Samstag, 27. September 2014

Auch noch gelesen (Kurzrezensionen)

Na gut, so kurz sind sie gar nicht, wenn ich mir das so ansehe. Aber es sind halt dieses Mal wirklich sehr subjektive Meinungsäußerungen mit viel Blabla, daher wollte ich keine "richtigen" Rezensionen draus machen.

Laini Taylor "Days of blood and starlight"
Lese-Bingo: Ein Buch mit nicht-menschlichen Charakteren

Puh, das war ein schwieriges Unterfangen mit diesem Buch... Von Teil 1 war ich ja restlos begeistert, das Buch hat mich umgeworfen und ich habe es innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Gleich zweimal. An Teil 2, also eben "Days of blood and starlight", saß ich dagegen monatelang, weil ich eigentlich immer nur damit beschäftigt war, das Buch nach gerade mal 3 gelesenen Seiten wieder entnervt zur Seite zu legen und lieber nach anderer Lektüre zu greifen. Ich fand diese Fortsetzung unsäglich langweilig und nichtssagend. Gerade die erste Buchhälfte ist so ... schnarchig! Es passiert nichts, oder zumindest nichts, das mein Leserherz begeistert am Lesen gehalten hätte. Stattdessen habe ich mich vielmehr durch die Kapitel gequält und immer mehr Fragezeichen vor die Stirn bekommen, weil mir manches einfach nicht einleuchtete. Oftmals habe ich gar nicht mehr durchgeblickt, wo (also wirklich im räumlich-geografischen Sinne) sich Karou und Akiva eigentlich gerade aufhielten, ob noch in dieser Welt oder einer anderen oder vielleicht auch ganz woanders (bei Engeln und so weiß man ja nie...). Und wer die ganzen Personen oder Gestalten oder was auch-immer-für-Lebensformen sind, die hier zuhauf namentlich benannt werden - die aber eigentlich letztlich gar keine Rolle spielen. Das war alles so undurchsichtig, an vielen Stellen wirklich viel zu langatmig berichtet - und den Zauber, den ich beim Lesen vom ersten Teil gespürt habe, der war hier schlicht und einfach weg. Im Band 1 fand ich die Schilderungen von Prag und Karous wundersamer Welt so ... ansprechend und charmant, und hier ist davon überhaupt nichts mehr zu merken. Einzige Lichtblicke in diesem Seitenwust waren die Kapitel mit Zuzana und Mik, denn die beiden sind echt herrlich zusammen. Und das letzte Buchdrittel fand ich dann doch gelungen, denn da passiert endlich mal was. Reicht aber nicht, um mich diesen zweiten Teil wohlwollend im Kopf behalten zu lassen. Nur ... auf Teil 3 bin ich jetzt trotzdem neugierig.

Liz Czukas "Kopf, Zahl oder Liebe"
"Kopf, Zahl oder Liebe" ist eine niedliche kurze Geschichte über die Sorgen und Nöten von Heart, einem High-School-Mädel, das gleich 2 Einladungen zum Abschlussball bekommt. Für wen soll sie sich entscheiden? Wie sagt sie einem am besten ab und mit welcher Begründung? Was also zunächst wie ein typischer Teenieroman mit diversen Klischees und Übertreibungen um völlig unwichtige Dinge klingt, hat mich dennoch sehr positiv überraschen können. "Kopf, Zahl oder Liebe" liest sich zwar schnellstens weg, ich habe nicht mal 3 Stunden gebraucht, aber es unterhält bestens. Das liegt vor allem an der Erzählperspektive. Denn am Abend des Balls kann man Heart auf zwei Erzählebenen begleiten: in der einen Version hat sie sich für Troy entschieden, in dem anderen Erzählstrang aber für Ryan. Kapitelweise wechseln sich die beiden Erzählungen ab, in beiden möglichen Abenden passieren Heart diverse unvorhergesehene Missgeschicke und Missverständnisse, einige Unglücke und einige sehr schöne Momente. Interessanterweise laufen beide Erzählstränge letztlich auf ein gleiches Ende hinaus - das mich zwar anfangs etwas irritiert hat (der Weg zum Ende ist ganz anders, als ich erwartet hätte), aber dennoch durchaus gelungen.
Wer mal Lust hat auf eine kurzweilige, sympathische und sehr unterhaltsame Geschichte rund um einen verkorksten Abschlussball, dem sei "Kopf, Zahl oder Liebe" wärmstens ans Herz gelegt.


Arthur Conan Doyle "Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot"
Lese-Bingo: Ein Buch, das älter als 10 Jahre ist

