Freitag, 14. August 2015

Freitagsgedanken: Hitzeüberdruss und Zukunftsängste

Ach je. Zur Zeit ist hier auf dem Blog nicht wirklich viel los; tote Hose, um es mal so zu sagen. Nun hatte ich euch ja neulich schon erklärt, dass ich momentan viel beruflich machen und lesen muss, dass ich meine Dissertation ins Haus stehen habe, blablabla, dass ich deshalb wohl weniger zum Lesen kommen werde. Stimmt auch. Nur ist das nicht der einzige Grund für die wenigen Wortmeldungen zur Zeit.
Zum einen: Ich habe die Hitze sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo über, das muss ich jetzt hier einfach mal so sagen. Ich hasse die Tage, die schon morgens mit weit über 20° starten und von denen man dann schon weiß, dass es in wenigen Stunden um die 35° sein werden. Ich hasse die Nächte noch viel mehr, weil sie sich überhaupt nicht mehr abkühlen, weil absolut kein Windhauch geht, weil man selbst beim Versuch, alle Fenster aufzureißen, keinen Luftzug erzeugen kann. Ich schlafe schlecht und habe schlechte Laune wegen der Hitze. 

Zum anderen habe ich momentan wahnsinnig viel im Kopf, was auch dazu führt, dass ich nachts wach liege und einfach das Denken nicht abstellen kann. Ich habe in der nächsten Woche meinen letzten Arbeitstag an meiner jetzigen Arbeitsstelle. Das Beenden dieses Jobs ist eine Mischung aus "Ich kann nicht mehr" (weil keine unbefristeten Verträge bei Forschungsjobs in Sicht sind) und "Ich will nicht mehr", weil ich einfach mal was anderes machen will und andere Aufgaben brauche. Ich war hier über 3,5 Jahre. So sehr sich die Momente des Unzufriedenseins wegen verschiedenster Dinge (und auch Personen etc.) im Laufe dieser Zeit angehäuft haben, ist das natürlich dennoch eine beachtliche Zeit, in der ich auch viel schönes und erheiterndes hier erlebt habe. Ich habe wahnsinnig liebe und nette Kollegen, die ich sehr vermissen werde. Mir werden viele Dinge fehlen, die hier wie selbstverständlich zu meinem Alltag geworden sind. Und das nagt schon an mir. Das ist ein absolut komisches Gefühl, das ich - je näher ich dem letzten Arbeitstag komme - einfach nicht mehr abstellen oder ignorieren kann. Dass das nächste Woche plötzlich alles vorbei ist. Ich hasse Abschiede, wenn sie einem schwer fallen.

Zugleich stehen die nächsten Befürchtungen und Gedanken an, weil ich nicht weiß, was mich bei der anschließenden Tätigkeit erwarten wird. Ich habe bereits eine neue Stelle in Aussicht und bin natürlich schon gespannt drauf, wenn auch etwas am Hadern. Inhaltlich wird es für mich nämlich recht neu und anders werden, im Vergleich zu dem, was ich jetzt die letzten 4 Jahre gemacht habe. Und da startet schon das Grübeln: Ist das gut oder schlecht? Was, wenn es sich als schlecht herausstellt? Wenn ich merke, das ist nichts für mich? Was, wenn ich mit den Leuten da nicht klar komme? Nur so blöde Gedanken.
Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist, etwas Neues zu starten, aber es ist halt schon ein recht großer Schritt, der da in den nächsten Wochen auf mich wartet. Und daher bin ich gedanklich gerade irgendwie nicht so ganz da.

Das zeigt sich überdeutlich hier auf dem Blog, denn ich hab momentan so gar keine Lust, irgendwas zu schreiben oder Rezensionen zu verfassen. Teilweise fällt mir zu den Büchern, die ich lese, auch nichts wirkliches ein, was aufschreibenswert wäre. Oder mir sagen die Bücher nicht so recht zu und ich erwische mich beim Querlesen und Überschlagen der Seiten. Auch nicht so gut, schon gar nicht, wenn es ein Buch ist, das ich für einen Verlag lese.
Immerhin hab ich die "Lust aufs Lesen" wiedergefunden. In den letzten Wochen war mir ja gar nicht so recht nach Lesen und ich konnte mich auch immer nicht entscheiden, nach welchem Buch ich als Nächstes hätte greifen sollen. Das ist mittlerweile wieder besser, und die Bücher, die ich bisher im August gelesen habe, sind auch alle recht gut gewesen. 

So sieht´s also bei mir gerade aus. Ziemlich viel im Kopf, noch dazu ständig fix und fertig wegen der Wärme draußen und auch drinnen in den Räumen. Wenn´s so heiß ist, macht nicht mal Lesen Spaß...

