Mittwoch, 30. Dezember 2015

[Gewinnspiel] Zum Bloggeburtstag gibt´s was zu gewinnen...

Hallo ihr Lieben!
Seid ihr schon in Feierlaune und habt ihr euch mit diversen Knaller- und Böller-Zeugs für morgen und übermorgen eingedeckt? Nein? Na dann geht es euch wie mir. Ich schaue Silvester zwar gern in den Himmel und sehe mir die bunten Raketen und alles an, aber selbst gehöre ich nun mal eher zu den ruhigen Leuten, die auch Silvester nicht viel von sich hören lassen. 
Trotzdem gibt es was zu feiern, schon heute, und dann geht´s direkt in morgen über :D
Heute vor 5 Jahren ist "i am bookish" entstanden, somit ist heute Bloggeburtstag



Eigentlich nicht zu fassen, 5 Jahre, das klingt nach so einer langen Zeit. Aber so lange kommt mir das gar nicht vor. An die Anfangszeit kann ich mich noch sehr gut erinnern, an manches mittendrin jedoch nicht mehr wirklich. Wenn ich mich mal so durch meine ganzen Blogseiten klicke und meinen Rezensionsindex anschaue, wird mir klar, WAS ich hier alles schon gemacht und geschrieben und gedacht habe. Und vor allem gelesen habe in den letzten 5 Jahren. Trotzdem tut es mir nicht leid, denn diese ganze Leserei- und Bloggerei-Sache ist mittlerweile zu einem festen Teil geworden, der irgendwie in meinem Leben dazugehört. Zumindest noch.
Denn ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte noch nie überlegt, mit dem Blog aufzuhören. Gerade in letzter Zeit häufen sich diese Gedanken, muss ich gestehen. Zum einen merke ich, wie sehr mir die Zeit fehlt, mich so richtig reinzuhängen, viel Zeit für Beiträge und Rezensionen aufzubringen und mich so ausschweifend über Bücher auszulassen, wie ich das manchmal gern machen würde. Aber ich arbeite nun mal Vollzeit, habe nun noch nebenbei eine Weiterbildung laufen für die nächsten (mindestens) 3 Jahre und eine Dissertation befindet sich auch noch in der Warteschleife. Da kommen die Bücher - und vor allem das Bloggen - einfach zu kurz seit einigen Monaten. Zudem... naja, ich wusste von Anfang an, dass "i am bookish" nur ein kleiner Blog mit einer kleinen gemütlichen Zahl an Besuchern und Vorbeischauern sein würde. Und das hat mich überhaupt nicht gestört; eigentlich wollte ich es auch genau so haben. "i am bookish" war nie ein Blog mit zig Hunderten von Followern, so weit ist es nie gekommen, und das finde ich auch gut. (Ehrlich, für so einen "Vollzeit-Blog", der ja auch unterhalten werden muss, hab ich einfach keine Zeit und Nerven...) Dennoch freue ich mich natürlich über jeden Einzelnen, der eben doch mal hier auf der Seite landet und sich meldet, einen Kommentar da lässt, vielleicht auch häufiger vorbeischaut. Wirklich: Wenn es euch nicht gäbe, jetzt schon seit 5 Jahren, dann hätte ich vielleicht schon viel früher wieder aufgehört. Denn so ein Blog lebt ja vom Austausch. Ansonsten könnte ich auch hier zuhause meiner Wand was über Bücher erzählen. 
Nur, wenn es dann eben doch mal Momente gibt, in denen man sich mehr Resonanz und Reaktionen wünscht, vielleicht für einen Beitrag, für den man eine Menge Zeit und Ideen investiert hat - und niemand kommentiert beispielsweise -, dann ärgert sowas halt schon. Und dann sind das auch Momente, in denen ich mich wirklich frage, wofür mache ich das hier eigentlich? Lohnt sich das noch?

Momentan lohnt es sich für mich schon noch, deswegen ist ein Ende der Bloggerei vorerst auch nicht in Sicht. Ich freue mich weiterhin, wenn ihr hier vorbeischaut und mal hier und da eure Meinung dalasst. 
Um euch Danke für die letzten 5 Jahre zu sagen, verlose ich heute ein bisschen was. (Denn ihr sollt ja schließlich auch was davon haben...) Um genau zu sein, gibt es heute gleich 3 Bücher-Päckchen zu gewinnen, die jeweils 3 Bücher enthalten. Bei allen Büchern handelt es sich um Rezensionsexemplare/ Leseexemplare, die auch entsprechend gekennzeichnet sind (beispielsweise durch einen Stempel, eine eingedruckte erste Seite mit Hinweis oder durch einen handschriftlichen Hinweis). Alle Bücher wurden ein einziges Mal von mir gelesen und sind in einem super Zustand, eigentlich sehen fast alle wie neu gekauft aus. Keine Knicke, keine Eselsohren, keine Kratzer oder Risse - ich passe wirklich verdammt gut auf auf die Bücher, die ich so lese. (Einzig bei "Everflame" möchte ich auf zwei, drei kleine dunkle Striche am Bücherrand hinweisen, die aber schon vorhanden waren, als ich das Buch bekommen habe. Sind wahrscheinlich Lagerspuren, stören aber überhaupt nicht!) Alle Bücher also in top Zustand. Rezensionsexemplare sind bekanntermaßen ja unverkäuflich; ich gehe also davon aus, dass die Gewinner die Bücher ausschließlich für sich selbst behalten und nicht versuchen, sie weiter zu verkaufen. 

Ihr könnt euch für eins der drei Päckchen entscheiden: Jugendbücher, Romane oder Krimi/Thriller. Bitte schreibt mir bis zum 6.1.2016, 18:00 Uhr, einen Kommentar unter diesen Post oder eine Email an i-am-bookish(ät)web.de und nennt mir, welches Paket ihr gern gewinnen möchtet. Gebt bitte außerdem eine Email-Adresse an, unter der ich euch erreichen kann. Ausgelost wird am 6.1.16. Bitte beachtet, dass ihr 18 sein solltet, oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern vorliegen sollte. Außerdem habt bitte Verständnis, dass ich nur nach Deutschland versende, die Portokosten ins Ausland sind sonst einfach zu hoch.

Soweit dazu. Hier die 3 Päckchen im Überblick:

- Paket "Jugendbücher" - 


... enthält "Paladin Project" von Mark Frost, "Everflame - Feuerprobe" von Josephine Angelini sowie "Love letters to the dead" von Ava Dellaira

- Paket "Romane" - 


... enthält "Ein Diktator zum Dessert" von Franz-Olivier Giesbert, "Bäume reisen nachts" von Aude Le Corff und "Der Fremde im Palazzo d`Oro" von Paul Theroux

