Mittwoch, 15. Januar 2014

"Vango - Prinz ohne Königreich" - Timothée de Fombelle

Gerstenberg Verlag, 2012
16,95 Euro

Reihe
"Vango - Zwischen Himmel und Erde"
"Vango - Prinz ohne Königreich"

Handlung:
New York, 1936. Vango versucht verzweifelt, den Mann zu finden, der seine Eltern auf dem Gewissen hat. Und der zugleich der einzige Mensch auf der Welt ist, der Vango Aufschluss über die Nacht geben kann, in der seine Eltern brutal ermordet worden sind. Doch dieser Mann, Cafarello, ist inzwischen eine Größe in der New Yorker Unterwelt und Meister darin, seine Spuren zu verwischen. Und Vango wird weiterhin verfolgt, ohne wirklich zu wissen, wer seine Verfolger sind und was sie von ihm wollen ... Das Rätsel seiner Herkunft führt Vango über New York zurück nach Europa, wo inzwischen der Zweite Weltkrieg entfacht ist. Das Geheimnis, dem er schließlich auf die Spur kommt, ist brisant - und niemand Geringerer als Stalin selbst scheint darin verwickelt zu sein.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Ihr solltet unbedingt zuerst Teil 1 gelesen haben!!***

"Er wusste, dass sein Ausflug verrückt war. Aber in den schlimmsten Verrücktheiten gibt es immer den einen Moment, wo der Weg zurück sich als riskanter erweist, als weiterzumachen." (S. 54)

Normalerweise gebe ich beim Lesen kaum einen Laut von mir. Ich bin eher ruhig, immerhin lese ich ja. Aber die beiden Vango-Bücher haben es geschafft, dass ich ständig irgendwelche Kommentare von mir geben musste! So oft wie ich hier "Du meine Güte!", "Oha!", "Oh nein!!!" oder auch mal "Ach du Scheiße..." von mir gegeben habe, habe ich das bei noch keinem anderen Buch geäußert. Ich sehe das aber als durchaus positives Zeichen: man kann einfach nicht anders, als bei dieser Handlung komplett mitzugehen.
Meine Liebeserklärung geht also weiter. In diesen beiden Büchern über Vango habe ich tatsächlich neue Lieblingsbücher für mich gefunden. Teil 2 schließt sich direkt an das Ende von Teil 1 an und man begleitet Vango bei seiner Suche in New York. Parallel passieren unglaubliche und unglaublich viele Dinge auf der anderen Seite des Atlantiks, in Paris, in Schottland, in Deutschland, auf Sizilien und und und. Wie schon im ersten Band wird hier eine Vielzahl von Schauplätzen eröffnet, die alle eine Rolle spielen und alle auf irgendeine Art und Weise zusammenhängen. Und Herr de Fombelle schafft es auch ohne Probleme, am Ende alles sinnvoll zu verbinden - das hat mich mit am meisten beeindruckt: dass das Verknüpfen der einzelnen Handlungsstänge und verschlungenen Pfade ihm scheinbar so mühelos gelingt und am Ende alles so sehr Sinn macht. Alte Bekannte aus Teil 1 trifft man ebenso wieder wie neue Gestalten, mal gute, mal böse, mal überhaupt nicht wirklich erkennbar, wer eigentlich was ist. Umso überraschender sind einmal mehr die zahlreichen Wendungen und Kniffe, die der Autor eingebaut hat, und die einen nicht selten ins Staunen versetzen. Ich zumindest hatte hier einige Aha-Momente. 
Als Fazit kann ich nur das bestätigen, was ich gerade als Zugabe-Kommentar zur Inhaltsangabe gefunden habe: 
"Der fulminante Abschluss der Saga um Vango, atemberaubend bis zur letzten Seite und voller überraschender Wendungen. Ein Meisterwerk und höchster Lesegenuss!" So isses.



1 Kommentare:

  1. Ohoh, ich hab die Rezi jetzt noch nicht gelesen, sondern erstmal nur die letzten beiden Sätze. Ich brauch unbedingt Zeit, um Teil 1 nochmal zu hören und Teil 2 dann endlich zu lesen.
    Aber durch das SERAPH-Projekt wird das noch länger dauern *seufz*

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