Sonntag, 30. November 2014

Advents- und Bloggeburtstags- Gewinnspiel: 1. Advent

Hallo ihr!
Am Freitag habe ich es schon angekündigt und heute ist es tatsächlich soweit: Der 1. Advent steht vor der Tür und somit starte ich heute ein kleines Advents- und Bloggeburtstags- Gewinnspiel, um euch Danke zu sagen für 4 gemeinsame Bloggerjahre. Oder vielleicht auch nicht ganz so klein, denn es wird jeden Adventssonntag etwas zu gewinnen geben, sowie noch einmal am 30.12., dem eigentlichen 4. Bloggeburtstag von "i am bookish". Ihr solltet also regelmäßig vorbeischauen! :)

Heute geht´s los mit gleich zwei neuen Büchern, die zusammen verlost werden. Das heißt, der Gewinner bekommt beide Bücher. Und zwar Teil 1 und 2 der "Monument"-Reihe von Emmy Laybourne.



Darum geht´s: (in Teil 1)
An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …

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Soweit ich weiß, erscheint jetzt im Dezember gleich Teil 3 der Buchreihe, sodass ihr direkt weiterlesen könnt! Wenn ihr Interesse an den beiden Büchern habt, dann füllt einfach das Formular unten aus und zwar bis Samstag (6.12.), 12 Uhr. (Alternativ könnt ihr auch auch einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen und die Frage so beantworten.) Ausgelost wird dann am Samstag.


Beachtet aber bitte folgende Informationen:
1. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, musst du mindestens 18 Jahre alt sein, oder das Einverständnis deiner Eltern muss vorliegen.
2. Ich versende nur nach Deutschland!! Mir tut das sehr leid für alle Leser, die außerhalb Deutschlands vorbeischauen. Aber da ich voraussichtlich jeden Buchgewinn als Päckchen verschicken werde, wird mir das Porto ins Ausland einfach zu teuer. Ich hoffe, ihr versteht das.
3. Ich übernehme keine Garantie für den Versand und vertraue der Post, dass die Bücher heil bei dir ankommen.
4. Der Rechtsweg und eine Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.




Habt einen schönen 1. Advent!!! 

Freitag, 28. November 2014

Ankündigung Gewinnspiel

Irgendwie ist es nicht so ganz zu glauben. Zumindest mir fällt das schwer, und ich häng ja schon die ganze Zeit mit drin. 4 Jahre. Ende diesen Jahres wird "i am bookish" tatsächlich schon 4 Jahre alt. 4 Jahre ist es also her, dass ich den ständigen Überlegungen "Mach ich es oder nicht? Schaff ich das? Lohnt sich das?" nachgegeben habe und am 30.12.2010 gesagt habe, "Ok, ich tu´s". Kommt mir wirklich nicht so lange vor, das kann ich euch sagen.  
Das liegt aber sicher auch daran, dass ich diese Sache hier, das "Bloggen", immer noch gern mache. Mich mit Büchern und dem Lesen auseinander zu setzen, neue Bücher zu entdecken, und vor allem mag ich die Möglichkeit, mich mit anderen Gleichgesinnten zu unterhalten und auszutauschen. Ich freu mich immer wieder, wenn jemand einen Kommentar hinterlässt und irgendwie seinen oder ihren Senf dazu gibt. Selbst nach der ganzen Zeit gehört "i am bookish" sicher nach wie vor zu den eher kleineren und unbekannteren Seiten in der Buchbloggerlandschaft - aber soll ich euch mal was sagen? Das stört mich überhaupt nicht. Hat es noch nie und wird es auch nicht. Denn solange ich trotzdem das Gefühl habe, mit meinem Geschreibsel jemanden zu erreichen; jemanden, den das auch noch interessiert, der hier also vorbeischaut, sich umsieht und vielleicht noch einen Kommentar hinterlässt - solange freue ich mich. Ich hab durch diese Blog-Website einige wirklich richtig tolle Menschen kennengelernt, die ich als Buchfreunde wirklich nicht mehr missen möchte. Und vor allem ist mir das Bloggen, das Posts-Schreiben, mittlerweile so ins Blut übergegangen, dass mir richtig was fehlen würde, wenn das wieder aufhören würde. Die Chancen auf einen 5. Geburtstag stehen also ziemlich gut :)

Da ich die letzten beiden Bloggeburtstage ... nun ja ... ziemlich ignoriert habe, wird die Fete in diesem Jahr einfach umso größer. Und wie feiert man am besten? Mit Geschenken. Und die gibt es für euch, in buchiger Form, als kleines Dankeschön. Ich nenne das ganze "Advents- und Bloggeburtstags-Gewinnspiel", weil ich an jedem der vier Adventssonntage Bücher verlosen werde, sowie noch einmal zusätzlich am 30.12., dem eigentlichen Bloggeburtstag. Es wird eine ziemlich bunte Bücher-Mischung; ihr solltet also einfach jeden Sonntag vorbeischauen und eurer Glück probieren. Am 1. Adventssonntag geht´s los! 

Mittwoch, 26. November 2014

"Das beste Buch der Welt" - Peter Stjernström

Dumont Verlag, 2014
16,99 Euro


Handlung:
Titus Jensen ist Schriftsteller und Alkoholiker. Vergeblich wartet er darauf, dass man seine eigenen Romane ernst nimmt, und macht sich stattdessen mit Lesungen fremder Werke zum Clown. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die sicherste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?

Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch dank seiner bezaubernden Lektorin Astra, die das Beste aus ihm herauszukitzeln versteht. Mit ihrer Hilfe schafft er den Absprung vom Saufen, findet zurück zum Schreiben und entdeckt, was ihm wirklich wichtig ist. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg – da macht ihm auf den letzten Metern Eddie X einen Strich durch die Rechnung: Auch der scheinheilige Liebespoet hat an der Idee des weltbesten Buchs Feuer gefangen und will Titus um jeden Preis zuvorkommen …


Meine Meinung:

"Ich mein, Glück entsteht manchmal einfach, sogar für mich. Aber das liegt nicht daran, dass ich ihm nachgerannt bin, eher im Gegenteil. Erst wenn man ihm nicht mehr die ganze Zeit nachrennt, kann es zu einem kommen. Aber es ist auch so gut wie unmöglich, dem Glück nicht nachzurennen. Dem Glück nachrennen ist das Menschlichste, was man sich denken kann." (S. 79)