- Paket "Krimi/Thriller" -


... enthält "Spademan" von Adam Sternbergh, "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" von Marie Pellissier und "Bittere Sünde" von Liselotte Roll

~~~

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche und einen guten Start ins neue (Lese-) Jahr!! Wir lesen uns 2016 wieder :)

Montag, 28. Dezember 2015

(Buch)- Geplauder zum Wochenbeginn #4

Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest, wart mal so richtig faul, habt es euch gut gehen lassen und habt wunderbare Momente gehabt. (Buchige) Geschenke, tolles Essen und das ganze Familiengedöns gab´s bestimmt noch obendrauf. Bei mir zumindest ist Weihnachten wirklich ein Familienfest; man hängt irgendwie die ganze Zeit gemeinsam herum und vertrödelt die Zeit. Aber genau so muss es ja auch sein!
Wir haben fleißig die Gesellschaftsspiele rauf und runter gespielt, sodass mein eigentlicher Plan (Doktorarbeit schrittchenweise angehen, viel lesen, was für den Blog vorbereiten *hust hust*) irgendwie für die Katz war. Stört mich aber nicht weiter, ich hab dafür mit schöner Regelmäßigkeit bei "Café International" gewonnen. (Kennt jemand das Spiel, ich mag das total gern... :D)

Heute habe ich mich dann aber doch mal wieder etwas anderem zugewendet. Eigentlich wollte ich - wie gesagt - Fachliteratur wälzen und an einem Fachartikel arbeiten, den ich eigentlich noch publizieren will (und muss). Stattdessen ließ sich dann der Gedanke nicht aus meinem Kopf vertreiben, dass ich 2016 gern Hörbüchern eine Chance geben möchte (bisher hab ich mit Hörbüchern ja eher gar nichts am Hut). Und so musste unbedingt gleich heute sofort ratzfatz am liebsten in Sekundenschnelle herausgefunden werden, wie ich ein Hörbuch auf meinen iPod bekomme. 
Jaja, eigentlich sollte man denken, das wäre nicht schwer. Mein Bruder steht aus diversen Gründen mit Apple auf Kriegsfuß, aber ich bin schon immer ein Freund des iPods. Ich bin absolut überzeugt von der Qualität, von der Verarbeitung, vom Klang und von der an sich simplen Methode, CDs und mp3s über iTunes zu laden. Ich sage bewusst "an sich simpel", denn irgendwie trifft das auf Hörbücher anscheinend nicht so zu, habe ich das Gefühl. Zumindest habe ich selbst jetzt, nach gut 3 Stunden, die ich bei iTunes verbracht habe, die beiden gewünschten Hörbücher NICHT SO auf dem iPod, wie ich das wollte. Ich bin entweder zu blöd oder es ist wirklich nicht so ohne Weiteres hinzukriegen, dass man all die einzelnen Dateien auf einer Hörbuch-CD (und da sind ja immer einige drauf) schön kompakt in einem Ordner zusammenfassen kann. Stattdessen habe ich zwar endlich die Dateien auf dem iPod, auch unter dem Hauptordner "Hörbücher", auch in dem Hörbuch-Dateiformat - aber leider in zig einzelnen Dateien, und nicht in nur einem Ordner. 6 CDs mit jeweils 12 Dateien habe ich also nicht in einem Ordner, sondern alle einzeln untereinander aufgeführt. Das nervt mich kolossal! Ich belasse es jetzt erstmal dabei, weil ich mir das Hörbuch wohl sowieso nacheinander anhören und danach wahrscheinlich eh gleich wieder vom iPod löschen werde (frisst mir sonst zuviel Speicherplatz). Aber die Lösung der Wahl kann das nicht sein. Kennt sich da jemand von euch aus? Hat jemand vielleicht das gleiche Problem? Ich wäre über Lösungsvorschläge sehr dankbar :)

Ansonsten hoffe ich, dass ich mich vor Silvester noch einmal mit einem Blogbeitrag melden werde. Eigentlich hatte ich einen kleinen Jahresrückblick geplant, aber ich weiß gerade gar nicht, wann ich den in Angriff nehmen soll, zumal ich diese Woche auch nicht komplett frei habe. Auch mein Vorhaben, 100 Bücher in diesem Jahr zu schaffen, sieht gerade nicht sehr gut aus, weil ich kaum zum Lesen komme. (Und dann verplempere ich meine Zeit auch noch bei iTunes...) 97 Bücher habe ich, auch noch einige angefangene, aber ich glaube nicht, dass ich die noch schaffen werde. Egal, dann werden´s halt nicht 100. (Obwohl mich das ärgern würde.)
Habt ihr jedenfalls erstmal eine schöne Woche!

Sonntag, 20. Dezember 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Huhu!
In den letzten Tagen erreichten mich ganz wunderbare Bücher, die ich - ich muss es so sagen, wie es ist - alle gekauft habe. Ich musste einfach. Alle klangen toll und haben mich angelacht. Das ist so kurz vor Weihnachten natürlich auch nicht so ganz sinnig, ich weiß, es kann ja auch Buchgeschenke zum Fest geben etc. Andererseits habe ich mir ganz andere Bücher gewünscht, und wenn ich mir bei einer Sache sicher sein kann, dann, dass ich keine Bücher geschenkt bekomme, wenn ich sie mir nicht explizit gewünscht habe - es denken wohl alle, sie könnten mir sonst was falsches schenken, oder irgendwas doppelt. Schade eigentlich, aber irgendwie ja auch nachvollziehbar. 
Diese Schätze gehen also (im wahrsten Sinne des Wortes) auf mein eigenes Konto:



Libba Bray "The Diviners - Die dunklen Schatten der Träume"
New York, 1927: Nachdem Evie O’Neill durch ihre besondere Fähigkeit, Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer zu entlocken, einen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, ist sie zur landesweiten Berühmtheit avanciert. Während sie ihren Ruhm als America’s Sweetheart in ihrer eigenen Radioshow genießt, braut sich das Unheil über New York und dem ganzen Land zusammen: Mehr und mehr Leute fallen einer mysteriösen Schlafkrankheit zum Opfer. Die Ärzte sind ratlos, eine medizinische Ursache ist nicht zu finden. Jetzt ruht alle Hoffnung auf den Diviners, denn sie können in die Träume anderer Menschen eindringen und so hoffentlich die Ursache der Krankheit identifizieren und ausschalten. Doch was sie dort vorfinden, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen…

>> Band 1 dieser Buchreihe hatte mir total gefallen, wegen der Atmosphäre, wegen der Idee, wegen der Zeit, in der die Handlung spielt. Ich freu mich schon sehr auf diese Fortsetzung, habe auch schon zu lesen angefangen; bin aber ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht vom dünnen Papier des Buches - und das für den Preis! Dieser zweite Band ist noch 2 Euro teurer gewesen als Teil 1, und dann solch ein Flatterpapier?!

~~~

Arne Svingen "Die Ballade von der gebrochenen Nase"
Bart ist jemand, der dem Ärger am liebsten aus dem Weg geht. Trotzdem schickt ihn seine Mutter zum Boxunterricht, damit er sich verteidigen kann. Dabei gehört seine Leidenschaft der Musik. Er liebt Opern und singt heimlich. Das darf in der Schule natürlich nie jemand erfahren! Doch Bart hat die Rechnung ohne Ada gemacht. Sie ist so anders als all seine Mitschüler und stellt sein Leben von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf. Am Ende hat Bart nicht nur eine gebrochene Nase und ein paar Geheimnisse weniger, sondern auch eine echte Freundin.

>> Wollte ich gern lesen wegen des Titels und wegen der Beschreibung. Mal sehen, was mich erwartet.

~~~

Lina Forss & Niklas Krog "Mit dir durch die Nacht"
Jack ist groß, gut aussehend und Sportler. Nach Weihnachten wird er bei einem spanischen Basketballteam probespielen. Josie ist ein Kind reicher Eltern und führt ein Leben in der High Society. Sie wird die Feiertage in L.A. verbringen und anschließend zurück nach London aufs Internat gehen. Als die beiden 18-Jährigen sich in einem Stockholmer Kaufhaus über den Weg laufen, prallen zwei Welten aufeinander. Doch obwohl Jack verwöhnte Mädchen nicht ausstehen kann und Josie von dem schlecht gelaunten Typen genervt ist, kommen sie sich näher. Und in nur einer Nacht erleben die beiden die aufregendsten Stunden ihres Lebens – voll von prickelnden Gefühlen, wilden Diskussionen über das Leben und der Gewissheit, dass sie sich schon am nächsten Morgen wieder trennen werden …

>> Habe ich schon gelesen, hat mir aber leider wenig gefallen. Ich hatte mir eine schöne romantische Geschichte zur Weihnachtszeit gewünscht. Habe ich aber nicht bekommen. Für meinen Geschmack viel zu oberflächlich, sowohl die beiden Figuren, als auch ihre Dialoge und die Dinge, die sie tun. Schade eigentlich.

~~~

Wäre etwas für euch dabei? Kennt ihr schon eins der Bücher? 
Habt einen schönen 4. Advent!

Freitag, 18. Dezember 2015

Freitagsgedanken: Blogflaute

Hallo ihr!
Nur noch wenige Tage und wir haben schon den 24., das finde ich gerade richtig erschreckend. Bei mir geht zur Zeit ein Tag nach dem anderen ins Land und ich merke es gar nicht richtig. Mir wird nur immer am Wochenende, wenn ich endlich mal nicht beim Weckerklingeln aufstehen muss, klar, dass schon wieder eine Woche vorbei ist. Ich glaube, ich muss bald nur mal kurz blinzeln und dann ist April.
Die letzten Wochen waren also irgendwie ziemlich stressig bei mir. Ich hab nicht viel privates geschafft und so nette Sachen wie Lesen, Bloggen, Entspannen etc. sind auf der Strecke geblieben. Eigentlich ist es schon ein Witz: Während ich genau das meinen Patienten jeden Tag einzutrichtern versuche, dass es ungeheuer wichtig ist, sich Auszeiten zu nehmen, einen Gang zurück zu schalten, einfach mal nichts zu machen - schaffe ich es selbst nicht, meinen eigenen Rat zu befolgen. Überhaupt ist es komisch, wie ich zur Zeit immer wieder merke; als Psychologe steht man den Leuten eben mit Rat und Tat zur Seite und verteilt Tipps und Hinweise (denn man hat es ja so gelernt), aber selbst denke ich mir schon im Moment des Aussprechens solcher Tipps, dass ich das selbst gar nicht mache, was ich hier erzähle, dass ich also eigentlich gar nicht besser bin. Das zu realisieren, ist für mich momentan echt merkwürdig. Aber es ist halt viel einfacher, jemandem zu sagen, "Machen Sie mal mehr Pausen, gönnen Sie sich auch mal was Gutes", als das selbst zu verwirklichen, wenn einem die Zeit dafür fehlt.
Laber laber laber. 
Bevor ich hier weiter in den Psychologen-Modus verfalle (denn das tue ich immerhin schon den ganzen Tag über), lieber zurück zu den Büchern.
Neulich war ich ein paar Tage krank und habe die freie Zeit zuhause genutzt, um mich noch einmal durch die ersten beiden Teile der "Raven Boys"-Reihe von Maggie Stiefvater zu lesen, bevor ich mir dann "Blue Lily, Lily Blue", also Teil 3 der Reihe, geschnappt und verschlungen habe. Ich liebe diese Buchreihe, ganz ehrlich! Zum einen ist es das Thema, das so herrlich geheimnisvoll daherkommt; dann diese ganzen mysteriösen Dinge, für die ich selbst viel zu pragmatisch bin, von denen ich mich auf Buchseiten aber dennoch gern mitreißen lasse (Tarotkarten, Wünschelruten, Traumdeutung etc.). Vor allem aber ist es der Schreibstil von Maggie Stiefvater, den ich ganz fantastisch finde. Locker, nachvollziehbar, nicht bemüht, sarkastisch, ohne es zu offensichtlich zu sein, lustig, ehrlich und einfach lesenswert. Wenn ich mir die Bücher einmal genommen hatte, dann bin ich eine ganze Weile in den Kapiteln versunken, ohne so schnell wieder aufzutauchen. Ich freue mich schon riesig auf das Erscheinen des letzten Bandes der Reihe, "The raven king", der aber leider erst im April 2016 rauskommt. Ich denke, ich möchte auch definitiv weitere Bücher von Maggie Stiefvater lesen; allerdings ist diese "Nach dem Sommer"-Reihe nicht das Richtige für mich, glaube ich. Ich hab´s (bis auf wenige Ausnahmen) nicht so mit Geschichten, in denen sich die Leute in Tiere verwandeln, und darum geht´s hier ja wohl. Erinnert mich auch ein bisschen zu sehr an Jacob aus "Twilight", und das möchte ich auch nicht nochmal haben. Ich glaube, ich versuch´s mal mit "Rot wie das Meer" von Maggie Stiefvater. Ist auch immerhin ein Einzelband, was ja auch ganz nett ist. 

