Samstag, 3. Mai 2014

"Klammroth" - Isa Grimm

Bastei Lübbe, 2014
14,99 Euro

Handlung:

Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss - bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. 

Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht - und jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Klammroth" ist kein übles Buch. Es hat nur nicht so wirklich meine Erwartungen getroffen. Meine Vorstellungen von dem Buch gingen in Richtung "gruselige, leicht mysteriöse Geschichte, mit ein wenig Nervenkitzel und diversen kleinen und großen Schreckmomenten". Und all das habe ich in "Klammroth" nicht finden können. Isa Grimm schafft es zwar, durchweg Spannung aufzubauen und sie zu halten - sei es durch Beschreibungen des nebelumhangenen Tunnels, in dem so Verhängnisvolles in der Vergangenheit passiert ist, oder durch hier und da eingebaute Verfolgungsjagden quer durch den Wald, der das Städtchen Klammroth umgibt. Auch die Thematik des Brandunfalls, der nicht nur Hauptfigur Anais bis heute verfolgt, ist nicht ohne, und lässt einen gedanklich während des Lesens nicht los. Anais selbst ist eine interessant und vielseitig gezeichnete Figur, die mir aber völlig fremd blieb. Man liest über sie, aber eben nicht mit ihr. Vor allem hatte ich mit "Klammroth" aber ein wesentliches Problem: mir hat immer irgendwie der zündende Funke in dieser Geschichte gefehlt, eine Überraschung, ein Wow-Moment. Einige Fährten werden gelegt, neue undurchsichtige Mitspieler kommen ins Spiel - aber das Salz in der Suppe hat mir gefehlt. 
Das Ende mag überraschen, allerdings auch nur dann, wenn man nicht schon vorher das Gefühl bekommen hat, ähnliche Szenen anderswo schon gelesen oder in einem Film gesehen zu haben.
Letztlich bietet "Klammroth" also prinzipiell gut geschriebene und spannend gehaltene Unterhaltung. Allerdings fällt es mir eher schwer, das Buch einzuordnen. Eine Gruselgeschichte ist es in meinen Augen nicht, es hat aber auch zu wenig Thriller-Komponenten, um eben das zu sein. Ein Krimi mag es auch nicht sein. Vorn drauf steht "Roman". Das ist es meiner Meinung zwar auch nicht, aber gut.


1 Kommentare:

  1. Hallo,
    ich habe deinen Blog für den Liebster award nominiert. ;D
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    vorbei wenn du Zeitz findest.
    Liebe Grüße
    Viki

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