Montag, 18. August 2014

"Geschickt eingefädelt" - Molly O´Keefe

MIRA Taschenbuch, 2014
8,99 Euro



Handlung:
Eishockey-Profi Luc Baker ist fuchsteufelswild: Sein sterbenskranker Vater, zu dem er jeglichen Kontakt abgebrochen hat, will ein blondes Flittchen heiraten! Wütend reist Luc nach Texas, um sich die vermeintliche Erbschleicherin Tara vorzuknöpfen – und erfährt, dass alles nur ein Plan war, um ihn nach Hause zu locken. Modedesignerin Tara ist verzweifelt: Lyle Baker hat sie aus einer Notlage gerettet und ihr den Job als Geschäftsführerin des Familienbetriebs gegeben. Doch jetzt ist er tot – und sie muss sich mit seinem Sohn Luc herumschlagen, der sie am liebsten in die Wüste schicken würde. Und leider ist Luc nicht nur schrecklich dickköpfig, sondern auch schrecklich attraktiv …

Meine Meinung:
"Geschickt eingefädelt" macht seinem Namen nur bedingt Ehre.  Das Buch ist eins dieser typischen "Frauenromane", in der sich zwei gegensätzliche Darsteller, die zunächst unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, plötzlich Gefallen aneinander finden, trotz aller Widrigkeiten und im besten Fall auch noch entgegen aller Vernunft, und sich nach diversen Problembehebungen dann schlussendlich doch in die Arme schließen können. Ich denke, soviel kann ich zur Handlung sagen, ohne zuviel zu verraten. Denn genau das liegt solchen Romanen ja inne und man erwartet wohl auch genau so etwas, wenn man sie liest. Das ist auch alles ganz wunderbar; trotzdem fand ich "Geschickt eingefädelt" leider nur so mittelmäßig zu lesen.
Mein Hauptproblem mit der ganzen Geschichte waren wohl die Charaktere. Denn da war nicht ein einziger dabei, der mir nur ansatzweise sympathisch gewesen wäre - was wohl eine Hauptvoraussetzung ist, wenn man ein Buch liest. Oder wenigstens interessant gestaltete Figuren. Aber ich konnte weder mit Tara Jean, die eigentlich Jane heißt, etwas anfangen in ihrer verschlossenen und gleichsam wankelmütigen Art; noch mit Luc, der nach außen hin den unverletzbaren großen Helden markiert, innerlich aber doch eher zerrissen ist - sich aber für mein Empfinden aber recht schnell (zu schnell?!) von Tara Jeans Art beeindrucken und einfangen lässt. Die kleine Romanze, die daraufhin entsteht, fand ich nett, mehr aber auch nicht. Es erinnerte mich alles allzu sehr an schon viel zu bekannte Schemata aus anderen Büchern der sogenannten "ChickLit"- Sparte. Auch die Nebenfiguren und den Handlungsablauf empfand ich als zu vorhersehbar und zu geradlinig: die Guten sind und bleiben gut, die Bösen nun mal böse.
Irgendwie hat mir hier ein wenig das Besondere oder Außergewöhnliche gefehlt, das mich das Buch einfach länger als 5 Minuten nach dem Beenden der letzten Seite im Kopf behalten lassen hätte. Und diese Stärke hat das Buch meiner Meinung nach nicht, das obendrein ein Trilogieauftakt ist. Ob ich diese Reihe aber tatsächlich verfolgen werde, kann ich nicht sagen.  

Noch ein Wort um Optischen: Das Cover finde ich persönlich nicht wirklich gelungen, das ist in meinen Augen wenig ansprechend. Im Buchladen hätte ich anhand des Covers wohl eher nicht zu diesem Buch gegriffen.


Ein herzliches Dankeschön an Blogg dein Buch und den MIRA Taschenbuchverlag für das Rezensionsexemplar!

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