Samstag, 28. März 2015

Kai Meyer Lesewoche - Fazit

Ach ja, da war die Woche schon wieder vorbei. Ich habe die Kai Meyer Lesewoche mehr schlecht als recht begangen, stört mich aber ehrlich gesagt nicht weiter. In "Die Seiten der Welt" bin ich auf Seite 132 angelangt und ich habe das Buch - nun, ich will nicht sagen "abgebrochen", weil ich entschlossen bin, es irgendwann weiter zu lesen - aber "pausiert", sagen wir mal so. 

Ich weiß nicht, woran es lag, aber ich bin in diese Geschichte irgendwie überhaupt nicht reingekommen beim Lesen. Vielleicht ist mir momentan einfach nicht danach, vielleicht überfordert es zur Zeit aber auch einfach meine Vorstellungskraft und Fantasie, von lebenden Bücher, sprechenden und laufenden Leselampen und Sesseln und einem kleinen Jungen zu lesen, der Angst vor Clowns hat. Klingt nach einer bunten Mischung? Ja, das ist es auch ohne Frage - vielleicht liegt es auch daran. Irgendwie war mir hier auf diesen ersten 132 Seiten immer alles ein wenig zu viel. Zu viele Ideen (das Problem, dass mir manche Details einfach zu sehr aus anderen Büchern bekannt vorkamen, habe ich schon erwähnt), zu viele Kuriositäten, zu viele Unklarheiten, was ein Bibliomant kann und tut und sein lässt. Eine Geschichte mit und über Fantasie ist schön und gut, und ich habe ja auch schon geschrieben, dass ich die Bücher von Kai Meyer an sich sehr mag - und die haben bis zu einem gewissen Grad immer irgendetwas Übernatürliches, Fantasievolles an sich. Aber hier? Hier hat das irgendwie nicht geklappt für mich. 
Ich schiebe es momentan einfach mal auf mein generelles Lesebefinden, das in dieser Woche ohnehin kläglich ausgeprägt war. Arbeiten von früh bis spät, diverse Sorgen und andere Nöte, die man im Kopf hat; kurzum: ich habe in den letzten Tagen sowieso nicht viel gelesen. "Die Seiten der Welt" werde ich sicher irgendwann noch einmal eine Chance geben, aber momentan ist dafür offenbar nicht der richtige Zeitpunkt.

Freitag, 27. März 2015

"Blätterrauschen" - Holly-Jane Rahlens

rororo Verlag, 2015
14,99 Euro
Handlung:
Als es an einem stürmischen Herbstabend plötzlich an die Hintertür zum Leseclub der Buchhandlung «Blätterrauschen» klopft, ahnen Oliver, Iris und Rosa noch nicht, dass sie bereits mitten in einem großen Abenteuer stecken. Denn der Junge vor der Tür kommt aus der Zukunft. Und er braucht eine Weile, um zu erkennen, dass er sich nicht in einem virtuellen Spiel befindet, sondern gegen seinen Willen in die Vergangenheit gereist ist – ins 21. Jahrhundert.

Gemeinsam mit Colin gelangen die Kinder zunächst in eine Parallelwelt und schließlich in die Zukunft – und müssen feststellen, dass sie alle möglicherweise nur Figuren in einem großen Komplott sind, in dem es um nicht weniger geht als um ihr Leben!




Meine Meinung:
"Blätterrauschen" ist ein buntes, spannendes und abenteuerreiches Kinder-/Jugendbuch, mit dem aber auch ältere Leser ihre Freude haben dürften. Vor allem jene Leser, die bereits das Buch "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens gelesen und gemocht haben, denn in "Blätterrauschen" greift die Autorin ihre Zukunftsideen dieses Vorgängers wieder auf, und auch mit einigen alten Bekannten gibt es ein Wiedersehen.
"Blätterrauschen" ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben, und das nicht nur wegen des Humors, der hier und da durchblitzt. Da es eher für jüngere Leser geschrieben wurde, sind sowohl Sprachstil als auch die Themen, um die es hier geht, vor allem kindgerecht gehalten: es geht um Freundschaft, Zusammenhalt , Akzeptanz und das Sich-Einsetzen für andere. Die bunt zusammengewürfelte Lesegruppe, bestehend aus Oliver, Rosa und Iris, hat anfangs nicht viel gemein, erfährt jedoch im Laufe der Ereignisse, dass man gemeinsam viel besser Abenteuer erleben kann und wie wichtig es sein kann, sich mit anderen zusammenzuschließen. 
Auch die Einblicke in die mögliche Zukunft sorgen für Aufregung. Genauere Details und Erklärungen zu Zeitreisen und Parallelwelten werden dabei (leider) ein wenig einfach gehalten, was angesichts des Lesealters der Zielgruppe aber absolut verständlich ist. Und "Blätterrauschen" macht auch so Spaß zu lesen, nicht zuletzt, weil es einem erneut (nach "Everlasting") vor Augen führt, wie die Zukunft in Europa aussehen könnte.
Insgesamt ein lesenswertes Abenteuerbuch für zukunftsinteressierte Jungleser.


Ein herzliches Dankeschön an den Rowohlt Verlag!

Dienstag, 24. März 2015

Kai Meyer Lesewoche: Tage 2, 3 und 4

In dieser Woche findet bei Kim eine Kai Meyer- Lesewoche statt. Bisher bin ich eher schlecht dabei, denn ich lese "Die Seiten der Welt" nur sporadisch nebenbei. Immer mal ein paar Seiten, was dem Lesegenuss nicht so recht zuträglich ist. Aber mehr schaff ich momentan irgendwie nicht, und wie schon erwähnt, lese ich auch noch etwa 3 andere Bücher nebenbei o.O



Bei "Seiten der Welt" bin ich jetzt auf Seite 108 oder so, ich hab´s gerade nicht bei mir und kann nicht nachsehen. Aber das müsste hinkommen. Bisher gefällt es mir von der Atmosphäre ziemlich gut, liest sich auch gut weg. Was mir jedoch aufgefallen ist - und ich kann momentan noch nicht sagen, ob positiv oder negativ aufgefallen -, sind diverse Parallelen zu anderen Büchern. Sei es durch einzelne kleine Dinge im Buch, oder irgendwelche Fähigkeiten, die die Bibliomanten oder andere Personen im Buch haben... Ich fühle mich permanent an andere Bücher erinnert. Ich habe beim Lesen schon Dinge gefunden, die ihre Fühler sehr in Richtung "Tintenherz", "Harry Potter" oder "Cinderella" ausstrecken, und das überrascht mich, ehrlich gesagt, ein wenig. Das hatte ich in Büchern von Kai Meyer noch nie, dass ich mich durch die Handlung oder Aktionen und Fähigkeiten der Figuren permanent an andere Bücher erinnert fühle. Ich muss mal sehen, in welchem Ausmaß das noch weitergeht und ob mir das das Lesen vielleicht noch ein wenig verleidet...
Ansonsten bin ich realistisch: ganz sicher werde ich dieses Buch in dieser Woche nicht schaffen. Macht aber nichts. Hier und da ein Kapitel lesen ist auch ok und auch nach dieser Lesewoche wird mich das Buch noch begleiten.
Kim hat für jeden der Lesewochen-Tage eine Frage gestellt, die ich auch noch eben versuche werde, zu beantworten:

Sonntag, 22.03.15
Ist das dein erstes Buch von ihm oder hast du schon andere gelesen? Wenn du schon andere gelesen hast: Wie haben sie dir gefallen?
Ich habe von Kai Meyer eigentlich schon eine ganze Menge gelesen, wie man auch im Rezensionindex erkennen kann (HIER). Ich habe die Arkadien-Reihe gelesen und geliebt, "Asche und Phönix" fand ich auch nicht schlecht, allerdings hat mich das Ende da nicht überzeugen können. Dann habe ich mit "Hex" ein eher frühes Werk von ihm gelesen, sowie "Frostfeuer". Irgendwann habe ich auch mal die "Merle"-Reihe angefangen, die mir aber nicht wirklich gefallen hat. Vielleicht war ich da schon zu alt, denn das erschien mir wirklich wie ein Kinderbuch. 

Montag, 23.03.15
Deinem Protagonist/Deiner Protagonistin ist siedend heiß eingefallen, dass er/sie etwas Wichtiges Zuhause vergessen hat. Was könnte das sein und welche Rolle spielt es in der Geschichte?
Puh, das ist nach 100 Seiten schwer zu sagen. Momentan scheint der Hauptfigur Furia ein Buch ganz besonders am Herzen zu liegen, das ihre verstorbene Mutter früher immer gelesen hat. Dieses hegt und pflegt sie wie einen Schatz und muss es auch vor ihrem Vater verstecken, der das Buch gern vernichten will. Furia nimmt dieses Buch zwar eigentlich nirgendwo mit hin, sondern lässt es immer daheim, aber das wäre sicher der größte Schatz/ das Wichtigste, das Furia vergessen könnte. Und ich denke, dieses Buch wird noch eine Rolle im weiteren Handlungsverlauf spielen.

Dienstag, 24.03.15
Hast du schon einen Lieblingscharakter? Wenn ja, wer und wieso?
Nein, habe ich bisher eigentlich nicht. Furia ist ganz ok, aber bisher für mich nicht so sehr in Aktion getreten, dass ich sie wirklich einschätzen könnte. Interessant finde ich dann schon eher Severin, einen Jungen, der vor 200 Jahren gelebt hat, und mit dem Furia sich über ein "magisches" Buch hinweg Nachrichten schreibt...


Montag, 23. März 2015

"Ich sehe was, was niemand sieht" - Tim O´Rourke

Chicken House Verlag, 2015
14,99 Euro


Handlung:
Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv – ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde.

Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs ...



Meine Meinung:
"Ich sehe was, was niemand sieht" wird als "packender Mystery-Thriller" beworben. Und während ich mit den Einzelworten "Mystery" und "Thriller" noch so mitgehen kann, fehlte mir beim Lesen ein wenig das "packend".
Charleys Geschichte ist nicht ohne. Sie sieht, wie andere Menschen (gewaltsam) sterben und erlebt diese grausigen letzten Minuten hautnah mit - so sehr, dass sie danach meistens selbst völlig am Ende ist und nicht selten ohnmächtig wird. Diese Einblicke ereilen Charley in Form von kurzen "Gedankenblitzen", denen sie sie nicht entziehen kann. Ich fand ziemlich gut, wie der Autor diese Blitze dargestellt hat, sehr bildlich, das ging mir an mancher Stelle fast ein wenig nah. Mir gefällt auch die Grundidee des Romans, der tatsächlich sehr spannend gemacht ist und sich gerade deswegen recht schnell weglesen ließ. Trotzdem hapert es in meinen Augen ein bisschen an der Umsetzung. 
Zum einen sind die Figuren im Roman fürchterlich klischeehaft gezeichnet, manche sind richtiggehend plakativ schwarz-weiß geraten. Der besserwisserische und oberfaule Polizistenkollege von Tom beispielsweise ist so vorhersehbar wie selten jemand. Tom dagegen hat die Rolle zugesprochen bekommen, durch und durch der Gute und Hilfsbereite sein zu müssen und Hals über Kopf Gefühle für Charley zu entwickeln, die er ja eigentlich gar nicht haben darf. Und Charley? Die ist das naive Opfer. Aus diesen vorgesehenen Rollen kommt keiner heraus und das macht das Verfolgen der Aktionen einzelner Personen leider sehr vorhersehbar. Dazu kommt, dass die Handlung manchmal arg konstruiert wirkt. Gerade beim Showdown am Ende kam ich nicht umhin, mir denken zu müssen, wie unglaubwürdig das alles erscheint. Außerdem wurden für mich wesentliche Fragen am Ende nicht geklärt. Manche Leser werden das Ende durchaus sehr überraschend finden - der Aha-Moment ist auch da -, aber mich hat am Ende viel mehr das "Wieso" interessiert und da fehlte einiges an Erklärung. 
Insgesamt gesehen ist "Ich sehe was, was niemand sieht" ein unterhaltsamer, schnell zu lesender Jugendthriller, der Mysteryelemente mit einem Mord und einer Liebesgeschichte verbindet. Die plakativen Figuren und einige Ungereimtheiten im Verlauf der Geschichte trüben das Leseerlebnis meiner Meinung nach ein wenig.



Ein herzliches Dankeschön an den Chicken House Verlag!

Sonntag, 22. März 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Huhu!
Gerade eben habe ich fleißig Rezensionen geschrieben, was wirklich höchste Zeit wurde. Manche davon waren längst überfällig und ich habe immer nicht so gern ein schlechtes Gewissen, wenn ich Rezensionsexemplare zwar längst gelesen, aber immer noch nicht besprochen habe. 
Heute zeige ich euch noch meine neuen Bücher der letzten Tage bzw. Wochen. Als erstes die Ausbeute von der Leipziger Buchmesse. Die drei Bücher habe ich mir vor Ort gekauft, der Rest auf dem Foto sind Leseproben und Verlagsvorschauen. 


