alles wie in echt vor mir gesehen habe, als ich mich durch die Seiten las. Ich hatte keinerlei Probleme, mich anhand der bildhaften Beschreibungen in die Bedingungen um 1870 in der Großstadt New York zu versetzen. Ich fand das sehr unterhaltsam, und die Geschehnisse, die losgetreten werden, als Maggie bei den "40 Little Thieves" Unterschlupf findet, führten dazu, dass ich das Buch eigentlich nie länger als ein paar Minuten aus der Hand legen konnte. 
Ganz besonders spannend und aufregend fand ich die Schilderungen über die New Yorker Gangs und Banden, die den Alltag in der Stadt der damaligen Zeit ja wesentlich geprägt haben müssen. Da das für mich ziemliches Neuland ist, wurde es für mich äußerst interessant; und auch die Sagen und Legenden über die Stadt und ihre Bewohner, beispielsweise die vom "Bowery Boy", haben sehr zur nebelig-gruseligen Atmosphäre beigetragen. Hier hat der Autor entweder richtig gut recherchiert oder beste Fantasie walten lassen. 
"Maggie und die Stadt der Diebe" kann ich allen ans Herz legen, die sich in die Vergangenheit entführen lassen wollen, die an der Seite einer mutigen kleinen Heldin ein Abenteuer durchleben wollen und die auf 300 Seiten beste Unterhaltung - besser als so mancher Film - erleben wollen. Den Vergleich zu "Rowling und Funke" hat das Buch gar nicht nötig. 


Montag, 13. Juli 2015

[Kurz gesagt] Von Inferno, komatösen Geistern und dem Central Park

"Inferno" - Dan Brown

Nachdem ich vom letzten Brown-Buch, "Das verlorene Symbol", herb enttäuscht war, hat mich "Inferno" umso mehr fesseln und begeistern können. Vielleicht lag es auch daran, dass hier wieder viel mehr Kunst und Kultur thematisiert werden, als es in dem Buch davor der Fall war. Hier geht es sowohl um Dante Alighieri und sein "Inferno" als auch um so viele malerischen Meisterwerke, Skulpturen und Gebäude - ich fand es toll, ich hab für sowas viel übrig. Ist genau meins. Langdon und Kumpanen reisen wieder quer durch Europa wie auf einer Schnitzeljagd und versuchen, Schlimmes - das Freisetzen eines Virus´ nämlich - zu verhindern. Dass Robert Langdon dabei einmal mehr zum Held der Nationen wird, versteht sich von selbst, aber hey - das gehört bei den Büchern ja auch irgendwie dazu. Ich hab wieder eine Menge gelernt und Informationen angehäuft beim Lesen, das mag ich bei den Büchern von Dan Brown auch sehr. Man ist danach immer viel schlauer. Ich bedauere allerdings ein wenig, nicht die illustrierte Ausgabe des Buches gehabt zu haben. Bei den Unmengen von Kunstwerken und Gebäuden, die hier beschrieben werden, ist die illustrierte Version um einiges vorteilhafter. (5/5)


"Solange du da bist" - Marc Levy

Ich kannte die Verfilmung von "Solange du da bist", bevor ich erst vor Kurzem das Buch gelesen habe. Wahrscheinlich war das mein Fehler, aber ändern konnte ich es ja nun nicht mehr. Denn beim Lesen habe ich permanent unweigerlich Vergleiche zum Film gezogen, hatte immer wieder Gedanken im Kopf wie "Das war im Film aber ganz anders." Abgesehen davon bin ich fast froh, zuerst den Film gekannt zu haben, denn wenn ich zuerst das Buch gelesen hätte, hätte ich auf die Story wohl nicht mehr viel Lust gehabt. Das Buch ist mir viel zu pseudo-philosophisch und rechthaberisch. Eine Weisheit hängt sich an die nächste und als Leser kommt man sich irgendwann dumm vor, weil man solche hochtrabenden Gedanken über Mut, Aufopferungsbereitschaft, Liebe und Hoffnung selbst noch nicht hatte. Ich habe mich beim Lesen über Arthur, der sich so selbstlos und edelmütig um die im Koma liegende Lauren kümmert, wirklich gegängelt gefühlt - und das mag ich einfach nicht, ich gebe es zu. Sowohl vom Handlungsablauf, den Darstellern und der Art der Präsentation hat mir der Film wirklich viel besser gefallen als das Buch. (3/5)


