Mittwoch, 7. Januar 2015

Auch noch gelesen (Kurz & Knapp)

Unter anderem habe ich in letzter Zeit diese drei gelesen:

Tony Parsons "Dein finsteres Herz"
zur Inhaltsangabe
Mit "Dein finsteres Herz" hat Tony Parsons einen Krimi geschaffen, der mich gespannt an seinen Seiten hat kleben lassen. Viele interessante Wendungen und unerwartete Handlungsmomente machen das Buch zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Geschichte - genau richtig für graue verregnete oder verschneite Nachmittage zuhause. Dieses Buch ist ein Serienauftakt um den Ermittler Max Woolfe, der mir durchaus sympathisch war, zumindest am Anfang. Nach und nach konnte ich manche seiner Motive nicht mehr so ganz nachvollziehen und da kam er mir dann leider vor wie ein Ermittler unter vielen. Aber ich denke, es ist durchaus Potential da, um weitere Bücher mit Geschichten über ihn und seine Tochter zu füllen. "Dein finsteres Herz" ist in meinen Augen ein gelungener Kriminalroman zum Miträtseln, wer denn der Täter sein könnte. Das Ende ließ für mich leider ein paar Fragen offen. (4/5)


Tasmina Perry "Drei Tage Manhattan - Begleitung gesucht"

zur Inhaltsangabe
Auf dieses Buch bin ich vor allem wegen des Titels aufmerksam geworden. Ich hoffte auf eine schöne Schmökergeschichte im Jetzt mit Rückblenden in längst vergangene Zeiten. Und das bietet die Geschichte von Georgia und Amy auch - trotzdem muss ich sagen, dass ich hier ein wenig den Reiz vermisst habe. Die beiden machen sich auf den Weg nach Manhattan, und während ich nun beispielsweise erwartet hätte, dass der Großteil der folgenden Handlung nun definitiv auch in Manhattan spielen würde (immerhin heißt das Buch ja so), wurde ich hier schon sehr enttäuscht. Die paar Szenen, die dort spielen, sind so rar und unwichtig gesät, dass sie eigentlich ebenso gut auch weggelassen hätten werden können. Den meisten Raum nimmt Georgias Geschichte über ihr Leben in den 50er Jahren ein, und tatsächlich haben mir diese Beschreibungen ihrer Debütantinnenzeit sehr gefallen. Diese Zeit endet jedoch in einer Tragödie, die man, oder eher ich als Leserin, jedoch nur halbwegs interessiert verfolgt habe, zumal sie mir zu unglaubwürdig und abgehoben erschien. Auch die eigentliche Beziehung zwischen Amy und Georgia kam mir zu kühl und unpersönlich vor, als dass hier wirklich die Andeutung einer Freundschaft durchgeblitzt wäre. Gespickt mit einigen vorhersehbaren Szenen und Momenten, die man einfach schon weit vorher erahnen konnte, bietet "Drei Tage Manhattan" zwar ein paar nette Schmökerstunden, aber leider nur wenig historische Einblicke und eine Frauenfreundschaft, deren Funke bei mir nicht übergesprungen ist. (3/5)


Patricia Schröder "Blind Walk"
zur Inhaltsangabe
"Blind Walk" wollte ich gern lesen, weil ich gehofft hatte, es wäre eine Geschichte vergleichbar mit "Saeculum" von Ursula Poznanski - ein Buch, das mir sehr gefallen hatte und einfach rundum spannend war. Von der Inhaltsangabe weisen beide Bücher einige Parallelen auf, und so hoffte ich bei "Blind Walk" auf eine ähnlich gute Story. Anfangs ähneln sich beide Geschichten auch tatsächlich. Während "Saeculum" aber durchweg im Hier und Jetzt spielt, driftet die Erzählung in "Blind Walk" bald in merkwürdige Schienen ab. Die Hauptfigur Lida befindet sich plötzlich in einer Art Zwischenwelt; sie lebt nicht, ist aber auch nicht tot. Und ... ehrlich gesagt: so gut ich den Anfang des Buches fand, umso blöder fand ich dann diese Wendung. Nicht nur, dass mir das auf einmal wie eine Geistergeschichte ohne wirkliche Geister vorkam. Was mich vor allem gestört hat, war die Leichtigkeit und Unbekümmertheit, mit der Lida diesen Umstand aufnimmt. Getreu dem Motto "Ach wie, ich lebe nicht mehr? Naja, was soll´s, ich lasse die anderen trotzdem nicht alleine weiter durch den Wald laufen..." streift sie - von ihren Mitbegleitern ungesehen - durch die Wälder und versucht, einen Mörder (oder Mörder in spe) zu finden. Alles ist wichtiger als sie selbst - und das stimmt nicht mal, denn ihre Gruppenmitglieder sind von der Autorin von vorn bis hinten mit Klischees übersehen worden. Die dumme, nur auf Äußerlichkeiten achtende, arrogante Kuh in der Gruppe legt diesen Mantel die gesamte Geschichte nicht ab, ebenso wie der treu-doofe Obernerd, der in die Bärenfalle tappt, oder der ach-so-tolle Held, der gleich überhaupt keine eigene Persönlichkeit besitzt. Alles komisch hier. Mit jeder Seite, die ich umblätterte, wurde mir die Story hanebüchener und unechter. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür. Manche Jugendliche haben hier vielleicht noch ihren Spaß dran. (3/5) 

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