Samstag, 28. Februar 2015

[Lesen gegen das Wintertief] Lese-Samstag

Sonntag, 10:08 Uhr

Guten Morgen!
Ja, der Lesetag ist schon wieder vorbei, aber da ich gestern Abend nicht noch einmal online gegangen bin (oder nur sporadisch per Handy), gibt es heute noch einen kleinen Abschluss-Eintrag. Ich habe gestern Abend tatsächlich noch ein wenig gelesen, erst in "Die Falle" und dann später im Bett habe ich mich doch irgendwie noch festgelesen in "Das Herz von Libertalia". Ist eine Piratengeschichte! Bisher geht´s zwar noch nicht wirklich um Piraten, aber an der Seite von Heldin Anne Bonny (die gab es übrigens wirklich) bin ich gestern schon bis in die Bahamas gereist und da wird´s dann jetzt hoffentlich richtig spannend :)
Außerdem habe ich mich durch die Programmseiten der Leipziger Buchmesse geklickt, was länger gedauert hat, als gedacht. Die Suchfunktion der LBM-Homepage finde ich nicht wirklich optimal, muss ich mal sagen. Das ist bei der Frankfurter Buchmesse irgendwie besser, glaube ich mich zu erinnern. Aber jetzt habe ich mir einige Veranstaltungen markiert und muss mich dann nur entscheiden, an welchem Tag ich denn hinfahre.
Die beiden letzten Fragen von Lyne und Neyasha beantworte ich heute auch noch.

7. Welches ist das langweiligste Buch, durch das du dich - aus welchen Gründen auch immer - erfolgreich durchgekämpft hast?
Puh, das ist eine schwere Frage. Denn mir fällt jetzt gerade wirklich überhaupt kein langweiliges Buch ein. Aber keine Sorge, ich habe definitiv welche in meinem Leben gelesen! :D Nur mittlerweile kämpfe ich mich durch langweilige Bücher wirklich nicht mehr durch, sondern neige dann eher dazu, das Buch zur Seite zu legen (in der Hoffnung, doch irgendwann mal wieder Lust darauf zu haben, was eigentlich nie passiert). Es gibt einfach zuviele Bücher, die ich lesen möchte, als dass ich mich so lange durch langweilige kämpfen will.

8. Hast du dich schon einmal in eine Romanfigur "verliebt"?
So richtig eigentlich nicht. Ich meine, es ist ja nun mal nur eine Figur, ne? Ich habe, als ich "Weil ich Layken liebe" gelesen habe, ziemlich für Will geschwärmt, was aber eher daran lag, dass ich in ihm ständig eine andere, reale Person gesehen habe. Wenn ich von Will gelesen habe, sah ich immer diesen anderen Er gedanklich vor mir (ich war da ein bisschen verschossen...) und deswegen habe ich gleich noch mehr für Will geschwärmt. Und in einem Buch von Nora Roberts (Titel momentan in meinem Kopf nicht abrufbar) gibt es einen Jed Skimmerhorn, den fand ich auch immer heiß. Schon wegen des Namens ^^


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19:43 Uhr

Ach je, schon so spät, da ist der Samstag ja quasi fast wieder vorbei. Geht immer so schnell am "Die Falle" von Melanie Raabe geschnappt. Das habe ich als Leseexemplar bekommen, und das erscheint - soweit ich weiß - erst in den nächsten Tagen. Es geht um eine Autorin, die sich, nachdem ihre Schwester ermordet wurde, seit Jahren in ihrem Haus verschanzt und nicht mehr nach draußen geht, ihr ganzes Leben spielt sich in ihrem Haus ab. Bis... ja, bis sie den vermeintlichen Mörder ihrer Schwester plötzlich im Fernsehen sieht und an Rache denkt... Bin jetzt auf Seite 106 und bisher gefällt es mir richtig gut. Könnte mir vorstellen, dass das noch ein wenig in Richtung abgedrehtes Katz-und-Maus-Spiel geht, mal sehen...
Wochenende... Jedenfalls habe ich mir jetzt
In diesem Buch werde ich heute sicher noch ein paar Seiten lesen, aber ansonsten war´s das lesetechnisch heute wohl eher für mich. Nachher möchte ich online noch das geplante Programm der Leipziger Buchmesse anschauen, um zu sehen, wann was los ist - und an welchen Tag es sich somit besonders lohnt, hinzufahren. Das weiß ich nämlich noch nicht, aber an mindestens 1 Tag wird es schon sein.
Hier noch die Frage von Neyasha beantwortet:

6. Hardcover, Taschenbuch oder ebook - was ist dir am liebsten und warum?
Also prinzipiell ist mir ein "richtiges" Buch lieber als ein ebook. Schon alleine, weils im Regal schöner ist (^^). Ebooks lese ich zur Zeit so selten, schon eine ganze Weile hab ich keins mehr beendet, fällt mir gerade auf. Ansonsten haben sowohl Taschenbücher als auch Hardcover ihre Vorteile und ich kaufe beide. Fürs ständige Mitnehmen und Herumtragen (ich hab jeden Tag ein Buch in der Tasche dabei) ist ein Taschenbuch besser. Und ja auch günstiger. Ein Hardcover macht optisch meistens mehr her; wenn es zu schwer ist, lässt es sich beim Lesen aber richtig blöde halten. (Da fällt mir eine kleine Anekdote ein: Als ich Anfang des Jahres "Die Tribute von Panem" nochmals gelesen habe, hielt ich "Tödliche Spiele" eine Weile mit der linken Hand in der Luft. Einige Stunden, um genau zu sein. Und das war nicht gut für meine Hand, die habe ich überlastet. Ich habe die restliche Woche solche Handschmerzen gehabt und konnte mit links eigentlich gar nichts mehr machen. (Was für ein Wortspiel...). Also: Schwere Bücher lieber nicht zu lange in der Hand halten! :( )

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18:03 Uhr

Habe bis jetzt gelesen. Ich habe "Reckless" beendet und bin mir jetzt doch sicher, dass dies nicht der letzte Teil der Reihe war. Irgendwie herrscht da ja ein wenig Verwirrung; viele dachten, die Reihe wäre nach 3 Teilen beendet. Aber ich habe vor einigen Tagen mal irgendwo in einem Interview mit Frau Funke gelesen, dass es noch weitere Teile geben soll. Und nach dem Ausgang dieses Buches kann ich mir das jetzt gut vorstellen (und wünsche es mir auch). 
Eigentlich wollte ich auch schon längst Runden bei den anderen Lesetag-Teilnehmern drehen und ein bisschen kommentieren, aber dazu bin ich noch nicht so recht gekommen. Mach ich jetzt vielleicht mal schnell.
Vorher beantworte ich aber in aller Kürze noch die neuen Fragen:

3. Gibt es einen unbekannten Autoren, den du anderen gern ans Herz legen würdest?
Pfff, schwierige Frage. So direkt und spontan fällt mir niemand ein. Eva Rice vielleicht, deren Buch "Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen" mag ich sehr und irgendwie kennt das kaum jemand außer mir. Ist aber wohl auch eher so ein One-Book-Wonder...

4. Welches Genre magst du überhaupt nicht?
Generell tue ich mich mit Sachbüchern schwer, obwohl es wirklich sehr interessante gibt. Aber ich lese irgendwie immer lieber etwas ausgedachtes als etwas reales. (Ich alte Tagträumerin...) Ich lese auch keine Biografien, weil ich sowas - ganz ehrlich - irgendwie langweilig finde. Dann bin ich auch keine High Fantasy Leserin. Und um sehr historische Geschichten (sowas "Wanderhuren"-mäßiges) mache ich einen Bogen.

5. In welchem Buch würdest du gern leben wollen?
In "Die Brautprinzessin", also im Königreich Florin. Oder in der "Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers. Oder bei Harry Potter, aber bitte nicht im Wandschrank (ich HASSE Spinnen!).

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14:38 Uhr


Ich schmökere mittlerweile doch schon ein Stückchen in "Reckless - Das goldene Garn" und muss sagen, dass es mir richtig gut gefällt. Mittendrin herrscht bei mir immer mal kurz Verwirrung, wer hier wer ist und wer mit wem auf welche Art in Verbindung steht (die Figurenkonstellationen sind stets ein wenig verwoben und nicht zuletzt wegen der teils ungewöhnlichen Namen ist es etwas schwer zu folgen, finde ich). Aber dann geht´s meistens wieder. Und ich bin begeistert, was für Ideen Cornelia Funke hier wieder eingebaut hat, Ideen, die aus Sagen und Legenden kommen. Im Kapitel gerade eben kam die Erklärung zum Titel des Buches "Das goldene Garn". Das goldene Garn hier steht symbolisch für das unsichtbare Band, das zwischen zwei Menschen entsteht, die sich lieben. Irgendwie total schön und ich hab mich direkt beim selig-vor-mich-hin Lächeln erwischt. Jetzt hab ich mir erstmal kurz nen Milchkaffee gemacht und dann heißt es: Weiter geht´s.




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12:51 Uhr


Irgendwie ist heute der Wurm drin. Das ist so typisch: an den Tagen, an denen man sich Lesen fest als Hauptbeschäftigung des Tages vorgenommen hat, kommen ständig irgendwelche Dinge dazwischen. Bin immer noch nicht dazu gekommen, etwas zu lesen, mal abgesehen von den paar Seiten "Darkmouth" vorhin (waren nämlich doch nur 58, nicht 100 wie gedacht). Ich beantworte mal in der Zwischenzeit die Fragen, die Lyne und Neyasha während des Lesetags stellen:

1. Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich noch an eine der Geschichten erinnern?
Ich glaube zwar schon, dass uns (also meinen Geschwistern und mir) vorgelesen wurde, als wir klein waren, aber ich kann mich leider überhaupt nicht mehr daran erinnern. Das finde ich selbst ziemlich schade. Lesen und Bücher hatten zumindest bei meiner Mutter und mir immer einen großen Stellenwert, die anderen aus meiner Familie lesen eigentlich eher wenig bis gar nicht. Ich hab also alles abbekommen :)

