Mittwoch, 30. Oktober 2013

Das halloweenigst-gruseligste Cover in meinem Bücherregal

Friedelchen macht in dieser Woche eine Halloween-Tour auf ihrem Blog, hat das Blogaussehen auch schon dementsprechend verändert und präsentiert heute die gruseligsten Buchcover aus ihren Regalen. Und hat dazu aufgerufen, doch auch mitzumachen. 
Leichter gesagt als getan, musste ich feststellen. Denn ich hab eigentlich kaum gruselige Buchcover. Ich lese zwar gern mal was Gruseliges zwischendrin, aber entweder ich hab alle Bücher verlegt oder sie nicht in meine Regale gepackt (sondern irgendwo anders abgeladen), oder es waren gar nicht meine, haha!
Nach einigem Suchen hatte ich dann aber plötzlich ein Buch in der Hand, bei dem sich mir schon seit jeher die Nackenhaare aufstellen. Das Buch gehört nicht mir, sondern meiner Mutter, und sie hat es vor Jahren schon an mich zum Lesen weitergereicht. Nur ... ich hab das bis heute nicht getan. Ich schätze, das liegt auch an der Tatsache, dass ich dieses Buch einfach nicht guten Gewissens in die Hand nehmen und festhalten kann. (Auch für das Foto musste ich es hinlegen, ich wollte das nicht festhalten :o)
Es handelt es sich um folgendes Exemplar:


Alle, die angesichts dieser Buchschänderei und -fledderei jetzt noch nicht in Ohnmacht gefallen sind oder japsend nach Luft schnappen, fragen sich jetzt vielleicht: Hö? Was ist denn das?

Das, liebe Mitleser, war nicht ich. Das war meine Mutter. Die fand das Cover nämlich genauso grauselig wie ich und hat es kurzerhand halb abgerissen. (Nett, dass sie Titel und Autor irgendwie dran gelassen hat ;) )
Vielleicht sollte ich dazu ein wenig ausholen und erklären, dass ICH CLOWNS JEGLICHER ART UND WEISE HASSE!!! Ich hasse sie, wirklich. Ich kann nicht erklären, warum das so ist. Ich mag sie einfach nicht. Das Ganze in krankhaften Ausmaßen hat auch einen ganz offiziellen toll klingenden Namen, nämlich Coulrophobie, allerdings ist es bei mir nicht so ausgeprägt, dass ich schreiend vor Zirkusplakaten wegrenne und um jede Spielzeugabteilung einen großen Bogen mache. Nee, ich finde Clowns einfach nur so richtig miese Gestalten, nicht ansehnlich und lustig schon gleich gar nicht. Und fies. Das haben sich sicher auch einige Filmemacher gedacht und haben Clowns (oder auch Puppen) zu so richtigen Albtraumgestalten umgewandelt. Das hilft natürlich ungemein, wenn man Clowns ohnehin schon scheiße findet. Ich habe "Es" oder auch "Chucky" bis heute nicht gesehen und denke auch nicht, dass ich das jemals ändern werde.

So. Und da hatte meine Mutter (eine eingefleischte Thrillerleserin, die die Bücher gern an mich weitergibt) also eines Tages dieses Buch in der Hand, sah meine entsetzten Augen und riss kurzerhand das Cover halb ab. Für alle, die es nun doch ganz gern mal in echt sehen möchten ... - ich reiße mich jetzt zusammen, suche es online und zeige es euch. (Wenn ich heute Nacht nicht schlafen kann, weiß ich ja, woran es liegt *graus*)


Oh Gott, ist das furchtbar. Ohne Frage das gruseligste Cover in meinen Regalen. Wie sieht´s bei euch aus?

Montag, 28. Oktober 2013

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #11

An manchen Tagen in der Woche muss ich etwas früher los, was dazu führt, dass ich schon vor 7 Uhr im Zug sitze. (Manch einer von euch fragt sich jetzt vielleicht: "Schon?! Pah, um 7 sitz ich schon am Arbeitsplatz!" Tja nun, ich nicht. Eher so 1-2 Stunden später ;) )
Jedenfalls gibt es doch tatsächlich Leute, die so früh schon im Zug sitzen und lesen! Ich weiß gar nicht, ob ich die ernsthaft bewundern soll, denn mir ist das einfach zu früh. Da fallen mir noch ganz automatisch die Augen zu, selbst wenn ich einigermaßen ausgeschlafen bin. So früh bin ich lesetechnisch noch nicht wirklich aufnahmefähig. 
Manche können das aber offenbar auch um diese Uhrzeit ganz gut, und so auch der heutige Zugnachbar. Ein junger Kerl, Typ Student (wobei das auch für Studenten fast ein wenig früh ist...), der schon vor 7 Uhr morgens liest. Er ist mir aber nicht nur aufgefallen, weil er las, sondern vor allem durch das, was er las:

J.K. Rowling "Fantastic beasts and where to find them"
As featured in the first year set texts reading list in Harry Potter and the Philosopher's Stone, Fantastic Beasts and Where to Find Them is an extensive introduction to the magical beasts that exist in the magical, non-Muggle world. Some of the animals featured in the A-Z you will have already met in the existing Harry Potter books: for example Hippogriff, Flobberworm, Kappa - others you certainly won't: read on to find out exactly what a Chizpurfle is, or why one should always beware of the sinister Lethifold ...As Albus Dumbledore says in his introduction, this set text book by Newt Scamander has given the perfect grounding to many a Hogwarts student. It will be helpful to all Muggles out there too ...On reading the book you will also find that Harry, Ron and (in one instance) Hermione - couldn't resist grafittiing the book, and adding their own personal hand-written opinions.
(Quelle: hier)

Das Buch hab ich selbst noch gar nicht! Ebenso wie "Quidditch trough the ages". "The tales of Beedle the Bard" hab ich zwar - aber die habe ich bis heute nicht gelesen *schäm*
Nicht nur deswegen fand ich diese Lektüre höchst aufregend! Ich hab noch nie jemanden gesehen, der das liest, und dann auch noch auf Englisch.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Lesenacht bei Nanni - Nachtrag

Ich habe gestern bis etwa 1 Uhr nachts in "Lockwood & Co." gelesen, dann sind mir die Augen zugefallen. Da ich ja aber erst recht spät bei Nannis Lesenacht eingestiegen bin und versprochen hab, die anderen Fragen auch zu beantworten, die sie schon vorher gestellt hat, mach ich das natürlich.

Nur stellt sich das als gar nicht so leicht heraus :/
Nannis 1. Frage beinhaltete eine kurze Vorstellungsrunde. Ich schätze mal, die meisten, die hier regelmäßig vorbeischauen, wissen, wer ich bin, aber trotzdem.
Man stelle sich einen Stuhlkreis vor. Ein kleiner weißer Stein wird von Person zu Person durchgereicht. Jeder, der ihn in der Hand hält, muss was sagen. (*räusper* Ich weiß, wovon ich rede. Ich hab Psychologie studiert, ich hab solche Runden tatsächlich mitmachen müssen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie eklig warm so ein Stein nach einer Weile wird, wenn ihn schon 10 Personen in der Hand hatten...)
Also, ich bin Caroline, schon ganze 28 Jahre alt, was mich in manchen Momenten doch immer wieder kalt erwischt. Ich schreibe hier an dieser Stelle schon seit fast 3 Jahren (OMG!) über Bücher und was so dazugehört. Ich hab´s eigentlich nicht so mit Lesemarathons (Lesemarathonen, wie auch immer) oder auch Lesenächten; aber dieses Mal bin ich irgendwie mit reingerutscht.

Frage 2: Buchempfehlungen
Hier mach ich kurzerhand einfach mal Wahrheit UND Pflicht.

