Mittwoch, 28. Januar 2015

Gemeinsam lesen

Diese Woche bei Weltenwanderer.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Tatsächlich lese ich es noch nicht. Ich trage es bisher nur seit Tagen als mein neues Zugbuch in der Tasche herum, habe aber noch nicht reingelesen. Ich muss wirklich mal damit anfangen. Es handelt sich um "Das Beste, das mir nie passiert ist" von Jimmy Rice und Laura Tate. Bin also auf der ersten Seite (Seite 7).


Beste Freunde und heimlich ineinander verliebt. Und das seit der Schulzeit. Bei Holly und Alex kam immer etwas dazwischen, und der perfekte Moment war nie da. Dann zog Holly nach London, um zu studieren, und Alex blieb allein in der Provinz zurück. Zehn Jahre später ist endlich die Zeit für eine Veränderung gekommen. 
»Das Beste, das mir nie passiert ist« ist ein temporeicher und herzzerreißender Liebesroman, eine Geschichte über ein Paar, das nie zusammenkommt. Fast nie. Denn wenn eine zweite Chance für die erste Liebe greifbar ist, würde man sie doch niemals verstreichen lassen. Oder?




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Es heißt ja immer, es bringt nichts, Sachen wieder aufzuwärmen, aber das machen doch alle."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Naja, ich kann aus oben genannten Gründen noch nichts zum Inhalt sagen. Das Cover find ich eigentlich ganz nett. Und es spielt offenbar (zumindest teilweise) in London, das trifft auch sehr auf meinen Gefallen :) Außerdem ist mir eben eingefallen, dass ich das Buch gleich für eine Kategorie des Lesebingos nutzen könnte, nämlich "Ein Buch, das von zwei Autoren geschrieben wurde". Supi! :)

4. Schreibst du dir gerne Zitate aus Büchern ab? Sammelst du sie und hast du vielleicht sogar ein Lieblingszitat?
Also... nein. Zitate abschreiben mach ich nicht. Ich markiere sie mir eigentlich immer, entweder mit Papierschnipselchen oder - wenn ich sie gerade zur Hand habe - mit kleinen Klebezetteln. Da kann ich dann später, wenn mir mal so ist und ich das Buch wieder in der Hand habe, schön drin blättern und sehen, was mir mal so sehr gefallen hat, das es einen Klebezettel wert war. Zitate abschreiben finde ich eigentlich gar nicht so sehr sinnvoll, denn ich würde in so einem Zitate-Buch wohl eher selten blättern, und dann hätte ich gar nichts davon. Manchmal wirken Zitate ja auch nur im Zusammenhang des ganzen Buches und klingen rauskopiert dann gar nicht mehr so besonders.
Ich habe hier auf dem Blog rechts in der Sidebar ja aber meine kleine Rubrik "Große und kleine Worte", wo ich ganz gern mal ein Zitat vorstelle, aus Büchern, aber auch aus Songtexten z.B. 
Und ein Lieblingszitat als solches habe ich auch nicht. Zumindest nicht so aus Büchern. Ich habe viele Zitate aus Filmen, die ich in meinen ganz normalen Alltag einbaue, meistens schon ganz unbewusst. Mit meinen Geschwistern z.B. kann ich Gespräche führen, die nur aus Filmzitaten bestehen :D

Dienstag, 27. Januar 2015

"Amor"-Trilogie - Lauren Oliver

Carlsen Verlag, 2011-2014

Reihe:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem



Inhaltsangabe (zu Teil 1 "Delirium"):

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.




Meine Meinung:

*Dies ist eine Meinungsäußerung zu allen 3 Bänden - Ich versuche, jeden Spoiler zu umgehen!*

Als ich anfing, "Delirium" zu lesen, tauchte ich für ein paar Stunden völlig ab. Eigentlich wollte ich nur mal schnell reinlesen; doch als ich das nächste Mal aufsah, hatte ich fast 150 Seiten am Stück gelesen. Irgendetwas in diesem Buch hat mich direkt gepackt - vielleicht diese abstruse Idee, sich die Liebe "herausoperieren" zu lassen. Ich selbst arbeite in der Neurologie - irgendwie hat mich das also direkt interessiert. Leider gibt Frau Oliver in keinem der drei Bücher genauere Angaben, was genau dort gemacht werden soll, keine anvisierten Hirnareale werden benannt oder so, das fand ich ein wenig schade.
Trotzdem hat mich "Requiem" so richtig unterhalten können, wie ich es leider schon längere Zeit nicht mehr bei einem Buch erlebt habe. Mit Lena hat die Autorin auch eine glaubwürdige und zugleich form- und wandelbare Hauptfigur geschaffen. Oftmals zwar ein wenig naiv, anhänglich und mir persönlich zu gutgläubig, aber an den richtigen Stellen misstrauisch und noch nicht zu sehr von dieser falschen Ideologie eingenommen. Sie fängt an, das ganze System zu hinterfragen, als sie Alex begegnet und - sich verliebt. Alex fand ich ebenfalls gelungen gezeichnet, auch wenn er im Laufe der drei Bücher einige Persönlichkeitswandlungen durchmacht, die ich nicht unbedingt nachvollziehen konnte (und auch nicht mochte). Aber insbesondere die vielen Nebenfiguren machen die Gesamthandlung rund und bringen Leben in die Bude: Lenas Freundin Hana, ihre Tante oder ihre Cousine, die später auftauchende River - das hat irgendwie alles gepasst und die Geschichte bunter gemacht.

Was Lauren Oliver drauf hat, sind Cliffhanger. Nicht nur Teil 1 endet richtig fies und Schnappatmung-verursachend, sondern insbesondere auch Teil 2. Das führte dazu, dass ich mir umgehend alle drei Bände zulegen musste - zum Glück war die komplette Reihe bereits erschienen. So gut ihr die Cliffhanger jedoch gelingen, so enttäuscht war ich dennoch von der Fortführung der Handlung in den beiden Folgebänden. "Pandemonium" weist schon weitaus uninteressantere Passagen auf als noch "Delirium" und ich konnte den Gedanken nicht abschalten, dass die ganze Handlung irgendwie nicht wirklich ins Rollen kommt. Außerdem gibt´s hier für Lena Neues in Sachen "Männer-Verliebtsein-Anschmachten" zu entdecken, und das fand ich - salopp gesagt - Mist. In meinen Augen passte diese plötzliche Wendung im Handlungsrahmen nicht, vor allem im Bezug auf all das, was zuvor passiert ist (all die Gefühlsduseleien und Erlebnisse). Vielleicht bin ich da zu sehr Mädchen, das sich Happy Ends wünscht, aber Julian sei Dank mochte ich Teil 2 nicht besonders.

