Mittwoch, 23. Juli 2014

Die John Green - Lesewoche

Ein Geständnis: ich habe - bis auf die Kurzgeschichte "Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder", das gemeinsam mit zwei anderen Geschichten im Buch "Tage wie diese" erschienen ist - noch kein einziges Buch von John Green gelesen.
Und das, obwohl er ja schon eine ganze Weile in aller Munde ist, und zur Zeit ganz besonders, seitdem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" im Kino läuft. Warum das so ist, dass ich bisher nichts von ihm gelesen habe, kann ich nicht sagen. Es liegt definitiv nicht daran, dass mich seine Romanideen nicht interessieren würden. Tatsächlich möchte ich mir eigentlich schon seit Ewigkeiten sein Buch "Eine wie Alaska" zulegen, hab es aber bisher nie getan.
 




Nun hat Kim von All These Special Words eine John Green- Lesewoche ins Leben gerufen. 1 Woche also (1.8. - 8.8.14), in der man querbeet alle Bücher von John Green lesen kann, wenn man denn möchte. Und natürlich mit anderen darüber diskutieren. Außerdem hat sich Kim einige Fragen einfallen lassen, die man pro Tag beantworten kann, wenn man denn möchte.
 
Tatsächlich besitze ich sogar schon 2 Romane von John Green. Zum einen habe ich mir mal "Will Grayson, Will Grayson" in London gekauft; das hat irgendwie so schön geglitzert in der Ausgabe, die es dort gab... Und "Paper Towns" befindet sich schon so lange ungelesen auf meinem Kindle, dass es bestimmt schon Rost angesetzt hat... Mit diesen beiden Geschichten würde ich also einfach mal starten und mich an der Lesewoche beteiligen. Da ich in der Woche aber arbeiten muss, werde ich wohl nur an dem Wochenende und abends vielleicht mal zum Lesen kommen.

Habt ihr auch John Green-Bücher im Regal stehen? Wollt ihr auch mitmachen? Dann meldet euch doch einfach bei Kim :)
 
 

Dienstag, 22. Juli 2014

Gemeinsam lesen

1. Was liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich habe heute "Der 50-Jährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte" von Mikael Bergstrand in der Tasche dabei, habe aber noch gar nicht reingelesen, bin daher noch auf der allerersten Seite (Seite 7).
 

Die 50 liegt weit hinter ihm, die Exfrau weilt mit ihrem Neuen im Liebesurlaub, und das Wohlstandsbäuchlein spannt schon etwas unter dem Cordjackett. Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Midlife-Crisis hat Göran Borg fest im Griff. Als er auch noch seinen Job verliert, tut er das einzig Vernünftige, was man(n) in so einer Situation tun kann: sich hängen lassen und in Selbstmitleid baden. Doch dann lässt sich Göran in einem schwachen Moment zu einer Gruppenreise (!) nach Indien überreden. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Denn kaum ist der Schwede im Land der heiligen Kühe angekommen, geht alles schief. Doch mit Hilfe des findigen Textilhändlers Mr. Yogi, der betörenden Schönheitssalonbesitzerin Preeti und ca. 1000 Hindu-Gottheiten kommt Göran nicht nur dem Zauber Indiens auf die Spur, sondern auch seiner eigenen Sinnkrise ...
 
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Und, was denkst du?"
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
An sich noch gar nicht viel, da ich inhaltlich ja noch nichts zum Buch sagen kann. Ich hab´s zum Vorablesen von buecher.de erhalten und bin eigentlich auch sehr gespannt drauf. Allerdings find ich den Titel blöd. Der ist so ... gewollt und erinnert so sehr an andere Buchtitel, die es schon gibt ("Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", "Die Analphabetin, die rechnen konnte", usw.). Das wirkt irgendwie so abgeguckt und weckt halt unweigerlich Assoziationen zu diesen anderen, schon bekannten und erfolgreichen Titeln, finde ich. Das soll vielleicht auch extra so sein wegen irgendwelcher Marketingkonzepte und was weiß ich, aber ich find´s halt nicht so toll, weil man dem Buch damit ja vornherein irgendwie einen Stempel aufdrückt.
 
4. Beschreibe den Ort, an dem du dich in deinem aktuellen Buch befindest!
Kann ich noch nicht. Aber an irgendeiner Stelle im Buch wird es wohl Indien sein ;)
 

Montag, 21. Juli 2014

"If you leave - Niemals getrennt" - Courtney Cole

Knaur Verlag, 2014
8,99 Euro
 
Reihe:
2. "If you leave - Niemals getrennt"
 
 
Handlung:
Seit dem Tod ihrer Eltern führt Madison das Familien­restaurant weiter, was all ihre Zeit beansprucht. Daher spielen Männer für sie keine Rolle. Das ändert sich schlagartig, als sie den faszinierenden Gabriel Vincent kennenlernt. Sie fühlt sich unwiderstehlich von dem geheimnisvollen Mann angezogen, bei dessen bloßem Anblick ihre Knie weich werden. Doch genau wie sie hat auch Gabriel eine schwere Zeit hinter sich. Wird ihre gegenseitige Liebe die Schatten der Vergangenheit überwinden können?
(Quelle: hier)
 
