Freitag, 14. März 2014

"Das unerhörte Leben des Alex Woods" - Gavin Extence

Limes Verlag, 2014
19,99 Euro

Lese-Bingo: Ein Buch mit einem blauen Cover

Handlung:
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

(Quelle: hier)

Meine Meinung:


"Ohne den Meteoriten wäre ich ein völlig anderer Mensch. Ich hätte ein anderes Gehirn - andere Verbindungen, andere Funktionen. Und ich würde Ihnen jetzt nicht diese Geschichte erzählen. Ich hätte keine Geschichte zu erzählen." (S. 267)

"Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" ist eine Perle. Das ist es wirklich. Nicht nur hat mich die Schreibe sehr an die Art von John Irving erinnert (einer meiner Lieblingsschriftsteller), sondern ich hab mich einfach direkt in den ersten Kapiteln so richtig wohl gefühlt. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte von Alex Woods, der von einem Meteoriten in seinem Haus getroffen wird, geht einfach direkt ins Herz.
Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Schon auf den ersten Seiten habe ich mir gedacht, dass Alex eine ganz tolle Art hat zu erzählen - und man kann ihn im Laufe des Buches dabei begleiten, wie er erwachsener wird und sich seine Erzählart auch entsprechend ändert. Von Beginn an weiß er jedoch durch eine wunderbare Mischung von Naivität, Gutgläubigkeit, Unsicherheit und gleichzeitig erstaunlich erwachsenem Wissen zu begeistern und zieht den Leser so unweigerlich auf seine Seite. Ich habe mir so viele Stellen im Buch mit Papierschnipseln markiert, um mich an diverse Sätze erinnern zu können, die Alex hier vom Stapel lässt. Dabei sind sowohl sehr lustige, traurige, weise und nachdenklich stimmende Äußerungen. Überhaupt fordert das Buch einem einiges ab. Es ist kein Buch zum "lässigen Nebenbei-Lesen". Nein, man sollte sich voll und ganz auf Alex und seine Eigenart einlassen, denn dann nimmt man meisten aus dieser wunderbaren, zu Herzen gehenden Geschichte über die Freundschaft zwischen Alex und Mr. Peterson mit. Und dann wird es sicher auch anderen so gehen wie mir, die sowohl herzlich lachen als auch fürchterlich weinen musste, die manche Dinge genauso hinterfragen musste wie Alex und die sich von der Figur Alex Woods hat mitreißen lassen.
Der einzige kleine Kritikpunkt, der mir einfällt, ist die Übersetzung des Titels. Im Original lautet der Titel "The Universe versus Alex Wood", was ich persönlich viel passender und irgendwie ... schöner finde als die deutsche Übersetzung des Titels, die ja eigentlich gar keine ist. Aber das ist letztlich egal. Es geht ja um den Inhalt, und der ist wunderbar. Also: Lesen!


4 Kommentare:

  1. Schöne Rezi und vor allem sehr schöne Beschreibung des Inhalts! Wenn ich das Buch noch nicht gelesen hätte, würde ich es jetzt lesen wollen :D

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  2. Dankeschön :) Ich fand deine Rezension dazu aber auch wirklich schön.

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  3. Das Buch MUSS einfach auf meine Wunschliste. Ich hab es schon in einigen Neuzugängen-Posts endeckt aber das hier ist die erste Rezension und das Buch ist genauso wie ich es mir vorgestellt habe. (:
    Eine sehr schöne Rezension!

    Ganz liebe Grüße,
    Jasi ♥
    http://meinelieblingsbooks.blogspot.com/

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  4. Ich muss dieses Buch einfach lesen *-* Tolle Rezi!:D
    LG

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