"Das beste Buch der Welt" ist in meinen Augen leider genau das nicht. Man muss schon sehr von sich und seiner Schreibkunst überzeugt sein, um sein Buch so zu nennen. Die Geschichte, die Autor Peter Stjernström hier zu Papier gebracht hat, ist auch in der Tat kurzweilig, teils amüsant, teils verwunderlich zu lesen. Aber ein bestes Buch der Welt macht ja mehr aus, denke ich mir. Seine gebeutelte Hauptfigur Titus Jensen beschließt eines Tages, das beste Buch der Welt zu schreiben. Sehr viel mehr bleibt ihm auch nicht übrig; nach einigen alkoholbedingten Abstürzen und peinlichen Momenten in der Pressewelt muss er einen Totalerfolg vorlegen, um sich zurück in die Bekanntschaft zu kämpfen. Mit verschiedenen "Zutaten", die ein solches Buch beinhalten müsste, um seinem Titel gerecht zu werden, versucht er, eine Hammerstory zu entwerfen, nebenbei einige Do it yourself-Tipps einzubauen, lebenskluge Ratschläge fürs "Besser Leben" zu verteilen und dabei vor allem zu unterhalten mit seinem Buch. Tatsächlich gelingt es Titus Jensen, einen solchen Bestseller zu schreiben und er erlebt letztlich in seiner eigenen Geschichte all jene Punkte, die seiner Auffassung nach in einem "Besten Buch der Welt" vorhanden sein sollten. 
Nebenbei schafft es Peter Stjernström, in Titus´ Geschichte die Verlagswelt und die Arbeit eines Autors ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Manchmal weiß man als Leser nicht so recht, ob das alles echt oder arg auf die Spitze getrieben ist. Ich hoffe, zweites.

Leider vergisst Stjernström (und damit auch Titus im Buch) für meinen Geschmack jedoch eines: eine Aneinanderreihung von einzelnen Punkten, die abgearbeitet und zu einem Manuskript verarbeitet werden, macht noch kein gutes Buch. Für mich gehört in ein bestes Buch der Welt (oder zumindest ein gutes) auch etwas Innovatives, irgendetwas Neuartiges, noch nicht Gelesenes; etwas, das den Leser überrascht. Das konnte ich hier leider nicht finden. So recht Begeisterungsstürme wollten bei mir nicht aufkommen, während ich Titus bei seinem Vorhaben lesenderweise begleitet habe. Und das Ende fand ich leider völlig abgegriffen, da hätte ich mir etwas anderes gewünscht. 
Letztlich legt man das Buch gelesen zur Seite und ist - bis auf das abgedruckte Rezept für die beste Pizza Quattro Stagioni der Welt vielleicht - auch nicht unbedingt schlauer und reicher an Eindrücken.
In meinen Augen macht "Das beste Buch der Welt" seinem Titel somit zwar keine Ehre, kann aber dennoch zuweilen unterhalten und zeigt, was passieren kann, wenn man auf Brechen und Biegen einen Bestseller schreiben möchte.



Ein herzliches Dankeschön an den Dumont Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 23. November 2014

"Eines Morgens in Paris" - C.S. Richardson

Atlantik Verlag, 2014
14,99 Euro

Handlung:
Octavio ist Bäcker, sammelt Bücher und lernt durch eine Verkettung von Zufällen Isabeau kennen - die Liebe seines Lebens. Ein in grünes Leinen gebundenes Buch spielt dabei eine genauso große Rolle wie ein halbblinder Uhrmacher, eine Buchhändler-Familie und ein Künstler. Und dann ist da noch die schrullige Stammkundschaft der Boulangerie… Wir werden Zeuge einer gleichermaßen außergewöhnlichen wie unwahrscheinlichen Liebesgeschichte, die vom Glück des Zufalls und der Liebe erzählt.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:

"In der einen Minute allein im eigenen Kopf, starrte man in der nächsten jemand an, den man noch nie zuvor gesehen hatte - oder schon hundertmal, nur jetzt mit ganz neuen Augen." (S. 224)

Pheeww. Dieses Buch hat mich in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, und das ist nicht übertrieben. Dieses kleine, vergleichsweise schmale, unscheinbare Büchlein mit dem tollen Cover lief mehrfach Gefahr, von mir abgebrochen und entnervt in die Ecke gepfeffert zu werden. So sehr ging es mir teilweise auf den Keks. Ich kann gar nicht genau erklären, woran das eigentlich lag. Die Handlung spielt zu Zeiten des Ersten Weltkrieges und irgendwie hat sich Autor C.S. Richardson wohl gedacht, da muss ich entsprechend altmodisch und verschwurbelt reden. Ist auch in Ordnung; es hätte mich sogar sehr gestört, wenn diese historisch zurückliegende Geschichte in neumoderner Alltagssprache abgefasst gewesen wäre. Da hab ich es lieber ein wenig komplizierter in Satzbau, Wortauswahl und Beschreibungen von Land, Leute und Zeit. 
Trotzdem hat mich der Schreibstil geschafft. Das Buch ist gänzlich ohne Anführungszeichen bei wörtlicher Rede, was zwar ungewohnt ist, man aber irgendwann einfach so hinnimmt beim Lesen. Was ich jedoch nicht so ohne Weiteres hinnehmen mochte, war dieser typisch französische Stil, jede Person nur mit "Madame" und jeden Herrn nur mit "Monsieur" zu betiteln. Denn wenn das der Autor bei mehr als drei Personen tut, kommt der Leser unweigerlich ins Schwimmen. Welche Madame war jetzt gemeint? War es die Frau des Bäckers? Oder doch die schwangere Ehefrau von dem Inhaber des Bekleidungsgeschäfts? Und wer ist eigentlich Jacob Kalb? Was tut der hier drin? Wieso werden hier so unglaublich viele Personen eingeführt und immer nur häppchenweise in der Handlung vorangetrieben? Warum ist das alles so undurchsichtig und wirklich schwer zu verstehen? Wo soll das alles hinführen?
Diese ständigen Fragen im Hinterkopf habe ich mich trotzdem durch das Gewirr von Handlungsplätzen, Figuren und vor allem unterschiedlichen zeitlichen Ebenen gelesen (gekämpft) - und erlebte plötzlich mein blaues Wunder. Denn auf einmal kam ein Punkt (zugegeben, erst weit nach der Mitte des Buches), an dem mir auf einmal alles einleuchtete. Plötzlich waren mir die Zusammenhänge klar, die unterschiedlichen Zeitebenen machten Sinn und die einzelnen Figuren schienen tatsächlich alle auf ein gemeinsames Ziel hinzusteuern. 
Und dieses Ziel? Das besteht in einer der schönsten Liebesgeschichten, die ich je in einem Buch gelesen habe. Sie besteht nur aus einer ganz kleinen, flüchtigen Bekanntschaft - sie ist nicht laut, aufdringlich oder gar fordernd in dieser Geschichte. Sie ergibt sich nach und nach. Und ich ertappte mich zum Buchende immer öfter dabei, selig zu grinsen oder leise aufzuseufzen. Ich kann gar nicht viel mehr dazu schreiben, ohne zuviel zu verraten, denn diesen Aha-Moment in der Geschichte gönne ich jedem, der Interesse an dem Buch hat. Und lesenswert fand ich es nach den ganzen anfänglichen Schwierigkeiten dann letztlich doch.  