Mit Teil 3 schließlich hat mich Frau Oliver nochmals ein wenig enttäuscht. Für mein Empfinden macht sie es sich hier recht einfach, weil sie einfach alles Wesentliche offen lässt. Keine Ahnung, ob sie sich selbst nicht entscheiden konnte oder wollte, oder ob ihr die Ideen ausgingen - aber dieser Ausgang der Handlung hat mich nicht recht überzeugen können. Nachdem man 3 Bücher lang auf etwas hinarbeitet, das nach Rebellion, Revolution und Sich-Erhebens aussieht, und das nach Möglichkeit eine völlig verquere, kaputte und sinnlose Gesellschaftsform kippen soll, schmecken diese letzten Zeilen in "Requiem" irgendwie fad und enttäuschend. Zwar mutig und ... anders, aber ich hatte Konkreteres erwartet. 

Insgesamt gesehen ist die Amor-Trilogie eine Buchreihe, die einen völlig verrückten, aber zugleich äußerst interessanten Gedankenansatz verfolgt, bis zum Letzten. Die Umsetzung dieser Idee hat mir in Buch 1 und auch ansatzweise in Buch 2 noch gefallen, dann jedoch einfach geschwächelt und ist auf ein - für mich - enttäuschendes Finale hingekrochen. Tatsächlich "knallt" diese dystopisch angehauchte Geschichte einfach nicht so sehr rein wie andere Bücher aus dem Bereich. 


Samstag, 24. Januar 2015

Buchig und neu im Regal

Huhu! Heute muss ich euch einfach meine neuen Bücher zeigen, die sich in den letzten Wochen angesammelt haben. Alle sehr schön, alle sehr interessant - ich würde am liebsten nur lesend in irgendwelchen Ecken sitzen, was natürlich leider nicht wirklich realisierbar ist. Tatsächlich lese ich zur Zeit eigentlich eher weniger, unter der Woche eigentlich kaum, nur noch am Wochenende. Ich hoffe trotzdem, dass ich diese hier nicht allzu lange warten lassen muss:

Rezensionsexemplare



In "Love letters to the dead" habe ich schon reingelesen und bin mittlerweile bei der Hälfte. Um dieses Buch entsteht zur Zeit ein kleiner Hype, habe ich so das Gefühl, alle finden es ganz toll und meinen, es wäre ein Jugendbuch, das man einfach gelesen haben muss. Ich finde es bisher nicht schlecht, aber eben auch nicht mehr. Manche Aspekte dabei leuchten mir nicht ganz ein, obwohl ich die Idee des Briefe-Schreibens eigentlich ganz nett finde. Mal sehen, wie es weitergeht.



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Gekauft


Das sind alles Bücher, die mich im Buchladen oder in meiner Online-Wunschliste angestrahlt haben und zu mir sagten "Kauf mich!". Wenn Bücher zu mir sprechen, kann ich mich nicht dagegen wehren. 

Anne Krüger "Allee der Kosmonauten"
In ihrer Kindheit träumte Mathilda unter anderem von einer Karriere als Osterhase, aber am liebsten wollte sie Kosmonautin werden. Als sie ihrer besten Freundin während einer Riesenradfahrt auf die Bluse kotzte, zerbrach ihr Herzenswunsch jedoch an der schnöden Realität - sie war nicht schwindelfrei. Zurück blieb eine unbändige Begeisterung für Juri Gagarin und den Weltraum.
Heute Ende zwanzig, ist Mathilda immer noch auf der Suche nach einem erfüllten Leben. Kosmonautin steht als Beruf nicht mehr zur Diskussion, aber was dann? Und was das erfüllte Privatleben angeht: Welcher Mann kann schon neben Juri Gagarin bestehen?

T.S. Easton "Ben Fletchers total geniale Maschen"
Ben Fletcher ist ein ganz normaler Teenager - vielleicht eher etwas auf der vorsichtigen Seite. Als er sich ausnahmsweise von seinen Freunden zum Klau von Alkohol für eine Party überreden lässt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Als Strafe wird Ben unter anderem dazu verdonnert, seine Sozialfähigkeiten zu steigern. Dazu darf er sich einen von vier Kursen aussuchen. Aufgrund der dürftigen Auswahl und eines Missverständnisses landet er in einem Strickkurs - und stellt zu seiner Überraschung fest, dass Stricken ihm nicht nur Spaß macht, sondern er auch ein natürliches Talent dazu hat. Fortan besteht sein Leben daraus, seine neue Leidenschaft vor seinen Freunden und seinem machohaften Vater geheim zu halten...



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Englische Neuzugänge


Diese beiden waren Spontankäufe aus der englischsprachigen Ecke. Gerade "The art of being normal" ist wahrscheinlich ... ziemlich speziell, aber deswegen bin ich auch sehr gespannt darauf.

Lisa Williamson "The art of being normal"
David Piper has always been an outsider. His parents think he’s gay. The school bully thinks he’s a freak. Only his two best friends know the real truth – David wants to be a girl. On the first day at his new school Leo Denton has one goal – to be invisible. Attracting the attention of the most beautiful girl in Year 11 is definitely not part of that plan. When Leo stands up for David in a fight, an unlikely friendship forms. But things are about to get messy. Because at Eden Park School secrets have a funny habit of not staying secret for long . . .

Jennifer Salvato Doktorski "How my summer went up in flames"
Rosie’s always been impulsive. She didn’t intend to set her cheating ex-boyfriend’s car on fire. And she never thought her attempts to make amends could be considered stalking. So when she’s served with a temporary restraining order on the first day of summer vacation, she’s heartbroken—and furious.

