Freitag, 30. Mai 2014

"Radiergummitage" - Miriam Pielhau

DuMont Verlag, 2014
9,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch, von dem du online erfahren hast


Handlung:
Maja Pauly ist Schauspielerin am Braunschweiger Theater. Nicht Berlin. Nicht München. Braunschweig. Und Maja ist Single. Nicht verzweifelt. Nicht unglücklich. Aber ungern. Alles in allem ist ihr Leben eher so mittel. Mittel bis gut. Nicht mittel bis schlecht. Doch dann steht der 35. Geburtstag an. Und Maja hasst die große 35 mit auch für sie selbst nicht ganz nachvollziehbarer, dafür aber umso heftigerer Inbrunst. Damit dieses Unglücksjahr am Ende kein verlorenes war, beschließt sie, sich selbst Aufgaben zu stellen, sich herauszufordern. Der Plan lässt sich gut an. Doch nach den ersten drei Missionen findet sie plötzlich eine vierte im Briefkasten und die hat es ganz schön in sich. Hat Edu, ihr neurotischer, sexbesessener Kollege vom Theater, in den sie heimlich verliebt ist, etwas damit zu tun? Oder versucht sich Exlover Karl wieder in ihr Leben zu schleichen? Wer sich da einmischt, wird sie erst am Schluss herausfinden. Als sie sich findet. Und noch etwas mehr ...

Meine Meinung:
Schon, als ich zum ersten Mal über den Buchtitel "Radiergummitage" stolperte, dachte ich mir ´Perfekt! Das will ich lesen.` Denn wer kennt sie nicht; diese Tage, die so völlig falsch laufen, an denen einfach nichts funktionieren will, an denen man spätestens am Ende des Tages einen Radiergummi zur Hand nehmen möchte, um die ganzen letzten Stunden auszulöschen? Ich kenne solche Tage und ich war glücklich, als mir Miriam Pielhau endlich einen Titel für solche Tage liefern konnte.
Leider ging mir der Aufhänger der vermaledeiten Radiergummitage dann in der fortlaufenden Handlung jedoch ein wenig verloren. Erzählt wird ein Jahr aus dem Leben von Maja - noch dazu beginnend mit ihrem 35. Geburtstag, jenem Geburtstag also, auf den sie wirklich gut hätte verzichten können. Denn mit Mitte 30 ist man in dieser schwierigen Situation, sich ständig mit anderen zu vergleichen, sich rechtfertigen zu müssen, falls man noch Single und kinderlos ist, und eigentlich schon längst wissen müsste, was man vom Leben erwartet. Um sich dieses Trübsal-Blasen zum 35. zu ersparen, fasst Maja kurzerhand den Entschluss, in ihrem folgendem Lebensjahr verrückte, unerwartete und spontane Dinge zu tun, jeden Monat eine Maja-untypische Sache. Dazu gehören Meilensteine wie Stricken lernen, einen Abend als Mann verbringen, eine Frau küssen. In diesem Jahr erlebt Maja damit nicht nur jede Menge Überraschungen, sondern entdeckt auch ganz unbekannte Seiten an sich selbst. 
Diese Art Selbstfindungstrip der typischen Mittdreißigerin hat mir über weite Strecken gut gefallen, auch wenn ich mich oftmals überhaupt nicht mit den Sorgen und Problemchen von Maja identifizieren konnte. (Nun ja. Bin auch noch nicht 35...) Zumindest die Ideen und das Zusammentreffen diverser erwarteter und unerwarteter Aspekte in Majas Leben haben gepasst und ergaben ein schönes Bild von einem Jahr, das mit Absicht anders wird als so viele andere Lebensjahre.
Für meinen Geschmack hätten Majas Erlebnisse von einem Geburtstag zum nächsten ein Stück weit kürzer gefasst sein können. Hier und da wird´s recht ausführlich, vor allem, wenn Maja am Grübeln ist. Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, dass mir Frau Pielhaus Schreibweise oftmals zu hochgestochen war. Sie hat eine interessante Art zu schreiben, mal leicht verträumt, mal herrlich unverblümt und direkt - und das oftmals im prompten Wechsel. Aber ich hatte vermehrt das Gefühl, als wäre lange an den Sätzen herumgebastelt worden, damit sie eben so klingen, wie sie klingen. Es ließ sich nicht leicht über die Absätze hinweg lesen, sondern ich blieb immer mal an irgendwelchen Redewendungen oder Satzteilen hängen. Schwierig zu erklären, aber mir erschien der Wortlaut manchmal einfach zu bemüht.

"Radiergummitage" hat alleine wegen seines Titels ein Sternchen verdient. Vor allem zeigt es aber 365 Tage im Leben von Maja, die sich selbst überraschen möchte, indem sie austestet, was sie kann, was sie schafft und was sie möchte. All jenen, denen es (zumindest manchmal) genauso geht im Leben, sei der Debütroman von Miriam Pielhau hiermit empfohlen.


Ein herzliches Dankeschön an den DuMont Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Keinen Bock mehr auf... #1

... die "Matched" Reihe von Ally Condie

Als ich vor kurzem wieder einmal ratlos vor meinen Bücherregalen stand und mich so gar nicht entscheiden konnte, was ich denn als nächstes lesen wollen würde, ist mir aufgefallen, dass ich viele, wirklich viele Buchreihen habe. Gut, es gehört mittlerweile ja schon zum guten Ton, eine Romanidee so auszuweiten, dass man damit gut 3 Bücher füllen und sich einen Vertrag über eine Trilogie sichern kann. Einzelbände sind mittlerweile ja eher selten geworden. Aber ich habe bisher nie wirklich bewusst wahrgenommen, wie viele Buchreihen ich tatsächlich besitze. Vor allem: wie viele angefangene. Wie viele Buchreihen ich irgendwann im Laufe der Zeit mal begonnen habe, und bei wie vielen davon ich irgendwo so zwischen Teil 1 und 2 oder zwischen 2 und 3 stecke und einfach nicht weitergelesen habe - teilweise auch, obwohl der finale Band einer Reihe schon längst erschienen ist. Manchmal lag das auch daran, dass anhand eines ersten Buches nicht gleich offensichtlich wurde, dass es sich um eine Reihe handelt und ich das Buch "ganz arglos" begonnen und dann erst etwa 30 Seiten vor Ende festgestellt habe, dass hier definitiv Fortsetzungen folgen würden.
Und da musste ich mir neulich nun eingestehen, dass ich heute auf manche Buchreihen, die ich irgendwann mal angefangen habe zu lesen, wirklich gar keine Lust mehr habe - keinen Bock mehr, diese weiterhin zu verfolgen. Dass mein Interesse daran irgendwo auf dem Weg vom ersten Satz bis zum Trilogie-/Tetralogie-/ was auch immer- Ende verloren gegangen ist. Das ist schade, ohne Frage, aber momentan bezweifle ich auch, dass das Interesse an eben diesen Buchreihen jemals wieder bei mir erwachen wird. 



Dazu gehört eben beispielsweise die "Matched"-Reihe von Ally Condie. Ich hab das Buch auf Englisch gelesen, daher musste ich eben erstmal schauen, wie noch gleich der deutsche Titel war: "Cassia & Ky: Die Flucht". Ich habe Band 1 gelesen und besitze auch Band 2 - in den habe ich aber schon gar nicht mehr reingeschaut. Eigentlich hatte mir der Auftakt der Geschichte wirklich gut gefallen (und damit war ich ja auch echt nicht alleine), prinzipiell hat es mich also schon interessiert, wie das alles enden würde.
Aber ich glaube, das Problem war auch so ein wenig, dass ich zwar absichtlich nie Rezensionen zu den beiden Folgebänden gelesen, aber dennoch so am Rande mitbekommen habe, dass viele Leser die Bände 2 und 3 unglaublich langweilig und langatmig fanden. Dass das Besondere hier fehlen würde. Ich glaube, das ist bei mir im Hinterkopf irgendwie hängen geblieben, und so habe ich bis heute eben nicht mal angefangen, in Band 2 ("Crossed") reinzulesen - wahrscheinlich weil meine Motivation, mich einem schon vorher als "langweilig" verschrienem Buch zu widmen, eher gering ausgeprägt ist. An und für sich interessiert es mich aber dennoch, wie die Story insgesamt ausgeht. (Das kann ich nicht bei allen Buchreihen von mir behaupten.) Vielleicht ... tja, vielleicht ... geb ich ihr also doch irgendwann noch einmal eine Chance.