2. Hast du schon mal ein Buch nur wegen des Covers gekauft?
Die Geschichte hab ich auf dem Blog hier schon ab und zu mal erzählt. Normalerweise mache ich das nicht, ein Buch nur wegen des Covers kaufen; allerdings kann das Cover schon mal Schuld sein, dass ich selbst bei einem Wackelkandidaten-Buch eher dazu tendiere, es zu kaufen, wenn ich das Cover echt toll finde. Tatsächlich habe ich aber mal ein Buch wirklich nur wegen des Covers gekauft, ich glaube, ich habe mir nicht mal wirklich durchgelesen, worum es ging. So ein bisschen peinlich ist mir das schon, wenn ich heute daran denke. Das Buch habe ich nämlich nur wegen eines Typens auf dem Cover gekauft. Der hat mich an jemanden erinnert. Und schöne Augen hatte er. 
Ich hab bis heute nicht mal reingelesen.
Falls jetzt jemand wissen will, welches Buch, dann klicke er/sie hier

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10:58 Uhr

"Darkmouth" habe ich beendet. Ging ziemlich flott, denn die Kapitel sind schön kurz und spannend war´s am Ende auch. Als nächstes muss ich erstmal ein wenig fleißig sein. Ich werte nebenberuflich einige psychologische Tests aus und da wartet jetzt noch einer auf mich. Danach geht´s bestimmt mit "Reckless 3" weiter.


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9:26 Uhr

Guten Morgen!
Heute geht´s also los, der ganze Tag steht unter dem Motto "Lesen bis man nicht mehr kann" ;) Wer noch mitmachen möchte, alle Infos gibt es HIER


Ich bin zwar schon eine ganze Weile wach (eigentlich eine Unverschämtheit für einen Ausschlaf-Samstag, aber ich konnte einfach nicht mehr schlafen...), habe bisher aber erstmal einige andere Dinge getan. Inklusive frühstücken. 
Ich habe gestern schon geschrieben, dass ich heute vor allem bereits angefangene Bücher lesen werde. Sonst sammelt sich bei mir schon wieder zuviel an. Ich starte mal direkt mit "Darkmouth", da fehlen mir noch gut 100 Seiten. Es geht um einen Jungen, der - wie sein Vater - Legendenjäger in dem Städtchen Darkmouth werden soll, wobei es sich bei den Legenden eher um Monster als um wirkliche "Legenden" handelt. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Reihe und ich kann mir schon vorstellen, dass die vor allem bei jüngerem Publikum gut ankommt. Teilweise sind in der Story aber auch so ein Humor und Ironie "versteckt", dass man auch als Erwachsener durchaus auf seine Kosten kommt.



Dieser Stapel ist geplant. Alles eher Jugendliteratur, stört mich heute aber nicht. Und ich kann mir nachher ja nachher immernoch einen Thriller schnappen, wenn ich will :)


Freitag, 27. Februar 2015

Freitagsgedanken

Hallo liebe Lesemenschen!
Yeah, es ist Freitag! Zum Glück. Die Woche war ein bisschen anstrengend. Von Dienstag bis Donnerstag war ich auf einer Konferenz und es ging fast nur um neurobiologische Themen. Nur Synapsen, Dendriten, Proteine, ein bisschen Dopamin und viele Lernexperimente an armen kleinen Mäusen, die lernen sollen, nach links und nicht nach rechts zu laufen, um Futter zu bekommen. Örks. Ich kann mir sowas immer nicht anhören, mir tun die Tiere einfach leid. Ich bin zwar nun mal in der Forschung tätig (allerdings Menschen-Forschung, hehe) und weiß auch, dass das immer alles geregelt und koordiniert abläuft, dass das alles ethischen Kommissionen unterliegt, was mit den Tieren gemacht wird usw... Aber trotzdem. Ich bin zu sehr Tierfreund, als dass ich nicht zusammen zucken würde, wenn ich bei sowas zuhöre. 

Aber lieber zu was Erfreulichem. Wochenende steht vor der Tür! :D
Lyne und Neyasha starten morgen einen Lesetag gegen das Wintertief, und kurzentschlossen werde ich wohl mitmachen. Die Regeln besagen schlicht und einfach: lesen, soviel und so lange man will. Ich habe morgen zwar noch einige Dinge zu erledigen, aber die ein oder andere buchige Lesestunde sollte dennoch drin sein. Falls ihr auch leserisch aktiv werden wollt, gehts HIER zur Seite von Neyasha. Ich werde mich vor allem den Büchern widmen, die ich angefangen habe und langsam mal beenden sollte. Dazu gehören "Darkmouth", "Reckless - Das goldene Garn" sowie "Die Falle", ein Leseexemplar, das ich erhalten habe. Damit habe ich ausreichend zu tun, denke ich.

