Samstag, 31. August 2013

Von Gargoyles, Hogwarts Speisesaal und britischen Buchläden

Hallo ihr! Seit Mittwoch bin ich wieder im Lande nach einem ziemlich schönen und abwechslungsreichen Trip nach England. Dieses Mal habe ich neben London auch Oxford einen Besuch abgestattet, eine echt gemütliche kleine Stadt, die jedes Historiker-Kunst-Kultur-Herz höher schlagen lässt. Sehr schöne alte Gebäude, die meisten aus gotischer Zeit; viele kann man besichtigen, viele der Colleges in Oxford (ich glaube, es sind 39) jedoch leider nicht, wie ich feststellen musste. Da wollen die Studenten halt nicht gestört werden. Mir liefen an dem Tag meines Besuches jedoch gleich 3 Hochzeitspaare über den Weg, entweder auf dem Weg zum Ja-Wort oder schon wieder davon zurück. Das war ziemlich lustig. Ansonsten kann man viele der Sehenswürdigkeiten in Oxford auf einem ausgedehnten Spaziergang "abklappern" und besichtigen (gegen Eintritt natürlich, versteht sich...) - zum Glück, so hab ich innerhalb der paar Stunden gleich einiges zu sehen bekommen. Einen Besuch in Oxford kann ich jedem empfehlen, die Stadt ist wirklich schön.

Natürlich... musste ich in Oxford auch sogleich einen ganz wunderbaren Buchladen entdecken, nämlich Blackwell´s Bookshop . Ein sehr gemütlicher Laden, den es wohl schon seit 1879 gibt. Nach außen hin wirkt er eher klein, aber einmal eingetreten entspinnen sich mehrere Stockwerke, die vollgepackt sind mit sich gabelnden Wegen, und überall Bücherregale mit tausenden von Büchern an den Seiten - da kriegt man echt ein Auge. Ich bin selbstverständlich auch nicht mit leeren Händen wieder rausgegangen. Aber da ich auch noch im Waterstones in London total ohne Sinn und Verstand zugeschlagen habe, wird das ein extra Beitrag auf dem Blog, irgendwann in den nächsten Tagen.
Hier ein paar Impressionen von Oxford und Co.:



In der Christ Church wie auch in der Bodleian Library in Oxford wurden einige Szenen der Harry Potter Filme gedreht. So mögen einem manche Kreuzgänge, Deckenbalken oder auch eine Treppe z.B. aus "Harry Potter und der Stein der Weisen" bekannt vorkommen, als Harry und die anderen Erstklässler von Professor McGonagall begrüßt werden, wenn man durch die Christ Church schlendert. Vor allem aber diente die "Hall" der Christ Church als Vorlage für die Hogwarts Hall, den großen Speisesaal in Hogwarts. Auf dem Foto unten seht ihr links die "echte" Hall in Oxford, rechts die Halle aus den Filmen. Ich muss gestehen, als ich da drin stand, war ich ein wenig enttäuscht, oder nein, eher ernüchtert. Die Halle ist sehr klein und wirkt bei weitem nicht so pompös und beeindruckend wie in den Filmen, noch dazu darf man als Touri gerade mal für 2 Schritte eintreten, der Rest ist abgesperrt. Da haben sich die Filmleute und Kulissenhersteller also wirklich selbst übertroffen, um das im Film so großartig wirken zu lassen.


Lewis Carroll, der Autor von "Alice im Wunderland", hat in Oxford studiert, und die Tochter des Rektors, Alice, inspirierte ihn zu vielerlei Geschichten und ausgedachten Figuren, die er irgendwann niederschrieb. Auch die Alice-Thematik zieht sich quer durch Oxford, und es gibt beispielsweise einen extra Alice-Souvenir-Shop, der so überfüllt war, dass die Leute bis draußen standen und warteten.


Vor allem aber begegnet man in Oxford Gargoyles und diversen Steinfiguren und Wasserspeiern an so ziemlich jedem Gebäude. Damit schmückt sich die Stadt richtiggehend, auch wenn manch eine dieser Fratzen einem mit ihrem durchdringenden Blick fast ein wenig Angst machen kann.


Wer die Wahl hat, hat die Qual. Man kann sich offenbar aus so ziemlich allem ein Milkshake machen lassen. Das war übrigens nur die Tafel zu den Milkshakes, an diesem Stand auf dem Oxford Covered Market gab es auch Smoothies...