 
Meine Meinung:
Mit "If you leave" hat Courtney Cole die indirekte Fortsetzung zu "If you stay" geschrieben, das mir an sich gut gefallen hatte. "Indirekte" Fortsetzung deshalb, weil hier im zweiten Buch nun Milas Schwester Madison an der Reihe ist, ihr Glück zu finden. Eigentlich will sie das gar nicht, sie hat genug mit sich selbst und der Führung des Familienrestaurants zu tun, aber wie das nun mal so ist mit der Liebe... Die schlägt halt manchmal einfach so zu und dann kann man sich nicht dagegen wehren. Hier kommt sie in Form von Gabe Vincent, der auch seine Päckchen zu tragen hat. Als Soldat, der aus einem Krisengebiet zurückgekehrt ist, bringt er vor allem Albträume und andere Traumata mit nach Hause, die ihm schwer zu schaffen machen. Das steht nicht nur ihm selbst im Weg, sondern auch jeglicher Form der Annäherung zu Madison, die ihm nach einer ... interessant-prickelnden ersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Einige Hürden, Schikanen und Probleme sind also vorprogrammiert in der Geschichte von Madison und Gabriel - genau dadurch wird´s aber nicht langweilig.
Mir hat dieser zweite Teil auch gut gefallen, allerdings leider nicht so gut wie der erste. Vielleicht, weil mich hier zuviel an diese erste Geschichte erinnert hat. Pax´ und Gabriels Vergangenheiten sind zwar unterschiedlich, aber trotzdem wusste man hier schon recht früh, was einen erwartet und wie das Erzählschema verlaufen würde. Auch Mila und Pax aus dem ersten Teil begegnen einem hier immer wieder mal und sind selbst in der Entwicklung der Geschichte von Madison und Gabriel stets präsent, das fand ich irgendwie merkwürdig. Ich hätte mir etwas mehr "Eigenes" für Madison und Gabriel gewünscht. Wen es also interessiert, wie es mit dem ungleichen Paar Mila-Pax nach Teil 1 weitergeht, sollte sich "If you leave" nicht entgehen lassen.
Ansonsten konnte ich mich mit dem Finale der Story und dem Weg dorthin nicht so recht anfreunden. Gerade Gabes Entwicklung kam mir zu aufgesetzt und "auf die Tränendrüse gedrückt" vor. Aus rein fachlicher Sicht (ich bin ja Psychologin) stelle ich zudem dieses Programm, dem sich Gabriel letztlich anschließt, irgendwie in Frage... Aber mehr sage ich dazu nicht, denn inhaltlich soll ja jeder selbst überrascht werden, der "If you leave" noch lesen möchte. Und wem der erste Teil "If you stay" gefallen hat, der kann guten Gewissens auch zu dieser Fortsetzung greifen.



Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 20. Juli 2014

"Gut gegen Nordwind" - Daniel Glattauer

Goldmann Verlag, 2008
8,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch, das ein Freund von dir liebt

Handlung:
Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
Vor zwei oder drei Jahren habe ich schon einmal angefangen, „Gut gegen Nordwind“ zu lesen. Damals ging mir das E-Mail-Geschreibe zwischen Leo und Emmi jedoch irgendwann so auf die Nerven, dass ich das Buch abgebrochen habe. Auch dieses Mal war ich versucht, das Buch nach etwa 40 Seiten entnervt in die Ecke zu feuern, bin aber dennoch dran geblieben und habe weiter gelesen. Und das war letztlich auch gut so. Denn an weiten Teilen hat mir „Gut gegen Nordwind“ dann doch erstaunlich gut gefallen. Ich hab gelacht, ich hab gekichert, ich hab geradezu laut aufgeseufzt, als ich Leos Satz las „Wenn ich sehe, dass eine E-Mail von Ihnen einlangt, klopft mein Herz.“ (S. 155).

Aber ich hab mich auch geärgert. Denn es ist nun mal so, dass es Dinge gibt, die mir an dieser Geschichte wirklich gar nicht gefallen haben.
1. Mir wurden die Korrespondenzen zwischen Emmi und Leo dann und wann einfach zuviel und zu ausschweifend. So um den heißen Brei herumgeredet. Ich habe wirklich manchmal nicht nur eine, sondern gleich zwei oder drei Seiten überblättert und an einer anderen Stelle wieder eingesetzt, weil mir das Geplänkel zwischen den beiden an mancher Stelle einfach auf den Keks ging.

2. Ich mag Leos rechthaberische Art nicht. Wie er immer den Klügeren raushängen lässt, immer alles besser weiß und sich so arg gewählt und nachdenklich ausdrücken muss; wie er bedächtig tut, wie er Emmi immer wieder zurecht weist und ihr stets aufzeigt, wie falsch sie liegt mit ihren Äußerungen und Annahmen. Dass er immer die Oberhand im Gespräch behalten muss, das hat mich nicht nur genervt, das fand ich auch unglaublich schade. Schade für Emmi, die in meinen Augen hier so oft den Kürzeren zieht.

3. Das Ende ist eine Beleidigung. Ich habe selten (nie?!) ein so mieses Buchende lesen müssen. Versteht mich nicht falsch, nicht jedes Buch muss ein rosarotes Happy End haben. Aber das hier?? Ich weiß nicht, was der Herr Glattauer sich dabei gedacht hat. Wie er darauf kommt, seine Leser über 220 Seiten mit zu ziehen und mitfiebern und mithibbeln zu lassen – nur um ihnen dann so etwas vorzusetzen. Wäre das Buch zwei Seiten früher vorbei gewesen – das Ende wäre perfekt gewesen. Jeder Leser hätte daraus was für sich machen und mitnehmen können, sich seinen Teil dazu denken können. Aber diese letzten zwei Seiten des Buches, die machen alles kaputt. Diese letzten 2 Seiten sind eine Ohrfeige. 


Freitag, 18. Juli 2014

Freitagsgedanken: Liebster Award

Es ist Freitag!! Wenn das kein Grund zur Freude ist...
Und die Freitagsgedanken gab es auch schon länger nicht mehr, was nicht etwa bedeuten soll, dass ich freitags nicht mehr (nach)denke oder geistig gar völlig abschalte. (Nur so ein bisschen. Ist immerhin Freitag.)

Heutiges Thema jedenfalls: Awards. Ich hab es ja nicht so mit Awards. (Stichwort: Award- Schieberei und dass es nichts Besonderes mehr ist, wenn jeder einen kriegt.) Und wenn ich einen bekomme, mache ich normalerweise auch keinen großen Wirbel drum. Jetzt hat mir Elli den "Liebster Award" verliehen, worüber ich mich natürlich dennoch freue. Und die Fragen, die sie gestellt hat, beantworte ich auch. Die sind nämlich mal etwas anders als die üblichen Lesefragen...
 

