Donnerstag, 6. März 2014

"Spademan" - Adam Sternbergh

Heyne Hardcore, 2014
14,99 Euro

Handlung:
Eine zweite große Terrorwelle am Times Square hat New York City lahm gelegt. Die Stadt ist verlassen, nur einige Reiche verharren in ihren Hochhauslofts und leben in einer Art digitaler Fantasiewelt, wo sie von schönen heilen Welten träumen. Doch inmitten der ausgebombten Stadt gibt es einzelne Menschen, die geblieben sind. Einer davon ist der Spademan, ein ehemaliger Müllmann, der sich jetzt als eiskalter Auftragskiller über Wasser hält. Sein nächster Opfer ist die Tochter eines mächtigen Predigers. Doch etwas lässt den Spademan zögern, etwas stimmt nicht. Und damit macht er sich auch selbst zur Zielscheibe düsterer Kreise.
(Quelle: hier)





Meine Meinung:
Es gibt Bücher, die einem ein gutes Gefühl beim Lesen geben. Man fühlt sich wohl, schlägt die Seiten gern um, immer neugierig auf das, was noch kommen mag. Man hat jene Bücher einfach gern in der Hand.
Und es gibt Bücher wie "Spademan". Die bewirken das Gegenteil.
Schon nach wenigen Seiten war mein Bedarf an diesem Buch gedeckt. Ich kann gar nicht genau ausmachen, woran das lag. Zum einen an der Story selbst: der Spademan bringt Menschen um. Beruflich natürlich, obwohl er gleichzeitig sagt, das Geld, das ihm dieser Job einbringt, rührt er nicht an. Ein Gewissen für diesen Job hat er schon ziemlich lange nicht mehr, wenn er denn je eins hatte. Die Welt, in der er lebt, ist seltsam futuristisch, ein postapokalyptisches New York, in dem sich Leute in künstliche Welten flüchten. Und eigentlich nur noch der Abschaum auf den Straßen anzutreffen ist. Menschen also, die auch niemand vermisst, wenn sie denn dummerweise auf der Liste des Spademans standen.
Mir fiel es wirklich schwer, das hier so zu lesen. Ich fand die Beschreibungen schnodderig, brutal, unnötig vulgär und aggressiv und einfach so ... uneinladend zu lesen. Die ganze Atmosphäre, die durch die Handlung, das Setting und die Figuren vermittelt wird, wirkt dreckig, vergiftet und abstoßend.
Vor allem aber war es die Schreibe selbst, die mich viele Seiten überschlagen und die Geschichte nur querlesen lassen hat. Die Sätze sind abgehackt, wirr durcheinander, bestehen manchmal nur aus wenigen Wörtern. Anführungszeichen bei wörtlicher Rede fehlen komplett, was dazu führt, dass man oftmals gar nicht bemerkt, wenn etwas in einem Dialog gesagt wird. Und auch nicht, wer was sagt. Es versinkt alles in einem Wörterbrei. Unglaublich anstrengend.
Das mag alles zur Story passen, aber den Lesefunfaktor hat es bei mir nicht gesteigert. Nicht jedes Buch muss Spaß machen zu lesen, das ist ja klar. Es gibt brutale Bücher, Thriller, die in einem Abneigung wecken, bei denen man kapituliert und sich eingesteht, das das echt nichts für einen ist. "Spademan" zähle ich da eindeutig dazu.

Fazit:
Kurz und gut: "Spademan" war nicht mein Fall.


Ein herzliches Dankeschön an buecher.de für das Leseexemplar!

2 Kommentare:

  1. Oh, bist du jetzt doch wieder grün? Ich fand, dass das davor (was auch immer es war :D Lila? Blau?) besser passte. ;-)

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  2. Jaaa, ich hab mein Grün ganz arg vermisst und irgendwie hab ich's nicht so mit der Farbe Blau... Das war halt nur voreingestellt, deswegen war es anfangs das Blau. Hab's dann aber geändert und jetzt fühl ich mich wieder wohl mit der Kombination Rot und Grün :)

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