~ ~ ~ ~ ~

Wie geht´s denn euch damit: Kennt ihr das auch, dass eurer Interesse an einer Buchreihe irgendwann plötzlich verschwindet oder immer mehr abnimmt und ihr die Bücher dann ungelesen bei euch stehen habt? Was macht ihr dann mit den Büchern, gebt ihr sie weg oder denkt ihr, irgendwann werdet ihr sie doch noch lesen wollen?

Sollte ich an der "Matched"-Reihe von Ally Condie eurer Meinung nach doch dranbleiben, weil es sich fürs Gesamtende lohnt?

Dienstag, 27. Mai 2014

Gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Heute gibt es einen Re-Read. "Daughter of smoke and bone" von Laini Taylor (ich glaube, eine Inhaltsangabe kann ich mir sparen), da bin ich auf Seite 125. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"The cathedral conducted Karou´s scream and splintered it into a symphony of screams that echoed and collided so the vast vaulted space was alive with her voice."

3. Was möchtest du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Was tun, wenn man vor seinen Regalen voller neuer (und alter) ungelesener Bücher steht und sich partout für keins entscheiden kann? Richtig - man schnappt sich ein Buch, das man bereits gelesen hat und schon kennt. Das passiert mir leider ziemlich häufig; wenn ich mich angesichts zu vieler buchiger Möglichkeiten nicht entscheiden kann, dann wird es oftmals ein Buch, das ich schon einmal gelesen habe. Und so auch bei "Daughter of smoke and bone", dafür habe ich mich ganz spontan entschieden. Der zweite und dritte Teil der Reihe warten darauf, gelesen zu werden. Ich nutze aber momentan lieber erst noch einmal die Chance, aufzufrischen, was bisher alles passiert ist. Ich mag die Schreibweise von Laini Taylor, man kann sich richtig verlieren in den Seiten. Außerdem stelle ich fest, dass ich wieder viel häufiger englische Bücher lesen sollte, irgendwie kam das in den letzten Monaten viel zu kurz.

4. Du darfst den Hauptcharakter deines aktuellen Buches an einen Platz aus deiner Welt mitnehmen (dein Zimmer, Natur, Stadt, eine bestimmte Straße, ein bestimmter Ort), welcher wäre das und warum?
Ich würde eher sagen, Karou soll bitte MICH irgendwo mit hinnehmen. Immerhin kommt sie ja unglaublich rum, braucht nur durch eine Tür zu gehen und sie befindet sich an jeder x-beliebigen Stelle auf der Welt. Da kann sie sich die schönsten Orte doch selbst aussuchen ;)

Montag, 26. Mai 2014

"True - Wenn ich mich verliere" - Erin McCarthy

Egmont Lyx Verlag, 2014
9,99 Euro

Handlung:
Als Rory Macintoshs Freundinnen herausfinden, dass sie noch Jungfrau ist, heuern sie den attraktiven Tyler Mann an, damit er sie verführt. Doch die Gefühle, die zwischen Rory und Tyler bei ihrer ersten Begegnung erwachen, sind ebenso leidenschaftlich wie echt – und schon bald müssen die beiden sich entscheiden, wie viel sie bereit sind, für den jeweils anderen aufzugeben …
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
"Obercooler Bad Boy mit zweifelhaftem Ruf, aber großem Herzen, steht auf eine prüde und verklemmte graue Maus - und umgekehrt" - so könnte der Untertitel von "True" lauten.
Rory ist 20. Und noch Jungfrau. Wie kann sie nur, also echt mal? Da das offenbar - nicht nur in den Augen ihrer Freundinnen, sondern offenbar von ganz Amerika - einer Katastrophe gleich kommt und definitiv nicht so bleiben kann, wird kurzerhand Tyler Mann engagiert, um diesen Makel zu beheben. Der ist ein ganz cooler Kerl, der von der Autorin schnell den Stempel "Bad Boy" aufgedrückt bekommt, damit der Leser weiß, woran er ist. Dass sich das Attribut "Bad Boy" irgendwie immer nur in Tattoos und Zigarettenkonsum äußert, finde ich, nebenbei gesagt, irgendwie auch interessant. Aber sei es drum. Rory dagegen ist das personifizierte Mauerblümchen, ziemlich verklemmt und völlig unerfahren - aber wie soll das auch anders sein, wenn man mit 20 noch nicht mit 10 Typen im Bett war?! Sie macht einen auf Logik, analysiert lieber ihre Mitmenschen, fühlt sich in Mathematik und Naturwissenschaften wohl, hat aber von Literatur, in der es um Gefühle geht, keine Ahnung. Tyler dagegen schon. Der wird also prompt ihr Nachhilfelehrer und zeigt ihr, was Gefühle bedeuten. (Herrje, wie doppeldeutig.)

Soviel zu den Plattitüden der Charakterbeschreibungen. Die Oberflächlichkeit des Buches wird also mithin schon an den Figuren sichtbar. Allerdings schenkt einem dann auch die Handlung diesbezüglich nichts. Die Geschichte, die sich fortan zwischen Rory und Tyler entwickelt, ist nett zu lesen, aber auch nur dann, wenn man keine Ahnung von (guten) Liebesgeschichten hat. Denn deren (Liebes-)Entwicklung hier fand ich an vielen Stellen so vorhersehbar, so abgedroschen und schon zigmal in anderen Kontexten gefunden - hier wurde einfach wenig Überraschung geboten. Natürlich ist Tyler sehr viel mehr als der Bad Boy, sondern reinen Herzens und muss mit einer schwierigen Familie zurecht kommen - gähn. Natürlich ist Rory nicht so kalt und distanziert anderen gegenüber, wie sie immer tut, sondern möchte eigentlich nur geliebt werden - obergähn. 
Ich habe hier echte Gefühle vermisst, und Herzschmerz. Herzschmerz vor allem am Ende. Denn bevor es zum heißersehnten (und üüüberhaupt nicht zu erwartendem) Happy End kommt, müssen natürlich einige Steinchen aus dem Weg geräumt werden. Allerdings ging mir das im Vergleich zur Gesamthandlung irgendwie zu flott. Nix mit großen Gefühlen und Mitfühlen und Aufseufzen. Eher milde Zufriedenheit, dass das Buch vorbei ist.
Dieses platte Zusammentreffen von Rory und Tyler ist mir sarkastische 3 Punkte wert.


Sonntag, 25. Mai 2014

In my mailbox: Weiter geht´s

Heute geht es weiter mit meinen Neuzugängen. Waren nämlich ganz schön viele in den letzten Wochen ...

Vor einigen Tagen habe ich schon einmal erwähnt, dass ich die Cover der "Shatter me" Reihe von Tahereh Mafi so schön finde und die immer magisch meinen Blick angezogen haben. Neulich war ich daher kurzerhand mal wieder zu Besuch auf der Homepage von The Book Depository (war ich schon ziemlich lange nicht mehr) und ... dann habe ich alle Teile bestellt. Ganz ohne zu zögern. Ich muss gestehen, ich habe mich hier völlig von der Optik leiten lassen. Ich hab weder eine richtige Ahnung, worum es in den Büchern geht - noch ob die Bücher gut sind. Da werde ich mich überraschen lassen, schätze ich. Oder was sagt ihr zu den Büchern?




