Montag, 13. Juli 2015

[Kurz gesagt] Von Inferno, komatösen Geistern und dem Central Park

"Inferno" - Dan Brown

Nachdem ich vom letzten Brown-Buch, "Das verlorene Symbol", herb enttäuscht war, hat mich "Inferno" umso mehr fesseln und begeistern können. Vielleicht lag es auch daran, dass hier wieder viel mehr Kunst und Kultur thematisiert werden, als es in dem Buch davor der Fall war. Hier geht es sowohl um Dante Alighieri und sein "Inferno" als auch um so viele malerischen Meisterwerke, Skulpturen und Gebäude - ich fand es toll, ich hab für sowas viel übrig. Ist genau meins. Langdon und Kumpanen reisen wieder quer durch Europa wie auf einer Schnitzeljagd und versuchen, Schlimmes - das Freisetzen eines Virus´ nämlich - zu verhindern. Dass Robert Langdon dabei einmal mehr zum Held der Nationen wird, versteht sich von selbst, aber hey - das gehört bei den Büchern ja auch irgendwie dazu. Ich hab wieder eine Menge gelernt und Informationen angehäuft beim Lesen, das mag ich bei den Büchern von Dan Brown auch sehr. Man ist danach immer viel schlauer. Ich bedauere allerdings ein wenig, nicht die illustrierte Ausgabe des Buches gehabt zu haben. Bei den Unmengen von Kunstwerken und Gebäuden, die hier beschrieben werden, ist die illustrierte Version um einiges vorteilhafter. (5/5)


"Solange du da bist" - Marc Levy

Ich kannte die Verfilmung von "Solange du da bist", bevor ich erst vor Kurzem das Buch gelesen habe. Wahrscheinlich war das mein Fehler, aber ändern konnte ich es ja nun nicht mehr. Denn beim Lesen habe ich permanent unweigerlich Vergleiche zum Film gezogen, hatte immer wieder Gedanken im Kopf wie "Das war im Film aber ganz anders." Abgesehen davon bin ich fast froh, zuerst den Film gekannt zu haben, denn wenn ich zuerst das Buch gelesen hätte, hätte ich auf die Story wohl nicht mehr viel Lust gehabt. Das Buch ist mir viel zu pseudo-philosophisch und rechthaberisch. Eine Weisheit hängt sich an die nächste und als Leser kommt man sich irgendwann dumm vor, weil man solche hochtrabenden Gedanken über Mut, Aufopferungsbereitschaft, Liebe und Hoffnung selbst noch nicht hatte. Ich habe mich beim Lesen über Arthur, der sich so selbstlos und edelmütig um die im Koma liegende Lauren kümmert, wirklich gegängelt gefühlt - und das mag ich einfach nicht, ich gebe es zu. Sowohl vom Handlungsablauf, den Darstellern und der Art der Präsentation hat mir der Film wirklich viel besser gefallen als das Buch. (3/5)


"Nacht im Central Park" - Guillaume Musso
Puuuuh, was für eine Enttäuschung! Eigentlich mag ich die Bücher von Guillaume Musso, ich glaube, dieses hier war das vierte, das ich gelesen habe. Und es war das schlechteste, das muss ich leider so sagen. Die Idee fand ich noch ganz interessant: Eines Morgens erwachen Alice und Gabriel mit Handschellen aneinander gekettet auf einer Bank im Central Park in New York. Beide wissen nicht warum, versuchen fortan aber alles, um diesem Rätsel auf die Spur zu kommen. Und das fing auch noch ganz nett an. Die beiden verfolgen verschiedene Hinweise, machen sich auf den Weg, werden von Kollegen unterstützt. Nach und nach wird in der Handlung aber alles zunehmend konstruiert und schlicht und einfach unglaubwürdig. Der Höhepunkt an Unglaubwürdigkeit ist dann am Ende bei der Auflösung erreicht. So etwas Blödes, Hanebüchenes und an den Haaren Herbeigezogenes habe ich lange nicht mehr gelesen! Leider kann und will ich an dieser Stelle hier nicht spoilern, sonst würde ich meinem Frust und meinem Unverständnis angesichts dieser konstruierten Story und des groben fachlichen Fehlers, den Herr Musso am Ende einbaut, freien Lauf lassen. Das war nichts! (2/5)

1 Kommentare:

  1. Na, da war ja von Top über Mittelmaß bis Flop alles dabei! Ich habe von Dan Brown nur den Da Vinci Code und Illuminati gelesen und fand die Bücher zwar sehr spannend, aber trotzdem ist Brown nicht so recht mein Fall.

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