Ansonsten bin ich aus oben genannten Gründen wenig zum Lesen und auch zum Bloggen gekommen. Ich hatte, selbst wenn ich mal Gelegenheit hatte, einfach keine Lust, mich an den Laptop zu setzen. Daher sieht es hier momentan auch so mau aus mit Rezensionen. Gibt zur Zeit höchstens kurze Leseeindrücke. (Aber immerhin...) Das Lese-Bingo für 2016 habe ich schon vorbereitet und euch bereits gezeigt. Zum Jahresende mache ich daraus eine richtige Blog-Seite, momentan bleibt es erstmal bei dem Post. 2 (bzw. 3) Personen haben schon gesagt, dass sie mitmachen - wer noch möchte, sehr gern! 
Ich habe noch die leise Hoffnung, bis zum Jahresende 100 gelesene Bücher fürs Jahr 2015 zu schaffen, momentan stehe ich bei 95. An sich wäre das machbar, immerhin kommen ja noch ein paar freie Tage, aber ich habe mir für die Tage nach Weihnachten auch vorgenommen, meiner "Doktorarbeit to be" mal wieder ein paar Stunden Aufmerksamkeit zu widmen. Die ist in den letzten Monaten völlig von meinem Radar verschwunden und das muss ich eigentlich ändern. So voller Optimismus und Motivation, wie das jetzt vielleicht noch klingt, bin ich aber spätestens am 25.12., wenn ich vor der Wahl stehe "Tolles Buch lesen oder Einleitung für Doktorarbeit schreiben" sicher nicht mehr... ;)

Ich wünsche euch jedenfalls schon einmal ein schönes 4. Adventswochenende!

Montag, 14. Dezember 2015

[Vorschau] Lese-Bingo 2016

Jaja, aller guten Dinge sind drei... Und so starte ich 2016 in das dritte Jahr mit einem Lese-Bingo. Ich habe einige Zeit darüber nachgedacht, ob ich diese Aktion noch einmal machen soll, ja, nein, ja, nein. Irgendwie will man ja nicht immer dasselbe machen, blablabla. Ausschlaggebend dafür, dass ich mir gedacht habe, ich mache es 2016 doch noch einmal, wart letztlich ihr. Beziehungsweise die paar Mädels, die schon Anfang und im Laufe des Jahres 2015 Interesse am Lese-Bingo gezeigt haben und spontan (vielleicht auch nicht ganz so spontan) meinten, sie machen einfach mit. Gedacht, getan. 
Ich habe mir wieder einige Zeit den Kopf über mögliche Kategorien zerbrochen, habe auch online ein bisschen nach Aufgaben gesucht. Heraus kam einmal mehr ein buntes Potpourri an Lese-Aufgaben, sodass ich mich wieder gar nicht entscheiden konnte, welche ich nehmen soll. Ich habe also einige per Losverfahren gezogen und heraus kamen folgende 25 Kategorien, die - so glaube ich - eine gute Mischung aus recht einfachen und eher schwer zu erledigenden Aufgaben sind:



Erneut heißt es: Wer mitmachen möchte, kann sehr gern mitmachen. Ich freu mich über Mitstreiter! Meldet euch einfach, dann verlinke ich eure Seite, um die Fortschritte im Blick zu haben. Ihr dürft euch dafür gern das Lese-Bingo Bild auf euren Blog mitnehmen. 

Wie auch schon in den letzten beiden Jahren geht es mir um eine Stress- und vor allem Pflicht- und Strafaufgaben- freie Erfüllung der Kategorien. Sprich: Ich möchte dem Lese-Bingo keinen Challenge-Charakter verleihen. Wenn man am Ende des Jahres 2016 die 25 Aufgaben abgekreuzt hat - wunderbar! Wenn nicht - ebenfalls wunderbar! Es passiert nichts, wenn man es nicht schafft. Ich vergebe keine Punkte und auch keine Extra-Super-Duper-Lose oder Bonuspunkte, wenn man irgendwelche Zusatzbücher liest oder so. Wer mag, kann Rezensionen oder kurze Leseeindrücke zu den Büchern schreiben - wer nicht, eben nicht. Als einzige klitzekleine Regel würde ich gern folgenden Punkt neu aufstellen: Ich fände es schön, wenn ein Buch auch wirklich nur einer Kategorie zugeordnet wird, auch wenn es vielleicht für mehrere Kategorien passen sollte. Also: 25 verschiedene Aufgaben - 25 verschiedene Bücher. Ich möchte 2016 gern lesen, was ich will und worauf ich Lust habe, und das, ohne irgendwelche Aufgaben und Punkte im Kopf zu haben oder mich lesemäßig zu sehr verdrehen zu müssen. (Ich bin diesbezüglich eher faul.) Daher das Lese-Bingo. Zum dritten Mal.

Habt ein schönes Lesejahr 2016!!


Sonntag, 13. Dezember 2015

[Kurz gesagt] Von Elvis und Glücksallergien

"Mein innerer Elvis" - Jana Scheerer
Auf dieses Buch bin ich eigentlich nur wegen des Titels aufmerksam geworden. Elvis selbst ist eigentlich nicht so sehr mein Fall. Mir ist schon klar, dass er eine absolute Kultperson war, aber wahrscheinlich bin ich einfach zu spät geboren, um so richtig nachvollziehen zu können, was alle Welt an ihm so bewundernswert fand und immer noch findet. Ganz im Gegensatz zu Antje jedenfalls, der Hauptfigur dieses wunderbaren Buches. Denn ich fand die Geschichte wunderbar. Antje ist eine totale Außenseiterin, nicht nur wegen des Aussehens (sie findet sich zu pummelig und zu langweilig), sondern eben vor allem wegen ihrer Schwärmerei für Elvis. Als sie in den Sommerferien mit ihrer Familie in die USA fliegt, will sie sich auf keinen Fall die Chance entgehen lassen, Graceland zu besuchen - auch wenn alle Zeichen eher darauf hindeuten, dass das nicht klappen wird.
Mir hat die Figur Antje sehr gut gefallen, auch wenn sie mir manchmal zu passiv war. Das ging über einen Grad von Schüchternheit hinaus; viel mehr hat sie sich für meinen Geschmack viel zu oft etwas überbraten lassen oder sich von anderen herumschubsen und -kommandieren lassen. Das fand ich ein bisschen schade, denn leider scheint sich dieses Problem auch zum Ende des Buches bei Antje nicht gelöst zu haben. In dieser Hinsicht macht sie leider kaum Entwicklung, und das hätte ich ihr gewünscht. Denn was sie sonst erlebt, führt durchaus dazu, dass sie sich weiterentwickelt, dass sie aus ihrem Schatten heraustritt und ihre Erfahrungen macht. Natürlich dreht sich im Buch vieles um Elvis, um sein Leben und seinen Einfluss auf die Menschen - selbst Jahrzehnte nach seinem "vermeintlichen" Tod noch. Vermeintlich deswegen, weil hier im Buch durchaus auch zur Sprache kommt, dass manche Personen felsenfest davon überzeugt sind, Elvis würde noch leben. Natürlich habe ich auch schon davon gehört, wünschen würde ich es ihm auch; besonders interessant finde ich jedoch den Ansatz, den die Autorin hier in dieser Hinsicht gewählt hat. Ich will an dieser Stelle nichts verraten, aber Antje kommt ins Staunen, ohne Frage. Insgesamt hat mir Antjes Geschichte gefallen, ein kurzweiliges, amüsantes Buch über die Schwärmerei zu Elvis.


"Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe" - Hannah Simon
Dieses Buch war ein Spontankauf, zum einen auch hier wegen des Titels, zum anderen jedoch wegen der Inhaltsangabe. Felix bekommt eines Tages gesagt, dass er eine Allergie gegen Glück hat. Das trifft sich gerade richtig schlecht, denn bei Felix läuft alles superspitzenmäßig zur Zeit. Er ist nicht nur frisch verliebt, sondern hat auch ein Riesenprojekt als Architekt vor sich, das ihm eine Beförderung bescheren wird. Da kommt ihm Ruby gerade recht; mit ihr zusammen soll er die Fertigstellung eines Hauses überwachen und sicherstellen, dass alles läuft. Ruby ist aber eine sehr spezielle Person, anstrengend, kratzbürstig, eigenwillig - kurz, sie treibt Felix in den Wahnsinn. Also genau das, was er braucht, um bloß nicht ZU glücklich zu werden und vielleicht mit einem Anfall im Krankenhaus zu landen. Vorhersehbar, die Story, sagt ihr? Naja, ich würde lügen, wenn ich jetzt sage "Nein, gar nicht". Denn so ein bisschen vorhersehbar ist es schon. Als Leser ahnt man schnell, wie der Hase läuft. Und vor allem merkt man (als Frau) sofort, dass die vermeintliche Traumfrau von Felix, der er hinterherläuft, eigentlich ein arrogantes dummes Brötchen ist und er mit einer anderen (zwinker zwinker) viel besser bedient wäre; ein bisschen sehr klischeehaft, zugegeben. Aber gut. Mich hat das beim Lesen kaum gestört, denn die restliche Geschichte drumherum hat durchaus seinen Reiz. Felix ist echt sympathisch als Handlungsträger und mich hat diese Glücksallergie-Sache interessiert. Ich wollte wissen, wie sich das auflöst. Und mit dieser Auflösung, dem Happy End (ich sag´s ruhig, es geht gut aus!) war ich auch sehr zufrieden und glücklich. Für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das man manchmal einfach mal zum Lesen braucht. "Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe" kann gern ein bisschen mehr Aufmerksamkeit gebrauchen und deswegen empfehle ich es allen, die auf der Suche sind nach einer kurzweiligen, entspannten Liebesgeschichte mit sympathischen Figuren.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Das war los im November...

Hallo ihr!
Wie war euer November? Meiner ganz schön aufregend, aber auch schlauchend. Das lag weniger an der Lektüre als viel mehr an meinem Job. Es passiert einfach jeden Tag etwas Neues; und ich habe schon lange nicht mehr innerhalb weniger Tage meinen fachlichen und beruflichen Horizont so sehr erweitert wie in den letzten paar Wochen. Das geht allerdings auch ganz schön an die Nieren und ich habe es auch nach 2 Monaten noch nicht gelernt, nach Feierabend "einfach" abzuschalten und die Gedanken an die Arbeit abzustellen. Sobald man jeden Tag mit den (seelischen) Sorgen und Problemen anderer Leute zu tun hat, geht das nicht mehr so leicht. 
Abgesehen davon habe ich schon erste Weihnachtsvorbereitungen getroffen, war im Theater und musste einmal mehr feststellen, dass viele Bücher Segen und Fluch zugleich sein können.

Gelesen habe ich mehr als im Monat davor, immerhin. Allerdings bleibt mir der November lesetechnisch als eher mittelmäßiger Monat im Kopf, denn leider war kein wirklicher Knüller dabei. Alle nicht schlecht, aber für mich keins herausragend. 


Gelesen im November
James Dawson "Sag nie ihren Namen" (4/5; Rezension)
Hannah Simon "Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe" (4/5)
Kat Spears "Und plötzlich klopft mein Herz" (4/5; Rezension)
Patrick Süskind "Das Parfüm" (3/5; Rezension)
Kerstin Gier "Silber - Das dritte Buch der Träume" (3/5; Rezension)
Jana Scheerer "Mein innerer Elvis" (4/5)
Dani Atkins "Die Nacht schreibt uns neu" (3/5)
Mirjam Mous "Boy 7" (3/5)


Mein Highlight im November


... war "Felix oder Zehn Dinge, die ich an dir liebe". Das war ein Spontankauf wegen des Titels und weil die Inhaltsangabe so interessant klang. Es geht um Felix, der gegen Glück allergisch ist, und leider läuft es in seinem Leben gerade so richtig gut. Ein bisschen vorhersehbar, aber mir hat´s gefallen. Rezension gibt´s hoffentlich bald...


Meine Enttäuschung im November


... da würde ich neben "Das Parfüm", das mich leider erneut enttäuschte, auch den dritten und letzten Teil von "Silber" nennen. Irgendwie konnte mich die ganze Buchreihe nicht so wirklich packen.

Und im Dezember? 
Im Dezember ist WEIHNACHTEN, jippiieeeejipppieeeyeaahhh! :D Bekanntlich ist der Dezember einer meiner liebsten Monate im Jahr, schlicht und einfach, weil er der Monat ist, der die Adventszeit und Weihnachten abbekommen hat. (Stellt euch mal vor, Weihnachten wäre im Juli, das wäre doch schrecklich! :o) Ich habe mir fest vorgenommen, die nächsten 31 Tage zu genießen, mit allem, was dieser schöne Monat zu bieten hat. Das kommende Wochenende eignet sich dazu zwar schon mal nicht, denn da habe ich Wochenend-Seminar; aber naja - man kann nicht alles haben. Dann eben die Tage danach. Gebacken habe ich schon, ordentlich dekoriert und gebastelt auch. Aber ich sehe da durchaus noch Potential für mehr ;) Außerdem möchte ich gern lesen, wann immer es die Zeit zulässt. Eigentlich bieten sich dazu die Weihnachtsfeiertage an, zumal ich da auch ein bisschen frei habe. Allerdings ruft meine Doktorarbeit nach mir, die in den letzten 3 Monaten wegen des neuen Jobs sträflich vergessen vernachlässigt wurde. Ich muss mir also einen Plan machen, wie ich da Zeit für aufwenden und mein schlechtes Gewissen somit im Zaum halten kann.
Und auf dem Blog? Ich dachte mir, ich stelle euch in den nächsten Tagen mal meine liebsten Weihnachtsfilme vor. Keine Bücher, sondern mal Filme. Es gibt da so ein paar, die ich irgendwie jedes Jahr wieder gern schaue, wenn es weihnachtlich wird; vielleicht ihr ja auch? Außerdem habe ich ein kleines Gewinnspiel geplant - kein so großes und umfangreiches wie im letzten Jahr, aber wenigstens eine kleine Aktion. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob ich das noch zur Adventszeit starte oder vielleicht pünktlich zu Silvester - denn da steht ja auch noch ein Bloggeburtstag an, und dieses Mal sogar ein runder, der 5. nämlich...

Donnerstag, 26. November 2015

Meine Hass-Liebe zu den ungelesenen Büchern

Ich habe viele ungelesene Bücher. Sehr viele. Ich habe keine Ahnung, wie viele genau, denn ich habe mir nie die Mühe gemacht, sie zu zählen - und heute befinde ich mich damit in einer Größenordnung, in der ich einfach keine Lust habe, all diese Bücher zu zählen. Ich würde mal behaupten, mein Stapel ungelesener Bücher umfasst einen dreistelligen Betrag und ich bin ganz ehrlich - ich weiß nicht, ob die erste Ziffer dieser dreistelligen Zahl wirklich noch eine 1 ist.

Aber so ist das nun mal bei mir. Bücher gab es in meinem Leben schon immer viele und ganz besonders seit dem Blog-Start häufen sich die Bücher und werden mehr und mehr. Gestört hat mich das eigentlich nie, Platz war irgendwie immer da; mal mehr, mal weniger. Ab und an sortiere ich auch mal Bücher aus, wenn ich weiß, ich möchte sie nicht mehr haben. Und dann entstehen ja auch wieder ein paar kleine Lücken in den Regalen. Erst seit Kurzem musste ich mich mit der neuen, zugegeben unbequemen Situation befassen, dass ich keine Bücher mehr in den Regalen unterbekommen konnte und anfangen musste, sie auf dem Boden zu stapeln. Keine Sorge, es nimmt noch keine Messie-Ausmaße an und ich werde es auch nie so weit kommen lassen.

Man kann also sagen: ich liebe Bücher und bin froh, sie um mich zu haben. Aber manchmal... Manchmal hasse ich es geradezu, so viele Bücher zu haben. So viele ungelesene. Denn viele ungelesene Bücher bedeuten zwangsläufig die Qual der Wahl, wenn es darum geht, sich für das nächste Buch zu entscheiden, das man liest.
Am Sonntag hatte ich wieder so eine Episode. Voller Elan und Begeisterung hab ich mich vor meine Bücherregale postiert und habe den Blick über die Regalbretter schweifen lassen, auf der Suche nach dem nächsten Buch, das mir zuwinken oder sich irgendwie als meine nächste Lektüre bemerkbar machen würde. Nur ... leider passierte das nicht. Ich schaute und schaute und ... schaute - und nach und nach verschwand mein Lächeln aus dem Gesicht. Denn mir winkte kein Buch zu. Es räusperte sich auch keins oder sprang spontan heraus in meine Hände. Vielmehr sah ich mich einmal mehr diesen riesigen Menge an Büchern gegenüber und es passierte das, was eigentlich immer passiert, wenn ich unentschlossen und ohne wirkliches Bauchgefühl an die Auswahl eines neuen Buches gehe: 
Ich kann mich nicht entscheiden.