Arno Strobel "Schlusstakt"
Sing um dein Leben!
Für Vicki scheint ein Traum wahrgeworden zu sein: Sie hat es bei der neuen Castingshow in die letzte Runde auf einer abgelegenen Südsee-Insel geschafft und hat nun die Chance auf 2 Millionen Euro und einen Plattenvertrag. Aber der Wettbewerb ist nicht nur hart, sondern tödlich. Vickis Mitbewohnerin Carolin wird am Strand gefunden - erschlagen.
Wer ist zu so einer Tat fähig? War es einer der Kandidaten, die Carolin in den Fights aus dem Wettbewerb gedrängt hat? Die Anspannung wird zu einem wahren Nervenkrieg, denn der Mörder muss noch auf der Insel sein …


Ursula Poznanski "Stimmen"
Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben.
Sie hatten ein Opfer dargebracht. 
Auf keinen Fall durften sie ihn hören. 
Sie wissen, wer du bist.
Menschen, die wirr vor sich hin murmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen …


Tim Tharp "Perfekt ist jetzt"
Das Leben ist gut zu Sutter Keely. Eine Party, Publikum und ein Bier (oder zwei) – mehr braucht er nicht, um gut drauf zu sein. Klar, in der Schule lief es schon mal besser und mit der Uni wird es wohl nichts werden. Aber sein Job ist okay und nach einem Whisky (oder zwei) sieht die Welt sowieso ganz anders aus. Bis zu dem Morgen, an dem er in einem fremden Vorgarten aufwacht und Aimee trifft. Dass er ein Mädchen wie sie – lieber ein Buch lesen als Party machen, lieber große Zukunftspläne schmieden als in den Tag hinein leben – anziehend findet, überrascht ihn selbst am meisten. Bevor Sutter bis drei zählen kann, ist er verliebt. Zum ersten Mal hat er die Chance, das Leben von jemand anders besser zu machen – oder es für immer zu ruinieren.

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Aus dem folgenden Stapel ist nur eins gekauft, und zwar "Liebe mit zwei Unbekannten", für welches ich den 10 Euro-Gutschein von Neyasha und Lyne eingelöst habe. Ich freu mich schon total drauf, die Bewertungen und Kritiken sind ja sehr gut... :)


Mira Jacob "Die Aufforderung des Schlafwandlers zum Tanz"
Da stürzt sich ein Mann von einer Brücke in Seattle - und Amina schießt das Foto, das berühmt werden wird. Doch wie abgebrüht muss man sein, in einem solchen Moment auf den Auslöser zu drücken? Amina verzeiht sich das nicht, verdingt sich fortan als Hochzeitsfotografin. 
Als ihr Vater sterbenskrank wird, muss sie sich ihrer bewegten Vergangenheit stellen, einer Geschichte, die in den 70er Jahren in Indien begann und nun in New Mexiko ihren Lauf nimmt. Amina beginnt, die Unwägbarkeiten des Lebens anzunehmen und sich endlich mit den Geistern ihrer Familie auseinanderzusetzen.


Susan Juby "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen"
Das Leben ist nichts für Feiglinge...
… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.
Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat.


Sjoerd Kuyper "Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling"
„Es war ein Sonntag, an dem man sicher war, alles zu können. Fliegen zum Beispiel.“
Was Kos stattdessen gerade erlebt, gleicht eher einer Bruchlandung: der Herzinfarkt seines Vaters, der mehr ist als sein bester Freund, drei starrköpfige Schwestern, mit denen er das Familienhotel am Laufen halten muss. Und dann ist da noch Isabel – die hat er immer noch nicht geküsst. Er braucht dringend Auftrieb. Aber im Moment sieht es nicht danach aus …


Antoine Laurain "Liebe mit zwei Unbekannten"
Laure und Laurent sind sich nie begegnet. Beide leben in Paris. Eines Morgens findet Laurent eine elegante Damenhandtasche - augenscheinlich gestohlen und achtlos weggeworfen. Die Tasche verrät ihm zwar nicht den Namen der Besitzerin, doch ihr Inhalt gibt einiges über sie preis: Fotos, ein altmodischer Spiegel, ein Roman mit Widmung des Autors und ein rotes Notizbuch, in dem die Unbekannte ihre geheimsten Gedanken und Träume festgehalten hat. Laurent ist fasziniert von dieser Frau, immer mehr verliebt er sich in ihre Gedanken. Also beschließt er, sich auf die Suche nach ihr zu machen. Aber wie soll er sie finden?

Dave Cousins "15 kopflose Tage": Das habe ich euch in dieser Woche schon HIER vorgestellt.

Außerdem gab es zum gestrigen Indiebookday noch das Buch "Nevena" von Burkhard Spinnen, welches ich euch HIER vorgestellt habe.

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Kennt ihr eins der Bücher? Wäre etwas für euch dabei?

Samstag, 21. März 2015

Kai Meyer Lesewoche Tag 1

Puhh, fast habe ich es total vergessen. Bei Kim von allthesespecialwords startet heute eine Kai Meyer Lesewoche. 



Die Idee finde ich eigentlich ganz schön von ihr, sie hat so eine Aktion schon mit verschiedenen Autoren gemacht und z.B. bei der John Green Lesewoche hatte ich auch teilgenommen.
Und eigentlich wollte ich schon längst mal in "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer reinlesen, das steht seit dem Tag des Kaufes unangetastet in meinem Bücherregal. Allerdings lese ich momentan schon so viele andere Bücher parallel, z.B. "Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley, "15 kopflose Tage" von Dave Cousins oder "Stimmen" von Ursula Poznanski - da ist es eigentlich nicht ratsam, noch ein Buch zu beginnen. Ich mach´s trotzdem. Ich werde in dieser Woche versuchen, wenigstens ein paar Seiten in dem Buch von Kai Meyer zu lesen; mal sehen, wie ich voran komme.

Wollt ihr auch teilnehmen und euch ein (oder mehrere) Buch/ Bücher von Kai Meyer zum Lesen vornehmen?

Heute ist Indiebookday!



Hallo ihr Lieben!
Heute, am 21.März, ist Indiebookday! Schon zum dritten Tag steht dieser heutige Tag ganz unter dem Motto der unabhängigen, kleinen Verlage, die durch einen Buchkauf am heutigen Tag ein wenig mehr Bekanntheit und Popularität erreichen sollen. 

Wie funktioniert das?
Eigentlich ganz einfach: Kauft am heutigen Tage ein Buch. Eins, das ihr schon lange haben wollt, oder eins, das euch ganz spontan beim Bummeln durch die Buchläden ins Auge springt. Oder mehrere. Völlig egal, Hauptsache, es ist ein Buch eines kleinen Konzern-unabhängigen Verlages. Macht dann ein bisschen Werbung für euren Kauf und die Aktion im Allgemeinen, indem ihr auf Online-Plattformen und sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Instagram, Google+ etc.) davon berichtet und das ganze mit dem Hashtag #indiebookday verlinkt. Dadurch erfahren andere, welche tollen Bücher ihr euch gekauft habt, und manches, vielleicht eher unbekanntes Buch erhält dadurch hoffentlich viel mehr Beachtung!

Was ist denn ein unabhängiger Verlag?
Es gibt einige Listen im Netz und auf anderen (Buch-)Blogs, die sich diesem Thema schon gewidmet haben. Ihr könnt beispielsweise mal auf den Blog Sinn und Verstand schauen, da gibt es mehrere Auflistungen. Ansonsten einfach googeln, oftmals wird es durch Beiträge in Wikipedia oder auf den eigenen Verlagsseiten offensichtlich.

Habt viel Spaß bei dieser Aktion und entdeckt neue Bücher, neue Autoren und neue Verlage!

Ich habe mich natürlich auch schon beteiligt und mir am heutigen Tage ein Buch zugelegt, auf das ich schon vor einer ganzen Weile ein Auge geworfen habe. Es geht um "Nevena" von Burkhard Spinnen aus dem Schöffling & Co. Verlag.