Ansonsten gab es in den letzten Tagen zwar schon wieder nicht so viel zu lesen bei mir, aber ich habe immerhin einiges in Planung und Vorbereitung. So erwartet euch in den nächsten Tagen z.B. eine Rezension zu "Der Mann im Heuhaufen" von Birgit Hasselbusch. Wahrscheinlich werde ich auch eine kleine Anekdote von neulich zu einer neuen "Lektüre meiner Zugnachbarn" verarbeiten. Dann wird es einen Rückblick auf den Lese-Februar geben, sowie einen Vorausblick auf die Neuerscheinungen der nächsten Wochen, die ich kaum erwarten kann. So tolle Bücher dabei! Es ist halt Leipziger Buchmesse und da erscheinen erfahrungsgemäß ja immer jede Menge tolle Bücher, wenn so eine Messe ansteht. 
Apropos Leipziger Buchmesse: Wer geht denn hin? Und wann? Ich habe mittlerweile einen Presseausweis für die LBM zuhause liegen, insofern werde ich an mindestens einem Tag auch wirklich mal hinschauen. Welchen Tag, weiß ich noch nicht. In Leipzig ist eigentlich immer voll, da gibt es zwischen Wochentag (Do und Fr) und Wochenende kein Unterschied. Entweder man wird von Schulklassen halb zertrampelt oder man schiebt sich am Samstag und Sonntag durch Unmengen anderer Personen. Dieses Wochenende muss ich mir auch endlich mal das Programm der LBM anschauen (man kommt ja zu nichts!), dann kann ich wahrscheinlich auch besser entscheiden, welche Tage am interessantesten sind. Wer weiß, vielleicht sieht man sich ja mal...? Würde mich freuen :D

~~ Habt einen schönen Restfreitag! ~~

PS: Ein kleiner Spaß am Rande. Ich musste gerade an jemanden denken und da passt dieses Bildchen ziemlich gut:

Quelle: hier

Montag, 23. Februar 2015

"Love letters to the dead" - Ava Dellaira

cbt, 2015
17,99 Euro

Handlung:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


Meine Meinung:
Als ich erstmalig vom Inhalt des Buches "Love letters to the dead" gehört hatte, dachte ich mir, dass das eine wunderbare Romanidee sei und dass dies bestimmt eins dieser "besonderen" Bücher sei, die einem nach dem Lesen einfach im Kopf bleiben werden: Laurel, die vor kurzem ihre Schwester verloren hat, schreibt Briefe an berühmte, aber schon längst verstorbene Personen; und schafft es durch diese Briefe, sich mit dem Tod ihrer Schwester auseinander zu setzen - etwas, das ihr lange nicht möglich war. 
Umso enttäuschter war ich aber leider, als ich das Buch nach dem Lesen zuklappte, denn die Umsetzung der eigentlichen Idee ist in meinen Augen nicht wirklich gelungen. Zwar fand ich manche Passagen im Buch wirklich schön, melancholisch und nachdenklich stimmend geschrieben. An zwei Stellen musste ich richtig weinen, die trieben mir einfach die Tränen in die Augen. Aber diese zwei Stellen waren eben letztlich schon fast alles an Gefühl, was ich hier auf den vielen Seiten spüren konnte. Dass diese im Prinzip sehr emotionale Sache des Briefe-Schreibens mich - eine eigentlich sehr gefühlsduselige Person, die schnell mal anfängt zu heulen, wenn etwas zu schön oder zu traurig ist - doch eher kalt ließ, lag, wenn ich so zurückdenke, vor allem an folgenden Schwierigkeiten:

Laurels Briefe-Schreiberei erinnert tatsächlich mehr an Tagebucheinträge als an Briefe. Oftmals liest sich alles wie eine Auflistung von Dingen, die Laurel an diesem Tag gemacht hat. Nicht besonders spannend und nicht besonders temporeich. Oftmals hat mir das Lesen hier wirklich zu lange gedauert, weil einfach nichts passiert; und insgesamt hätte das Buch in meinen Augen auch gut ein Drittel kürzer sein können - es wäre an Inhalt dennoch nichts verloren gegangen. 
Manche Briefe sind mir zudem einfach überhaupt nicht ans Herz gegangen, konnten mich nicht berühren. Das sind vor allem solche Briefe, deren "Grund" mir nicht einleuchtete. Laurel schreibt Briefe an Personen, wenn ihr am Tag etwas passiert oder ihr begegnet ist, das sie an eine bestimmte verstorbene Person erinnert hat. Wenn sie an River Phoenix schreibt, weil sie eben einen Film mit ihm gesehen hat, oder nach dem Hören eines Janis Joplin-Songs an eben diese schreibt, dann konnte ich das nachvollziehen. Es gibt aber auch Briefe, die einfach völlig ohne Bezug stehen. Manchmal konnten die Schilderungen von Laurel keinen richtigen inhaltlichen Zusammenhang erstellen zwischen dem, was sie bewegt, und der Person, an die sie schreibt. Das glich dann eben tatsächlich nur einem Tagebucheintrag - womit ich überhaupt kein Problem gehabt hätte als Roman. Aber dieses zwanghafte Formulieren an irgendwelche berühmten Toten - das verwirrte mich immer mehr. 
Aber auch Laurel selbst hat es mir nicht leicht gemacht. Sie trauert um ihre Schwester, und in der Trauer tun Menschen mitunter komische Dinge, das ist schon klar. Aber auf mich machte Laurel stets den Eindruck, als würde sie sich verbiegen, ihr eigenes Ich komplett verstecken, einfach nicht sie selbst sein, nur um anderen zu gefallen und bei anderen anzukommen, um Freunde zu finden. Das ging auch weit über das "normale" Nacheifern der großen Schwester hinaus. Und gerade dann finde ich diese Briefe-Schreiberei - die doch eigentlich so persönlich sein soll - irgendwie ironisch, wenn ich beim Lesen immerzu daran denke, dass Laurels wahres Ich bei den Briefen nur so selten hervorblitzt und ich sie bis zuletzt kaum als "Laurel" kennenlernen konnte. 
Schließlich (und ohne zuviel verraten zu wollen) fand ich das Ende bzw. die Auflösung leider völlig überzogen. Ich spreche dieser Handlungsidee keinesfalls ihren realen Bezug ab, den es durchaus sicher irgendwo leider geben wird. Aber als ich die letzten Seiten des Buches las, kam ich nicht umhin, das alles als irgendwie zu unglaubwürdig und zu aufgesetzt anzusehen.