Welches Buch habe ich bisher am meisten empfohlen oder verschenkt? 
Das ist eine schwierige Frage. Denn obwohl ich Bücher liebe, verschenke ich Bücher überhaupt nicht gern, wenn ich nicht hundertprozentig weiß, was der Beschenkte gern liest, oder ich nicht am liebsten genau einen Titel weiß, den ich schenken will. Ich finde, man kann sich mit einem Buchgeschenk auch ziemlich in die Nesseln setzen und total daneben liegen, wenn es dem Beschenkten dann leider doch nicht zusagt. Oder er es vielleicht schon hat - das hab ich leider auch schon ein paarmal gehabt. Schon 2 oder 3-mal verschenkt habe ich "Der Joker" von Markus Zusak, weil es eine wunderbare Geschichte ist, die mir selbst so gut gefällt. Aber sonst? Buchempfehlungen gebe ich für für gewöhnlich nur sehr speziell an einzelne Personen raus, wenn ich genau weiß, was ihnen gefallen könnte. Allgemeine Buchempfehlungen finde ich zu schwer.


Fotografier ein Buch aus deinem Bücherregal, das dir sehr peinlich ist.

Das ist auch schwer. Ich habe eben mehrere Minuten in meinen Bücherregalen gekramt - aber ich habe kein Buch, das mir wirklich total peinlich ist. Ich steh zu meinen Büchern. Allerdings bin ich gerade in den Untiefen des einen Regals auf eine kleine Ansammlung ... nun ja, merkwürdiger Bücher gestoßen, die ich schon ziemlich lange besitze. Ich hab schon immer einen Hang zu übernatürlichem Krams und Parapsychologie und so; mich hat das einfach immer interessiert. Auch Ufos und Außerirdische etc. dürfen da nicht fehlen. (Hallo?! Ich hab jahrelang Akte X geschaut!!) Aus dem Grund sammelten sich im Laufe der Zeit folgende Bücher an, die ich aber auch nicht gelesen habe, wenn ich mal ehrlich sein soll, höchstens drin geblättert. Wenn ich allerdings wirklich mal totalen Müll träume, dann schaue ich tatsächlich in die Traumbücher hinein. Höchst interessant, was man da so erfährt! :D 

Frage 3: Charaktere
Ich darf einem Protagonisten meiner Wahl die Meinung geigen.
Liebe Bella, dir habe ich es zu verdanken, dass ich gar nicht weiß, wie das ganze Vampirgedöns um dich und den glitzernden Edward ausgeht. Denn ab Teil 2 gingst du mir so dermaßen auf die Nerven, dass ich mich zwar noch durch Teil 3 gekämpft habe, dann auch noch durch die Anfänge von Teil 4 (immerhin wurde ja soviel gemunkelt, die Gerüchteküche brodelte, die Rede war von Edward forever und Heirat und schwanger und Kind und ... - wtf! - da hab ich mich doch gefragt, wie das wohl gehen soll. Sex mit einem Vampir?! Und dann auch noch schwanger mit einem Vampir?! Und das auch noch aus der Feder der verklemmten Stephenie Meyer??? Ich geb´s zu: da war die Neugier einfach größer als mein Verstand...). Tja. Aber dann... Dann ist das passiert, was da nun mal in Teil 4 passiert und ich hab aufgegeben. Ich hab einfach die weiße Fahne geschwenkt, das Buch zugeklappt und es sein lassen. Ich wollte einfach nicht mehr. Du warst als Mensch schon unerträglich, seit du Edward an deiner Backe hattest. Aber was für eine Horst Heldin du dann plötzlich sein solltest, kaum dass du dich verwandelt hast - pah. Die Schönste, die Beste, die Schnellste und die Hellste - wie LANGWEILIG!! Das wollte ich mir nicht geben und habe in der Mitte des vierten Teils abgebrochen.
Also weiß ich dank dir nicht mal, wie das alles ausgeht. Ich schätze mal, am Ende kloppen sich noch irgendwelche guten Vampire mit den Werwölfen, dann aber alle gemeinsam gegen die fiesen Vampire, und der Schluss ist bestimmt unerträglich schleimig. Danke, Bella. Ich will´s gar nicht wissen.

So. Damit hätte ich alle von Nannis Fragen beantwortet, denke ich. War eine sehr schöne Idee!

Samstag, 26. Oktober 2013

Lesenacht bei Nanni...

00:23
Ich schick schon mal ein "Gute Nacht" in die Runde; ich denke, ich werd den Laptop demnächst in die Nachtruhe entlassen... Nannis restliche Fragen werde ich morgen angehen, auch wenn ich mir jetzt schon ernsthaft den Kopf darüber zerbreche, wem ich gern mal in einem Erotikroman begegnen würde, herrje... :D

An dieser Stelle aber schonmal folgendes: wer - zum Geier! - ist Arlen Strohballen und warum soll er so ein toller Hecht sein?! Tine hat schon von ihm geschwärmt, Nanni schreibt jetzt auch von ihm... Mädels, das müsst ihr mir mal erklären. Textstellen, Wunschvorstellungen, was auch immer: erklärt mir doch mal, wer er ist! (Und warum er scheinbar allen den Kopf verdreht...)

00:11
Ha, ich bin noch wach! Und sogar gerade wacher als noch vor einer halben Stunde. Lese jetzt trotzdem "Lockwood & Co.", mir gefallen die ersten Seiten einfach schon zu gut, um jetzt aufzuhören. Jonathan Strouds Bücher mag ich einfach!
Nanni hat ihre 00:00 Uhr-Frage gestellt, die zugleich auch die letzte ist. Ich entscheide mich auch in dieser Runde für die "Wahrheit", weil ich jetzt einfach keine Lust mehr habe, mir was auszudenken und zu fotografieren. Bin da gerade mal ziemlich faul.
Die Frage ist: Mit welchem Protagonisten verbinde ich ein Gefühl von Heimkommen oder Freundschaft und warum?
Hm... Mein erster Gedanke? Harry Potter. Gar nicht mal so sehr nur Harry selbst, sondern einfach alles. Das ganze Drumherum, die Personen, die Atmosphäre, das "Feeling". Die Harry Potter-Bücher sind seit Jahren mein "Nach-Hause-Kommen"; mein Mittel für alles, was mir im Leben so unterkommt. Ich lese die Bücher, wenn ich schlecht gelaunt bin, wenn ich krank bin, wenn es mir besonders gut geht, wenn ich Sehnsucht nach etwas habe, das ich selbst nicht benennen kann, wenn ich das Gefühl habe, ich brauche einen Freund, ich brauche Rat, ich brauche das Gefühl, nicht alleine zu sein. Die Bücher haben mich mein halbes Leben lang begleitet und so steckt auch mein halbes Leben in diesen Büchern drin.

23:58 
Ich überlege gerade, ob "Lockwood & Co" wirklich die geeignete Lektüre für JETZT ist. Ich meine, so Mitternacht-mäßig. Ich bin gerade im Kapitel 3 und das ist ja doch ... recht ... gruselig. Ich werde gleich wieder richtig wach o.O Zwar gut für die Lesenacht, aber schlecht für mich.

23:40
... und ich mach irgendwie gar nicht mit. Die Nanni von Fantasie und Träumerei hat sich für heute Nacht eine Lesenacht mit einem ganz tollen "Wahrheit oder Pflicht"-Spiel überlegt und mich kurzerhand mit auf die Teilnehmerliste gesetzt. (:D)
Seit 20 Uhr läuft das Ganze, aber ich hab bisher nicht wirklich mitgemacht, wenn ich mal ehrlich sein soll. Mein Tag war anstrengend, ich bin hundemüde, und auch wenn ich tatsächlich ein wenig gelesen habe, hat es mich bisher nicht vor den Laptop gezogen, um aktuelle Statusmeldungen abzugeben. Meine Lektüre heute abend war "Die Mondscheinbäckerin" von Sarah Addison Allen, ein kurzes, aber sehr nettes sympathisches Buch; ein bißchen erinnert es mich an "Pushing Daisies" oder auch die Gilmore Girls. Damit bin ich jetzt durch und werd mir jetzt noch ein paar Seiten "Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe" von Jonathan Stroud vornehmen, bevor mir dann wahrscheinlich endgültig die Augen zufallen.
Was ich eigentlich schade finde, denn an Nannis "Wahrheit oder Pflicht"-Spiel hätte ich schon gern teilgenommen; allerdings kann ich ihre Fragen ja auch einfach morgen noch beantworten.