"Nacht im Central Park" - Guillaume Musso
Puuuuh, was für eine Enttäuschung! Eigentlich mag ich die Bücher von Guillaume Musso, ich glaube, dieses hier war das vierte, das ich gelesen habe. Und es war das schlechteste, das muss ich leider so sagen. Die Idee fand ich noch ganz interessant: Eines Morgens erwachen Alice und Gabriel mit Handschellen aneinander gekettet auf einer Bank im Central Park in New York. Beide wissen nicht warum, versuchen fortan aber alles, um diesem Rätsel auf die Spur zu kommen. Und das fing auch noch ganz nett an. Die beiden verfolgen verschiedene Hinweise, machen sich auf den Weg, werden von Kollegen unterstützt. Nach und nach wird in der Handlung aber alles zunehmend konstruiert und schlicht und einfach unglaubwürdig. Der Höhepunkt an Unglaubwürdigkeit ist dann am Ende bei der Auflösung erreicht. So etwas Blödes, Hanebüchenes und an den Haaren Herbeigezogenes habe ich lange nicht mehr gelesen! Leider kann und will ich an dieser Stelle hier nicht spoilern, sonst würde ich meinem Frust und meinem Unverständnis angesichts dieser konstruierten Story und des groben fachlichen Fehlers, den Herr Musso am Ende einbaut, freien Lauf lassen. Das war nichts! (2/5)

Freitag, 10. Juli 2015

"Driving Phil Clune" - Susanne Fuß

Tredition, 2015
11,50 Euro als Taschenbuch



Handlung:
Taxifahrer Herbert hat einen Traum: Er möchte einmal einen Hollywood-Star in seinem Taxi befördern, um etwas Glanz in sein ansonsten freudloses Leben zu bringen. Statt eines Stars landet jedoch nur Herberts unter Persönlichkeitsstörung leidender Bruder Harry in seinem Wagen, der nicht zuletzt durch seine Krankheit großes Talent zeigt, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Aus einer Notlüge entsteht die Idee, Harry als den berühmten US-Schauspieler Phil Clune auszugeben. Bei Herbert melden sich daraufhin viele Kollegen, die für die Vermittlung des vermeintlichen Stars als Fahrgast erkleckliche Summen bezahlen. Das Geschäft brummt. Doch die Situation verkompliziert sich schlagartig, als der echte Phil Clune in Berlin zu Dreharbeiten eintrifft. Die darauf folgenden, vielfältigen Verwechselungen führen am Ende alle Beteiligten zu einem rasanten Finale auf der „German autobahn" - jeden auf der Suche nach seinem ganz persönlichen Stück Freiheit.


Meine Meinung:
Die Autorin hat in diesem Romandebüt eine Verwechslungsgeschichte der besonderen Art vorgelegt. Ganz toll! Eine Art Road-Movie in Deutschland, was nicht allzu weit hergeholt ist, denn immerhin ist Herbert, eine der Hauptfiguren, Taxifahrer. Durch einige Missverständnisse und schicksalhafte Fügungen wird sein Bruder Harry plötzlich zum vermeintlichen Star und muss sich damit den besten und zugleich unbequemsten Konsequenzen stellen, die das prominente Leben mit sich bringen kann, Bewunderung und Entführung inklusive.
Langweilig wird es hier also auf keiner Seite. Vor allem aber ist "Driving Phil Clune" auch bemerkenswert geschrieben. Ausgefeilte, teils verschachtelte Sätze, geschliffene Dialoge - anfangs fand ich diese Art zu schreiben fast ein wenig zu hoch gestochen in dem eher "lockeren" Handlungsrahmen inmitten von Taxifahrern. Aber irgendwann hat mir genau dieser Schreibstil in diesem Kontext extrem gut gefallen, weil er teilweise so beschreibend-nüchtern wirkte. 
Die Story um die Brüder Harry und Herbert ist gespickt mit vielen kuriosen Momenten zum Schmunzeln, die sich vor allem in feinem Wortwitz äußern. Käthe, die Mutter der beiden, ist trotz (oder wegen?) beginnender Demenz eine Wucht und Harry erschien mir als Handlungsträger sehr sympathisch und liebenswert. Für meinen Geschmack hätte alles ruhig noch einen Tick lustiger und absurder sein dürfen, das nur am Rande.
An der Handlung gibt´s sonst nichts zu rütteln. Die Verwicklungen, die einzelnen Episoden, die schnellen Sprünge zwischen Personen und Orten, die merkwürdigen Zufälle und Momente, die die Handlung vorantreiben - das hat irgendwie alles gepasst. An dieser Stelle merkt man, dass die Autorin bewandert ist im Drehbuchschreiben. Denn genau als Filmvorlage könnte sich "Driving Phil Clune" auch bestens eignen; ich zumindest habe beim Lesen richtiges Kopfkino durchlebt. Und das Ende? Herrlich!
"Driving Phil Clune" ist damit beste kurzweilige und lustige Unterhaltung für den Sommerurlaub ebenso wie für verschneite Winternachmittage.


