Donnerstag, 14. August 2014

"Unterwegs mit Hector" - Álvaro Ortiz

Egmont Graphic Novel, 2014
14,99 Euro

Handlung:
Polly weiß alles besser, Moho ist ein Schlitzohr, und Piter hat die Ruhe weg. Fast hätten sich die drei Freunde für immer aus den Augen verloren. Doch jetzt ist Hector tot. Mit seinem letzten Wunsch bringt er die drei Lebenden wieder zusammen: Sie sollen die Asche des toten Freundes verstreuen, an einem ganz bestimmten Ort am Meer. Ein X auf einer Landkarte markiert das Ziel. So beginnt eine ungewisse Reise mit ungewissem Ende, im Gepäck die Erinnerung an alte Zeiten, und auf der Rückbank sitzt ein Affe. Ein aberwitziger Roadtrip über unglaubliche Zufälle, wahre Freundschaft und den Sinn des Lebens.
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
"Unterwegs mit Hector" ist das gewissermaßen das erste Graphic Novel, das ich je gelesen bzw. angeschaut habe. Dafür, dass ich anfangs jedoch überhaupt nicht wusste, ob das überhaupt etwas für mich sein könnte, muss ich jetzt sagen: ich bin begeistert. Ich habe "Unterwegs mit Hector" total gemocht! Ich hab keinerlei Vergleichsmöglichkeiten zu anderen derartigen "Büchern", aber ich stelle fest, dass mir diese Art der zeichnerischen Leseunterhaltung ausgesprochen gut gefällt.
Die Zeichnungen, die alle in sehr erdigen-braunen Tönen gehalten sind, erzählen eine wunderbar kuriose und leicht schräge Geschichte von 3 Freunden, die sich nach längerer Zeit wiedersehen - wegen eines traurigen Anlasses, denn die Drei wollen die Asche eines Freundes verstreuen. Aber eigentlich bietet das Graphic Novel so viel unterschwelligen Witz, sei es durch einzelne Gesten oder die Mimik einer der Personen, oder sei es durch einen unvermuteten Satz - so wirklich traurige Stimmung mag gar nicht so recht aufkommen. 
Gerade den Anfang fand ich wirklich gelungen und sehr geeignet, um den Leser in seinen Bann zu ziehen. Denn nach und nach werden die drei Hauptfiguren vorgestellt, im Hier und Jetzt und in der Vergangenheit, bis sich schließlich nach und nach die Wege kreuzen und offensichtlich wird, woher sich sämtliche Beteiligte kennen. Aber nicht nur die Zeichnungen sind größtenteils gelungen - größtenteils, weil ich hier und da Schwierigkeiten hatte, die Personen (vor allem die weiblichen) auseinander zu halten, manche sehen sich doch arg ähnlich... - , es ist vor allem die Geschichte, die einem zu Herzen geht, und die neben all der lustigen Töne, die angeschlagen werden, eben auch das Traurige und Nachdenkliche am ganzen Geschehen durchscheinen lassen.
Ich denke, mit "Unterwegs mit Hector" habe ich einen Glücksgriff getan, um in das Feld der Graphic Novels hineinzuschnuppern, und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein, durch das ich geblättert habe.


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