Mit der 23 Uhr-Frage starte ich aber dennoch jetzt gleich. Entweder einen 6-Zeiler schreiben oder eine Frage beantworten, nämlich: 
"Als bibliophiler Zeitgenosse wird man ja häufig belächelt. Über welche deiner "Buchnerd" Eigenschaften musst du jedoch selbst manchmal lachen?"
Da ich jetzt gerade echt nicht mehr dichten kann, nehm ich die Frage ;)

Oh Gott, ich hab ne Macke, wenn es allgemein um Bücher geht, da kann ich gar nicht nur EINE nerdige Eigenschaft feststellen. Ich kaufe mir viel zu viele Bücher, das ist schon mal so eine Sache. Ich komm im Leben nicht dazu, die alle zeitnah zu lesen - aber ich muss sie halt haben. Ansonsten bin ich eine Lesezeichen-Fanatikerin; ich könnte NIE IM LEBEN Buchseiten als Markierung umknicken (uahh!) oder ein Buch umgedreht hinlegen, mit dem Buchrücken nach oben. Sowas tut mir schon beim Hinsehen weh. Wenn ich bei anderen Menschen (meine Mutter *hüstel*) Bücher so aufgeschlagen liegen sehe, dann suche ich mir eigenmächtig irgendwo einen Zettel oder Schnipsel oder sonstwas und packe ihn selbst als Lesezeichen hinein. Ich kann Bücher so einfach nicht liegen lassen.
Ach ja, und ein echtes Problem bei mir ist, dass ich stets und ständig zuviele Bücher gleichzeitig lese. Ich fang nicht nur eins an und lese es fertig, sondern meistens hab ich 3 oder 4 (in schlechten Zeiten auch mehr) angefangene Bücher rumliegen, die ich nach Lust und Laune weiterlese. Das ist ... wohl auch nicht so ganz normal...

Donnerstag, 24. Oktober 2013

"The Homelanders - Im Visier des Todes" - Andrew Klavan

Thienemann Verlag, 2013
12,95 Euro

Reihe:
1. The Homelanders - Stunde Null
2. The Homelanders - Auf der Flucht
3. The Homelanders - Tödliche Wahrheit
4. The Homelanders - Im Visier des Todes

Handlung:
Charlie West sitzt im Abingdon State Prison. Verurteilt wegen Mordes an Alex, seinem besten Freund. Umgeben von Verbrechern und Fanatikern, die seinen Tod wollen, weil er die Homelanders hochgehen ließ. Gequält von weiteren schmerzhaften Erinnerungsattacken. Alleingelassen, weil die offiziellen Stellen nichts von Watermans Mission wissen wollen. Dann endlich erinnert sich Charlie daran, warum ihn die Homelanders enttarnt haben: Er hat ein Gespräch belauscht, in dem der größte Coup der Organisation geplant wurde. Ein Projekt, das Das Große Sterben genannt wurde. Charlie muss das verhindern! Doch keiner hört ihm zu. Darum fasst er einen Plan. Setzt alles auf eine Karte. Riskiert sein Leben. Denn das Leben von Millionen Menschen steht auf dem Spiel!
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Achtung, dieses Buch ist der vierte und letzte Teil der Buchreihe. Eventuelle Spoiler der Handlung können nicht ausgeschlossen werden!***

Soll ich mal ehrlich sein? Ich bin froh, dass ich hier den vierten und damit letzten Teil der Buchreihe gelesen habe. Dass die Geschichte von Charlie jetzt vorbei ist. Denn Charlie West ist mir total auf den Keks gegangen, schon seit dem zweiten Teil eigentlich. Er ist ein unerträglicher Gutmensch, schon beinahe widerlich moralisch und uneigennützig, ein Held ohne Gleichen, der dem amerikanischen Pathos in 4 Büchern das richtige Futter geliefert hat. Ich hab mich bei den ersten beiden Bänden schon darüber ausgelassen, dass Charlie ein Bilderbuch-Amerikaner ist, der die Bibel in- und auswendig kennt, stets nur nach dem größeren Wohl handelt und seine eigenen Wünsche und Ziele notfalls hintenan stellt - oder sie gleich ganz fallen lässt, um mal eben die Menschheit zu retten.
Für Band 3 habe ich aus dem Grund schon keine Rezension mehr geschrieben, denn da hätte ich einfach nichts neues mehr hinzufügen können. Band 4 reiht sich nun ebenfalls in dieses Hochpreisen der amerikanischen Lebensweise ein. Charlie wurde ziemlich übel mitgespielt. Fälschlicherweise wird er für ein Terrorist gehalten, landet abwechselnd im Knast oder ist auf der Flucht; wird aber dennoch nicht müde, zu betonen, dass das schon irgendwie alles Gottgewollt ist und ihm eben dieser auch aus dieser - zugegeben - verzwickten Lage heraushelfen wird. Also betet er. Und denkt nach. Und grübelt. Und betet. Schnarch.
Während in Band 1 und 2 noch stets und ständig eine gewisse actionhaltige Komponente enthalten war, Spannung pur, die mich das ganze Geschehen flott hat lesen lassen, fehlt mir dieser Anspruch hier im letzten Teil völlig. Die Geschehnisse sind überschaubar und noch dazu völlig unglaubwürdig. Was Charlie 1.) überhaupt alles erlebt und 2.) welches unglaubliche Glück er dann auch noch stets dabei haben soll - das geht doch auf keine Kuhhaut. Charlie West - ein echtes Stehaufmännchen mit Attributen, die geklaut sind von Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone. Also bitte.
Und dann ist er einfach so ein richtiger Schleimer. Ein unerträglicher Held, der sich mal lieber selbst umbringen lassen wollen würde, als irgendeinen fiesen Fiesling gewinnen zu lassen. Was ich anfangs vom Autor Klavan einfach einen Tick übertrieben fand, hat mich hier nur noch genervt. So ein paar Ecken und Kanten stehen jedem Protagonisten gut zu Gesicht, und auch dann kann er die Welt retten, wenn er will.