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin!!

Donnerstag, 9. Juli 2015

"Finding Audrey" - Sophie Kinsella

Penguin Randomhouse UK, 2015
£ 12,99



Handlung:

Audrey can't leave the house. She can't even take off her dark glasses inside the house.

Then her brother's friend Linus stumbles into her life. With his friendly, orange-slice smile and his funny notes, he starts to entice Audrey out again - well, Starbucks is a start. And with Linus at her side, Audrey feels like she can do the things she'd thought were too scary. Suddenly, finding her way back to the real world seems achievable.



Meine Meinung:
Audrey hat nach einigen unschönen Erfahrungen in ihrer Schule mit einer Angststörung zu kämpfen. Die geht so weit, dass sie nicht mehr aus dem Haus gehen kann, niemandem mehr in die Augen sehen geschweige denn mit jemandem reden kann und selbst zuhause nur mit dunkler Sonnenbrille herumläuft. 
Eigentlich geht es im Buch aber gar nicht so sehr nur um Audrey. Sie ist eigentlich nur der Aufhänger. Vielmehr lebt die Geschichte von der völlig schrulligen und eigenwilligen Familie. Mutter Turner, die stets nur das beste für ihre Kinder will und dabei regelmäßig übers Ziel hinausschießt. Audreys Vater, der im Prinzip gar nichts zu sagen hat in seinem eigenen Haus, daran aber auch kein Interesse zu haben scheint. Und insbesondere Audreys Bruder Frank, mit einem Hang zu Computerspielen, der Audrey gegenüber so liebenswert und hilfsbereit ist, wie man es selten von Geschwistern zu kennen glaubt. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt in der Familie Turner, die bei allen kleinen und großen Problemen zusammenhält und sich nach Kräften unterstützt.
Trotz des ernsten Grundthemas, nämlich Audreys erkrankungsbedingter Rückzug aus dem Leben außerhalb ihrer Familie, verliert das Buch eigentlich nie seinen humorvollen Grundton, übertreibt es dabei aber auch nicht. Die Konsequenzen, die eine Angststörung mit sich bringen kann, kommen nicht zu kurz; dafür schafft es Audrey nämlich sehr gut, ihre Zwickmühlen darzulegen, und zu beschreiben, was ihr Problem ist, wenn sie mit anderen Kontakt aufnehmen soll, so, wie ihre Psychotherapeutin es vorschlägt. Oder wenn es darum geht, Linus, dem Freund ihres Bruders, mal nicht aus dem Weg zu gehen. Die Beziehungsentwicklung zwischen Linus und Audrey hat mir sehr gut gefallen, obwohl sie - realistisch gesehen - vielleicht insgesamt zu schnell abläuft. Aber die Art ihrer Kontaktaufnahme (nämlich per Zettelchen) war wirklich niedlich. Ähnlich schnell wie die Freundschaft zu Linus entwickelt sich auch Audreys Krankheitsverarbeitung, was vielleicht ein bisschen zu gut gemeint ist von Sophie Kinsella. Leider läuft es nicht bei jedem so optimal ab wie bei Audrey, das sollte man meiner Meinung nach nicht vergessen.
Insgesamt gesehen jedoch hat mir "Finding Audrey" ausgesprochen gut gefallen. Eine schöne, überzeugende und oftmals amüsante Story um eine sehr sympathische Familie, die mit dem täglichen (und nicht ganz so alltäglichen) Wahnsinn zu kämpfen hat.


Ein herzliches Dankeschön an Penguin Randomhouse und Blogg dein Buch!