1. Was war dein erstes Konzert?
Es dürfte den Mitlesenden bekannt sein, dass ich der britischen Band Keane verfallen bin, schon seit Jahren. Und so ist es wohl auch nicht allzu verwunderlich, dass mein erstes "richtiges" Konzert von Keane war, das war 2008 in Berlin. *in Erinnerungen schwelg*
 

2. Warst du schon einmal in einer Oper oder einem Ballett? Wenn ja, welche/s?
Ja, ich habe z.B. schon "Othello" oder auch "La Bohème" als Opern gesehen, konnte dem aber nicht wirklich was abgewinnen. Ich mag diesen künstlichen Operngesang einfach überhaupt nicht, und wenn Stücke dann auch noch so "neumodern" interpretiert werden in Bezug auf Kostüme und Bühnenbild, ist das echt nicht mein Fall. Erst vor ein paar Monaten habe ich zudem beim Ballett von "Anna Karenina" ein echtes Desaster erleben müssen, was man hier noch einmal nachlesen kann, wenn man möchte.
 

3. Liest du täglich Zeitung? (Online-Versionen gehen natürlich auch.)
Nein, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Morgens geht gar nicht und abends hab ich meistens keine Lust auf ausführliche Politik und Co. Ich bin tagsüber viel online und guck da immer mal, was los ist in der Welt.
 

4. Welchen Klassiker wolltest du schon immer einmal lesen, hast es aber bisher immer aufgeschoben?
"Krieg und Frieden" von Tolstoi. Liegt schon seit Jahren wartend im Bücherregal.
 

5. Nenne drei Gegenstände, die du täglich mit dir herumschleppst, außer Schlüssel, Geldbörse und Handy!
Öhmmm... ein Buch, meinen Labello  und eine Packung Taschentücher (das muss allerdings alles nicht "geschleppt" werden). Außerdem einen Haufen anderen Krams. Es gab mal so einen schönen Spruch: Mit meiner Handtasche könnte ich spontan das Land verlassen, und genau so ist es bei mir.
 

6. Gibt es ein Gedicht, das dich schon seit Jahren begleitet? Wenn ja, welches?
Nein, keins. Ich bin kein wirklicher Gedichte-Freund...
 

7. Wenn du dir eine übernatürliche Fähigkeit aussuchen könntest, welche hättest du gern?
Ich würd mich gern unsichtbar machen können. Und die Zeit anhalten.
 

8. Wärst du lieber ein Vampir oder lieber ein Werwolf? Warum?
Keins von beidem, bitte. Bei dem einen ist mir zuviel Blut im Spiel, der andere ist mir zu pelzig. Da knuddel ich lieber meinen Hund :D
 

9. Welches Buch liest du immer wieder?
Die Harry Potter Reihe, "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach und "Eine Lüge zuviel" von Stephanie Bond - eine Schnulze, die scheinbar niemand außer mir kennt...
 

10. Mit welcher berühmten, bereits verstorbenen Person würdest du gern einen trinken gehen?
Pfff... Ich würd ´ne Kaffee- (bzw. Bier-) Runde machen mit Jane Austen, Friedrich Nietzsche, James Dean und Tony Curtis. Die erste würde ich fragen, ob sie sich bei Mr. Darcy von einer realen Person hat inspirieren lassen, den zweiten, was er eigentlich für ein Problem mit dem Leben hatte. Den dritten würde ich wahrscheinlich nur anglotzen (James Dean hatte sowas herrlich Verwegenes an sich...) und dem vierten würde ich Danke sagen, weil er durch "Manche mögen´s heiß" in einem meiner Lieblingsfilme mitgespielt hat. 
Komische Auswahl, ich weiß, aber mir fallen gerade keinen anderen Promis aus der Vergangenheit ein, die ich hätte treffen wollen...


~ Auch wenn ich den Award nicht weiterreiche, könnt ihr gern ebenfalls die Fragen (oder auch die bei Elli) beantworten. Würde mich freuen. ~
    

Donnerstag, 17. Juli 2014

"Stigmata" - Beatrix Gurian

Arena Verlag, 2014
16,99 Euro


Handlung:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …
(Quelle: hier)
 

Meine Meinung:
Ist "Stigmata" ein Pageturner? Definitiv.
Bietet "Stigmata" gruselige Schreckmomente, viel Mysteriöses und unheimliche Szenen, die einem Gänsehaut verursachen? Hmm, leider nicht ganz so sehr, wie ich gehofft hatte.
Sticht "Stigmata" aus der Masse heraus? Ja, ohne Frage.
 
Damit wären drei wichtige Dinge zum Buch gleich am Anfang geklärt. Was soll ich sagen, mir hat "Stigmata" letztendlich gut gefallen, auch wenn ich zunächst andere Hoffnungen und Erwartungen an das Buch hatte. Ein wirkliches Gruselbuch ist es in meinen Augen nicht, auch wenn es die Autorin versteht, gekonnt Schrecksituationen und merkwürdige, unerklärliche Momente so zu legen, dass einem beim Lesen schon mal ganz anders werden kann.
"Stigmata" ist aber vor allem auch ein Blickfänger, aus mehreren Gründen. Zum einen punktet es durch das dunkelgrün-silbrige Cover, das ein echter Hingucker ist. So macht "Stigmata" schon wegen des Covers von außen einen schaurigen Eindruck; es hält dieses Versprechen aber auch innen auf den Buchseiten. Denn innen befinden sich neben dem Text zusätzlich Fotos. Bilder, die den dazugehörigen Text unterstreichen, denn sie bilden jeweils das ab, was gerade beschrieben wurde. Und diese Fotos sind ... nun ja, teilweise wirklich gruselig. Manche sind da nicht ohne. Sie passen ganz wunderbar zur Atmosphäre, und das Düstere und Ungewisse wird durch sie besonders betont. Das Konzept erinnert ein wenig an das Buch "Miss Peregrines home for peculiar children/ Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs - damals hat mich die Mischung aus Text und passenden Fotografien völlig begeistert, und auch hier passt sie sehr gut.
 