Und wo ich nun schon einmal seit langer Zeit wieder bei TBD war, habe ich mir kurzerhand noch ein Buch dort bestellt. Vor ein paar Tagen habe ich nämlich äußerst überrascht festgestellt, dass der dritte Teil von "Daughter of smoke and bone" von Laini Taylor schon erschienen ist, zumindest auf englisch. Ich habe den zweiten Teil noch nicht mal gelesen o.O (Das wird aber höchste Zeit, dass ich das nachhole; allerdings habe ich die Befürchtung, dass ich gar nicht mehr zusammenkriege, was im Teil 1 passiert ist. Vielleicht sollte ich den also auch erst noch einmal einschieben - aber dafür fehlt mir leider irgendwie total die Zeit.) Jedenfalls erspähte ich bei TBD dann also "Dreams of gods and monsters" vom Hodder & Stoughton Verlag. Irgendwie ist nicht so ganz leicht, an diese Ausgabe ranzukommen, meistens gibt es dann nur die amerikanische Version (z.B. wenn man bei amazon bestellt). Da ich meine ersten beiden Bände aber auch von diesem Verlag habe, habe ich dort zugeschlagen - und es ward meins ;)

Dann war ich bei thalia, einen Geburtstagsgutschein einlösen. Der Betrag auf dem Gutschein hat natürlich nicht gereicht für alles, was ich gern wollte und entdeckte, aber hat immerhin einen guten Teil davon abgedeckt.


Ich hab sehr auf den letzten Teil der Reihe um Aria und Perry gewartet, also war "Geborgen: In unendlicher Weite" von Veronica Rossi schon einmal ein Muss. Weil´s Teil 3 ist, gibt es hier keine Inhaltsangabe, wir wollen ja nicht spoilern.

Nachdem ich schon an vielen Stellen und auf anderen Blogs gelesen habe, dass "Die 5. Welle" von Rick Yancey echt verdammt gut sein soll, mit fiesen Außerirdischen und Weltuntergang und so - hab ich das ebenfalls mitgenommen. 

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Ziemlich neugierig bin ich auf "Der unsichtbare Apfel" von Robert Gwisdek, und ich kann euch nicht mal erklären, wieso. Denn die Inhaltsangabe sagt eigentlich nicht viel aus. Aber ich kenne Robert Gwisdek als Schauspieler und weiß, dass er auch Musik macht, und jetzt also auch noch Schriftsteller? Bei der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" hat eine Bloggerin so von diesem Buch geschwärmt und dann auch verlost (ich hab offenkundig NICHT gewonnen), da dachte ich mir, möchte ich auch gern reinlesen.

Igor ist ein merkwürdiges Kind. Er berührt Dinge, um sie zu verstehen, malt Kreise auf Hauswände und sortiert Schachteln in Schachteln ein. Während er älter wird, übt er das Schmelzen, entdeckt das Nichts und bezweifelt die Endlichkeit. Er verliebt sich und trägt eine Last, die zu schwer ist, er trifft auf den Tod und versucht schließlich, hundert Tage ohne Licht und Geräusche zu verbringen. Seine Reise führt ihn an die Grenzen der Vernunft und verändert seine Wahrnehmung der Welt für immer. Robert Gwisdek schreibt in seinem Debütroman mit einer solchen Sprachmacht und Fantasie über Wahrheit, Wahnsinn und Liebe, dass man das Leben danach mit anderen Augen sieht.

Und schließlich noch die Forsetzung von "Monument 14", das inhaltlich sehr wie "Die 5. Welle" daherkommt. Aber Teil 1 hat mir gut gefallen, daher möchte ich wissen, wie es weitergeht. Hier ebenfalls keine Inhaltsangabe, damit für Interessenten nicht zuviel von Teil 1 verraten wird.

(Inhaltsangaben von amazon.de)

~ ~ ~

Habt einen schönen Sonntag!

Donnerstag, 22. Mai 2014

"Das Liebespulver" - Gerald Wolf

Mitteldeutscher Verlag, 2013
12,95 Euro


Handlung:
Dr. Lucas Liebetrau hat das Liebespulver erfunden. Es ist noch viel wirksamer als das natürliche Vorbild, das Oxytocin landläufig Liebes- oder Kuschelhormon genannt, auch Treue- oder Vertrauenshormon. 
In den Kaffee oder Wein geschmuggelt, klappen Dates auf Anhieb, Ehekonflikte werden im Handumdrehen beigelegt, Geschäftspartner über den Tisch gezogen, und Depressive finden zum Glück zurück. Die Pharmabranche ist an Lucas Geheimnis interessiert, Terroristen sind es ebenfalls, auch seine Laborantin Jessika und Marion, die attraktive und beunruhigend gescheite Kollegin.


Meine Meinung:
"Das Liebespulver" schildert wissenschaftlich und detailgetreu, was passiert, wenn man eine Entdeckung macht. Und nicht nur irgendeine, sondern obendrein von etwas, das für jedermann von Bedeutung sein könnte. Lucas Liebetrau ist mit seinem Forschungsergebnis zunehmend überfordert, weil einfach jeder plötzlich Interesse an ihm, oder zumindest seinem Fund, zu haben scheint.
Forschungsarbeit in all ihrer Breite, realitätsnah und unbeschönigt. Das ist, was man in "Das Liebespulver" zu lesen bekommt. Ich denke, jeder, der in der Forschung tätig ist, dürfte sich hier wiederfinden. Ich selbst kann mich zu dieser Berufsgruppe dazuzählen, und so hab ich tatsächlich diverse der beschriebenen Situationen und Anekdoten auch schon selbst erlebt. Es gab kaum eine Seite, auf der ich mich (auch wenn ich nicht in der Biochemie tätig bin) nicht wiedergefunden und geradezu "verstanden" gefühlt habe. 

Was mir in dem Zusammenhang besonders gut gefallen hat, ist, dass das wissenschaftliche Dasein gern mal ein wenig auf die Schippe genommen wird; Ironie und kleine Seitenhiebe auf das "Forschungs-Business" blitzen hier in der Tat immer mal durch und dürften Gleichgesinnte zum Lächeln und verständnisvollen Nicken verleiten. Aber auch die Absurditäten mancher Gegebenheiten, wenn es um Publikationen, dem Verfassen von Manuskripten und dem Rechtfertigen und Vertreten der eigenen Forschungsergebnisse geht, finden hier Gehör. Mein Lieblingssatz im ganzen Buch ist übrigens dieser hier, denn er ist so unglaublich wahr:

"Stupidität, wo Außenstehende aufregende Forschungsarbeit wähnen." (S. 199)

Herr Wolf bringt auf den Punkt, was die Arbeit in der Forschung ausmacht. Genau da liegt jedoch in meinen Augen auch der kleine Nachteil des Buches: es richtet sich trotz seiner Allgemeinverständlichkeit und den Versuchen, manche (biochemischen) Zusammenhänge verallgemeinernd zu erklären, nun mal vorwiegend an Gleichgesinnte und nicht an die breite Leserschaft. An Personen, die wissen, was gemeint ist, wenn die Rede von "Signifikanzen", "Impact factors" oder "Doppelblindstudien" ist. Leser, die die Ironie und den eigentlich traurigen Hintergrund hinter Lucas Liebetrau´s Entdeckung und deren Konsequenzen, verstehen und annehmen. An manchen Stellen mag die Geschichte in "Das Liebespulver" vielleicht einen Tick zu wissenschaftlich werden, zu inhaltsschwer. 
Mir selbst hat "Das Liebespulver" sehr gut gefallen. Ich war neugierig auf den Roman (nicht zuletzt, weil ich nun mal im ähnlichen Bereich arbeite) und bin froh, ihn gelesen zu haben. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass er inhaltlich nicht für jedermann geeignet ist, sondern eben wirklich eher für diejenigen, die sich fragen, was in einem Forschungsinstitut eigentlich so tagsüber los ist.  



Ein herzliches Dankeschön an Frau Hengstenberg vom Mitteldeutschen Verlag für den netten Kontakt und das Leseexemplar des Buches!

Dienstag, 20. Mai 2014

Ey Mann ... wo sind meine Fische?!