To put distance between Rosie and her ex, Rosie’s parents send her on a cross-country road trip with responsible, reliable neighbor Matty and his two friends. Forget freedom of the road, Rosie wants to hitchhike home and win back her ex. But her determination starts to dwindle with each passing mile. Because Rosie’s spark of anger? It may have just ignited a romance with someone new…

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Und, wäre etwas für euch dabei?

Freitag, 23. Januar 2015

"MUC" - Anna Mocikat

Knaur TB Verlag, 2014
12,99 Euro 


Handlung:

München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.



Meine Meinung:
"MUC" spielt in einer trüben und tristen Zukunft, von der man sich heute wünscht, sie möge nie Wirklichkeit werden. Pia aber lebt in dieser Welt. Sie flüchtet aus ihrem Dorf in den Alpen, um sich auf den Weg nach MUC zu begeben - dem ehemaligen München, wo sie ihren Bruder zu finden hofft.
Ich muss sagen, dass sich die Geschichte "MUC" ganz anders entwickelt, als ich zunächst gedacht habe. Anstatt einer actiongeladenen, fast dystopisch anmutenden Endzeitgeschichte wird in eher ruhiger Art von Pias Erlebnissen berichtet, die auf ihrer Reise die Schrecken und Nöte der Menschen nach dem großen Sterben selbst erleben muss. Für einen Debütroman fand ich das Buch beeindruckend, gut ausgedacht und gleichzeitig unterhaltsam und realistisch und geschrieben. 
Denn insgesamt gesehen wirkt die von Frau Mocikat entworfene postapokalyptische Welt interessant und durchaus glaubwürdig und vorstellbar - bis auf ein paar kleine Dinge vielleicht, die mich haben stutzen lassen. (So kann beispielsweise nicht ganz glauben, dass sich eine Konservendose nach über 100 Jahren noch problemlos öffnen lässt und dass die Pfirsiche darin tatsächlich noch ihre Süße und Konsistenz behalten haben...) Aber abgesehen von solchen kleinen Aspekten fand ich die Ideen, die die Autorin eingebaut hat, wirklich gut gemacht, wenn auch etwas langatmig an mancher Stelle. Ich hätte mir rückblickend ein wenig mehr "Action" gewünscht, denn wirklich Spannung kann das Buch nicht bieten, eher eine Erzählung über Pia und ihren Weg. Insgesamt dauert es, bis die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt und MUC als Schauplatz eine Rolle spielt. Die Ereignisse, die Pia dann in MUC ereilen, sind anders, als ich zunächst gedacht habe - wissen aber dennoch zu unterhalten.
Diese Ereignisse wurden für mich aber vor allem durch die Nebenfiguren lebhaft, denn Pia selbst blieb mir die meiste Zeit leider recht fremd. Auf mich erschien sie eher wie eine ahnungslose 12-Jährige, die zum ersten Mal die Welt erkundet (was irgendwie ja auch stimmt), und nicht wie eine mutige 20-Jährige, die sich den Gefahren in den Weg stellt. Ich habe in ihr leider keine tapfere Heldin sehen können, auch wenn sie sich im Laufe der Zeit natürlich verändert. Trotzdem blieb bei mir vor allem der Eindruck eines kindlich-naives Mädchens hängen, den ich bis zur letzten Seite nicht wirklich abschütteln konnte.

Insgesamt gesehen kann "MUC" durch ein interessantes postapokalyptisches Szenario sowie gut verpackte Ideen der Autorin punkten. Mir war das Buch dennoch ein wenig zu "geradeaus" mit zu wenig Spannungsanteilen und verblüffenden Momenten, auch wenn es als Debütroman bemerkenswert ist.


Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag!

Dienstag, 20. Januar 2015

Gemeinsam lesen




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
So nebenbei - immer mal ein paar Seiten - lese ich "Zeitenzauber - Das verborgene Tor" von Eva Völler, bin mittlerweile auf Seite 107.



Anna und Sebastiano sollten eigentlich nur einen Ingenieur nach London in das Jahr 1813 begleiten. Doch dort angekommen, erwartet sie eine weitaus gefährlichere Mission: Jemand versucht, sämtliche Zeitreise-Tore zu zerstören, und nur Anna und Sebastiano können es verhindern. Getarnt als Geschwister tauchen sie in die High Society des Londoner Adels ein und stellen schon bald fest, dass an jeder Ecke Intrigen und Gefahren lauern ...




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Übrig bleibt?", echote ich entsetzt. "Was ist mit dem Hauptportal auf dem Trafalgar Square?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich mag die Reihe von Eva Völler eigentlich ganz gerne und dies hier ist ja auch schon der dritte und (ich glaube) letzte Teil der Buchreihe. Mir gefällt, dass Frau Völler so viel wirklich historisch-korrekte Dinge in ihre Bücher wirft, gerade beim zweiten Teil der Buchreihe war mir das positiv aufgefallen. Bisher hatte ich dennoch nicht so recht Lust, diesen dritten Teil zu lesen, und auch jetzt komme ich nur schleppend voran, weil ich immer nur ein paar Seiten lese. Ich weiß nicht, woran das liegt - wahrscheinlich, weil ich nebenbei noch die "Tribute von Panem" erneut lese und die nun mal einfach spannender sind :D Aber ich bleibe natürlich an der Geschichte von Anna und Sebastiano dran. Mal sehen, wie das endet.