Außerdem findet das Geschehen von "Stigmata" auf unterschiedlichen Zeitebenen statt, dazwischen gestreut sind zudem immer mal Briefe - was zunächst also sehr verwirrend anmutet, macht zum Ende hin aber durchweg Sinn. Oder zumindest fast. Denn ich habe jetzt, wo ich das Buch ausgelesen habe, die ein oder andere (Logik-)Frage, die mir nicht ganz klar ist. Ich habe das Gefühl, dass es hier noch ein paar Lücken gibt, die man durchaus hinterfragen könnte und dass es auch das ein oder andere "Aber..." gibt, das beachtet werden sollte.

Trotzdem bleibt der Eindruck eines durchweg lesenswerten, außergewöhnlichen und gut durchdachten Buches, das vor allem wegen seines zugrunde liegenden Konzeptes überzeugen kann.


  

Dienstag, 15. Juli 2014

Gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Nachdem das Buch eine ziemliche Weile ungelesen in meinem Regal warten musste, hab ich es mir am Wochenende dann doch mal geschnappt und angefangen zu lesen: "Die Verratenen" von Ursula Poznanski, da bin ich momentan auf Seite 282.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Sie leben in Gruppen, und wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen, werden sie unangenehm."

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?
Bisher find ich das Buch ok. Nicht umwerfend oder ganz fantastisch, aber eben auch nicht schlecht. Irgendwie ist es anders als das, was Frau Poznanski sonst so schreibt. Viele Leser sind von der Buchreihe ja völlig begeistert, insofern bin ich dann doch mal neugierig geworden und wollte selbst sehen/ lesen, wie die Bücher denn nun so sind. Aktuell bin ich etwas über der Hälfte der Seitenzahlen und hoffe, dass die Story irgendwie noch unerwartete Wendungen nimmt oder irgendwie ... anders wird. Denn gerade im Moment (bei den Kapiteln, bei denen ich gerade bin), hab ich einfach das Gefühl, so eine ähnliche Handlung schon in verschiedenen Formen abgewandelt in anderen Büchern gelesen zu haben. Also hoffe ich, dass mich Frau Poznanski - eigentlich wie immer - doch noch so richtig "baff" machen kann...

4. Welches ist dein absolutes Sommerbuch dieses Jahr?
Puhh, schwierig. Ich hab kein wirkliches Sommerbuch, das ich jedes Jahr wieder lesen könnte; oder auch keins, das mich in diesem Jahr sehr an Sommerfeeling erinnern würde und das ich selbst unbedingt lesen möchte. Vor ein paar Jahren habe ich im Sommer eigentlich immer ein Buch von Nora Roberts gelesen, weil die sich einfach schön weglesen lassen, im Urlaub z.B., und dabei immer eine besondere Mischung aus Spannung, Liebesstory und Krimi haben. Allerdings habe ich jetzt schon länger nichts mehr von ihr gelesen, weil ich ihre Bücher in den letzten Jahren einfach nur noch furchtbar fand: alle vorhersehbar, alle fürchterlich kitschig und schmalzig, mit schlechten Dialogen und bescheuerten Happy Ends und mit Handlungsplots, die sich alle ähneln... Die Bücher, die sie in den 80er und 90ern geschrieben hat, haben mir viel besser gefallen, als das, was heute am laufenden Band von ihr herauskommt...


Montag, 14. Juli 2014

Sand?! Wirklich??

Gerade eben in einer bescheuerten "Frauenzeitschrift" unter der Rubrik Sommerschmöker als Zitat entdeckt:


Wirklich??? Also wenn ich mal ehrlich sein soll, dann HASSE ich Sand in meinen Büchern wie fast nichts anderes. (Schlimmer sind eigentlich nur noch Wasserflecken und gedellte Seiten, wenn einem das Buch ins Wasser fällt. Die machen mir bei einem Buch, das ich mit am Strand hatte, aber interessanterweise viel weniger aus. Denn bei einem richtigen Aufenthalt am Meer mit Salz und Meeresluft etc. ist sowas ja kaum vermeidbar... Aber wenn ich dann später auf das zerfledderte und mitgenommene Buch schaue, weiß ich, was da für ein Urlaub dahintersteckt und denke daran zurück.)
Sand jedoch... :o Uaaaahhh... :( Ich versuche immer, meine Bücher so wenig wie möglich leiden zu lassen. Sand zwischen den Seiten mag ich wirklich überhaupt nicht und versuche ihn sehr zu vermeiden...


Wie seht ihr das? Buch am Sandstrand ja oder nein? Und stören euch gedellte feuchte Seiten und kratziger Sand zwischen den Seiten oder gehört das zum Strandbuch dazu?




Sonntag, 13. Juli 2014

In my mailbox: Wenn´s sonst schon kaum Blogbeiträge gibt...

Vor 3 Wochen gab es den letzten "In my mailbox" - Post, und da ich es zur Zeit nicht so mit dem Rezensionen-Schreiben habe, schreibe ich halt über was anderes, damit es hier dennoch ab und zu etwas zu lesen gibt. Heutiges Thema also: neue Bücher bei mir. (Das kriege ich immer hin ;) )

Arvelle hatte vor einigen Tagen eine schöne Aktion, bei der man einen 25 Euro-Gutschein erhalten konnte.
So sieht z.B. ein umgesetzter 25- Euro Gutschein bei Arvelle aus:


Na gut, um ehrlich zu sein, hab ich 7 Euro noch dazu gezahlt - aber dennoch: für sozusagen 7 Euro habe ich diesen Stapel Bücher bestehend aus Mängel- und Restexemplaren erhalten. Das sind:

- Samuel Beckett "Warten auf Godot" (Habe ich in der Schule mit meinem Französischkurs mal als Theaterstück gesehen und fand es grandios. Seitdem wollte ich es unbedingt mal lesen.)
- Moira Young "Dustlands: Die Entführung" (Finden ja alle so toll, diese Buchreihe. Mal sehen, ob sie mir auch gefällt.)