Raubtierfütterung am Kensington Palace in London. Der (oder die?) war soo süß!! Und so zutraulich, der hat sich den Keks gleich selbst abgeholt. Oder er (sie) hatte einfach nur ziemlichen Hunger...


Zu Besuch bei den Royals. Sowohl den Buckingham Palace als auch den Kensington Palace von innen gesehen. (Dabei aber keine Royals erspäht.)


Hach ja. Keane. Die 4 sind im Kenwood Park beim Festival "Live by the lake" im Stadtteil Hampstead  Heath aufgetreten und ... es war so toll. Mein Keane-Herz hat definitiv höher geschlagen... 

Wäre das Kenwood House (das Konzert war direkt davor) nicht so zugebaut und zugestellt gewesen, hätt ich glatt ein Foto gemacht, denn das ist echt total schön da! So muss sich Elizabeth Bennett gefühlt haben, als sie Pemberley zum ersten Mal gesehen hat... ;) Hier mal ein Eindruck:

Quelle: hier


Und... ähm, ja. In einer Harry Potter Souvenir-Ecke bin ich darüber gestolpert, ich geb es jetzt und hier zu. Eigentlich bin ich nicht so ein Opfer und kaufe mir solchen Krams. Es gab da alles mögliche: z.B. den Elderstab, einen Goldenen Schnatz, Hedwig-Miniaturen usw. - also jede Menge Zeugs, das das Harry Potter-Herz höher schlagen lässt. Fand ich alles nicht so überlebenswichtig; als Muggel kann ich damit ja leider eh wenig anfangen. Aber dann blieb mein Blick an diesem Zeitumkehrer hängen, original dem Buch und Film nachempfunden, zum Umhängen und "die Zeit zurückdrehen", wenn man denn möchte. Das hab ich mir dann doch gegönnt. Leider muss ich feststellen, dass sich selbst nach diversem Probieren die Zeit nicht zurückdrehen lässt - und ich mich nicht nochmal zurück nach England schicken kann. Schade eigentlich ;)

Freitag, 23. August 2013

Freitagsgedanken: Britisches Flair...

... fehlt mir definitiv. Wird Zeit, dass ich mal wieder rauskomme. Deswegen:



Mach ich. Auf dem Plan stehen unter anderem ein Abstecher auf den Brick Lane Market (ohh ja!), ein erneuter Versuch, Little Venice zu finden (ist beim ersten Mal gescheitert und endete in einem trotzigen Rundgang durch den Regents Park), mindestens 1 Abstecher in ein Waterstones, ein Trip nach Oxford, ein Besuch im Buckingham Palace (diesmal von innen, nicht nur von außen), ein Konzert der wunderwunderbarsten Band der Welt, nämlich Keane, ..., und mal sehen, was noch so alles in dieser tollen Stadt wartet.

Ich bin dann mal weg. Wir lesen uns nächste Woche wieder :)

Donnerstag, 22. August 2013

"Das Geheimnis des Walfischknochens" - Tanja Heitmann

Blanvalet Verlag, 2013
19,99 Euro
 
Handlung:
Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, das sich erfüllt ...
Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können ... Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.
Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …
(Quelle: hier)
 
Meine Meinung:
"Das Geheimnis des Walfischknochens" ist wunderbare Sommer-Sonne-Strand-Schmökerlektüre. Wenn man nicht eh schon lesenderweise am Strand damit sitzt, wünscht man sich spätestens beim Lesen des Buches an einen Strand - am besten Nordseestrand -, um richtig in die Geschichte eintauchen zu können.
Schauplatz ist nämlich eine kleine sturmumtoste Halbinsel in der Nordsee namens Beekensiel. Dorthin reist Greta mit ihrem Großvater Arjen, um mit ihm gemeinsam auf Entdeckungstour in seine Vergangenheit zu gehen. Arjen ist auf dieser Insel aufgewachsen und erlebte als Kind zwei ganz wunderbare Sommer mit Ruben, einem dahergelaufenen Ausreißer ohne Zugehörigkeit. Langsam taucht Greta in die Geschichte ihres Großvaters ein, die er jedoch nur häppchenweise präsentiert. Man bleibt beim Lesen daher stets so schlau und neugierig wie Greta, auch wenn man unweigerlich beginnt, sich Gedanken zu machen, was da noch kommen mag. Diese hat zwischendrin genügend Zeit, die Bekanntschaft mit Mattes zu machen, einem Beekensiel-Insulaner mit rauem Charme und einer ebenso vertrackten Familiengeschichte wie Arjen.
Es liegt also einiges in der (Nordsee-) Luft, und ich wurde von den Geschehnissen einerseits im Jetzt, andererseits durch die Rückblicke in die Vergangenheit mitgerissen und bestens unterhalten. "Das Geheimnis des Walfischknochens" bietet interessante Figuren in einem abwechslungsreichen Handlungsrahmen, der nie langweilig wird. Für alle Freunde von Dreiecksbeziehungen, geheimnisvollen Familiengeschichten und Stories, die am Meer spielen, ein echtes Lesehighlight. Mir hat es - nicht nur als Sommerlektüre - sehr gut gefallen.