4. Was ist neben dem Lesen euer größtes Hobby?
Oje. Ich befürchte, ich gehöre zu den hobby-losen Menschen dieser Welt. Das war schon immer so. Immer wenn andere von ihren Lieblingsbeschäftigungen anfingen zu erzählen, ihren Ehrenämtern, ihren Vereinszugehörigkeiten, wenn sie anfingen, die Musikinstrumente aufzuzählen, die sie spielen konnten, neben Ballett, Reiten, Backen, Sammeln und Tauschen, Reisen, DJ-en, Spazierengehen, Schwimmen, Saunieren, Dogsitting und weiß-der-Himmel-was-noch auch noch Zeit fanden zum Shoppen gehen - da dachte ich mir immer, gut, ich setz mich dann stattdessen einfach mal hin und lerne was fürs Abi. Oder Studium. (Keine Sorge, bin trotzdem kein richtiger Streber geworden... Nur so´n bißchen.) Also ich meine, ich hab schon immer irgendwas zu tun. Und selbst wenn mir mal so richtig langweilig ist, finde ich irgendwas, womit ich mir die Zeit vertreiben kann. Aber so richtig Hobbies... hab ich eigentlich nicht. Lesen halt. Und Geld ausgeben für Bücher, haha. Auch das Bloggen nimmt einiges an Zeit in Anspruch, aber das seh ich eigentlich gar nicht wirklich als Hobby, sondern eher als irgendetwas, was halt immer so nebenbei her läuft. Manchmal überkommt mich die Kreativität, da zeichne ich was. Das letzte Bild ist aber schon wieder ne Weile her. Obwohl... da könnte ich doch gleich mal... *gehtLeinwandsuchen*

Sonntag, 18. Januar 2015

Eine Woche mit den Königskindern: Interview mit Vince Vawter (englisch)


Hallo zum letzten Tag der "Woche mit den Königskindern". Wir hoffen, ihr hattet bisher viel Spaß dabei, den Königskinder Verlag und insbesondere das Buch "Wörter auf Papier" ein wenig kennenzulernen. Am heutigen letzten Tag der Woche gibt es noch etwas ganz Besonderes zum Abschluss. Der Autor Vince Vawter war so nett, uns einige Fragen zu sich und seinem Buch zu beantworten. Hier bei mir könnt ihr die englischen Originalfragen und -antworten nachlesen, bei Tine gibt es die übersetzte Version auf Deutsch zu lesen.

1. In "Paperboy“, you describe a hot summer in 1959 that leads to a change in the main characters´ attitude towards his stuttering problems. How autobiographical is this narration in your book? Did you experience a similar summer in your youth?
The story came directly from my experiences of that summer in 1959 in Memphis. I did take over my friend´s newspaper route for that one month. While some of the story is fictionalized, all the incidents that took place have some basis in fact. I will explain more in your question Number 3.

2. Why did you decide to write the story of "Paperboy“ just now and not at any time earlier?
I always knew I would write this story, but I wanted to make sure I gave it all I had. Thus, I knew I could only write it after my retirement from the demanding world of newspapers where I spent 40 years. Even then, it took me six years to get it exactly like I wanted it. The book is only 50,000 words, but I wrote more than 300,000 words to find the most important parts of my story.

3. In "Paperboy“, Victor makes the acquaintance of some quite extraordinary persons in his neighborhood. Especially Mr. Spiro appeals to Victor. Did you get inspirations for "Mr. Spiro“ from a real person that you know?
This is the question I am probably asked the most. Here is the story I tell: In working with my American editor, I made her aware that the people in the story came from my childhood, except for one. We discussed the origins of the characters. I then said that Mr. Spiro is the only person I “created” because I had to have him to wrap up the critical parts of the story. “But, he must have come from some where?” she asked. “Well, I guess he is Vince Vawter or Victor Vollmer at 65 years old.” To which she replied, “Just as I thought."

4. Do you actively engage in helping people with stuttering or other speaking impairments? Do you have any advice for those people?
This has been one of the most beautiful parts of my "Paperboy" journey. I have spoken in more than 75 schools in the past 18 months. I still have the vestiges of my stutter, but I have found my voice and I love to talk with young people about their challenges. I share with them what I call my "Stuttering Manifesto". 

1. Stuttering is what we do when we try NOT to stutter. 
2. Stuttering is not cured, but rather it is overcome. 
3. Fluency is not all it´s cracked up to be. 

I always use the term “finding one’s voice” when talking about my book. This term seems to ring true with young people whether or not they have speech issues. It means the same as finding out exactly who you are and being true to yourself.

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Mit diesem Interview geht unsere kleine Königskinder-Verlags-Woche zu Ende. Uns hat es viel Spaß gemacht, uns mit dem Buch "Wörter auf Papier" auseinanderzusetzen, und wir hoffen euch diese schöne Geschichte ein wenig ans Herz gelegt zu haben. Dankeschön an den Königskinder Verlag für die Bereitstellung des Buches und an Tine für die ganze Aktion - hat Spaß gemacht :)


Freitag, 16. Januar 2015

Eine Woche mit den Königskindern: Kleines Gespräch über "Wörter auf Papier"


Nachdem Tine und ich euch am Mittwoch das Buch "Wörter auf Papier" vorgestellt haben, plaudern wir heute noch ein wenig über das Buch. Wir haben uns Gedanken gemacht und das, was uns zum Buch durch den Kopf ging, diskutiert und notiert. 

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Tine: Mir geht es so, dass wenn ich ein Buch gelesen habe und später daran zurückdenke, ich immer eine Schlüsselszene oder eine Person im Kopf habe, die mich ganz besonders berührt hat. Was glaubst du, welches Detail aus "Wörter auf Papier" wird dir in einem halben Jahr ganz besonders präsent sein und warum?

Caro: Es gibt tatsächlich eine Szene im Buch, die mir sehr im Kopf geblieben ist. An einer Stelle werden Hauptfigur Victor sozusagen die Zeitungen "gestohlen", die er eigentlich in der Nachbarschaft verteilen soll. Victor steht daraufhin vor der Überlegung, ob er sich bei der Zeitung meldet und Bescheid gibt, damit er neue Exemplare erhält. Dazu müsste er jedoch dort anrufen. Anstatt aber genau das zu tun - sich also Hilfe zu holen -, entscheidet er sich lieber dafür, sein eigenes Geld zu nehmen, um davon neue Zeitungsausgaben zu kaufen und diese zu verteilen. Diese Szene hat mich irgendwie sehr berührt, weil sie das Stotter-Problem von Victor in seiner ganzen Bandbreite wiedergibt. Er traut sich wegen des Stotterns nicht, zu telefonieren, und nimmt es lieber in Kauf, sein eigenes, hart verdientes Geld wegzugeben, um nicht aufzufallen und andere um Hilfe zu bitten. Dass er dadurch gleich doppelten Schaden erleidet, fällt ihm offenbar gar nicht auf - oder er nimmt es einfach hin. Mir hat Victor in dieser Szene unglaublich Leid getan und ich habe diese Ungerechtigkeit, die er sich selbst einbrockt, weil er sich nicht zu reden traut, sehr bedauert. Ich denke, dadurch ist mir diese Szene so sehr in Erinnerung geblieben.
Wie siehst du das denn? Gab es eine Szene oder einen Moment, an den du dich sehr erinnerst?