Dann gab es diese Bücher, die habe ich auch tatsächlich alle schon gelesen:


- Courtney Cole "If you leave - Niemals getrennt"
- Meagan Spooner "Skylark - Der Eiserne Wald" (Rezension)
- Kerstin Gier "Silber 2"








Und neu sind schließlich auch noch diese 3 hier:
- Robin Wasserman "Wired" (Neulich habe ich diese Hardcover-Ausgabe als supergünstiges Mängelexemplar (ohne Mängel) in einer Bücherkiste gefunden und mich total gefreut, weil mir dieser dritte und letzte Teil der Buchreihe um Lia Kahn die ganze Zeit noch gefehlt hat.)
- Álvaro Ortiz "Unterwegs mit Hector" (Das ist mein allererstes Graphic Novel. Bin schon sehr gespannt, ob das was für mich ist - ich persönlich kann da ja nicht mal den Unterschied zum Comic ausmachen, ist das nicht dasselbe?!)
- Jessi Kirby "Dein eines, wildes, kostbares Leben" (Als Rezensionsexemplar. Keine Ahnung, was mich hier erwarten wird; manche fanden das Buch ja zu "kindlich-jugendlich". Ich lasse mich einfach mal überraschen.)


Wie sieht´s aus? Wer kennt was, wer empfiehlt was (oder gerade nicht)...?


Samstag, 12. Juli 2014

"Skylark: Der Eiserne Wald" - Meagan Spooner

Verlag Heyne fliegt, 2014
13,99 Euro


Handlung:
Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit.


Meine Meinung:
Die Autorin Meagan Spooner hat Fantasie, ohne Frage. Und sie hat versucht, diese Fantasie vielschichtig in ihren Roman "Skylark: Der Eiserne Wald" zu verpacken. In meinen Augen ist es jedoch beim Versuch geblieben, denn überzeugen konnte mich der Roman leider nicht.
Schon von Beginn an hatte ich Probleme, das zu verstehen, was ich da gerade las. Gefühlt fehlten Erklärungen, Hintergrundinformationen und Einblicke in die Welt, in der Hauptfigur Lark lebt. Ich habe auf den ersten gut 30, 40 Seiten sprichwörtlich nur Bahnhof verstanden. Die Rede ist immerzu von einer "Ressource", von anderen wird das "Magie" genannt - aber was genau soll das sein? Was verbirgt sich dahinter? Wofür ist sie gut, oder ist sie eher nicht gut, sondern schadet? Nicht einmal das konnte zweifelsfrei erklärt werden. Wo kommt diese Magie her und warum durchsetzt sie Larks Welt wie eine Krankheit, von der niemand befallen werden möchte?
Das war mein Hauptproblem von Anfang an: ich hab Grundlegendes nicht verstanden. Und das lag an mangelnder Information. Im Laufe der Handlung taucht das Thema "Magie" immer wieder auf, und zunehmend stand ich ihr daher gezwungenermaßen locker gegenüber und habe sie als das genommen, was sie wohl sein soll: irgendeine Art Energie, die manchen zueigen ist, manchen nicht; und eben aus diesem Grund sehr verheerend für Lark werden soll. Was dann folgt, ist Larks Weg fort von ihrem Zuhause, aus der Welt, die sie kennt und von der sie bisher immer dachte, dass sie sie schützen würde. Ich kam nicht umhin, Larks Weg als eine Mischung aus den "Tributen von Panem" und dem "Herrn der Ringe" anzusehen - dieser Vergleich hinkt vielleicht, aber ich hab daran denken müssen, als ich von Lark gelesen habe. Gerade dieser Mittelteil, in dem Lark nur alleine wandernd unterwegs ist, liest sich obendrein sehr zäh und wirkt wegen fehlender Interaktion und Handlung etwas schleppend, insbesondere, weil man schlicht nicht erahnen kann, in welche Richtung sich das alles noch entwickeln wird.
Was mich aber vor allem gestört und verwirrt hat, ist die Aneinanderreihung von zahlreichen Ideen der Autorin, die aber offenkundig einfach nicht zusammen passen und kein stimmiges Bild ergeben. Mal schlägt die Autorin eher die "Märchenschiene" an, schreibt von verwunschenen Wäldern und herrlichen Obstplantagen, dann tauchen aber plötzlich menschenfressende Bäume und Geistererscheinungen auf, an anderer Stelle Kannibalen - warum? Es gibt Kobolde, die aber kleine metallene Maschinen sind und herumfliegen - also eigentlich gar nicht Koboldhaft erscheinen. Und immer mittendrin die "Magie", diese merkwürdigen Energieströme, die manche stark, andere verrückt werden lassen. Irgendwie passt das einfach alles nicht zusammen. 

Letztlich kommt tatsächlich erst zum Ende hin richtig Spannung auf, aber auch das konnte meine Begeisterung einfach nicht mehr wecken. "Skylark" hat schlicht nicht mein Interesse und meine Erwartungen getroffen. Mehr Erklärungen hätte ich schön gefunden. Mag sein, dass diese in den Folgebänden (3 Teile sollen es werden) noch kommen, aber für mich ist der Zug bis dahin leider schon abgefahren: ich denke nicht, dass ich diese Buchreihe verfolgen werde.



Ein herzliches Dankeschön an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!


