Donnerstag, 12. März 2015

"Darkmouth - Der Legendenjäger" - Shane Hegarty

Oetinger Verlag, 2015
16,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem Ortsnamen im Titel


Handlung:
Minotauren, Monster, Höllenhunde: Willkommen in Darkmouth! Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden "Legendenjägers" von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur "Verseuchten Seite" zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.


Meine Meinung:
Finn lebt in Darkmouth, einem von Monstern rege besuchten Städtchen, und hat dummerweise eine ziemliche wichtige Vorbestimmung: Als Sohn in einer Generation von Legendenjägern ist es sein Schicksal, ebenfalls diesen Job zu übernehmen. Seine Aufgabe soll es bald sein, die Monster und Legenden einzufangen und ins Jenseits zu befördern, die immer wieder mal in Darkmouth aus dem Nichts auftauchen. Eigentlich will Finn aber gar kein Legendenjäger sein, sondern lieber Tierarzt werden, und hadert deswegen sehr mit dieser Verantwortung. Als nicht nur eine neue Mitschülerin, sondern auch sehr viel mehr Monster als gewöhnlich auftauchen, sind seine Jägerfähigkeiten gefragt...
"Darkmouth - Der Legendenjäger" ist der Auftakt einer neuen Kinder-/Jugendbuchreihe und ich bin mir absolut sicher, dass diese Buchreihe einschlagen, dass sie ordentlich Erfolg finden wird. Denn "Darkmouth" zu lesen hat mir einfach richtig Spaß gemacht. Das lag vor allem an den vielen kleinen und großen Ideen, die Autor Shane Hegarty mit einer Leichtigkeit und spielerischen Fantasie verknüpft und in dieser Abenteuergeschichte verarbeitet. Ob es sich um solch kleine Details wie extra Kampfanzüge und den bebilderten Legendenjägerstammbaum im Hausflur handelt, den eher unspektakulären Job von Finns Mutter (Zahnärztin), der ihm im Laufe der Geschichte aber noch das Leben retten wird, oder das Verfahren zum Einfangen und Verwahren der Monster - der Ideenreichtum des Autoren kommt der Geschichte mehrfach zugute. 
Das Buch ist durchgängig spannend gehalten, weil einfach immer wieder etwas passiert; trotzdem wird es nicht irgendwann zuviel oder zu überladen, wie es bei sehr inhaltsreichen Geschichten ja schon mal passieren kann. An manch einer Stelle habe ich mich ein wenig an die Atmosphäre der Harry Potter Bücher erinnert gefühlt, woran sicher auch Emmie Anteil trägt, die durch ihre neugierige und besserwisserische Art manchmal an Hermine erinnerte. Diese Parallelen haben mich aber überhaupt nicht gestört, weil sie nicht aufdringlich sind und "Darkmouth" letztlich doch eine ganz für sich allein stehende, spannende, liebevoll ausgedachte Geschichte ist, die viel Potential für mehr mit sich bringt. Und auf dieses "Mehr" freue ich mich schon, denn dieses erste Buch ist nur der Beginn einer 6-teiligen Reihe über den jungen Helden Finn.  


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