Freitag, 21. November 2014

Freitagsgedanken

Die gab es schon länger nicht mehr, die Freitagsgedanken. Aber die eignen sich ja eigentlich immer ganz gut, um zusammen zu fassen, was zuletzt so los war und was noch in Aussicht steht.
Los war bei mir im November bisher eine ganze Menge. Allen voran natürlich die tolle Lesung von Jason Segel, von der ich euch gestern schon berichtet habe. Aber auch so war es wirklich nett, wieder in Hamburg zu sein, auch wenn ich mich da gleich wieder neu erkältet habe und diesen Post hier gerade ziemlich verschnupft tippe. 

Dann habe ich ein ganz wunderbares Konzert von George Ezra erleben dürfen - davon habe ich euch noch gar nicht erzählt. Ich hab ihn in Leipzig gesehen, in einem interessanten Gebäude namens "Täubchenthal". Mein Stehplatz war leider unterirdisch schlecht (deswegen gibt´s auch keine zeigenswerten Fotos), mein Hörerlebnis dafür aber umso besser. Irgendwann habe ich euch schon einmal vorgeschwärmt, dass ich die Stimme von George Ezra schlicht und einfach beeindruckend finde. Der Kerl ist 21 und singt wie ein amerikanischer Soul- und Bluessänger, der seit Jahrzehnten nichts anderes macht. Ich war ziemlich baff, als ich ihn zum ersten Mal auf einem Foto gesehen und festgestellt habe, dass es sich dabei um einen blonden Briten handelt, der wie ein Schuljunge aussieht. Auch als er da live vor uns auf der Bühne stand, haben manche das nicht so recht glauben können. Ich hab so Gänsehaut bekommen! Da der Herr Ezra bisher ja erst ein Album veröffentlicht hat, war das Konzert zwar recht schnell wieder vorbei (nach 1 Stunde), für meinen Geschmack viel zu früh. Mein Lieblingssong "Drawing Board" hat er leider nicht gesungen, dafür aber ne Menge seiner tollen Songs von seiner tollen CD (ein bisschen Werbung: "Wanted on Voyage"), sowie z.B. eine echt gelungene Coverversion von "Girls just wanna have fun". Außerdem eine so unglaublich schöne Version von "Break away", das auf seinem Album zu finden ist, dort aber eher eine ruhige Nummer mit Chorgesängen ist. Beim Konzert wurde dieses Lied aber nun mit ordentlich Instrumenten unterlegt und verstärkt - und ich stand da und hab fast geheult, weil´s so schön war.
Dann war´s aber leider irgendwann vorbei und ich hab mir fest vorgenommen, ihn auf jeden Fall wieder live sehen zu wollen.
Live sehen wollte ich eigentlich auch Ed Sheeran in Berlin, und das vor allem zusammen mit der lieben Karo (die auch mal eine Weile gebloggt hat, vielleicht kennt "karoadores" ja noch jemand von euch...?) - aber da ich seit Tagen irgendwie so halb und dann mal wieder mehr als sonst krank bin, ist das für mich ins Wasser gefallen, was ich voll blöde finde! Ich hoffe, ich kriege noch einmal die Chance, 1.) Ed Sheeran und 2.) Karo live zu sehen - glaube aber, dass die Chancen für 2.) weitaus besser stehen ;)

Gelesen habe ich im November bisher natürlich auch ne ganze Menge und vor allem ziemlich gute Bücher. Ich muss mich dringend mal an ein paar Rezensionen setzen, die bleiben alle liegen, weil ich direkt nach dem Auslesen eines Buches meist keine Lust habe und 2 Wochen später fällt mir dann aber nicht mehr viel dazu ein - das ist so ein blöder Teufelskreis. So dürften euch in den nächsten Tagen noch kurze Vorstellungen von "Das beste Buch der Welt" von Peter Stjernström, "Du oder Sie oder Beide" von Maike Stein und "Eines Morgens in Paris" von C.S. Richardson erwarten. Mit letzterem ist das so eine Sache, und ich weiß, dass es mindestens Nanni genauso geht, hat sie mir nämlich erzählt - die erste Buchhälfte ist furchtbar chaotisch und undurchsichtig, außerdem in nicht ganz leichter Sprache geschrieben. Aber plötzlich macht dann auf einmal alles Sinn und das Buch entwickelt sich zu einer ganz tollen Liebesgeschichte. Das hat mich echt überrascht, ich hatte das Buch nämlich gedanklich eigentlich schon abgeschrieben.

Momentan lese ich auch, und natürlich - wie immer bei mir - ganz viel gleichzeitig. "Wörter auf Papier" von Vince Vawter, "Vielleicht morgen" von Guillaume Musso, das letzte Buchdrittel von "Nightmares" von Jason Segel. außerdem "Eigentlich Liebe" von Anne Sonntag. Definitiv zu viel! Ich hatte mich ja zudem so auf "Der Jesus-Deal" von Andreas Eschbach gefreut, habe das Buch aber vor einigen Tagen entnervt zunächst erstmal abgebrochen. Oder eher pausiert, weil es mir einfach viiiiiel zu langweilig ist, ich muss es ehrlich so sagen. Das ist in meinen Augen überhaupt nicht vergleichbar mit dem Vorgänger "Das Jesus-Video", was ja tatsächlich total spannend ist. Aber das hier? Ich bin wirklich enttäuscht und vor allem hatte ich inhaltlich etwas ganz anderes erwartet. 