 
 

Sonntag, 18. August 2013

In my mailbox... Apropos Sommerschmöker

Hallo ihr.
Die letzten Tage habe ich krankgeschrieben zuhause verbracht, und da krankgeschrieben ja nicht leseunfähig bedeutet, bin ich selbstverständlich ordentlich zum Lesen gekommen. Gelesen habe ich nämlich "Das Geheimnis des Walfischknochens" von Tanja Heitmann, "5 Tage Liebe" von Adriana Popescu (als ebook), und "The Mortal Instruments: City of Bones" von Cassandra Clare habe ich nach einigen Jahren auch noch einmal verschlungen - weil ich die Story gern wieder ganz frisch im Kopf haben wollte, für den Fall, dass ich mir den Film im Kino anschaue (Wuhuu!! Diese Woche ist es soweit!!!). Dieses große "falls", das ihr hier vielleicht raushört -lest, liegt daran, dass ich nach diesem erneuten Lesen des Buches (jetzt erst recht!) das Gefühl hab, die Verfilmung kann da nicht mithalten. Und mein größtes Problem ist und bleibt Jamie Campbell Bower als Jace. Der macht in meinen Augen alles kaputt.
Aber egal. Die Verfilmung ist ein extra Thema, das diese Woche noch einmal zur Sprache kommen wird *zwinker zwinker zwinker* Es wird was zu gewinnen geben, also schaut einfach wieder vorbei.

Eigentliches Thema: Neuzugänge. Alle 3 der "echten" Bücher, die nun folgen, sind Rezensionsexemplare, 2 davon habe ich zudem ungefragt zugeschickt bekommen - was mich dann letztlich aber doch umso mehr freut. Jetzt hab ich hier einige richtige "Sommer-Sonne-Strandliege-Schmöker" liegen, die man am besten in den Koffer für den Sommerurlaub packen sollte - aber mein Sommerurlaub ist noch nicht in Sicht. In die Bücher reinlesen werde ich dennoch schon einmal beizeiten.



Kimberley Wilkins "Das Haus am Leuchtturm"
Australien 1901: Isabella Winterbourne überlebt als Einzige ein Schiffsunglück vor der Küste Australiens. Sie beginnt ein neues Leben unter falschem Namen. Nur der Leuchtturmwärter Matthew weiß davon und kennt das kostbare Schmuckstück, das sie bei sich trägt – doch er schweigt, aus Liebe.

London 2011: Nach dem Tod ihres langjährigen Geliebten Mark Winterbourne zieht sich Elizabeth voller Trauer in ein Cottage in ihrer Heimat Australien zurück. Dort stößt sie auf mysteriöse Hinweise über den Verbleib eines legendären Schmuckstücks, das angeblich beim Untergang eines Passagierschiffs verloren ging. Fasziniert entdeckt sie das Geheimnis der Familie Winterbourne.


-> Habe ich völlig überraschend vom Knaur Verlag zugeschickt bekommen. Vielen vielen Dank, Frau Kessler! :)


Juliet Nicolson "Als Mrs. Simpson den König stahl"
England, 1936. Für die 19-jährige May Thomas beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Gerade aus Barbados nach England gekommen, tritt sie eine Stelle als Chauffeurin bei Sir Philip Blunt an. Mit ihrer offenen, liebenswürdigen Art findet sie bei den Blunts schnell ein neues Zuhause. Und in dem politisch und sozial engagierten Oxfordstudenten Julian einen Freund, für den sie schon bald mehr empfindet, als ihr erlaubt ist. Zur selben Zeit hält Evangeline Nettlefold Einzug bei den Blunts. May schließt Freundschaft mit der lebenslustigen Amerikanerin, die mit ihrer impulsiven Art die britische Reserviertheit durcheinanderwirbelt. Doch Evangeline sorgt für etwas mehr Aufregung, als allen lieb ist. Denn sie steht in engem Kontakt mit Wallis Simpson, deren heimliche Affäre mit dem König nicht nur die Skandalpresse in Alarmbereitschaft versetzt. Nach und nach taucht May immer tiefer ein in die Verstrickungen der gehobenen britischen Gesellschaft und hat bald nicht mehr nur mit ihrem Gefühlschaos zu kämpfen …

