Donnerstag, 30. Januar 2014

"Liebe auf den ersten Klick" - Emma Garcia

Kindle Edition, 2013

Handlung:
Kurz vor ihrer Hochzeit wird Viv Summers zum dritten Mal von ihrem Verlobten Rob sitzen gelassen – diesmal aber richtig. In ihrer Verzweiflung sucht sie online Trost und kommt dabei auf eine geniale Idee: Sie ruft nevergoogleheartbreak.com ins Leben, eine Website gegen Liebeskummer! Wenn Viv sich nur selbst an die Tipps halten würde, die sie dort gibt ... Dann hätte sie sich bei ihrem Wiedersehen mit Rob – auf einer Hochzeit! – wohl keine blutige Nase geholt, als sie stocknüchtern um den Brautstrauß kämpfte. Und vielleicht hätte sie dann auch rechtzeitig erkannt, wem ihr Herz wirklich gehört …
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Dieses ebook habe ich mir kurzerhand auf den Kindle gezogen, weil mir die Leseprobe sehr gefallen hatte und auf eine lustige und zugleich romantische Geschichte hoffen ließ. "Chick-Lit"-Lektüre sozusagen, wenn man unbedingt eine Schublade bedienen möchte. Tatsächlich hat mir die Story über diverse Kapitel hinweg auch recht gut gefallen, manche Stellen sind unglaublich amüsant und humorvoll geschrieben; die gute Laune beim Lesen bleibt also keinesfalls auf der Strecke, zumindest über weite Teile. Vor allem die kleinen Anekdoten aus Vivs Herzschmerz-Blog im Internet zu Beginn jedes Kapitels sind teilweise sehr unterhaltsam geschrieben.
Irgendwann wird Hauptprotagonistin Viv jedoch unerträglich dumm, naiv und gutgläubig. Ich konnte ihre Seelenklempnerei gar nicht mehr ertragen; ständig habe ich mich gefragt, wie man nur so blöde sein kann - "Wieso reißt sie sich nicht mal zusammen?!" Sie rennt dem so offensichtlich falschen Kerl hinterher, der sich nicht mal bemüht, sein Idioten-Image zu verstecken - es hat schon fast weh getan, von dieser Ansammlung schlechter Klischees zu lesen. Das hat mich unglaublich genervt, und die Vorhersagbarkeit des Verhaltens einzelner Figuren (z.B. Rob oder Vivs Assistentin) ebenso.
Abgesehen von diesen Aufregern im Verlauf der Handlung und von der Tatsache, dass man als Leser - im Gegensatz zu Viv - schon nach wenigen Kapiteln weiß, wie der Hase läuft und wer eigentlich gut für sie wäre -, ist "Liebe auf den ersten Klick" eigentlich schon eine ganz nette Geschichte zum Zwischendrin-Wegschmökern, von der man meiner Meinung nach jedoch von vornherein nicht allzu viel erwarten sollte. Gerade das Ende ist in meinen Augen geradezu famos unspannend und kaum überraschend geraten, und konnte zumindest mich nicht wirklich zufriedenstellen.
Gemischte Eindrücke zu diesem ebook also auf meiner Seite.



Dienstag, 28. Januar 2014

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #12

Dieser Beitrag zur Kategorie wird anders als sonst. Denn er ist von PUREM ENTSETZEN meinerseits geprägt. Gestern .... Gott, ich muss erstmal Luft holen.
 
Also, gestern saß ich im Zug wieder einem Leser gegenüber. Schon etwas älter, dick eingepackt in Daunenjacke und Pudelmütze. Die Pudelmütze hat er die ganze Zeit nicht abgesetzt. Naja.
Er saß schon, ich hab mich ihm gegenüber gesetzt. Nun starre ich Leuten ja nicht so unverschämt aufs Buch, insofern habe ich zunächst einfach nur erstmal registriert "Er liest.", aber nicht was. Irgendwann habe ich dann einen Blick aufs Cover erhaschen können, es war was von Perry Rhodan. Entschuldigt, dass ich nicht genauere Angaben machen kann, aber ich war in dem Moment schon ZU ABGELENKT von dem, was sogleich passierte. Nur, die Perry Rhodan Bücher erkennt man ja recht simpel, die sehen ja alle irgendwie gleich aus. So silber mit großer Schrift. Daher war´s leicht.
 
Ja. Jedenfalls blieb mein Blick dann eben an diesem Buch kleben. Ich sah, dass die oberen Ecken der Seiten irgendwie völlig zerknittert aussahen, kreuz und quer, völlig ausgebeult mit Dellen - und kaputt. Ich habe da einen Moment drauf gestarrt, und das hat er wohl bemerkt. Denn er machte auf einmal Anstalten, das Buch zu schließen, nicht jedoch - und jetzt kommt es!  - Alle buchliebenden Lesefreunde sollten an dieser Stelle vielleicht nicht weiterlesen ... -
 
... Er wollte das Buch also zuklappen, nicht jedoch, ohne vorher die Buchseite, auf der er eben noch gelesen hatte, zwischen die Finger zu nehmen und SIE EINZUREIßEN!!! Er hat in die Seite oben gut einen 1cm langen Riss gemacht!!! Plötzlich wurde mir klar, warum die anderen Seiten so zerfleddert aussahen, die waren ALLE schon so eingerissen!!
Ich schätze, ich habe ihn und das Buch angeglotzt wie ein Schaf, denn auf einmal gluckste er und meinte zu mir, "Joa, ich hab halt kein Lesezeichen dabei." (Leichter bayrischer Dialekt!!! Verdächtig!!!)
Normalerweise quatsche ich Leute im Zug ja nicht einfach so an. Im gleichen Moment hörte ich mich jedoch schon - völlig entsetzt - sagen: "Dann nehmen Sie doch irgendeinen anderen Zettel. Geht doch alles mögliche." Ich glaube, ich konnte nur noch flüstern.
Daraufhin zuckte er mit den Schultern und meinte: "Nee, des is scho okay, ich mach des oft so. Meine Bücher sehn alle so aus."
Woraufhin meine Augen wahrscheinlich noch einmal bierdeckel-groß wurden. Aber ich hab nichts mehr gesagt, ich hab dann meine Nase in mein eigenes (völlig intaktes, möchte ich hier mal anmerken!!) Buch gesteckt. War aber zu geschockt und konnte mich nicht auf den Inhalt konzentrieren.
Also echt mal. Sowas geht doch nicht! Klar kann jeder mit seinen Büchern umgehen, wie er will. Aber das tat mir wirklich schon vom Hinsehen weh. So richtig. Ich meine, das ist ja noch viel viel schlimmer als Eselsohren, die man oben reinknickt - und ich werfe Leuten, die das machen, schon immer zutiefst verachtende Blicke zu... Und es ist doch obendrein völlig hässlich! Sowas will man sich doch dann zuhause nicht hinstellen, und immerhin hat er ja noch angemerkt, dass er zumindest ein paar weitere Bücher besitzt. Ich kann doch meine Bücher nicht so ruinieren!!
Ich bin heute noch ganz geplättet von dieser Begegnung. Daher kann ich auch nichts weiter dazu sagen. Bin aber sehr gespannt, was ihr darüber denkt.