Schließlich noch zum fast Wichtigsten: WEIHNACHTEN!!! Yeah, bald ist endlich Advent und Weihnachten und alles, was dazu gehört. Ich freu mich ja schon total; ich glaube tatsächlich, diese Vorfreude hat sich bei mir, seit ich klein war, irgendwie nie abgeschwächt. Jedenfalls... Nach Weihnachten steht ja auch ein Geburtstag an, nämlich der Bloggeburtstag von dieser kleinen Seite hier. Ich habe mir daher zur Feier des Anlasses gedacht, ich starte in diesem Jahr mal ein großes Gewinnspiel. Ich schreibe dazu in den nächsten Tagen noch mehr (denn es wird über mehrere Tage laufen, uaaahhh!!), aber jetzt wisst ihr´s einfach schon mal. Stellt euch drauf ein! :)

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 20. November 2014

Lesung: Jason Segel in Hamburg

Hallo Leseleute!
Die letzten beiden Tage habe ich in Hamburg verbracht. Der Grund dafür war ein besonders aufregender: am Dienstag Abend war ich bei der Lesung von Jason Segel dabei, der sein Kinderbuchdebüt "Nightmares" bei dieser einzigen Lesung in Deutschland vorgestellt hat. 

Jason Segel werden die meisten von euch wohl eher als "Marshall" aus "How I Met Your Mother" kennen. Neben der Schauspielerei macht er aber auch Musik, schreibt Drehbücher und jetzt eben auch ein Kinderbuch, in Zusammenarbeit mit der Kinderbuchautorin Kirsten Miller. 

Stattgefunden hat die Lesung im Hamburger Cinemaxx am Dammtor mit einer Besucherzahl, die je nach Quelle irgendwo zwischen 800 und 1000 lag. Leider war ich nicht so früh da, wie ich gern wollte, daher befand sich auch mein Sitzplatz letztlich weiter hinten als eigentlich gewünscht. Das machte aber nichts, weil die Lesung sowie das Interview auf einer großen Leinwand gut sichtbar für den ganzen Kinosaal übertragen wurde - ein Umstand, den Jason Segel zunächst äußerst verwunderlich fand. Sich selbst so groß zu sehen, sei befremdlich, meinte er. Mit dem Hamburger Wetter (halt typisch grau) habe er dagegen gar kein Problem, er sehe in Sweater sowieso besser aus als in Badeklamotten. So ähnlich amüsant gestaltete sich die ganze Unterhaltung. 
Es war einfach herrlich; er war so lustig und sympathisch in dem, was er berichtete und vor allem - wie er berichtete. Das Interview führte eine Dame vom NDR (wenn ich mich nicht täusche); leider weiß ich ihren Namen nicht, aber sie hat das ziemlich gut gemacht, muss ich mal sagen. Seine englischen Antworten hat sie stets in Kurzform übersetzt wiedergegeben, was für die Vielzahl der Besucher gar nicht nötig gewesen wäre, man hat ihn super verstehen können in dem, was er so erzählt hat. Einmal erzählte er von einem "crazy dude", was die Interview-Dame mit "schräger Typ" übersetzte. Daraufhin fragte Jason, wie sie denn jetzt "Dude" übersetzt hätte, welches Wort das gewesen wäre, woraufhin sie mit "Typ" antwortete. Er sprach "Typ" dann prompt gleich zwei-dreimal nach und amüsierte den ganzen Saal. 
Das Interview war kurzweilig und interessant, auch wenn Jason Segel diese typischen Fragen nach dem Buch und seiner Schreiberei wahrscheinlich schon zig mal gestellt bekommen hat. Einiges wurde über das Buch und seinen Inhalt erzählt. Er habe die Idee für das Buch schon mit 21 gehabt und damals eigentlich als "Script", also als Drehbuch geschrieben. Da er jemand ist, der gern mit anderen Menschen zusammen arbeitet ("I love people"), fand er es ganz wunderbar, sich mit der Autorin Kirsten Miller zusammentun zu können und dieses Buch fertigzustellen. Dabei habe er auch viel von sich selbst eingebaut. So sei er selbst eine Mischung aus den beiden Brüdern Charlie und Jack, die im Buch vorkommen. Früher sei er selbst mit einem Superman-Kostüm in die Schule gegangen und habe seinem Bruder Adam damit manch peinliche Momente beschert, erzählte Jason. Und auch das große Thema des Buches "Angst und Albträume" kommt nicht von ungefähr. Er selbst habe früher oft und viele Ängste gehabt. Das gehört sicher zum Kindsein dazu. Er selbst ist aber der Meinung, dass Ängste auch im Erwachsenenleben gut und nützlich sind. Sonst wäre das Leben so vorhersehbar und langweilig. Man könne sich selbst gar nicht ausprobieren und sich Herausforderungen stellen, wenn man frei von Ängsten wäre. Und er hat es ganz gern, dass ihn in seinem Leben immer wieder "Challenges" erwarten, denen er sich stellen will, sonst wäre sein Leben unglaublich "boring". 
Auch dass er sich für das Medium "Buch" entschieden hat, habe einen Grund. In der heutigen schnelllebigen Zeit sehe jeder sein Leben und das der anderen nur noch "through the i-Phone lens", keiner würde sich mehr richtig Zeit für etwas nehmen. Dass es dann aber noch Menschen gibt, die sich tatsächlich noch ein Buch nehmen und sich für einige Stunden nur mit diesem Buch beschäftigen, sei für ihn etwas ganz Besonderes. Er findet deswegen diese Beziehung zwischen Autor und Leser so außergewöhnlich, meinte er. Als Autor schreibt man etwas auf, aber jeder Leser empfängt das Geschriebene letztlich ganz unterschiedlich, jeder nehme etwas anderes für sich daraus mit und kommt mit anderen Eindrücken aus dem Buch zurück - was wirklich besonders sei.

Dann wurde aus dem Buch gelesen; Jason Segel las einen Abschnitt auf Englisch und Rainer Strecker las zwei weitere Abschnitte auf Deutsch. Beide machten das toll, mit unterschiedlichen Stimmen und Betonungen für verschiedene Charaktere. Rainer Strecker - nun, man merkt ihm einfach an, dass er Erfahrung als Hörbuchsprecher hat. Seine Vorstellung der einzelnen Figuren war wirklich fantastisch und er brachte damit nicht nur das deutsche Publikum, sondern vor allem Jason Segel selbst ständig zum Grinsen und Lachen - und der hat die deutschen Abschnitte ja nicht mal verstanden.

Rainer Strecker und Jason Segel beim Vorlesen.