Denn da ist einfach zuviel Auswahl. Mal zieht es mein Auge in Richtung neues Buch, das ich erst letzte Woche erhalten habe. Dann wieder wandert mein Blick nach oben aufs Regalbrett, wo seit gut 4 Jahren "Das Haus zur besonderen Verwendung" auf mich wartet. Im nächsten Moment fällt mir "Liebe mit zwei Unbekannten" ins Auge, was ich ja eigentlich schon längst mal gelesen haben wollte. Und dann denke ich mir, ach nö, könnte auch mal wieder was Abenteuer-und Action-mäßiges sein. Vielleicht eins der Taschenbücher da unten in der Ecke? Oder ... ach ja, "Vango" wollte ich auch nochmal lesen. Dann fällt mir ein, dass ich fürs Lese-Bingo dieses Jahres noch die ein oder andere Kategorie offen hab - also vielleicht eins, was da passen würde? Dann wandert mein Blick erneut über die Regalbretter und bei nahezu jedem ungelesenen Buch bleibt er eine Nanosekunde hängen und mir schießt durch den Kopf, warum ich dieses Buch eigentlich habe und irgendwann mal lesen wollte. Mittlerweile ist das Lächeln komplett aus meinem Gesicht gewischt, weil ich zunehmend in schlechtere Laune abdrifte. Ich kann mich einfach nicht entscheiden! So viele Bücher und ich kann mir nur denken "Himmelherrgott, wann soll ich die eigentlich alle lesen?! Das schaff ich ja nie!" Und dann fange ich - aus Verzweiflung - an, abzuwägen: Welches Buch wäre jetzt gerade wirklich genau richtig und wichtig? Welches kann eigentlich noch gut eine Weile ungelesen warten, auch wenn es schon 5 Jahre dort steht? Und wonach zum Geier ist mir eigentlich wirklich?
Ende letzten Jahres habe ich mir ein Glas ins Regal gestellt und mit Zetteln gefüllt, auf denen Titel einiger Bücher stehen, die ich noch nicht gelesen habe. So nach dem Motto "To be read jar", was ich auf manchen Blogs gesehen habe. Meine Idee war, dass ich mir einfach einen Zettel ziehe, wenn ich mich mal wieder nicht für ein Buch entscheiden kann. (Ich hab das Problem oft.) Wer möchte mal raten, wie oft ich in diesem Jahr in dieses Glas gegriffen habe? Na? Genau, null mal. Ich hab´s nicht mal geöffnet. Denn tief in meinem Inneren weiß ich, dass ich letztlich mit der Wahl eines gezogenen (und daher doch nicht freiwillig ausgesuchten) Buches nicht zufrieden und glücklich wäre. War also eine Null-Nummer.

Was mach ich also? Denn ich kann ja beim besten Willen nicht ne Stunde vor den Regalen stehen und nur die Bücher anglotzen, das ist ja schade um die vergebene Lesezeit. Ich schnappe mir also eine Handvoll Bücher, und zwar jene, die sozusagen "dringend" in meinem Kopf sind. Auf die ich also wirklich gerade Lust habe, sie zu lesen, oder von denen ich mir denke, das könnte eine Geschichte genau nach meinem Geschmack sein, wie ich sie jetzt gern lesen wollen würde. Das sind dann oftmals so 5-7 Bücher. Und in die lese ich dann rein. Die ersten paar Seiten oder die ersten 2 Kapitel oder so. Und das Buch, das mir dann spontan am meisten gefällt und zusagt anhand dieser ersten paar Seiten, das wird es dann.

Ein schweres Unterfangen. Und so zeit- und nervenraubend. Und vor allem geht dabei oftmals meine gute Laune flöten. Denn ich fang noch gut an, freu mich auf ein neues Buch; aber weil ich mich dann partout für keins entscheiden kann, wird jedes Mal so eine Aktion da draus. Deswegen sind so viele ungelesene Bücher Segen und Fluch zugleich, finde ich. Man muss nie Angst haben, dass einem mal der Lesestoff ausgeht, denn man hat wahrlich genug in der Hinterhand. Außerdem mag ich - prinzipiell!!!! hehe - den Gedanken, ein bisschen Auswahl zu haben und nicht zwischen einem und keinem entscheiden zu müssen. Trotzdem ist es einfach nervig, wenn es einem so wie regelmäßig mir geht und man sich einfach nicht entscheiden kann. Weil man nicht weiß, was man vielleicht in anderen Büchern verpasst, während man seins gerade liest. Und ob andere nicht vielleicht viel besser sind.

Was lerne ich daraus? Nichts. Absolut nichts. Ich habe heute ein Paket von Arvelle bekommen mit ganzen 9 neuen Büchern. Als müsste ich es nicht besser wissen...

Wie seht ihr das? Geht´s euch genauso? Oder habt ihr einen schön kleinen übersichtlichen Stapel an ungelesenen Büchern und wisst immer recht schnell, was euer nächstes Buch wird?

Montag, 23. November 2015

"Und plötzlich klopft mein Herz" - Kat Spears

cbj 2015,
12,99 Euro


Handlung:
Jesse erledigt alles – für Geld! Drogen verticken, Prüfungen fälschen, Losern zu einem Date verhelfen, alles kein Problem. Der Rest ist irrelevant. Denn Jesses Mutter ist tot, sein Vater eine Null und die Welt ein Ort, an dem man sich besser nicht zu viele Gedanken macht. Als der Footballkapitän und ausgemachte Idiot Ken Jesse 200 Dollar bietet, damit er ihn mit der engelsgleichen Bridget verkuppelt, stimmt also der Preis. Doch der Auftrag ist heikel: Jesse muss sich ins Altersheim schmuggeln, einen Opa »borgen« und sich auch noch mit Bridgets behindertem Bruder Pete anfreunden, um einen Blick hinter die perfekte Fassade dieses Mädchens zu erhaschen. Was dabei herauskommt? Bridget ist tatsächlich perfekt und Jesse hoffnungslos in sie verliebt …


Meine Meinung:
Also...mal eins vorneweg: Mein Herz hat beim Lesen von diesem Buch nicht plötzlich geklopft, oder zumindest nicht mehr als im normalen Maße. Ich kann aber dennoch nachvollziehen, warum Kat Spears (oder vielmehr: die Übersetzer der deutschen Version) das Buch so genannt haben. Denn wie aus heiterem Himmel muss sich Jesse, seines Zeichens cooler unnahbarer Kerl, der Gefühle natürlich niemals zeigt, mit dem Gedanken anfreunden, sich verliebt zu haben. Und zwar in Bridget. Das Dumme daran: eigentlich wird er von Ken bezahlt, damit er ihn mit Bridget verkuppelt. 
Ich hab das Buch eigentlich ganz gern gelesen und mochte die Idee der Rahmenhandlung. Leider hat es die Autorin einem aber überhaupt nicht leicht gemacht, mit Jesse warm zu werden oder ihn gar zu mögen. Mir zumindest fiel das äußerst schwer. An sich ist er schon ein netter Kerl, der möchte, dass es seinen Freunden und Leuten, die ihm nahe stehen, gut geht. Gleichzeitig tut er aber Sachen, sagt Dinge oder tritt einfach so verpeilt und stur auf, dass ich ihn manchmal wirklich überhaupt nicht leiden konnte. Er vertickt Drogen, nimmt selbst zwar nur im äußersten Notfall mal welche - aber trotzdem. Schon die Tatsache, dass das ganze System des Drogenherstellens und -verkaufens für ihn kein Problem ist und er es nicht mal hinterfragt, wie korrekt es ist, damit sein Geld zu verdienen, machte ihn mir unsympathisch. Dann hängt er aber auch noch mit so fiesen Gestalten rum und heißt ihr Verhalten gut, er sieht dabei zu, wie andere ihre Aggressionen an unbeteiligten Dritten auslassen - immer mit dem Hintergedanken, dass es ihm besser geht, wenn er sich nicht einmischt. Ich kann diese Haltung sogar nachvollziehen; leider macht es in diesem Buch aber wahrlich keinen Helden aus ihm. 
Die Geschichte mit Bridget hat mir da schon besser gefallen, auch wenn sie sehr auf Klischees und der Gutmütigkeit von Bridget aufbaut, denn Bridget spielt Jesse irgendwie immer im richtigen Moment wieder den Ball zu, sodass er irgendwie weitermachen kann. Auch die Botschaft, die zwischen den Zeilen durchblitzt und wohl so etwas verlauten lassen möchte wie "Nur durch sie wird er zum besseren Menschen" fand ich eher unwahrscheinlich. Im wahren Leben wäre so eine Geschichte wohl kaum realistisch, sowas gehört eher in die Sparte "Teeniefilm, bei dem am Ende die blasse unbeliebte Außenseiterin zum Homecoming Queen gewählt wird" - was hier übrigens wirklich passiert. 
Warum hat mir "Und plötzlich klopft mein Herz" dennoch recht gut gefallen? Weil es kein vorhersehbarer Jugend-Schmalz-Roman ist, bei dem man schon nach kurzer Zeit absehen kann, wie der Hase läuft. Weil das Hauptaugenmerk im Buch nicht auf der "Beziehung" zwischen Bridget und Jesse liegt. Es entwickelt sich zwar was zwischen beiden, das kann man wohl verraten, aber es ist keine Liebesgeschichte oder gar eine abgeschmackte Story, die schon nach 3 Seiten ein Happy End vermuten lässt. Dazu trägt sicher auch der Erzählstil bei, denn die Geschichte ist in Ich-Form aus der Perspektive von Jesse geschrieben. Und Jesse bemüht nun mal so manchen jugendlichen Ausdruck, sagt einfach mal klipp und klar, was Sache ist, und ergeht sich nicht in Gefühlsduseleien - das würde ja schon gar nicht zu seinem Stil passen...
Mein Tipp also: einfach mal in den Roman abtauchen und sich von Jesse überraschen lassen.