Fazit:
Ich  fand diesen letzten Teil einfach nur noch unglaubwürdig. Und Charlie West ist ein unerträglicher Vorzeige-Schleimer ;)


Montag, 21. Oktober 2013

"Weil ich Layken liebe" - Colleen Hoover

dtv, 2013
9,95 Euro

Handlung:
Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…
(Quelle: hier)




Meine Meinung:
"Unsere Blicke versinken ineinander, als wir gleichzeitig die Augen öffnen. Und das ist der Moment, in dem ich verstehe, warum meine Mutter mit gerade mal achtzehn wusste, dass sie und mein Vater füreinander bestimmt waren." (S.65)

Sucht ihr ein Gänsehaut-Buch? Gänsehaut, weil es einem unter die Haut geht? Nicht mehr aus dem Kopf geht? Weil man so tief in die Geschichte eintaucht, dass man beim Lesen gar nicht anders kann, als sich ab und zu zu denken "Wow!" ? Dann solltet ihr "Weil ich Layken liebe" lesen. 
Ich habe mit diesem Buch soeben selbst mein blaues Wunder erlebt. Anfangs - ausgehend von Inhaltsbeschreibung und Cover - dachte ich, es würde sich um ein typisches Jugendbuch nach Schema F handeln. Schema F = einsames verhuschtes Mädchen muss umziehen, ist deshalb total unglücklich, trifft in der neuen Stadt aber prompt ihre große Liebe auf der Straße, weiß mit 15 auch sofort, dass es die große Liebe sein muss, bei dem Helden handelt es sich dann auch direkt um einen absoluten Traumtypen, den Everybody´s Darling der hiesigen Schule mit atemberaubenden Augenaufschlag sozusagen, und je nach Art des Buches hat er dann noch irgendwelche großen Geheimnisse, besondere Fähigkeiten oder er ist gar nicht von dieser Welt.
"Weil ich Layken liebe" ist nicht frei von diesen Stereotypen und den Klischees, das gleich mal vorneweg. (Auch wenn Will in der Tat keine übernatürlichen Fähigkeiten hat...) Layken zieht um, ist unglücklich, lernt Will gleich am ersten Tag kennen, und die Schule spielt auch noch eine Rolle. Aber die Geschichte von beiden ist so unglaublich ... berührend, dass ich händewinkend alle Vorurteile weggewischt habe. Das hat mich einfach alles nicht gestört.
Layken und Will sind zwei echte Persönlichkeiten, nicht einfach nur zwei Figuren in einem Buch. Die Momente, die sie zusammen erleben, sind wunderschön und vor allem authentisch geschildert. Hier wird nichts übertrieben oder völlig unrealistisch dargestellt.
Was mich hier vor allem beeindruckt hat, war die Fähigkeit der Autorin, die Gefühle und Gedanken von Layken so treffend und bildlich darzustellen. Ich hatte beim Lesen durchgängig das Gefühl, Will wie durch ihre Augen sehen zu können, das Kribbeln in ihrem Bauch selbst zu fühlen - und daher fiel es mir überhaupt nicht schwer, ihre Gefühle für ihn nachvollziehen und nachempfinden zu können, wieso sie ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Schmetterlinge im Bauch nur vom Lesen über einen Charakter, das hab ich auch nicht alle Tage; aber Will ist ohne Frage ein Typ zum Verlieben. Zumindest hatte ich irgendwann genauso Herzklopfen wie Layken, wenn sie von ihm beim Poetry Slam berichtet oder ihn über die Straße hinweg beobachtet. 
Apropos Poetry Slam: auch Gedichte der etwas anderen und vor allem besonderen Art bekommt man hier geboten, und diese gehen ebenfalls unter die Haut, weil man mit den Vortragenden tatsächlich mitgeht und sie fast auf der Bühne vor sich sieht. Überhaupt, das ist ein riesengroßes Plus an diesem Buch: die Geschichte ist so lebhaft geschildert, mit gut gewählten, aber überschaubaren Schauplätzen, liebevollen Nebenfiguren und stimmigen Dialogen, dass sich der innere Film im Kopf von ganz alleine anstellt. Fehlt nur noch das Popcorn. Und zu guter Letzt muss ich einfach noch die Textzeilen aus verschiedenen Songs erwähnen, die jedes Kapitel eröffnen, und die mir unglaublich gut gefallen haben.

Fazit:
Kopfkino allererster Güte! Eine wunderbar sympathische und romantische Geschichte, die aber auch die Schattenseiten und Probleme des Lebens nicht unberührt lässt. Ich habe mit Layken mitgefühlt und mitgelitten, habe (sinnbildlich) an den Fingernägeln gekaut, wie das ganze Fiasko ihrer gemeinsamen Geschichte noch ein gutes Ende finden kann - und habe das Buch letztlich mit einem dicken Lächeln auf den Lippen zusammengeklappt. Ganz großartige volle Punktzahl!

Ein herzliches Dankeschön an den dtv für den Gewinn!

Sonntag, 20. Oktober 2013

Ganz fiese Sache ...

... aber ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die das Problem hat.


Samstag, 19. Oktober 2013

Jaaa, sie lebt noch...

Uiuiui, ich tippe gerade einhändig. Das ist prinzipiell nicht zu empfehlen. Viel zu langsam. Lässt sich aber gerade nicht vermeiden, weil ich ein Eis in der linken Hand halte. Nicht, weil es heute so unglaublich warm wäre. (Obwohl... tendenziell ja schon im Vergleich zu den letzten Tagen.) Nee, das Problem ist viel profaner: der Tiefkühlschrank ist total voll und das Eis passt nicht mehr rein. Ess ich´s also halt gleich... :D

So. Kommen wir aber mal zurück zur Überschrift: ich bin noch da! Mich gibt es noch, und auch noch in der Bloggerwelt. Ich weiß, zur Zeit könnte man anderes denken, weil es hier auf der Seite nicht allzu oft neues gibt. Und ich kann den Blog ja auch nicht nur mit Beiträgen über Neuzugänge füttern.
Aber ich bin noch da, ich komme nur zu nichts. Zumindest zu nichts, das schön ist und Spaß macht. Ich erspare euch die Einblicke in meinen langweiligen Alltag und mein Rumgejammere über ... ach naja, wie gesagt, ich lasse es. (Das Eis ist jetzt übrigens alle. Ich komm mit dem Tippen gleich viel besser voran :D )

In den freien Minuten, die ich zur Zeit habe, greife ich nur ab und zu zu einem Buch, weil ich mit den Gedanken meistens eher weg bin. Aber ich habe mich in den letzten Tagen beispielsweise noch einmal durch "Sturz in die Zeit" von Julie Cross, dem ersten Teil ihrer Zeitreisebücher, gelesen. Oder sollte ich eher sagen, gekämpft, denn ich empfand dieses zweite erneute Lesen alles andere als erfreulich und angenehm. Ich weiß noch, dass mir das Buch beim ersten Lesen eigentlich recht gut gefiel, und die Grundidee passte auch dieses Mal wieder. Allerdings bin ich hier nach einigen Dutzend Seiten schon nicht mehr durchgestiegen durch die ganzen Zeitsprünge von Jackson, mal Halb-, mal ganze Sprünge, mal diese Homebase, mal jene - Gott, war das verwirrend! Ich hab echt nicht mehr durchgeblickt und zum Ende des Buches habe ich mich nur noch gefragt, WARUM Jackson eigentlich so fröhlich ständig vor sich in der Zeit hin- und herspringt. Der Grund dafür leuchtete mir nicht mehr ein, ebenso wie die Motive von den Guten und den Bösen - und wer ist hier eigentlich der Gute und der Böse?! Ich wollte mit diesem Re-Read mein Gedächtnis wieder auffrischen, damit ich direkt in den zweiten Teil der Reihe, "Feinde der Zeit", starten kann - aber jetzt bin ich so durcheinander im Kopf; ich weiß gar nicht, ob das eine gute Idee ist...

Ausgelesen habe ich ebenso "Stella Menzel und der goldene Faden", das neue Buch von Holly-Jane Rahlens. Sie hatte mich gefragt, ob ich das Buch lesen und vorstellen möchte - was ich natürlich sehr gern mache. Das Buch hat mir auch gut gefallen, wenn es auch eher ein Kinderbuch ist; in den nächsten Tagen werde ich euch dann ein wenig darüber erzählen.
In den letzten Tagen habe ich auch - nachdem ich es beim Lesemarathon vom 3.10. angefangen hatte - "Vango - Zwischen Himmel und Erde" ausgelesen. Und was soll ich sagen: ich bin verliebt! 
Total verliebt in diese Geschichte! Da ist einfach alles drin, was ich mir in einem Buch wünsche; und ich hatte beim Lesen ständig abwechselnd ein Grinsen im Gesicht oder ein Kribbeln im Bauch. Beste Anzeichen dafür, hier ein neues Lieblingsbuch in den Händen zu halten! Beizeiten werde ich auch dazu noch etwas aufschreiben und euch vorstellen. Die Fortsetzung liegt schon bereit - ich muss nur die Zeit dafür finden...

