Sonntag, 19. Januar 2014

"Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel" - Nikola Huppertz

mixtvision Verlag, 2014
13,90 Euro

Handlung:
Wenzel wurde abgeschoben, von seinen Eltern, ins letzte Kaff. Eine ganze Woche soll er es bei seinem schriftstellernden Onkel Nikolai aushalten. Doch dann verselbstständigen sich die Figuren von Onkel Nikolais neuestem Roman. Räuber Kawinski, die Fußball spielende Prinzessin Melinda und das Suseldrusel kommen ins Spiel und eine chaotische Geschichte nimmt ihren Lauf.
(Infos: hier)






Meine Meinung:
Wer sich jetzt denkt "Oh, was für ein Titel" - dem sei gesagt: ja, und das Buch ist genauso chaotisch wie der Titel. Hier ist in jedem Kapitel was los, man kommt eigentlich nicht einmal dazwischen wirklich zum Luftholen. 
Wenzel verbringt - zunächst eher unfreiwillig - ein paar Tage bei seinem Onkel Nikolai. Der ist Schriftsteller und hat eine besondere Gabe: die Ideen seiner Geschichten werden Wirklichkeit. Er muss gar nicht viel machen in seiner Ideenkammer, die Geschichten um die wildesten Gestalten wie den Strupp, die Prinzessin P. Melinda zwo oder den (oder das?) Suseldrusel entstehen wie von selbst. Und diese leben sich dann in dem kleinen Örtchen Hinkelsen, wo Nikolai lebt, so richtig aus. Diverse Abenteuer, Missverständnisse und kuriose Momente sind vorprogrammiert, und Wenzel merkt, dass es eigentlich gar nicht so übel ist bei seinem Onkel. Immerhin ist ständig was los. Und dabei geht es sowohl sehr verrückt, gefährlich oder auch mal romantisch zu.
Man kann eigentlich gar nicht sehr viel mehr zum Inhalt sagen, ohne schon zuviel zu verraten. Wenzels Urlaubsabenteuer ergeben ein herrliches Kinder- und Jugendbuch, wie man es nicht alle Tage liest. Hier und da fand ich die Wortwahl vielleicht ein wenig zu erwachsen und ungewöhnlich, auch manch versteckte Ironie oder Sarkasmus entdeckt vielleicht nicht jedes Kind. Trotzdem kann man beim Lesen und Vorlesen dieses Tohuwabohus so viel erleben und entdecken und sich obendrein prächtig amüsieren. Das eigene Lesen ist hier übrigens sehr zu empfehlen, da die unterschiedlichen Schriftarten und optischen Eigenheiten im Text die ganze Aufregung und das Chaos in Hinkelsen zusätzlich verdeutlichen. Auch die Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels sind wunderbar anzusehen.
Ein ungewöhnliches Leseabenteuer voller Ideen!



Ein herzliches Dankeschön an den mixtvision-Verlag für das Leseexemplar!

1 Kommentare:

  1. Was für ein herrlicher Titel!
    Dein neues Design finde ich übrigens sehr hübsch - sowohl die Blümchen im Hintergrund als auch die geniale Schrift im Header. Das erinnert mich daran, dass ich bei mir auch längst mal ein neues Layout machen wollte ...

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