7 Kommentare:

  1. Ich kann zu allem, was du zur Hitze schreibst, nur vollinhaltlich nicken. Ich hab es auch soooo unglaublich satt, bin die ganze Zeit total fertig, kann nicht richtig schlafen, usw. Mir macht derzeit auch noch nicht mal lesen Spaß - ich habe das Gefühl, dass ich eigentlich die ganze Zeit nur warte, bis der Tag rum ist und die Nacht und wieder ein Tag und irgendwann hoffentlich auch die Hitze. %-)

    Das mit der Arbeitsstelle kann ich sehr gut verstehen! Solche großen Veränderungen finde ich auch immer ziemlich beängstigend und ich kann mich dann auch kaum auf etwas anderes konzentrieren. Und Abschiednehmen ist natürlich schwer, wenn man so lange wo gearbeitet hat. Ich habe gerade eben erst einen meiner Teilzeitjobs gekündigt (wobei ich noch bis Ende September dort bin) und finde den Gedanken, dort aufzuhören, schon jetzt sehr seltsam, obwohl mich in letzter Zeit einiges sehr genervt hat.

    Beim Start in den neuen Job wünsche ich dir alles Gute!

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  2. Kann ich absolut nachvollziehen, aber ich denke, manchmal ist es besser sich nicht zu viele Gedanken vorher zu machen. Lass es auf dich zukommen und versuche es als Chance zu sehen. Das klingt jetzt schrecklich nüchtern, aber sich vorher selber so zu stressen ist auch nicht gut.

    Was die Wärme angeht, bin ich auch etwas genervt, weil ich nur am schwitzen bin. Für den Urlaub war es zwar schön, dass das Wetter so schön war, aber ein Regen zwischendurch müsste wirklich mal sein.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück für den neuen Job und bin überzeugt, dass du dich auch dort mit den Kollegen anfreunden wirst :)

    LG Diana

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  3. Hallo,

    ich wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deinem neuen Job. Ich stand auch schon vor so einer Situation und man weiss nie was man kriegt, aber man weiss eben was man hat. Ich denke, dass ist der schwerste Part, das Bekannte loszulassen und ins Unbekannte zu ziehen. Aber eigentlich haben wir Leseratten ja genug Buchhelden/innen, an denen wir uns ein Beispiel nehmen können, um mutig ins Unbekannte zu schreiten. ;-)
    Hitze ist auch nicht mein Ding. Lieber 300 Tage Regen, als 1 Tag über 25 Grad. xD
    Aber ist halt unterschiedlich.

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  4. Ich wünsche dir, dass sich deine Ängste als unbegründet herausstellen und du zufrieden mit deiner neuen Stelle bist! Veränderungen sind nie einfach (vor allem nicht, wenn man ein Gewohnheitsmensch ist), aber ohne sie kommt man eben nur schwer bis gar nicht voran. Ich denke, du kannst also nur dazugewinnen.
    Und irgendwann wird auch diese Veränderung zu deiner Gewohnheit...^^

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  5. Huhu :)

    Ich hoffe, dass du dich trotz deiner Zweifel (die ich absolut verstehen kann) auf deinen neuen Job freust. Ich finde es großartig, dass du dich traust, etwas Neues zu versuchen und in eine andere Richtung zu gehen, statt bei dem zu bleiben, was du kennst. Das ist schon irgendwie ein kleines Abenteuer. :) Selbst wenn sich herausstellt, dass es doch nichts für dich ist, du wirst den richtigen Weg für dich finden. Mein Papa sagt immer: Jede/r findet seine/ihre Nische. Und ich glaube ihm.

    Über die Hitze mag ich schon gar nicht mehr sprechen. Ich bin böse aufs Wetter. -.-*

    Viele liebe Grüße und ich drück dir ganz fest die Daumen für deine unmittelbare Zukunft,
    Elli

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  6. Ich drück die Daumen, dass der Abschied schön, aber nicht zu traurig wird und der neue Job Herausforderungen bietet, die du gut meistern kannst und die dir innere Zufriedenheit bringen.

    Und das Lesen und Bloggen muss in solchen Lebensabschnitten einfach mal warten, das kennen wir doch alle.

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  7. @ Euch alle: Vielen vielen Dank für eure lieben Worte und hoffnungsvollen Glückwünsche!! :)
    Ich versuche auch, das alles in erster Linie positiv zu sehen, aber so ein bisschen Wehmut kommt halt doch auf. Aber ich bin optimistisch und halte euch auf dem Laufenden...

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