Am Montag dieser Woche habe ich schließlich auch noch ein neues Buch angefangen zu lesen, das ich beim dtv gewonnen habe: "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover. Schon nach wenigen Seiten hat es mich total mitgerissen. Ich weiß, dass die Inhaltsangabe wie ein typisches Jugendbuch nach Schema F klingt - aber ich kann bisher (bin über die Hälfte) erfreut feststellen, dass es das nicht ist. Die Liebesstory hier drin ist irgendwie besonders, anders; vor allem aber ist sie unglaublich gut in Worte eingefangen. Die Gedanken und Gefühle von Layken sind so echt wiedergegeben - ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, alles wirklich mitzuerleben und Laykens Gefühle für Will in null komma nichts nicht nur nachempfinden, sondern glatt selbst erleben zu können. Ich knabbere mir gerade schon fast selbst an den Fingernägeln, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, was mit den beiden noch passiert, ob ... - OB SIE SICH KRIEGEN!!! *schluchz* - hach jaaaa... Ich lese dann mal direkt weiter. Euch ein schönes Wochenende!

Montag, 14. Oktober 2013

Auch noch gelesen...

In aller Kürze:

Kimberley Wilkins "Das Haus am Leuchtturm"
Perfekte Urlaubslektüre. Die Geschichte dreier Frauen über mehrere Jahrzehnte hinweg, und alle drei Leben sind irgendwie miteinander verbunden. Das erinnert ein wenig an das Vorgängerbuch der Autorin ("Der Wind der Erinnerung"), und tatsächlich werden einige Parallelen zwischen beiden Handlungen sichtbar. Dennoch hat mir dieses neue Buch besser gefallen, weil es mir glaubwürdiger erschien, spannender und einfach abwechslungsreicher in der Handlung und dem Auflaufen der Figuren. Auch hier geht es wieder um Schicksal, Familienbande, Herzschmerz und Tragödien, Liebe und Rückschläge und um starke Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen und letztlich alle auf irgendeine Art und Weise ihr Happy End bekommen. Dabei rutscht der Plot hier aber nicht ins übermäßig Kitschige oder Rührige ab, sondern bleibt auf dem Boden der Tatsachen. Wieder bleibt die Autorin Wilkins Australien treu und siedelt ihre Geschichte dort an der sturmgepeitschten Küste an, was - wie schon gesagt - gerade im Urlaub das richtige Feeling gibt. Ein richtiges Buch zum Wegschmökern, das mir sehr gut gefallen hat.

Siobhan Curham "Lieber Dylan"
Das ist eine wirklich nette kleine Geschichte - wenn man sich nicht davon abschrecken lässt, dass das komplette Buch in Email-Form geschrieben ist. Georgie hat die Nase voll von ihrem miesen Teenager-Leben mit ihrem Stiefvater, der ihr nichts erlaubt und sie triezt, mit ihrem langweiligen Schulalltag und ihrem großen - scheinbar aussichtslosen - Wunsch, am Theater-Workshop teilnehmen zu dürfen. Kurzerhand schreibt sie ihre Sorgen ihrem Schwarm, dem Schauspieler Dylan Curtland, in einer Email - und bekommt tatsächlich Antwort! Diese Antworten gestalten sich zwar bald anders als gedacht, aber fortan entspinnt sich eine Email-Bekanntschaft der ganz besonderen Art. Georgie erwarten Monate voller Überraschungen, Niederschläge und kleiner und großer Erfolge.
Ich hab das Buch eigentlich ganz gern gelesen, komme aber nicht umhin festzustellen, dass mir a) die Handlung zu unausgewogen war - erst passiert lange Zeit nicht viel, dann zum Ende hin auf einmal eine ganze Menge in komprimierter Form; und b) das Ende als solches mir einen Tick zu Friede-Freude-Eierkuchen-mäßig und daher leider nicht unbedingt glaubwürdig erschien. Wer über solche Nichtigkeiten (^^) hinweg sehen kann, kann sich ruhig auf diese charmante kleine Geschichte einlassen und Georgie beim Erwachsenwerden zuschauen. Denn diese Entwicklung vom naiven Teeniemädchen, das ihren Schauspieler auf einem Poster anhimmelt, hin zum vernünftigen und verantwortungsbewussten Mädchen kurz vorm Schulabschluss ist die Autorin durchaus nachvollziehbar angegangen.

Rainer Wekwerth "Das Labyrinth jagt dich"
***Band 2 einer Reihe!***
Ich bin so froh, dass ich diese Reihe angefangen habe zu lesen. Sowas spannendes lese ich wirklich nicht alle Tage und der Begriff "Atemlose Spannung", der bei Büchern ja ganz gern mal fallen gelassen wird, ist hier überhaupt nicht vermessen. Auch dieser zweite Teil entpuppte sich schon nach wenigen Seiten als echter Pageturner, den ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Im Laufe der Handlung geht leider eine meiner Lieblingsfiguren auf dem Weg verloren, was ich wirklich schade fand - aber das ist das Spiel, darum geht es ja. (Und vielleicht lässt Herr Wekwerth am Ende ja alle irgendwie wieder auftauchen, das fänd ich ziemlich nett :) ). So unglaublich spannend und ideenreich gestaltet sich die Geschichte, auch wenn die Handlung hier zunehmend merkwürdige Wendungen annimmt. So ganz nachvollziehbar (und vor allem vorstellbar) ist das ganze Szenario und die Ausdauer der Teilnehmer schon längst nicht mehr - aber das ist letztlich wohl Sinn der Sache. Die einzelnen Figuren im Buch wissen nicht, wo sie sind, was sie machen und was noch auf sie zukommt - und der Leser weiß es ebenso wenig. Auch wenn ich sagen muss, dass ich so langsam eine kleine Ahnung davon bekomme, wie das Ganze enden und sich auflösen könnte. Zumindest eine Idee, was hinter allem steckt, habe ich mittlerweile; aber es kann genauso gut sein, dass ich völlig daneben liege und die Leser am Ende ein ganz großer Knall erwartet. Ich bin nur allzu gern bereit, mich überraschen zu lassen! Band 2 endet jedenfalls schon mal mit einem echt fiesen Cliffhanger, der zumindest mir wirkliche Gänsehaut beschert hat...

Samstag, 12. Oktober 2013

In my mailbox + gratis für euch! ...

Ächhzz. Eine Woche zum Weglaufen, also mal ehrlich. Herzklopf-Momente, Überraschungen, Rückschläge, Stress, Jubel-Momente und Niedergeschlagenheit - da war alles dabei.
Ich bin nicht zum Lesen gekommen, nicht zum Schreiben; ich hab in dieser Woche noch nicht mal ein Buch wirklich angucken können, so von außen ... und so ... *augenverdreh*
Bis Donnerstag habe ich auch noch überlegt, ob ich ganz spontan am Freitag nachmittag nach Frankfurt zur Buchmesse fahre und dort dann am Samstag mal drüberschlendere (Anmerkung: "schlendern" auf einer Buchmesse ist gleichbedeutend mit "sich mit Ellenbogen und notfalls Schubsen durchdrängeln und dann trotzdem nicht bis nach vorn an die Stände gelangen"...). Aber dieser Kurztrip wäre wohl recht kostspielig geworden, daher habe ich es dann gelassen. So kann ich den Regennachmittag heute dazu nutzen, mich meinen Büchern zu widmen, den angefangenen und den neuen - Lesestoff gibt´s genug.
Neu erschienen ist "Die wundersame Geschichte der Faye Archer" von Christoph Marzi. Mit Herrn Marzi ist das so eine Sache. Ich habe mittlerweile, öhm, ich glaube 3 Bücher von ihm gelesen, und eigentlich haben mir von der Grundidee alle gefallen. Vor allem aber der Schreibstil ist mehr als außergewöhnlich, weil ich selten jemanden so dichterisch und bildhaft schreibend gelesen habe. Gleichzeitig kommt genau aus diesem Grund bei den Marzi-Büchern für mich an irgendeiner Stelle so ein Punkt, wo es mir zuviel wird und mir die Erzählart genau deswegen zunehmend auf den Keks geht. Irgendwie versprechen die Bücher von ihm zunächst immer etwas mehr, als sie tatsächlich halten können, das ist zumindest mein Fazit. Aber auf dieses neue Buch von ihm war ich dennoch sehr gespannt, nicht zuletzt, weil es mir in diesem Jahr irgendwie ein wenig aus der Seele spricht. Wird also definitiv gelesen!

