Montag, 29. Juni 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hach Gott, schon wieder Montag, ist das nicht schrecklich? Ich weiß gar nicht, wann ich diese Abneigung gegen diesen Tag entwickelt habe. In der Schulzeit mochte ich immer Dienstage nicht, weil ich jedes Schuljahr dienstags jene Fächer hatte, die ich überhaupt nicht leiden konnte. Und das ging im Studium so weiter - da waren dann die Dienstage die längsten Tage mit den anstrengendsten Seminaren und den langweiligsten Vorlesungen. Naja, nicht umsonst heißt der Dienstag ja "Dienst"-ag... :)
Aber genug von Wochentagen. Eigentlich wollte ich euch gestern schon meine neuen Bücher zeigen, aber irgendwie habe ich den ganzen Tag nur schlafend, irgendwo rumgammelnd oder lesend verbracht, sodass ich das auf heute verschoben habe. 




Bei den ersten drei handelt es sich um Rezensionsexemplare, die zwei unteren habe ich mir aus Belohnungsgründen selbst gekauft. (Man muss sich ja bei Laune halten.)

"Das gläserne Meer" von Josh Weil gab es vom DuMont Verlag, worüber ich mich total freue. Ich weiß noch nicht, was mich bei dieser Geschichte erwartet; den Aspekt mit den "russischen Märchen" finde ich sehr interessant. Das Buch erscheint auch erst Ende August, so habe ich also erstmal noch genügend Zeit, mich überraschen zu lassen.

Darum geht´s:
Die Zwillinge Jarik und Dima sind von Geburt an unzertrennlich. Nach dem Tod des Vaters wachsen sie auf dem Bauernhof ihres Onkels auf, die Tage verbringen sie in den Kornfeldern und die Nächte im Bann der mythischen Geschichten aus dem russischen Sagenschatz. Jahre später arbeiten die Brüder Seite an Seite in der Oranzeria, dem gigantischen Gewächshaus, das sich hektarweit in alle Richtungen erstreckt. Dieses gläserne Meer wird von im Weltall schwebenden Spiegeln beleuchtet, die das Sonnenlicht rund um die Uhr auf die Erde werfen ein künstlich geschaffener ewiger Tag, der die Produktivität der Region verdoppeln soll. Bald ist die Arbeit das Einzige, was sie verbindet: den robusten Jarik, verheiratet und Vater zweier Kinder, und Dima, den Träumer, der allein bei der Mutter lebt. Doch eine Begegnung mit dem Besitzer der Oranzeria verändert alles: Während Dima sich ambitionslos dahintreiben lässt, wird Jarik immer weiter befördert, bis sie schließlich zu Aushängeschildern gegensätzlicher Ideologien werden. Das gläserne Meer ist ein großer Roman über den Preis unserer Träume und Ideale, hochpoetisch und angefüllt mit der Magie russischer Märchen.

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Dann "Herr Parkinson", ein spezielles Buch, das ich irgendwie aus beruflichen Gründen lesen wollte. Ich arbeite (im Sinne von: das ist mein Job) an wissenschaftlichen Studien mit Parkinsonpatienten und habe im Laufe der Zeit dadurch natürlich ganz verschiedene Ausprägungen dieser Krankheit erlebt. Die Leute erzählen mir auch jede Menge, wie es ihnen geht, was noch gut funktioniert im Alltag und was nicht mehr. "Herr Parkinson" ist nun ein solcher sehr persönlicher Bericht eines an Parkinson Erkrankten und ich wollte einfach wissen, wie er es hier dargestellt hat.

Darum geht´s:
Wie lebt man mit einer Krankheit, die selbst die alltäglichsten Dinge sabotiert? Wie leben die anderen damit? Was bedeutet Krankheit überhaupt? Mit dem unbestechlichen Blick des Schriftstellers erzählt Richard Wagner von seiner Parkinson-Erkrankung. Zunächst ganz zurückhaltend wird dieser gelassene und unberechenbare Herr Parkinson über die Jahre zum schicksalhaften Gegenüber des Autors und erlangt immer mehr Macht über dessen Leben. 