Darum geht´s:

Henner hat seinen Sohn an ein Internet-Computerspiel verloren. Jedenfalls denkt er das manchmal. Patrick, siebzehn Jahre alt, sieht das völlig anders. Seit Monaten verbringt er als die Zornelfe Pocahonta jede freie Minute mit Mr. Smith, dem Barbar. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team. Und vielleicht sogar mehr.

Denn Mr. Smith ist Nevena, ein siebzehnjähriges Mädchen, das angeblich in Belgrad lebt. Sie ist ebenso quirlig wie nachdenklich, dazu der Kummerkasten und der gute Geist ihrer leicht verrückten Großfamilie. In immer neuen Mails schildert sie ihre Welt aus Betriebsamkeit und Miteinander, eine Welt, die für Patrick mit dem Tod seiner Mutter untergegangen ist.
Als Nevena von einem Tag auf den anderen aus dem Spiel und aus dem Netz verschwindet, ist Patrick verzweifelt. Über die wirkliche Nevena weiß er nur wenig, er kennt nicht einmal ihre Adresse. Da bietet ihm Henner an, Nevena gemeinsam zu suchen. Im Wohnmobil der verstorbenen Mutter beginnen sie eine Reise, die sie durch die schreckliche Geschichte des ehemaligen Jugoslawiens führt und unversehens eine spannende Reise zur eigenen Identität wird.



Und, wäre das auch ein Buch für euch? Habt einen tollen Indiebookday 2015!

Donnerstag, 19. März 2015

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #15

Mittlerweile ist es schon einige Tage, eigentlich eher Wochen her, dass ich diese kleine, zwar unscheinbare, aber für mich sehr unterhaltsame Episode während einer Zugfahrt nach Hause beobachten konnte. Oftmals fährt nachmittags eine Frau mit im selben Zug wie ich, und ich kann sie nicht anders beschreiben als ... klein. Wirklich. Ich meine, ich bin schon klein, was mich nicht zuletzt auf jedem Konzert unglaublich anstinkt. Mit 158 cm kann man nun mal nicht über jede andere Person drüberweg sehen, selbst Zehenspitzen helfen da nicht viel. (Übrigens habe ich mich in meinem Personalausweis auf 160 cm hochgeschummelt, aber das muss ja niemand wissen...) Nun, diese Frau im Zug jedenfalls... Also, wenn ich klein bin, dann hat sie Zwergengröße, denn über 1,45 cm dürfte sie nicht hinauskommen. Und sie trägt Schuhe mit gut 3 cm Absatz... Aber man kann sich nun mal nicht aussuchen, wie groß man wird. Und nicht jeder macht es so wie eine Kommilitonin von mir während unseres Studiums, die immer (wirklich IMMER! Selbst bei Schneematsch.) in 10 cm-Absatzschuhen herumlief, um größer zu wirken. 
Diese also sehr kleine Frau hatte nun neulich im Zug ein Buch ausgepackt und war schon am Seite-Aufschlagen, als sie von der Dame, die ihr gegenüber saß, prompt angesprochen wurde:

"Oh, was lesen Sie denn da? Das Russland?"

Auf die Frage "Das Russland?" gibt es - meiner Meinung nach - in diesem Zusammenhang nun gar keine passende Antwort, sie steht aber exemplarisch gut da für die Region, in der ich wohne. Denn hier reden viele so. Eigentlich meinte sie wohl eher die Frage "IST das Russland?" (im Sinne von "Spielt das Buch in Russland?"), aber ein kompletter Satzbau wird hier mitunter überbewertet, wenn der andere einen auch so versteht... Aber so oder so wäre die Frage merkwürdig, denn da ist ja nicht Russland auf dem Cover abgebildet. Und auch das Buch ist nicht Russland. Aber die assoziative Gabe der fragenden Dame war nicht schlecht, denn schließlich spielt das Buch tatsächlich in Russland... :D

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Eva Stachniak "Der Winterpalast"
Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten »Spioninnen« im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit. Eva Stachniaks opulenter Roman über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen führt den Leser in eine Welt, in der Leidenschaft und Vertraulichkeit auf Heimtücke und Verrat treffen – in die abgründig-geheimnisvolle Welt des russischen Zarenhofs, gehüllt in schweren Brokat und knisternde Seide.


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Ich geb´s zu, ich habe dieses Buch selbst schon eine Weile auf der Wunschliste und würde gern wissen, wie es so ist. Daher war ich besonders neugierig, als ich ebenfalls einen Blick auf das Cover erhaschte, als die kleine Frau prompt das Buch zuschlug und selbst einen Blick auf das Cover warf. Sie sagte:

"Ach naja, wenn man selbst schon klein ist, kann man ja wenigstens über große Menschen lesen."

Daraufhin kicherte sie ganz mädchenhaft und hielt das Buchcover noch einmal hoch. Diesen kleinen Scherz unter kleinen Menschen verstand die Andere ganz offensichtlich nicht (bestimmt zu groß gewachsen), denn ihre Augenbrauen wölbten sich fragend zusammen. Die kleine Frau meinte dann als Ergänzung:

"Katharina die Große. Um die geht´s."

Und kicherte nochmal. Daraufhin verständnisvolles Nicken der anderen Dame, bevor sich beide wieder in ihre jeweiligen Bücher vertieften. Manchmal ... erlebt man mit lesenden Zugnachbarn die lustigsten Momente :)


Mittwoch, 18. März 2015

"Das Herz von Libertalia" - Anna Kuschnarowa

Beltz & Gelberg, 2015
17,95 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch über eine reale historische Person


Handlung:
Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Towne. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...


