Freitag, 31. Juli 2015

"Monday Club: Das erste Opfer" - Krystyna Kuhn

Oetinger Verlag, 2015
16,99 Euro

Handlung:
Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit! Die sechzehnjährige Faye Mason leidet seit früher Kindheit unter idiopathischer Insomnie, einer seltenen Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
Noch leicht angefressen von dem für mich absolut nicht zufriedenstellenden Ende der "Das Tal"-Reihe von Frau Kuhn habe ich mich dennoch voller Erwartungen und Neugier auf die neue Buchreihe der Autorin eingelassen. "Monday Club" heißt sie und es sollen wohl drei Teile erscheinen. Den ersten habe ich nun gelesen - und ich bin begeistert. Das Buch konnte mich tatsächlich aus einer kleinen Leseflaute herausholen, die mich einige Tage lang eingeholt hatte. Es verbindet nicht nur sehr interessante Ideen miteinander, die gefühlt nicht auch schon so oder in abgewandelter Form in anderen Büchern zu lesen waren; obendrein ist es auch noch richtig spannend geschrieben. Schon die ersten paar Seiten sind geheimnisvoll gehalten und deuten an, dass manche der handelnden Personen nicht ganz ehrlich, vor allem aber intrigant zu sein scheinen. Ich habe das Buch an einem Wochenende geradezu verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, was es mit Faye, Amy und dem besagten Monday Club auf sich hat. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme mit den zahlreichen Personennamen und Familienzugehörigkeiten, die kreuz und quer eingestreut werden, aber irgendwann legte sich das auch. 
Hauptfigur Faye finde ich beim Lesen etwas schwer einzuschätzen, weil sie in meinen Augen sehr wenig eigene Persönlichkeit zeigte und für mich so recht blass blieb. Sie lebt ihr Leben mit und durch ihre reichen und angesehenen Freunde, macht und lässt, was sie sagen und was vor allem in der gehobenen Gesellschaft gern gesehen ist, in denen nicht zuletzt die Mitglieder des Monday Clubs agieren. Sie lässt sich von von anderen lenken und tut, was von ihr erwartet wird - und wenn mal nicht, packt sie sofort das schlechte Gewissen. Erst als sich die merkwürdigen Vorkommnisse häufen und sich die Hinweise verdichten, dass ihre verstorbene Freundin Amy scheinbar nicht tot sein kann, fängt sie an zu hinterfragen. Nach und nach strampelt sie sich von den gesellschaftlichen Banden ein wenig frei und macht eher "ihr eigenes Ding" - was mir dann im Handlungsverlauf auch deutlich besser gefallen hat. Ich bin zuversichtlich und hoffnungsvoll, dass wir Faye in den Nachfolgebänden auch noch von anderen Seiten kennenlernen werden. Und dass es so geheimnisvoll und undurchschaubar weitergeht. Sehr gelungener Reihenauftakt!


1 Kommentare:

  1. Hmm, vielleicht gebe ich der Autorin doch auch nochmal eine Chance. Ich warte mal ab, wann mir das Buch das nächste Mal über denWeg läuft. :D

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