Tatsächlich war das Buch als solches manchen Besuchern jedoch eher ... egal, hatte ich so den Eindruck. Ich glaube, viele wollten einfach nur mal "Marshall in echt" sehen, live und in Farbe, und sich bei der Gelegenheit gleich mal noch etwas signieren lassen. Viele hatten DVD-Staffeln von "HIMYM" zum Signieren dabei - anstelle des Buches. Ich als leidenschaftliche Leserin natürlich nicht ( ;) ); ich hatte mir am Montag in weiser Voraussicht extra noch schnell das Buch gekauft und dann auf der Zugfahrt nach Hamburg begonnen, darin zu lesen. "Weise Voraussicht" deshalb, weil es zu dem Zeitpunkt, als ich endlich in die Nähe des Signiertisches kam, keine Bücher mehr vor Ort zu kaufen gab. Als das im Saal verkündet wurde, murrten viele laut herum, aber naja, nur halbes Pech gehabt, denn Autogrammkarten verteilte der Herr Segel dennoch fleißig. Wirklich fleißig, denn es haben tatsächlich alle fast 800 Besucher irgendeine Unterschrift von ihm bekommen. Er hat bis zur letzten Person geduldig dagesessen und allen Interessenten ein Autogramm gegeben. Und wurde dabei nicht mal schlecht gelaunt. Selbst nach mehreren hundert Signier-Willigen lächelte er immer noch jeden einzeln an, sagte mindestens "Hi", meistens aber noch viel mehr zu jeder einzelnen Person. Bei mir bedankte er sich, dass ich das Buch gekauft und gelesen habe, woraufhin ich - ganz verdattert und selbst heute immer noch überrascht angesichts meiner Geistesgegenwart, zu antworten (und auch noch passend zu antworten!!), die sonst kläglich versagt!! - sagte "Thanks for writing it", woraufhin er mich dann anstrahlte, nickte und sagte "Yes, you got it!". Dann hab ich mein signiertes Buch und eine Autogrammkarte mitgenommen und war selig.

Letztlich war es ein wirklich toller und lustiger Abend. Jason Segel sieht auch in echt tatsächlich wie "Marshall" aus und ist total sympathisch. Ich hab schon mehrfach über die Unterschriften getätschelt und glaube, das Buch wird einen besonderen Platz in meinem Regal bekommen :)


© für alle Bilder: i-am-bookish.blogspot.com

Donnerstag, 13. November 2014

"Dunkelsprung" - Leonie Swann

Goldmann Verlag, 2014
19,99 Euro

Handlung:

Ein Flohzirkus in London, eine verwunschene Villa in Yorkshire und eine geheimnisvolle Meerjungfrau – entdecken Sie eine ganz neue Welt!

Julius Birdwell, Goldschmiedemeister, Flohdompteur und unfreiwilliger Einbruchkünstler, wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich eine ruhige, unbescholtene Existenz führen zu können. Doch als seine Flohartisten einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer fallen und die geheimnisvolle Elizabeth Thorn in sein Leben tritt, überstürzen sich die Ereignisse. Ein Magier wird ohnmächtig, eine alte Dame macht sich in einem gestohlenen Lastwagen davon, ein Detektiv mit Konzentrationsstörungen findet zu einem ungewöhnlichen Haustier, und Julius sieht sich auf einmal mit existentiellen Fragen konfrontiert: Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und warum ist das Leben trotz allem kein Märchen? Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Ein phantastisches Abenteuer beginnt ...

(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"So war das Leben nun einmal - voller großer, eleganter, tollkühner Sprünge ins Unbekannte!" (S. 188)

"Dunkelsprung" ist mir im Buchladen wegen seines Covers ins Auge gesprungen. Schon nach dem ersten Überfliegen des Klappentextes war mir klar, dass das ein Buch genau nach meinem Geschmack sein könnte, und das erste spontane Reinlesen tat sein Übriges, um mich das Buch zur Kasse tragen zu lassen.
Müsste ich "Dunkelspung" jetzt nach dem Lesen nun mit einem Wort zusammenfassen, würde ich wohl am ehesten "skurril" wählen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so schräg ist. Das so merkwürdige Figuren beinhaltet, das so absurd-kuriose Einfälle beherbergt, das so märchenhaft-abstrus daher kommt - obwohl es im Hier und Jetzt spielt. Eben glaubt man noch, das spielt doch bestimmt vor langer langer Zeit, und dann fällt der Begriff "Twitter" und man macht sich wieder bewusst, dass man hier eine Geschichte vor sich hat, die so gar nicht veraltet ist. Manchmal konnte ich mich nicht so ganz entscheiden, ob ich das, was ich da gerade lese, ganz wunderbar und einfallsreich finde, oder ob ich es eher abstoßend finden sollte. Keine Sorge, der Inhalt des Buches driftet nicht ins Eklige oder Schaurige oder sonstwas ab. Aber wer eine besonders niedrige Ekelschwelle hat, dem fallen manche Beschreibungen hier vielleicht ein wenig schwer zu lesen. Manche Abschnitte sind aus der Sicht der Flöhe geschrieben und - natürlich - geht es da vorrangig ums Blut-Saugen. Aber diese Flöhe sind vor allem der Telepathie fähig und unterhalten sich gedanklich und singen mit ihrem Flohzirkusdirektor auch ganz gern mal ein Liedchen über das Blut und seinen Geschmack. Ungewohnte und kuriose Idee, aber warum nicht?
Und apropos kurios: in diesem Buch wimmelt es nur so vor merkwürdigen Gestalten. Sowohl ganz und gar menschliche, als auch Figuren, die dieser Spezies nicht so ganz zuzuordnen sind. In "Dunkelsprung" spielen gleich zwei Antihelden als Hautfiguren mit; der Flohzirkusdirektor Julius Birdwell und der Privatdetektiv Frank Green. Da ich eine Schwäche für leicht trottelig-hilflose Romanfiguren habe, bin ich hier voll auf meine Kosten gekommen, die beiden bei ihren jeweiligen Unterfangen zu begleiten. Beide verfolgen - ohne es anfangs zu ahnen - den gleichen Fall, der damit zu tun hat, eine ältere verschwundene Dame wiederzufinden.
Letztlich hat mir "Dunkelspung" gerade wegen seiner Ideenvielfalt und eigensinniger Charaktere sehr gefallen. Leider hatte ich zum Ende hin jedoch das Gefühl, dass manche Fragen ungeklärt bleiben. Hier und da hapert es ein wenig an der Logik bzw. ich habe manche Erklärungen vermisst. Das hat das Leseerlebnis dann doch ein wenig getrübt.


Dienstag, 11. November 2014

Der Lovelybooks Leserpreis 2014 - Mitmachen!