Meine Meinung:
Anne Bonny war Piratin. Anfang des 18. Jahrhunderts galt sie als "Königin der Karibik", und das, obwohl sie fast ausschließlich in Männerkleidung segelte. "Das Herz von Libertalia" ist weniger eine "echte" Piratengeschichte an sich, als viel mehr eine Darstellung des Lebens von Anne Bonny. Des bekannten Lebens von Anne Bonny zumindest, sollte ich wohl sagen, denn wie man, wenn man das Nachwort der Autorin liest (und sich - wie ich - vielleicht auch noch bei Wikipedia schlau macht), erfährt, verliert sich die Spur Anne Bonny´s irgendwann im Nichts. Es ist nicht bekannt, was aus ihr geworden ist, und das machte das Buch für mich noch einmal extra spannend.
Anna Kuschnarowa hat nun mittels der bekannten Daten und eigener Fantasie eine Geschichte geschaffen, wie sie so stattgefunden haben kann, vielleicht aber auch nicht. Ich muss gestehen, ich fand es ein wenig schade, dass anhand des Nachwortes der Autorin nicht klar ersichtlich wird, welche der Dinge im Buch tatsächlich auf bekannte Fakten über Anne Bonny zurückgehen und welche nur erfunden und ausgedacht sind. Allerdings hätte das wohl das Nachwort gesprengt... Auch einige schriftstellerische Freiheit nimmt sie sich, was mich aber überhaupt nicht gestört hat. So wird beispielsweise in verschiedenen Quellen angegeben, dass der Pirat Calico Jack Rackham, der in Annes Leben eine bedeutende Rolle spielte, die typisch allseits bekannte Piratenflagge "Jolly Roger" erfunden habe. Im Buch dagegen war es Anne.
"Das Herz von Libertalia" hat mir gut gefallen. Es liest sich trotz der an die damalige Zeit angepasste Sprache leicht und schnell weg. Die Kapitel sind schön kurz gehalten, sodass man, auch wenn mal nur wenig Lesezeit vorhanden ist, trotzdem immer ein paar Seiten drin schmökern kann. Der Wiedereinstieg in die Geschichte fiel mir dann auch nie schwer. Was mir gefallen hat, war der realistische Touch der ganzen Geschichte. Viele Themen der damaligen Zeit kommen zur Sprache und werden von Frau Kuschnarowa ungeschönt und direkt angesprochen. Ob es sich um den Zwang zur Heirat handelt, die Rechtelosigkeit der Frauen, die Unverfrorenheit, mit der Piraten sich einfach nahmen, was ihnen gefiel, ohne Rücksicht auf menschliche Verluste - und die Endgültigkeit, mit der sie im Umkehrschluss letztlich am Galgen endeten. "Das Herz von Libertalia" bedient viele verschiedene Themen, und langweilig wurde es mir beim Lesen eigentlich nie. 
Das Leben, das die Autorin dieser Roman-Anne Bonny angedichtet hat, fand ich glaubwürdig und lesenswert; und wer weiß, vielleicht erging es der echten Anne letztlich genau so, wie Anna Kuschnarowa ihr es hier auf den Leib geschrieben hat. Zu wünschen wäre es ihr gewesen.



Dienstag, 17. März 2015

Gemeinsam lesen: "15 kopflose Tage"

Heute bei Schlunzenbücher.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Auch in dieser Woche stelle ich euch kurzentschlossen mein aktuelles Zugbuch vor, das ist "15 kopflose Tage" von Dave Cousins. Ich habe es aber noch gar nicht angefangen, sodass ich praktisch auf der ersten Seite stecke.


Darum geht´s:
Wie weit kann man gehen, um die eigene Familie zusammenzuhalten? Laurence, 15 Jahre alt, geht jedenfalls ziemlich weit und manövriert sich dabei in eine Reihe grotesk-komischer Situationen – nicht zuletzt, weil sein kleiner Bruder fest davon überzeugt ist, ein bissiger Hund zu sein … Laurence Roach wünscht sich eigentlich nur ein normales Leben, doch das ist schwer, wenn die Mutter eine depressive Alkoholikerin ist. Als sie eines Abends nicht mehr nach Hause kommt, erzählt er niemandem davon – aus Angst, er und sein Bruder Jay müssten sonst in Pflegefamilien. Er täuscht vor, seine Mutter sei noch da, zieht sich ihre Kleider an und verstrickt sich immer mehr in ein Netz aus Lügen. Abend für Abend schleicht er zudem in die Telefonzelle und gibt sich in der Live-Sendung des lokalen Radiosenders für seinen verstorbenen Vater aus, um seinen geheimen Traum zu verwirklichen. Nach zwei Wochen, in denen sich die beiden Brüder mit einem Minimum an Geld und Essen durchschlagen, entdeckt Laurence endlich eine Spur von seiner Mutter. Aber jetzt fangen die Schwierigkeiten erst richtig an …

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Die Tür knallt."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Wie schon gesagt, habe ich noch gar nicht in das Buch reingelesen, bin aber neugierig drauf. Ich glaube, dass das farbenfrohe, doch eher "lustig" gehaltene Cover ein bisschen verschleiert, wie ernst das Thema letztendlich ist, um das es hier geht. Dass hier zwei Jungs mehr oder weniger darum kämpfen müssen, nicht ins Jugendheim oder zu Pflegefamilien geschickt zu werden, weil die Mutter offensichtlich krank und überfordert ist. Ich denke schon, dass das Buch mitunter recht amüsant und lustig sein wird - zumindest lässt die Inhaltsangabe das vermuten -, aber sicher wird auch ein bitterer Beigeschmack durchscheinen, weil man den Ernst der Lage ja letztlich doch immer im Hinterkopf hat. Ich bin gespannt.

4. Was ist euer liebster Leseplatz? 
Ich hab eigentlich keinen bevorzugten Leseplatz oder zumindest nicht nur einen. Ob auf dem Sofa, auf einem Stuhl, meinem Schaukelstuhl oder bei schönem Wetter draußen im Garten - geht alles. Gar nicht gut lesen kann ich dagegen im Liegen, also im Bett. Da gehen abends immer nur ein paar Seiten auf dem Kindle oder in einem leichten Taschenbuch, weil mir sonst die Hand abfällt, wenn das Buch zu schwer ist.

Montag, 16. März 2015

Buchgeplauder zum Wochenbeginn #1

Oh, dieser Titel gefällt mir irgendwie. Vielleicht mach ich da eine Rubrik draus (deswegen habe ich gleich mal das "#1" angehängt...), denn manchmal bietet es sich Anfang der Woche ja schon an, zusammenzufassen, was in den letzten Tagen passiert ist. Nicht jede Woche, aber ab und zu. Das werde ich mal im Auge behalten...

Und bei mir war in den letzten Tagen tatsächlich einiges los; soviel sogar, dass ich keine Zeit für irgendwas hatte - und am wenigstens Zeit, Blog-Beiträge vorzubereiten, die ich schon ziemlich lange vorbereiten will. Ich habe ja schon vor einigen Tagen erzählt, dass ich einige heiß erwartete Neuerscheinungen vorstellen wollte und auch eine kleine neue Episode meiner Zugnachbarn zu Papier gebracht werden sollte. Aber ... nichts. Keine Zeit. Keine Zeit, um Posts zu schreiben. Oftmals ist mein Problem ja eher die Unlust oder nicht vorhandene Motivation zum Rezensionen-Schreiben. Dieses Mal war einfach das Wochenende schneller vorbei als gedacht... :o 

Arno Strobel beim Signieren
Am Freitag war ich - wie angekündigt - auf der Leipziger Buchmesse. Und während momentan ja bei allen Blogs die Berichte und Beiträge dazu wie Pilze aus dem Boden schießen, habe ich diesbezüglich eher gar nicht so viel beizutragen. Ich bin durch die Hallen geschlendert und habe mir vieles angesehen - vieles andere aber wahrscheinlich auch nicht. Das ist halt der Fluch, wenn man nur 1 Tage auf der Buchmesse ist, man verpasst unglaublich viel. Auch aus meinen zunächst halb geplanten Lesungsterminen (z.B. Kai Meyer oder Mechthild Gläser) ist dann doch nichts geworden, weil ich zu den Zeitpunkten immer irgendwo anders war. Nur einmal war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, allerdings völlig ungeplant. Ich lief gerade zu jener Zeit am Loewe-Verlagsstand herum, als ich mitbekam, dass in 5 Minuten Arno Strobel sein neues Buch "Schlusstakt" signieren würde. Ich hatte es zwar eigentlich nicht auf dem Schirm, aber ich habe es wegen dieses Zufalls dann doch kurzerhand gekauft und mir signieren lassen. Muss man ja mitnehmen, so eine Gelegenheit ;) 