Mittwoch, 9. Juli 2014

"Kleinstadtknatsch" - Miriam Toews

Berlin Verlag, 2007
als Taschenbuch 9,90 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch aus dem unteren Ende des Stapels ungelesener Bücher

Handlung:
Hosea Funk, der Bürgermeister des kleinen Städtchens Algren, fiebert dem Besuch des Premierministers entgegen. Der kommt aber nur dann, wenn Algren wirklich die kleinste Stadt Kanadas ist. Dafür sind genau 1500 Einwohner nötig, nicht mehr und nicht weniger. Hosea denkt scharf nach: Bekommt nicht Veronica Epp bald Drillinge??! Dann ließe sich doch der Aussiedlerhof an der Stadtgrenze ausgemeinden. Hosea kämpft nach Kräften für die 1500, aber natürlich kommt ihm das Leben immer wieder dazwischen.
(Quelle: hier)


 
Meine Meinung:
"Kleinstadtknatsch" bedient sich einer wirklich niedlichen Idee. Algren möchte gern die kleinste Stadt Kanadas sein. Oder vielmehr möchte Bürgermeister Hosea Funk, dass Algren eben das ist, und zwar am 1. Juli. An diesem Tag nämlich hat der Premierminister einen Besuch in der kleinsten Stadt Kanadas angekündigt und Hosea würde ihm nur zu gern mal die Hand schütteln. Es gibt jedoch auch noch einen ganz anderen Grund, warum Hosea den Premierminister gern persönlich treffen möchte...
Um das Ziel von genau 1500 Einwohnern zu erreichen, hat Hosea einiges zu tun. Denn an seine Wunschvorstellung hält sich in Algren tatsächlich niemand. Vielmehr gibt es munter Zu- und Abgänge in der Stadt; Bewohner versterben, andere ziehen neu und ungefragt (!) hinzu, die Geburt von Drillingen steht kurz bevor - kurzum: die 1500 rücken in immer weitere Ferne. Und der Stress für Hosea geht damit erst richtig los.
Ich fand "Kleinstadtknatsch" irgendwie interessant anders; vielleicht lag es daran, dass es einen gewissen Gegensatz zu meiner sonstigen Lektüre in der letzten Zeit dargestellt hat. Die Geschehnisse in Algren werden aus der Sicht von Hosea erzählt, sowie aus der Perspektive von Knute, die vor kurzem mit ihrer Tochter wieder zurück nach Algren gezogen ist. Während sich Hosea den Kopf zerbricht, wie er sich auf standesgemäße und ganz und gar christliche Art und Weise den Verlust einiger Stadtbewohner herbei wünschen kann, hat Knute mit ihrem kranken Vater, der Erziehung ihrer Tochter und dem Wiedertreffen mit ihrer alten Flamme Max genug andere Probleme.
Der stetige Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven hat mir gut gefallen und hat die ganze Handlung schön kurzweilig gehalten. Trotzdem hat mir gerade im Mittelteil einfach etwas Schwung oder Spannung gefehlt, sei es durch eine unerwartete Entwicklung der Figur oder durch irgendwelche Wendungen und Überraschungen. Es lief alles ein wenig glatt geradeaus und das bis zum Ende. Auf die Weise liest sich "Kleinstadtknatsch" zwar sehr angenehm und überzeugt durch die liebevoll ausgedachten Kleinstadtproblemchen, kann aber letztlich nicht so wirklich Eindruck schinden im Bücherregal.


Sonntag, 6. Juli 2014

(Nicht ganz so) Kurzes Lese-Update

Hallo ihr da draußen!
Na, wofür nutzt ihr das (unglaublich heiße) Wochenende? Zum Eisessen, zum Baden oder zum Lesen? Theoretisch sind alle drei Sachen gleichzeitig machbar - gut für den, der es hinbekommt... ;)

Mir persönlich ist das gerade wieder mal zu viel Sommer. Ich hab´s ja nicht so mit dieser Jahreszeit. (Meinetwegen könnte jetzt gern bald der Herbst kommen. Ich hab aber so das Gefühl, dass das noch dauern wird.) Draußen ist es mir zu ... ähhhhhhiiiihhhhhhhheeeeeiiiiißßßßßßuuuuunnnnndddsoooonnnnnig und man kann gar nicht gucken, sondern nur blinzeln, und ... ach nee. Draußen ist mir gerade zu warm. 
Man merkt anhand dieses sinnlosen Geschreibsels im Übrigen gut, wie die Hitze mir das Hirn aufweicht. Damit hier aber nicht nur Blödsinn herauskommt - sprechen wir doch über Bücher! Ich habe eben überlegt, was ich in den letzten Tagen eigentlich gelesen habe; tatsächlich habe ich das Gefühl, es wäre viel mehr gewesen - war es aber offenbar nicht. Anfang der Woche habe ich "Stigmata" von Beatrix Gurian gelesen; ein wirklich beachtenswertes Buch mit vielen schaurigen Fotografien drin, die den Text wunderbar unterstreichen. Hier würde es mich wirklich mal interessieren, ob es zuerst die Bilder gab und die Geschichte drumherum geschrieben wurde, oder ob die Bilder extra für die Story angefertigt wurden. Das Ganze erinnert sehr an das Konzept von "Miss Peregrine´s home for peculiar children" von Ransom Riggs, allerdings hat es mich da einfach mehr vom Hocker geworfen... Bisher habe ich keine Rezension zu "Stigmata" fertig gebracht; mir fehlt momentan schlicht und einfach jegliche Lust, irgendwelche Buchbesprechungen zu schreiben. Kann mich da gerade nicht aufraffen - aber vielleicht liegt´s ja nur am Wetter... (*hust wohl eher nicht hust*) 
Auch die Rezension zu "Ein Buchladen zum Verlieben" von Katarina Bivald steht noch aus, aber das Buch erscheint eh erst im August, insofern kann (und muss) ich mir da eh noch Zeit lassen.