Montag, 6. Juli 2015

Lese-Rückblick Juni 2015

Lesemäßig war der Juni eher so ein Lala-Monat. Weder habe ich übermäßig viel gelesen (mit 8 Büchern befinde ich mich eher unterhalb meines persönlichen Monatsdurchschnitts), noch waren absolute Super-Duper-Oberknaller dabei. Zwei, drei Bücher haben mir etwas besser gefallen, aber dafür waren manche eben auch wirklich nur mittelmäßig - und sind mir jetzt schon kaum noch im Kopf geblieben. Zu den meisten habe ich noch nichts geschrieben, was ich aber wenigstens durch kurze Meinungsäußerungen in den nächsten Tagen noch ändern möchte. Mal sehen, wie weit ich damit komme, bevor mir die Hitze komplett mein Hirn aufweicht...


Gelesen im Juni
Gabrielle Zevin "Die Widerspenstigkeit des Glücks" (Rezension, 4/5)
Mhairi McFarlane "Vielleicht mag ich dich morgen" (Rezension, 3/5)
Nikola Hotel "Jetzt oder Nils" (Rezension folgt, 3,5/5)
Caro Martini "Beim nächsten Mann links abbiegen" (Rezension folgt, 5/5)
Meredith McCardle "Die achte Wächterin" (Rezension, 3/5)
Guillaume Musso "Nacht im Central Park" (Rezension folgt, 2/5)
Susanne Fuß "Driving Phil Clune"(Rezension folgt, 4/5)
Marc Levy "Solange du da bist" (Rezension folgt, 3/5)


Highlight im Juni


Ich hatte beim Lesen von "Beim nächsten Mann links abbiegen" viel Spaß, auch wenn manches etwas vorhersehbar war und ... naja, halt sehr in Richtung "Frauenliteratur" ging. Aber das hat mich nicht weiter gestört. Das Buch ist eine niedliche kleine Wohlfühl-Geschichte.



Enttäuschung im Juni


Ja, ich muss es leider wirklich als Enttäuschung verbuchen, obwohl ich die Bücher von Herrn Musso sonst eigentlich sehr mag. Aber das hier war nix. Sowas konstruiertes, hanebüchenes, an den Haaren herbeigezogenes und mit völlig unrealistischem Ende, bei dem ich echt nur den Kopf geschüttelt habe. Schade, aber das war wirklich nicht sein bestes Buch...

Kennt ihr eins meiner Juni-Bücher? Welches Buch war euer Highlight im letzten Monat?

Freitag, 3. Juli 2015

"Herr Parkinson" - Richard Wagner

Knaus Verlag, 2015
16,99 Euro


Handlung:
Wie lebt man mit einer Krankheit, die selbst die alltäglichsten Dinge sabotiert? Wie leben die anderen damit? Was bedeutet Krankheit überhaupt? Mit dem unbestechlichen Blick des Schriftstellers erzählt Richard Wagner von seiner Parkinson-Erkrankung. Zunächst ganz zurückhaltend wird dieser gelassene und unberechenbare Herr Parkinson über die Jahre zum schicksalhaften Gegenüber des Autors und erlangt immer mehr Macht über dessen Leben. 


Meine Meinung:
"Die Parkinson-Krankheit hat zwar keinen erkennbaren Plan, aber ein Prinzip. Sie verlangt nicht ausdrücklich die Unterwerfung, doch wo der Parkinson Herr der Lage ist, hat der Erkrankte nicht mehr viel zu sagen." (S. 24)