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Als drittes gab es ein Kinderbuch, "Maggie und die Stadt der Diebe", an dem aber hoffentlich auch noch ältere Leser ihren Spaß haben werden. Ich habe gelesen, es erinnere ein wenig an die Bücher von Cornelia Funke und J.K. Rowling - und da bin ich natürlich Feuer und Flamme.

Darum geht´s:
New York, 1870. Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt.



Schon lange ins Auge gefasst und letzte Woche dann endlich zugeschlagen: "Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen" von Petra Hülsmann. Ihr vorheriges Buch fand ich klasse, daher hoffe ich hier auf ähnlich charmant-gemütliche Story.

Darum geht´s:
Na, das kann ja heiter werden! Als Karo ihre neue Stelle bei einem großen Hamburger Fußballverein antritt, muss sie feststellen, dass sie nicht wie geplant im gehobenen Management anfangen wird, sondern sich ausschließlich um den Spitzenspieler des Vereins kümmern soll - als Chauffeurin und Anstandsdame. Denn Patrick ist zwar ein Riesentalent, steckt seine Energie aber momentan lieber ins ausschweifende Nachtleben als ins Training. Von der ersten Begegnung an ist klar, dass Patrick und Karo sich nicht ausstehen können. Doch irgendwann riskieren die beiden einen zweiten Blick - und das Gefühlschaos geht erst richtig los.

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Vor einigen Tagen habe ich die Leseprobe von "Makarionissi" von Vea Kaiser auf dem Kindle gelesen und fand es ganz toll. Am liebsten hätte ich direkt weitergelesen und hatte schon überlegt, ob ich es mir direkt als ebook herunterlade. Aber bei ebooks bin ich - ich gebe es zu - übertrieben knauserig. Als ich gesehen habe, dass ich für das ebook 17,99 Euro bezahlen würde und für das Hardcover 19,99 Euro, bin ich von der ebook-Idee doch schnell wieder abgewichen. Für 2 Euro mehr kaufe ich mir wirklich lieber das gedruckte Buch, das ich anfassen, durchblättern und dann ins Regal stellen kann. Und das habe ich dann letzte Woche auch getan. 

Darum geht´s:
Mit hinreißender Tragikomik und großer Fabulierkunst entfaltet Vea Kaiser die turbulente Geschichte einer griechischen Familie über vier Generationen, die ihre Spuren an vielen Orten hinterlässt: In einer niedersächsischen Kleinstadt wird die Erotik der deutschen Sprache entdeckt. In der österreichischen Provinz sehnt sich ein skurriler Schlagerstar nach der Frau, die er vor vierzig Jahren verlor. In einer Schweizer Weltstadt macht ein liebeskranker Koch dank pürierter Insekten Karriere. Und auf einer Insel namens Makarionissi sucht ein arbeitsloser Gewerkschaftsführer verzweifelt seinen Ehering, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Furios, witzig und liebevoll: ein Roman über die Schönheit des Lebens als Postkartenmotiv, über Sehnsucht und Neuanfänge. Und über die große Liebe, die man mehrmals trifft.

2 Kommentare:

  1. Liebe Caroline,

    wieder einmal eine sehr schöne Auswahl an Neuzugängen. Mit dem russischen Märchen habe ich mich in den Vorschauen auch schon beschäftigt, bin mir aber doch etwas unsicher. Prinzipiell mag ich Märchen ja gern ...
    Herr Parkinson klingt auch sehr interessant. Ich warte mal deine Rezi ab und werde es dann gegebenenfalls meiner Mama besorgen, die in der Altenarbeit tätig ist und häufig mit Parkinson Patienten zu tun hat.
    Maggie klingt richtig toll. Das habe ich auch schon auf meiner WuLi. Manchmal tut es sooo gut ein Kinderbuch zu lesen :)
    Von Vea Kaiser bin ich ja schon begeistert seit ich ihr Debüt gelesen habe. Ich finde es so faszinierend mit welcher Komplexität sie einzelne Erzählstränge verfassen und dann zu einem großen und ganzen verknüpfen kann. Ich habe mir das Buch direkt nach erscheinen besorgt und freue mich schon sehr drauf, lese nun aber doch auch erst noch andere Romane. Du kennst das ja ;)

    Viele liebe Grüße
    Nani

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