Natürlich ist Trauer ein heikles Thema. Jeder trauert unterschiedlich und jeder versucht anders, mit einem Verlust zurechtzukommen. Ich finde den Ansatz, den die Autorin ihrer Hauptfigur Laurel hier angedichtet hat, eigentlich sehr schön; auch deswegen war ich neugierig auf das Buch. Die Umsetzung hat mir dann jedoch nicht so recht gefallen und es gab zuviele Punkte, die mich irgendwie gestört haben am Gesamtbild. 


Samstag, 21. Februar 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Ich brauche euch das sicher nicht erzählen (ich kann mir vorstellen, euch allen geht es genauso), aber ist das Bekommen von Buchpost nicht das Beste überhaupt? Schon der Anblick, wenn einem die Postfrau ein oder zwei große Umschläge oder Papphüllen in die Hand drückt und man schon weiß "Da drin sind Bücher. Neue Bücher!" - unbezahlbar. Und dann das große Aufreißen - hach, durch nichts zu toppen!
In den letzten Tagen durfte ich einige solcher kleiner Glücksmomente erleben, denn die Postfrau hat mich fleißig besucht. Mit dabei waren meine Vorbestellungen von "Kirschen im Schnee" und "Die Buchspringer" und ansonsten einige buchige Überraschungen, die ich gewonnen oder von Verlagen bekommen habe. 




~~ Cornelia Funke "Reckless - Das goldene Garn" (anklicken für Inhaltsangabe)

~~Tim O´Rourke "Ich sehe was, was niemand sieht"
Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv – ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde. Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs ...


~~ Shane Hegarty "Darkmouth - Der Legendenjäger"
Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden "Legendenjägers" von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur "Verseuchten Seite" zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.


~~ Anna Kuschnarowa "Der Herz von Libertalia"
Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die "verlockendste und herausforderndste Schöne" von ganz Charles Towne. Doch "irgendeinen dieser gelackten Laffen heiraten"? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich "Libertalia". Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...

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Ich bin schon sehr gespannt auf alle diese Bücher. Kennt ihr eins davon oder habt ihr eins selbst auf der Wunschliste? Aktuell bin ich schon sehr vertieft in "Reckless: Das goldene Garn" und "Darkmouth". "Der Mann im Heuhaufen" ist schon ausgelesen, dazu muss ich mal noch ein paar Gedanken formulieren. Und "Das Herz von Libertalia" ist wie geschaffen für die Rubrik "Ein Buch über eine reale historische Person" vom Lesebingo... :)


Freitag, 20. Februar 2015

Freitagsgedanken: Lebenszeichen

Hallo ihr!
Ziemlich wenig los hier zur Zeit, ich weiß. Aber 2 Wochen Grippe und dann noch ein Zahnarztbesuch (Aua!) sind Schuld, dass sich meine Lust, Laune und Motivation irgendwo ganz weit weg verkrümelt haben und nur so ein "Ach, irgendwie alles blöd, geh ich halt schlafen"- Gefühl hinterlassen haben. 

Jetzt sitze ich hier mit pochendem Zahn (angeblich soll das innerhalb von 2 Tagen aufhören...) und muss mir eingestehen, dass ich den Blog momentan irgendwie nicht richtig füttere mit Inhalten. 
Ich habe in den letzten Tagen zwar eine ganze Menge gelesen, sowohl neue Lektüre als auch Re-Reads, aber - Hand aufs Herz - ich habe mich direkt nach dem Lesen NICHT hingesetzt und Texte geschrieben. Eigentlich hatte ich wirklich vor, zu den meisten gelesenen Büchern wenigstens eine kurze Meinungsäußerung zu notieren, aber ... Dann habe ich lieber direkt ein nächstes Buch gegriffen und gelesen. Und mittlerweile ist teilweise schon so viel Zeit vergangen, dass ich meine Gedanken zu einem Buch gar nicht mehr richtig in Worte fassen kann. Das ist für einen Literaturblog nicht sehr löblich, ich weiß. Ich verspreche trotzdem keine Besserung, denn trotz eines vorhin kurz auftretenden Gedankens à la "Am Wochenende schreibe ich aber mal diese und jene Rezension", ist meine diesbezügliche Motivation bereits schon wieder verschwunden.
Stattdessen werde ich mich heute irgendeinem neuen Buch widmen. In den letzten Tagen sind ein paar neue Bücher angekommen und jetzt habe ich freie Auswahl. Vielleicht wird es der dritte Teil von "Reckless" von Cornelia Funke, oder ich lese mal in "Die Buchspringer" von Mechthild Gläser hinein. Oder in "Kirschen im Schnee". Angefangen habe ich auch "Darkmouth", der Auftakt zu einer neuen Kinder- bzw. Jugendbuchreihe, in der es um Legendenjäger geht. Gefällt mir bisher auch ziemlich gut, auch wenn es definitiv für jüngeres Publikum ist.
Irgendetwas wird es schon werden. Und ich bemühe mich, in den nächsten Tagen wieder mehr von mir hören bzw. lesen zu lassen. Bis dahin: Ein schönes Wochenende!