Jedes Jahr steht bei Lovelybooks eine Wahl an - die Wahl der besten Bücher des Jahres. Und welche Bücher diesen Titel bekommen, liegt in unseren Händen! Denn hier wählt keine Jury, die niemand kennt, die Bücher aus und vergibt Preise, sondern man selbst als Leser. Auch 2014 kann man in 16 verschiedenen Kategorien sein liebstes Buch auswählen - mit der kleinen Einschränkung, dass es im Zeitraum vom 1. Dezember 2013 bis zum 31. Oktober 2014 zum ersten Mal erschienen sein muss. Noch bis zum 19. November kann man seine Stimme(n) abgeben, also nichts wie ran! Zur Wahl und zu weiteren Informationen geht es 


In jeder Kategorie kommen die 35 am häufigsten nominierten Bücher in die finale Abstimmungsrunde, die am 20. November startet. Die Preisträger werden am 28. November 2014 bekannt gegeben.


Übrigens winkt die Chance auf eins von drei Riesen- Buchpaketen mit jeweils 50 aktuellen Neuerscheinungen!! Ist das was oder ist das was?! :D

Montag, 10. November 2014

Auch noch gelesen (Kurzrezensionen)

Joy Preble "Dreaming Anastasia"
Ich hab´s hier irgendwann schon einmal erzählt: ich mag Geschichten, die mit der Russischen Zarenzeit zu tun haben und in denen diese lange vergessenen, pompösen Zeiten der Adelsfamilien etc. zur Sprache kommen. Tatsächlich habe ich geschichtlich zwar eigentlich kaum eine richtige Ahnung von dieser Zeit, ich kenne viele zeitgeschichtlichen, politischen und was weiß ich noch für Hintergründe nicht - ich geb´s zu. Aber ich lese trotzdem gern davon.
Irgendwann bin ich über dieses ebook gestolpert, in dem die Stichworte "russian history", "Baba Yaga" und die "Romanovs" schon in der Inhaltsangabe fielen. Und genau das bekommt man hier auch geboten: Eingebettet in eine Geschichte über ein amerikanisches Teeniemädel geht es um die Familie Romanov, um alte russische Sagen und Legenden, um Baba Yaga und ihre verborgene Hütte im Wald, um Unsterblichkeit und um Verpflichtungen. Klingt gewaltig, das dachte ich zunächst auch. Aber interessanterweise gelingt es der Autorin, das hier wirklich gut miteinander zu vermischen und in eine Handlungslinie zu verpacken, die vielleicht nicht so ganz ernst genommen werden kann (schließlich ist nicht davon auszugehen, dass Baba Yagas Riesenhände tatsächlich am Himmel erscheinen und nach einem greifen, so wie es hier Anastasia Romanov geschieht...), aber trotzdem bestens unterhält. Ich hab mich hier eigentlich auf keiner Seite gelangweilt. Noch dazu ist "Dreaming Anastasia" in wirklich sehr angenehmen und trotz des Sagen- und Legendeninhaltes in verständlichem Englisch geschrieben; auch ungeübte Leser dürften hier wenig Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Dieser Serienauftakt hat mich wirklich überrascht und Teil 2 der Reihe, "Haunted", habe ich mir bereits auf den Kindle geladen.

Kindle Edition // 2009 // z. Zeit 5,75 Euro

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Benjamin Lebert "Mitternachtsweg"
Ich muss gestehen, ich hatte Benjamin Lebert ziemlich lange nicht mehr auf dem Lese-Schirm. Vor vielen Jahren habe ich - natürlich - auch "Crazy" gelesen, wobei der Kinofilm letztlich irgendwie viel mehr Eindruck hinterlassen hat als das Buch. Irgendwann habe ich auch noch "Der Vogel ist ein Rabe" gelesen, an das ich mich aber wirklich absolut gar nicht mehr erinnern kann - weiß nicht, ob das insofern gegen die Geschichte spricht oder eher gegen mein Erinnerungsvermögen. In diesem Jahr habe ich nun an vielen verschiedenen Stellen von "Mitternachtsweg" gehört und ich wurde neugierig. Die Idee eines "geheimen" Weges im Watt, den Liebende nur einmal im Jahr gemeinsam gehen können, klang geheimnisvoll und nach einer Legende. Jemand verschwindet - aha, aufregend! Bücher, die an der Nordsee bzw. auf Sylt spielen, lese ich auch nicht jeden Tag - also war mein Interesse geweckt. Den Preis von 18,00 Euro fand ich zwar nicht ganz klein, aber dafür hat man ein gebundenes Buch mit sehr schönem Schutzumschlag (ein Hingucker!) im Regal stehen, das zudem sprachlich zu überzeugen weiß. Und die Geschichte vom "Mitternachtsweg" hat mir letztlich auch gefallen. Was zunächst etwas verwirrend mit zahlreichen Zeitsprüngen und unterschiedlichen Erzählebenen beginnt, macht schließlich durchweg Sinn und ist gerade deswegen besonders, weil es so ungewohnt ist. Die ganze Geschichte sämtlicher Protagonisten wird nach und nach aufgedröselt und dabei erlebt man als Leser so manch unerwartete Wendung. Man wird lange Zeit gedanklich in eine bestimmte Richtung geschubst, und auch wenn ich mir zwischendrin schon gedacht habe, dass das noch nicht alles sein kann und hier bestimmt gleich noch ein großes "Aha" vor der Tür steht, stellt die Auflösung doch eine kleine Überraschung dar und hat mir sehr gut gefallen.