Tine: Nein, eine Szene oder einen Moment eigentlich eher weniger. Ich denke, ich werde mich vor allem an eine der Hauptpersonen, nämlich an Mr. Spiro erinnern. Er ist einfach ein so toller, gütiger und interessierter Mensch. Genau so eine Person verdient Victor an seiner Seite. Eigentlich sollte jeder Mensch einen Mr. Spiro haben, der ihn erst nimmt und in ihm das sieht, was er tatsächlich ist oder was er einmal werden kann.

Caro: Aber wie realistisch ist so ein "Mr. Spiro", würdest du sagen? Ich bin beim Lesen des Buches nicht umhin gekommen, mir manchmal zu denken, dass Victor Glück hat, weil er in so einem wohlwollenden und freundlichen Umfeld aufwächst. Er erntet zunächst zwar einige merkwürdige Reaktionen, wenn Leute zum ersten Mal erleben, wie er stottert. Aber dann sind alle sehr freundlich und nett zu ihm, niemand sagt etwas komisches, drängt ihn oder macht gar Witze über ihn, auch in der Schule kaum. Das ist natürlich gut und sehr wünschenswert, da hast du Recht. Aber wie realistisch ist so ein Szenario? Und vor allem heutzutage? Denkst du, dass diese Art des Miteinanders und der Unterstützung auch heute noch so greifen würden (das Buch spielt ja immerhin in den 50ern)? Oder ist es in Zeiten von Mobbing und "unbedingtem Coolsein-Müssen" nicht eher so, dass jemand wie Victor ein schweres Los haben würde?

Tine: Diese Frage kann man sicherlich nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Ich denke, das kommt immer sehr auf die Umstände an. Natürlich ist so ein Mr. Spiro eher selten. Das kommende Interview mit Vince Vawter wird ja hierzu auch noch ein paar, wie ich finde, spannende Antworten geben. Aber ich habe zum Beispiel selbst schon einen stotternden Schüler gehabt, der absolut nicht geärgert wurde, sondern sehr beliebt war - an der ganzen Schule. Er war allerdings auch recht selbstbewusst und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein ausschlaggebender Punkt ist.

Caro: Eins der ersten Dinge, die du nach dem Lesen des Buches zu mir gesagt hast, war, dass es dich ein wenig an "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee erinnert. Magst du das noch ein wenig erklären oder weiter ausführen? Glaubst du, das war von Herrn Vawter so beabsichtigt?

Tine: Zum einen spielen beide Geschichte in den Südstaaten der USA. Die Handlung findet zwar in unterschiedlichen Jahren statt ("Wer die Nachtigall stört" spielt in den 30er Jahren und "Wörter auf Papier" in den späten 50ern), trotzdem sind Farbige in beiden Büchern nicht gleichberechtigt. Eine Tatsache, die in beiden Geschichten thematisiert wird. Neben der Atmosphäre ähneln sich die Geschichten auch durch die stellenweise etwas naive Erzählweise durch Scout bzw. Victor.
Da "Wörter auf Papier" ja sehr autobiografisch ist, gehe ich aber davon aus, dass dies gar nicht unbedingt die Absicht von Herrn Vawter war, sondern sich vielmehr so ergeben hat.

Caro: Dass „Wörter auf Papier“ diese Atmosphäre verbreitet, da gebe ich dir Recht. Ich glaube allerdings auch nicht, dass er bewusst irgendwelche Parallelen zu anderen Geschichten gezogen hat. Es ist autobiografisch, er hat es halt selbst so erlebt – und das zeigt, wie sich das Thema der Schwarzenfeindlichkeit durch die Literatur zieht. Ich denke, es gibt viele Bücher, bei denen man sich an ähnliche Momente erinnert fühlt.

Tine: Stell dir vor, du würdest im Buchhandel arbeiten und müsstest dieses Buch einem Kunden mit fünf Adjektiven beschreiben. Welche wären es?

Caro: Meine 5 Adjektive wären "besonders - unerwartet - überraschend - emotional - nachdenklich stimmend". Welche 5 Adjektive würdest du wählen?

Tine: Hmm, ich versuche mich jetzt mal nicht von deiner Wahl beeinflussen zu lassen, was gar nicht so einfach ist. Ich würde sagen: autobiografisch, beeindruckend, sensibilisierend, auch-für-Erwachsene-geeignet (hier musste ich ein bisschen schummeln, was die Zahl der Wörter angeht) und ruhig.


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Wir hoffen, wir haben euer Interesse und eure Neugier für das Buch wecken können. Uns beiden hat es sehr gefallen und zum Nachdenken gebracht - vielleicht ist das Buch ja auch etwas für euch. Und/ oder ihr habt Lust, ein wenig mitzudiskutieren... 
Welchen Eindruck habt ihr bisher von "Wörter auf Papier"? Hättet ihr Lust, es zu lesen? Gibt es irgendetwas, das euch besonders dazu interessiert?


Mittwoch, 14. Januar 2015

Eine Woche mit den Königskindern: "Wörter auf Papier" - Vince Vawter


Königskinder Verlag, 2014
16,90 Euro

HIER geht´s direkt zum Buch


Handlung:
Victor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt.

Der heiße Sommer 1959 bringt die seltsamsten Begegnungen mit sich. Da ist Mrs Worthington, die Kummer hat; der Fernsehjunge, der nie rauszugehen scheint; und der weise Mr Spiro, der Victor einen stotternden Dichter nennt.




