Mittwoch, 7. Mai 2014

Auch noch gelesen (kurz und knapp)

Sarah Bruni "Die Nacht, als Gwen Stacy starb"
Diese Geschichte war völlig anders, als ich gedacht hatte. Meine Erwartungen gingen in eine andere Richtung, von Seite 1 an. Ich will damit keinesfalls sagen, dass das eine schlechte Geschichte war, denn das ist sie nicht. Allerdings habe ich immer auf irgendeine Wendung in der Handlung gewartet - und die kam einfach nicht. Schon als ich vor Monaten die Inhaltsangabe gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme für dieses Buch. Ich habe eine lustige, kuriose und - ja, auch romantische Geschichte erwartet, einen Roadtrip zweier nicht ganz normaler Figuren auf der Suche nach ... irgendetwas Großem. Nach sich selbst. Aber nichts davon war "Die Nacht, als Gwen Stacy starb". Humor blitzt kaum durch; die Geschichte ist nicht so sehr auf Humor aus, was aber eigentlich nicht schlimm ist. Den auf dem Klappentext versprochenen Roadtrip habe ich jedoch wirklich vermisst, denn Peter und Sheila sind gerade mal 4 Stunden unterwegs auf dem Weg nach Chicago, und diese 4 Stunden werden in wenigen Zeilen abgehandelt. Auch die Romantik schien für mich bestenfalls unterschwellig durch, das ganze Buch ähnelt eher einer sachlichen Beschreibung. Was mich wirklich gestört hat an dieser Geschichte ist der Umstand, dass beide - Peter und Sheila - wirklich nur eine Rolle spielen. Die beiden machen sich etwas vor, spielen ein Spiel, sprechen sich mit falschen Namen an, geben sich als andere Personen aus, als sie wirklich sind. Sie sind nicht sie selbst und das hat mich die ganze Zeit gestört. Erst zum Ende des Buches hin merken beide, dass die gemeinsame Reise doch auch Spuren in ihnen (in wirklich ihnen) hinterlassen hat und sie verändert hat. Den Ausgang dieser gemeinsamen Geschichte - das Ende des Buches - fand ich dagegen ganz toll, sehr einfühlsam und nachdenklich stimmend. Ich habe das Buch wirklich mit gemischten Gefühlen zugeklappt.


Carlos Ruiz Zafón "Der Fürst des Parnass"
Wer wie ich sehnsüchtig auf neues Lesefutter aus der Feder von Herrn Zafón wartet, wird sich wohl auch "Der Fürst des Parnass" als kleines Zwischenschmankerl zulegen. Ob sich das wirklich lohnt (noch dazu für den Preis), sei mal dahin gestellt. Für das kleine Büchlein, das eher an ein großbedrucktes Heft erinnert, braucht man keine halbe Stunde, um es zu lesen - und wenn es das nicht schon vorher beim Lesen tat, so wird sich unweigerlich direkt nach dem Zuklappen des Buches Enttäuschung beim Leser einstellen.
Die Geschichte, die hier rasch erzählt wird, spielt im 16./17. Jahrhundert und legt erste Grundsteine für die später folgenden Geschichten rund um Sempere & Co. Gleichzeitig erzählt und vor allem erklärt "Der Fürst des Parnass" überhaupt nichts. Es gibt dem Leser keine tieferen Hintergrundinformationen, keine Erklärungen, nichts. Einfach einige - wie gewohnt - nett ausgefeilte Sätze von Carlos Ruiz Zafón, die zwar leichte Erinnerungen an seine tollen Romane wach werden lassen, gleichzeitig aber bei Weitem nicht ausreichen, um zufrieden zu stellen. Zumindest ich bin nicht zufrieden.


Andrew Fukuda "Die Jäger des Lichts"
Das ist der zweite Teil der Jäger-Reihe, den ich mir unbedingt zulegen musste, weil mich der erste Teil vollends begeistert hat. Es dürfte bekannt sein, dass ich mit Vampirgeschichten nicht viel anfangen kann; diese Bücher hier sind nun aber die allseits bekannte Ausnahme von der Regel. Denn was Herr Fukuda da zusammenschreibt, ist echt der Wahnsinn. So spannend, dass ich förmlich an den Seiten klebte und das Buch (ist jetzt auch nicht unbedingt dünn) an einem Wochenende durchgelesen habe. Und das Ende!!! Soo fies! So cliffhangerig!! Mein erster Impuls war, mir sofort den dritten und letzten Teil der Reihe als ebook runterzuladen und weiter zu lesen. Das hab ich dann aber doch nicht getan, weil ich die Hardcover des Ravensburger Verlags eigentlich sehr schön finde und den dritten Teil natürlich auch dementsprechend im gleichen Outfit im Regal stehen haben möchte. Muss ich mich also noch gedulden. (Das wird schwer.)

2 Kommentare:

  1. Dann bin ich gespannt, wie du den dritten Band dieser Vampir-Reihe findest. Sind die Bücher denn auch was für mich oder eher nicht?
    Schade, dass dich das Buch von Zafon so enttäuscht hat. :(

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  2. Oh Tine, schwierig, das kann ich echt gar nicht einschätzen, ob du sowas liest oder nicht :/ Ich fand es zunächst unglaublich eklig und musste es ja dann auch erstmal einige Wochen beiseite legen. Aber dann wird das alles so spannend und man kann gar nicht mehr aufhören!! *nägelbeiß*
    Es ist kein typisches Vampirbuch, das kann ich dir sagen. Weder hat es irgendwas mit Fledermäusen oder Särgen oder Knoblauch oder sonstwas zu tun, noch wirst du hier eine Bella & Edward- Geschichte finden. Die Bücher sind wirklich ganz anders. Vielleicht liest du mal in eine Leseprobe rein...?

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