Hoffmann und Campe Verlag // 2014 // 18,00 Euro

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Oliver Uschmann & Sylvia Witt "Log Out!"
"Log Out!" verfolgt eigentlich eine sehr nette und interessante Idee: Was passiert, wenn man sich mal ein paar Tage komplett aus allen sozialen Netzwerken ausklinkt? Was passiert, wenn man in den Wald zieht und mit den Ressourcen zurecht kommen muss, die einem dort zur Verfügung stehen? Paul möchte nach seinem Abitur genau das versuchen, allerdings gar nicht so sehr freiwillig. Er lässt sich online dazu anstacheln und weil ihm gerade ein wenig die Perspektiven fehlen, macht er das halt einfach.
Ich fand die Grundidee dieses Romans wirklich gut. Kombiniert mit einer tollen Erzählart und ab und zu in Email- und Blog-Form geschrieben, baut sich eine lässige und einfach zu verfolgende Story für die jugendlichere Leserschaft auf, dank der man durch die Seiten fliegt und schneller am Ende angelangt ist, als man zunächst glauben möchte. Die Umsetzung hapert in meinen Augen jedoch an mancher Stelle. Zum einen fand ich es schade, dass Paul seinen eigenen Plan nicht konsequenter durchzieht. Er hat stets und ständig seinen Laptop dabei, ist also sehr wohl immer wieder online und somit informiert, was außerhalb seiner Wanderroute geschieht. "Back to nature" sieht nun mal anders aus. Dann passiert, was bei solchen Aktionen wohl immer passiert: jeder möchte ein Stückchen vom großen Presse-Kuchen abbekommen. Plötzlich reißen sich Radiosender und TV-Shows um Paul, möchten Exklusiv-Interviews bekommen und sich selbst mit dem "Aussteiger" im Scheinwerferlicht suhlen - es geschieht also genau das, was Paul vermeiden wollte. Mir hat an dieser Stelle einfach nicht wirklich gefallen, dass Paul das alles mit sich machen lässt. Er besucht eine Show nach der anderen, widerspricht seinen anfänglichen Überlegungen damit letztlich selbst und wird sich gewissermaßen selbst untreu. Wahrscheinlich ist das nur der normale Lauf der Dinge und insofern ist es Oliver Uschmann und Sylvia Witt gut gelungen, diesen Irrsinn unserer heutigen Zeit einzufangen und mal auf interessante Art und Weise darzustellen. Das Ende ist obendrein wirklich gut gelungen. Übrigens: "Log Out!" ist dank diverser Anspielungen und Zitate auch gut geeignet für alle Freunde der Serie "Navy CIS"...

Script5 Verlag // 2012 // 12,95 Euro


Sonntag, 9. November 2014

In my mailbox...

So sieht ein "Buchkauffrei" bei mir aus:



Jaja, ich weiß, ich habe kläglich versagt! Zu meiner Entschuldigung kann ich sagen, dass nur 2 der Bücher in diesem Stapel wirklich gekauft sind - und daran ist letztlich auch noch die Bahn schuld (ich finde, der Deutschen Bahn und Konsorten kann man zur Zeit doch sehr gut einiges in die Schuhe schieben, also mache ich das auch). Denn wenn man nun mal noch so viel Zeit hat bis der Zug nach Hause fährt (40 Minuten!!) - was soll man denn anderes machen als durch Buchläden zu schlendern? Und wenn einem dann dieses tolle Cover von "Dunkelsprung" beispielsweise entgegen leuchtet, dann sind sämtliche Vorhaben, sich ja eigentlich kein Buch kaufen zu wollen, prompt vergessen. Wie gesagt, gekauft sind "Dunkelsprung" und "Die Anarchie der Buchstaben" und beide sind auch schon gelesen - mein schlechtes Gewissen ist also nicht ganz so trüb. Die restlichen Bücher sind geschenkt bekommen, gewonnen oder als Rezensionsexemplare erhalten. Und das ... zählt ja wohl nicht beim Buchkauffrei mit rein, oder?!

Für Inhaltsangaben auf die Titel klicken:



Die Cover von den beiden Büchern finde ich wirklich total schön und auch deswegen bin ich ja bei "Dunkelsprung" hängen geblieben. Dagegen wirkt das Cover von "Eigentlich Liebe" eher etwas... naja, fast anrüchig, so "Shades of Grey"-mäßig irgendwie, aber es soll wohl nicht ganz in diese Sparte abdriften. Stattdessen wird es mit "Sex and the City" verglichen und soll lustig sein. Und wo wir schon bei Covern sind: das von "My true love gave to me" ist zum Drübertätscheln schön! Es hat pinke (!!!) Seitenränder, was zwar eher nicht so meins ist, aber dafür gibt es golden blinkende Schriftzüge und das Cover ist türkis - also irgendwie ein totaler Eyecatcher im Regal. Darin enthalten sind jede Menge Kurzgeschichten (romantisch!!! <3) zur Weihnachtszeit und ich freu mich schon drauf, wenn ich in ein paar Wochen endlich auch in der richtigen Stimmung dafür bin.





Und die letzten drei: Auf "Die Anarchie der Buchstaben" war ich sehr gespannt, da ich "Abends um 10" von Kate de Goldi so schön fand. Aber irgendwie hat mich dieses hier eher ein wenig enttäuscht... Von Guillaume Musso habe ich schon zwei sehr schöne Bücher gelesen, sodass ich mich total auf dieses hier freue. Und "Du oder Sie oder Beide" habe ich beim Magellan Verlag gewonnen. Ich wollte auch schon längst mal reinlesen, habe es bisher aber nicht geschafft.




Und? Wäre etwas für euch dabei? Habt ihr selbst schon eins davon gelesen? Habt einen schönen Sonntag!


Dienstag, 4. November 2014

Vorschläge für Lese-Bingo 2015 gesucht

In diesem Jahr hatte ich mir ja zum Ziel gesetzt, ein Lese-Bingo-Kästchen abzuarbeiten und habe dafür eine Vorlage genutzt, die Anfang des Jahres mal online so die Runde machte (kann man HIER sehen). Mittlerweile bin ich ganz gut dabei und habe nur noch 2 ausstehende Kategorien in diesem Jahr zu erledigen. Und da ich nicht so der typische Challenge-Leser bin, der seine Lesegewohnheiten völlig umkrempeln möchte, finde ich diese Lese-Bingo Geschichte eigentlich einen guten Kompromiss. Daher mach ich im nächsten Jahr wieder ein Lese-Bingo, weil sich das einfach gut "nebenbei" einbauen lässt in meine Leserei.

Ich werde mir selbst eins basteln. Natürlich werde ich mir nicht alle Kategorien selbst ausdenken. Sonst wähle ich am Ende nur solche aus, die mir gefallen, die mir leicht fallen und die zu Büchern passen, die ich ohnehin schon im Kopf habe. Ein bisschen schwierig soll´s ja aber schon sein. Also suche ich derzeit querbeet online nach schon bestehenden "Reading Bingos" (die meisten sind auf Englisch) und picke mir da verschiedene Kategorien raus. (Lustig, dass es da Kategorien gibt wie "A book recommended by your barista" oder "A book that will help with your career" oder auch "A book you should have read in high school"... Diese drei werde ich übrigens nicht auswählen.) Daraus bastele ich mir dann selbst eine Vorlage bis Ende des Jahres und pünktlich am 1.1.15 geht´s dann weiter. 