Christoph Marzi "Die wundersame Geschichte der Faye Archer"
»Geschichten sind wie Melodien!« Mit diesen Worten verzaubert Alex Hobdon die junge Buchhändlerin Faye Archer vom ersten Augenblick an. Als er sein Skizzenbuch in ihrem Laden vergisst, tut Faye etwas völlig Untypisches: Sie schreibt Alex über Facebook an, und aus ein paar kurzen Chats entwickelt sich eine berührende Liebesgeschichte. Doch dann erfährt Faye, dass Alex ein Geheimnis verbirgt, das so unglaublich klingt, dass es eigentlich nur wahr sein kann, und Faye muss sich entscheiden, ob ihre Liebe zu Alex stark genug ist, dieses Geheimnis zu teilen ...

*****
Außerdem habe ich beim dtv ein Buch gewonnen, nämlich "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover, welches erst im November erscheint. Aber es gab für mich nicht nur das Buch, sondern auch fünf XXL-Leseproben davon zum Verschenken. Möchte jemand eine haben? Falls ja, schreibt mir eine Email an i-am-bookish(at)web.de mit eurer Adresse (bitte nur Adressen in Deutschland!). Die ersten 5, die sich melden, bekommen eine zugeschickt. Die Betonung liegt hier übrigens wirklich auf XXL, denn die Leseprobe umfasst alleine 120 Seiten...

Colleen Hoover "Weil ich Layken liebe"
Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…


(Inhaltsangaben von amazon.de)

Montag, 7. Oktober 2013

"Die Puppenkönigin" - Holly Black

cbj Verlag, 2013
14,99 Euro

Handlung:
Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen - bis in alle Ewigkeit!
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Die Puppenkönigin" ist zwar für Kinder geschrieben, aber Erwachsene dürften daran ebenso Gefallen finden. Ich bin 28 und gehöre sicher nicht zur Zielgruppe, aber mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Das mag vor allem daran liegen, dass es weder ein typisches Kinder - noch ein typisches Jugendbuch ist. Poppy, Alice und Zach sind 12 und liegen mit ihrem Alter somit genau mittendrin. Und die Hürden und Tücken dieses schwierigen Alters hat Holly Black ganz wunderbar zu Papier gebracht, wie ich finde.
Mit 12 fangen die Probleme an. Irgendwie fühlt man sich zu alt, um noch mit Puppen und Autos zu spielen; gleichwohl hat man immer mal Momente, in denen es einen genau zu eben diesen geliebten Spielsachen zieht. Man denkt sich, man ist doch kein Kind mehr, aber so erwachsen möchte man dann doch noch nicht sein. Plötzlich sind die langjährigen Kindergartenfreunde nicht mehr nur einfach irgendwelche Spielkumpel, sondern - hey, das sind ja MÄDCHEN und JUNGEN! Plötzlich fangen Mädchen aus unerfindlichen Gründen an zu kichern. Plötzlich spielen Jungs lieber mit anderen Jungs Basketball anstatt mit dem selbstgebauten Piratenschiff. Zach und seine beiden langjährigen Sandkastenfreundinnen Alice und Poppy müssen feststellen, dass sich mit dem Erwachsenwerden soviel ändert, nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch die Ansprüche, die man selbst an sich und die die Außenwelt an einen stellt.
Dennoch lassen sich die 3 ein letztes Mal auf ein Abenteuer ein, so ein richtiges! Schuld daran ist die "Puppenkönigin", eine ziemlich alte und mitgenommene Puppe von Poppy, die offenbar mehr Leben in sich zu haben scheint, als zunächst geglaubt. Tatsächlich wird es hier an mancher Stelle ganz schön gruselig, nicht nur für Kinder, vielleicht sogar für manch einen Erwachsenen, der sich nie so recht mit der Vorstellung von "Chucky" anfreunden konnte. Die Ereignisse, die die 3 Freunde erleben und teilweise gar über sich ergehen lassen müssen, sind amüsant, spannend und an vielerlei Stellen eben sehr nachsichtig und sensibel dargestellt. Das hat mir sehr gut gefallen und ich hab Seite um Seite umgeschlagen, bis das Buch schließlich viel zu schnell vorbei war.
Klare Leseempfehlung für alle kleinen und großen Abenteuer-Liebende, die das Kind in sich noch nicht vergessen haben.


Sonntag, 6. Oktober 2013

In my mailbox...

Öärrggghhh, was ist das denn für ein Tag? Grau und Nieselregen und Nebel und igitt. Gleich wieder ins Bett zurückkrabbeln, das ist das Einzige, was da hilft :/
Naja, nicht wirklich. Stattdessen sitz ich hier schon wieder vorm Laptop, weil ich eigentlich (höhö) eine Handyhülle suche. Eine schöne. Ich hab nämlich ein neues Handy und kann das momentan noch gar nicht so nutzen, wie ich möchte, weil ich es nicht einfach so in meine Tasche feuern kann, wenn keine entsprechende Hülle drumherum ist. (Ich bin da etwas zwanghaft.) Kratzer und ähnliche fiese Sachen kann ich gar nicht leiden auf meinen elektronischen Gerätschaften. Also muss ich da mal schauen, aber was ich bisher erblickt habe, gefällt mir irgendwie so gar nicht. Wer möchte denn Glitzer auf seiner Handyhülle haben?! Oder Fische? Die amerikanische Flagge?! Und pink??? Hm?
Außerdem freue ich mich über das Lebenszeichen von Reni und habe mir gerade gedacht, dass der letzte "In my mailbox" Eintrag schon eine ganze Weile her ist, nämlich von Anfang September. Dazwischen gab es den Urlaub und es war auch nicht sooo viel los, aber ein paar Bücher sind dennoch bei mir eingezogen. U.a. habe ich beim Egmont Lyx Verlag ein Buch gewonnen und die Autorin Holly-Jane Rahlens hat mich gefragt, ob ich ihr neues Buch lesen möchte. Nur zu gern! "Rage inside" von Jeyn Roberts und "Gone Girl" von Gillian Flynn waren ebenfalls neu dazugekommen, davon habe ich ja mittlerweile aber schon häufiger erzählt.

Neal Shusterman "Vollendet - Der Aufstand"

Du hast geglaubt, es ist vorbei?
Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:
Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.
Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.


-> zweiter Teil einer Buchreihe, daher ist die Inhaltsangabe so kryptisch :)

Holly-Jane Rahlens "Stella Menzel und der goldene Faden"
Stella liebt ihre Decke aus blauem Seidensatin, die sie von ihrer Ururgroßmutter geerbt hat – eine Decke, übersät mit Sternen und Schneeflocken aus Silberbrokat und mit einem goldenen Faden eingefasst. Auf jeden, der ihn besitzt, übt dieser Stoff eine magische Wirkung aus – denn seine Falten bergen die Kraft, die Geschichten seiner Besitzerinnen einzufangen: wundersame Geschichten vom alten Russland, vom Berlin der 20er Jahre, von der Flucht der jüdischen Familie nach New York und einem Neuanfang in Berlin. Dieses Erbstück begleitet Stella von der Wiege bis zum ersten Kuss. Und während der Stoff sich im Laufe der Zeit verwandelt und immer kleiner wird, wird auch Stella schließlich ein Teil seiner Geschichte.