Sonntag, 26. Januar 2014

I am bookish in neu. (Zumindest ein bißchen.)

Tadaaaaa! Oder ... um es mit Sheldons Worten zu sagen:




Hier der neue Look von "i am bookish".
Und jetzt alle so: Ohhh, ist ja gar nicht bunt. Gar kein Glitzer! brummel brummel... Is ja ... unspektakulär... Gar nicht High-Tech, du, oder?

Nö.

Ich hab verschiedenes versucht, auch was ganz buntes. Aber dann hab ich gemerkt, dass es mir nicht gefällt, weil´s mich selbst völlig nervös macht. Ich mag so total bunte überladene Seiten nicht, wo überall was blinkt und flittert und glitzert, und wo man nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Ich wollte was schön klares, übersichtliches - und bin irgendwie immer wieder bei so einem Blog-Outfit gelandet. Gestern habe ich einige Stunden beim Basteln am HTML-Code gesessen, und jetzt ist es erstmal so, wie es im Großen und Ganzen bleiben wird. Eigentlich hat sich nicht viel verändert, meine Sidebar befindet sich weiterhin auf der rechten Seite und ist ähnlich sortiert wie vorher. Jetzt gibt es aber - einen Tick übersichtlicher - auch noch eine Seitenübersicht gleich oben unter der Überschrift mit Verweisen zu den Rezensionen und dem, was ich so gelesen habe. Sonst ist eigentlich nicht viel anders, halt nur - gefühlt - einen Tick geordneter und übersichtlicher, find ich. Und vor allem ist mehr Platz. 

Eine weitere Änderung wird es zudem geben: Zurück zu Fünf! Ich hatte seit einiger Zeit einen Bewertungsrahmen von maximal 6 Bücherstapeln, d.h. Buch war toll = 6 Bücherstapel. Jedes Buch, das mich so begeistert hat, hat zusätzlich zu den 5 "normalen" Sternchen sozusagen noch einen extra bekommen. Das werde ich wieder rückgängig machen, d.h. ab sofort ist meine Maximalbewertung wieder 5. Der Grund dafür ist einfach, dass ich meine Texte auch an anderen Stellen einreiche, amazon und buecher.de zum Beispiel, und da gibt es nun mal immer nur 5. Das war bisher immer blöd, das anzupassen. Daher reihe ich mich ab sofort wieder in die 5-Sterne-Vergeber-Riege ein. (Schätze mal, ich werde besonders tollen Büchern trotzdem ein kleines Extrasternchen vergeben, wenn sie mich völlig mitreißen.)

Manche Baustellen auf dem Blog habe ich auch noch nicht gänzlich beseitigen können: so habe ich beispielsweise noch nicht herausgefunden, warum sich die Bilder in der Sidebar so nach links quetschen. Hmm. Und bei den Posts vermisse ich noch schmerzlich das Datum. Die Uhrzeit wird mir angezeigt, aber nicht der Tag - das ist doch merkwürdig...
Ich arbeite dran, aber nicht heute. Heute hab ich keine Lust mehr auf Laptop-Geklimpere. Gestern habe ich "Invaders" von Peter Ward ausgelesen, was mir zum Ende hin irgendwie ziemlich auf den Keks ging, daher bin ich froh, es beendet zu haben. Und jetzt kann ich mich guten Gewissens einem anderen Buch widmen. Ich hoffe, ihr macht es ähnlich...? :)

Freitag, 24. Januar 2014

Freitagsgedanken: Under construction

Huhu ihr. 
Endlich Freitag!! Diese Woche war Kaugummi in seiner fiesesten Form, sozusagen in einer "Kaugummi-in-den-Haaren-Form"; und dabei nicht mal in einer okayen Geschmacksrichtung, sondern eher als sowas Unerträgliches wie bei dem Kaugummi, den man ganz zum Schluss nach dem Verzehr eines "Bum Bum" Eis noch aus dem blauen Plastikstiel fummeln kann. Der ruiniert dann immer den Nachgeschmack des eigentlich doch ganz leckeren künstlichen Eis. (Zusatzstoffe und Konservierungsmittel rules!) 
Ähhh, kann man mir folgen? Was ich eigentlich sagen will: Gott sei Dank ist Wochenende...

Ich werde das Wochenende nutzen, den Blog hier zu pimpen. Ich kann´s gerade nicht mehr sehen, so wie es jetzt ist. In den letzten Tagen hatte ich ja schon einige neue Varianten versucht, war aber mit keiner zufrieden; und so wie es jetzt ist, soll es halt irgendwie auch nicht bleiben. Momentan kann ich mich nicht entscheiden, in welche Richtung das Neue gehen wird. Diverse Mustervorschläge sind derzeit auf meinem Laptop als Tabs geöffnet und müllen meine ganze Seite zu... Aber irgendwas davon wird´s. Bis ich das aber soweit eingerichtet und angepasst habe, wird das sicher etwas dauern (hoffentlich sind danach noch alle Inhalte da!!! :o) - daher das "Under construction". Schauen wir mal, was dabei herauskommt.

Noch schnell lesetechnische Neuigkeiten: da kann ich mich kurz fassen, es gibt nämlich quasi keine. Bin nicht viel zum Lesen gekommen. Ich lese seit dieser Woche "Kiss me, kill me" von Lucy Christopher, was bisher okay, aber nicht überwältigend ist. Außerdem lade ich mir zur Zeit haufenweise Leseproben auf den Kindle und komme gar nicht hinterher, die zu lesen - ich find aber auch immer was! Sind mittlerweile bestimmt schon 10 Stück. Ich freue mich auch sehr über ein Rezensionsexemplar, das ich bekommen habe, aber dazu mehr im nächsten "In my mailbox" - Beitrag (das Buch kommt nämlich erst im März raus, daher lass ich mir da noch ein wenig Zeit).

So. Ich geh dann mal Homepage-basteln... Euch ein hübsches Wochenende!


Mittwoch, 22. Januar 2014

Gemeinsam lesen


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Aus den vielen angefangenen Büchern nehme ich jetzt mal "Invaders - Sie kommen in Frieden ... oder so" von Peter Ward. Da bin ich auf Seite 195.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Es war schon immer ein Problem gewesen, Geoff aus dem Bett zu bekommen, doch jetzt, da er auch noch durch seine Verletzungen gehandicapt war, erwies es sich als nahezu unmöglich.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Es geht um Zeitreisen als Tourismus-Branche, und die verschaffen dem Helden der Geschichte, Geoffrey Stamp, seinen neuen Job als Zeitreiseführer. Bisher gefällt mir die Geschichte wirklich gut, ist toll ausgedacht und - was die historischen Aspekte betrifft - so weit ich das feststellen kann, auch korrekt recherchiert und dargestellt. Eindrucksvoll wird das Buch auch dadurch, dass es ein Debütroman ist, den der Autor in jungen Jahren geschrieben hat, und das merkt man ihm bisher wirklich nicht an. Bin schon gespannt, wie es weitergeht!

4. Welche Charaktereigenschaften magst du an deinem Protagonisten besonders gerne?
Das ist schwierig, denn Geoffrey Stamp ist ein absoluter Anti-Typ. Seinen Job als Zeitreiseführer verdankt er immerhin nur der Tatsache, dass er völlig bedeutungslos ist, und sich absolut nichts - aber auch wirklich gar nichts - ändern würde, wenn er durch die Zeit reist. (Doch! Ein klitzekleiner Aspekt, und den find ich so schön ausgedacht, den kann ich hier nicht verraten, das solltet ihr selbst lesen.) Das ist sozusagen das Einstellungskriterium, und diese Grundidee dahinter finde ich echt grandios :) Sozusagen ist Geoff also völlig egal als Typ, aber seine "Bedeutungslosigkeit" möchte er trotz seiner Trotteligkeit und Sinnlos-in-den-Tag-Hinein-Lebelei dann doch nicht so einfach hinnehmen. Das macht ihn mir sehr sympathisch und bisher lese ich wirklich gern von ihm.

Dienstag, 21. Januar 2014

"Und Erdbeeren wachsen doch auf dem Mond" - Marie Lu Pera

Kindle Edition, 2013

Handlung:
Was haben der Sohn des Clanführers der Kelten, der Ur-Ur-Ur-usw. Enkel von Merlin, der Prinz der Wassermänner und der Sohn von Frankensteins Monster gemeinsam? 

Die Jungs gehen alle in Melodys Klasse. Sie ist „die Neue“, die anders ist und absolut nicht reinpasst. Noch dazu steht sie auf der persönlichen Abschussliste der Lehrer weit oben. Die würden den „verrückten Freak magischen Unvermögens“, wie sie der Direktor liebevoll nennt, lieber heute als morgen von der Schule schmeißen. Als ob sie nicht schon mehr als genug um die Ohren hätte, stolpert sie von einem Schlamassel in den nächsten. Dabei sind die Jungs nicht ganz unschuldig. Doch was niemand weiß: Melody hat ein Geheimnis, das sie schon bald einholt. Wieso geschehen all die seltsamen Dinge? Wer ist der geheimnisvolle Junge, der in der Krankenstation im Koma liegt? Kann Melody vor dem weglaufen, was ihr Herz ihr sagt, oder kommt doch alles anders, als man denkt.

(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Hmmpf. Was soll ich sagen? Hierauf bin ich durch eine Leseprobe gestoßen und ich fand es zunächst absolut großartig. Einen so schlagfertigen Charakter wie der von Heldin Melody habe ich - ungelogen - noch nirgendwo getroffen und ich habe nicht selten gestaunt über ihre Kommentare, mit denen sie in allen möglichen Situationen die Oberhand behält. Auch die einleitenden Kapitel der Geschichte klangen wirklich nicht schlecht, geradezu vielversprechend, wenn mir auch von Beginn an nicht wirklich klar war, worum es hier eigentlich gehen würde. Genau das wurde in meinen Augen jedoch zunehmend zum Problem, denn etwa nach der Hälfte des ebooks habe ich mich dann doch mal gefragt, was das alles hier eigentlich soll. 
Die Story hat zwar ein ziemliches Tempo, geschehen tut hier trotzdem nicht viel. Was man zu lesen bekommt: Stets ist Melody unterwegs, von der Schule nach Hause oder umgekehrt, und verbringt ihre paar überschaubaren Schulstunden mit Sticheleien und Kommentaren gegenüber Mitschülern und Lehrern (was den vielschichtigen Schülerwesen hier den ganzen Tag gelehrt wird, ist im Übrigen nicht ersichtlich); sie fällt abwechselnd auf ihren "Allerwertesten", weil sie so überrascht und überrumpelt ist oder wird von einem männlichen Wesen umgarnt und umworben, wahlweise Hexer Meric, Kelte Aidan oder später dann der verhuschte Nessaja. Warum? Keine Ahnung. Melody wird von der Autorin weder besonders helle, noch kreativ, noch hübsch, noch sonstwas geschildert - trotzdem rennen ihr die männlichen Verehrer ständig die Bude ein. Übrigens wortwörtlich.
Ein roter Faden fehlt hier definitiv, ebenso wie ein guter Korrekturleser. Denn orthografisch ist das ebook eine Katastrophe, das muss ich echt mal so sagen. Satzzeichen, insbesondere Kommas, werden so wahllos gesetzt, fehlen an wichtigen Stellen und tauchen dafür an anderen unmöglichen wieder auf; manche Wörter werden immer und immer wieder falsch geschrieben; die Dialoge sind zwar meistens gar nicht mal so übel (Stichwort: schlagfertig), allerdings so wirr und ohne Nachsätze, wer gerade welchen Teil gesprochen hat, dass man hier einfach nur den Überblick verlieren kann. Ich fand das Lesen teilweise unglaublich anstrengend. 

Fazit:
Das ebook punktet sicher mit seinem ungewöhnlichen Titel und auch mit der Grundidee, die sich zu einigem hätte ausbauen lassen können. Auch Melody geht einem als Leser so schnell nicht wieder aus dem Kopf, was sicher durchaus seine Vorteile hat. Aber die inhaltliche und insbesondere sprachlich-orthografische Umsetzung ist in meinen Augen leider (noch) überhaupt nicht gelungen.



Sonntag, 19. Januar 2014

"Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel" - Nikola Huppertz

mixtvision Verlag, 2014
13,90 Euro

Handlung:
Wenzel wurde abgeschoben, von seinen Eltern, ins letzte Kaff. Eine ganze Woche soll er es bei seinem schriftstellernden Onkel Nikolai aushalten. Doch dann verselbstständigen sich die Figuren von Onkel Nikolais neuestem Roman. Räuber Kawinski, die Fußball spielende Prinzessin Melinda und das Suseldrusel kommen ins Spiel und eine chaotische Geschichte nimmt ihren Lauf.
(Infos: hier)






Meine Meinung:
Wer sich jetzt denkt "Oh, was für ein Titel" - dem sei gesagt: ja, und das Buch ist genauso chaotisch wie der Titel. Hier ist in jedem Kapitel was los, man kommt eigentlich nicht einmal dazwischen wirklich zum Luftholen. 
Wenzel verbringt - zunächst eher unfreiwillig - ein paar Tage bei seinem Onkel Nikolai. Der ist Schriftsteller und hat eine besondere Gabe: die Ideen seiner Geschichten werden Wirklichkeit. Er muss gar nicht viel machen in seiner Ideenkammer, die Geschichten um die wildesten Gestalten wie den Strupp, die Prinzessin P. Melinda zwo oder den (oder das?) Suseldrusel entstehen wie von selbst. Und diese leben sich dann in dem kleinen Örtchen Hinkelsen, wo Nikolai lebt, so richtig aus. Diverse Abenteuer, Missverständnisse und kuriose Momente sind vorprogrammiert, und Wenzel merkt, dass es eigentlich gar nicht so übel ist bei seinem Onkel. Immerhin ist ständig was los. Und dabei geht es sowohl sehr verrückt, gefährlich oder auch mal romantisch zu.
Man kann eigentlich gar nicht sehr viel mehr zum Inhalt sagen, ohne schon zuviel zu verraten. Wenzels Urlaubsabenteuer ergeben ein herrliches Kinder- und Jugendbuch, wie man es nicht alle Tage liest. Hier und da fand ich die Wortwahl vielleicht ein wenig zu erwachsen und ungewöhnlich, auch manch versteckte Ironie oder Sarkasmus entdeckt vielleicht nicht jedes Kind. Trotzdem kann man beim Lesen und Vorlesen dieses Tohuwabohus so viel erleben und entdecken und sich obendrein prächtig amüsieren. Das eigene Lesen ist hier übrigens sehr zu empfehlen, da die unterschiedlichen Schriftarten und optischen Eigenheiten im Text die ganze Aufregung und das Chaos in Hinkelsen zusätzlich verdeutlichen. Auch die Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels sind wunderbar anzusehen.
Ein ungewöhnliches Leseabenteuer voller Ideen!



Ein herzliches Dankeschön an den mixtvision-Verlag für das Leseexemplar!

Samstag, 18. Januar 2014

In my mailbox ... & Allet neu!

Uff. Wer hier in den letzten zwei Tagen vorbeigeschaut hat, dürfte alle paar Minuten ein neues Blog-Outfit zu bewundern sehen bekommen haben. Ich habe nämlich hin- und her probiert, gebastelt und "designt" (höhö), zusammengestellt, verworfen und bin daran halb verzweifelt. Ich hatte Lust auf was Neues auf dieser Seite, vor allem im Header. (Nicht ganz unschuldig an dieser fixen Idee ist übrigens mein Bruder *mit dem Finger auf ihn zeig*, der in diesem Zusammenhang das Thema "langweilig" und "fade" und ... "Grabstein-mäßig" anschlug, räusper, nun ja...) Also wollte ich was Neues. Aber wollen ist ja nicht gleich können und schon gleich gar nicht bekommen. Das Unterfangen stellte sich als äußerst schwierig dar, dabei bin ich gar nicht so wählerisch. Denke ich zumindest. Aber mir gefiel irgendwie nichts. Weder die Hintergrunds-Vorlagen, noch irgendwelche Headervorschläge. Ich weiß einfach nicht, was ich will, und leider habe ich bei keiner Idee spontan "Das ist es!" gerufen. Und so Photoshop-und Bildbearbeitungs-mäßig bin ich auch völlig unbegabt. Da ist also auch nichts zu holen.
Irgendwie ist es jetzt das hier geworden. Aber wirklich zufrieden bin ich damit immer noch nicht. Das Problem: ich hab keine Lust mehr. Keine Lust mehr zu suchen und rumzuprobieren. Das ewige Geklicke geht mir schon gewaltig auf den Keks. Ich glaube, die nächsten Tage wird das hier definitiv erstmal das neue Gesicht von "i am bookish" bleiben; aber vielleicht packt mich demnächst noch einmal der Ehrgeiz, hier voll auf den Putz zu hauen und alles aufzuhübschen. (Oder auch nicht.)

Nun ja. Kommen wir zu den Leseneuigkeiten der letzten Tage - allerdings gibt es kaum welche. In den letzten Tagen habe ich "Das Rosie-Projekt" von Graeme Simsion ausgelesen, das mir sehr gut gefallen hat. Eine kurze Vorstellung werde ich in den nächsten Tagen hoffentlich noch schreiben. Auch ausgelesen habe ich z.B. das ebook "Und Erdbeeren wachsen doch auf dem Mond" von Marie Lu Pera - das war allerdings eher eine orthografische und schließlich auch inhaltliche Katastrophe. Ansonsten arbeite ich daran, meine diversen angefangenen Bücher zu lesen - was erschwert wird durch schöne Neuzugänge, die ich euch jetzt noch zeige.
Eins davon ist ein Gewinn vom ChickenHouse Verlag, das andere ein Rezensionsexemplar und das dritte ist dem Umstand geschuldet, dass ich nach der Lektüre von "Vango" so hin und weg war, dass ich gleich mal schauen musste, was Timothée de Fombelle noch geschrieben hat. Das Ergebnis: u.a. "Céleste", das ich mir kurzerhand bestellt habe. In manchen Shops gibt es das gar nicht mehr (wahrscheinlich ist es über die eine Ausgabe hinaus nicht weiter erschienen), daher war ich froh, es recht billig in einer top Ausgabe zu bekommen. Ist allerdings eher so Bilderbuch-artig gebunden, das ist etwas ungewohnt...

Timothée de Fombelle "Céleste oder Die Welt der gläsernen Türme"
Als er Céleste trifft, ist es um ihn geschehen - Doch so plötzlich wie Céleste gekommen ist, so plötzlich verschwindet sie auch wieder. Und als der Ich-Erzähler sie schließlich in der 330. Etage des 330. Gläsernen Turms in seinem Viertel aufspürt, ist sie krank. So krank, dass der Erzähler sie ins Krankenhaus von !ndustry bringt, des weltweit größten Industrieunternehmens, bei dem auch seine Mutter arbeitet. Aber dann verschwindet Céleste ein zweites Mal, und es stellt sich heraus, dass Célestes Krankheit nicht nur mit den Geschicken dieses Unternehmens, sondern auch mit denen unserer Erde auf Leben und Tod verbunden ist.

Lucy Christopher "Kiss me, Kill me"
Das kann nicht sein! Niemals hat Emilys Vater das Mädchen umgebracht, auch wenn alles gegen ihn spricht. Emily ist von seiner Unschuld überzeugt, aber sie weiß nicht, was wirklich im Wald passiert ist. Der Wald, in dem ihr Vater die tote Ashlee gefunden hat. Der Wald, in dem es dunkle Pfade und verbotene Spiele gibt. Der Wald, in dem Damon sich plötzlich mit ihr treffen will, obwohl er sie bisher keines Blickes gewürdigt hat. Emily muss vorsichtig sein, denn Damon war Ashlees Freund. Vielleicht will er sich rächen. Vielleicht ist da aber auch tatsächlich etwas - zwischen ihm und ihr. Und vielleicht kann Emily sogar herausfinden, was wirklich geschehen ist.

Peter Ward "Invaders - Sie kommen in Frieden ... oder so"
Geoff Stamp glaubt nicht an Zeitreisen – bis er ein unwiderstehliches Jobangebot bekommt: Er soll als Zeitreiseführer Touristen aus der Zukunft betreuen. Doch bald stellt sich heraus, dass eine außerirdische Macht Spione in Geoffs Umfeld gebracht hat, um eine zerstörerische Invasion auf die Menschheit vorzubereiten. Geoff findet sich im Mittelpunkt eines galaktischen Konflikts wieder…

(Inhaltangaben von amazon.de)

Freitag, 17. Januar 2014

10 Fragen, 10 Antworten

Petra von Papier und Tintenwelten hat mich ge-tagged. Da haben wir es wieder, dieses Wörtchen, das ich so gar nicht leiden kann. Ich antworte trotzdem.

1. Welches sind deine Lieblingsblogs, die du am häufigsten besuchst?
Wirkliche "Lieblingsblogs" habe ich nicht unbedingt, aber ich gucke bei manchen echt gern vorbei. Allen voran natürlich Literaturblogs, z.B. Bou, Tine von Lesemomente besuche ich gern, ebenso wie Friedelchen, und wenn ich mal so richtig lachen will, gucke ich auch schon bei Mila von 100Bücher vorbei, denn das Mädel hat einen super Humor, genau wie Sandra von Pusteblume?... Für englische Bücher besuche ich gern The Story Siren. Ansonsten mag ich auch Blogs, in denen es nicht (oder nicht ausschließlich) um Literatur geht: z.B. Libromanie und magnoliaelectric für alles mögliche, Deserted Places für Fernweh; und wenn das Fangirl in mir zu laut wird, dann geh ich zur tumblr-Seite "Strangers", weil dort immer irgendwas los ist, was mich Lese-Serien-und-Musik-Begeisterte interessiert und amüsiert, und weil die spanische Inhaberin Uve von Keane über Sherlock zu Supernatural genau das mag, was ich auch mag. (Ich verlinke jetzt nicht jeden Blog, schaut einfach rechts unten in die Sidebar, da müssten alle aufgelistet sein.)

2. Wo liest du am liebsten?
Sofa. Im Sommer draußen im Garten auf ner Bank.

3. Welches Buch liest du zur Zeit?
Soll ich ernsthaft alle aufzählen? Ich habe mal wieder von meiner Unart Gebrauch gemacht, zuviele Bücher gleichzeitig anzufangen, und so liegen diverse Bücher angelesen bei mir rum. Zum Beispiel: "Inferno" von Dan Brown, "Jäger der Nacht" von Andrew Fukuda, "Das Haus der Tänzerin" von Kate Lord Brown, "Invaders" von Peter Ward, "Gone" von Michael Grant oder "MondSilberZauber" von Marah Woolf.

4. Welche sind deine LieblingsautorInnen?
Dazu würde ich spontan John Irving, Carlos Ruiz Zafón und Andreas Eschbach zählen. Sicher auch noch ein paar andere, die fallen mir aber irgendwie jetzt nicht ein, und ich hab meine Bücherregale gerade nicht in Sichtnähe.

5. Wieviele Bücher liest du geschätzt in 2014?
Seit ich blogge, zähle ich auch mit, wieviel ich in einem Jahr lese. Ich komme immer auf etwa 100 Bücher, meistens etwas mehr. Also denke ich, 2014 wird das genauso.

6. Magst du Leserunden?
Ich hab bisher noch an keiner teilgenommen. Ich weiß nicht, ob mir das gefallen würde, vielleicht müsste ich es mal - wenigstens im kleinen Rahmen - probieren. Aber so nach Vorgabe lesen ist an und für sich eher nicht meins.

7. Welches Buch möchtest du auch gerne noch ein zweites Mal lesen?
Wenn mir Bücher gefallen, lese ich sie eigentlich immer irgendwann noch ein zweites Mal oder noch häufiger. Ich fänds schlimm, ein Buch tatsächlich nur ein einziges Mal zu lesen, wenn es mich so begeistert hätte. Schließlich hat es dann schon einen Platz in meinem Kopf sicher. Kurz vor Weihnachten habe ich beispielsweise "Ready Player One" von Ernest Cline noch einmal gelesen, weil mir einfach danach war, obwohl ich es gerade 2012 schon gelesen hatte. Mein ewiger Dauerbrenner (neben den Harry Potter Büchern), den ich wirklich alle paar Jahre wieder lese, ist wohl "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach. Das hab ich bestimmt schon 8 mal gelesen.

8. Wie oft bloggst du im Schnitt pro Woche?
Gefühlt zu wenig. Ich denke immer, andere schreiben viel mehr. Aber ich hab halt auch nicht immer was zu sagen. Ich versuche, mich hier so 2 - 3 mal in der Woche zu melden.

9. Magst du Hörbücher?
Die Frage ist weniger, ob ich sie mag, sondern eher, ob ich sie konsumiere. Und das tue ich nicht. Ich hab´s nicht so mit Hörbüchern, ich lese viel lieber selbst. Mir fehlt die Konzentration und Laune, mich hinzusetzen und einfach jemandem zuzuhören, der mir eine Geschichte vorliest. Ich  mach das dann lieber selbst, denn mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen kann ich mich eh nicht beim bloßen Zuhören; ich habe dann immer das Gefühl, ich würde etwas verpassen, wenn ich nur plötzlich meine Gedanken schweifen lasse. Außerdem war ich bei meinen bisherigen Hörbuch-Versuchen eigentlich immer enttäuscht, insbesondere bei den Harry Potter-Hörbüchern. Ich hatte so oft gehört, dass Rufus Beck das ganz toll vorlesen soll - aber ich fand es einfach nur furchtbar. Langweilig, die völlig falschen Interpretationen der einzelnen Personen und unglaublich langwierig zuzuhören. Bevor ich deswegen noch die Lust an der Geschichte verloren hätte, habe ich das Hörbuch lieber schnell weiter verkauft. 

10. Was macht einen guten Buchblog für dich aus?
Ach, das ist schwer zu sagen. Ich schaue ja - wie gesagt - bei einigen gern vorbei und eigentlich ist jeder anders. Aber gut anders. Ich finde, es liegt auch weniger am Blog selbst als vielmehr an der Person, die dahinter steckt. Ist sie lustig/ ironisch/ nachdenklich, gefällt mir, was und wie die Person schreibt, macht sie auch mal einen Scherz, bringt sie auch mal Berichte abseits vom Lesen und von Büchern, kurz: fühlt man sich auf diesem Blog einfach wohl, wenn man mal drauf schaut? Bei manchen Blogs habe ich einfach dieses Gefühl "Hier gefällt´s mir", und dann besuche ich die Seite auch öfter. 

*****
Ich ver-tagge andere nicht weiter; wer möchte, kann die Fragen ebenfalls beantworten und mir dann gern Bescheid geben.

Mittwoch, 15. Januar 2014

"Vango - Prinz ohne Königreich" - Timothée de Fombelle

Gerstenberg Verlag, 2012
16,95 Euro

Reihe
"Vango - Zwischen Himmel und Erde"
"Vango - Prinz ohne Königreich"

Handlung:
New York, 1936. Vango versucht verzweifelt, den Mann zu finden, der seine Eltern auf dem Gewissen hat. Und der zugleich der einzige Mensch auf der Welt ist, der Vango Aufschluss über die Nacht geben kann, in der seine Eltern brutal ermordet worden sind. Doch dieser Mann, Cafarello, ist inzwischen eine Größe in der New Yorker Unterwelt und Meister darin, seine Spuren zu verwischen. Und Vango wird weiterhin verfolgt, ohne wirklich zu wissen, wer seine Verfolger sind und was sie von ihm wollen ... Das Rätsel seiner Herkunft führt Vango über New York zurück nach Europa, wo inzwischen der Zweite Weltkrieg entfacht ist. Das Geheimnis, dem er schließlich auf die Spur kommt, ist brisant - und niemand Geringerer als Stalin selbst scheint darin verwickelt zu sein.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Ihr solltet unbedingt zuerst Teil 1 gelesen haben!!***

"Er wusste, dass sein Ausflug verrückt war. Aber in den schlimmsten Verrücktheiten gibt es immer den einen Moment, wo der Weg zurück sich als riskanter erweist, als weiterzumachen." (S. 54)

Normalerweise gebe ich beim Lesen kaum einen Laut von mir. Ich bin eher ruhig, immerhin lese ich ja. Aber die beiden Vango-Bücher haben es geschafft, dass ich ständig irgendwelche Kommentare von mir geben musste! So oft wie ich hier "Du meine Güte!", "Oha!", "Oh nein!!!" oder auch mal "Ach du Scheiße..." von mir gegeben habe, habe ich das bei noch keinem anderen Buch geäußert. Ich sehe das aber als durchaus positives Zeichen: man kann einfach nicht anders, als bei dieser Handlung komplett mitzugehen.
Meine Liebeserklärung geht also weiter. In diesen beiden Büchern über Vango habe ich tatsächlich neue Lieblingsbücher für mich gefunden. Teil 2 schließt sich direkt an das Ende von Teil 1 an und man begleitet Vango bei seiner Suche in New York. Parallel passieren unglaubliche und unglaublich viele Dinge auf der anderen Seite des Atlantiks, in Paris, in Schottland, in Deutschland, auf Sizilien und und und. Wie schon im ersten Band wird hier eine Vielzahl von Schauplätzen eröffnet, die alle eine Rolle spielen und alle auf irgendeine Art und Weise zusammenhängen. Und Herr de Fombelle schafft es auch ohne Probleme, am Ende alles sinnvoll zu verbinden - das hat mich mit am meisten beeindruckt: dass das Verknüpfen der einzelnen Handlungsstänge und verschlungenen Pfade ihm scheinbar so mühelos gelingt und am Ende alles so sehr Sinn macht. Alte Bekannte aus Teil 1 trifft man ebenso wieder wie neue Gestalten, mal gute, mal böse, mal überhaupt nicht wirklich erkennbar, wer eigentlich was ist. Umso überraschender sind einmal mehr die zahlreichen Wendungen und Kniffe, die der Autor eingebaut hat, und die einen nicht selten ins Staunen versetzen. Ich zumindest hatte hier einige Aha-Momente. 
Als Fazit kann ich nur das bestätigen, was ich gerade als Zugabe-Kommentar zur Inhaltsangabe gefunden habe: 
"Der fulminante Abschluss der Saga um Vango, atemberaubend bis zur letzten Seite und voller überraschender Wendungen. Ein Meisterwerk und höchster Lesegenuss!" So isses.



Samstag, 11. Januar 2014

Kurzzeitiges Tschüss!

Hach, die letzten Tage war viel los. Ich bin daher auch nicht wirklich zum Lesen, Schreiben oder sonstwas tun gekommen. Gestern habe ich eine Entscheidung getroffen, die mein Leben ... - naja, wir wollen nicht übertreiben, auch wenn ich diesen Satz schon immer mal sagen wollte! - zumindest das nächste Jahr meines beruflichen Lebens beeinflussen wird. Normalerweise tu ich mich nicht schwer mit Entscheidungen (höchstens so ein bißchen), aber diese fiel mir schwer. Und jetzt muss ich erstmal schauen, ob es die richtige Entscheidung war.
Weil die letzten Tage also so nervenaufreibend waren, gehe ich jetzt in eine kurze Auszeit. Mich verschlägt es für ein paar Tage in den Norden, daher gibt´s hier in dieser Zeit auch nichts Neues, denke ich. Eventuell lasse ich eine Rezension noch geplant automatisch erscheinen; allerdings hat mich Blogger mit dieser Funktion schon des Öfteren hängen lassen, also vielleicht wird´s auch nichts. 
Macht euch ein schönes Wochenende!


Mittwoch, 8. Januar 2014

Neues von Herrn Zafón!!

Vielleicht sind das schon alte News und ich hänge mal wieder sehr hinterher, aber ich habe gerade eben erst entdeckt, dass es bald wieder Neues von Carlos Ruiz Zafón geben wird. Auf den Abschluss seiner Barcelona-Reihe warte ich ja eh schon ganz ungeduldig, aber als kleines Extra zum Verkürzen der Wartezeit bietet sich das hier vielleicht an:
 
Carlos Ruiz Zafón "Der Fürst des Parnass"
Zum Welttag des Buches hat Carlos Ruiz Zafón einen kleinen Schatz hervorgezaubert: In ›Der Fürst des Parnass‹ erzählt er, wie alles begann, wie im prachtvollen Barcelona des 16. Jahrhunderts ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft – er heißt Cervantes und wird eines Tages den ›Don Quijote‹ schaffen –, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher.
(Quelle: hier)
 
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Ich wundere mich zwar ein wenig, denn der Welttag des Buches ist doch am 23.04. - und nicht schon einen Monat früher; bei amazon wird der Erscheinungstermin mit "27.März 2014" gelistet. Egal, ich will´s so oder so lesen :)

Dienstag, 7. Januar 2014

Gemeinsam lesen


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich habe gerade vorhin "Das Rosie-Projekt" von Graeme Simsion begonnen und bin daher erst auf Seite 15.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Ich merkte, dass ich die Kaffee-Anfrage nicht beantwortet hatte."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich liebe es jetzt schon. Das ist genau die richtige Menge von durchgeknallten Charakteren und kurioser Story, wie ich es mag. Don Tillmann erinnert mich total an Sheldon Cooper der Big Bang Theory, und das begeistert mich irgendwie gerade ungemein. Ich habe auf den ersten paar Seiten schon soviele tolle Sätze entdeckt und musste richtig doll lachen - ich kann jetzt schon verstehen, warum viele sagen, dass das der erste Bestseller von 2014 wird.

4. Auf welches Buch freust du dich 2014 ganz besonders und warum?
Puhh, das kann ich gar nicht sagen. Ich hab ja jetzt noch keine Ahnung, welche Bücher geplant alle 2014 erscheinen sollen, ich habe beispielsweise auch noch nicht mal ansatzweise in die neuen Verlagsvorschauen fürs Frühjahr geguckt. Ich schätze, ich werde mich über einige Fortsetzungen freuen, sobald sie erscheinen, und sonst ... lass ich mich einfach mal überraschen, was so schönes kommen wird.

Montag, 6. Januar 2014

Auch noch gelesen... (Kurzrezensionen)

April Genevieve Tucholke "Fürchte nicht das tiefe blaue Meer"
Violet lebt mit ihrem Bruder in einem Haus in einem kleinen Küstendorf, bis sie River kennenlernt, der in ihr Gästehaus zieht. So toll und liebenswert und attraktiv und unwiderstehlich (sprich: das Übliche) sie River daraufhin auch findet, kommt sie dennoch nicht umhin festzustellen, dass er irgendwie anders ist. Eine komische Art hat, sehr geheimnisvoll tut und gleichzeitig unnahbar und ihr zugeneigt ist. Außerdem häufen sich die merkwürdigen Vorkommnisse in der Stadt, Kinder verschwinden, allgemeines Gemurmel vom "Teufel" beginnt. Alles sehr merkwürdig. Und so war auch das ganze Buch. 
Ich fands eigentlich nicht schlecht zu lesen (für einen Debütroman ist das ganz große Schreibkunst, was man hier geboten bekommt!), aber ich wusste schon kurz nach Beenden des Buches nicht (mehr), worum es eigentlich ging. Den roten Faden konnte ich nicht ausmachen und schon gleich gar nicht in Worte fassen. Das versuche ich jetzt daher auch gar nicht erst. Vor allem haben mich die Figuren in diesem Buch gestört, denn die waren einfach alle nicht normal. Jeder hatte eine unmögliche oder für mich nicht nachvollziehbare Art an sich, gerade Violet legt bald ein Verhalten an den Tag, das ich gar nicht leiden konnte; ich hätte sie am liebsten geschüttelt. Und River? Wenn alles stimmt, was hier über ihn geschrieben wurde, dann kann ich nicht verstehen, was Violet an ihm findet. Obendrein fand ich diese Teufels-Thematik zwar gut gewählt (weil noch nicht so oft vorgekommen), aber in das Gesamtbild hat es sich irgendwie nicht so recht eingefügt. Das Ende des Buches war ungewöhnlich brutal, das passte so gar nicht zum eher seichten Rest, und es hat obendrein diverse Fragen aufgeworfen, zumindest bei mir. Mit großen Fragezeichen vor der Stirn saß ich letztlich vor der letzten Seite; "wie gut", dass es Fortsetzungen geben wird...

Gillian Flynn "Gone Girl"
"Gone Girl" gehört für mich zu den Enttäuschungen des Jahres 2013. Viel Wirbel wurde drum gemacht, aber letztlich kann ich nicht wirklich nachvollziehen, warum es so lange auf den Bestseller-Listen stand. Klar, die Idee hinter der Geschichte ist nicht übel. Nicks Ehefrau Amy verschwindet von einem Tag auf den anderen, es beginnt eine großangelegte Suchaktion, und Nick muss sich langsam eingestehen, dass ihre Ehe schon lange nicht mehr das Gelbe vom Ei war. Interessant an dem Buch fand ich die zwei Sichtweisen: die aktuellen Geschehnisse werden aus Nicks Sicht berichtet, dazwischen gibt es aber zudem Tagebucheinträge von Amy aus den letzten Jahren, die teilweise ein ganz anderes Licht auf das Ehepaar Dunne werfen. "Gone Girl" ist keinesfalls schlecht geschrieben; brutale Ehrlichkeit wechselt sich mit Stellen ab, die ich wiederum umwerfend lustig fand; aber auch diverse schöne Zitate im Buch haben mir sehr gefallen - die hab ich mir auch rausgeschrieben. Allerdings dürfte die Auflösung des ganzen Falls - zumindest für die meisten Leser - keine wirkliche Überraschung darstellen, sondern eher eine Bestätigung dessen, was man sich spätestens nach der Hälfte des Buches ohnehin schon gedacht hat. Und das Ende ... das ist irgendwie zum Weglaufen.

Alexandra Bullen "Drei Wunder zum Glück"
Das Buch ist die Fortsetzung von "Drei Wunder", das mir ziemlich gut gefallen hatte, weil es eine niedliche Story war. Diese Fortsetzung, die eigentlich keine richtige ist, weil andere Personen im anderen Rahmen eine Rolle spielen, fand ich dagegen eher langweilig und müßig zu lesen. Das Besondere, der Funke hinter der Idee von magischen Kleidern, die einen Wunsch erfüllen, war hier leider schon erschöpft. Zudem fand ich die Personen, allen voran Hazel, nicht herausstechend und den Handlungsrahmen insgesamt zu uninteressant. Das Ganze kam mir vor wie ein Abklatsch des ersten Buches und das war schade.  

Sonntag, 5. Januar 2014

In my mailbox + Ein neuer Mann in meinem Zuhause ...

..., sein Name ist Billy und bis gestern wohnte er bei IKEA. Er ist unkompliziert, pflegeleicht und verschafft mir jede Menge Freiräume, die dazu führen, dass ich mich im Moment über einen Zustand freuen kann, den ich eigentlich so gar nicht mehr kenne: Luft in meinen Bücherregalen und sogar EIN (noch) KOMPLETT FREIES REGALFACH *wooaahhaaa!!*
Für die letzten Weihnachts- und ersten 2014er- Neuzugänge ist daher fürs erste jede Menge Platz.


J.R. Moehringer "Knapp am Herz vorbei"

Wie in seinem wunderbaren Bestseller »Tender Bar« erzählt J.R. Moehringer mit der Sprache des Herzens eine wahre Geschichte – vom Leben des beliebtesten Bankräuber aller Zeiten, Willie Sutton.
New York, Weihnachten 1969. Willie Sutton packt seine Bücher ein und räumt die Zelle. Endlich Freiheit. Nach siebzehn Jahren. Doch die Zeit hat ihre Bedeutung verloren. Mit einem Fotografen und einem Reporter fährt er durch das verschneite New York auf den Spuren seiner legendären Vergangenheit: Die Kindheit im irischen Viertel, der erste Raub, dann 200 Banküberfälle, ohne je einen einzigen Schuss abzufeuern - und immer wieder Bess, die ihm das Herz brach. 
Wie ein Puzzle setzt sich Seite für Seite Suttons Leben zusammen. Was dabei Wirklichkeit und was Erfindung war, werden wir nie erfahren. Aber was macht das schon.


Nathaniel Rich "Schlechte Aussichten"
Nur wenn sich Mitchell in die Logik des Untergangs vertieft, schafft er es, seine Angst zu beherrschen. Die Vorstellung von einem ökologischen Kollaps, einem Kriegsausbruch oder einer Naturkatastrophe hat für ihn etwas Beruhigendes – was ihn in seinem Beruf als Risikoanalyst zu einem der Besten macht. Trotzdem versucht er händeringend, einen letzten Kontakt mit der Realität aufrechtzuerhalten. Denn seine ehemalige Kommilitonin Elsa Brunner muss mit einer angeborenen Krankheit leben und kennt daher überhaupt keine Angst. Doch gerade als Mitchells Prognosen einen albtraumhaften Höhepunkt erreichen, sucht ein Unheil Manhattan heim. Mitchell begreift, dass niemand sonst so gut davon profitieren könnte wie er. Aber zu welchem Preis?

Graeme Simsion "Das Rosie-Projekt"

Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist. 
Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.



Aileen P. Roberts "Elvancor - Das Land jenseits der Zeit"
Die 18-jährige Lena hasst das öde Leben in der Provinz. Bis sie sich mit der alten Frau Winter anfreundet, die sie mit ihren fantastischen Geschichten über einen verborgenen Schatz und ein fremdes, magisches Land fasziniert. Lena glaubt ihr jedoch kein Wort. Erst als nach dem Tod der alten Dame seltsame Dinge passieren, kommen ihr Zweifel. Zusammen mit Ragnar, dem attraktiven Enkel der Verstorbenen, macht sich Lena auf die Suche nach dem geheimnisvollen Schatz – und stößt auf ein magisches Land jenseits der Zeit ...

Trisha Ashley "Schokoladenzauber"
Für Chloe Lyon zeigt sich das Leben von der Schokoladenseite. Sie ist stolze Besitzerin einer Confiserie, und ihre Kreationen haben es in sich: In jeder Schokolade befindet sich ein Zettelchen mit einer Zukunftsprognose. Schade nur, dass Chloe nicht in ihre eigene Zukunft sehen kann, dann wäre sie vielleicht auch nicht am Altar stehengelassen worden … Aber das liegt lange zurück, und Chloe beschäftigt sich mit anderen Dingen: Was ist dran an dem Klatsch um den attraktiven neuen Vikar Raffy Sinclair, und warum kommt er ihr nur so bekannt vor?


Marissa Meyer "Die Luna-Chroniken: Wie Monde so silbern"
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die Prinz Kai unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …



Kate Lord Brown "Das Haus der Tänzerin"
Die alte Villa in den Hügeln von Valencia scheint für Emma der perfekte Rückzugsort zu sein: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer ...

(Inhaltsangaben von amazon.de)

Donnerstag, 2. Januar 2014

Und ich so: ... "Igitt."

Also ... Eins mal gleich vorneweg: ich lese keinen Vampirkrams. Die Ausnahmen waren das Twilight- Gedöns um Bella und Edward, bei dem ich mich irgendwie habe mitreißen lassen, außerdem fand ich Band 1 wider Erwarten doch gar nicht so übel; sowie "Der Historiker" von Elizabeth Kostova - dieses Buch ist allerdings in der Tat verdammt genial und auch nicht in so einer "Renn schnell weg, sonst beiße ich dich gleich" - ekelig- Vampir-Manier. (Reimt sich sogar ;) )
 
Ja. Aber sonst mache ich um Vampirgeschichten einen Bogen. Ich mag das einfach nicht.
Dummerweise habe ich - ohne dass ich es so recht gewusst habe - jetzt jedoch so ein Buch auf meinem Lesestapel liegen. Ich habe gestern ein ganzes Stückchen in "Die Jäger der Nacht" von Andrew Fukuda gelesen, nachdem ich zigfach gehört und gelesen habe, dass das Buch ganz famos und sogar gruselig und sonstwas sein soll. Ok, dachte ich mir, klingt gut, und so wanderte das Buch im Rahmen von weihnachtlichen Shoppingtouren irgendwann auch in meine Tasche. Vielleicht hätte ich doch erst sämtliche Rezensionen durchackern sollen, damit ich gewusst hätte, dass es hier vampirisch zugehen wird.
Denn jetzt find ich es eklig, muss ich mal so direkt sagen. Die Beschreibungen, wie diese ... Gestalten (sind es überhaupt Vampire, die werden ja gar nicht so genannt im Buch?!) so drauf sind, sich eins absabbern und krächzen und knurren, und immer dieses eklige am-Handrücken-Kratzen, wenn sie gut drauf sind - Igitt. Da kriege ich ne Gänsehaut (aber nicht vor Angst, sondern vor Ekel und Widerwillen). Vor allem bin ich noch nicht mal bei dem Part, wo es um die Jagd geht. Sondern noch in der Vorgeschichte, die hauptsächlich in der Schule spielt, die der Held der Story besucht.
Gestern musste ich das Lesen dieses Buches dann erstmal kurzerhand abbrechen wegen des überhandnehmenden Igitt-Faktors. Ich möchte das Buch eigentlich ungern abbrechen, immerhin hab ich´s mir extra gekauft. Aber bleibt das so? Erwartet mich noch mehr von diesem ... vampirischen ... äh ... Umgang? Wirds noch blutiger, Hand-kratzender, sabbernder und reißzahniger als bisher? Oder erwartet mich später noch was ganz anderes? Falls sich jemand dazu äußern möchte, immer her damit. Gern auch per E-Mail, wenn jemand Spoiler für andere vermeiden möchte.
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