Freitag, 13. Februar 2015

"Im Turm des Panopticons" - Daniela Rohr

2013, erhältlich als Kindle ebook und als Taschenbuch

HIER geht´s zum Buch
Homepage der Autorin


Handlung:

Das Panopticon: Raumschiff, gläsernes Gefängnis und Arbeitsplatz von Linea Wermut. Im Turm – einer beengten Kapsel, in der sie lebt, alles steuert und überwacht – ist die sanfte Stimme des Computers ihre einzige Gesellschaft. Knapp eintausend Gefangene stehen unter Lineas Aufsicht. Keiner von ihnen kann sie sehen – keiner weiß, wann sie zusieht. 

Nur warum scheint es plötzlich so, als wüssten die Insassen genau, wann sie von ihr beobachtet werden? Linea glaubt nicht an Zufälle. Entgegen aller Widerstände versucht sie das seltsame Verhalten der Häftlinge zu ergründen. Ein großer Fehler, wie sie bald feststellen wird …



Meine Meinung:
Puhh. Erstmal Luft holen. Dieses kleine schmale Büchlein hat es tatsächlich geschafft, mich für einige Zeit völlig und ganz in eine unbekannte Welt zu entführen und mich SO in seine Geschichte zu katapultieren, dass ich mich jetzt gerade erst einmal neu orientieren musste. Tatsächlich. Ich befinde mich nicht wirklich irgendwo im All, sondern im Hier und Jetzt.
"Im Turm des Panopticons" hat mich überrascht. Positiv durch und durch. Was ich anfangs gar nicht für möglich gehalten hätte, ist dann doch passiert: Ich habe mich völlig in dieser Geschichte verloren. Ich habe mit Linea mitgefühlt und mitgezittert, habe mich - ebenso wie sie - gefragt, was hier eigentlich passiert. Ist das alles nur Einbildung? Werden alle anderen verrückt, oder ist es doch Linea selbst, die den Verstand verliert? Die Beklemmung, die durch die Beschreibungen des Panopticons vermittelt wird; dieses Gefühl des Eingeschlossen-Seins - das geht richtig unter die Haut. 
Und ich habe mein blaues Wunder erlebt, als es in Richtung Auflösung ging. Die ganze Zeit beim Lesen hatte ich eine kleine leise Vermutung im Kopf, was dahinter stecken könnte, was da wirklich mit Linea passiert. Ich lag völlig falsch. Was dann die "echte" Auflösung betrifft - wow. Viel zu selten bekommt man als Leser ein Ende vorgesetzt, das wirklich bewegt. Das einen durchschüttelt, atemlos werden lässt und dann so richtig - in Ermangelung eines anderen Wortes sag ich es einfach - "reinhaut". Mir zumindest ging es so. Ich hab erstmal tief Luft holen müssen und habe dann für eine ziemlich lange Weile meine Gedanken an diese Unfassbarkeit des Geschichtenausgangs nicht abstellen können. 
Wollt ihr mal wirklich überrascht werden und am Ende mit offenem Mund dasitzen? Dann empfehle ich euch "Im Turm des Panopticons" zu lesen.


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin!!!


Mittwoch, 11. Februar 2015

Gemeinsam lesen

Dieses Mal bei Weltenwanderer.





1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Momentan klebe ich an den Seiten von "Dreams of gods and monsters" von Laini Taylor (Teil 3 der Buchreihe) und bin auf Seite 356. 



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"There were no french fries to be had at Tamnougalt, and, in what Zuzana considered a blatant breach of hospitality laws, there was no chocolate, either - except in liquid form, that is, and hot chocolate just wasn´t going to cut it right now."


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Momentan bin ich immer noch krank zuhause und habe deswegen verhältnismäßig viel Zeit zum Lesen. Am Wochenende blinkte mir dieses Buch aus meinem Regal entgegen und ich dachte mir "Ach, warum eigentlich nicht? Jetzt habe ich ja Zeit dafür." Das Buch ist ein ganz schöner Klopper und liest sich daher nicht so optimal weg, wenn man jeden Tag immer nur ein paar Seiten schafft. Aber ich hab ja jetzt Zeit... :)
Inhaltlich find ich es bisher so richtig toll. Das ist ja der dritte und letzte Teil in der Reihe von Laini Taylor, ich bin also sehr gespannt, wie das alles ausgeht. Mit Teil 2 hatte ich mich eher schwer getan, da waren mir zuviele Längen und Passagen drin, in denen einfach nichts passierte. Daher freue ich mich, dass Teil 3 mir dagegen so sehr viel besser gefällt.