Liselotte Roll "Bittere Sünde"
Ein Kleingärtner findet seinen Nachbarn grausam entstellt und ermordet in dessen Häuschen vor. Kommissar Magnus Kalo und seine Lebensgefährtin, die Psychologin Linn übernehmen den Fall. Die Vergangenheit des Mannes gibt erste Hinweise. Er soll einst in Argentinien ein Mädchen misshandelt und vergewaltigt haben. Sucht der Täter nach Rache? Je näher Kalo der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr für ihn und seine Familie.




Samstag, 5. Oktober 2013

Lesemarathon Fazit

Ha, und da war es dann schon Samstag. Gestern bin ich nicht dazu gekommen, aber so ein, zwei abschließende Sätze zum Donnerstag sollte es vielleicht doch noch geben.
Also: wie schon erwähnt, war das der erste "Lesemarathon", an dem ich sozusagen teilgenommen habe. Allerdings - Hand aufs Herz - wenn ich mal ehrlich sein soll, hab ich gar nicht so viel mehr gelesen als z.B. an einem anderen "normalen" freien Tag. Kurz: bloß weil Lesemarathon drauf stand, war nicht unbedingt Lesemarathon drin :)
Ich hab schon einiges gelesen, aber nicht im extremen Maße. Meine beschriebenen Kopfschmerzen waren tatsächlich nach einer Weile weg (Ha! Das klappt doch immer wieder...), aber ich habe mich den ganzen Tag viel zu sehr ablenken lassen von anderem Krams. (Oder Personen. Personen namens Bruder beispielsweise. Oder auch dem Internet. Das ist das Fatale am Lesemarathon: man möchte ja seine Fortschritte schon auf dem Blog festhalten; sobald man allerdings eingeloggt ist, dreht man doch automatisch eine Runde zu zig anderen Seiten. Oder, sagt doch mal, geht´s euch nicht genauso? Ich hab dann regelmäßig bei anderen Blogs vorbeigeschaut, war bei facebook, hab meine Emails gecheckt, musste eine spontan auftretende Song-Sehnsuchts-Attacke bei youtube stillen ... - und schwupps, war eine weitere Stunde vergangen. Irgendwie läuft das immer so *hmmpff*)

Nun ja. Gelesen habe ich also:
- "Lieber Dylan" von Siobhan Curham (ausgelesen)
- "Rage inside" von Jeyn Roberts (die letzten Seiten habe ich am Freitag gelesen)
- "Vango" von ... äh, irgendeinem Franzosen, dessen Namen mir gerade nicht einfällt und ich hab keine Lust aufzustehen und das Buch zu suchen. Ich könnte auch einfach bei amazon nachsehen, in der Zeit, in der ich das hier alles tippe (:D), aber warum einfach wenn´s auch kompliziert geht?! Hm, von dem Buch hab ich jedenfalls etwa ein Viertel gelesen.

Ja. Find ich eigentlich ganz gut, und vor allem haben mir alle Bücher gut gefallen. Da fiel mir das Lesen eh leicht. Das Rezensionen-Schreiben dagegen schon weniger, aber ich werde wohl dazu übergehen, anstatt langer ausgefeilter Texte lieber einfach ein paar Gedanken zu den Büchern aufzuschreiben, was mir beim Lesen wirklich durch den Kopf gegangen ist.
Lesemarathon - also eine nette Erfahrung, auch wenn sie sich gar nicht allzu sehr von meinem üblichen Leseverhalten unterschieden hat, zumindest an Tagen, an denen ich wirklich Zeit zum Lesen habe. Kann mir gut vorstellen, dass ich beim nächsten Mal wieder dabei bin. 

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Lesemarathon

23:30 Uhr
Ok, die letzte Etappe war jetzt gar nicht ergiebig bei mir. Ein paar Seiten in "Rage inside", aber das war´s dann, ich habe heute abend gar nicht mehr viel gelesen. Und jetzt fall ich gleich hundemüde ins Bett. Für ein langes und ausgiebiges Fazit habe ich daher jetzt auch keine wirkliche Lust mehr, das kommt dann ggf. morgen. Vielleicht beantworte ich dann auch noch ein paar der Fragen, die Neyasha so nett in die Runde gestellt hat.
Für heute sag ich Gute Nacht!

19:16 Uhr
Oh, schon so spät... Ich bin schon eine ganze Weile wieder drinnen; draußen ist es doch ganz schön kalt. Selbst in der Sonne kommt man dank des Windes unweigerlich ins Frösteln, finde ich. Aber nett war´s trotzdem draußen. Mittlerweile habe ich schon fleißig in "Vango" weitergelesen und bin wirklich sehr zufrieden mit dieser Auswahl. Bin sehr gespannt, was diese Geschichte noch alles bringen wird. Das Allerbeste ist übrigens: ich habe den zweiten Teil dieser Buchreihe schon hier zuhause liegen :D Hab ich mir irgendwann mal als Mängelexemplar billig zugelegt, nachdem Tine so davon geschwärmt hatte (also von Teil 1).
Zunächst werde ich mir für heute aber nochmal "Rage inside" schnappen und darin noch ein wenig weiterlesen. Jetzt ist es Abend, jetzt ist es schon fast dunkel - da stimmt die Atmosphäre für Weltuntergang wieder ein wenig mehr als heute Mittag ;) Vielleicht schaff ich das Buch auch heute noch, obwohl ich sicher nicht mehr den ganzen Abend lesen werde.

16:25 Uhr
"Vango" hat sich bisher als wirklich sehr gute Wahl herausgestellt. Ich mag das Buch total! Die Personen find ich toll, die Schauplätze, der Schreibstil. Auch die Art und Weise, wie ständig zwischen den Zeitperspektiven hin- und hergewechselt wird - manchmal nervt mich sowas, aber hier find ich es gut. Ich hab ein richtiges Kribbeln im Bauch beim Lesen :o
Allerdings hab ich gerade einen kleinen Durchhänger. Ich bin gerade so müde und ich kann mich gar nicht aufraffen, wieder zu einem Buch zu greifen. Dabei hab ich gar nicht mal sooo viel bisher gelesen, Lese-Müdigkeit kann´s also eher nicht sein. Außerdem lacht mich die Sonne gerade so durchs Fenster an; ich glaube, ich geh mal ne Weile mit meinem Hund raus und wir lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Mein Hund ist übrigens diese hübsche Dame hier...