Meine Meinung:

„Als Kind sollte man sich doch aussuchen dürfen, woran man denkt, und jedes Wort sagen können, das man will. Für mich galt beides nicht.“ (S.173)

Der Held dieses Buches stottert. Sein Name ist Victor Vollmer und dieses „V“ in seinem Namen stellt ihn nahezu immer vor unüberwindbare Hürden. Denn gerade das „V“ gehört für ihn für zu jenen schier unaussprechlichen Buchstaben, die einfach nicht aus seinem Mund kommen wollen; schon das Denken an das Aussprechen seines Namens bereitet ihm Bauchschmerzen.
Victor neigt daher dazu, lieber gar nichts zu sagen, oder zumindest nicht viel. Nur mit seinen Eltern, seiner Nanny und wenigen Freunden, die ihn kennen, kann er sich unterhalten. An und für sich kommt er damit gut zurecht in seinem Leben. Dann jedoch kommt der Sommer, in dem er den Job seines Freundes Rat als Zeitungsausträger übernehmen soll. Das Austeilen selbst ist nicht das Problem – das Abkassieren des Lohns am Ende der Woche dagegen schon. Denn dort wird er nicht um das Reden herumkommen…
In diesem Sommer macht Victor viele und außergewöhnliche und wichtige Bekanntschaften. Wichtig, weil sie ihm zeigen, dass es so viele andere Dinge gibt, die das Leben ausmachen, und dass das Stottern dabei eigentlich völlig nebensächlich wird. Und dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Allen neuen Freunden voran ist wohl der sehr belesene Mr. Spiro zu nennen, ein Nachbar, der Victor zuhört, ihn zum Reden ermuntert und ihm dabei hilft, seine Ängste in Bezug auf das Sprechen zu überwinden.
Mir haben vor allem die ruhigen Töne im Buch gefallen. Jede Auseinandersetzung mit den für Victor so unaussprechlichen Buchstaben, die Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, wenn er weiß, er muss gleich ein für ihn unmögliches Wort ausformulieren – diese Schilderungen fand ich ganz wunderbar und sehr schön nachzuvollziehen. Es ist eine eher unaufgeregte Geschichte in den 50er Jahren der USA, die nicht nur die Hürden des Stotterns thematisiert, sondern auch andere Probleme der damaligen Zeit aufgreift, wie beispielsweise die Rassenfeindlichkeit. Sein Kindermädchen Mam ist schwarz, und so muss Victor immer wieder aufs Neue erleben, was Diskriminierung und Benachteiligung einer geliebten Person bedeutet. Diese ganze Thematik stimmt nicht nur Victor, sondern auch den Leser sehr nachdenklich.
Die Geschichte von Victor ist letztlich auch deshalb ganz besonders, weil sie autobiografisch ist. Vince Vawter ist selbsternannter „Stotterexperte“ und meistert sein Leben dennoch. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch eine Herzensangelegenheit für ihn war, um anderen Mut zu machen, sich nicht zu verstecken.


Fazit: 
„Wörter auf Papier“ hat mich sehr positiv überraschen können. Mit seiner ruhigen, autobiografischen Geschichte gelingt es dem Autoren, die Sorgen und gefühlten Beklemmungen eines Stotterers beim Artikulieren zu vermitteln. Gleichzeitig gelingt es ihm zu zeigen, dass es nicht darauf ankommt, welche Beeinträchtigungen man vielleicht mit sich herumträgt, sondern wie man damit umgeht. 


Ein herzliches Dankeschön an den Königskinder Verlag!!

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Tine und ich haben uns Gedanken über das Buch gemacht. Die könnt ihr am Freitag bei uns nachlesen. Schaut doch vorbei und sagt uns, was ihr denkt! :)

Montag, 12. Januar 2015

Eine Woche mit den Königskindern: Interview mit der Lektorin



Hallo und willkommen zu einer "Woche mit den Königskindern". In dieser Woche wollen Tine von Lesemomente und ich euch den Königskinder Verlag ein wenig näher vorstellen. Heute starten wir mit einem Interview mit der Lektorin Frau Kopper; in den nächsten Tagen erwartet euch eine Vorstellung des Buches "Wörter auf Papier" von Vince Vawter, über das Tine und ich am Freitag außerdem ein wenig plaudern werden. Am Sonntag schließlich gibt es ein Interview mit dem Autoren Vince Vawter zu lesen. Wir wünschen euch viel Spaß!


Der Königskinder Verlag

Der Königskinder Verlag ist spätestens seit dem Herbst letzten Jahres so ziemlich jedem Leser von tollen Jugendbüchern ein Begriff. Als Imprint des Carlsen Verlags veröffentlichte der Verlag bisher sieben Jugendbücher, unter anderem von namenhaften Autoren wie Andreas Steinhöfel, aber auch tolle Debüts wie beispielsweise das von Vince Vawter.

Im April werden die nächsten fünf Bücher des Verlags erscheinen. Es wird also dringend Zeit, sich dieses Imprint genauer anzusehen. Einen kleinen Eindruck gibt uns netterweise Frau Kopper, die Lektorin des Verlags:

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Liebe Frau Kopper, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein kleines Interview nehmen, um uns das neue Imprint des Carlsen Verlags etwas näher zu bringen!
Wie können wir uns den Königskinder Verlag denn vorstellen? Wie viele Personen arbeiten beispielsweise dort und wie kam es zu dem besonderen Namen?

Kerstin Kopper: Vielen Dank für das Interesse!
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde unter dem Dach des Carlsen Verlags dieses Imprint, sozusagen ein „Verlag im Verlag“ gegründet. Wir arbeiten in einem sehr kleinen Team: Die ganze Woche hier sind nur die Verlegerin, Barbara König (daher kommt übrigens auch der Verlagsname), und ich. Aber wir werden unterstützt von einer Herstellerin, einer Grafikerin und einer Assistentin.

Die Buchcover des aktuellen Verlagsprogramms sind alle einheitlich in schlichten und vor allem in wenigen Farben gehalten. Wer hat sich dieses Konzept überlegt? Wird es auch bei den weiteren Büchern, die im Königskinder Verlag erscheinen, so fortgeführt?

Kerstin Kopper: Barbara Königs Idee, dass unser erstes Programm schwarz-weiß-gold sein sollte, entstand bei einem der ersten Königskinder-Treffen überhaupt. Da saßen wir zu viert zusammen: die Grafikerin, die Herstellerin, die Verlegerin und ich. Es ging uns um einen geschlossenen Auftritt, alle Bücher sollen unter einer ästhetischen Klammer erscheinen. Die wird nicht immer gleich sein – im nächsten Programm zum Beispiel wird es sehr bunt! Und im übernächsten gibt es dann wieder eine neue Überraschung.