Ein Geständnis: Ich hatte nie Lust oder Ambitionen, "Sherlock Holmes" zu lesen. Jahrelang war mir dieser Klassiker der Literatur einfach egal, auch wenn ich Detektivgeschichten oder eben einen richtig guten Krimi durchaus mal mag.
Dann kam "Sherlock" als Serie vom britischen Sender BBC heraus und ich war verloren. Das war so ziemlich das Genialste, was ich seit seeehr langer Zeit sehen durfte und war augenblicklich vernarrt in die Serie. In die Darsteller. In die Dialoge. In den Wortwitz. In die unglaublichen Analysefähigkeiten von Sherlock Holmes, der da grandios dargestellt wird von Benedict Cumberbatch. Ich war fortan einfach "Sherlocked" und habe mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten auf jede einzelne Folge gefreut (die da bisher "leider" nur 9 an der Zahl sind). Und plötzlich war mein Interesse doch geweckt, herauszufinden, ob Sir Arthur Conan Doyle etwa tatsächlich 1887 schon ebenso genial die Vorlage geschrieben hat wie das, was sie Serienleute letztlich aus eben dieser Vorlage gezaubert haben. Also habe ich mir dieses Buch mit den 4 Romanen zu "Sherlock Holmes" zugelegt (es gibt nur 4 "richtige" Romane, die restlichen Fälle von Sherlock Holmes sind in Kurzgeschichten verfasst) und Roman 1 gelesen: den allerersten Fall von Sherlock Holmes und Dr. John Watson. (Mir ist übrigens absolut bewusst, dass das die falsche Reihenfolge ist: erst die Verfilmung und dann das Buch. Verwerflich, jaja, ich weiß...)
Nun,... Ich mag jetzt wie ein Kulturbanause rüberkommen, aber den Roman fand ich eher lahm. Oder nein, nicht lahm. Aber halt nicht so aufregend. Oder spannend. Sicher, das mag daran liegen, dass ich die Serie im Kopf habe und weiß, wie die Story dort umgesetzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts gab´s noch nicht die knalligen Special Effects und Google und Smartphones - alles Hilfsmittel, die Sherlock sich in der Serie zu Nutzen macht. Trotzdem fehlt der Romanvorlage hier und da ein wenig Pepp und es kommt alles arg steif herüber. Für die damaligen Zeiten ist das natürlich durchaus angemessen, und letztlich ist der Fall, den Sherlock da auflöst, auch wirklich nicht ohne. Was mich in dieser Geschichte jedoch wirklich gestört hat, ist der Bruch in der laufenden Erzählung, der durch einen Rückblick entsteht und der über mehrere Kapitel läuft. In diesem Rückblick wird die Vorgeschichte aus Sicht der Täter und der Opfer erzählt, die jedoch schon viele Jahre früher und auch auf einem ganz anderen Kontinent spielt. Das fand ich merkwürdig, hat in meinen Augen zuviel Raum eingenommen und es hat den Erzählfluss einfach ziemlich gestört.
Trotzdem hat mich dieser erste Roman neugierig gemacht und ich denke, in die anderen 3 Romane über Sherlock Holmes werde ich ebenfalls mal reinschnuppern.


Mark Frost "Paladin Project: Renn um dein Leben"
Ich gestehe, hier habe ich mich arg von den vielen positiven Bewertungen leiten lassen. Irgendwann ist mir dieses Buch beim Stöbern mal vor die Nase gekommen und es erinnerte mich in der Beschreibung ein wenig an "Remember" von Roland Jungbluth, an die "Labyrinth"-Reihe von Rainer Wekwerth sowie an diese "Black Out"-Reihe von Andreas Eschbach - also an Bücher, die mir sehr gefallen haben. Tatsächlich musste ich aber feststellen, dass ich für "Paladin Project" wohl doch einfach schon zu alt bin. Und das lag nicht unbedingt (nur) daran, dass die Helden der Geschichte alle 15-16 jährige Schulkinder sind.
Vielmehr hat mich die Aneinanderreihung von sinnfreien Actionszenen, die keinen richtigen Zweck verfolgen, gestört. Das zum einen. Zum anderen ist für meinen Geschmack hier einfach zuviel reingepackt an Ideen, die der Autor miteinander verbinden wollte - und das hat dann nicht so recht geklappt, wenn man sich mal ein wenig reindenkt und wirklich "rational" überlegt, was hier eigentlich gerade alles abgeht auf den Buchseiten. Einerseits geht´s um komische Monster und Gestalten aus einer anderen, einer Art Parallelwelt, dann gibt´s Schutzengel, die nicht für jeden sichtbar sind, eine merkwürdige und natürlich sehr fiese Geheimorganisation ist auch am Start, und das alles gespickt mit historisch korrekten Fakten über Karl den Großen. Zu viel des Guten. Zumal alles in einen äußerst kompakten und eng gehaltenen Zeitrahmen von gerade einmal 3 Tagen gestopft wurde und man dem Helden Will West gar nicht so recht abkaufen kann und mag, dass er nicht auch einfach mal Bock hat, schlafen zu gehen oder mal aufs Klo muss...
War nicht mein Fall, auch wenn ich es letztlich bis zum Ende durchgelesen habe, und auf die Fortsetzung werde ich verzichten.

Mittwoch, 24. September 2014

[Fragen] Wie ticke ich beim Bloggen?

Gefunden bei Sandra.



Du besuchst einen neuen Blog. Was liest du als erstes? 

Am liebsten die Rubrik "Über mich" oder eben irgendeine Seite, auf der man erfährt, mit welcher Person man es zu tun hat. Das finde ich eigentlich immer ganz interessant und aufschlussreich, um herauszufinden, ob der/ die Blogger/in so tickt wie ich, ob der/die- jenige lustig ist, Humor hat, wie alt der/die-jenige ist, ob er/sie viele Rechtschreibfehler reinballert oder eben einfach jemand ist, von dem ich gern mehr lesen wollen würde. Erst danach gucke ich dann auf die Startseite, was und worüber die Person so schreibt.