Seit längerer Zeit schon schwammen rechts in meiner Sidebar sechs Fische ihre Runden. Alle schön bunt, man konnte sie durch Mausklicks füttern - die gehörten hier halt einfach dazu und haben auch diverse Blog-Outfit-Änderungen überstanden und ihren Platz behauptet.

Und nu?

Sind sie weg! Und ich weiß nicht, wo sie hin sind!! Seit 2 oder 3 Tagen hab ich keine Fische mehr in meinem hellblauen pixeligen Aquarium. Haben die eine Halbwertszeit? Sollte das ernsthaft so realistisch sein, dass die kleinen Fische irgendwann TATSÄCHLICH den Löffel abgeben?! (Ahhh, ich hab sie in der letzten Zeit so selten gefüttert!!! *Panik schieb*) 
Ich habe schon versucht, sie über das "Fish"-Gadget zu reanimieren, das scheint jedoch futsch zu sein; zumindest kann ich es nicht anklicken und neu generieren. Wenn ich direkt auf die Homepage von Andrew Bowman gehe, bei dem ich ursprünglich mal über die virtuellen Fische gestolpert bin (bei ihm gibt es auch Schildkröten, Hunde und Hamster - der Hamster geht bei mir jedoch nicht in das zugehörige Hamsterrad, sondern möchte immer nur gefüttert werden - höö?), kann ich mir zwar mein Fisch-Gadget wieder holen, allerdings gibt es bei ihm nur rote Fische. Nur rote. Und das find ich doof.

Ich will meine Fische wiederhaben! Die bunten!
Weiß jemand, was da los ist und woran es liegt?


Gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich picke mir mal "Eine vorläufige Theorie der Liebe" von Scott Hutchins heraus, da bin ich auf Seite 30.


Mit Mitte dreißig steht Neill Bassett jr. wieder ganz am Anfang. Seine Frau hat ihn abserviert, jetzt muss er sich auf erniedrigende Tennis-Abende für Singles einlassen. Auf der Haben-Seite seines Lebens steht nur das aberwitzig umfangreiche Tagebuch, das sein Vater ihm hinterlassen hat. Im Silicon Valley soll er damit einen empfindsamen Computer entwickeln. Während Neill nebenbei dem Grund für den Selbstmord seines Vaters auf die Spur kommt, macht der Computer ebensolche Fortschritte in Liebesangelegenheiten wie Neill selber.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Wenn ich montagmorgens im Bett liege, erscheint mir der Gedanke an Arbeit - an die Arbeit in ihrer unendlichen Banalität - so absurd, dass ich mich ernsthaft fragen muss, warum die Wirtschaft nicht längst zusammengebrochen ist."

3. Was möchtest du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Puhhh, das ist schwierig. Wie man anhand der Seitenzahl sieht, bin ich noch nicht wirklich weit; und das, obwohl ich mir das Buch schon mehrfach genommen und immer kurz darin gelesen habe. Es macht sich dann aber leider stets recht schnell eine Enttäuschung bei mir breit. Enttäuschung deshalb, weil das Buch leider so gar nicht mitreißend ist und überhaupt nicht hält, was ich mir davon versprochen habe - zumindest bisher. Herr Hutchins erzählt so zäh, mit so vielen gedanklichen Abschweifungen... Irgendwie verliere ich immer schon nach einigen Sätzen die Geduld - und das, obwohl ich ein äußerst geduldiger Mensch bin. Da ist (bisher) einfach kein richtiges Tempo drin; vielmehr tut sich Neill die ganze Zeit selber leid, ohne es zu aber mal wortwörtlich zu sagen. Eher so zwischen den Zeilen. Ermüdend ist das. Ich hege die Hoffnung, dass es noch anders wird.
 
4. Mit welchen Schauspielern würdest du die Hauptcharaktere deines aktuellen Buches besetzen, wenn es verfilmt werden würde?
Keine Ahnung. Bisher ist eigentlich nur Neill als Hauptcharakter aufgetaucht, und nach 30 Seiten habe ich noch gar kein Bild von ihm. Irgendwie hab ich gerade Simon Pegg vor Augen (ich hab nicht den leisesten Schimmer, warum! :o), aber eigentlich stelle ich mir Neill eher dunkelhaarig vor. Und größer. Und jünger. Also definitiv nicht Simon Pegg ;)
 

Sonntag, 18. Mai 2014

"Landsby" - Christine Millman

erschienen 2014;
9,99 Euro als Taschenbuch (2,99 Euro als ebook)

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem Ein-Wort-Titel

HIER geht´s zum Buch

Handlung:
Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden. Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lässt: Sie muss aus der Kolonie fliehen. Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...

Meine Meinung:
Mit "Landsby" hat die Autorin eine lesenswerte Dystopie geschrieben, die einem selbst einige Zeit nach dem Auslesen noch im Kopf herumschwirrt. Zumindest ich habe nach wie vor einzelne Szenen im Kopf, obwohl ich das Buch schon vor einigen Tagen mit einem zufriedenen Seufzer zugeklappt habe. 
"Landsby" gefällt mir vor allem deshalb so gut, weil es keine Geschichte ist, die auf Effekthascherei aus ist. Das ist keine Dystopie, die vor großen seitenfüllenden Actionszenen und atemberaubendem Plot nur so strotzt, die Kampfszenen und Spannung groß schreibt, sondern die sich eher den ruhigeren Tönen widmet und gerade deswegen Eindruck hinterlässt. Nicht nur Jules Auseinandersetzungen mit ihrem Leben in der Kolonie, auch ihre Zeit in der Außenwelt und letztlich die Annäherung zu den Ausgestoßenen - für alles trifft die Autorin stets die richtigen Töne. Trotzdem wird es hier auf keiner einzigen Seite langweilig, im Gegenteil. Die Konflikte zwischen den Ausgestoßenen (den "Mutanten") in der Wildnis und den Koloniebewohnern lassen sich spannend verfolgen und sind überdies - vielleicht gerade wegen ihrer Unmenschlichkeit - sehr gut nachvollziehbar. 
Mir hat außerdem Jules Wandlung von einem ahnungslosen naiven Liebchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die für ihre Ziele und ihre Gefühle einsteht, sehr gut gefallen. Anfangs merkt man ihr zwar an, dass sie mit der Gesellschaftsform nicht zufrieden ist und eigentlich sehr viel mehr von ihrem Leben erwartet, dass sie auch die angebliche "Gefährlichkeit und Unzurechnungsfähigkeit" der Mutanten hinterfragt, aber ihr fehlt einfach die Courage, dafür einzustehen. Erst als die das Leben außerhalb der Kolonie kennen- (und schätzen-) lernt, schafft sie es, sich einzusetzen und nicht nur ihrem Leben, sondern dem von Vielen eine neue Wendung zu geben. Das Ende lässt auf Fortsetzungen der Geschichte schließen und immerhin bleiben auch einige Fragen ungeklärt - deren Aufklärung ich daher schon mit Freude erwarte.


Ein herzliches Dankeschön an Christine Millman für das Leseexemplar!


Samstag, 17. Mai 2014

In my mailbox: Hurra...

... ach nee, doch nicht. Ja, so geht´s mir gerade. Denn angesichts all der tollen (und vielen) Bücher, die bei mir zuletzt eingezogen sind, kann ich nicht anders als zu hurra-en. Gleichzeitig wird mir beim Anblick des Bücherbergs einmal mehr schmerzlich bewusst, dass ich beim besten Willen nicht dazu kommen werde, die alle zeitnah zu lesen; von den anderen älteren Büchern in meinen Regalen mal ganz zu schweigen.

Immerhin konnte ich mein soeben kurz auftretendes schlechtes Gewissen ein wenig eindämmen, als ich gesehen habe, dass mein letzter Neuzugänge-Eintrag immerhin schon vom 13.4. und damit über 1 Monat her ist. Die neuen Bücher verteilen sich also immerhin über einen gewissen Zeitraum.
(Ich verlinke die Bücher dieses Mal nur zur Inhaltsangabe, das wird sonst ein zu langer Bericht.)