Als ich auf der letzten Seite von "Herr Parkinson" angelangt war, hatte ich eine Träne im Auge. Eine Minute später habe ich geweint.
Vielleicht bin ich zu sensibilisiert für dieses Thema. Ich arbeite in der Neurologie und habe oft mit Parkinsonpatienten zu tun. Zu oft. Es ist erschreckend, wie viele Menschen diese Krankheit haben. 
Gleichzeitig denke ich, man kann nicht sensibilisiert genug dafür sein. Viele beschäftigen sich ihr Leben lang nicht damit - warum auch, wenn es keinen Anlass gibt? Man kann sich nun einmal nicht mit allem Leid der Welt beschäftigen. Ich weiß, was die Krankheit mit sich bringt, mit welchen Symptomen sie einhergeht, was sie für den Alltag eines Betroffenen bedeutet, welche Mechanismen vermeintlich dahinterstecken. Wenn ich mit den Menschen zu tun habe, erlebe ich sie in ganz unterschiedlichen Momenten. Sie sind gut drauf, sie sind schlecht drauf. Sie sind optimistisch, pessimistisch, haben sich damit abgefunden oder eben auch nicht.
Aber bei keiner der Personen, die ich so oft persönlich treffe, habe ich eine solche Anteilnahme in mir selbst verspürt wie beim Lesen der letzten Seite von "Herr Parkinson". Eigentlich steht auf dieser letzten Seite gar nicht so viel drauf. Aber sie rüttelt auf. Sie bringt in wenigen Worten eine solche Resignation und Niedergeschlagenheit zum Ausdruck - eine Niedergeschlagenheit, die im ganzen restlichen Buch nicht zu erlesen ist. Vielmehr rechnet Herr Wagner vorher seitenweise mit seiner eigenen Erkrankung ab, mit seiner Außenwelt, mit dem Gesundheitssystem in unseren Landen, mit dem allgemeinen Umgang, sobald bekannt ist, jemand hat Parkinson. Er berichtet, wie es ihm seit Auftreten des ersten Zitterns ergangen ist.
Ich habe mich dadurch das ganze Buch täuschen lassen. Herr Wagner erzählt, teils ausschweifend, teils abschweifend; er erscheint zornig, aufgebracht, zugleich verbittert-angeheitert angesichts dieser Situation, dieser Krankheitszuschreibung, die ihm jahrelang zwar hier und da immer mal zusetzt, die doch aber wohl kaum sein Leben bestimmen können wird. Seine Art zu erzählen kam mir aufrührerisch vor, rebellisch, anklagend und vielleicht auch ein bisschen verleugnend.
Das ist die Palette an Gefühlen und Handlungsweisen, die die Krankheit mit sich bringt.
Aber am Ende ... bleibt Herr Parkinson ein treuer Begleiter.


Ein herzliches Dankeschön an den Knaus Verlag!

Donnerstag, 2. Juli 2015

10 Wünsche für meinen Sommer

Von Tine angestachelt, habe ich mir Gedanken gemacht, was dieser Sommer für mich bringen könnte. Was ich im Sommer machen/erleben/sehen möchte - und was nicht.



Das ist gar nicht so leicht. Denn mit dem Sommer ist das bei mir immer so eine Sache. Sobald es mir zu warm wird (diese Grenze ist bei etwa 24° erreicht), kann ich den Sommer nicht mehr leiden und hätte gern Winter, mindestens aber Herbst zurück. Da der Sommer also generell die Jahreszeit ist, in der ich mich nach Möglichkeit ohnehin nur in schattige Plätze verkrieche und am liebsten völlig untätig bin, ist es schwer, mir hier richtige und vor allem realisierbare Ziele bzw. Wünsche zu setzen. Richtiger Urlaub ist für mich in diesem Jahr vor allem zeitlich überhaupt nicht drin, sodass ich mir das also gar nicht erst vornehmen brauche.
Und die nächste Frage: Wie lang geht denn der Sommer? Manche haben durch Schule und Studium klar definierte Ferien und wissen, wann für sie der Sommer gelaufen ist. Das ist bei mir nicht so, bei mir beginnen und enden Jahreszeiten eher so nach Gefühl (und gefühlten Temperaturen). Daher würde ich jetzt für mich festlegen: Sommer endet, wenn der Herbst anfängt. Und Herbst fängt bei mir immer im September an. (Fragt mich nicht, warum.)

Was würde ich also gern machen bis September?


1. Promovieren
Fangen wir also gleich mal mit dem hochgestochensten Ziel an: meine Doktorarbeit. An der sitze ich gerade. Irgendwie. Mal mehr, mal weniger. Im Laufe des Sommers werde ich sie keinesfalls beenden, aber so langsam sollte ich mal einige Schritte vorankommen. Zumindest soweit, dass ich da in absehbarer Zeit eine Datei abgespeichert habe, die Ähnlichkeit mit einer wissenschaftlichen Abhandlung hat.

