Donnerstag, 15. Mai 2014

"Taranee - Zeiten des Zweifels" - Kristin B. Sword

Kindle Edition, 2014

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Handlung:
"Taranee – Zeiten des Zweifels" ist der Auftakt zu einer Familiensaga um Liebe, Vertrauen, Intrigen, Rache, Freundschaft, Verlust, Pflichtgefühl, Lüge, Glaube, Hoffnung und Zweifel. Im ersten, in sich abgeschlossenen Band der Reihe webt die Autorin um teilweise real existierende Örtlichkeiten herum die fiktive Lebensgeschichte der im Waisenhaus aufgewachsenen Taranee Gardner. Das Erbe ihrer Mutter, zu der sie nie Kontakt hatte, verschlägt die Achtzehnjährige im Sommer 1986 aus der Anonymität Hamburgs in die fränkische Provinz. Dort träumt sie von einer eigenen Familie an der Seite des richtigen Mannes. An Männern mangelt es nicht, doch welcher ist der richtige, wem kann sie trauen – und kann sie ihren eigenen Gefühlen trauen? Bald schon weckt sie auf ihrer Suche einen rachsüchtigen Schatten, der am Ende alles zu zerstören droht.


Meine Meinung:
"Taranee - Zeiten des Zweifels" beschreibt die Geschichte von Taranee, die in einem Waisenhaus aufwächst und mit 18 Jahren das Haus ihrer ihr unbekannten Mutter erbt. Fortan erlebt man als Leser an der Seite von Taranee das Leben und Leiden in der Provinz, begleitet sie bei ihrem Erwachsenwerden, ihren Liebschaften, ihren Träumen und Wünschen, und auch bei den Momenten im Leben, in denen es einfach nicht so gut laufen will.

"Zeiten des Zweifels" ist ohne Frage ein gelungenes Debüt, das mit vielerlei Überraschungen und ungeahnten Wendungen aufwartet. Die Wege von Taranee ergeben eine umfangreiche Familiengeschichte voller Drama, Humor, Tragik, Liebe und Entdeckungen des Lebens - sodass begeisterte Leser dieses Genres hier definitiv einen Glücksgriff machen können. Es passiert viel, und das auf vielen Seiten.
Genau das war jedoch mein Problem: Ich muss ehrlich gestehen, mir war die ganze Geschichte einfach zu lang. An vielen Stellen wird das Geschehen so ausführlich, schweift mal in belanglose Situationen ab, die offenkundig nichts mit der Gesamthandlung zu tun haben. Teilweise werden manche Aspekte so langgezogen durch Dialoge, dann geht es an anderer Stelle aber wieder so plötzlich weiter, dass ich manchmal gar das Gefühl hatte, etwas nicht mitbekommen zu haben. Die Geschichte als Buch würde 556 Seiten umfassen, und das waren für mich gefühlt gut 200 Seiten zu viel. Zumal ich glaube, dass ein gekürzter Plot der Gesamthandlung mehr Tempo und Spannung verleihen würde.

Obendrein fand ich die Figur der Taranee vielfach so anstrengend und schwer zu fassen. Gerade am Anfang wächst sie einem nicht gerade ans Herz, mit ihrem unsteten aufbrausenden Charakter, der sich dann aber in schwierigen Situationen wiederum nicht durchsetzen kann, mit den zahlreichen Männergeschichten, die ihren Weg pflastern, mit ihren scheinbar ungeplanten und unbedachten Handlungen. Taranee war für mich wirklich eine schwierige Protagonistin, mit der ich eigentlich die ganze Zeit halbwegs auf Kriegsfuß stand, die ich manchmal einfach nicht verstehen konnte und es auch nicht wollte.
Taras Geschichte geht nun zum Ende hin über in die Geschichte ihrer Kinder, um die es in den geplanten Fortsetzungen gehen dürfte. "Zeiten des Zweifels" behalte ich als gelungenes Debüt im Kopf, mit dem man gut für einige Stunden abtauchen kann, das mir persönlich aber einfach zu lang und zu ausschweifend geraten ist.

 
Ein herzliches Dankeschön an die Autorin für das ebook!

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