Falls ihr auch noch Ideen für lustige, außergewöhnliche, spannende Kategorien habt - immer her damit! Ich würde mich auch riesig freuen, wenn im nächsten Jahr wieder jemand mitmachen möchte!



Montag, 3. November 2014

"The Diviners - Aller Anfang ist böse" - Libba Bray

dtv, 2014
19,95 Euro

Handlung:
New York, 1926: Wegen eines kleinen „Zwischenfalls“ wurde Evie O‘Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert – und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
"The Diviners - Aller Anfang ist böse" hat mir sehr gut gefallen. Ich hab das Buch geradezu verschlungen innerhalb weniger Stunden, was bei mir erstens schon eine Weile so nicht mehr vorgekommen ist und was zweitens angesichts der Dicke des Buches auch nicht ganz ohne ist. Aber hier treffen einfach soviele Komponenten aufeinander, die ich in Büchern mag und die mir in Büchern wichtig sind, dass ich das Lesen dieser Geschichte wirklich genossen habe.
Zum einen geizt die Autorin nicht mit interessanten Einfällen und Charakteren, zum anderen gibt es übersinnliche Phänomene, ein bisschen gruseliges Ambiente und eine Art Kriminalfall, den man zusammen mit der Hauptfigur Evie verfolgen kann. Aber auch die Lebensgeschichten von anderen interessanten Figuren werden aufgegriffen und kreuzen sich an vielerlei Stellen. Dabei wird zwar manch bekanntes Klischee bedient, gleichzeitig bekommt man aber genug Überraschungen und Wendungen geboten, um gespannt bis zur letzten Seite dran zu bleiben. 
Was mir aber ganz besonders gefallen hat, ist der authentische Rahmen, in den die Autorin ihre Handlung gepackt hat. Zum einen wird die Atmosphäre der "Roaring Twenties", der Goldenen Zwanziger in den USA, ganz wunderbar eingefangen und auch so verdeutlicht, dass man sich problemlos Kleidung und Auftreten der Protagonisten zur damaligen Zeit vorstellen kann. Für mich ist so ein Kopfkino ja immer recht wichtig und hier hat das alles ganz wunderbar geklappt, mich für die Zeit des Lesens in diesem Buch gedanklich in diese längst vergangenen Zeiten zu katapultieren. Dazu tragen auch die vielen Informationen über tatsächliche und echte Fakten aus dieser Epoche bei. Wenn dann Begriffe wie "Flüsterkneipen" fallen oder Personen wie Dutch Schultz oder Florenz Ziegfeld in die Handlung eingebaut werden - von denen ich vor einer kurzen Recherche bei Google noch nie gehört habe - merke ich, wie gut Libba Bray recherchiert und in welchem "realen" Umfeld sie ihre Geschichte angesiedelt hat. Denn das sind alles Personen, die wirklich gelebt haben, die tatsächlich ihr Tun im New York der 20er Jahre hatten. So eine realitätsgetreue Einbettung und Verknüpfung mit tatsächlichen Begebenheiten selbst in einer ausgedachten, übersinnlichen Geschichte mag ich sehr und so bin ich hier voll auf meine Kosten gekommen.

Fazit:
Ich bin nicht nur äußerst gespannt auf weitere "Diviners"-Geschichten, sondern auch auf ganz andere Bücher von Libby Bray. Ihren Schreibstil habe ich als sehr angenehm und schön zu lesen empfunden und in dieser übersinnlich-historischen Geschichte hat sie damit (und mit ihrer Fantasie) bei mir den Nagel genau auf den Kopf getroffen.


Sonntag, 2. November 2014

Das war Oktober 2014 (Rückblick)

Yeah, jetzt ist November! Bald ist demnach Dezember und damit Weihnachten, wuup wuup! Der Oktober war dank der Frankfurter Buchmesse und einiger buchiger Neuerscheinungen sowie so mancher angenehmer Lesestunden ein wirklich spannender und abwechslungsreicher Monat, was die Lektüre betrifft. Der Oktober war aber auch stressig und kränkelnd und grau und einfach viel zu lang - wird Zeit, dass ein anderer Monat dran ist. Auch wenn das bedeutet, dass 2014 bald abgehakt werden kann...


Gelesen im Oktober

Andreas Eschbach "Das Jesus-Video"
Benjamin Lebert "Mitternachtsweg" (Rezension folgt)
Joy Preble "Dreaming Anastasia" (Rezension folgt)
Petra Hartlieb "Meine wundervolle Buchhandlung"
Libba Bray "The Diviners - Aller Anfang ist böse" (Rezension folgt)
Jonathan Stroud "Lockwood & Co.: Die seufzende Wendeltreppe" (Rezension folgt)
Colleen Hoover "Hope Forever"
Kate de Goldi "Die Anarchie der Buchstaben"


Mein Highlight im Oktober


Die Bücher, die ich im Oktober gelesen habe, waren an sich alle nicht schlecht und alle lesenswert. Ein absolutes Highlight kann ich dennoch nicht benennen, auch wenn mir "The Diviners" und der Re-Read von "Lockwood & Co. 1" sehr gut gefallen haben.


Meine Enttäuschung im Oktober


Glücklicherweise habe ich diesen Monat kein richtig "schlechtes" Buch gelesen, oder eben eins, das mir so gar nicht gefallen hat. Trotzdem war "Hope Forever" dieses Mal das gefühlt schwächste Buch.


Und was erwartet euch (und mich) im November?

Im November gibt es - glücklicherweise - nicht so viele Neuerscheinungen, zumindest keine, wegen der ich mir jetzt schon halb die Nägel abkaue. Trotzdem bin ich gespannt auf "Zwischen zwei Fenstern" von Dianne Touchell und auf "Nightmares!" von Jason Segel; den kennen manche von euch vielleicht besser als "Marshall" aus der Serie "How I Met Your Mother". Der kommt im November auch nach Berlin und Hamburg für eine Signierstunde bzw. eine Lesung dieses Buches und bei eben dieser Lesung werde ich dabei sein, worauf ich mich jetzt schon total freue :D Im November wird es auch eine kleine Lesewochenaktion geben, die ich mit Tine zusammen gestalten werde - dazu später mehr. Schließlich gibt es im November mit den Konzerten von George Ezra und Ed Sheeran (und vielleicht den Counting Crows) auch endlich mal wieder Konzerterlebnisse für mich, nachdem ich schon einige Monate keine musikalischen Live-Erlebnisse mehr erlebt habe. Und dann ... ist ja auch bald Advent - das wird schön ;)

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