Heute Mittag habe ich "Skylark - Der Eiserne Wald" von Meagan Spooner ausgelesen, das ist noch ganz neu und hab ich erst letzte Woche netterweise vom Heyne Verlag bekommen. Ich muss ehrlich sagen, dass es mir nicht so gefallen hat; die Story wirkt merkwürdig zusammengesetzt aus vielen verschiedenen Ideen, die aber nicht zueinander passen. Und ich habe einiges an Hintergrundinformation vermisst, denn mir fehlten hier wirklich manche Puzzlestücke zum Verständnis. Hier habe ich tatsächlich sogar einige wirkliche (Kritik-) Punkte für eine Rezension im Kopf, an die werde ich mich daher wohl auch bald setzen.

Momentan liegt "Silber - Das zweite Buch der Träume" von Kerstin Gier neben mir, ich habe aber noch nicht reingelesen. Ich habe kurz überlegt, ob ich vielleicht erst noch einmal den ersten Teil lesen sollte. Denn, ganz ehrlich: Diese neue Buchreihe von Frau Gier hat bei mir leider kaum Eindruck hinterlassen, der erste Teil wirkte auf mich eher wie ein Versuch, die Edelstein-Trilogie nochmal zu kopieren. Ich erinnere mich daher kaum an das, was in Band 1 passiert. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, mir den ersten Teil nochmal zu schnappen, sondern habe stattdessen beim Spoilerparadies lieber eine Zusammenfassung gelesen. Und jetzt weiß ich wenigstens so ein bisschen wieder Bescheid. "Silber 2" werde ich mir also demnächst vornehmen.

Nebenbei lese ich auch noch "If you leave" von Courtney Cole, die sozusagen-Fortsetzung zu "If you stay". Dieses Mal geht es um Milas Schwester, die sich (an der Stelle im Buch, wo ich gerade bin) soeben Hals über Kopf in einen schnittigen, aber leider traumatisierten Soldaten verguckt. Naja, warum auch nicht. Ich schätze mal, Problemchen und Herzschmerz sind vorprogrammiert - ich lass mich einfach überraschen... 

Und schließlich liegt seit mittlerweile einigen Wochen "Days of blood and starlight" von Laini Taylor angefangen bei mir herum. Tatsächlich habe ich momentan meistens keine Lust, das weiterzulesen - habe aber keine Ahnung, warum.

Ansonsten kribbelt es mir immer mal kurz in den Fingern, auch nach anderen Büchern zu greifen und einfach reinzuschmökern - ein Impuls, den ich angesichts der anderen angefangenen Bücher dann doch immer wieder unterdrücken muss. Denn was mir vor allem fehlt, ist wirklich Zeit zum Lesen. Bis auf ein paar Seiten hier und da mittendrin ist lesetechnisch bei mir momentan nicht mehr drin. (Ich plädiere für Sommerferien auch für Berufstätige! Wer macht mit?)

Und ihr, was lest ihr so?


Freitag, 4. Juli 2014

Halbzeit beim Lese-Bingo

Streng genommen ist es (noch) nicht Halbzeit, da ich ja erst im Februar mit dem Lese-Bingo begonnen habe. Bis zum Ende des Jahres sind es daher keine vollen 12 Monate. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich die Bingo-Kategorien dennoch bis Ende Dezember durch habe. Denn bisher sieht es eigentlich ganz gut aus:



Das "Buch aus dem unteren Ende meines Stapels ungelesener Bücher" ist mit "Kleinstadtknatsch" von Miriam Toews ebenfalls schon abgedeckt, nur die Rezension ist noch nicht erschienen.
Aktuell "arbeite" ich an den Kategorien "Buch, das verfilmt wurde" ("Die Auserwählten - Im Labyrinth" von James Dashner, lese ich bisher aber irgendwie nur so nebenbei und nicht wirklich ernsthaft) sowie an "Buch mit nicht-menschlichen Charakteren", für das ich "Days of blood and starlight" von Laini Taylor lese. Ist mir neulich erst aufgefallen, dass ich mir dieses Buch anrechnen könnte, da sich hier ja diverse Nicht-Menschen tümmeln... Allerdings klebe ich hier auch schon seit einigen Wochen noch im ersten Drittel des Buches und komme irgendwie nicht voran. Dieser Zauber aus "Daughter of smoke and bone" - der fehlt mir hier irgendwie...
Anfang der Woche habe ich "Stigmata" von Beatrix Gurian ausgelesen. Anfangs dachte ich mir noch "Hey, das könnte ja ein "Buch, das mir Angst macht" sein..." - aber obwohl die Story wirklich seine kleinen Schreckmomente hat (und vor allem die Fotos da drin!!), ist das kein Buch zum Gruseln oder zum Angst-bekommen. Werd ich wohl weitersuchen...
 
Auch für andere Kategorien habe ich mittlerweile eine Idee, z.B. für "Ein Buch, das ein Freund von dir liebt". Ich danke euch an dieser Stelle auch noch einmal für eure Vorschläge, die ihr mir vor Kurzem gegeben habt für manche Kategorien, die mir geradezu Zahnschmerzen verursacht haben, weil ich mit ihnen nichts anfangen kann. Da waren einige Büchertipps dabei, die ich noch gar nicht kannte. Mittlerweile habe ich jedoch auch mehrere kritische Blicke in meine Bücherregale geworfen und mal geschaut, was denn da noch gehen könnte fürs Lese-Bingo. (Vorsatz: Schon in meinem Besitz befindlichen Büchern den Vorrang für diese Aufgabe geben...) Und tatsächlich habe ich Bücher gefunden, die passen. Ich muss jetzt nur noch Lust und Laune dazu bekommen, eben genau diese Bücher dann und wann zu lesen, und zwar am besten bis zum Ende des Jahres.
 