Ansonsten habe ich mich (bzw. wir uns) dieses Mal ziemlich von den ganzen Manga-Anime-Fans und Cosplayern ablenken lassen, die ja letztlich auch zur Buchmesse dazugehören. Wir saßen eine ganze Weile in der Glashalle und haben den Leutchen in ihren Kostümen zugesehen, was total viel Spaß gemacht hat. Und bewunderswert ist es (bis zu einem gewissen Grad) ja auch, was manche da für Mühe, Arbeit und wahrscheinlich auch Geld reinstecken, um so einen Auftritt hinlegen zu können. Ich muss gestehen, ich habe absolut null Ahnung von diesen ganzen Figuren und Gestalten, die da nachgeahmt und gehuldigt werden, aber ein Fest für die Augen war´s allemal :D

Ich habe mir insgesamt 3 Bücher von der Buchmesse mitgenommen sowie einige Verlagsvorschauen und Leseproben. Ich habe auch einige tolle neue Bücher in den Auslagen entdeckt, die ich am liebsten ebenfalls umgehend mitgenommen hätte (ich habe mich aber beherrscht). Die sind dann fürs erste auf die Wunschliste gewandert.

Apropos Wunschliste. Neyasha und Lyne haben ja neulich einen "Lesetag gegen das Wintertief" veranstaltet, das mit einem kleinen Gewinnspiel gekrönt wurde. Es gab einen 10 Euro-Gutschein zu gewinnen und tatsächlich war die Glücksfee mir hold, sodass ich gewonne habe!! Ein Riesendankeschön an dieser Stelle nochmal an Neyasha und Lyne, ihr beiden seid so lieb! :D Dieser Gutschein jedenfalls war Anlass, mich vorhin meine Wunschliste durchstöbern zu lassen. Dabei habe ich dann festgestellt, dass ich auf dieser ellenlangen Liste (umfasst momentan 470 Bücher) diverse Bücher stehen habe, die mich mittlerweile eigentlich gar nicht mehr so wirklich interessieren, oder bei denen ich heute schon gar nicht mehr weiß, worum es geht und warum ich sie lesen wollte. Ich denke, in den nächsten Tagen werde ich mir diese Liste mal vorknöpfen, die Bücher genauer unter die Lupe nehmen und sie ein bisschen ausmisten. 

Kurz noch zur aktuellen Lesesituation: Gestern habe ich "Nacht ohne Namen" von Jenny-Mai Nuyen beendet. Ganz kurz gesagt geht es um Dämonen in Menschengestalt. Die erste Hälfte des Buches fand ich toll, die zweite zu konfus - ich bin gar nicht mehr durchgestiegen bei der Vielzahl an bösen und nicht ganz so bösen Dämonen und wer jetzt hier eigentlich wen ins Verderben schicken will. Das fand ich ein wenig schade, denn die Atmosphäre im Buch hat mir eigentlich gut gefallen. Heute Abend will ich dann ENDLICH in "Stimmen" von Ursula Poznanski reinschnuppern, den dritten Teil ihrer Krimi-Buchreihe. Das Buch habe ich mir auf der Buchmesse gekauft und ich wollte schon das ganze Wochenende reinlesen und bin nicht dazu gekommen. Heute aber! 

Und nicht zu vergessen: am 21.03. ist der Indiebookday! Auch darauf wurde auf der Buchmesse aufmerksam gemacht. Kauft euch an diesem Tag ein Buch, das ihr eh schon lange haben wollt, und unterstützt damit kleine, unabhängige und vielleicht auch eher unbekannte Verlage!

Und noch eine Meldung: Heute habe ich mich bzw. den Blog angemeldet für "Blogger schenken Lesefreude". Auch in diesem Jahr werde ich an dieser Gewinnspiel-Aktion teilnehmen und am 23. April, am "Welttag des Buches" also, ein Buch verlosen. Welches es wird, verrate ich noch nicht, nur soviel: es wird ein Herzensbuch, das ich auch schon hier auf dem Blog mal irgendwann vorgestellt habe.

Habt eine schöne Woche!

Freitag, 13. März 2015

Freitagsgedanken: Buchmesse

Jap, genau da bin ich. Wenn dieser Beitrag hier erscheint (und ich hoffe, das tut er wirklich, leider hat mich Blogger hier schon manches Mal hängen lassen, wenn geplante Posts erscheinen sollen, aber ich hoffe einfach mal...), dann schlendere ich gerade durch die Leipziger Messehallen. Oder ich lasse mich schieben und drängele mich durch Menschenmengen. Mal sehen, was eher hinkommt. Ich glaube mich erinnern zu können, dass es am Messefreitag nicht ganz so voll ist wie am Messesamstag - vielleicht liege ich damit aber auch völlig falsch. 
Ein wirkliches Programm habe ich mir nicht erstellt, auch wenn die ein oder andere Lesung heute stattfindet, die ganz interessant sein könnte, z.B. von Kai Meyer, Jenny-Mai Nuyen oder Mechthild Gläser, und vielleicht schaue ich auch mal beim Gespräch mit Arno Geiger vorbei, um herauszufinden, ob sein Buch "Selbstporträt mit Flusspferd" etwas für mich sein könnte; ich hab da schon einiges gutes drüber gehört. Ansonsten geht´s aber wohl eher nach dem Motto "Schauen und Staunen". 

Eventuell mach ich ein paar Momentaufnahmen bei Instagram (HIER) und/oder Facebook (HIER), schaut also gern mal vorbei. Und wer mir in echt mal Hallo sagen möchte, mich am Presseausweis erkennt oder sonstwas - einfach machen; ich würde mich riesig freuen, mal ein paar von euch persönlich kennenzulernen!! :D

Habt einen schönen Freitag!

Donnerstag, 12. März 2015

"Darkmouth - Der Legendenjäger" - Shane Hegarty

Oetinger Verlag, 2015
16,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem Ortsnamen im Titel


Handlung:
Minotauren, Monster, Höllenhunde: Willkommen in Darkmouth! Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden "Legendenjägers" von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur "Verseuchten Seite" zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.