Fang ich mal mit denen an. Vor einiger Zeit habe ich den ersten Teil der "Abaton"-Reihe von Christian Jeltsch und Olaf Kraemer gelesen (eher: an einem Wochenende verschlungen) und war richtig begeistert davon. Also habe ich mir kurzerhand auch die Teile 2 und 3 zugelegt und bin auch momentan mitten im Lesen von Teil 2. Es geht ... Nein, eigentlich ist es unmöglich, zu erklären, worum es geht. Ich denke, ich werde auch die Bücher nicht einzeln, sondern eher gemeinsam als Reihe am Ende vorstellen. Aber sie sind echt verdammt gut.


Dann gab es diesen ganzen Bücherhaufen. Ganz unten ist "Das Liebespulver" von Gerald Wolf zu sehen, das ich neulich schon beim "Gemeinsam lesen" vorgestellt habe. Von dem Verlag, der mir das geschickt hat, gab es auch "Gleeorg und Gleeobadra", das Buch ganz oben auf. Das ist eine Art Bilderbuch über eine Kleeblatt-Familie, das ich deshalb zusätzlich bekommen habe, weil ich in der "Ich"-Rubrik, in der ich ein wenig von mir erzähle, erwähnt habe, dass ich immer nach vierblättrigen Kleeblättern Ausschau halte - und Frau Hengstenberg vom Mitteldeutschen Verlag fand das offenbar sehr interessant :) Ich wiederum finde das außerordentlich nett und freue mich total drüber!

Dann ist in diesem Stapel "True - Wenn ich mich verliere" von Erin McCarthy zu finden, bei dem ich mich überraschen lasse. Es klingt ein wenig nach oberflächlicher Liebesgeschichte (irgendwie typisch Ami-mäßig), aber vielleicht wird´s ja romantischer als gedacht.
"Landsby" von Christine Millman habe ich von der Autorin bekommen und auch schon gelesen, hat mir sehr gut gefallen! Ich muss mich mal dringend an eine Rezension setzen, die es dann hoffentlich in den nächsten Tagen geben wird.
"True" ist der dritte Teil der Buchreihe von Hilary Duff. Ich wage zwar nach wie vor zu bezweifeln, dass Hilary Duff diese Bücher selbst geschrieben hat *hüstel hüstel*. Aber sei´s drum, die ersten beiden Teile haben mir sogar erstaunlich gut gefallen, auch wenn das Ende des zweiten Bandes so unglaublich plump und beknackt ist, dass es eigentlich schon wieder großartig ist. Ich bin auf Teil 3 also sehr gespannt.
"Death" von Melvin Burgess habe ich bei Sarah gewonnen, yeahh! :) Danke!
Schließlich noch "Tschick" von Wolfgang Herrndorf. Das habe ich von einer lieben Freundin letztlich doch noch zum Geburtstag geschenkt bekommen, nachdem es ja erst nach einem buchlosen Geburtstag aussah.


"Eine vorläufige Theorie der Liebe" von Scott Hutchins ebenso wie "Radiergummitage" von Miriam Pielhau und "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" von Marie Pellissier sind Rezensionsexemplare. Ich habe neulich nur mal kurz in die ersten Seiten von "Eine vorläufige Theorie der Liebe" reingelesen, weil ich eigentlich sehr neugierig auf das Buch bin; fand den Anfang aber leider eher zäh und nichtssagend. Ich hoffe, das ändert sich noch.

So. Das war jetzt eine ganze Menge. Tatsächlich gab es noch mehr, nicht zuletzt, weil ich gerade heute meinen Geburtstags-thalia-Gutschein eingelöst habe und schon ganz beschäftigt damit bin, liebevoll über die noch in Folie eingeschweißten Bücher zu streicheln... ;)
Und ein paar englische Bücher gab es auch noch, aber damit das hier heute nicht völlig den Rahmen sprengt und mich alle für durchgeknallt halten, werde ich die restlichen Bücher nächste Woche vorstellen.


Freitag, 16. Mai 2014

"Achtung, Braut!" - Annika Bühnemann

Kindle Edition (feelings/ Knaur ebook Verlag), 2014

Handlung:
Es soll der schönste Tag ihres Lebens werden, doch bei den Hochzeitsvorbereitungen von Emma und Daniel klappt nichts, wie es soll: die Schwiegereltern stellen sich quer, der Fotograf fällt aus und das Kleid passt nicht. Dabei will Emma, dass alles perfekt ist und steigert sich so in die Planung hinein, dass sie nicht nur ihre Traumhochzeit damit gefährdet...

 
Meine Meinung:
Ganz ehrlich, ich habe noch nie nachvollziehen können, warum Hochzeitsvorbereitungen so unglaublich viel Zeit in Anspruch nehmen sollen. Wenn man manchmal hört oder liest, dass engagierte Heiratswillige gute 2 Jahre Vorbereitung einplanen - dann schüttele ich nur ungläubig den Kopf. Dass sich eine entsprechend große und gastreiche Hochzeit jedoch nicht in 4 Wochen planen lässt, das ist dann aber wiederum auch mir klar.
Und genau vor diesem Problem stehen Emma und Daniel, die in "Achtung, Braut!" gern heiraten möchten. Da ihr Wunschtermin im nächsten Jahr nicht so machbar ist wie gewollt, verlegen sie das ganze Unterfangen kurzerhand 1 Jahr nach vorne und hegen fortan die Absicht, in gut 4 Wochen zu heiraten. Mit allem Drum und Dran - das ist zumindest Emmas Vorstellung, während Daniel das (getreu dem Klischee) alles lockerer sieht und eigentlich nicht so viel Wirbel machen und haben möchte. Was dann passiert, ist für die Geschichte natürlich ein wenig auf die Spitze getrieben; dennoch kann man wohl annehmen, dass manch eine Braut tatsächlich so austickt wie Emma. Denn die hat fortan nur noch die Hochzeit im Kopf, denkt an nichts anderes mehr als "Kleid-Konditor-Fotograf", stürzt sich in die Vorbereitungen und wird dabei über kurz oder lang unausstehlich. Sie vergrault ihre Freunde, macht sich unbeliebt, wird richtiggehend unsympathisch. Und Daniel? Der erträgt das alles nicht mehr und beginnt, nicht nur Emma, sondern ihre ganze Beziehung in Frage zu stellen.
Da ich im letzten Jahr selbst Hochzeitsvorbereitungen hautnah miterleben konnte, weiß ich, dass so etwas tatsächlich unglaublich stressig und anstrengend sein kann. 4 Wochen sind wahrlich wenig Zeit, insofern kann ich die ausufernden Bemühungen, die Emma hier unternimmt, um alles zu regeln, durchaus nachvollziehen. Trotzdem fand ich sie irgendwann nur noch unausstehlich. Das war sicher auch der Plan der Autorin; nicht umsonst fällt in dem Kontext mehrfach das Wort "Brautzilla". Aber Emma ist mir wirklich auf den Keks gegangen und für mich war es keine Überraschung, dass das Vorhaben "Heiraten" hier scheinbar auf keinen glücklichen Ausgang hinsteuert.

"Achtung, Braut!" ist dennoch auf seine Art unterhaltsam, kurzweilig geschrieben, wenn auch hier und da unüberlegte Eigenarten durchscheinen: so wird beispielsweise, wenn aus Emmas Sicht berichtet wird, mal die "sie"-Form verwendet, dann aber wieder wird als "ich" geschrieben. Hier sollte man vielleicht noch einmal korrigierend drüber lesen.
Prinzipiell würde ich das ebook niemandem empfehlen, der plant, in absehbarer Zeit zu heiraten - wirklich, ist ein gutgemeinter Rat ;) Alle anderen können sich gut und gern auf die Geschichte stürzen - für den Preis erst recht.

 
Ein herzliches Dankeschön an Frau Zeitzen und den feelings Verlag für das ebook!

Donnerstag, 15. Mai 2014

"Taranee - Zeiten des Zweifels" - Kristin B. Sword

Kindle Edition, 2014

HIER geht´s zum Buch

Handlung:
"Taranee – Zeiten des Zweifels" ist der Auftakt zu einer Familiensaga um Liebe, Vertrauen, Intrigen, Rache, Freundschaft, Verlust, Pflichtgefühl, Lüge, Glaube, Hoffnung und Zweifel. Im ersten, in sich abgeschlossenen Band der Reihe webt die Autorin um teilweise real existierende Örtlichkeiten herum die fiktive Lebensgeschichte der im Waisenhaus aufgewachsenen Taranee Gardner. Das Erbe ihrer Mutter, zu der sie nie Kontakt hatte, verschlägt die Achtzehnjährige im Sommer 1986 aus der Anonymität Hamburgs in die fränkische Provinz. Dort träumt sie von einer eigenen Familie an der Seite des richtigen Mannes. An Männern mangelt es nicht, doch welcher ist der richtige, wem kann sie trauen – und kann sie ihren eigenen Gefühlen trauen? Bald schon weckt sie auf ihrer Suche einen rachsüchtigen Schatten, der am Ende alles zu zerstören droht.


Meine Meinung:
"Taranee - Zeiten des Zweifels" beschreibt die Geschichte von Taranee, die in einem Waisenhaus aufwächst und mit 18 Jahren das Haus ihrer ihr unbekannten Mutter erbt. Fortan erlebt man als Leser an der Seite von Taranee das Leben und Leiden in der Provinz, begleitet sie bei ihrem Erwachsenwerden, ihren Liebschaften, ihren Träumen und Wünschen, und auch bei den Momenten im Leben, in denen es einfach nicht so gut laufen will.

"Zeiten des Zweifels" ist ohne Frage ein gelungenes Debüt, das mit vielerlei Überraschungen und ungeahnten Wendungen aufwartet. Die Wege von Taranee ergeben eine umfangreiche Familiengeschichte voller Drama, Humor, Tragik, Liebe und Entdeckungen des Lebens - sodass begeisterte Leser dieses Genres hier definitiv einen Glücksgriff machen können. Es passiert viel, und das auf vielen Seiten.
Genau das war jedoch mein Problem: Ich muss ehrlich gestehen, mir war die ganze Geschichte einfach zu lang. An vielen Stellen wird das Geschehen so ausführlich, schweift mal in belanglose Situationen ab, die offenkundig nichts mit der Gesamthandlung zu tun haben. Teilweise werden manche Aspekte so langgezogen durch Dialoge, dann geht es an anderer Stelle aber wieder so plötzlich weiter, dass ich manchmal gar das Gefühl hatte, etwas nicht mitbekommen zu haben. Die Geschichte als Buch würde 556 Seiten umfassen, und das waren für mich gefühlt gut 200 Seiten zu viel. Zumal ich glaube, dass ein gekürzter Plot der Gesamthandlung mehr Tempo und Spannung verleihen würde.

Obendrein fand ich die Figur der Taranee vielfach so anstrengend und schwer zu fassen. Gerade am Anfang wächst sie einem nicht gerade ans Herz, mit ihrem unsteten aufbrausenden Charakter, der sich dann aber in schwierigen Situationen wiederum nicht durchsetzen kann, mit den zahlreichen Männergeschichten, die ihren Weg pflastern, mit ihren scheinbar ungeplanten und unbedachten Handlungen. Taranee war für mich wirklich eine schwierige Protagonistin, mit der ich eigentlich die ganze Zeit halbwegs auf Kriegsfuß stand, die ich manchmal einfach nicht verstehen konnte und es auch nicht wollte.
Taras Geschichte geht nun zum Ende hin über in die Geschichte ihrer Kinder, um die es in den geplanten Fortsetzungen gehen dürfte. "Zeiten des Zweifels" behalte ich als gelungenes Debüt im Kopf, mit dem man gut für einige Stunden abtauchen kann, das mir persönlich aber einfach zu lang und zu ausschweifend geraten ist.

 
Ein herzliches Dankeschön an die Autorin für das ebook!

Dienstag, 13. Mai 2014

Gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Gestern habe ich "Das Liebespulver" von Gerald Wolf angefangen, bin bisher aber erst auf Seite 17.


"Dr. Lucas Liebetrau hat das Liebespulver erfunden. Es ist noch viel wirksamer als das natürliche Vorbild, das Oxytocin – landläufig Liebes- oder Kuschelhormon genannt, auch Treue- oder Vertrauenshormon. In den Kaffee oder Wein geschmuggelt, klappen Dates auf Anhieb, Ehekonflikte werden im Handumdrehen beigelegt, Geschäftspartner über den Tisch gezogen, und Depressive finden zum Glück zurück. Die Pharmabranche ist an Lucas’ Geheimnis interessiert, Terroristen sind es ebenfalls, auch seine Laborantin Jessika und Marion, die attraktive und beunruhigend gescheite Kollegin."







2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Entnervt fuhr er den Computer herunter,um ihn neu zu starten, und sah sich dann nach Jessika um."

3. Was möchtest du unbedingt zu deinem Buch loswerden?
Auf "Das Liebespulver" bin ich vor einer Weile aufmerksam geworden und seitdem wollte ich es lesen. Das hat mehrere Gründe: zum einen kommt das Buch aus dem Mitteldeutschen Verlag, der seinen Sitz in Halle/ Saale und damit nur gute 50 km von meinem Zuhause entfernt hat. Man kann ja durchaus regionale Verlage ein wenig mehr unterstützen, finde ich. :) Zum anderen aber ist der Autor selbst Hirnforscher und hat eine Weile in Magdeburg gelehrt. Nun arbeite ich selbst auch in Magdeburg - und auch in der Hirnforschung. Nicht zu ignorierende Parallelen also; letztlich war es aber auch der Inhalt selbst, den ich so interessant fand, dass ich dachte, da möchte ich mal reinlesen. Und schon nach den ersten Seiten fühle ich mich prompt wie bei mir selbst im Büro. Der Roman spielt im wissenschaftlichen Bereich und ich fühle mich direkt heimisch, wenn die Rede von "Manuskripten, Papers und Signifikanzen" ist ;)

4. Du hast Gelegenheit dem Protagonisten/der Protagonistin (Hauptcharakter) genau eine Frage zu stellen. Welche wäre das?
Oh, das ist zum jetzigen Zeitpunkt wirklich schwierig, denn nach 17 Seiten kann ich mir noch gar kein Bild von Lucas machen. Ich hab jetzt noch gar keine Frage an ihn... o.O

Montag, 12. Mai 2014

Gefragt? Geantwortet.

Mir wurde in der letzten Zeit gleich zwei Mal der "Liebster Award" verliehen, einmal von Viki und von Nora. Dankeschön! Ich freu mich natürlich, dass ihr an mich gedacht habt, allerdings hab ich schon ein paarmal erwähnt, dass ich diese Award-Schieberei nicht so toll finde, weil das Besondere daran völlig verloren geht, wenn man stets zig weitere Blogger benennen und nominieren soll. Ein Award wird nun mal nicht dann besonders, wenn ihn alle haben ^^ Aus dem Grund beteilige ich mich auch nicht an dieser Award-Verleiherei. Zusammen mit dem Award gab es jedoch verschiedene Fragen zu beantworten. Ich habe mir von den (immerhin) 22 Fragen, die es zusammen geworden sind, ein paar rausgepickt und dennoch beantwortet.


1. Was macht dir beim Bloggen am meisten Spaß?
Ich find´s toll, wenn jemand Kommentare hinterlässt oder irgendetwas schreibt zu den Beiträgen und mir damit zeigt, dass es hier tatsächlich jemanden interessiert, was geschrieben wird. Wenn dadurch wirklich ein "Austausch" entsteht. Ich bin zudem richtig ... begeistert, dass ich durch das Bloggen so viele nette Menschen kennengelernt habe, mit denen man auch außerhalb des Blogs quatschen und reden kann. Fehlt eigentlich nur noch, dass man sich mal "in echt" trifft :)
Und gerade letzte Woche hat mir das Bloggen einen richtigen Glücksmoment verschafft, als mir mitgeteilt wurde, dass ein Teil einer meiner Rezensionen jetzt als Werbespruch für eben dieses Buch genutzt wird. Dieser Satz und mein Name winken mir nun groß und fett von der Homepage des Verlages entgegen. Sowas ... zeigt mir dann, dass ich hier echt nicht nur Blödsinn verzapfe :D

2. Welche Buchreihe magst du besonders gerne und warum?
NATÜRLICH muss ich an dieser Stelle Harry Potter erwähnen - denn mir würden diverse schöne Erinnerungen und Lesemomente fehlen, wenn es diese Reihe nicht gäbe. Ich mag auch die "Beautiful creatures" - Reihe von Garcia & Stohl. Die "City of Bones"- Buchreihe mag ich, allerdings nur bis Teil 3. Dann die "Labyrinth"-Reihe von Rainer Wekwerth, bei der ich ebenso wie bei der "Jäger"-Reihe von Andrew Fukuda auf den dritten Teil warte. Nennen muss ich hier auch die "Dead beautiful"- Reihe von Yvonne Woon - ich weiß nicht warum, aber ich fand die ersten beiden Bände so richtig richtig toll, von der Atmosphäre, von der Story, von... hach, einfach allem. Allerdings lässt Teil 3 ziemlich auf sich warten.


3. Welches Buch hat dich bisher am stärksten bewegt?
Tatsächlich fallen mir spontan gleich 3 Bücher ein, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben. Zum einen wäre da "Owen Meany" von John Irving. Das Buch hat einfach so viel in sich, soviel Handlung, soviele kuriose Ideen, soviel Liebe zu den Figuren, zu ihrem Schicksal, soviele Gefühle, die das Buch transportiert. Hier habe ich abwechselnd auf einer Seite gelacht und auf der nächsten geweint, die nächste staunend gelesen, bei der nächsten den Kopf geschüttelt. Und am Ende dieses Buches habe ich so viel geweint wie noch nie bei einem Buch.
Sehr bewegt, aber eher im negativen Sinn, hat mich auch "Die Wand" von Marlen Haushofer. Dieses Buch habe ich mal begonnen zu lesen, musste aber nach einigen Seiten kapitulieren - ich konnte einfach nicht mehr. Ich habe keine Luft mehr bekommen, und das ist keine Metapher, sondern die Wahrheit! Mir ist schwindelig geworden, ich hatte Beklemmungsgefühle, ich brauchte dringend Luft und ich ... konnte und wollte das einfach nicht weiterlesen. Dieser Gedanke, so derart wie die Protagonistin abgetrennt von ALLEM zu sein durch eine Glaswand und nicht mehr am Leben da draußen teilnehmen zu können, das war wirklich zuviel für mich. Echt. Ich habe das Buch seitdem nie wieder in die Hand genommen.
Und "Vollendet" von Neal Shusterman hat mich richtig aufgerüttelt. Schon während des Lesens des Buches machten sich bei zunehmend ungute Gedanken bei mir breit und ich hab das alles mit Abneigung und Ungläubigkeit verfolgt. Zum Ende des Buches hin gibt es dann aber eine Szene, die mir die Tränen in die Augen getrieben, die mir alle Luft genommen hat. Ich hab das Buch zuklappen müssen, mich erstmal wieder beruhigen müssen.

4. Welches Buchcover gefällt dir besonders gut?
Es gibt sooo viele tolle Cover, die kann ich hier wirklich nicht alle auflisten. Ich gebe jedoch ein Geständnis ab: ich habe mir letztes Wochenende alle Teile der "Shatter me"- Reihe von Tahereh Mafi bestellt. Die englischen Ausgaben. Denn ich finde die Cover wirklich richtig richtig toll und die haben meinen Blick immer wieder wie magisch angezogen. Die muss ich haben!!! :o Ich habe ehrlich gesagt kaum einen Plan, worum es in der Geschichte geht - mag sein, dass es totaler Blödsinn ist. Aber ich konnte irgendwie nicht um diese Bücher herum, jedesmal bei Amazon und Co. sind die mir unter die Augen gekommen und ich so "Ohhh, sieht das toll aus!". Und am letzten Wochenende dachte ich dann, jetzt reicht´s. Jetzt muss ich die Cover in meinem Regal stehen haben. Ja. Ich bin nicht ganz normal, ich weiß...


5. Nimmst du gerne an Lesechallenges teil?
Hab ich bis jetzt erst einmal. Und das war bei "Das unerhörte Leben des Alex Woods" vor ein paar Wochen. Es war ok, aber ich muss gestehen, ich bin niemand, der zig mal in den Foren zu den einzelnen Unterthemen der Leserunde stöbert und die Kommentare von anderen kommentiert. Und das ist ja aber schließlich das, was eine Leserunde ausmacht. Wenn ich lese, dann lese ich und bilde mir meine eigene Meinung - dann hänge ich nicht stattdessen stundenlang vorm PC und lese mir lieber durch, was andere von dem Buch halten. Insofern ist das schwierig, da ich offenbar nicht wirklich zum Leserunden-Mitmachen geeignet bin. In kleiner Runde kann ich mir das gut vorstellen und da macht das sicher auch Spaß, sich hier und da über einzelne Stellen in einem Buch auszutauschen. (*zu Tine und Nanni schiel: wir hatten da ja mal was im Gespräch...* *hüstel hüstel*)

6. Welches Buch würdest du sofort jedem empfehlen?
Die Frage ist schwierig, weil (natürlich) nicht jeder ALLES mag, und gerade bei Büchern kann man sehr daneben liegen. Wenn ich also nicht recht genau wüsste, in welcher Richtung jemand etwas gern liest, würde ich so ohne Weiteres gar kein Buch empfehlen. Und ein Buch, das man immer und überall jedem empfehlen kann, weil es "universal einsetzbar und verschenkbar" ist, fällt mir nicht ein.

7. Schreibst du Tagebuch?
Dit wird ja janz schön privat hier! Ähm, ja, tu ich. Schon seit Jahren. Allerdings nicht regelmäßig, manchmal monatelang gar nicht. Und ich spreche mein Tagebuch auch nicht an, nach dem Motto "Liebes Tagebuch, heute habe ich mich für das rote anstatt für das blaue T-Shirt entschieden...". Das ganze ist bei mir eher so eine Art Zusammenfassung, was zuletzt so los war.

8. Gibt es eine Zeitschrift, die du regelmäßig liest?
Nee. Zeitschriften kaufe ich mir eigentlich wirklich so gut wie nie. Für das schnelle Durchblättern ist mir das Geld da einfach zu schade. (Kann man sich ja auch nicht mal ins Regal stellen... ^^)

9. Welche Künstler/Bands hörst du gerne?
Treue Mitlesende dürften wissen, dass ich eine ungebremste Begeisterung für die britische Band Keane hege. Ich liebe die Band, wirklich; das kann ich sagen, ohne rot zu werden. Leider wird die Bandverliebtheit (und Sehnsucht nach ihr) momentan nur immer schlimmer, weil die Band derzeit eine (zeitlich nicht definierte) Pause einlegt und ich deswegen gefühlsmäßig schon auf dem Zahnfleisch krieche...
Ansonsten höre ich alles und nichts. Querbeet. Interessanterweise lande ich irgendwie immer wieder bei "Außenseiterbands", die gefühlt niemand außer mir kennt, z.B. The Maccabees, Augustines, Kodaline, Counting Crows, We were promised Jetpacks, Haim...

10. Was war dein persönliches Lesehighlight 2014?
Herrje, das Jahr ist gerade mal gute 4 Monate alt - ich fänd´s fast traurig, wenn ich jetzt schon ein definitives Lesehighlight hätte, denn dann würde das restliche Lesejahr ja gar keine Überraschungen mehr parat halten. Wirklich Eindruck hinterlassen hat bei mir in diesem Jahr bisher z.B. "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert".