Ein herzliches Dankeschön an cbj und Blogg dein Buch!


Sonntag, 22. November 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hallo ihr Lieben!
Ich nutze den freien Vormittag, um mich hier mal wieder zu Wort zu melden - ist ja selten geworden in letzter Zeit. Mein Plan für heute ist, mindestens 2 Rezensionen zu schreiben, damit ich mal wieder etwas habe, womit ich trotz Zeitmangel den Blog füttern kann. Mal sehen, ob ich heute die nötige Motivation dazu aufbringe, um das Vorhaben durchzusetzen...
Bis dahin gibt´s einen Überblick über neu eingetroffene Bücher in den letzten Tagen - und es sind ziemlich gute dabei! :) Meine Glücksfee war mir in letzter Zeit wohl sehr hold, zumindest was Buch-Gewinnspiele betrifft, denn bis auf ein Buch (nämlich "Die Nacht schreibt uns neu", das ich als Leseexemplar erhalten habe) sind alle folgenden Bücher Gewinne. Das ist mal ein Ding, würde ich sagen ;) "Das Apfelkuchenwunder" hab ich von Nanni bekommen, was mich sehr freut, weil ich darauf schon vor einer Weile ein Auge geworfen habe. 




Vom Fischer Verlag habe ich eine "Buchmesse- Literaturblogger"- Tüte gewonnen, gefüllt mit Büchern und Leseproben etc. Mit dabei waren:


Und schließlich erreichte mich in dieser Woche noch ein Paket vom Heyne Verlag mit einem Brief, in dem stand, dass ich beim Gewinnspiel verschiedene Neuerscheinungen des Jahres gewonnen hätte. Nicht schlecht! Ich muss zwar gestehen, dass ich mich an dieses Gewinnspiel nicht mehr erinnern kann, aber umso größer war die Überraschung und Freude ;) Nicht alle Bücher sind so mein Fall, aber es ist ja bald Weihnachten und da werden sich sicher andere buchbegeisterte Empfänger finden, denke ich.



~~~

Wie sah eure letzte Woche aus? Habt ihr neue Bücher bekommen? Kennt ihr eins meiner neuen Bücher, das ich am besten sofort lesen sollte?

Dienstag, 17. November 2015

[Kurz gesagt] Von Edelmetallen, Gerüchen und verfluchten Ladies

Kerstin Gier "Silber - Das dritte Buch der Träume"

Nun habe ich also auch den dritten und letzten Teil der "Silber"-Reihe gelesen und kann nur erneut feststellen, was ich vorher schon gedacht habe: nämlich dass mir die Silber-Reihe eigentlich nicht so wirklich gefallen hat. Oder was heißt gefallen, es ist eher, dass diese Reihe mich nicht begeistert, mich nicht übermäßig beeindruckt oder dass sie gar Eindruck hinterlassen hat. Im Laufe der drei Bücher habe ich mich mehrfach gefragt, wohin diese ganze Traum- und Traumkorridor-Geschichte eigentlich laufen soll. Und jetzt, nach dem Ende, kann ich das immer noch nicht sagen. Ich habe das Gefühl, der rote Faden der eigentlichen Geschichte war anfangs vielleicht noch vorhanden, ist Kerstin Gier im Laufe der drei Bände aber irgendwie abhanden gekommen. Dieses Hin und Her der bösewichtigen Figuren, deren Absichten und Pläne, der "Nutzen" des Traumkorridors - wo sollte das denn eigentlich hinführen? Jetzt nach dem Lesen der Auflösung habe ich nicht annähernd einen solchen "Aha"- oder auch "Das ist aber clever gelöst"- Moment, wie ich ihn beispielsweise bei Frau Giers "Edelstein"-Trilogie hatte. Da hat das am Ende irgendwie gepasst. Hier nicht so sehr. Und hier hat mir auch das ganze Drumherum, das Schulleben, die kleinen Sticheleien, die Liebschaften und Trennungen und die verrückte Familie, einfach nicht so wirklich gefallen wie eben z.B. in "Rubinrot & Co."
Was mir in dieser Silber-Buchreihe zudem wirklich fehlt, ist der Humor. Die Bücher von Kerstin Gier sind ja allgemein für ihre Lustigkeit bekannt, sei es durch Situationskomik oder durch lustige Bemerkungen in Dialogen - ich finde in ihren Romanen häufig etwas, das mich ins Kichern versetzt. Das aber habe ich hier in den Silber-Büchern völlig vermisst. Es gab kaum eine Stelle, die wirklich zum Lachen geeignet gewesen wäre und das finde ich total schade.
Am meisten hat mir die Danksagung am Ende gefallen.


Patrick Süskind "Das Parfüm"

"Das Parfüm" habe ich schon einmal angefangen zu lesen, da war ich 16 oder 17 vielleicht. Damals fand ich es eklig und irgendwann hab ich es abgebrochen, nicht ohne den Gedanken im Kopf, dass dieses Buch irgendwie zur "Weltlektüre" gehört; immerhin kennen es so viele und finden es toll. Nun ist die Geschichte von Jean-Baptiste Grenouille 30 Jahre alt, genauso alt wie ich. Ich hab dem Buch nochmal eine Chance gegeben, völlig unabhängig vom Lese-Bingo; ich hab mir immer gesagt, irgendwann lese ich es nochmal. Das hab ich jetzt getan. Und es hat mir wieder nicht gefallen. Es ist also schon mal keine Frage des Alters, wie ich feststellen konnte, ob einem dieses Buch gefällt oder nicht. Ich würde mal behaupten, dieses ist eins solcher Bücher, die die Menge spalten: entweder es gefällt einem total oder es gefällt einem überhaupt nicht. So ein Mittelding gibt es hier nicht.
Ich gehöre nun also nach dem 2. Versuch eindeutig zur zweiten Gruppe: es gefällt mir überhaupt nicht. Wobei, das stimmt so eigentlich nicht. Denn die Grundidee finde ich genial. Jemand, der quasi nur über seinen Geruchssinn lebt, die Welt nur durch Gerüche aufnimmt und sich aufmacht, den perfekten, ja, DEN Geruch schlechthin sozusagen, zu finden und zu besitzen. Und wenn man ihn nur besitzen kann, indem man andere Personen umbringt, nun ja, dann war das bei Grenouille halt so. So weit so gut. Idee top, Umsetzung in meinen Augen aber nicht. Denn was mich bei "Das Parfüm" nun schon zum zweiten Mal gestört hat: es ist entweder unglaublich langweilig oder unglaublich eklig. Langweilig, weil die Beschreibungen von Grenouilles geruchsartigen Ausflügen und Wegen quer durch Frankreich so langatmig sind, dass ich sie oft überlesen und trotzdem nichts verpasst habe. Und eklig, weil ... nun ja, hier wird selbst meine Ekelschwelle überschritten, wenn nur die Rede von widerlichen Gerüchen, stinkenden Menschen und Objekten und vor allem von detailreichen Ausführungen über Krankheiten und ihren Folgen ist. Igitt. Da kann mich dann auch das Ende nicht mehr schockieren. Schon zum zweiten Mal kann ich also nur festhalten: "Das Parfüm" ist einfach nicht mein Buch.


James Dawson "Sag nie ihren Namen"
Dieses Buch wollte ich eigentlich zusammen mit Elli lesen und zu Halloween vorstellen, aber wie das nun mal so ist, kommt einem dann doch irgendwas dazwischen. Bei Elli war es ein Krankenhausaufenthalt, bei mir war es keine Zeit. Dieses Buch habe ich daher kurzerhand neulich allein an einem Wochenende gelesen. Die Geschichte, oder vielmehr die Legende von "Bloody Mary" war mir schon vor dem Lesen des Buches bekannt. Diese Legende besagt, dass Mary (selbst längst verstorben) all jene heimsucht und mit ins Jenseits nimmt, die ihren Namen in einen Spiegel sprechen. So weit, so gut. James Dawsons Version der Mary-Geschichte hat mir an sich gut gefallen, weil er eine interessante und zumindest in Maßen nachvollziehbare Geschichte um die Legende von Mary webt. Hier geht es nun um zwei Internatmädels (Bobbie und Naya), die sich mit Mary und ihrem Fluch auseinander setzen müssen - gezwungenermaßen, denn die beiden haben "dummerweise" ihren Namen in den Spiegel gesagt. Da sie nun offenbar nur noch wenige Tage zu leben haben, hängt sich zumindest Bobbie knietief in Marys Geschichte, um etwas über deren Vergangenheit zu erfahren und so vielleicht sich selbst zu retten. Abgesehen von einigen Logiklöchern und dem eher "leichten" Grusel, den Dawson wahrscheinlich an seine lesende jüngere Zielgruppe angepasst hat (für meinen Geschmack hätte die ganze Geschichte ruhig ein wenig gruseliger sein dürfen und auch die Beschreibung von Mary hat mich eher an das kleine Mädchen aus dem Brunnen aus dem Film "The Ring" erinnert...) - nun, davon abgesehen, ist "Sag nie ihren Namen" eine spannende kurzweilige Leseunterhaltung zum nicht-so-ganz-ernst-nehmen; für ein gruseliges Halloween-Wochenende allemal geeignet.

Donnerstag, 12. November 2015

Neuerscheinungs-Highlights im November & Dezember

Ja, stimmt, damit bin ich schon recht spät dran. Immerhin ist der November schon wieder fast halb vorbei. (Kinder, wie die Zeit vergeht!) Ich schätze mal, einige der November-Bücher sind mittlerweile auch schon erschienen, aber sei´s drum. Durch den Beitrag hab ich mich jetzt selbst erstmal auf den aktuellen Stand gebracht, was buchige Neuerscheinungen in den nächsten Wochen betrifft, man verliert ja so schnell den Überblick. ;)
Ist etwas für euch dabei? Kennt ihr vielleicht schon eins von den Büchern und könnt es besonders empfehlen? Immerhin ist ja bald Weihnachten, da kann man die Buchwunschliste ja so langsam mal starten... :D










Mittwoch, 4. November 2015

"Die erstaunliche Wirkung von Glück" - Susann Rehlein

Dumont Buchverlag, 2015
18,00 Euro



Handlung:

Dorle lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge missbrauchen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist.
Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, vierundachtzig und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Wohnung handelt. Sie hat angeblich eine Aura, es lebt ein Kater darin, der Dinge kann, die normale Kater nicht können und per Fax treffen Aufgaben für Dorle ein, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen. Sie muss zum Sport, zu jemandem unfreundlich sein und kochen. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie verstehen etwas von der Liebe. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. 



Meine Meinung:

"Atmen ist echt eine unterschätzte Sache. Und Fühlen kommt quasi unweigerlich hinterher. Da muss man drauf vorbereitet sein. Testen Sie das mal." (S. 250)

So richtig wusste ich nicht, worauf ich mich bei "Die erstaunliche Wirkung von Glück" einlasse. Aber die Inhaltsangabe klang so nett und heimelig, dass ich direkt neugierig auf das Buch geworden bin. Und enttäuscht wurde ich keinesfalls. Das hier ist die Geschichte von Dorle, die recht einsam lebt und eines Tages, dank dem Zutun lieber Menschen in ihrer Umgebung, beginnt die Welt von ihrer schönen Seite kennenzulernen.
Dorle ist ein naiver Gutmensch, der jedem alles recht machen möchte, und über diese ganze Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft vergisst sie sich glatt selbst. Denn eigentlich ist Dorle nicht wirklich glücklich. Ihr geht es zwar gut und sie kommt gut mit sich selbst aus. Aber ist diese kleine miefige Wohnung wirklich alles, was sie erwarten darf? Das Zusammenschrauben von Kristallteilen für Kronleuchter wirklich der Traumjob, der für Dorle vorgesehen ist? Freunde hat sie eigentlich nicht. Und Jo? Ist das, was sie erlebt, wenn er in ihrer Nähe ist, vielleicht wirklich diese Verliebtheit, von der so viele reden?
In Dorles Leben gibt es viele Baustellen, von ihrem speckigen abgetragenen Kleid angefangen bis hin zu ihrer Vorliebe für Pralinen, von der sie nichts ahnt, bis sie mal welche geschenkt bekommt. Eigentlich könnte man ihr Leben als traurig, als unzureichend und als leer ansehen - auch wenn Dorle stets und ständig versucht, das Beste daraus zu machen. Sie kennt es ja auch nicht anders. 
Trotzdem hatte ich so meine Probleme mit Dorle und eigentlich eher selten Mitleid mit ihr. Wenn ich Dorle als reale Person kennen würde, würde ich sie mal schütteln und sagen "Mädel, mach doch mal die Augen auf! Das Leben steht vor dir!" Sie tut sich selbst so schwer, andere an sich ran zu lassen, möchte gern jedem gefallen und mit niemandem Streit. Doch sie steht sich immerzu selbst im Weg, stößt lieben Menschen, die ihr helfen wollen, vor den Kopf, und ändert ihr Einstellungen zu Menschen und Dingen fast jeden Tag neu. Ich fand sie manchmal richtiggehend anstrengend, weil sie wankelmütig und unentschlossen daherkam. 
Zugleich ist ihre Geschichte liebenswert und irgendwie auch herzerwärmend. Man würde sich wünschen, dass es irgendwo wirklich so gute Seelen gibt, die einer einsamen jungen Frau auf die Beine helfen wollen, wie es hier Dorles Nachbarin Frau Sonne tut, die Dorle die Augen für die schönen Dinge des Lebens öffnet. Ein bisschen kam mir die Geschichte wie eine Mischung aus "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Frühstück bei Tiffany" vor. Mit ein paar kleinen Längen im Mittelteil, die vor allem Dorles Unentschlossenheit zu schulden sind. Aber dennoch eine lesenswerte Geschichte, die einem nahelegt, dass das Leben viel mehr bereit halten kann, als man manchmal vermutet.