4. Dicke Wälzer (ab 500 Seiten) - lest ihr sie gerne oder scheut ihr euch davor? Und warum?
Ich denke, die Frage ist schon halb beantwortet, wenn ich nochmal drauf hinweise, dass "Dreams of gods and monsters" über 600 Seiten hat. Ich scheue mich also nicht vor dicken Wälzern, würde sie allerdings auch nicht ausschließlich lesen wollen; manchmal ist mir schon eher nach überschaubarer Lektüre, von der ich weiß, dass ich sie in ein paar Stunden durchgelesen habe. Wenn eine gute Story drin steckt, von der man sich wünscht, sie möge sehr lang gehen, dann sind dicke Bücher natürlich toll. Aber manchmal verstecken sich in vielen Seiten eben leider auch viele Längen oder Stellen, die man fast als überflüssig ansieht. Das kann in dünneren Büchern allerdings auch der Fall sein, ist also nicht nur ein Fluch der dicken Wälzer. Aber ich sage prinzipiell nicht Nein zu dicken Büchern :)


Freitag, 6. Februar 2015

Lesezeit dank Krankheitszeit

Ja, so sieht´s aus. Die gute Nachricht: Ich habe momentan viel Zeit zum Lesen. Die schlechte Nachricht: Die habe ich nur, weil ich krank bin. Das viele Husten ist zwar auch nicht gerade förderlich, um einen klaren Kopf zu behalten - eher im Gegenteil. Kaum überkommt mich ein neuer Hustenreiz, habe ich das Gefühl, mein Kopf platzt gleich. Aber trotzdem habe ich mich in den letzten beiden Tagen an meine schon längst angefangenen Bücher gemacht und sie heute - tada - tatsächlich beendet.

So habe ich beispielsweise "Ben Fletchers total geniale Maschen" ausgelesen, ein niedliches und auch lustiges Buch über einen Jungen, der seine Vorliebe fürs Stricken entdeckt - natürlich nicht ohne fiese Komplikationen. Komplett durchgelesen habe ich vorhin auch das zwar recht schmale, aber wirklich unglaublich spannende Büchlein "Im Turm des Panopticons", das ich direkt von der Autorin Daniela Rohr zum Lesen bekommen habe (sogar mit Widmung, Dankeschön!). Beide Bücher werde ich in den nächsten Tagen noch genauer vorstellen. Ebenso wie "Love letters to the dead", zu dem ich schon längst etwas schreiben wollte, aber mich bisher irgendwie ein wenig davor gedrückt habe. Meine Meinung wird nämlich eher so mittelmäßig ausfallen.

Und ich habe mich auch durch "Die Liebe deines Lebens" von Cecilia Ahern gelesen, weil ich einfach mal dringend ein wenig Liebesgeschichte und Romanze brauchte. Dieses Buch wurde (abgewandelt) sogar schon fürs ZDF verfilmt und diesen Film habe ich auch mal gesehen, das Buch kannte ich bisher jedoch nicht. Hat mir aber trotz seiner eigentlich eher trüben Grundgeschichte (Frau versucht, einen jungen Kerl davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen) ziemlich gut gefallen.
Scheinbar habe ich jetzt Gefallen an Büchern von Cecilia Ahern gefunden - daher wollte ich euch mal fragen: Kennt ihr weitere Bücher von ihr und welche könnt ihr besonders empfehlen? (Bitte mit Happy End! *hüstel*)

Tja. Soweit mein Lesestatus der letzten Tage. Jetzt gerade habe ich "Die Schatten von London" von Maureen Johnson und "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer vor mir liegen, und in eins von beiden werde ich jetzt wohl mal reinlesen. Und am Wochenende? Hm, mal sehen... :)

Montag, 2. Februar 2015

"Das Beste, das mir nie passiert ist" - Laura Tate & Jimmy Rice

DuMont Verlag, 2014
9,99 Euro

HIER geht´s zum Buch

Lese-Bingo: Ein Buch, das von zwei Autoren geschrieben wurde



Handlung:


Beste Freunde und heimlich ineinander verliebt. Und das seit der Schulzeit. Bei Holly und Alex kam immer etwas dazwischen, und der perfekte Moment war nie da. Dann zog Holly nach London, um zu studieren, und Alex blieb allein in der Provinz zurück. Zehn Jahre später ist endlich die Zeit für eine Veränderung gekommen. 

»Das Beste, das mir nie passiert ist« ist ein temporeicher und herzzerreißender Liebesroman, eine Geschichte über ein Paar, das nie zusammenkommt. Fast nie. Denn wenn eine zweite Chance für die erste Liebe greifbar ist, würde man sie doch niemals verstreichen lassen. Oder?




