Donnerstag, 6. Februar 2014

"Das Haus der Tänzerin" - Kate Lord Brown

Piper Verlag, 2013
9,99 Euro

Handlung:
Die alte Villa in den Hügeln von Valencia ist für Emma der perfekte Rückzugsort: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer ...
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Wer sich für romantisch angehauchte, zugleich tragische und hoffnungsvolle Familiengeschichten mit historisch korrekter Komponente interessiert, sollte bei "Das Haus der Tänzerin" definitiv zuschlagen. Die Geschichte von Emma, die nach dem Tod ihrer Mutter in ein geerbtes spanisches Häuschen zieht und dort einen Neuanfang wagt, lädt zu Schmökerstunden ein und entführt in die temperamentvolle spanische Lebensweise.
Die Ereignisse geschehen kapitelweise abwechselnd in der Vergangenheit zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Dieses ständige Wechseln zwischen Jetzt und Damals fand ich zunächst etwas verwirrend und befremdlich; es machte aber irgendwann durchgehend Sinn, weil die damaligen Geschehnisse die Bahnen legen für das, was Emma heute über ihre Familie erfährt. Anfangs war ich vollends verwirrt angesichts der zahlreichen Personen und Namen, die (gerade in dem historischen Erzählstrang) vorgestellt werden - soviele Querverbindungen schienen mir zuerst völlig überladen. Aber das legte sich bald, weil sich die Geschichten der einzelnen Personen an verschiedenen Punkten miteinander verweben - mal auf tragische, mal auf romantische Weise. 
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es sich für mich an mancher Stelle ein wenig gezogen hat. Hier und da verliert sich die Erzählung etwas in ihrem gemächlichen Tempo und hätte in meinen Augen straffer und weniger detailliert geschildert werden können. Vor allem die hitzige spanische Atmosphäre und die unruhigen (Kriegs-)Zeiten in Spanien wurden aber lebhaft und aus vielerlei Perspektiven dargestellt. Wer sich für die spanische Historie interessiert, ist hier durchaus richtig beraten, und bekommt durch Emmas Familiengeschichte unterschiedliche Einblicke geboten. Inhaltlich bietet "Das Haus der Tänzerin" keine noch nie dagewesenen Überraschungen, aber trotzdem gelungene Unterhaltung.

Fazit:
Gemütliche Schmökerstunden sind bei dieser tragisch-romantischen Familiengeschichte in Spanien garantiert.



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