Ein herzliches Dankeschön an den Dumont Buchverlag!

Sonntag, 1. November 2015

Das war los im Oktober...

Die gute Nachricht gleich vorneweg: Es ist November und das bedeutet, wir nähern uns in großen Schritten Dezember, und das wiederum bedeutet: Es ist bald Weihnachten. Yippieyayeeeh. Die Weihnachtszeit ist ja bekanntlich meine liebste Zeit im Jahr und so kann ich die Adventszeit mit allem Drum und Dran auch kaum noch erwarten.
Die nicht ganz so gute Nachricht folgt gleich darauf: Der Oktober war ein echt magerer Monat. Eigentlich in allen Lebensbereichen, aber vor allem, was das Lesen betrifft. Mit gerade mal 5 Büchern ist mein Monatsschnitt so schlecht wie ewig nicht mehr. Die Bücher, die ich gelesen habe, waren zwar fast alle ziemlich gut und lesenswert, aber quantitativ ist im Oktober nicht viel bei rumgekommen. Schuld ist meine neue berufliche Tätigkeit, ich drück´s mal so salopp aus. Ich arbeite zwar genauso viel (also genauso lang) wie vorher in meinem alten Job, aber zum einen muss ich nun nicht mehr pendeln, sodass die ganze Leserei im Zug schon mal weg fällt. (Was im Übrigen auch schlecht für die Kategorie "Lektüre meiner Zugnachbarn" ist, denn ich seh kaum noch lesende Menschen...) Das Hauptproblem (und ja, ich jammer jetzt mal so richtig rum) ist jedoch, dass mich die neue Tätigkeit "seelisch" ziemlich fordert und ich, wenn ich nach Feierabend nach Hause komme, einfach so platt und erschlagen bin von all den Eindrücken, den Problemen und dem Leid anderer Menschen, dass ich einfach nur schlagkaputt und zu nichts mehr zu gebrauchen bin. Ich arbeite jetzt seit einem Monat im eher psychiatrischen Bereich. Es ist nie langweilig, aber es ist auch nie leicht. Ich glaube, gewöhnen wird man sich an diesen Job nie.
Mein Leseverhalten leidet also momentan ein wenig sehr darunter und das stinkt mich eigentlich ziemlich an. Aber ich kann es gerade nicht ändern. Ich hoffe sehr, dass ich zur Weihnachtszeit mal einen Gang runterschalten kann.

Bevor das Jammern zu ausführlich wird, zeige ich euch lieber kurz meine gelesenen Bücher im Oktober sowie das Highlight und meine Enttäuschung des Monats.

Gelesen im Oktober
Kiki Blu/ Daniela Rohr "Kaffeesucht, Sex und ein Ticket ins All" (5/5; Rezension)
Susann Rehlein "Die erstaunliche Wirkung von Glück" (4/5, Rezension folgt)
Maureen Johnson "Die Schatten von London - In memoriam" (3,5/5; bald Kurzmeinung)
Jonathan Stroud "Lockwood & Co. - Die raunende Maske" (5/5; bald Kurzmeinung)
Emily St. John Mandel "Das Licht der letzten Tage" (4/5; Rezension)

Mein Highlight im Oktober

... das war der dritte Teil der "Lockwood & Co." Reihe. Ich mag diese Buchreihe einfach total und finde das Ende dieses dritten Bandes sowas von fies (Cliffhanger!), dass ich den vierten Teil echt nicht erwarten kann.

Meine Enttäuschung im Oktober

Eine wirkliche Enttäuschung ist das nicht, weil das Buch an sich nicht schlecht war. Aber irgendwie hatte ich von diesem zweiten Band der Buchreihe ein wenig mehr erwartet, ein bisschen mehr Handlung und vor allem weitaus mehr Grusel und Geheimnisse. Vor allem aber hat das Ende dieses Teils wirklich dazu geführt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich die Buchreihe überhaupt weiter lesen möchte...

Wie sah euer Oktober aus? Welches Buch hat euch sehr gut gefallen und welches war gar nicht euer Fall? Habt ihr Pläne für November?

Mittwoch, 28. Oktober 2015

"Das Licht der letzten Tage" - Emily St. John Mandel

Piper Paperback, 2015
14,99 Euro


Handlung:
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.


Meine Meinung:
Eine kleine Warnung vorweg: Wenn ihr gerade so richtig gut drauf seid, euch wohl fühlt, alles ganz wunderbar ist und ihr euch dieses "alles ist rosarot"-Feeling noch eine Weile bewahren wollt - dann lest dieses Buch nicht. Zumindest jetzt nicht.
Denn es macht traurig. Das ist das Erste, was mir dazu einfällt. Nicht so eine "Ich muss gleich weinen"- Traurigkeit und auch keine, die dauerhaft bleibt. Aber es ist so ein dumpfes Gefühl der Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, das hier auf nahezu jeder Seite durchscheint und von dem man beim Lesen unweigerlich eingefangen wird.
Diese Geschichte, die davon berichtet, wie die Menschheit fast endet, wie innerhalb weniger Tage 99,99% der Weltbevölkerung an einem mutierten Grippevirus ums Leben kommen, die geht einem nicht nur unter die Haut, sondern gleich an die Nieren. Man kann nicht davon lesen, wie einige wenige Überlebende auch noch 20 Jahre nach dem Weltuntergang ums Überleben kämpfen, und dabei nicht unweigerlich ins Grübeln verfallen und sich fragen "Was wäre wenn?". Genau dieser Punkt hat mir - so absurd es auch klingen mag - an diesem Buch gefallen: Das, was erzählt wird, ist tatsächlich möglich, nicht abwegig, ganz im Gegenteil. Wenn wir Menschen richtig Pech haben, dann kann uns dieses Schicksal auch irgendwann mal ereilen.
Vielleicht fällt es deswegen so leicht, mit den Figuren mitzufühlen, mitzuleiden, aber auch mitzulachen und mitzuhoffen. Das Buch besteht aus vielen einzelnen Erzählsträngen, in denen verschiedene Personen zu Wort kommen und ihre Geschichte und Erinnerungen berichten. Im Mittelpunkt all dieser Erzählungen steht ein Mann, Arthur Leander; ein Schauspieler, der am Vorabend der Katastrophe an einem Herzinfarkt stirbt und damit das ganze Drama gar nicht mehr miterlebt. Trotzdem halten er und seine Lebensgeschichte alles folgende zusammen.
Ich hab mich von Seite zu Seite trauriger, missmutiger und hilfloser gefühlt. Dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen. Sie ist ehrlich und bemerkenswert gut geschrieben, trifft genau die richtige Mischung aus Dialogen und Beschreibungen und hat nebenbei das Zeug, den Leser mitzureißen. Denn natürlich lässt das Schicksal der paar Überlebenden einen beim Lesen nicht los und man wünscht sich letztlich trotzdem ein gutes (Buch-)Ende für alle. Sehr lesenswert, wenn man vor traurigen Geschichten mit Hoffnungsschimmer nicht zurückschreckt.


Montag, 19. Oktober 2015

[Neue Bücher] In my mailbox...

Hallo ihr Bücherfreunde!
Momentan gibt´s gefühlt auf fast jedem Blog Berichte und Fotos von den Ausflügen zur Frankfurter Buchmesse. Bei mir nicht, denn ich war in diesem Jahr nicht da. Ich hatte ein Wochenend-Seminar und deswegen fiel Frankfurt dieses Mal für mich aus. (Für meinen Geldbeutel definitiv eine richtige Entscheidung!) Ich werde auf anderen Blogs dennoch mal stöbern, was die anderen so erlebt und gesehen haben. 
Bei mir ist derweil wieder mal nicht so wirklich viel los auf dem Blog. Ich komme momentan kaum zum Lesen und zum Rezensieren oder Vorbereiten und Schreiben anderer Beiträge schon gleich gar nicht. Nach nur wenigen Tagen bin ich vollends "angekommen" in meinem neuen Job, zumindest was Aufgaben erledigen, Ausarbeiten und Vorbereiten anbelangt. Hier und da fühle ich mich fast ein wenig überfordert; ich hoffe, das legt sich nach und nach. Ist alles noch sehr neu für mich und jeder Tag steckt momentan noch voller Überraschungen. Nicht nur positiven, aber das gehört wahrscheinlich auch dazu.
Auf mein Lesepensum wirkt sich das nicht gerade gut aus und so habe ich im Oktober bisher auch noch nicht wirklich "viel" gelesen. Mit Ausnahme von dem vergangenen Wochenende: da ich schon am Samstag den dritten Teil von "Lockwood & Co." in der Hand halten konnte (Erscheinungsdatum ist nämlich erst heute), habe ich dieses Buch gleich in den 2 Wochenend-Tagen verschlungen. (Ziemlich fieser Cliffhanger am Ende! Gott sei Dank geht die Reihe noch weiter...)
Dass ich wenig zum Lesen komme, ist vor allem deshalb ärgerlich, weil ich ganz tolle Bücher in der letzten Zeit bekommen habe. 
(Inhaltsangaben sind verlinkt, Titel anklicken)

Mit dabei sind 2 Bücher, die ich mir in London gekauft habe: "Arcadia" von Iain Pears und "Armada" von Ernest Cline. Letzteres musste ich einfach haben, weil ich "Ready Player One" von Ernest Cline so unglaublich gut fand und dieses Buch hier scheinbar ähnlich gemacht sein soll. Die Verkäuferin hinter der Theke fragte mich auch gleich, ob ich das erste Buch des Autors kennen würde, was ich bejahte, woraufhin sie mir dann in einem Schwall schwer verständlichen Englisch´s mit starkem Dialekt zu verstehen gab, dass dieses hier, "Armada", noch besser sei. Da bin ich mal gespannt!


Mit dabei ist auch "Die erstaunliche Wirkung von Glück" von Susann Rehlein, das ich schon gelesen habe - ich müsste nur mal ein paar Sätze dazu schreiben. Da ich das hoffentlich in den nächsten Tagen schaffe, verzichte ich jetzt hier mal auf weitere Äußerungen dazu.
"Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel soll laut vorherrschenden Kritiken ja ziemlich gut sein, ich bin bisher jedoch nicht über die ersten 20 Seiten hinaus gekommen. Wahrscheinlich war mir bisher einfach noch nicht nach einer Weltuntergangs-Geschichte...
"Die Sehnsucht des Vorlesers" von Jean-Paul Didierlaurent habe ich euch schon vorgestellt.


Von "Stadt der Diebe" von David Benioff hatte ich vor einigen Tagen zum ersten Mal gehört, das Buch war mir vorher völlig unbekannt. Als ich dann bei Sarah von Pinkfisch ein Taschenbuch nach Wahl gewonnen habe, wünschte ich mir kurzerhand dieses und habe mich riesig gefreut. Ich bin gespannt, was mich erwartet.
Dann habe ich mir gleich zwei dritte Teile bestellt: Den dritten Teil von "Silber" von Kerstin Gier lese ich - zugegeben - eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber und weil ich wissen will, der diesen blöden Blog im Buch schreibt. Mich hat die "Silber"-Reihe leider nicht annähernd so begeistert wie ihre "Edelstein"-Trilogie. Aber nun habe ich die ersten beiden Bände gelesen, da muss der dritte jetzt auch noch her. 
Sehr viel größer und ausschweifender war dagegen meine Vorfreude auf "Lockwood & Co.: Die raunende Maske", das ich wirklich sehnsüchtig erwartet habe. Und ich wurde mit der Geschichte auch echt nicht enttäuscht, es ist wie gewohnt aufregend, spannend, gruselig und zugleich höchst sympathisch. Es ist in diesem dritten Teil dennoch einiges anders, sodass ich die ersten beiden Bände irgendwie lieber mochte.
Schließlich gab es auch noch "Die unentdeckten Talente der Miss Merrywell", das ich am Wochenende ganz zufällig entdeckt habe und mir direkt bestellen musste. Warum? Weil ich von Eva Rice schon einmal ein ganz wundervolles bezauberndes Buch gelesen habe, nämlich "Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen". Ich mag dieses Buch sehr, hab´s bestimmt auch schon 4x gelesen. Und dieses Buch hier? Ich hoffe, es gefällt mir genauso gut.

Kennt ihr eins der Bücher? Gab es bei euch tolle Neuzugänge?

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena