Montag, 3. November 2014

"The Diviners - Aller Anfang ist böse" - Libba Bray

dtv, 2014
19,95 Euro

Handlung:
New York, 1926: Wegen eines kleinen „Zwischenfalls“ wurde Evie O‘Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert – und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
"The Diviners - Aller Anfang ist böse" hat mir sehr gut gefallen. Ich hab das Buch geradezu verschlungen innerhalb weniger Stunden, was bei mir erstens schon eine Weile so nicht mehr vorgekommen ist und was zweitens angesichts der Dicke des Buches auch nicht ganz ohne ist. Aber hier treffen einfach soviele Komponenten aufeinander, die ich in Büchern mag und die mir in Büchern wichtig sind, dass ich das Lesen dieser Geschichte wirklich genossen habe.
Zum einen geizt die Autorin nicht mit interessanten Einfällen und Charakteren, zum anderen gibt es übersinnliche Phänomene, ein bisschen gruseliges Ambiente und eine Art Kriminalfall, den man zusammen mit der Hauptfigur Evie verfolgen kann. Aber auch die Lebensgeschichten von anderen interessanten Figuren werden aufgegriffen und kreuzen sich an vielerlei Stellen. Dabei wird zwar manch bekanntes Klischee bedient, gleichzeitig bekommt man aber genug Überraschungen und Wendungen geboten, um gespannt bis zur letzten Seite dran zu bleiben. 
Was mir aber ganz besonders gefallen hat, ist der authentische Rahmen, in den die Autorin ihre Handlung gepackt hat. Zum einen wird die Atmosphäre der "Roaring Twenties", der Goldenen Zwanziger in den USA, ganz wunderbar eingefangen und auch so verdeutlicht, dass man sich problemlos Kleidung und Auftreten der Protagonisten zur damaligen Zeit vorstellen kann. Für mich ist so ein Kopfkino ja immer recht wichtig und hier hat das alles ganz wunderbar geklappt, mich für die Zeit des Lesens in diesem Buch gedanklich in diese längst vergangenen Zeiten zu katapultieren. Dazu tragen auch die vielen Informationen über tatsächliche und echte Fakten aus dieser Epoche bei. Wenn dann Begriffe wie "Flüsterkneipen" fallen oder Personen wie Dutch Schultz oder Florenz Ziegfeld in die Handlung eingebaut werden - von denen ich vor einer kurzen Recherche bei Google noch nie gehört habe - merke ich, wie gut Libba Bray recherchiert und in welchem "realen" Umfeld sie ihre Geschichte angesiedelt hat. Denn das sind alles Personen, die wirklich gelebt haben, die tatsächlich ihr Tun im New York der 20er Jahre hatten. So eine realitätsgetreue Einbettung und Verknüpfung mit tatsächlichen Begebenheiten selbst in einer ausgedachten, übersinnlichen Geschichte mag ich sehr und so bin ich hier voll auf meine Kosten gekommen.

Fazit:
Ich bin nicht nur äußerst gespannt auf weitere "Diviners"-Geschichten, sondern auch auf ganz andere Bücher von Libby Bray. Ihren Schreibstil habe ich als sehr angenehm und schön zu lesen empfunden und in dieser übersinnlich-historischen Geschichte hat sie damit (und mit ihrer Fantasie) bei mir den Nagel genau auf den Kopf getroffen.


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