-> Gab es bei Blogg dein Buch. Leider habe ich mittlerweile schon bei manchen Stellen gelesen und gehört, dass das Buch mitunter recht zäh und spannungsarm sein soll. Ich geh dennoch unvoreingenommen ans Lesen, hab ich mir vorgenommen - auch wenn mir bei den vielen Personen in der Inhaltsangabe jetzt schon der Kopf schwirrt.


Darcie Chan "Sehnsucht nach Mill River"
Seit Jahren lebt Mary zurückgezogen auf ihrem großzügigen Anwesen oberhalb von Mill River. Nur Priester Michael besucht sie und erzählt ihr vom Leben in der quirligen Stadt: Von dem verwitweten Polizisten, der mit seiner kleinen Tochter aus der Großstadt geflüchtet ist, von der habgierigen Krankenschwester, die ihre Familie mühselig über Wasser hält, und von der ungewöhnlichen Daisy, die in ihrem Wohnwagen geheimnisvolle Kräutertees braut. Niemand ahnt, welches Leid Mary erlebt hat. Als sie tödlich erkrankt, stellt sie sich endlich ihrer alten Schuld. Und sie beginnt mit der Suche nach ihrer Tochter.

-> Gab es von buecher.de. Seht euch nur mal diesen tollen Seitenschnitt an!

Sandra Regnier "Das geheime Vermächtnis des Pan"

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als er könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will …

-> Seit ein paar Tagen gibt es den impress Verlag, ein neues Label des Carlsen Verlags. impress ist gleich mit einigen höchst interessant klingenden ebooks aus dem Bereich "Romantasy" und "Paranormal Romance" gestartet (übrigens bin ich kein Freund dieser englisch-betitelten Schubladen, aber naja...), und ich hab mich fürs erste für dieses entschieden. Schaut am besten mal selbst vorbei unter www.carlsen.de/impress