Meine Meinung:
Finn lebt in Darkmouth, einem von Monstern rege besuchten Städtchen, und hat dummerweise eine ziemliche wichtige Vorbestimmung: Als Sohn in einer Generation von Legendenjägern ist es sein Schicksal, ebenfalls diesen Job zu übernehmen. Seine Aufgabe soll es bald sein, die Monster und Legenden einzufangen und ins Jenseits zu befördern, die immer wieder mal in Darkmouth aus dem Nichts auftauchen. Eigentlich will Finn aber gar kein Legendenjäger sein, sondern lieber Tierarzt werden, und hadert deswegen sehr mit dieser Verantwortung. Als nicht nur eine neue Mitschülerin, sondern auch sehr viel mehr Monster als gewöhnlich auftauchen, sind seine Jägerfähigkeiten gefragt...
"Darkmouth - Der Legendenjäger" ist der Auftakt einer neuen Kinder-/Jugendbuchreihe und ich bin mir absolut sicher, dass diese Buchreihe einschlagen, dass sie ordentlich Erfolg finden wird. Denn "Darkmouth" zu lesen hat mir einfach richtig Spaß gemacht. Das lag vor allem an den vielen kleinen und großen Ideen, die Autor Shane Hegarty mit einer Leichtigkeit und spielerischen Fantasie verknüpft und in dieser Abenteuergeschichte verarbeitet. Ob es sich um solch kleine Details wie extra Kampfanzüge und den bebilderten Legendenjägerstammbaum im Hausflur handelt, den eher unspektakulären Job von Finns Mutter (Zahnärztin), der ihm im Laufe der Geschichte aber noch das Leben retten wird, oder das Verfahren zum Einfangen und Verwahren der Monster - der Ideenreichtum des Autoren kommt der Geschichte mehrfach zugute. 
Das Buch ist durchgängig spannend gehalten, weil einfach immer wieder etwas passiert; trotzdem wird es nicht irgendwann zuviel oder zu überladen, wie es bei sehr inhaltsreichen Geschichten ja schon mal passieren kann. An manch einer Stelle habe ich mich ein wenig an die Atmosphäre der Harry Potter Bücher erinnert gefühlt, woran sicher auch Emmie Anteil trägt, die durch ihre neugierige und besserwisserische Art manchmal an Hermine erinnerte. Diese Parallelen haben mich aber überhaupt nicht gestört, weil sie nicht aufdringlich sind und "Darkmouth" letztlich doch eine ganz für sich allein stehende, spannende, liebevoll ausgedachte Geschichte ist, die viel Potential für mehr mit sich bringt. Und auf dieses "Mehr" freue ich mich schon, denn dieses erste Buch ist nur der Beginn einer 6-teiligen Reihe über den jungen Helden Finn.  


Dienstag, 10. März 2015

Gemeinsam lesen

Diese Woche bei Weltenwanderer.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Mein aktuelles Zugbuch ist "Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt" von Hilde Kvalvaag und bin auf Seite 54.

Inhaltsangabe:
Johanne liebt es, die Sommerferien gemeinsam mit ihrer Schwester Katrin bei den Großeltern zu verbringen: Sonne, Schwimmen im Fjord, der Job im Lebensmittelladen, Schaumbananen futtern, Partys, eng anliegende Kleider - das ist der Sommer im Paradies! Und dann ist da noch Are, der ihr den ganzen Winter über nicht aus dem Kopf gegangen ist ... Doch dieses Jahr ist alles anders: Katrin kommt nicht wie versprochen nach und Are scheint sich nicht sonderlich für Johanne zu interessieren. Dann lernt sie Ares jüngeren Bruder Mattias kennen, aber eines Tages ist er spurlos verschwunden. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Die Sonne wärmt meinen Rücken mit glühenden Strahlen, als ich zum Kai spaziere."


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Auf dieses Buch bin ich wegen seines Titels aufmerksam geworden. So einen Titel sieht man nun mal nicht alle Tage, und irgendwie fand ich auch die Inhaltsangabe ganz nett, sodass es spontan meine nächste Zuglektüre wurde. Allerdings kann es mich sprachlich bisher nicht wirklich begeistern. Die Sätze sind alle eher kurz gehalten, klingen fast wie abgehackt. Teilweise lässt sich der Text wirklich nicht schön lesen. Es wirkt alles irgendwie so ... kalt und wenig emotionsreich. Johanne beschreibt ganz nüchtern, was sie denkt, was sie tut, und kaum, was sie fühlt. Vielleicht ist das typisch norwegisch, ich hab keine Ahnung. Ich lasse mich überraschen, was inhaltlich noch passiert, vielleicht kann das meinen bisherigen Eindruck vom Buch noch bessern.


4. Welcher Charakter aus deinem aktuellen Buch ist dir am sympathischsten? Was würdest du gern mit ihm/ihr unternehmen, wenn du ihn/sie treffen könntest?
Auch aus oben genannten Gründen muss ich gestehen, dass mir (bisher) keiner der aufgetauchten Charakter wirklich sympathisch geworden ist - ich finde sie eher alle zum Abgewöhnen und kann nur hoffen, dass nicht alle Norweger so auch in echt sind, wie sie hier im Buch rüberkommen. Aber wenn ich mich entscheiden muss ... Hm, dann würde ich wohl sagen Mattias. Das ist der jüngere Bruder von Are, auf den Johanne eigentlich steht. Aber gerade lernt sie Mattias besser kennen und er erscheint mir - momentan - als der "normalste" von allen hier. Er ist still, scheint eher für sich zu sein, hat ein Motorrad und angelt gern. Klingt jetzt nicht so nach Traummann, aber wird ja vielleicht noch ;)


Montag, 9. März 2015

"Die Falle" - Melanie Raabe

btb, 2015
19,99 Euro

Handlung:
Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?


Meine Meinung:
"Die Falle" ist eins der spannendsten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe - und das, obwohl hier strenggenommen eigentlich gar nicht viel passiert. Keine ausschweifenden Handlungsstränge, keine übermäßigen Aktionen oder Irrungen und Wirrungen, die einem das Hirn verknoten. Und trotzdem gelingt es der Autorin Melanie Raabe, ihren Thriller mit nur wenigen Kniffen zu einem echten Pageturner zu machen. Fürs Zusammenzählen der handelnden Personen in diesem Buch braucht man keine ganze Hand. Und der Handlungsort ist überschaubar einfach gehalten, denn Linda Conrads hat seit über 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen und tut dies auch jetzt nicht, obwohl sie den Plan gefasst hat, sich am vermeintlichen Mörder ihrer Schwester zu rächen. Und was tun, wenn man selbst nicht vor die Tür gehen kann? Man lässt den Mörder zu sich kommen.
Ich habe schon nach wenigen Seiten auf ein perfides Katz-und-Maus-Spielchen gehofft zwischen Linda und dem Mann, der ihr Leben ruiniert hat - und genau das habe ich auch bekommen. Die Dialoge sind geschliffen, auf den Punkt und richtiggehend atemberaubend - und zugleich verwirrend. Ebenso wie Linda weiß man als Leser ab einem Punkt nicht mehr, was man eigentlich glauben soll. Ich konnte zumindest keine Pause beim Lesen machen, als ich den Schlagabtausch zwischen beiden verfolgte. Und damit ist es natürlich noch nicht getan. "Die Falle" hat noch einiges mehr zu bieten, unter anderem eben das, was den Titel des Buches ausmacht.
Hier sind keine Beschreibungen von blutrünstigen Taten eines kaltblütigen Killers zu finden, die einem den Schlaf rauben. Ein solcher Thriller ist "Die Falle" nicht. Viel mehr gibt die Geschichte viele Einblicke in das Seelenleben von Linda und spielt auf sehr psychologische Art und Weise mit ihren Sorgen und Ängsten. Die Darstellung der Geschehnisse erfolgt weitestgehend in Echtzeit und macht das Lesen nochmal extra spannend. 
Fazit: Ich bin begeistert. All jenen, die Lust auf einen mitreißenden, perfiden, aber zugleich blutarmen Thriller haben, kann ich "Die Falle" sehr empfehlen.