Interessiert dich die “Über-Seite”, falls vorhanden, weil du etwas über die Person erfahren möchtest, die da schreibt? 
Ja. Wie gesagt.

Schaust du dir auch die vorherigen Einträge an oder nur den aktuellsten? 
Die aktuellsten. Ich schaue dann die Startseite hoch und runter und meistens steht da ja glücklicherweise nicht nur ein Eintrag, sondern auch ältere.

Liest du manchmal im Archiv?
Eigentlich nicht. Es sei denn, ich suche einen speziellen Eintrag bei einem anderen Blogger und weiß noch in etwa, wann der erschienen ist. Ist aber eigentlich seltenst der Fall.

Hältst du ein Gästebuch für überflüssig?
Ja. Ich finde allgemeine Kommentare, die jemand unter irgendwelche Posts schreibt, besser und sinnvoller als ein Gästebuch. Mir ist es viel lieber und wichtiger, DASS eben einfach jemand den Blog besucht und am besten gleich einen Kommentar bei irgendeinem Post hinterlässt, da muss er sich ja nicht extra groß vorstellen. Wir sind ja außerdem nicht im Hotel, wo man sich so förmlich einschreibt... ^^

Müssen dich die Farben und die Gestaltung eines Blogs ansprechen, damit du ihn wieder besuchst? 
Ja, ich gestehe, ich bin da ein wenig pingelig. Ich mag über-bunte und flimmernde, glitzernde, unübersichtliche oder so vollbepackte, völlig überladene Blogs nicht. Da kann der Inhalt noch so gut sein; wenn man ständig durch irgendwas Buntes oder Blinkendes am Rand abgelenkt wird oder durch den Mauspfeil, der Sternchenfontänen sprüht oder weil einfach alles zu vollgepackt ist, dann trübt das den Eindruck, finde ich. Irgendwann wurde mir auf meinem Blog auch alles zu viel, da habe ich beschlossen, auf einen farbigen Hintergrund zu verzichten. Seitdem mag mein Blog manchem Besucher vielleicht etwas farblos erscheinen, aber ich fühle mich damit eindeutig wohler.

Bist du eher ein Blog-Abonnent und wartest gespannt auf den nächsten Eintrag oder besuchst du einen bestimmten Blog nur bei deiner ausführlichen Blogrunde? 
Wenn ich angezeigt bekomme, dass jemand, dessen Blog ich abonniert habe oder bei dem ich Follower bin, einen neuen Post veröffentlich hat, dann schaue ich mal vorbei. Das geht ganz gut an den meisten Tagen, weil ich fast jeden Tag online bei Blogger bin und daher schnell mitbekomme, wann es wo etwas Neues gibt. Ausführliche Blogrunden mach ich dann meistens gar nicht.

Wie lange bloggst du schon? 
Ende des Jahres sind es 4 Jahre. (Boah!)

Was findest du interessanter, ein Blog oder ein Forum? 
Blogs. In Foren bin ich eigentlich gar nicht. 

Hast du schon mal schlechte Erfahrungen mit dem Bloggen gemacht? 
Zum Glück nicht. Ein, zweimal gab es einen komischen Kommentar, der mir Stirnrunzeln verursacht hat oder der mich irgendwie ein wenig geärgert hat, aber wirklich schlechte Erfahrungen habe ich bisher nicht machen müssen. Ich glaube, wenn das passieren würde, und vielleicht auch häufiger, dann würde ich hinterfragen, ob das mit dem Bloggen alles so Sinn macht...

Findest du es unhöflich, wenn du schon einige Male einen Blog besucht hast, aber keinen Gegenbesuch bekommst? 
Nein, denn ich gehöre leider selbst meistens zu denen, die einen Gegenbesuch vergessen oder einfach nicht dran denken, auch mal bei dem anderen vorbeizuschauen. Und "unhöflich" würde ich dazu auch schon gleich gar nicht sagen, immerhin kann doch jeder machen, was er will. Wenn der andere Blogger halt nicht vorbeischauen möchte, na dann eben nicht. Ich nehm das keinem übel.

Liest du die Kommentare, die andere vor dir geschrieben haben?

Kommt auf den Eintrag an. Wenn es was zum Diskutieren ist oder sowas Umfrage-mäßiges, dann gucke ich schon mal, was andere geschrieben haben. Wenn es nur die üblichen Einträge sind "Das will ich auch noch unbedingt lesen!" oder "Das habe ich gleich auf meine Wunschliste gepackt." - und das vielleicht noch 20x hintereinander - dann lese ich das nicht :D


Dienstag, 23. September 2014

Gemeinsam lesen

Die heutigen Fragen gibt es bei Schlunzenbücher


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Am Wochenende habe ich zu "Die Auserwählten: Im Labyrinth" von James Dashner gegriffen; mittlerweile bin ich auf Seite 122.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Ben wird sich wahrscheinlich noch wünschen, dass der Pfeil ihm das Hirn zermatscht hätte."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Ich habe dieses Buch vor einer Weile schon einmal begonnen, dann aber schnell das Interesse verloren und aufgehört. Jetzt habe ich wieder gestartet, was irgendwie auch ein wenig daran liegt, dass das Buch momentan in vielerlei Munde ist und man den Büchern immer wieder begegnet. Der ChickenHouse/ Carlsen Verlag bringt die drei Bände der Buchreihe z.B. gerade in einem Extra-Schuber heraus. Und Teil 1 - also der, den ich gerade lese - wurde verfilmt und kommt demnächst ins Kino. Irgendwie ... macht das ja doch alles neugierig. Also versuche ich es noch einmal mit dem Buch und bisher finde ich es auch gar nicht übel; ich bin immerhin schon über die Stelle hinweg, bei der ich beim letzten Mal abgebrochen habe... ;) 

