Donnerstag, 17. Juli 2014

"Stigmata" - Beatrix Gurian

Arena Verlag, 2014
16,99 Euro


Handlung:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …
(Quelle: hier)
 

Meine Meinung:
Ist "Stigmata" ein Pageturner? Definitiv.
Bietet "Stigmata" gruselige Schreckmomente, viel Mysteriöses und unheimliche Szenen, die einem Gänsehaut verursachen? Hmm, leider nicht ganz so sehr, wie ich gehofft hatte.
Sticht "Stigmata" aus der Masse heraus? Ja, ohne Frage.
 
Damit wären drei wichtige Dinge zum Buch gleich am Anfang geklärt. Was soll ich sagen, mir hat "Stigmata" letztendlich gut gefallen, auch wenn ich zunächst andere Hoffnungen und Erwartungen an das Buch hatte. Ein wirkliches Gruselbuch ist es in meinen Augen nicht, auch wenn es die Autorin versteht, gekonnt Schrecksituationen und merkwürdige, unerklärliche Momente so zu legen, dass einem beim Lesen schon mal ganz anders werden kann.
"Stigmata" ist aber vor allem auch ein Blickfänger, aus mehreren Gründen. Zum einen punktet es durch das dunkelgrün-silbrige Cover, das ein echter Hingucker ist. So macht "Stigmata" schon wegen des Covers von außen einen schaurigen Eindruck; es hält dieses Versprechen aber auch innen auf den Buchseiten. Denn innen befinden sich neben dem Text zusätzlich Fotos. Bilder, die den dazugehörigen Text unterstreichen, denn sie bilden jeweils das ab, was gerade beschrieben wurde. Und diese Fotos sind ... nun ja, teilweise wirklich gruselig. Manche sind da nicht ohne. Sie passen ganz wunderbar zur Atmosphäre, und das Düstere und Ungewisse wird durch sie besonders betont. Das Konzept erinnert ein wenig an das Buch "Miss Peregrines home for peculiar children/ Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs - damals hat mich die Mischung aus Text und passenden Fotografien völlig begeistert, und auch hier passt sie sehr gut.
 
Außerdem findet das Geschehen von "Stigmata" auf unterschiedlichen Zeitebenen statt, dazwischen gestreut sind zudem immer mal Briefe - was zunächst also sehr verwirrend anmutet, macht zum Ende hin aber durchweg Sinn. Oder zumindest fast. Denn ich habe jetzt, wo ich das Buch ausgelesen habe, die ein oder andere (Logik-)Frage, die mir nicht ganz klar ist. Ich habe das Gefühl, dass es hier noch ein paar Lücken gibt, die man durchaus hinterfragen könnte und dass es auch das ein oder andere "Aber..." gibt, das beachtet werden sollte.

Trotzdem bleibt der Eindruck eines durchweg lesenswerten, außergewöhnlichen und gut durchdachten Buches, das vor allem wegen seines zugrunde liegenden Konzeptes überzeugen kann.


  

1 Kommentare:

  1. Hey,

    das Cover ist sooo toll!! Das mag ich total!!
    "Stigmata" will ich auch unbedingt noch lesen.

    GvlG Nanni

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