Meine Meinung:
"Das Beste, das mir nie passiert ist" ist eine herzliche und niedliche Geschichte übers (heimlich) Verliebtsein, die gänzlich ohne Kitsch oder übertriebene Gefühlsduseleien auskommt. Dank der zwei sympathischen Hauptfiguren Alex und Holly, die es seit Jahren nicht schaffen, sich ihre Gefühle einzugestehen bzw. vielmehr diese dem jeweils anderen zu gestehen, entwickelt sich dieses Buch zu einem Pageturner, der sich bestens zum "gemütlichen Weglesen" an einem einzigen Wochenende eignet. Die Kapitel werden abwechselnd aus Hollys und Alex´ Sicht erzählt, was teilweise sehr unterschiedliche Sichten auf die Geschehnisse in (nebenbei gesagt: meiner absoluten Lieblingsstadt) London aufwirft, und vor allem ein Thema immer wieder antastet: die verpassten Chancen des Lebens. 
Hier geht es aber nicht nur um das Hin und Her des Verliebtseins, sondern auch um solche Fragen, was denn das Leben eines Endzwanzigers eigentlich ausmacht. Oder ausmachen sollte, wenn man sich mit den so verhassten und dennoch immer wieder von allen Seiten auftauchenden Erwartungen und Klischees dieser Lebenszeit konfrontiert sieht. Genau den gleichen Problemen sehen sich Alex und Holly gegenüber: während so viele ihrer Jugendfreunde längst verheiratet, mindestens aber glücklich liiert, und teilweise schon mit Kindern und Eigenheim versorgt sind, stehen beide ein wenig abseits, weil sie das Richtige in ihrem Leben einfach noch nicht gefunden haben. Das macht die Geschichte in meinen Augen sehr realitätsnah und wahrscheinlich hat sie mir auch deswegen so gut gefallen.
Vor allem hat mir aber diese kleine Liebesgeschichte, die sich durch alle Kapitel zieht, gefallen. Die langsame Entwicklung der gemeinsamen Geschichte von Alex und Holly, die sich und der Liebe nach 11 Jahren vielleicht doch noch eine Chance geben...?
Klare Leseempfehlung an alle Träumer und Hoffnungsvollen, die sich unweigerlich an irgendeiner Stelle in diesem Buch wiederfinden werden - entweder in Holly oder in Alex. Ich zumindest habe mich oft beim zustimmenden Kopfnicken während des Lesens erwischt.


Ein herzliches Dankeschön an den DuMont Buchverlag!


Sonntag, 1. Februar 2015

Gelesen im Januar

Puhh, endlich ist er vorbei, der Januar. Ich mag Januar nicht. Weihnachten ist dann schon zu lange wieder vorbei, Frühling ist noch zu weit weg, richtig Schnee gibt´s auch nicht, nur so Regen-Schnee-Matschepampe oder grauen Himmel. Alles irgendwie so trübe und trist und grau.
Auch wenn ich die Lese-Auswahl gar nicht bewusst an den Januar angepasst habe (das kam halt einfach so), gestaltete sich meine Lektüre in diesem ersten Monat des neuen Jahres sehr passend dazu - nämlich irgendwie sehr Endzeit-mäßig. Ich habe mich noch einmal quer durch die "Tribute von Panem" gelesen, habe die "Amor"-Trilogie von Lauren Oliver verschlungen, die ja eine sehr außergewöhnliche und kaputte Gesellschafts-Idee verfolgt, und auch "MUC" handelt von einer postapokalyptischen Welt in der Zukunft. Was locker-leichtes gönne ich mir dafür derzeit mit "Das Beste, das mir nie passiert ist".

Gelesen im Januar
1. Suzanne Collins "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" (5/5)
2. Lauren Oliver "Pandemonium" (3/5)
3. Lauren Oliver "Requiem" (4/5)
4. Suzanne Collins "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" (5/5)
5. Anna Mocikat "MUC" (4/5)
6. Eva Völler "Zeitenzauber - Das magische Tor" (4/5)
7. Ava Dellaira "Love letters to the dead" (3/5)
8. Suzanne Collins "Die Tribute von Panem - Flammender Zorn" (5/5)


Highlight im Januar
Heute mal ganz ohne Fotos, denn so ein richtiges Highlight gab es eigentlich nicht. Die "Tribute von Panem" haben mich erneut in ihren Bann gezogen und echt baff sitzen lassen - ich konnte mich nämlich gar nicht mehr erinnern, was in Teil 3 alles passiert ist. Ansonsten eher so mittelmäßige bis okaye Bücher im Januar.


Enttäuschung im Januar
Etwas richtig enttäuschendes habe ich diesen Monat glücklicherweise nicht gelesen. Ganz andere (und vor allem höhere) Erwartungen hatte ich jedoch an "Love letters to the dead", und das stellte sich letztlich nur als so mittelmäßig heraus.

Im Februar...
... kommen ganz arg viele wunderbare neue Bücher heraus, obwohl es ein kurzer Monat ist. Herrje! Meine Liste mit Februar-Neuerscheinungen ist riesig und ich muss mich echt zusammenreißen, nicht alle sofort haben zu wollen. Manche habe ich schon vorbestellt, auf die warte ich bereits sehnsüchtig. Bei anderen werde ich mich wirklich mal ein wenig zügeln und erstmal einige Rezensionen und Meinungen abwarten. Vorsatz für 2015: nicht mehr so viele Bücher voreilig und planlos kaufen... Mal sehen, wie ich das hinbekomme.

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