Donnerstag, 9. Juli 2015

"Finding Audrey" - Sophie Kinsella

Penguin Randomhouse UK, 2015
£ 12,99



Handlung:

Audrey can't leave the house. She can't even take off her dark glasses inside the house.

Then her brother's friend Linus stumbles into her life. With his friendly, orange-slice smile and his funny notes, he starts to entice Audrey out again - well, Starbucks is a start. And with Linus at her side, Audrey feels like she can do the things she'd thought were too scary. Suddenly, finding her way back to the real world seems achievable.



Meine Meinung:
Audrey hat nach einigen unschönen Erfahrungen in ihrer Schule mit einer Angststörung zu kämpfen. Die geht so weit, dass sie nicht mehr aus dem Haus gehen kann, niemandem mehr in die Augen sehen geschweige denn mit jemandem reden kann und selbst zuhause nur mit dunkler Sonnenbrille herumläuft. 
Eigentlich geht es im Buch aber gar nicht so sehr nur um Audrey. Sie ist eigentlich nur der Aufhänger. Vielmehr lebt die Geschichte von der völlig schrulligen und eigenwilligen Familie. Mutter Turner, die stets nur das beste für ihre Kinder will und dabei regelmäßig übers Ziel hinausschießt. Audreys Vater, der im Prinzip gar nichts zu sagen hat in seinem eigenen Haus, daran aber auch kein Interesse zu haben scheint. Und insbesondere Audreys Bruder Frank, mit einem Hang zu Computerspielen, der Audrey gegenüber so liebenswert und hilfsbereit ist, wie man es selten von Geschwistern zu kennen glaubt. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt in der Familie Turner, die bei allen kleinen und großen Problemen zusammenhält und sich nach Kräften unterstützt.
Trotz des ernsten Grundthemas, nämlich Audreys erkrankungsbedingter Rückzug aus dem Leben außerhalb ihrer Familie, verliert das Buch eigentlich nie seinen humorvollen Grundton, übertreibt es dabei aber auch nicht. Die Konsequenzen, die eine Angststörung mit sich bringen kann, kommen nicht zu kurz; dafür schafft es Audrey nämlich sehr gut, ihre Zwickmühlen darzulegen, und zu beschreiben, was ihr Problem ist, wenn sie mit anderen Kontakt aufnehmen soll, so, wie ihre Psychotherapeutin es vorschlägt. Oder wenn es darum geht, Linus, dem Freund ihres Bruders, mal nicht aus dem Weg zu gehen. Die Beziehungsentwicklung zwischen Linus und Audrey hat mir sehr gut gefallen, obwohl sie - realistisch gesehen - vielleicht insgesamt zu schnell abläuft. Aber die Art ihrer Kontaktaufnahme (nämlich per Zettelchen) war wirklich niedlich. Ähnlich schnell wie die Freundschaft zu Linus entwickelt sich auch Audreys Krankheitsverarbeitung, was vielleicht ein bisschen zu gut gemeint ist von Sophie Kinsella. Leider läuft es nicht bei jedem so optimal ab wie bei Audrey, das sollte man meiner Meinung nach nicht vergessen.
Insgesamt gesehen jedoch hat mir "Finding Audrey" ausgesprochen gut gefallen. Eine schöne, überzeugende und oftmals amüsante Story um eine sehr sympathische Familie, die mit dem täglichen (und nicht ganz so alltäglichen) Wahnsinn zu kämpfen hat.


Ein herzliches Dankeschön an Penguin Randomhouse und Blogg dein Buch!

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