Mittwoch, 20. August 2014

"Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" - Kirsty Wark

Knaur Verlag, 2014
9,99 Euro


Handlung:

Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran, im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. 

Kurze Zeit später erlebt Martha die Über­raschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran vermacht.



Meine Meinung:
"Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" ist ein sommerleichtes Urlaubsbuch, das mit seinen Beschreibungen von Land und Leute einer rauen, aber gleichsam idyllischen schottischen Insel direkt die Sehnsucht nach Meer, Strand und Sand und kleinen Fischerdörfchen weckt.
Man kann sich leicht mitreißen lassen von der Geschichte, oder vielmehr von den beiden Geschichten in diesem Buch. Einerseits gibt es Erzählungen aus der Vergangenheit zu erleben, anhand von Tagebucheinträgen von Elizabeth, der das Haus auf Arran einst gehörte. Diese Kapitel wechseln sich ab mit Marthas Leben im Hier und Jetzt. Marthas Mutter hat das Haus von Elizabeth geerbt und nun steht Martha in eben diesem Haus und kann das alles nicht so recht fassen. Eben noch erfolgreich in ihrem Job in Edinburgh, nun gestrandet auf Arran, der schottischen Insel, die sie noch aus ihrer Kindheit kennt. 
Nach und nach entfalten sich durch die Tagebucheinträge die Lebenswege von Elizabeth und schildern, warum aus ihr eine so eigenbrötlerische, aber dennoch von allen geschätzte einsame Dame geworden ist. Diese Rückblicke in die Vergangenheit fand ich teils leider recht langatmig, weil sie sehr ausschweifend und erzählend werden. Sie haben die Geschichte meiner Ansicht nach teilweise sehr ausgebremst. Interessanterweise konnte ich mich auf Elizabeth in ihren Zeiten dennoch besser einlassen als auf Martha. Denn die Personen im Jetzt, allen voran eben Martha, aber auch ihre Schwester und ihre neue Männerbekanntschaft, waren für mich nicht immer ganz leicht greifbar und sympathisch. Gerade Martha lässt gefühlt zu oft ihre jobbedingten journalistischen Züge durchblicken und tritt damit anderen schnell zu nahe und verdirbt sich damit so manchen ersten Eindruck bei ihren Mitmenschen. 
Dennoch ist "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" ein angenehm zu lesendes Schmökerbuch, perfekt für einen faulen Nachmittag im Liegestuhl.


Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

2 Kommentare:

  1. Das klingt nach einem wirklichen netten Buch -
    gerade für gemütliche Regentage, die man auf der Couch verbringt.
    Ich werde mal Ausschau danach halten. Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend :)
    Nora

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  2. Ja, stimmt, für gemütliche Regentage ist es wahrscheinlich ebenso geeignet. Und die stehen uns demnächst ja vielleicht eher ins Haus als heiße Sommertage :D
    Lieben Gruß zurück!

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