Mittwoch, 14. August 2013

"Erika Mustermann" - Robert Löhr

Piper Verlag, 2013
16,99 Euro

Handlung:
Friederike (Grüne) verabscheut die Piraten: Raubkopierer, Rollenspieler und Einzelgänger, die sich den Teufel um die Umwelt scheren, solange das Netz nur frei bleibt. Also startet sie einen Feldzug gegen die Piratenpartei. Ihr erstes Opfer: Volker Plauschenat, der harmloseste der 15 Berliner Abgeordneten. Aber je tiefer Friederike in dessen Keller nach Leichen buddelt, desto mehr lernt sie das piratische Paralleluniversum schätzen. Und als sie erst ihr Herz an einen dieser Freaks verliert, wird es verdammt schwer, wieder von Bord zu gehen …
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Ein Geständnis: ich hab nicht viel Ahnung von Politik. Und noch viel weniger Interesse daran. 
Das Buch "Erika Mustermann" von Robert Löhr, das nun ausschließlich in der deutschen Parteienlandschaft spielt, gehört damit eigentlich nicht unbedingt zu den Romanen, zu denen ich normalerweise greife. Ich hab es dennoch getan und es auch nicht bereut. Zwar führt die Geschichte, die sich einem hier vor der Nase entwickelt, nicht unbedingt dazu, selbst Interesse an einer Parteizugehörigkeit zu entwickeln, sich selbst derart engagieren und verwirklichen zu wollen, selbst ein Grüner oder ein Pirat werden zu wollen - eher im Gegenteil. Denn das Bild, das Herr Löhr hier vom Abgeordnetenalltag malt, schreckt doch eher ab: Sticheleien, Mobbing, Anfeindungen, Abgeordnete, die sich gegenseitig dissen, stets auf der Suche nach dem nächsten Skandal, um dem anderen ("dem von der anderen Partei!") eins reinwürgen und sich die nächste Schlagzeile in der BILD sichern zu können. Wenn dieses Bild auch nur ansatzweise der Realität in Berlin entspricht, dann weiß ich jetzt, warum manche Debatten um nichts so lange dauern.
In dieses Tohuwabohu wirft Herr Löhr nun also Friederike, eine alleinerziehende "Öko"-Fanatistin, die das Grün ihrer Partei jeden Tag voll auslebt. Sie möchte die Piraten - ihr persönlicher Dorn im Auge - gern von innen infiltrieren und auflaufen lassen. Das Unterfangen beginnt auch ganz vielversprechend, allerdings entwickelt sie dann zuerst Zuneigung zu den piratischen Parteigenossen, zu einem davon ganz besonders, und lernt schließlich ihr Angriffsziel Nr. 1, Volker Plauschenat, besser kennen, als sie je wollte. Und dann passiert es: sie kann nicht mehr ohne Weiteres gegen die Piraten hetzen, denn so ganz am falschen Fleck scheinen diese Freigeister das Herz gar nicht zu haben...
Mir hat "Erika Mustermann" prinzipiell gut gefallen, weil Robert Löhr es schafft, die Inhalte, Wesensarten und Macken der beiden Parteien, um die es hier geht, darzustellen, ohne dabei einen belehrenden Zeigefinger zu erheben - oder sich gar zu positionieren. Friederike und ihre Abgedrehtheit, wenn es um Politik geht, war mir hier genauso (un)sympathisch wie Volker Plauschenat, der Steampunk-Conventions abhält und irgendwie viel zu nett für die Politik wirkt. Ich war schon gespannt, wie sich das Ganze auflösen wird, nicht zuletzt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass der Autor hier bewusst eine Partei gewinnen lassen wird. Also bin ich auch trotz gefühlter Längen in der Mitte der Geschichte drangeblieben und habe Volker und Friederike beim Schlagabtausch begleitet. Das Ende, das Herr Löhr hier für sich gefunden hat, hat mich dann ziemlich überrascht - unerwartet, etwas unfassbar, aber trotzdem eine Möglichkeit.

Fazit:
"Erika Mustermann" ist durchaus lesenswert für alle, die Interesse an der Politik im Allgemeinen und Parteien im Speziellen haben - und für alle anderen auch. Durch Wortwitz und sehr genaue Beobachtungsgabe des Autoren erlebt man einige sehr amüsante Erlebnisse beim Lesen, und man schafft es, sowohl die Grünen als auch die Piraten irgendwie ins Herz zu schließen.


Ein herzliches Dankeschön an den Piper Verlag für das Leseexemplar!

Montag, 12. August 2013

Gewonnen!!!

So Mädels - und das kann ich guten Gewissens und jegliche Geschlechterverteilung außer Acht lassend so sagen, denn es haben in der Tat nur Mädels teilgenommen! - hier das Ergebnis meiner kleinen spontanen Verlosung in der letzten Woche anlässlich 555 geschriebener Posts.

2 Bücher gab es zu gewinnen, die allgemeine Beteiligung war jetzt nicht so der Renner, aber wurscht, was soll´s. Umso besser für diejenigen, die gewonnen haben. Und das wären ...


(*trommelwirbel*)



"Lost Girl" geht an 
Kirsten !!!




"Liberty Bell" geht an 
Caro !!!


Mädels, herzlichen Glückwunsch! Schreibt mir doch bitte eure Adressen an i-am-bookish(at)web.de, dann schicke ich die Bücher so schnell wie möglich los. Da ich seid gestern jedoch ein wenig gehandicapt bin und gewissermaßen "gehirnerschüttert" zuhause sitze, kann es einen Tick länger dauern, bis ich es die Tage mal zur Post schaffe, das als Hinweis also vorneweg. 

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Noch eine Frage hinterher, die mit der Verlosung so gar nichts zu tun hat. Ich bin demnächst für ein paar Tage in London und stehe gerade vor der Frage: was alles unternehmen? Meine Schwester und ich würden eigentlich ganz gern mal in ein Theater schauen und uns eine Originalvorstellung ansehen. Wie es der Zufall will, spielt zur Zeit Daniel Radcliffe (aka der Harry Potter- Darsteller, für alle Unwissenden) in einem Theaterstück namens "The Cripple of Inishmaan" die Hauptrolle - und wir könnten uns das Stück ansehen. Ich muss gestehen, inhaltlich reißt mich die Inhaltsangabe des Stücks nicht so sehr vom Hocker, allerdings soll es sehr lustig und fantastisch gespielt sein - nicht zuletzt von Herrn Radcliffe selbst. Nun die große Frage: Tickets für 70 Pfund kaufen oder nicht? Das ist ein Hammerpreis, dafür, dass ich weder das Stück kenne, noch riesiger Daniel Radcliffe-Fan bin. Andererseits... wann hat man schonmal SO EINE Gelegenheit?! Mal so in live ... würd ich ihn natürlich schon sehen wollen... 

