Samstag, 1. Februar 2014

Auch noch gelesen... (Kurzrezensionen)

Graeme Simsion "Das Rosie-Projekt"
Hier geht´s zur Inhaltsangabe

"Kam es Ihnen nicht komisch vor, dass ich bei einer ersten Verabredung gleich von Hoden spreche?"
"Eigentlich nicht. Bei einer Verabredung bin ich viel zu sehr darauf konzentriert, selbst keine komischen Dinge zu sagen." (S. 159)

Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, zum "Rosie-Projekt" eine etwas längere Meinungsäußerung zu fabrizieren, aber letztlich lasse ich das lieber sein, denn es lässt sich auch in kurz und knapp sagen: ein wirklich schönes Buch mit tollen Charakteren. Hauptfigur Don Tillmann ist ein Sheldon Cooper auf Buchseiten mit Features von Dustin Hoffman als Rain Man und der abgeklärten Unemotionalität eines Mr. Spock. Mittlerweile wird das Buch allgemeinhin als Welt-Bestseller gehandelt, weil es in zig Sprachen übersetzt wurde und überall gut ankommt. Und ich kann nachvollziehen, warum. Es ist in meinen Augen kein Wunderwerk, aber es ist kurzweilig, durch die Macken und Vielschichtigkeit seiner Protagonisten sympathisch und amüsant und vor allem zeigt es, dass auch schrullige Menschen eine Chance auf Glück und die große Liebe haben. Eine wirkliche Leseempfehlung!

Timothée de Fombelle "Céleste: Die Welt der gläsernen Türme"

Nach meiner Begeisterung zu den "Vango"-Büchern wollte ich gern weitere Bücher des Autors de Fombelle lesen und so legte ich mir "Céleste" zu, das nach einer interessanten futuristischen und zugleich romantischen Geschichte klang. Was man nicht unterschätzen sollte: das Büchlein enthält nur 96 Seiten und man braucht keine halbe Stunde dafür. Mittendrin sind auch diverse Illustrationen enthalten, die den Inhalt zwar gut aufgreifen, mir persönlich jedoch nicht wirklich gefallen haben, weil ihnen irgendwie das Lebendige, das Besondere fehlt; vielmehr wirken sie oftmals rein schematisch. Zur Story selbst ist zu sagen, dass die Grundidee sehr gut ist und nachdenklich stimmt, sie aber eben keine hoch ausgefeilte Geschichte mit umfassenden Dialogen und Gedankengängen ist. Manche Ideen sind gut begonnen, wurden aber nicht bis zum letzten Aspekt völlig durchdacht - und wirken dann im Zusammenspiel gesehen nicht ganz stimmig. 
Als Fazit kann ich nur festhalten, dass ich jedem, der Herrn de Fombelle für sich entdecken möchte, empfehlen würde, lieber mit den "Vango"-Büchern zu beginnen - denn die sind qualitativ und inhaltlich ganz anders als "Céleste".

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