4. Kannst du dich daran erinnern, welches das erste Buch war, das du jemals selbst gelesen hast? Fing deine Buchleidenschaft schon direkt mit diesem ersten Buch an?
Nein, leider weiß ich nicht mehr, welches mein erstes selbst-gelesenes Buch war. Aber ich war von Anfang an sehr lesebegeistert. Kaum dass ich lesen konnte, habe ich regelmäßig die kleine Schulbibliothek geplündert, die es damals in meiner Grundschule gab. Nach den 4 Jahren dort an dieser Schule hatte ich jedes Buch durch und viele auch mehrfach gelesen. Ich erinnere mich noch vage an manche Bücher, die ich damals gelesen habe, weiß aber heute auch die Titel nicht mehr, was ich wirklich schade finde - sonst würde ich mir manche, sofern es sie noch gibt, vielleicht einfach zulegen, so als Erinnerung.


Montag, 22. September 2014

"Am Ende des Tunnels" - Tobias Klatt

Feuerwerke Verlag, 2014
ebook: 2,99 Euro
Taschenbuch: 8,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruht


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Handlung:
Frank ist Flaschensammler. Bis zu dem Tag, als er den amerikanischen Draufgänger Ben und den iranischstämmigen Moralisten Mozdeh trifft. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die gesellschaftlichen Zwänge hinter sich zu lassen, planen sie einen Tunneleinbruch auf eine Bank in Berlin Steglitz. Der erste Spatenstich ist einfach, doch dann gerät der Coup außer Kontrolle: Von einem verbrechenserfahrenen Obdachlosen angeleitet und einem polnischen Mafiaboss gejagt, müssen sie ihr Vorhaben auch noch vor der eigenen Überzeugung und der schönen Tochter des Filialleiters rechtfertigen. Und wie schafft man es eigentlich, einen knapp vierzig Meter langen Tunnel präzise zu einem Tresor zu führen...?



Meine Meinung:
"Am Ende des Tunnels" beruht auf einem wahren Bankraub, der sich 2012/2013 in Berlin-Steglitz ereignete. Damals erbeuteten die Täter 10 Millionen Euro - und bis heute ist nicht geklärt, wer diese Täter sind und wie sie den als "Steglitz-Coup" bekannt gewordenen Geniestreich (denn so muss man es einfach nennen) durchführen konnten. Es gibt viele Indizien, viele Spuren, aber nichts Genaues. Man kann sich also seine Gedanken machen und der Fantasie freien Lauf lassen. Wie könnte dieser Bankraub abgelaufen sein? Wer sind die Täter, warum haben sie das getan? Was ist aus ihnen geworden?
Dr. Tobias Klatt hat genau das getan: seiner Fantasie freien Lauf gelassen. Zusammen mit den Fakten und Daten, die über die Tat veröffentlicht wurden und mittlerweile bekannt sind, hat er sich überlegt, wie es zum Steglitz-Coup gekommen sein könnte. In seiner Version raufen sich drei sehr unterschiedliche Gestalten, jede auf ihre Weise sehr interessant und gleichsam vom Unglück gebeutelt, zusammen und planen einen Bankraub. Mithilfe eines Tunnels wollen sie in den Tresorraum vordringen und sich dort bedienen, immer in der Aussicht auf ein besseres Leben.

Was ich vor allem so interessant an diesem Buch fand, war die "Leichtigkeit", mit der hier alles vonstatten geht. Ich hatte beim Lesen nicht selten das Gefühl, dass den Dreien alles sehr leicht fällt, dass das Glück arg seine Hände im Spiel hat und auch gerade der Tunnelbau gar nicht mal sooo anstrengend rüberkommt. Man kann fast den Eindruck kriegen, so schwer sei das ganze Unterfangen gar nicht - warum hat es nicht schon längst jemand davor getan?! Trotzdem habe ich die ganze Zeit im Hinterkopf, dass dieser Fall ja aber tatsächlich und real so passiert ist - dass also alles, was Herr Klatt hier beschreibt, wirklich genau so gewesen sein könnte. Nur dass die echten Täter sicher einige Probleme mehr zu bewältigen hatten.
Trotzdem fängt man unweigerlich an, den ja eigentlich "Bösen" die Daumen zu drücken und ihnen zu wünschen, dass alles gut werden wird und dass sie am Ende tatsächlich mit ihren Millionen verschwinden können - was umso paradoxer ist, weil man ja weiß, dass es schon längst wirklich geklappt hat. 
Dennoch hat mich das Ende der Geschichte überrascht. So richtig. Denn Herr Klatt baut noch Unvorhergesehenes ein und eine Wendung, mit der ich wirklich nicht gerechnet habe. Das Ende macht nachdenklich, ohne Frage. Aber mich hat es auch zum Lächeln gebracht.