11. Magst du Bibliotheken? Warum bzw. warum nicht?
Ich mag Bibliotheken schon, allerdings war ich seit Jahren in keiner mehr drin (nimmt man die Unibibliothek mal aus, aber das ist auch schon wieder ne Weile her). Das liegt daran, dass ich vor einigen Jahren diesen blöden und sehr kostenintensiven Tick (=Macke) entwickelt habe, dass ich Bücher selbst besitzen muss möchte. Und irgendwie ... mag ich es auch nicht, gebrauchte Bücher zu lesen, wenn die auch wirklich schon entsprechend gebraucht aussehen. Ich weiß, das ist eigentlich völlig bescheuert; ich könnte unglaublich viel Geld und vor allem Platz sparen, wenn ich mir Bücher zum Lesen einfach mal nur ausleihen würde. Andererseits mag ich ja meine übervollen Bücherregale sehr und es gibt mir immer so ein unglaublich gutes Gefühl, ein neues Buch da drin an seinen ihm zugedachten Platz zu stellen...

12. Wenn du einen Tag mit einem Protagonisten aus einem beliebigen Buch verbringen könntest: Wer wäre es und was würdet ihr machen?
Ich glaube ... Ich würde mich von Dobby einmal quer durch die Harry Potter Welt führen lassen. Mit allem Drum und Dran.

13. Hast du ein Lieblingsbuch?
Nein, nicht nur eins. Zu meinen All-time-Favoriten zähle ich: die Harry Potter-Reihe (das muss sein), "Die Brautprinzessin", "Owen Meany", "Der Schatten des Windes", "Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen", "Das Jesus-Video" und "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker". Aber es gibt auch noch soviele andere, die mir am Herzen liegen.

14. In welche Buchwelt würdest du am liebsten mal schlüpfen?
Puhhh. Mir fällt gerade gar keine ein. Vielleicht würde ich mal nach Zamonien schauen wollen, die Bücherwelt aus den Geschichten von Walter Moers. Da scheinen so herrlich kuriose Herrschaften zu wohnen, die würde ich mir mal ansehen wollen.
Nach "Hollyhill" würde ich mal reisen wollen, in der Hoffnung, dass das Dorf gerade dann einen Zeitsprung irgendwohin macht, wenn ich vor Ort bin.
Und in Ellies Welt aus "Splitterherz & Co." würde ich gern mal abtauchen, weil ich Colin wirklich gern mal sehen würde.

~ ~ ~ ~ ~
Wenn ihr mögt, könnt ihr auch sehr gern die Fragen beantworten! Ich bin gespannt :)


Sonntag, 11. Mai 2014

"Schattenmädchen" - Laila El Omari

Coppenrath Verlag, 2014
14,95 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch, in dem es um ein Geheimnis geht


Handlung:
Das Leben muss mehr zu bieten haben als langweilige Tanzveranstaltungen, die Vermählung mit einem wohlhabenden Teehändler und gelegentliche Ausflüge in die nächste Kleinstadt, da ist sich Maya sicher! Gut behütet und gelangweilt wächst die 16-Jährige auf den Teeplantagen Ceylons auf – bis im Frühjahr 1895 alles, was sie zu kennen glaubt, auseinanderzubrechen droht. Plötzlich kommt sie einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Tante vor vielen Jahren in Zusammenhang steht. Und auch ihre Großmutter sieht Maya mit einem Mal mit ganz anderen Augen. Als dann auch noch der charismatische und gut aussehende Engländer Adrian in ihre Leben tritt, steht Mayas Gefühlswelt endgültig kopf …


Meine Meinung:
"Schattenmädchen" hat mir gut gefallen. Es bietet genau die richtige Mischung aus jugendlich gehaltenem Roman, Andeutungen unbequemer familiärer Geheimnisse, dem Leben (und Leiden) junger Damen aus reichem Hause, die sich verlieben - aber leider in den Falschen. Und das alles im 19. Jahrhundert, sodass auch historische Aspekte hier nicht zu kurz kommen. 
Die Geschichte von Maya spielt auf Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, und bietet damit schon einmal von vornherein Boden für interessante Schauplätze. Das "geheimnisumwobene Ceylon", das im Klappentext versprochen wird, ist mir jedoch leider nicht so recht unter die Nase gekommen. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt mehr Einblicke in Land und Leute gewünscht, mehr Eindrücke der Gegend, schillernde Beschreibungen und Co. Das kam leider ein wenig kurz, auch wenn vor allem die Problematik zwischen Arm und Reich sehr deutlich gemacht wurde von der Autorin und sich dadurch stets und ständig durch das Buch zieht.
"Schattenmädchen" lädt von Beginn an zum Mitfiebern ein, setzt Kopfkino in Gang und vermag tatsächlich, dass man sich in dieser Geschichte für einige Stunden völlig verlieren kann. Manches erscheint im Laufe der Handlung vielleicht ein klein wenig vorhersehbar und ab und an hatte ich durchaus das Gefühl, hier gerade einen Tick weiter zu denken als Maya und Adrian selbst. Der Auflösung, dem Familiengeheimnis sozusagen, hätte ich dann ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, denn das wurde zum Ende hin ein wenig holterdipolter abgehandelt. Aber Überraschungen konnte "Schattenmädchen" dennoch bereit halten. Vor allem hat mir das historische Setting gut gefallen, weil es sehr realitätsnah und korrekt eingefangen zu sein scheint. In einer Zeit, in der Frauen nichts zu sagen und zu bestimmen haben, ist Maya eine sehr selbstbewusst auftretende junge Dame, die sich nicht den Mund verbieten lässt und eigentlich stets und ständig auf Kollisionskurs mit ihrer verbohrten Großmutter ist. Dass sie sich trotz aller Standesschwierigkeiten nicht entmutigen lässt, hat mir wirklich gut gefallen.



Ein herzliches Dankeschön an den Coppenrath Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 10. Mai 2014

Wow-Cover

Doppel-Wow! Eeeeeeeeeeeeendlich steht fest, wann der dritte Teil der "Reckless"- Reihe von Cornelia Funke erscheint. Ich hab schon so drauf gewartet!! Dass es nun erst im Oktober so weit sein wird, ist ... naja, nicht unbedingt förderlich für meine Warterei, aber immerhin ist für diese damit endlich ein Ende in Sicht :)
Und das zweite Wow geht an das Cover, denn das sieht echt toll aus, wie ich finde. Passt sich allerdings nicht besonders gut in die Reihe ein; die ersten beiden waren so dunkel und das hier nun eher nicht.
 

 
(Erinnert mich aber irgendwie ein wenig an das Cover, das ich HIER mal vorgestellt habe...)
 
Cornelia Funke "Reckless - Teuflisches Silber"
Baba Jagas, Kosaken, Spione und ein Zar, der zu Audienzen in Begleitung eines Bären kommt. Diesmal führt die Reise hinter dem Spiegel Fuchs und Jacob weit nach Osten. Auch Will kehrt zurück in die Welt, die ihm eine Haut aus Jade gab - auf der Spur der Dunklen Fee. Aber den Zweck der Reise bestimmt ein anderer: Johann Norebo Earlking hat den Handel nicht vergessen, den Jacob im Labyrinth des Blaubarts mit ihm geschlossen hat, und er lehrt Jacob und Fuchs mehr über Erlelfen, als sie je erfahren wollten.
 
Erscheinungsdatum: 20. Oktober 2014
(Quelle: hier)
 
*****
 
Soll ich mal ehrlich sein? Ich verstehe nur Bahnhof, wenn ich die Inhaltsangabe lese. Ich erinnere mich offenbar an einiges so gar nicht mehr. (Wer - zum Geier! - ist Johann Norebo Earlking?! War der im zweiten Teil echt schon dabei??) Aber ich denke (hoffe) mal, das liegt einfach nur an der Zeit, die schon vergangen ist, seit ich Teil 2 gelesen habe. Bis Oktober habe ich ja eigentlich genügend Zeit, den zweiten Band noch einmal neu zu lesen, damit dann alle Erinnerungslücken gefüllt sind :)
 
 
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