14:10 Uhr
Wenn ich mich manchmal überhaupt nicht entscheiden kann, was ich als nächstes lesen möchte, greife ich mir die Bücher, die in die engere Auswahl kommen und lese in jedes rein. In jedem Buch lese ich hintereinander die ersten ca. 30 Seiten und schaue mal, wie es mir gefällt. Dann kommt das nächste dran, sofern ich nicht gleich völlig in einer Geschichte kleben bleibe. Und das Buch, das mir dann spontan am besten gefallen hat, wird gelesen.
So hab ich es auch heute gemacht. Vorhin habe ich folgende Bücher aus dem Regal genommen und bis eben in jedes hineingelesen:


Was kann ich als Fazit sagen?
Auf "Gone Girl" (bei dem ich schon ein Viertel des Buches gelesen habe) habe ich gerade keine Lust.
Leider musste ich feststellen, dass ich "Feinde der Zeit" nicht einfach so lesen kann, weil ich nur Bahnhof verstehe. Ich weiß gar nicht mehr, was im ersten Teil der Reihe alles passiert ist und vor allem: wie es geendet hat. Ich schätze, ich werde Teil 1 noch einmal komplett lesen, oder wenigstens überfliegen, bevor ich mir diesen zweiten Teil zu Gemüte führe. Denn das macht ja auch keinen Spaß, wenn man gar nicht mehr so richtig weiß, was in der Vorgeschichte alles passiert ist.
"99 Sommersprossen" scheint eine ganz wunderbare und recht amüsante Geschichte zu sein, über einen Mann mit leichten Anwandlungen von Zwangs- und Tickstörungen. Allerdings sehr verschwurbelt und nebensatz-lastig geschrieben, weshalb ich mich jetzt gerade auch nicht so wirklich damit anfreunden kann.
"Das Wispern der Gräber" ist ein weiteres Buch von Elisabeth Chandler, das dritte, das ich von ihr lese. Die Geschichten lassen sich echt schnell weglesen und sind an und für sich auch immer unterhaltsam. Leider immer etwas vorhersehbar - ich befürchte, ich habe jetzt nach 20 Seiten schon eine Ahnung, wie alles ausgehen könnte, aber nun gut. Vielleicht lese ich nachher darin weiter.
Der Sieger dieses spontanen Querlesens ist jedoch "Vango - Zwischen Himmel und Erde". Ich habe mich auf den ersten knapp 30 Seiten schon richtig in dieses Buch, in diese Schreibart, in die Figuren und die angedeuteten Abenteuer verliebt. Da bleibe ich jetzt dran. Tine hatte also mal wieder Recht, als sie meinte, das wäre ein fantastisches Buch.

12:51 Uhr
Mittagspause liegt hinter mir. Leider muss ich feststellen, dass ich irgendwie nicht so sehr in das Lesen reinkomme wie gedacht und gehofft. Es zieht sich und ständig kommt mir was dazwischen, was ich erstmal machen muss. Ich hab "Rage inside" weiter gelesen, bin auch schon im letzten Viertel des Buches. Es ist schon ganz schön - in Ermangelung eines anderen Wortes sag ich einfach - krass, wie bildhaft manche Schilderungen darin sind. Die Autorin ist da echt nicht zimperlich, wenn es darum geht, Blutlachen oder irgendwelche verstreuten Körperteile zu beschreiben *schluck* Das ist mir im ersten Teil, "Dark inside", schon aufgefallen, und jetzt hier in der Fortsetzung geht´s so weiter. Vor allem aber gibt einem das ganze Szenario wirklich zu denken, wie man selbst handeln und denken würde in so einer apokalyptischen Situation. Ich glaube, deswegen hänge ich auch noch so in dem Buch drin, obwohl ich sonst auf derartige blutige Berichte nicht so viel Wert lege...
Aber wahrscheinlich wechsele ich demnächst mal das Buch, damit ich heute auch noch was anderes erlebe als nur den beschriebenen Weltuntergang. Ich könnte "Gone Girl" weiterlesen, oder mal in "Feinde der Zeit", ebenfalls eine Fortsetzung, reinschnuppern. Ich stand eben schon vor meinen Regalen und konnte mich nicht entscheiden. Vielleicht entscheide ich mich gleich ganz impulsiv. Oder tippe mit geschlossenen Augen auf irgendein Buch :)

10:43 Uhr
Mein Bruder hat soeben einen Blick auf "Rage inside" geworfen und dann gesagt "Die Beschreibung deines Buches klingt ja auch ganz toll. Müssen wir uns Sorgen machen?" Hm, tja, naja gut, wenn man nicht weiß, worum es geht, und nicht weiß, dass das schon der zweite Teil der Reihe ist, dann kann man bei solchen Sätzen wie "Das Spiel ist aus. Die Zivilisation ist zerstört" ... "Hölle der eigenen Vergangenheit" ... "innere Dämonen" natürlich auf solche Gedanken kommen. Aber keine Sorge, bei mir ist noch alles in Ordnung, auch wenn ich sowas lese :D

9:38 Uhr
Guten Morgääähn!!
Einen schönen 3.Oktober und damit "Tag der Deutschen Einheit" wünsch ich euch. Nach einer - alljährlich zu dieser Zeit stattfindenden - kurzen Minute des Überlegens, was wäre, wenn es diesen Tag nicht gäbe (und was das für mich als DDR-Geborene heißen würde), starte ich diesen Lese-Laptop Tag :)
Leider mit Kopfschmerzen, und das ist nicht ideal. Ich hoffe nicht, dass es noch schlimmer wird. Mal sehen, ich hab schon die Erfahrung gemacht, wenn man einfach über die Kopfschmerzen hinaus arbeitet (also immer weiter arbeitet, liest, TV schaut etc.), dann sind sie irgendwann einfach weg. Klappt nicht immer und ist auch alles andere als gesund, aber heute wär´s eine gute Alternative zum sich-einfach-hinlegen-und-schlafen ;) 

Vorhin habe ich den Lesemarathon damit gestartet, noch liegenderweise im Bett die letzten Seiten von "Lieber Dylan" von Siobhan Curham zu lesen. Das Buch ist eigentlich ganz nett, wenn man sich nicht daran stört, dass es komplett in Email-Form gehalten ist. Georgie schreibt darin Emails an ihren großen Schwarm Dylan, einen Schauspieler, und klagt ihm ihr Leid, das in Jugendlichenproblemen und ihrem Stiefvater besteht. Sie bekommt auch tatsächlich Antwort, allerdings anders als gedacht... Hat mir eigentlich ganz gut gefallen, allerdings war das Ende für mich einen Tick Zuviel Friede Freude Eierkuchen. Irgendwie zuviel aufgetragen, und das Gleichgewicht aus Handlung und Action ist auch nicht so ganz ausgegoren, denn erst passiert ewig nichts und dann zum Schluss so wahnsinnig viel.

So. Jetzt brauch ich erstmal nen Kaffee oder Tee oder sowas. Als nächstes schnapp ich mir "Rage inside" von Jeyn Roberts, da bin ich schon auf Seite 157. Apokalypse und durchgedrehte Menschheit - wenn das nicht nach der richtigen Frühstückslektüre klingt...

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Ich marathonisiere...

... und zwar lesenderweise. Nach diesem durch und durch besch ... eidenen Mittwoch (Boah, war das ein Schittetag! Und er ist noch nicht vorbei :/ ) könnte ich glatt mal irgendwen umarmen, dass morgen Feiertag und damit frei ist. Diverse Buchblogger sind sich einig, dass dieser Tag wie geschaffen dafür ist, sich irgendwohin mit einem Buch zu verkrümeln und den Tag einfach Tag sein zu lassen. 
Und ich mach mit.
Ich hab noch nie an einem Lesemarathon teilgenommen, mir fehlte dafür immer die Zeit, die Lust und die Motivation ... - und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass ich mir morgen die volle 24h-Dröhnung geben werde. Immerhin muss ich Freitag nochmal arbeiten, Nachtdurchlesen ist also schonmal nicht drin. Aber Neyasha hatte die Idee und hat nach Gleichgesinnten gesucht. Also schließe ich mich an und setze mir das Ziel, morgen so viel wie möglich zu lesen und hier auf dem Blog (und bei den anderen Lesenden) ein bisschen darüber zu schreiben. Neyashas ehrgeizig gesetztes Ziel,  AB 8 UHR zu lesen (o.O!!!), werde ich allerdings auch einfach mal ... nun ja ... überlesen. Ich glaube, ich schlaf an dem Feiertag lieber ne Stunde länger.
Falls ihr auch mitmachen möchtet oder noch weitere Infos haben wollt: HIER

Was ich lesen werde? Pfffuhhhh, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich einfach das, wonach mir gerade ist. Und dann so querbeet durch die Regale ;)

Na dann: viel Spaß uns Lesenden! 
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