"Am Ende des Tunnels" hat mir ausgesprochen gut gefallen. Angesichts seiner überschaubaren Länge (im Taschenbuch sind es nur 190 Seiten) hat man zwar nicht allzu lange daran zu lesen; das mag aber auch daran liegen, dass die Geschichte den Leser mitzieht. Man will wissen, was passiert; man will wissen, wie das alles ausgeht, obwohl man es ja eigentlich schon zu glauben weiß. Dass man am Ende so überrascht wird, ist für mich dann noch das i-Tüpfelchen.


Ein herzliches Dankeschön an den Feuerwerke Verlag und Blogg dein Buch!


Freitag, 19. September 2014

Happy Birthday, Arena Verlag!

Der Arena Verlag wird heute 65 Jahre - herzlichen Glückwunsch kann man da nur sagen!!!


Ich mag den Arena Verlag und das dazugehörige Verlagsprogramm sehr und finde eigentlich auch immer wieder Arena-Bücher, die meine Neugier wecken und die ich gern lesen möchte. Ich hoffe, der Verlag macht noch lange so weiter und bringt weiterhin so fantastische und unterhaltsame Bücher heraus! 

Anlässlich des heutigen Geburtstags hat der Arena Verlag nun in die Runde gefragt: 
Welcher ist dein Lieblings-Buchtrailer von den Arena Büchern?  

Die zur Auswahl stehenden Trailer kann man sich *hier* ansehen.
Meine Wahl fällt ganz klar auf den Trailer zu "Stigmata" von Beatrix Gurian. Der ist so wunderbar gruselig und düster und vermittelt eine so herrlich mysteriöse Stimmung, dass jeder Gruselfan doch spätestens, wenn er diesen Trailer gesehen hat, neugierig auf dieses Buch geworden ist, denke ich mir. Und dann noch die Musik! Ich hab das Buch sogar noch davor gelesen, bevor ich den Trailer überhaupt kannte, und es hat mir wirklich gut gefallen, wie man *hier* noch einmal nachlesen kann.
Hier der Trailer zum Gruseln:



Welcher ist euer Lieblings-Trailer?

Mittwoch, 17. September 2014

"Hummeln im Herzen" - Petra Hülsmann

Bastei Lübbe Verlag, 2014
9,99 Euro

Lese-Bingo: Ein lustiges Buch


Handlung:
Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen - diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist. 

Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat ...




Meine Meinung:
Kurz vor ihrem 30. Geburtstag läuft für Lena einfach alles rund - denkt sie. Nur wenige Tage später muss sie jedoch der unschönen Wahrheit ins Gesicht sehen: Mann weg, Job weg, Wohnung weg. Plötzlich sieht alles gar nicht mehr so rosig aus. Notgedrungen krabbelt sie in der Wohnung von Freunden unter, pflegt ihr Selbstmitleid und versucht sich beruflich schließlich mal so ganz anders zu positionieren als bisher, jedoch mit weniger Erfolg als gehofft. Trotzdem erwartet Lena bis zu ihrem nächsten Geburtstag ein Jahr voller Überraschungen, voller kleiner und großer Wunder, mit Freunden, auf die sie sich verlassen kann - und auch in Sachen Liebe lässt sich das Jahr nicht lumpen.
Ich muss gestehen, anfangs dachte ich, "Hummeln im Herzen" würde sich in die Riege der typischen seichten Frauenromane einreihen, die nicht so ganz mit Klischees sparen und bei denen schon nach wenigen Seiten der Ausgang der Story klar ist. Nun, ganz falsch lag ich damit auch nicht. Mit "Hummeln im Herzen" habe ich jedoch mein oranges Wunder erlebt, denn das Buch hat mir einfach absolut gefallen! Getreu dem Motto "Was sich neckt, das liebt sich" ist der Vorhersehfaktor zwischen Lena und Punkt Punkt Punkt (wir wollen ja nichts verraten) hier zwar nicht ganz klein, aber das stört nicht im Geringsten, im Gegenteil! Ich hab mich so köstlich amüsiert beim Lesen wie schon lange nicht mehr. Lena ist nicht auf den Mund gefallen und auch wenn sie manchmal ein wenig naiv daherkommt und auf der langen Leitung steht, so sammelt sie mit ihrer unverblümten und kumpelhaften Art dennoch fortlaufend Sympathiepunkte beim Leser. Für sie läuft das Jahr einfach mal so richtig mies in allen möglichen Belangen und trotzdem versucht sie, das Beste daraus zu machen - gefolgt von diversen kleinen und großen Katastrophen, die zwar ab und zu mit einem zwinkernden Auge zu betrachten, aber dennoch alle durchweg lesenswert sind. Aber auch der Schauplatz der Handlung (Hamburg) und Lenas Freunde sind sehr treffend dargestellt und runden das Gesamtbild einer flotten und sympathischen Geschichte ab.

"Hummeln im Herzen" ist lustig, amüsant geschrieben, romantisch und kein bisschen kitschig, genau richtig für alle Mädels um die 30, die halt auch nicht immer wissen, wo das Leben sie noch hinführen wird.


Ein herzliches Dankeschön an buecher.de!

Dienstag, 16. September 2014

Wieder da und schon voll am Lesen!