Sonntag, 8. März 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hallo ihr Leseleute!
Heute zeige ich euch fix die neuen Bücher, die in den letzten Tagen bei mir eingeflogen sind. Die ersten beiden sind Rezensionsexemplare, wobei ich das erste völlig überraschend bekommen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich von alleine auch wahrscheinlich nicht zu einem Buch von Lucinda Riley gegriffen hätte, denn ich habe von ihr "Das Orchideenhaus" gelesen und fand es - sprachlich gesehen - fürchterlich schlecht. So schleimig-kitschige, völlig unechte und übertriebene Sätze, und eine aufgesetzte Liebesgeschichte, die mich echt nicht vom Hocker gerissen hat. Mit der Autorin hatte ich also keinen wirklich guten Start. Aber die Inhaltsangabe von diesem neuen Buch hier klingt eigentlich sehr vielversprechend, also werde ich mich auf jeden Fall erstmal so vorurteilsfrei wie möglich darauf einlassen... Auf "Nacht ohne Namen" bin ich gespannt, auch wenn ich gar nicht genau weiß, worum es geht. Ich nehme mir schon seit Tagen vor, darin zu lesen, aber ich werde wohl erst heute - draußen in der Sonne - richtig dazu kommen, das Buch zu beginnen. Und das dritte Buch hat mich wegen seines tollen Titels so angelächelt, dass ich es kurzerhand gekauft habe und jetzt mal sehr gespannt drauf bin. 


Lucinda Riley "Die sieben Schwestern"
Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet ...

Jenny-Mai Nuyen "Nacht ohne Namen"
Manche Menschen sind für einander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Zum Beispiel ihre wahren Namen. Als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – und der steckt in üblen Schwierigkeiten …

Hilde Kvalvaag "Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man sie Sonnenbrille absetzt"
Johanne liebt es, die Sommerferien gemeinsam mit ihrer Schwester Katrin bei den Großeltern zu verbringen: Sonne, Schwimmen im Fjord, der Job im Lebensmittelladen, Schaumbananen futtern, Partys, eng anliegende Kleider - das ist der Sommer im Paradies! Und dann ist da noch Are, der ihr den ganzen Winter über nicht aus dem Kopf gegangen ist ...

Doch dieses Jahr ist alles anders: Katrin kommt nicht wie versprochen nach und Are scheint sich nicht sonderlich für Johanne zu interessieren. Dann lernt sie Ares jüngeren Bruder Mattias kennen, aber eines Tages ist er spurlos verschwunden.


Freitag, 6. März 2015

[2 Kurze] Von genialen Maschen und Londons Schatten


T.S. Easton "Ben Fletchers total geniale Maschen"

Ben möchte eigentlich nicht viel: "normale" und anständige Freunde haben, nicht in Schwierigkeiten geraten, "normale" und anständige Eltern haben und vielleicht mal ins Gespräch mit Megan aus seiner Klasse kommen. Stattdessen plagt er sich mit peinlichen Eltern herum (und die waren nicht plakativ fürs Buch, die erschienen mir wirklich peinlich!), Megan scheint für ihn meilenweit entfernt zu sein, seine Freunde haben eigentlich nur Blödsinn im Kopf und bringen Ben permanent in Schwierigkeiten. Als eine Aktion seiner Freunde dann so richtig schief läuft, Ben verurteilt wird und im Zuge seiner Bewährungsauflagen versehentlich in einem Strickkurs landet, bemerkt er, dass er diese neue Fähigkeit - Stricken - eigentlich ziemlich gut beherrscht und mehr noch: sogar Spaß dran findet. Fortan hängt er sich mit Leib und Seele in dieses neue Hobby und hat damit ganz unerwarteten Erfolg. Dumm nur, dass ihm seine Leidenschaft fürs Stricken eigentlich so peinlich ist, dass er das am liebsten vor seiner Umwelt geheim halten möchte...
Mir hat Bens Geschichte eigentlich ziemlich gut gefallen. Sein Leben kann man in Form von Tagebucheinträgen verfolgen, die ich mitunter wirklich sehr amüsant fand. Stellenweise habe ich richtig lachen müssen, dafür zieht sich die Story an anderen Stellen ein wenig. Ben selbst fand ich etwas eigenbrötlerisch, aber dennoch sympathisch. Manche Nebenfiguren dagegen wurden wohl eher erschaffen, um ordentlich Antipathie beim Leser auszulösen, zumindest konnte ich ihnen und ihren Auftritten in der Handlung nicht viel abgewinnen. So peinlich Bens Eltern auch sind, ich fand sie herrlich, weil sie einfach so völlig neben der Spur leben und nicht den 08/15-Eltern anderer Bücher entsprechen. Letztlich ist das Buch ein kurzweiliger Jugendroman mit lustig angehauchtem Grundthema, das aber dennoch eine wichtige Botschaft vermittelt: Man ist nun mal so, wie man ist, und man sollte sich nicht ändern oder verbiegen wollen, nur um anderen zu gefallen. (4/5)


Maureen Johnson "Die Schatten von London"

"Die Schatten von London" hat mir aus vielerlei Gründen gefallen. Zum einen ist London der Handlungsort und auch wenn das jetzt sehr subjektiv anmuten mag, ist das in meinen Augen dennoch ein echter Pluspunkt... ;)
Zum anderen fand ich die Handlung sehr interessant. In London geht ein Serienmörder um, der die Morde von Jack the Ripper imitiert. Rory, die neu in London ist, landet zufällig mitten in den Ermittlungen und scheint tatsächlich dem echten Mörder begegnet zu sein. Dass das alles nicht so einfach ist und sich letztlich viel mehr (übernatürliches) dahinter verbirgt, ist zunächst nicht ersichtlich im Buch, hat mich - zugegeben - auch überrascht, gibt der Geschichte aber eine ganz besondere Note. Mir hat dieser Clou in der Handlung gut gefallen, vor allem das Potential, das sich dadurch auch für die Fortsetzungen ergibt. (Der zweite Teil der Reihe erscheint übrigens im Juni 2015.) Vor allem aber fand ich gut, dass Rory, kaum dass sie über ihre besondere Gabe Bescheid weiß, nicht sofort zur alles-könnenden Superwoman mutiert, die alle Probleme mal eben mit links erledigt. Stattdessen ist sie überfordert, stellt Fragen, traut sich selber nicht richtig über den Weg und wäre ohne die Hilfe von neuen Freunden ziemlich aufgeschmissen. Das hat sie mir doch sehr sympathisch gemacht. Der lockere Schreibstil im Buch führt dazu, dass man quasi durch die Seiten fliegt und das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Ein echter Pageturner, der an vielen Stellen sogar ziemlich gruselig wird, wie ich finde. (4/5)

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