Montag, 31. März 2014

"Indigo: Das Erwachen" - Jordan Dane

Darkiss Verlag, 2014
10,99 Euro


Handlung:
"Ich will dich sehen, aber es ist zu gefährlich. Du darfst nicht nach mir suchen. Versprich es mir." Als Rayne Darby die Nachricht ihres Bruder Luke auf ihrem Anrufbeantworter hört, ist sie völlig verwirrt. Überstürzt macht Rayne sich auf die Suche, bemerkt jedoch bald, dass sie verfolgt wird. In einem Tunnel sieht sie dann plötzlich ein blaues Licht, das von einem fremden Jungen ausgeht. Er hat die Arme ausgestreckt, die Lippen geöffnet in einem stummen Schrei – und ihre Verfolger ergreifen die Flucht. Ihr Retter heißt Gabe – mehr gibt er nicht von sich preis. Er scheint jedoch zu wissen, wo Luke steckt …
 

Meine Meinung:
Ich hatte ein Problem mit dem Klappentext: er sagt eigentlich gar nichts über die Handlung aus. Das ist zwar prinzipiell nicht schlimm; beim Lesen gilt ja: lieber zuwenig als zuviel verraten. Aber diese Inhaltsangabe sagte mir nun so gar nichts wirklich darüber, was mich in diesem Buch erwarten würde. Das wäre ja noch nicht so arg gewesen. Mein zweites Problem jedoch: auch nach über 150 Seiten hatte ich noch keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Und bis zum Ende des Buches blieb in meinem Kopf ein großes Fragezeichen "Indigo" betreffend.
Mir war hier vieles einfach viel zu undurchsichtig. Ich habe einiges nicht verstanden, was aber in erster Linie daran lag, dass die Autorin mit Erklärungen gegeizt hat. Sie bringt "Indigokinder" und "Kristallkinder" ins Spiel, lässt auch anklingen, dass diese Kinder besondere Fähigkeiten haben - nur: worin genau bestehen diese Fähigkeiten? Was können sie? Kann jeder etwas anderes? Das wurde hier nie mal wirklich aufs Tapet gebracht. Das war eher alles so vage und wischiwaschi nach dem Motto "Du bist so überbegabt, NUR du hast die Macht, NUR du kannst die Menschheit retten." Aber wieso denn? Ab und zu leuchtete mal jemand blau (oder auch nur irgendwie hell) auf, unterhielt sich per Gedankenübertragung mit den anderen, schlug böse Kerle und Schurken in die Flucht, aber so wirklich was dahinter steckte meines Empfindens nach nicht. Am ehesten noch bei Gabriel, der als Figur wenigstens einige Charakterisierungen und Erklärungen seiner Fähigkeiten sein Eigen nennen durfte. Zumindest bei ihm konnte ich mir vorstellen, warum er als Einzelgänger lebt und niemanden an sich heran lässt. (Bis Rayne auftaucht. Die bringt ihn natürlich prompt zum Schmelzen...)
Aber was die anderen Indigokinder auszeichnete, blieb mir im Großen und Ganzen ein Rätsel, und ich muss gestehen: es hat mich auch nicht so sonderlich interessiert. Tatsächlich fand ich "Indigo: Das Erwachen" an weiten Stellen unspannend, was auch an dem Aufsplitten der Handlung in verschiedene Erzählstränge liegen kann. Als Leser begleitet man nicht nur das Duo Gabe/ Rayne, sondern guckt auch mal bei Luke vorbei, bei korrupten Polizisten, bei übereifrigen Damen, die auch ein Stückchen von der Macht haben wollen, und bei Raynes und Lukes völlig benebelter und klischee-behafteter Schwester Mia. Das klingt eigentlich vielfältig und normalerweise mag ich verschiedene Blickwinkel einer Geschichte. Hier fand ich die Geschehnisse jedoch meistens nicht sonderlich aufregend. Mich haben irgendwann nur noch die Stellen mit Rayne und Gabe interessiert, weil auch nur die beiden wirklich die Handlung voran tragen. 

Letztlich kann man "Indigo: Das Erwachen" mal gelesen haben, man kann es aber genauso gut auch lassen. Es ist ein Reihenauftakt, aber ich muss ehrlich sagen: ich weiß nicht, ob ich Lust und Interesse habe, diese Geschichte weiter zu verfolgen.


Dankeschön an den Darkiss Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar!


Sonntag, 30. März 2014

In my mailbox... oder: Outside my mailbox

Diese Kategorie "In my mailbox" zu nennen, ist eigentlich völlig blödsinnig, denn die großen Büchersendungen oder Päckchen, die Bücher enthalten, passen eigentlich NIE in meinen Briefkasten, sondern müssen persönlich übergeben werden. Vielleicht sollte ich der Kategorie bei Gelegenheit mal einen anderen Namen verpassen.

Viele neue Bücher bei mir in den letzten Tagen. (Hatte ja angemerkt, dass der März wegen der Unmengen an Neuerscheinungen ein fieser Monat ist.) Ich schiebe keine Ausreden vor, sondern bin ehrlich: ich hab einfach zuviel gekauft, zuviel bestellt und "zuviel Glück gehabt bei Gewinnspielen", denn auch auf deren Kosten gehen dieses Mal einige neue Bücher.

Als Rezensionsexemplare erhalten oder bei Gewinnspielen gewonnen habe ich:


"Irondead" von Wolfgang Hohlbein hab ich bei Literatopia gewonnen. Hab noch nie was von Hohlbein gelesen, insofern bin ich neugierig auf dessen Schreibe.
"Celeste bedeutet Himmelblau" hab ich von buecher.de zum Vorablesen erhalten, allerdings hab ich dafür nur noch wenige Zeit - das wird knapp... "Spurlos" war ein Gewinn vom mixtvision Verlag.

Brigitte Pons "Celeste bedeutet Himmelblau"
Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus. Doch der junge Polizist Frank Liebknecht entdeckt sehr schnell Ungereimtheiten. Weil ihm niemand glauben will, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln - und gerät schon bald in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung ...

Ashley Elston "Spurlos"
Zum sechsten Mal in acht Monaten wird Meg Jones mitten in der Nacht aus ihrem Leben gerissen. Ohne Vorwarnung, ohne Abschied, ohne Aussicht auf Rückkehr ... Meg Jones ist nicht ihr richtiger Name. Seit die 17-Jährige mit ihrer Familie im Zeugenschutzprogramm lebt, hat sie ihre Identität verloren, ihre Freunde, ihre Heimat. In ständiger Angst vor ihren Verfolgern trägt sie immer eine Tasche bei sich mit den wichtigsten persönlichen Dingen. Und eigentlich hat sie sich vorgenommen, keine neuen Freundschaften zu schließen. Doch dann taucht Ethan auf ...

Und "Indigo: Das Erwachen" von Jordan Dane gab es über Blogg dein Buch, da habe ich schon eine Rezension fertig, die in den nächsten Tagen erscheint. Eine Inhaltsangabe erspare ich mir daher an dieser Stelle.


Selbst zugelegt sind diese Schätzchen hier:

Als verspätetes weiteres Buch zum "Indiebookday" hatte ich mir neulich noch kurzerhand "Couch on Fire" bestellt, das eh schon eine Weile auf meiner Wunschliste stand. Ich hab heute mal reingelesen, bisher gefällt es mir echt gut.

Heidemarie Brosche "Couch on Fire"
Eigentlich heißt COUCH ja Matthias-Georg. Doch der 15-Jährige ist ein echter Couch-Potato. Der bekennende Faulpelz liebt sein Smartphone, arbeitet wenig für die Schule und scheut auch sonst jede Anstrengung, was man ihm ansieht. Ausgerechnet an dem Tag, an dem seine Mutter in den Streik tritt, weil sie keine Lust mehr hat, ihm hinterherzuräumen, reißt ihn noch ein Ereignis aus seiner geliebten Ruhe: Vor den Augen eines Mädchens schlägt er der Länge nach hin und bemerkt nicht, dass er dabei sein Smartphone verliert. Die Zeugin seiner peinlichen Bruchlandung heißt Yayo, ist Halbjapanerin und ehrliche Finderin. Zudem sieht sie aus wie COUCHs Lieblings-Anime-Charak­ter. Als er sie zur Telefonübergabe trifft, fängt er sofort Feuer und dies bringt ihn an die Grenzen seiner phlegmatischen Lebensweise ...

"Verliebt in Hollyhill" von Alexandra Pilz ist die Fortsetzung von "Zurück nach Hollyhill". "Der Fürst des Parnass" von Carlos Ruiz Zafón ist eine kleine kurze Geschichte als Zwischenhäppchen für alle, die auf das neue Buch von Herrn Zafón warten. Für 5 Euro bekommt man keine 100 Seiten geboten und der ganze Spaß dauert keine halbe Stunde, um ihn zu lesen. Ich war recht enttäuscht, auch wenn mich der Schreibstil von Zafón wiederum sofort einfangen und begeistern konnte.  

Auf "Die Nacht, als Gwen Stacy starb" von Sarah Bruni habe ich schon vor Monaten ein Auge geworfen; das war eins der Bücher, das ich unbedingt haben wollte, weil es so verrückt und interessant klang. Ich hab es gestern an einem Tag durchgelesen und bin jetzt völlig unentschlossen, wie ich es finde. Es ist ganz (wirklich ganz!) anders als erwartet, überhaupt nicht das, was ich gedacht hatte. Aber trotzdem nicht schlecht. Nur... wie soll ich das Buch finden??? Wenn ich das in den nächsten Tagen für mich herausgefunden habe, gibt es eine Rezension.

"Zeitenzauber: Das verborgene Tor" ist der dritte Teil der Zeitreise-Reihe von Eva Völler. "Die Wahrheit, wie Delly sie sieht" wiederum ist mir neulich mal vor die Nase gekommen, dann habe ich mich erinnert, dass irgendjemand (wer nur??) das ganz wunderbar und rührend fand - und dann hab ich es kurzerhand mitgenommen.

Katherine Hannigan "Die Wahrheit, wie Delly sie sieht"
Die elfjährige Delly ist anders als andere Mädchen: neugierig, unerschrocken und erfinderisch – und sie liebt Überraschungen. Sie lässt Tiere frei, wenn sie ihr leidtun. Sie beleidigt andere, ohne es zu merken. Sie leiht sich Sachen aus, weil ein Abenteuer lockt. Und sie prügelt sich schon mal, falls ihr jemand widerspricht. Bis Ferris in die Klasse kommt. Ferris ist auch anders: Sie spricht nicht und will nicht berührt werden. Alle respektieren das, nur Delly will wissen, warum. Doch sie muss erst lernen, Ferris’ Schweigen zuzuhören, bis diese sich öffnet. Als es geschieht, ist es die größte Überraschung, die Delly je erlebt hat. Und der Beginn einer großen Freundschaft.

Und schließlich "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan, von dem gerade viele reden und das ich auch wirklich gern lesen möchte.

David Levithan "Letztendlich sind wir dem Universum egal"
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

*****

Uff. Da hab ich einiges vor mir. Kennt ihr manche der Bücher? Habt ihr schon welche davon gelesen und wie fandet ihr sie?

(alle Inhaltsangaben von amazon.de)

Donnerstag, 27. März 2014

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #13

Heutiges Zugobjekt der Blogkategorie-Begierde: ein Fantasybücher-lesender Stoffel.
 
Ihr wisst nicht, was ein "Stoffel" ist? Den Begriff habe ich von meiner Schwester; ich habe jedoch keine Ahnung, ob das ein offiziell anerkannter Titel ist - oder ob den auch nur irgendjemand außer uns überhaupt kennt. Ein Stoffel ist ... nun ... irgendwie ein Mensch mit wenig Manieren. Jemand, den es nicht kümmert, wenn er andere anrempelt; der sich frech vordrängelt; unfreundlich ist; der schlurfenderweise mit abartig unmöglich lauter Musik in den Ohren rumläuft (Wieso ist er bei der Lautstärke noch nicht taub?! Oder ist er schon taub und braucht deswegen die Musik so laut??) und den es dabei nicht die Bohne juckt, dass eine Omi mit lila gefärbten Haaren ihn ganz pikiert ansieht; jemand, der irgendwie schnodderig und schluderig und irgendwie so leicht ... naja, unmotiviert daher kommt.
 
Ja, so ein Exemplar seh ich ab und zu im Zug. Und so egal ihm jedenfalls alles auf der Welt auch erscheinen mag - ER LIEST. Und zwar jedes Mal, wenn ich ihn sehe. In den letzten Wochen hat er sich durch die Buchreihe von Alexey Pehov gelesen, anscheinend bilden die Bücher die "Chroniken von Hara". (Sagt mir Amazon.) Ich kenn die Bücher nicht, das scheint mir mehr so die Sparte "Fantasy" zu sein, was nicht wirklich meins ist. Aber sei´s drum. Er hat sich nacheinander durch alle Teile gelesen:
"Wind - Blitz - Donner - Sturm" (...und geht´s dann noch weiter?)
 
Und für alle, die ebenso wie ich keine Ahnung haben; darum geht´s, zumindest im ersten Teil:
 
Alexey Pehov "Wind - Die Chroniken von Hara 1"
Seit der Krieg der Nekromanten das Land zerstört hat, verschwinden die magischen Funken aus Hara – und mit ihnen die Magie selbst.
Lahen ist eine Windsucherin, eine der wenigen, die jenen Funken noch in sich trägt. Doch sie und der Bogenschütze Ness werden verfolgt von den Verdammten, den Anhängern der schwarzen Magie, die sich Lahens Gabe bemächtigen wollen. Können Lahen und Ness verhindern, dass der dunkle Funke erneut entzündet und Hara ins Chaos gestürzt wird? Es beginnt ein Wettlauf um ihr Leben – und der Kampf um die Magie in ihrer Welt …
 
 
Das Beste kommt aber bekanntlich zum Schluss: während er sich also nach und nach durch die Bücher gelesen hat, verdrückte er zugleich mehrere Tüten Chips. Neben sich hat er stets eine Tüte Chips liegen: mit links greift er in die Chipstüte, mit rechts hält er das Buch fest. Bei Band 1 waren es - glaube ich - Paprikachips, "Blitz" wurde dann geschmacklich unterstützt von "Pombär" und bei den nächsten beiden Büchern gab es geriffelte Chips. Die haben dann scheinbar seinen Geschmack getroffen und sind seine bevorzugte Wahl geworden...
 
Naja, na gut. Chips zu essen (oder überhaupt etwas zu essen, was kleckert/krümelt/staubt - also quasi ALLES!), während man liest, find ich ja ... schwierig. Und bedenklich. Meine Bücher sind mir da irgendwie zu schade, ich hab keine Lust auf chipsige Fingerabdrücke auf den Seiten oder Kekskrümel in der Knickkante, die man da - erwiesenermaßen! - nie wieder rausbekommt...

Mittwoch, 26. März 2014

"Formbar. Begabt" - Juna Benett

Kindle Edition, 2014


Handlung:

Nehmen wir an, du kannst erreichen, was immer du willst, ohne dabei die Konsequenzen fürchten zu müssen. 
Wo ziehst du die Grenzen der Moral? 
Nehmen wir an, du entdeckst in dir eine Macht, die so groß ist, dass sie deine Vorstellungskraft sprengt. 
Weißt du, wozu du fähig bist? 
Nehmen wir an, du musst dich entscheiden. Das Leben des Menschen, den du liebst, oder dein eigenes. 
Was wirst du tun? 
 
Bisher waren die fehlende Aufmerksamkeit ihres Schwarms und das Partyoutfit ihrer besten Freundin die schwerwiegendesten Probleme im Leben der sechzehnjährigen Hannah. Dies ändert sich schlagartig, als sie mit einer Gabe konfrontiert wird, die Macht über Leben und Tod verleiht, und die sich in den falschen Händen verheerend auswirken könnte. 
Was wie ein harmloses Experiment beginnt, wird schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr.
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
Juna Benett hat versprochen: Keine Vampire, keine Engel, keine Werwölfe! Mit dieser Ansage hatte sie mich als Leserin sicher und das Versprechen hat sie auch eindeutig gehalten.
Die Geschichte von Hannah ist zwar übernatürlich, überzeugt aber mit neuen, unverbrauchten und insgesamt stimmigen Ideen. Von einem Tag auf den anderen erlebt Hannah, was es heißt, mit neuen Fähigkeiten aufzuwachen, die niemand sonst hat - und die einem auch niemand so recht glauben mag: Telekinese und Telepathie. Nur durch konzentrierte Gedankenübertragung gelingt es ihr, Objekte zu bewegen, sie in Flammen aufgehen zu lassen, oder andere Menschen tun zu lassen, was Hannah ihnen gedanklich befiehlt. Irgendwie beängstigend, dieser Umstand. Und genau das bringt Juna Benett auch zur Sprache. Das hat mir hier ausgesprochen gut gefallen: dass Hannah ihre neuen Fähigkeit nicht einfach nur als tolle Superkraft ansieht, die ihr zig Türen öffnet, sondern tatsächlich das Pro und Kontra ihrer Handlungen auch hinterfragt. Ihr (schlechtes) Gewissen meldet sich ebenso wie ihre Vorsätze, Freunde und Familie nie zu belügen. Sie wird dadurch sehr grüblerisch und reflektiert - vielleicht einen Tick zu viel. An mancher Stelle erschien mir ihre nachdenkliche Ader ein wenig zu ausufernd für die Handlung.
Als Jan, Hannahs Schwarm, ins Spiel kommt, spielen ihre Fähigkeiten eine Rolle - sogar eine sehr große. Natürlich werde ich nicht verraten, was sich fortan zwischen den beiden entwickelt. Aber es warten einige Überraschungen auf den Leser und insbesondere das Ende von "Formbar. Begabt" hat mich völlig begeistert! Ich muss gestehen, erst dachte ich, die Auflösung wäre recht vorhersehbar, aber dann gibt es noch einmal einen richtigen Knall am Ende, der mich echt überrascht hat. Außerdem gibt er einen guten Übergang in folgende Geschehnisse, die wohl offenbar in Form weiterer Geschichten um Hannah geplant sind. Ich werde auf jeden Fall interessiert dranbleiben!

 
Ein herzliches Dankeschön an Juna Benett für das ebook!
 

 
 
 

Dienstag, 25. März 2014

Gemeinsam lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Seit gestern ist "Indigo" von Jordan Dane meine aktuelle Zuglektüre und da bin ich auf Seite 57.

 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"So plötzlich all das gekommen war - die schmetternden Trompetenstöße herumstampfender Geisterelefanten, der widerliche Fledermausschwarm, die wilden Löwen und der übrige bizarre Zirkus aus lebenden und toten Tieren -, so plötzlich wurde das Chaos von einer totengleichen Ruhe abgelöst."

... Was für ein Satz, oder? :)

3. Was möchtest du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Bisher gefällt es mir ganz gut. Inhaltlich bin ich mit Seite 57 natürlich noch nicht so weit, und erst auf den letzten Seiten hat die Handlung einen Schlenker gemacht, der davor noch nicht so abzusehen war. Zuerst ging es um eine verkorkste Beziehung zwischen drei Geschwistern und auf einmal wimmelte es vor blauem Licht und merkwürdigen (dämonischen??) Gestalten. Daher kann ich gerade auch noch nicht einschätzen, was da noch alles auf mich zukommen wird. Ich denke, es wird ordentlich übernatürlich zugehen - was mich ja prinzipiell erstmal nicht stört ;)

4. Was gefällt dir an deinem aktuellen Buch bisher am besten?
Ganz spontan würde ich sagen: das Cover. Das ist so schön dunkelblau und zieht meinen Blick geradezu magisch an... ;)
Und ich mag die Hauptfigur Rayne. Sie ist bisher wenig durchschaubar, hat sympathische wie negative Eigenschaften. Ich denke, mit ihr werde ich noch einige interessante Momente in "Indigo" erleben.

 

Montag, 24. März 2014

"Ich bin Tess" - Lottie Moggach

Script5 Verlag, 2014
17,95 Euro

Handlung:

Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen?

Leila hat Tess nie zuvor getroffen.
Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst.

Tess hat Leila nie zuvor getroffen.
Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will,
muss sie Leila ihr Leben anvertrauen.

Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel.
Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten?

(Quelle: hier)

Meine Meinung:

"Es war, als hätte ich einen Avatar, nur noch viel besser." (S. 140)

Vom Moment an, in dem ich "Ich bin Tess" aufgeschlagen hatte, war ich neugierig auf das Buch. Denn ich fand die Idee wirklich interessant und war sehr gespannt auf die Umsetzung. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es so vergleichsweise einfach und komplikationslos sein sollte, das Leben einer anderen Person zu übernehmen. Daher war ich wirklich gespannt, was die Autorin sich hier ausgedacht hatte.
Was mir nach einigen Kapiteln klar wurde: Tess und Leila, die beiden Frauen, um die es hier geht, sind in meinen Augen als Figuren nicht glücklich ausgewählt worden. Denn sie sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, und daher schon mal von Beginn an - rein vernunftsmäßig - nicht wirklich geeignet, um sich austauschen zu lassen. Während Tess wie ein flippiger Paradiesvogel erscheint, der das Leben in vollen Zügen gelebt hat, kommt Leila wie die komplette graue Maus daher, die keine Ahnung vom Leben "da draußen" hat. Leila ist in ihrer Art so ungeeignet, jemanden wie Tess ersetzen zu wollen - das ging in meinen Augen nicht Hand in Hand. Denn Frau Moggach hat einfach total mit interessanten Eigenschaften gegeizt, wenn es um ihre Hauptfigur ging: Leila ist eine Spießerin, ist weltfremd und naiv, versteht keine Ironie und keinen Sarkasmus, und hinterfragt völlig "normale" Dinge, weil sie in ihrer begrenzten Welt nicht vorkommen. Sie hat kaum Kontakt zu anderen Menschen und kennt sich bei Facebook & Co. nur pro forma aus. Sie kam mir im Laufe der Handlung so unsympathisch vor; ich konnte ihren ausschweifenden und grüblerischen Gedankengängen und merkwürdigen Überlegungen irgendwann einfach nicht mehr richtig folgen - aus Unverständnis und Desinteresse. Es mag sein, dass Leila extra so sein sollte, dass die Autorin sie bewusst so konträr zu Tess haben wollte - schön. Aber warum?

Zudem aber erschien mir das Szenario des "Identität-Übernehmens" deutlich übertrieben. Leila stellt das "neue übernommene" Leben von Tess als Vollzeitjob dar, als wäre sie ununterbrochen online, am Posten und am Email-Schreiben, als müsste sie ihre Statusmeldungen alle 10 Minuten erneuern, weil sich ja irgendwo auf der Welt jemand fragen könnte "Was macht Tess gerade?". Als würde sich alle Welt um Tess reißen. Leila ist ständig damit beschäftigt, irgendwelche Nachrichten und Kurzmeldungen in Tess´ Namen vorzubereiten und zu veröffentlichen und schlägt sich dafür 16 Stunden am Tag am Computer um die Ohren. Das ist einfach unglaubwürdig, und den "Stress", den diese neue Beschäftigung vorm PC Leila angeblich einbringen soll, habe ich ihr nicht 1 Minute lang abgekauft. 
Das erschien mir also in der Tat sehr unverständlich und übertrieben. Ansonsten fand ich die Lektüre von "Ich bin Tess" gar nicht so übel, weil es mal etwas völlig anderes war, kein typischer Roman im herkömmlichen Sinne. Und natürlich fragt man sich die ganze Zeit, wie das wohl enden wird; diese Frage hat zumindest mich trotz der langweiligen Hauptfigur und einigen gefühlten Längen im Text durchgehend am Lesen gehalten. 

 
Dankeschön an den Script5 Verlag!

Sonntag, 23. März 2014

Proudly presents...

Hallo ihr an diesem Sonntagvormittag!
Heute gibt es folgende Neuigkeit:

"i am bookish" gibt es jetzt auch auf Facebook.

Ich hab schon eine ganze Weile überlegt, ob ich das mache. Eigentlich besteht gar nicht so sehr die Notwendigkeit, da ich "social networking"-mäßig jetzt nicht so übermäßig aktiv bin. Aber ich hatte schon öfter den Gedanken, dass sich für kurze Gedanken zu einem Buch, dem Vorstellen eines Zitats oder irgendwelcher kleiner buchiger Dinge doch auch eine andere Form anbieten würde, eher als kurze Statusmeldungen. Man startet für sowas ja nicht unbedingt immer gleich einen extra Post. Und da macht sich Facebook doch gut, denke ich mir. Es würde mich also sehr freuen, wenn ihr ab und an auch mal dort vorbeischauen möchtet. Der Schwerpunkt wird aber natürlich weiterhin hier auf dem Blog liegen. Leider hat mir Facebook nicht erlaubt, das "i" in "i am bookish" klein zu schreiben - weiß der Himmel, warum. Und so heißt es jetzt eben "I am bookish", aber das ist ja noch zu verschmerzen :)
Zur Facebook-Seite geht es HIER, oder oben rechts in der Sidebar. Ich habe endlich das Mysterium verstanden, wie man die einzelnen Verlinkungen NEBENEINANDER statt untereinander einbinden kann. War gar nicht schwer... o.O *so ein bißchen stolz sei*

Gestern war der Indiebookday. Ich bin nicht so wirklich außer Haus in Buchhandlungen gekommen - weil ich das aber schon vorher befürchtet habe, hatte ich mir kurzerhand schon ein Buch aus einem kleinen Verlag bestellt, nämlich "Die große Wörterfabrik" von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo aus dem mixtvision Verlag. Auf dieses kleine Büchlein habe ich schon eine Weile ein Auge geworfen und zudem habe ich den gestrigen Tag nur zu gern genutzt, um den mixtvision Verlag ein wenig zu unterstützen. Der hat nämlich nicht nur ganz tolle Bücher im Angebot, sondern auch ziemlich nette Mitarbeiter. Ich durfte schon in das ein oder andere Buch aus der Backlist reinschnuppern und weiß schon seit einer Weile, dass die Bücher dieses Verlags ganz großartig sind! So auch "Die große Wörterfabrik". Darin sind wunderschöne liebevolle Zeichnungen enthalten, die - zusammen mit einigen wenigen Sätzen - eine schöne und so rührende Geschichte erzählen. Ich kann´s wirklich jedem nur ans Herz legen: man schließt das Buch definitiv mit einem Lächeln auf den Lippen!

Agnès de Lestrade, Valeria Docampo "Die große Wörterfabrik"
Es gibt ein Land, in dem die Menschen fast gar nicht reden. In diesem sonderbaren Land muss man die Wörter kaufen und sie schlucken, um sie aussprechen zu können. Der kleine Paul braucht dringend Wörter, um der hübschen Marie sein Herz zu öffnen. Aber wie soll er das machen? Denn für all das, was er ihr gerne sagen würde, bräuchte er ein Vermögen ...

Alle Infos zum Buch und zum Verlag: HIER

Habt ihr auch beim Indiebookday mitgemacht?


Freitag, 21. März 2014

Freitagsgedanken: Von Glücksmomenten, emotionalen Sparschweinen und dem Indiebookday

Hallo ihr Lieben!
Wieder eine Woche vorbei und eigentlich ... ist nichts passiert. Zumindest nichts wirklich Erwähnenswertes, aber das muss ja nichts Schlechtes sein.
Gestern war Tag des Glücks und irgendwie gestaltete sich dieser Donnerstag tatsächlich zu einem Tag voller (positiver) Überraschungen. Das Wetter war schön, es war Frühlingsanfang, ich habe 2 Bücher gewonnen, habe unverhofft jemanden wiedergesehen, habe eine Funkstille beenden können (mit jemandem eine Weile nicht zu reden ist mies) und habe ein ziemlich nettes Lob bekommen - war also ein guter Tag. Außerdem ist es gelungen, Tickets für die Konzerte der Rolling Stones im Sommer in Deutschland zu ergattern - puhhhh... Die Preise dafür sind zwar astronomisch hoch, aber meine Eltern wollen da unbedingt hin und drehen schon richtiggehend am Rad deswegen :D Hat also glücklicherweise geklappt.
 
~  ~
 
Eine interessante Unterhaltung konnte ich in dieser Woche auch belauschen. Manche Leute haben echt überhaupt keine Hemmungen, im Allgemeinen offenbar nicht, und im Zug scheinbar erst recht nicht. Zumindest saß ich im Zug zwei Damen gegenüber, die sich lautstark - und eben völlig unverhohlen - über eine dritte Dame unterhielten, die natürlich nicht anwesend war. Ingrid hieß sie. Eigentlich lästerten die beiden viel mehr, denn sie haben einige wirklich unschöne Dinge erzählt; mir haben die Ohren geklingelt und ich kann jetzt beim besten Willen nicht wiederholen, was die arme Ingrid alles zugedichtet bekommen hat o.O Jedenfalls meinte die eine der beiden Frauen plötzlich "Deren Mann ist ein emotionales Sparschwein." - und das wiederum hat mich sehr amüsiert. Denn diese Betitelung hab ich noch nie gehört, sie gefällt mir aber ausgesprochen gut. Das werd ich mir mal merken, damit kann man in nur zwei Worten doch unglaublich viel ausdrücken... :)
 
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Morgen ist der Indiebookday! Falls ihr euch fragt, was das ist:
 
 
Zum Hintergrund
Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.
 
Wie funktioniert's?
Geht am 22.03.2014 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet.
Hauptsache ist: Es stammt aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag.
Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl unter dem Stichwort/Hashtag "Indiebookday". Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.
 
 
Ich find´s eine schöne Idee, denn es gibt so viele schöne Bücher von (kleinen) unabhängigen Verlagen, die viel zu sehr in der Masse der bekannteren Bücher untergehen. Ich hab schon ein oder zwei Bücher im Auge, die ich mir im Rahmen dieses Tages morgen wahrscheinlich zulegen werde. Macht auch mit! Infos gibt es auch HIER und HIER.
 
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Was gibt es sonst lesemäßiges zu berichten? Wie schon erwähnt, bei mir sind einige neue Bücher ins Haus geflattert und mir kribbelt es sooooo in den Fingern, am liebsten alle auf einmal zu lesen. Aber das geht noch nicht. Momentan lese ich noch in "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und das tue ich auch wirklich gern. Das Buch ist wirklich ein Schatz. Ich habe schon fast ein bißchen Angst davor, dass es irgendwann vorbei ist und damit - höchstwahrscheinlich - ja auch die Wahrheit des Falls ans Licht kommt. Mein Plan: dieses Wochenende werde ich es zu Ende lesen und dann Bescheid wissen. Unter anderem lese ich auch "Zeitsplitter", das ist mein aktuelles Zugbuch, das mir zunehmend besser und besser gefällt. Die zwei Zeitebenen, die sich gerade kreuzen - echt spannend und gut gemacht. Und Person XY hat gerade Person YX erschossen! Boah! :o


So. Jetzt wünsch ich euch einen schönen Freitag und ein superbes Wochenende!

Donnerstag, 20. März 2014

"Super-Marienkäferchen ... ist schon auf dem Weg" - Guido van Genechten

aracari Verlag, 2014
14,90 Euro


Handlung:
Super-Marienkäferchen wird mit Hilferufen aus der ganzen Welt überschwemmt. Ein Elefant, der im afrikanischen Schlamm fest steckt; ein Hund, der im Grand Canyon über einem Abgrund baumelt; ein Kamel, das in der Sahara halb verdurstet ist… Alle bitten den Superhelden um Hilfe. Der besitzt zum Glück viele supermegastarke Hilfsmittel und eine Portion gesunden Marienkäferverstand.
(Quelle: hier)



 
Meine Meinung:
Das Kinderbilderbuch vom Super-Marienkäferchen ist eine wunderbare bunte und aufregende Geschichte für die Kleinsten ab 3 Jahren, aber auch für die nicht mehr ganz so Kleinen. Ich zumindest habe mich richtig amüsiert beim Blättern. Die farbigen kraftvollen Zeichnungen sind großflächig, nicht überladen und beschränken sich auf die wesentlichen Aspekte der Geschichte - genau das richtige also, um sich nicht ablenken zu lassen. Außerdem fand ich die Zeichnungen überaus gelungen und liebevoll dargestellt. Mein Lieblingstier, das gerettet werden muss, ist zweifelsohne das Kamel, weil es so lustige Haare hat :)
Auch die Geschichte als solche hat mir gefallen, auch wenn sie ... naja, natürlich nicht so sehr glaubhaft ist. Vielleicht bedient sie hier und da ein wenig zu erwachsene Aspekte; so wage ich zu bezweifeln, ob beispielsweise jedes kleine Kind schon den Begriff einer "Saugglocke" kennt - ein Hilfsmittel des Marienkäfers, um den Elefanten zu retten. Aber es ist eine schöne Moral, ein schönes Fazit, das übermittelt wird: auch die Kleinsten und Unscheinbarsten können Großes leisten und zu Helden werden. Und so macht sich das Super-Marienkäferchen auf den Weg, einmal quer über die ganze Welt, und hilft, wo man ihn braucht. Und abends? Da fällt er dann müde ins Bett. Übrigens werden am Ende der Geschichte auch andere, nicht bildhaft dargestellte Situationen angesprochen, bei denen der Marienkäfer tatkräftig einspringen musste. Da bietet es sich an, die Kleinen mal selbst überlegen zu lassen, wie er das getan haben könnte. Regt also auch schön die Fantasie an!
Das Super-Marienkäferchen bekommt von mir frühlingshafte und superstarke 4 Sternchen!

 
 
Ein herzliches Dankeschön an Pia Mortensen und den aracari Verlag für das Rezensionsexemplar!

Frühlingsanfang!

Huhu ihr Lieben!
Irgendwie... bin ich heute total gut drauf - keine Ahnung warum. Vielleicht liegt´s an der Sonne, am Frühlingsanfang, von dem ich bis eben gar nicht wusste, dass er heute ist (Ist sowas nicht immer am 21.???!?) Oder an der guten Musik, die ich heute morgen im Ohr hatte, oder an unerwarteten Anblicken heute morgen, oder weil gestern so gute neue Bücher bei mir ins Haus geflattert sind, oder an der Tatsache, dass Donnerstag ist - und das Wochenende damit nicht mehr fern. Oder oder oder - eigentlich völlig egal.
 
Und weil es heute so schön sonnig und ... hach ... draußen ist, gibt´s im Laufe des Tages noch eine Rezension zu einem ganz besonderen und passenden Buch. Schon der Titel wird euch umhauen, ich weiß es! :D
 
(Jetzt sind alle ganz gespannt und nachher so: Hö, will die uns veralbern? Nein, ich mein´s ganz ernst, aber gebe schon einmal folgenden Hinweis: es ist ein Kinder-Bilderbuch. Ein superstarkes.)
 
Macht euch einen schönen sonnigen Tag!

Nachtrag: Ich lese gerade, dass heute auch noch Tag des Glücks ist. Nein! Jetzt wird´s ja fast ein wenig zuviel des Guten... ;)

Mittwoch, 19. März 2014

Von meiner Unfähigkeit, Verfilmungen anzusehen...

Na, das klang jetzt aber dramatischer, als es wirklich ist. Natürlich habe ich grundsätzlich keine Probleme damit, mir Verfilmungen anzusehen. In den letzten Tagen hatte ich jedoch tatsächlich mal ein paar freie Stunden abzubummeln und dachte mir spontan, ich könnte doch mal tief in meine DVD-Sammlung greifen und einfach mal schauen, was mich dort anlachen würde. 
In der Hand hielt ich nach kurzer Zeit sowohl "City of Bones" als auch "Beautiful creatures", die Verfilmung des ersten Teils der "Sixteen Moons"-Reihe von Garcia & Stohl. Ich habe beide Filme nicht im Kino gesehen. Das lag an fehlender Zeit, an nicht-genau-wissen-ob-ich-das-überhaupt-sehen-will und an allgemeiner Abneigung gegen die Schauspieler, insbesondere Jamie Campbell Bower alias Jace. 
Nun ja. Gekauft bzw. mir geschenkt wurden die Filme als DVDs dennoch irgendwann, und so sah ich mich der Möglichkeit gegenüber, doch endlich diese Wissenslücke füllen zu können: "Wie sind die Verfilmungen so? Können sie mit den Büchern mithalten? Oder sind sie der absolute Schrott?" Nicht unbedingt hilfreich, dass ich im Laufe der Zeit so oft gehört und gelesen habe, dass gerade diese beiden Verfilmungen nicht wirklich gelungen sein sollen.
(Normalerweise stehe ich Verfilmungen nicht notwendigerweise ablehnend gegenüber, nur falls das jetzt so klingen sollte. Im Prinzip gebe ich Verfilmungen immer fast immer eine Chance, auch wenn mich nur wenige wirklich absolut überzeugen konnten, und mir eigentlich kaum eine besser gefällt als die geschriebene Vorlage.)

Ich fing also mit "City of Bones" an. Legte die DVD ein und wartete erstmal ab. Schon beim ersten Kommentar von Clary verzog sich mein Mund nach unten: Was bitteschön ist das denn für eine Synchronstimme?! Die hab ich noch nie gehört, und während ich es meistens ganz gut finde, wenn Personen in Filmen Synchronstimmen abbekommen, die noch nicht allzu bekannt und "zu oft gehört" sind, störte mich die deutsche Stimme von Clary vom ersten Momentan an gewaltig. Das passt nicht und obendrein klingen die Dialoge zwischen ihr und ihrer Mom (sieht nicht aus wie in meiner Vorstellung) und später zwischen ihr und Simon irgendwie ... hölzern. Und abgelesen. Sind sie ja auch, aber das muss man normalerweise ja nicht merken. 
Dann war noch Luke im Bild, der leider auch so gar nicht meiner Vorstellung entsprach. Keine 5 Minuten im Film vergangen und ich war enttäuscht. Na gut, dachte ich, ich warte mal den Auftritt Jace noch ab. Ich wechselte mittendrin mal noch zum Originalton Englisch, was allgemein auch viel angenehmer und passender klang. Bin zwar recht fit im Englischen, aber den ganzen Film ausschließlich auf Englisch gucken wollte ich dann wiederum auch nicht. Dann kam die Szene im Pandemonium, der fiese Dämon wurde erledigt und Jace tauchte auf. In Nahaufnahme. Und ich so "Uahhhhöööörkkkkkkssssss..." Das geht nicht. Ich bin sonst wirklich nicht so auf Äußerlichkeiten fixiert, aber Jamie Campbell Bower als Jace - das krieg ich nicht gebacken. Das stört mich ungemein. Dieses blasse, kantige, fast magersüchtig aussehende Gesicht, die Augen und die Haare. Nee, das ruiniert das ganze Kopfkino von meinem Jace in meinem Kopf. Ich bin in diesem Moment aufgesprungen und habe die DVD aus dem Player gerissen. Ging nicht weiter. Ich hab "Jace" nicht mal sprechen gehört, aber sei´s drum. 
Verfilmungs- Fail #1.

Ich hab aber noch nicht aufgegeben. "Beautiful creatures" wartete auf seinen Einsatz. Die Bücher hab ich ja geliebt und ich fand es ganz toll, dass sie durchgängig aus der Sicht von Ethan erzählt wurden. 
Also DVD rein und auf Ethan gewartet. Der erscheint gleich in der ersten Szene und erzählt. Auch hier mein erster unglaubwürdiger Gedanke: "Synchronstimme passt nicht." Also hab ich nach einigen Minuten auch bei diesem Film mal auf Englisch umgestellt, was sich hier - im Gegensatz zu "City of Bones" - allerdings als äußerst kontraproduktiv herausstellte, denn Alden Ehrenreich alias Ethan hab ich kaum verstehen können. Die sprechen im Film ja alle sehr südstaatlerisch, und das ist offensichtlich schwer(er) zu verstehen. Außerdem ist Mr. Ehrenreichs Stimme auch in echt nicht so der Knüller. Das wurde mir vor allem in der Szene im Regen klar, als er Lena fast angefahren hat und beide dann in eine wilde Auseinandersetzung geraten sind - mit erhobenen Stimmen, offenkundig. Er hat viel mehr gepiepst als sie!
Dazu kam, dass Alden Ehrenreich (=Ethan) und Alice Englert (=Lena) hier knapp 16-jährige spielen sollen, und dafür sehen sie einfach schon zu alt aus. Das nimmt man ihnen doch echt nicht mehr ab. 
Jedenfalls hatte ich auch hier spontan nach nur wenigen Minuten keine Lust mehr, den Film zu sehen, und hab ihn abgestellt. 
Verfilmungs-Fail #2.

Letztlich hab ich mir dann 3 Folgen von "Supernatural" reingezogen, was - wenn wir mal ehrlich sind - auch nicht wirklich viele Gehirnzellen erfordert. Aber die Serie mag ich irgendwie seit Jahren, und da weiß ich, was mich erwartet. Und die beiden Helden haben sowohl in der deutschen Synchronisation als auch im englischen Original übrigens sehr angenehme Stimmen, denen man gut zuhören kann... ;)

Dienstag, 18. März 2014

Gemeinsam lesen

Uff, heute ist es schon recht spät. Aber Asaviel hat heute Jubiläum mit der "Gemeinsam lesen"-Aktion, also mache ich dennoch lieber spät als nie mit :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und bin momentan auf Seite 377. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Was halten Sie davon?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Es ist toll. So ein richtig gutes Buch, bei dem man sich einfach wohl fühlt, bei dem man neugierig jede Seite umschlägt, bei dem man sich selbst bei über 700 Seiten nicht abschrecken lässt, darin zu schmökern. (Nur ein wenig schwer ist es dadurch und lässt sich nicht so gut festhalten... ;) ) Es ist eine Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi und (historischem) Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, heute und in den 70ern. Damals war der Schriftsteller Harry Quebert rettungslos verliebt in Nola, die eigentlich viel zu jung für ihn war. Eines Tages war sie verschwunden. Jetzt, über 30 Jahre später, wird ihre Leiche in Harrys Garten gefunden. Das ganze wird erzählt aus der Sicht von Marcus, ebenfalls Schriftsteller und guter Freund von Harry.
Es ist toll. Toll, toll, toll *.*

4. Welchen Blog, der auch am Gemeinsam Lesen teilnimmt, besuchst du besonders gern?
Ach je, das ist eine schwierige Frage. Denn ich mache mittlerweile zwar die meisten Dienstage schon an der Aktion mit, weiß aber gar nicht so genau, wer noch alles dabei ist. Ich weiß, dass Tine und Nanni dabei sind, und bei denen gucke ich auch immer seeeehr gern vorbei, allerdings nicht nur dienstags... ^^ Aber sonst? Ich muss gestehen, ich klicke bei Asaviels Seite eher selten auf die Links von anderen - mir fehlt da ein wenig die Zeit zu, ich mach das nur ab und zu. Aber ich stöbere sowieso immer mal ganz gern bei anderen Blogs und entdecke da viel Schönes und Aufschlussreiches und Lesenswertes :)

Montag, 17. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014

Die Berichte zur Leipziger Buchmesse 2014 sind ja momentan überall gegenwärtig. Jeder, der vor Ort war, berichtet was es zu sehen gab. 
Ich mach natürlich mit ;)
Allerdings wird es bei eher auf kurze Impressionen hinauslaufen - einfach, weil ich nicht so arg viel zu berichten habe. Es war schön und aufregend und spannend und interessant und VOLL und ist definitiv jedes Jahr wieder ein Erlebnis wert. Ich war allerdings schon am Donnerstag in Leipzig, und die meisten "Knaller-Veranstaltungen" fanden ja eher am Wochenende statt. Um die ganzen verpassten Bloggertreffen tut es mir ein wenig leid, weil ich glaube, dass ich dort sicher ein paar von euch mal persönlich getroffen hätte. Aber nun ja, ich war nun mal nicht am Samstag dort, sondern schon früher.

Und ich habe die Stunden vor Ort dazu genutzt, durch die Hallen zu schlendern... STOPP! In meiner Wunschvorstellung konnte ich durch die Hallen schlendern. In der Realität hab ich mich durch die Hallen geschubst. Himmel, war das wieder voll. In den letzten Jahren war ich meistens am Wochenende auf der Messe und da ist es schon immer ... sehr voll. Aber am Donnerstag und Freitag sieht man sich nun wiederum diversen Schulklassen und ihren überforderten Lehrern und Aufpassern gegenüber, und die machen einen Messebesuch nicht unbedingt angenehmer. Jedenfalls konnte ich schon recht schnell meine Pläne, z.B. zur Lesung von "Verliebt in Hollyhill" von Alexandra Pilz zu gehen, knicken, weil ich es bis 10:30 Uhr einfach nicht an den besagten Stand geschafft habe, da ständig jemand vor mir her schlenderte und die Durchgänge verstopft waren. 
Ich bin dann also dazu übergegangen, einfach durch die Hallen zu laufen und zu schauen, was mir so vor die Augen und die Nase kommt. So konnte ich beispielsweise kurz Arno Strobel lauschen, der clevere Tipps gab für alle, die auch gern ein Buch schreiben möchten. Fazit: Nicht aufgeben, selbst wenn´s so richtig mies läuft... ;) 


Völlig perplex lief ich dann an Ursula Poznanski vorbei, die ich aber erst als solche realisiert hatte, als ich schon 3 Schritte weiter war. Sie war eigentlich ständig im Gespräch mit jemandem, ich durfte dennoch mit einem Autogramm nach Hause gehen! Ich hab mich so geärgert, dass ich kein Buch von ihr dabei hatte - aber wer konnte das schon ahnen?! Und so hab ich wenigstens diese netten Grüße... :D



Ju Honisch
Irgendwann stand ich dann inmitten der Lesung des Seraph-Preises und hörte einer Dame beim Vorlesen zu. Ich wusste nicht, wer sie war, ich geb es zu. Dabei habe ich sogar schon ein Buch von ihr gelesen ("Das Obsidianherz"). Nach kurzem Blick auf meinen Zettel stellte ich fest, dass da Ju Honisch aus ihrem aktuellen Buch "Schwingen aus Stein" vorlas. Später am Tag hat sie ja dann damit auch den Preis für das Beste Buch gewonnen. War wirklich spannend!








Die zwei musste ich mir spontan kaufen. Die haben mich so angelacht!

Letztlich bin vollbepackt mit Leseproben, Verlagsvorschauen und einigen tollen Leseexemplaren - und vor allem reich an Eindrücken - wieder nach Hause gefahren. Ich hab Unmengen an Büchern gefunden, die mir gefallen haben und die ich auch in noch keiner Vorschau zuvor gesehen hatte. Musste mir prompt auch gleich 2 von solchen unerwarteten Entdeckungen kaufen und mitnehmen - was ich schon kurze Zeit darauf ein wenig bereute, weil ich die Bücher ja die ganze Zeit mit mir herumschleppen musste... o.O

Und das ist der ganze Rest...

+++++
Ach, und übrigens:


Wart ihr auch da? Was habt ihr so erlebt?

© für alle Fotos: http://i-am-bookish.blogspot.com

Samstag, 15. März 2014

"Escorter" - Christine Millman

Kindle Edition, 2014

Handlung:
Seit Anbeginn der Zeit befinden sich Himmel und Hölle in einem unerbittlichen Wettstreit miteinander. In der Menschenwelt stehen sich zwei Geheimorganisationen gegenüber, die diesen Wettstreit austragen: die Gideonisten und die Escorter. Die einen kämpfen im Namen des Herrn, die anderen für die Satana, die Höllenfürsten. Doreé, Tochter einer Escorterin, soll in die Hölle reisen und sich dort mit einem mächtigen Dämon verbinden, um den Kampf endgültig für die Escorter zu entscheiden. Doch sie verliebt sich in David, ohne zu ahnen, dass er ein Gideonist und damit ihr größter Feind ist. Aber der Dämon wartet und er vergisst nicht. Schon bald muss Doreé erkennen, dass es kein Entrinnen gibt. Ihre Bestimmung und die Hölle warten auf sie...

Meine Meinung:
"Escorter" ist die Geschichte von Dorée, die sich kurz vor ihrem 21. Geburtstag zweier fanatisch-religiöser Gruppen gegenüber sieht, die sie beide auf ihre Seite ziehen wollen. Völlig geschockt muss sie erkennen, dass auch ihre Mutter Teil dieser Verschwörung ist und sie, Dorée, längst für viel größere Aufgaben und Pflichten auserkoren wurde, als ihr lieb ist.
"Escorter" startet fulminant-spannend und abwechslungsreich, mit verschiedenen Figuren, die eingeführt werden, sowie wechselnden Schauplätzen. Anfangs durchblickt man die Zusammenhänge noch nicht wirklich, die ganzen Verwicklungen werden erst nach und nach aufgeklärt.
Mir hat "Escorter" leider jedoch nicht durchgängig gefallen. Der Anfang des ebooks hat mich begeistert, weil es toll geschrieben ist und den Leser tatsächlich in seinen Bann ziehen kann. Jedoch tat ich mich von Beginn an schwer, den Interessen und Absichten der beiden gegnerischen Gruppierungen folgen zu können. Es gibt Gideonisten und Escorter, allerdings blieb mir - wenn ich ehrlich sein soll - bis zum Ende eher schleierhaft, was genau die beiden eigentlich beabsichtigen. Was das grundsätzliche Ziel hinter den ganzen Böshaftigkeiten ist, wer der fiese Gäap eigentlich wirklich ist usw. Die Standardfloskel "die Macht übernehmen und die Herrschaft an sich reißen" ist schön und gut, aber irgendwie hätte ich da gern von Anfang an mehr Hintergrundinfo gehabt.
Dann war es aber auch Dorée selbst, die mich teilweise wahnsinnig gemacht hat. Sie ist so unstet und wankelmütig in ihren Motiven und Zielen. Sie wird - zugegeben - unvermittelt in diesen ganzen Albtraum geworfen und ist ständig auf der Flucht, wird dadurch natürlich sehr unsicher. Aber sie hat keine eigene Meinung, die sie konsequent vertritt, und lässt sich eigentlich immer herumkommandieren. Mal glaubt sie der einen Gruppe, vertraut dann aber doch lieber den anderen Fanatikern. Sie protestiert bestenfalls halbherzig gegen die Pläne ihrer Mutter, Dorée mit einem Dämon verbinden zu wollen (ich meine, wer will das schon?!), lässt sich dann aber wiederum geradezu bereitwillig von ihrer Mutter den Weg in die satanische Gegenwelt erklären, um zu eben diesem Dämon zu gelangen. Ohne Gegenwehr. Merkwürdig.
Und in dieser Gegenwelt hab ich mich dann gar nicht mehr wohlgefühlt, denn von da an wurde mir alles einen Tick zu biblisch. Diverse religiöse Gestalten und Orte spielen eine Rolle, Satan und Luzifer (das ist hier nicht derselbe) tauchen auf, und es geht um den ganz großen Kampf zwischen Gut und Böse. Das war mir zuviel und inhaltlich für mich zunehmend uninteressant.

Fazit:
Frau Millman kann großartig schreiben und es fällt nicht schwer, sich in Dorées Welt hineinfallen zu lassen. Das Tempo der Geschichte ist genau richtig, um neugierig dran zu bleiben. Mir persönlich wurde die Geschichte ab der Mitte des ebooks jedoch zu bibellastig und religiös - das geht einfach an meinem Interesse vorbei. Auch ein wenig mehr ausgeschmückte Hintergrundinformationen hätten mir gefallen.


Dankeschön an Christine Millman und die Praesens Verlagsgesellschaft für das ebook!

Freitag, 14. März 2014

"Das unerhörte Leben des Alex Woods" - Gavin Extence

Limes Verlag, 2014
19,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem blauen Cover

Handlung:
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

(Quelle: hier)

Meine Meinung:


"Ohne den Meteoriten wäre ich ein völlig anderer Mensch. Ich hätte ein anderes Gehirn - andere Verbindungen, andere Funktionen. Und ich würde Ihnen jetzt nicht diese Geschichte erzählen. Ich hätte keine Geschichte zu erzählen." (S. 267)

"Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" ist eine Perle. Das ist es wirklich. Nicht nur hat mich die Schreibe sehr an die Art von John Irving erinnert (einer meiner Lieblingsschriftsteller), sondern ich hab mich einfach direkt in den ersten Kapiteln so richtig wohl gefühlt. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte von Alex Woods, der von einem Meteoriten in seinem Haus getroffen wird, geht einfach direkt ins Herz.
Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Schon auf den ersten Seiten habe ich mir gedacht, dass Alex eine ganz tolle Art hat zu erzählen - und man kann ihn im Laufe des Buches dabei begleiten, wie er erwachsener wird und sich seine Erzählart auch entsprechend ändert. Von Beginn an weiß er jedoch durch eine wunderbare Mischung von Naivität, Gutgläubigkeit, Unsicherheit und gleichzeitig erstaunlich erwachsenem Wissen zu begeistern und zieht den Leser so unweigerlich auf seine Seite. Ich habe mir so viele Stellen im Buch mit Papierschnipseln markiert, um mich an diverse Sätze erinnern zu können, die Alex hier vom Stapel lässt. Dabei sind sowohl sehr lustige, traurige, weise und nachdenklich stimmende Äußerungen. Überhaupt fordert das Buch einem einiges ab. Es ist kein Buch zum "lässigen Nebenbei-Lesen". Nein, man sollte sich voll und ganz auf Alex und seine Eigenart einlassen, denn dann nimmt man meisten aus dieser wunderbaren, zu Herzen gehenden Geschichte über die Freundschaft zwischen Alex und Mr. Peterson mit. Und dann wird es sicher auch anderen so gehen wie mir, die sowohl herzlich lachen als auch fürchterlich weinen musste, die manche Dinge genauso hinterfragen musste wie Alex und die sich von der Figur Alex Woods hat mitreißen lassen.
Der einzige kleine Kritikpunkt, der mir einfällt, ist die Übersetzung des Titels. Im Original lautet der Titel "The Universe versus Alex Wood", was ich persönlich viel passender und irgendwie ... schöner finde als die deutsche Übersetzung des Titels, die ja eigentlich gar keine ist. Aber das ist letztlich egal. Es geht ja um den Inhalt, und der ist wunderbar. Also: Lesen!


Donnerstag, 13. März 2014

"Küss niemals deinen Ex" - Birgit Kluger

Kindle Edition, 2014
2,99 Euro

Handlung:

Als spirituelle Lebensberaterin hat man es nicht leicht. Vor allem, wenn man wie Jana Weiss unter chronischem Geldmangel leidet. Jana bleibt also nichts anderes übrig, als einen Auftrag ihrer erfolgreichen Schwester anzunehmen. Mit Hilfe ihrer Fähigkeiten als Kartenlegerin soll sie den verschwundenen Neffen eines Mandanten auffinden. Dumm nur, dass der Tarot ihr im Moment die Antworten verweigert. 

Jana übernimmt den Auftrag trotzdem. Schnell findet sie heraus, dass sich der Neffe auf Ibiza aufhält. Weiße Strände, Partys, die die ganze Nacht dauern, ein kostenloser Urlaub – Jana muss nicht lange überlegen. Sie fliegt auf die Partyinsel. Dort kommt es aber ganz anders, als geplant. Bald schwirren Jana Kugeln um die Ohren und zu allem Überfluss stellt sich heraus, dass der Gesuchte in Wirklichkeit ihr Ex-Freund ist ...

(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Küss niemals deinen Ex" ist eine süße, kurzweilige und flott zu lesende Romanze, die vorwiegend im Partyleben Ibizas spielt, zugleich aber auch kriminelle Fährten legt.
Ich wurde schneller in die Handlung geworfen, als ich "Ibiza" sagen konnte, denn schon innerhalb weniger Kindle-Seiten befindet sich Akteurin Jana auf der Insel im Mittelmeer - auf der Suche nach dem ominösen Verschwundenen. Dieser entpuppt sich alsbald als Lex, Janas Exfreund, der nach wie vor einiges Bauchkribbeln bei ihr hervorruft. Fortan geht es tempo- und abwechslungsreich weiter: mit Unterstützung ihrer Freundin Vanessa begibt sich Jana auf Spurensuche, um herauszufinden, was Lex vor ihr verheimlicht. Dabei geht´s aufregend zu: Verfolgungstrips, Gefängnisaufenthalte, Erpressung und Schießereien - alles innerhalb weniger Tage. Es passiert eine ganze Menge. Was hier als Inhaltsangabe angegeben wird, umfasst tatsächlich nur die ersten paar Seiten - die weitere Handlung beinhaltet einige Überraschungen, interessante unvorhergesehene Wendungen im Geschehen. Die Story zwischen Jana und Lex driftet dabei jedoch nie ins Kitschige, Hochnotpeinliche oder überaus Pikante ab - sowas finde ich ja immer sehr angenehm.
Ich habe mich bei der kurzweiligen Lektüre des Chick-Lit Romans "Küss niemals deinen Ex" durchaus gut unterhalten gefühlt und zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Die Story um Jana und ihren Ex Lex (der Reim ist unbeabsichtigt!) liest sich temporeich weg, macht Spaß und weckt unweigerlich Urlaubsgefühle.



Dankeschön an Birgit Kluger für das Rezensionsexemplar!

Übrigens: Bis zum 21.03. gibt es das ebook für nur 0,99 Euro!
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