Urlaubsimpressionen

Bin wieder da in gewohnten Gefilden und inmitten meiner Bücherregale. Die Woche Auszeit war ziemlich schön - direkt am Meer mit allem Drum und Dran. Und auch wenn das Wetter nicht mehr das Beste war (zumindest nicht, um sich in der Sonne brutzeln zu lassen), störte mich das ehrlich gesagt überhaupt nicht, denn ich bin ja eh nicht so die Sommer-Verfechterin und habe nichts gegen Wolken und ein wenig Wind. Und bei diesen täglichen Anblicken war mir sowieso alles andere egal:







Urlaubslektüre und anderes Buchiges

Bevor ich weg bin, hatte ich euch ja meinen geplanten Urlaubslektüre-Stapel gezeigt. Der hat sich natürlich doch noch einmal geändert, bevor er endgültig eingepackt wurde; "Insignia" habe ich beispielsweise doch zuhause gelassen. Leider habe ich mit meiner Auswahl kein ganz so glückliches Händchen gehabt. Irgendwie hatte ich dann letztlich im Urlaub entweder keine rechte Lust auf die Bücher oder sie haben sich als "nicht wirklich mein Fall" entpuppt. Gelesen habe ich


  • Petra Hülsmann "Hummeln im Herzen": Das hatte ich schon vorm Urlaub begonnen und - zum Glück! - habe ich es doch noch kurzerhand eingepackt, denn dieses Buch stellte sich als die beste Lektüre der ganzen Woche heraus...
  • Liz Czukas "Kopf, Zahl oder Liebe": Das hatte ich bereits an Tag 1 innerhalb von 2 Stunden durchgelesen. Was blöd war, denn ich fand es ziemlich gut, das hätte gern länger dauern dürfen.
  • Mark Frost "Paladin Project: Renn um dein Leben": Leider nicht wirklich mein Fall. Ich glaube, für diese Aneinanderreihung von sinnfreier Action bin ich zu alt...

Angefangen habe ich außerdem "Dancing Jax", was ich ... Ach, ich weiß auch nicht. Den Anfang fand ich echt toll, aber sobald dieser "Ismus" auftaucht (Was ist das überhaupt für ein bescheuerter Name?! Heißt das im Englischen auch "Ismus" oder liegt das an der Übersetzung???), war mein Interesse - plopp - einfach verschwunden. Ich weiß nicht, woran das lag. Und für "Garp und wie er die Welt sah" von John Irving muss man in der richtigen Stimmung sein. Und nach 3 Kapiteln habe ich gemerkt, dass ich das nicht war. 
Tja. Lesemäßig hat mich also kein Knaller in den paar Tagen Urlaub begleitet.

Dafür habe ich, seit ich wieder daheim bin, endlich "Days of blood and starlight" von Laini Taylor ausgelesen, nachdem ich seit Monaten darin fest hing. Und zum Ende hin hat es mir dann doch erstaunlich gut gefallen, obwohl ich die erste Buchhälfte wirklich so richtig schnarchig fand :(
Angefangen habe ich auch "Everflame" von Josephine Angelini, das mich bisher jedoch auch nicht vom Hocker reißen kann - ich glaube, ich muss mal wieder einen weiten Bogen um diese Teenie-Geschichten machen. Irgendwie wird mir das zur Zeit zuviel. Die "Göttlich-dingsda" Reihe von Josephine Angelini habe ich schon in Band 1 abgebrochen und hier dachte ich zunächst, das könnte ganz spannend werden (Schlagwörter: Hexen und Salem), aber die Spannung (und vor allem eine Erklärung, was das alles soll) vermisse ich bisher.
Und schließlich habe ich noch "Der Wald der träumenden Geschichten" angefangen, das momentan ja eine ziemliche Runde auf diversen Blogs macht. Viele reden davon. Ich habe schon mitbekommen, dass das Buch sehr gemischt bewertet wird; also mach ich mir auch mal selbst ein Bild. Den Anfang fand ich bisher ganz toll, so erzählerisch wie im Märchen, aber jetzt schleichen sich hier und da schon kleine Längen ein. Ich bin gespannt.

Neue Bücher


Die meisten davon habe ich jetzt schon erwähnt. Neu und ganz überraschend erwartete mich außerdem noch "Das Sternenhaus" von Kimberley Wilkins vom Droemer-Knaur Verlag, als ich aus dem Urlaub kam, was mich sehr freut. Von der Aufmachung und der Story erinnert mich das Buch ein wenig an die anderen beiden Bücher der Autorin, aber da die mir eigentlich ganz gut gefallen haben, stört mich das wenig.

So. Heute ist nun mein letzter Urlaubstag, den ich entsprechend faul verbringen werde. Ich wünsch euch eine schöne Restwoche!

Freitag, 5. September 2014

Farvel og på gensyn!

Das soll eigentlich nur heißen: Tschüss und bis bald! - macht auf Dänisch aber irgendwie viel mehr her als auf Deutsch, finde ich. Der Anlass für diese kleine Dänischlektion ist ein einfacher und höchst erfreulicher: 
ICH HAB ENDLICH EIN PAAR TAGE URLAUB!!!!!



(Die ganz links ist echt herzig, oder?!)

Also wenn das kein Grund zur Freude ist!!! Zumindest für mich. Ich fahr ein paar Tage weg (unschwer zu erkennen, wohin es geht...) und mach einfach mal nix. Oder nur Sachen, die Spaß machen. In der Zeit gibt´s hier auch nichts Neues zu lesen. (Aber wenn ich wieder da bin! Tsja, da gibt´s Neuigkeiten!!) Schaut doch alternativ mal bei Instagram oder facebook vorbei, vielleicht melde ich mich dort mal.