Und nun konkret zu dem Buch, um das es sich bei unseren Königskinder-Tagen vor allem dreht: Warum wollten Sie "Wörter auf Papier" auf jeden Fall im Königskinder Verlagsprogramm dabei haben?

Kerstin Kopper: Das Buch ist so ein typisches Königskinder-Buch, das auf vielen Ebenen funktioniert und die unterschiedlichsten Leser anspricht. Es ist ja stark autobiographisch (und historisch – es spielt in den 50-ern), was v.a. die älteren Leser interessieren dürfte. Jüngere Leser wird eher die spannende Geschichte von Victor selbst fesseln und die Frage, ob und wie er die Herausforderung meistert.
Darüber hinaus ist es natürlich auch literarisch überzeugend und hervorragend erzählt. Eine tolle Geschichte über einen bewundernswerten Jungen, der sich nicht unterkriegen lässt.

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Falls ihr nun hoffentlich neugierig auf dieses Buch geworden seid: Am Mittwoch werden Tine und ich euch das Buch "Wörter auf Papier" vorstellen. 

Freitag, 9. Januar 2015

Freitagsgedanken

Huhu!
Vielleicht wurde es schon bemerkt, ähäm... Zur Zeit ist auf dem Blog nicht allzu viel los. Das liegt an verschiedenen Dingen. Gestern hat der Joballtag wieder gestartet, sodass sich das Lesen jetzt wieder Richtung ´Wochenende` oder ´abends mal ne halbe Stunde` verschieben wird. Aber auch davor (und ich hatte immerhin über 2 Wochen frei) bin ich nicht so zum Lesen gekommen, wie eigentlich gedacht (und gehofft). 
Ich habe diverse Bücher angefangen, aber irgendwie noch keins davon beendet. Ich weiß auch nicht, wie ich das immer wieder schaffe. Irgendwie bin ich - im Gegensatz zu früher - offenbar nicht mehr diszipliniert genug, mich nur an eine Lektüre zu halten und bei einem einzigen Buch dranzubleiben, zumindest nicht mehr so oft. Manchmal gelingt mir das schon noch, dass mich ein Buch richtig fesseln kann und ich es dann nicht mehr aus der Hand lege. Aber oftmals neige ich eher dazu, parallel noch in ein oder zwei andere Bücher hineinzuschnuppern, und schwupps, hab ich drei angefangene Bücher bei mir liegen. Ich glaube, das liegt auch am Überangebot an Büchern, das ich zuhause habe. Ich habe einfach zu viele sehr viele Bücher und daher immer eine zu große Auswahl. Während ich mir dann ein Buch aus dem Regal herausfische, winkt mir schon das nächste zu und plötzlich fällt mir ein, dass ich Buch XY ja schon längst lesen wollte und dann ... Vielleicht sollte ich mir das zum Vorsatz für 2015 machen, dass ich mich häufiger nur noch auf ein Buch konzentrieren sollte. Aber ich glaube nicht, dass dieses Vorhaben sehr erfolgreich wird :o

Tja. Das letzte Buch, das mich so richtig an seine Seiten gefesselt hat, war "Delirium" von Lauren Oliver, das ich noch kurz vor Silvester direkt in einem Rutsch durchlesen musste. Glücklicherweise habe ich diese Reihe erst recht spät für mich entdeckt - alle 3 Teile sind bereits erschienen -, sodass ich jetzt direkt weiterlesen kann. Gestern kam "Pandemonium", also Teil 2, bei mir an - meine Wochenendlektüre ist damit gesichert. Bin schon sehr gespannt! :D


Dadurch, dass ich so viele angefangene Bücher bei mir liegen habe und keins davon fertig wird, gibt es auch wenig Rezensionen oder allgemeine Bucheindrücke - das nur zur Erklärung, warum hier eben so wenig los ist.

Nächste Woche wird das aber ganz anders aussehen. Tine von Lesemomente und ich machen ab Montag eine "Königskinder Verlags-Woche", in der wir euch u.a. den Verlag und die Lektorin etwas genauer vorstellen, ein ganz besonderes Buch präsentieren und die Woche mit einem sehr schönen Autoren-Interview abschließen werden. Ihr solltet auf jeden Fall bei uns vorbeischauen!! 

Habt ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 7. Januar 2015

Auch noch gelesen (Kurz & Knapp)

Unter anderem habe ich in letzter Zeit diese drei gelesen:

Tony Parsons "Dein finsteres Herz"
zur Inhaltsangabe
Mit "Dein finsteres Herz" hat Tony Parsons einen Krimi geschaffen, der mich gespannt an seinen Seiten hat kleben lassen. Viele interessante Wendungen und unerwartete Handlungsmomente machen das Buch zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Geschichte - genau richtig für graue verregnete oder verschneite Nachmittage zuhause. Dieses Buch ist ein Serienauftakt um den Ermittler Max Woolfe, der mir durchaus sympathisch war, zumindest am Anfang. Nach und nach konnte ich manche seiner Motive nicht mehr so ganz nachvollziehen und da kam er mir dann leider vor wie ein Ermittler unter vielen. Aber ich denke, es ist durchaus Potential da, um weitere Bücher mit Geschichten über ihn und seine Tochter zu füllen. "Dein finsteres Herz" ist in meinen Augen ein gelungener Kriminalroman zum Miträtseln, wer denn der Täter sein könnte. Das Ende ließ für mich leider ein paar Fragen offen. (4/5)


