Montag, 7. April 2014

"Zeitsplitter - Die Jägerin" - Cristin Terrill

Boje Verlag, 2014
14,99 Euro

Handlung:
Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen. Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört. Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich ...
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
Ich mag Zeitreisegeschichten. Ich mag es, zu lesen, wie sich andere darüber Gedanken gemacht haben, wie Zeitsprünge funktionieren könnten, wie sie über Paradoxien, Paralleluniversen, andere Zeitstrahlen etc. sprechen und grübeln, bis sich das alles im eigenen (Leser-)Hirn verknotet und verschwurbelt und man ganz verwirrt ist - aber dennoch begeistert von der Geschichte, die einem da soeben vorgesetzt wurde.
Bei "Zeitsplitter - Die Jägerin" ging es mir nicht anders. Die Grundpfeiler für gut ausgedachte Zeitreisemöglichkeiten waren gelegt und an manchen Stellen wurden auch wissenschaftliche Erklärungen geliefert, das fand ich gut. Vor allem aber hat mir der permanente Perspektivenwechsel zwischen Marina und Em - ihrem anderen Ich, das 4 Jahre entfernt existiert - hier unglaublich gut gefallen. Die einzelnen, meist recht kurz gehaltenen Szenen überlappen sich immer um einige Augenblicke, sodass man kurz sowohl aus dem einen als auch aus dem anderen Blickwinkel erlebt, was geschieht. Und das ist eine ganze Menge. Von Beginn an sind Marina, James und Finn der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Schon bald stellt sich - durch Ems Vorausblicke - jedoch heraus, dass einer von ihnen ziemlich falsch spielt und sich in naher Zukunft zu einem Tyrannen entwickeln wird. Das Ziel der zukünftigen Em ist also, diese Person schon im Jetzt zu erledigen, um das drohende Unheil in der Zukunft zu verhindern. 
Das klingt schon jetzt kompliziert? Ist es aber gar nicht so sehr. Im Buch wird vieles erklärt, vieles jedoch auch wiederum nicht, manches wird nur angedeutet, der Leser bei manchen Sachen bewusst im Dunkeln gelassen. Zumindest habe ich jetzt nach dem Lesen tatsächlich noch einige unbeantwortete Fragen, die aber höchstwahrscheinlich geklärt werden in den Nachfolgebänden, die es zu "Zeitsplitter" wohl geben soll.

Letztlich ist "Zeitsplitter - Die Jägerin" wirklich gut gemachte, spannende und eher jugendlich gehaltene Science-Fiction rund ums Zeitreisen, die jedoch auch mit vielen emotionalen und persönlichen Tönen überraschen kann. 


2 Kommentare:

  1. Nanni hat das Hörbuch dazu und wollte es mir demnächst nochmal leihen. Juhu! :)

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  2. Ich wünsch dir viel Spaß dabei :) Wer liest das denn, kennt man die Stimme?

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