So. Noch einen Blick auf meine geplante Urlaubslektüre geworfen:



Der Stapel ist vorläufig; ich glaube, bis heute Abend, wenn ich alles endgültig einpacke, ändert der sich noch ein paar mal. Eigentlich wollte ich gern einige ältere Bücher mitnehmen ("älter" im Sinne von: liegen schon ewig in meinen Regalen herum und wollen gelesen werden), aber irgendwie ... sind es dann doch fast nur die etwas neueren Modelle geworden. (Oder ich ändere halt noch mal, hmmm...) Ist ohnehin viel zu viel; das werde ich in den paar Tagen nicht alles schaffen. Aber ich denk mir, lieber zuviel Auswahl als zuwenig... 

Ich sag dann mal Tschüss! Habt eine schöne Woche.


Donnerstag, 4. September 2014

"Gated - Die letzten 12 Tage" - Amy Christine Parker

dtv, 2014

Handlung:
Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . . .


Meine Meinung:
"Gated" ist eins dieser Bücher, die einem Bauchschmerzen verursachen. Nicht etwa, weil sie schlecht wären. Nein, das ist "Gated" in der Tat nicht. Sondern weil man sich beim Lesen unweigerlich vorstellt, dass so etwas irgendwo auf der Welt in genau diesem Moment tatsächlich so passieren könnte.
Entgegen meiner anfänglichen Vermutung, "Gated" könnte eine dystopisch angehauchte Geschichte sein, entpuppt sich die Handlung nach und nach als etwas vielmehr "Reales". Etwas, dass es in der Vergangenheit auch schon längst gegeben hat - wie man nicht zuletzt an den Zitaten am Anfang eines jeden Kapitels sehen kann. Denn die stammen zum Teil von realen Sektenführern, die ihren Schrecken tatsächlich schon verbreitet haben.
Denn genau darum geht es: Sekten. Lyla wächst seit Jahren wohlbehütet in einer Kommune auf. Gemeinsam mit ihren Eltern lebt sie ein einfaches Leben und befolgt die Regeln, die der Anführer Pioneer aufgestellt hat. Pioneer ist es auch, der der Gemeinde eines Tages den bevorstehenden Weltuntergang erklärt und entsprechende Vorkehrungen anordnet.
Lyla hat keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Doch dann geschehen Dinge, die sie ihr Leben und ihre bisherige Weltanschauung in Frage stellen lassen - und plötzlich ist für sie nichts mehr, wie es bisher war. Für sie ändert sich alles. Sie weiß nicht mehr, wem sie glauben soll, wem sie überhaupt noch vertrauen kann, was sie tun soll.
Was Lyla hier in ihrer kleinen beschaulichen Kommune durchlebt, ist die absolute Gehirnwäsche. Nicht nur mich hat es beim Lesen geschüttelt - am liebsten hätte ich ins Buch gegriffen und Lyla geschüttelt, um sie zur Besinnung zu bringen. Dass Menschen so gutgläubig sein können, sich so manipulieren lassen von einer einzigen Person, das hat mir wirklich eine Gänsehaut verursacht. Vor allem, weil man daran erinnert wird, dass dieses Szenario eben nicht nur im Buch stattfindet, sondern dass es in der Vergangenheit solch reale Fälle gegeben hat. Dass es irgendwo vielleicht wirklich eine "echte" Lyla gegeben hat. 
Man drückt Lyla beim Lesen also die Daumen und wünscht ihr, dass sie zur Vernunft kommt und sich richtig entscheidet. Ob sie das letztlich tut, sollte jeder selbst nachlesen.

"Gated" konnte mich durch seine Atmosphäre völlig gefangen nehmen; es ist eine temporeiche, spannende und wirklich lesenswerte Erzählung - und noch dazu ein abgeschlossener Einzelband, also genau richtig für alle, die der zahlreichen Buchreihen im Regal müde geworden sind.


Ein herzliches Dankeschön an den Deutschen Taschenbuchverlag für das Rezensionsexemplar!



Mittwoch, 3. September 2014

Ich hätte so gern in der nächsten Zeit...

Viele Blogger tun es derzeit gern: ihre Wunschlisten durchforsten und vorstellen, welche Bücher sie im gerade startenden September gern haben möchten. (Im nahenden Herbst gibt´s aber auch wieder viele tolle Neuerscheinungen!!) Zumindest mir geht es so, dass ich dann fluche angesichts der neuen Bücher, die ich vorher selbst noch nicht kannte und auf der Liste hatte und nun unbedingt haben will mich natürlich ungemein freue, wenn ich dadurch gleich noch neue Schätze entdecken kann. Ich hab jetzt mal meine eigene Wunschliste durchforstet und zusammengestellt, welche Bücher, die in den nächsten Wochen erscheinen, eine ziemlich gute Chance haben, von mir direkt gekauft und gelesen zu werden. Einige davon sind ein absolutes Muss, andere haben mich einfach neugierig gemacht oder klingen herrlich schräg.
(Für die Inhaltsangaben einfach die roten Titel anklicken.)