2. Bücher aussortieren
Meine Bücherregale platzen, ich häufe mehr und mehr Bücher an, obwohl ich gar keine Kapazitäten mehr dafür habe. Und das, obwohl ich definitiv Bücher besitze, die ich nie wieder lesen werde, die mir nicht wirklich gefallen haben - und ich habe sie trotzdem behalten. Ein Ziel in den nächsten Wochen könnte sein, mal ganz kategorisch Bücher auszusortieren, von denen ich weiß, dass ich sie ohnehin nie wieder anschauen werde.

3. Ins Kino gehen
Ich war ewig nicht im Kino. Ganz ehrlich. Ich kann gar nicht mehr sagen, welcher der letzte Film war, den ich wirklich in einem Kinosaal gesehen habe. Momentan laufen nicht allzu viele Filme, die ich sehen wollen würde, aber "Die Minions" haben dennoch gute Chancen. Banana!!!

4. Eisbecher essen
Noch so eine Sache, die ich ziemlich lange nicht gemacht habe. Dabei macht es doch so viel Spaß!! :D (Und ist lecker.)

5. Ein Akte X-Revival feiern
Ich konnte es kaum glauben, als vor ein paar Wochen die ersten Gerüchte die Runde machten, dass die Serie "Akte X" weitergehen würde. Mittlerweile ist es kein Gerücht mehr, sondern eine Tatsache: Mulder und Scully stehen wieder vor der Kamera und drehen ein paar neue Folgen meiner absolut liebsten Lieblingsserie!!!! WOAAAAHHH!!! Ich bin ein Akte X-Fangirl seit ... ach, ewig! Früher habe ich jede Folge geguckt, geradezu verschlungen, weil ich irgendwie immer schon ein Faible für Außerirdische, Übernatürliches und Unerklärliches überhaupt hatte. Und dann war die Serie irgendwann vorbei - das waren traurige Zeiten. Es wird - nicht zuletzt in Anbetracht der Tatsache, dass es bald weitergeht - höchste Zeit für ein Revival-DVD-Abend Tag mit meinen liebsten Folgen...

6. Einen Brief schreiben
Es mag altmodisch sein, aber ich habe seit über 17 Jahren eine Art Brieffreundin. Wir kennen uns nur vom Schreiben, haben uns noch nie persönlich gesehen. Früher haben wir ziemlich viel und häufig hin- und hergeschrieben. Mit dem Erwachsenwerden, dem Start des Studiums und ganz schlimm seit den Zeiten des Arbeiten-Gehens ist es immer seltener geworden, dass wir voneinander hören. Auch jetzt ist die Pause schon wieder ziemlich lang geworden, sodass ich mich in den nächsten Wochen definitiv mal wieder an einen Brief setzen sollte. Handgeschrieben natürlich!

7. Open Air-Konzert besuchen
Jawoll, Baby! Endlich wieder ein Konzert, endlich wieder gute Musik live. Mumford & Sons spielen am 17.7. in der Waldbühne Berlin und ich FREUE mich drauf!!

8. Eine Freundin umhalsen
Eine ganz liebe Freundin von mir ist momentan in den USA, für ganze 3 Monate, und Ende Juli haben wir diese Durststrecke an kaum-Kontakt-haben-und-wenn-dann-nur-per-Email-und-What´s app endlich überstanden und sie ist wieder da. Ich freue mich schon total, sie wieder richtig begrüßen zu können.

9. Ausschlafen
Ja, das ist vielleicht ein etwas merkwürdiger Wunsch. Aber Tatsache ist, dass ich wirklich nicht mehr richtig ausschlafen kann. Seit ich arbeite (was jetzt schon eine Weile ist), stehe ich immer früh auf. Anfangs war noch der Wecker dran Schuld, mittlerweile ist es meine innere Uhr, die dafür sorgt, dass ich eigentlich jeden Tag 6:09 Uhr aufwache. Mal zwei Minuten mehr, mal drei weniger - aber es bewegt sich immer in dem Rahmen. Selbst wenn ich nicht früh aufstehen muss, wie z.B. am Wochenende, schaffe ich es nicht, einfach mal später aufzuwachen. Am Wochenende kann ich danach zwar noch liegen bleiben und dösen, aber richtig toll ist das halt auch nicht. Es wär also schon schön, wenn ich im Sommer, wenn ich vielleicht mal noch 2 oder 3 Tage frei nehme, einfach mal lange schlafen könnte.