Tasmina Perry "Drei Tage Manhattan - Begleitung gesucht"

zur Inhaltsangabe
Auf dieses Buch bin ich vor allem wegen des Titels aufmerksam geworden. Ich hoffte auf eine schöne Schmökergeschichte im Jetzt mit Rückblenden in längst vergangene Zeiten. Und das bietet die Geschichte von Georgia und Amy auch - trotzdem muss ich sagen, dass ich hier ein wenig den Reiz vermisst habe. Die beiden machen sich auf den Weg nach Manhattan, und während ich nun beispielsweise erwartet hätte, dass der Großteil der folgenden Handlung nun definitiv auch in Manhattan spielen würde (immerhin heißt das Buch ja so), wurde ich hier schon sehr enttäuscht. Die paar Szenen, die dort spielen, sind so rar und unwichtig gesät, dass sie eigentlich ebenso gut auch weggelassen hätten werden können. Den meisten Raum nimmt Georgias Geschichte über ihr Leben in den 50er Jahren ein, und tatsächlich haben mir diese Beschreibungen ihrer Debütantinnenzeit sehr gefallen. Diese Zeit endet jedoch in einer Tragödie, die man, oder eher ich als Leserin, jedoch nur halbwegs interessiert verfolgt habe, zumal sie mir zu unglaubwürdig und abgehoben erschien. Auch die eigentliche Beziehung zwischen Amy und Georgia kam mir zu kühl und unpersönlich vor, als dass hier wirklich die Andeutung einer Freundschaft durchgeblitzt wäre. Gespickt mit einigen vorhersehbaren Szenen und Momenten, die man einfach schon weit vorher erahnen konnte, bietet "Drei Tage Manhattan" zwar ein paar nette Schmökerstunden, aber leider nur wenig historische Einblicke und eine Frauenfreundschaft, deren Funke bei mir nicht übergesprungen ist. (3/5)


Patricia Schröder "Blind Walk"
zur Inhaltsangabe
"Blind Walk" wollte ich gern lesen, weil ich gehofft hatte, es wäre eine Geschichte vergleichbar mit "Saeculum" von Ursula Poznanski - ein Buch, das mir sehr gefallen hatte und einfach rundum spannend war. Von der Inhaltsangabe weisen beide Bücher einige Parallelen auf, und so hoffte ich bei "Blind Walk" auf eine ähnlich gute Story. Anfangs ähneln sich beide Geschichten auch tatsächlich. Während "Saeculum" aber durchweg im Hier und Jetzt spielt, driftet die Erzählung in "Blind Walk" bald in merkwürdige Schienen ab. Die Hauptfigur Lida befindet sich plötzlich in einer Art Zwischenwelt; sie lebt nicht, ist aber auch nicht tot. Und ... ehrlich gesagt: so gut ich den Anfang des Buches fand, umso blöder fand ich dann diese Wendung. Nicht nur, dass mir das auf einmal wie eine Geistergeschichte ohne wirkliche Geister vorkam. Was mich vor allem gestört hat, war die Leichtigkeit und Unbekümmertheit, mit der Lida diesen Umstand aufnimmt. Getreu dem Motto "Ach wie, ich lebe nicht mehr? Naja, was soll´s, ich lasse die anderen trotzdem nicht alleine weiter durch den Wald laufen..." streift sie - von ihren Mitbegleitern ungesehen - durch die Wälder und versucht, einen Mörder (oder Mörder in spe) zu finden. Alles ist wichtiger als sie selbst - und das stimmt nicht mal, denn ihre Gruppenmitglieder sind von der Autorin von vorn bis hinten mit Klischees übersehen worden. Die dumme, nur auf Äußerlichkeiten achtende, arrogante Kuh in der Gruppe legt diesen Mantel die gesamte Geschichte nicht ab, ebenso wie der treu-doofe Obernerd, der in die Bärenfalle tappt, oder der ach-so-tolle Held, der gleich überhaupt keine eigene Persönlichkeit besitzt. Alles komisch hier. Mit jeder Seite, die ich umblätterte, wurde mir die Story hanebüchener und unechter. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür. Manche Jugendliche haben hier vielleicht noch ihren Spaß dran. (3/5) 

Freitag, 2. Januar 2015

Gelesen im Dezember 2014

Hallo! Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet. Der Vollständigkeit halber gibt es heute noch einen kurzen Rückblick auf den Lesemonat Dezember. Der war eigentlich nicht schlecht, ich hab durchweg Bücher gelesen, die ich ok oder sogar ziemlich gut fand. 


Gelesen im Dezember
Guillaume Musso "Vielleicht morgen" (4/5)
Ann Brashares "Wer weiß, was morgen mit uns ist" (3/5)
Sarah Morgan "Winterzauber wider Willen" (3/5)
Tony Parsons "Dein finsteres Herz" (4/5)
Wolfgang Herrndorf "Tschick" (4/5)
Tasmina Perry "Drei Tage Manhattan - Begleitung gesucht" (3/5)
Patricia Schröder "Blind Walk"(3/5)
Maggie Stiefvater "The Raven Boys" (5/5)
Lauren Oliver "Delirium" (5/5)


Highlight im Dezember
... das war dann wohl das letzte Buch, dass ich 2014 gelesen habe, nämlich "Delirium" von Lauren Oliver. Ich hatte nur mal kurz reinlesen wollen, und plötzlich war ich fast 200 Seiten weit im Buch drin. Tatsächlich konnte ich gar nicht mehr aufhören und habe das Buch fast komplett an einem Tag durchgelesen. (Und Teil 2 direkt bestellt.) Aber auch "The Raven Boys" hat mir gut gefallen, sodass ich da auch sehr neugierig auf die Fortsetzung(en) bin.

Enttäuschung im Dezember
... hatte ich eigentlich nicht so wirklich. Das ein oder andere Buch konnte mich nicht wirklich vom Hocker hauen, "Drei Tage Manhatten - Begleitung gesucht" beispielsweise, oder auch "Winterzauber wider Willen", aber deswegen fand ich sie nicht wirklich "schlecht". "Blind Walk" dagegen hat mich inhaltlich ziemlich enttäuscht. Da hatte ich mir viel mehr und vor allem ganz andere Wendungen in der Handlung gewünscht. Wahrscheinlich schreibe ich dazu demnächst zumindest noch eine Kurzmeinung auf dem Blog.

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Lesetechnisch geht es im Januar natürlich direkt weiter. Ich habe mir als allererstes Buch im neuen Jahr noch einmal "Die Tribute von Panem" herausgeholt, da möchte ich eigentlich gern die komplette Reihe nacheinander weg lesen. Ich erinnere mich nämlich an viele Details gar nicht mehr. Und danach? Hm, mal schauen :)

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