Ein definitives Muss in dieser Reihe ist die Fortsetzung von "Lockwood & Co.", das mir nicht nur ausgesprochen gut gefallen, sondern vor allem eine ordentliche Gänsehaut beschert hat. Richtig gruselig! Teil 1 möchte ich auch gern noch einmal lesen, bevor "Der wispernde Schädel" erscheint. Bei dem neuen von Kai Meyer werde ich erstmal einige Meinungen und Rezensionen abwarten, ebenso bei "Das Haus der vergessenen Bücher", das jedoch sehr heimelig klingt...



Von Stotterern, Märchen und Nerds. Diese drei hier klingen alle toll, alle irgendwie ziemlich schräg. Sehr wahrscheinlich, dass ich mir davon etwas zulegen werde.


Ich glaube, die Bücher in dieser Reihe werde ich mir ausnahmslos alle kaufen. "Reckless 3" erwarte ich schon ziemlich lange und ich will wissen, wie die Reihe endet! Ob ich von einer Fortsetzung zum "Jesus-Video" (wobei "Der Jesus-Deal" ja eigentlich eher die Vorgeschichte ist) wirklich so begeistert sein soll, weiß ich gar nicht. "Das Jesus-Video" mag ich sehr, selbst nach gut 15 mal lesen; will ich dann wirklich eine Fortsetzung/Vorgeschichte lesen, die vielleicht nicht meine Erwartungen halten kann? 
Und "Eines Morgens in Paris" klingt nach schöner Liebesgeschichte, hach ja...


"Jetzt spricht Dylan Mint und Mr. Dog hält die Klappe" klingt eigentlich ziemlich traurig, daher weiß ich nicht, ob ich es letztlich wirklich lesen möchte. Wenn ich schon vorher weiß, dass es etwas fürchterlich traurig endet, dann scheue ich davor irgendwie immer zurück... "Kann ich bitte löschen, was ich gerade gesagt habe?" dagegen klingt nach dem genauen Gegenteil: einer locker-lustigen Teenie-Geschichte. Und was ich von "Zwillingssterne" erwarten kann - keine Ahnung. Ich schätze, da warte ich auch mal ein paar Meinungen ab.

Wie sieht es aus: Kennt ihr Bücher dieser Liste? Stehen davon auch welche auf eurer Wunschliste? Habt ihr schon in eins reingelesen und würdet direkt davon abraten?


Dienstag, 2. September 2014

Gemeinsam lesen

... diese Woche bei Weltenwanderer

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Nachdem ich am Wochenende "Die Vernichteten" ausgelesen habe, widme ich mich jetzt wieder "Rho Agenda" von Richard Phillips. Da bin ich auf Seite 74.

Im Jahr 1947 landete ein Raumschiff im US-Bundesstaat New Mexico – und verschwand sofort hinter den unüberwindlichen Mauern eines Geheimlabors. Seit diesem Tag hat das amerikanische Militär die außerirdische Technik erforscht, um sie für eigene Zwecke zu nutzen. Das sogenannte Rho-Projekt drang nie an die Öffentlichkeit. Nun, über sechzig Jahre später, glaubt die Regierung, alles über das fremde Schiff zu wissen. Doch dies ist ein fataler Irrtum. Denn es gibt ein zweites Schiff, das über Jahrzehnte in einem abgelegenen Canyon verschollen war. Und als drei Studenten es zufällig entdecken, stoßen sie auf ein Geheimnis, das alles infrage stellt, woran die Menschheit je geglaubt hat ...
(Quelle: amazon.de)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Er legte seinen Montblanc-Füller sorgfältig neben den Terminplaner und sah sich in dem leeren Raum um."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Bisher finde ich es leider alles andere als spannend. Es geht um Ufos und Außerirdische, was mich für gewöhnlich ja sonst immer sofort fängt. Als langjähriger Akte X- Fan werde ich bei sowas immer hellhörig und interessiert. Aber hier... stimmt einfach das Gesamtbild nicht. Ich bin wie gesagt auf Seite 74, und das schon seit Wochen! Weil ich in diesem Buch einfach nicht voran komme. Ich will nicht sagen, dass es langweilig ist..., aber irgendwie ist es - tja, genau das. Außerdem wird eine solche Vielzahl von Figuren vorgestellt; bei keinem blickt man bisher durch, welche Rolle er zu spielen hat, ob gut oder böse oder einfach nur Mitläufer oder Figuren-Füller. Und die drei Hauptfiguren... Ohne Worte. Der Punkt in der Inhaltsangabe, dass es sich bei den dreien um "Studenten" handelt, ist falsch. Studenten würden wahrscheinlich ein wenig erwachsener und erträglicher rüberkommen. Und die Dialoge würden was taugen. Aber Heather, Jennifer und Mark sind Highschool-Kiddies, die nichts anderes zu tun haben, als mit den Fahrrädern durch die Gegend zu kurven, ihre Modellbauflugzeuge in die Luft starten zu lassen und dabei versehentlich über ein Ufo stolpern. Das Buch ist bisher wirklich nicht mein Ding und das finde ich ziemlich schade. Ich hätte Lust gehabt auf so eine richtig knallige Außerirdischen-Geschichte.

4. Welcher Charakter in deinem aktuellen Buch ist die am sympathischsten - könntest du dir vorstellen, gut mit ihm befreundet zu sein?
Meine Antwort auf die Frage davor dürfte diese Frage hier ebenfalls beantworten. Ich mag die Figuren in dem Buch bisher nicht sonderlich, daher ist mir auch keiner sympathisch - und befreundet möchte ich schon gleich mit niemandem sein :o


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