10. Mich auf Ende September freuen
Ok, ich geb´s zu: das ist ein bisschen gemogelt. Aber durchaus wahr, denn ich freue mich jetzt schon auf Ende September und das wird auch den ganzen Sommer so weitergehen. Denn Ende September fahre ich nach London, ENDLICH wieder! Irgendwie ist es schon wieder viel zu lange her, dass ich dort war. Und dieses Mal gibt es ein ganz besonderes Highlight: ich werde Benedict Cumberbatch (besser bekannt als Sherlock Holmes aus gleichnamiger BBC-Serie) live im Theater spielen sehen!!! :D

Was nehmt ihr euch für den Sommer vor?

Mittwoch, 1. Juli 2015

Halbzeit beim Lese-Bingo

Der Juni ist vorbei und damit auch schon ein halbes 2015, in dem das diesjährige Lese-Bingo lief. Werfen wir also mal einen Blick auf den aktuellen Stand. (Wobei ich hier noch einmal betonen möchte, dass ich das Lese-Bingo NICHT als Challenge verstehe. Es gibt quasi keine Regeln, niemand muss Rezensionen oder Meinungen schreiben, wenn er/sie nicht möchte, vor allem soll das Spaß machen!)

Ich habe zwei Dinge, die ich jetzt mal freudestrahlend ansprechen muss. Nämlich 1.) dass es neben mir tatsächlich 3 weitere Mitstreiterinnen gibt, die sich das Lese-Bingo-Feld für 2015 vorgenommen haben. Für mich ist das keinesfalls selbstverständlich, da ich das Lese-Bingo einfach nur so entworfen und für mich selbst geplant habe. Es ist ja keine Challenge, wie sie auf anderen Blogs stattfindet, daher habe ich mich wie ein Keks gefreut, als sich noch drei weitere Ladies bei mir meldeten und meinten, sie machen einfach mit.
Und 2.), dass ihr drei dann vor allem auch noch so gut dabei seid, das begeistert mich total!! :D Elli hat bereits 13 Bücher fürs Lese-Bingo verzeichnet (Stand: 30.06.15). DarkFairy ist mit 7 Büchern dabei und die BücherFähe hat schon ganze 14 Bücher angekreuzt und ist damit momentan Spitzenreiterin. Ich selbst habe mir bisher 12 Bücher fürs Lese-Bingo angerechnet, habe aber zu zweien davon noch nichts geschrieben. Das will ich noch ändern, wenigstens einen kurzen Leseeindruck werde ich schon noch verfassen. Ansonsten habe ich für einige andere Kategorien zumindest schon einen Plan und weiß, welche Bücher ich dafür lesen könnte.
Mädels, ich finde das echt super! Ich hoffe, ihr bleibt auch bis zum Schluss so fleißig dabei - vielleicht überlege ich mir am Ende des Jahres noch ein kleines Dankeschön - je nachdem, wie dann der aktuelle Stand ist.

Wenn ich mir das so anschaue, dann fällt mir auf: Es gibt manche Kategorien, die noch gar keine von uns erledigt hat. Dazu gehören: "Ein Buch mit einem Farbwort im Titel", "Ein Buch mit einem Blitz auf dem Cover", "Das Lieblingsbuch eines deiner Verwandten", "Ein Buch von einem regionalen Autor" oder auch "Ein Buch, das in deinem Geburtsjahr erstmalig erschienen ist".
Jaja, das sind tatsächlich auch ganz schön schwierige Kategorien, muss ich mal sagen. Bei dem Verwandten-Lieblingsbuch habe ich schon eine Idee und auch bei dem Buch, das in meinem Geburtsjahr erschienen ist. 1985 kam nämlich "Das Parfüm" von Patrick Süskind zum ersten Mal heraus, und das wollte ich schon eine ganze Weile noch einmal lesen, nachdem ich es vor Jahren mal in der Mitte abgebrochen habe.

Ihr drei: Wie sieht es denn sonst bei euch aus? Habt ihr mit einer Kategorie besondere Probleme und wisst partout nicht, was ihr dafür lesen könntet? (Mir wäre mit Beispielen für "Ein Buch mit einem Blitz auf dem Cover" momentan sehr geholfen!) Hat jemand Vorschläge oder Tipps für die einzelnen Kategorien?
Alle anderen: Was sagt ihr zum Lese-Bingo 2015? Habt ihr Bücher-Vorschläge?



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