Ansonsten kann ich mir nur selbst auf die Schulter klopfen, denn es läuft genauso, wie ich mir das erhofft habe. Ich kann bzw. konnte bisher im Prinzip lesen, wonach mir gerade ist/ war und musste meine Lesegewohnheiten nicht wirklich umkrempeln oder sehr in eine Richtung drehen und lenken, um die Aufgaben zu erledigen. So geht es mir ja oft bei Challenges, daher mache ich um die meistens einen Bogen. (Btw: Ja, mir ist durchaus klar, dass eine Challenge nicht umsonst Challenge heißt und dass man was dafür tun muss, um sie zu schaffen. Aber ich bin da offenbar zu faul ... ähhh ... unmotiviert und undiszipliniert, nach strengen Vorgaben zu lesen. Das fetzt nicht.) Bei den Kategorien "Ein Buch mit Kurzgeschichten", "Ein Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruht" oder "Ein nicht-fiktionales Buch", die in den nächsten Monaten anstehen, ist genug Challenge für mich dabei ;) 

Macht eigentlich irgendwer von euch beim Lese-Bingo mit? Falls ja, wie sieht es denn bei euch aus?
 
 

Donnerstag, 3. Juli 2014

BdB: Aktion zu "Das Mitternachtskleid"

Bei Blogg dein Buch habe ich eine interessante Aktion vom Beltz & Gelberg Verlag entdeckt, bei der mit ein wenig Glück nicht nur Ruhm und Ehre als Buchblogger 2014 winken, sondern auch tolle Preise.

Worum geht´s?

Beltz & Gelberg startet in Zusammenarbeit mit Blogg dein Buch ein ganz besonderes Gewinnspiel! Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, Karen Foxlees „Das Mitternachtskleid“ exklusiv vor Erscheinen in den Händen zu halten. Und damit nicht genug: Am Ende wird Beltz & Gelberg seinen offiziellen Buchblogger des Jahres 2014 küren, auf den dann tolle Preise warten!


Karen Foxlee "Das Mitternachtskleid"
Rose Lovell braucht keine Freunde. Rose hat niemals irgendwo dazu gehört. Doch als sie mit ihrem Vater, der vor dem Leben flieht, in diesem Kaff an der Pazifikküste Australiens strandet, trifft sie auf die unvergleichliche Pearl Kelly, die alles überstrahlt. Von ihr lässt sich Rose überreden, auf dem Ball der Zuckerrohrernte mitzumachen, dem alle Mädchen entgegenfiebern. Und so lernt Rose die alte Edi Baker kennen, gemeinsam nähen sie das nachtblau schimmernde Traumkleid, mit dem Rose die Schönste sein wird. Stich für Stich hört Rose von Edis Geheimnissen und dem verborgenen Baumhaus, das einst ein Liebesnest war. Erst am Schluss dieses Romans erfährt man von dem Unglück, das passiert ist und alles verändert…






Mittwoch, 2. Juli 2014

Keinen Bock mehr auf... #2

... die "Ashes"-Reihe von Ilsa J. Bick

Das erste Buch der Reihe, "Brennendes Herz", kam mir vor wie so ein Autounfall, an dem man vorbeifahren muss: man will es nicht sehen, muss aber doch irgendwie hinschauen. Genau so erging es mir beim Lesen des Buches: ich wollte die ganzen Beschreibungen eigentlich gar nicht lesen, konnte aber mich aber dennoch nicht davon losreißen. Wenn ich an dieses Buch zurückdenke, fallen mir eigentlich nur negative Wörter ein: widerwärtig, krank, eklig, total gestört, abschreckend, fürchterlich. Gleichzeitig erinnere ich mich, dass das eins der spannendsten und fesselndsten Bücher war, das ich je gelesen habe. Es hat mich definitiv in seinen Bann gezogen, wahrscheinlich, weil es eben so widerwärtig-krank ist und dadurch irgendwie im Gedächtnis kleben geblieben ist.

Teil 2 habe ich mir ebenfalls zugelegt, als dieser erschien, und habe auch begonnen, darin zu lesen. Allerdings war da irgendwie der "Flow" bei mir schon weg. Auf einmal fand ich das alles noch ekliger als ohnehin schon; mein Inneres hat sich richtiggehend dagegen gesträubt, weiterzulesen. Also habe ich es nach 4 oder 5 Kapiteln oder so gelassen. Dazu kam, dass irgendjemand irgendwo (Blog? Facebook?) eine "Szene mit einem Hund" erwähnte, die in diesem Buch wohl vorkommen soll, und dass die "nicht ohne" sei. Mein Gedankenkarussell sprang an und mir wurde klar, dass ich dieses Buch nun erst recht nicht weiterlesen würde können, wenn hier Hunde in der Geschichte würden leiden müssen. (Ich weiß nicht, ob es darum geht, dass der Hund leiden muss, aber ich habe irgendwie diese Vorstellung entwickelt.) Ich hab ein zu großes Hundeherz, als dass ich Szenen lesen kann, in denen es Hunden nicht gut geht - oder noch schlimmeres. Und auch das ganze Setting in Buch 2 mit dieser komischen Siedlung fand ich merkwürdig. Insofern legte ich das Buch irgendwann zur Seite und habe es seitdem nicht wieder angefasst.



Und nun habe ich irgendwie gar keine Lust mehr, es zu lesen. Die Grundidee, dass nach einem elektrischen Impuls/ Aussetzer/ was auch immer plötzlich alle Menschen durchdrehen und die Welt nicht mehr ist wie vorher, fand ich in Band 1 wirklich noch spannend. Dass das alles aber dann so ins Kannibalische (Kannibalistische?!) abdriftete, hab ich zunehmend angewidert-erstaunt (Stichwort: Autounfall) verfolgt, aber an irgendeiner Stelle ging es dann nicht mehr. An und für sich würde ich schon gern wissen, was hinter der ganzen Sache steckt, aber ich werde den Gedanken nicht los, dass mir das Lesen dieser Bücher irgendwie nicht bekommt und nicht gut tut. Also lass ich es.

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