Sonntag, 11. August 2013

Letzte Chance...

... für diejenigen, die Interesse an 

a) "Lost Girl" von Sangu Mandanna
oder
b) "Liberty Bell" von Johanna Rosen 

haben (siehe HIER). Schreibt mir bis heute Abend einen Kommentar oder eine Email an i-am-bookish(at)web.de, dann wird morgen ausgelost.

Freitag, 9. August 2013

Gratis: "Wir zwei sind du und ich" als ebook

Zum Internationalen Tag der Jugend bietet der PepperBooks Verlag bis zum 12.08. das Buch "Wir zwei sind du und ich" von Diana Raufelder als kostenloses ebook zum Download an, um - so der Verlag - "damit einen symbolischen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Thema Erwachsenwerden" zu leisten.
Sehr schöne Idee, wie ich finde. Mir hat die Geschichte von Ri und Ben sehr gut gefallen, wie man HIER noch einmal nachlesen kann. Ihr solltet zuschlagen! :)
Das ebook gibt´s u.a. bei amazon, thalia und buch.ch.

Donnerstag, 8. August 2013

"Verlieb dich nie in einen Vargas" - Sarah Ockler

cbt, 2013
16,99 Euro
 
Handlung:
Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?
(Quelle: hier)
 
 
Meine Meinung:
"Verlieb dich nie in einen Vargas" könnte man fälschlicherweise für einen vorhersehbaren seichten Teenie-Liebesroman halten, wozu Kurzbeschreibung, Titel und Cover ja auch mehr als einladen. Tatsächlich versteckt sich hinter diesen Oberflächlichkeiten aber eine wirklich zu Herzen gehende Geschichte, die auch die ernsten Töne des Lebens nicht scheut anzusprechen, sondern offen thematisiert.
Jude lebt als einziges Hernandez-Kind noch daheim, in ihrem letzten Sommer, bevor es ans College gehen soll. Ihre Schwestern sind längst ausgezogen und in alle Winde verstreut. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Der Grund dafür: die Diagnose früh beginnender Alzheimer, die ihrem Vater gestellt wurde, und die seitdem wie ein Gespenst durchs Haus jagt. Denn tatsächlich beginnt sich Judes Vater zu verändern; Vergesslichkeit, Wesensveränderungen, Aussetzer und ein gedankliches Leben in der Vergangenheit sind die Kernpunkte dieser heimtückischen Krankheit, die zunehmend die ganze Familie Hernandez tangiert. Jude spielt in diesem Sommer gewissermaßen Kindermädchen für ihren Vater; einerseits hilflos und deprimiert, dennoch stets optimistisch, dass sich alles bessern wird, wenn die Erinnerungen ihres Vaters durch schöne Momente nur irgendwie aufrecht erhalten werden können. Nicht zuletzt dadurch setzt sie ihr ganzes Vertrauen in die Fähigkeiten von Emilio Vargas, der sich anbietet, das alte Motorrad ihres Vaters wieder zum Leben zu erwecken. Ausgerechnet ein Vargas, dessen Brüder schon so viel Leid und Tränen in die Familie Hernandez gebracht haben. Und es kommt, wie es kommen muss: auch Jude ist gegen den Charme der Vargas´ nicht gewappnet...
Ich sage es mal folgendermaßen: Die Autorin schreibt hier von keinem Wunder, und das hat mir gefallen. Man braucht beim Lesen nicht damit zu rechnen, dass am Ende ein Happy End für alle Familienmitglieder steht und sich wundersamerweise alles zum Guten wendet. So ist Alzheimer nicht, und ich finde es schön, dass Sarah Ockler das nicht verschweigt. Sondern in einer leichten Art versucht, das Thema dennoch wahrheitsgetreu auf den Tisch zu bringen, nicht zu beschönigen, nicht zu illusionieren. Gewissermaßen kriegt Jude letztlich ihr Happy End, aber man wird als Leser nicht so verklärt sitzengelassen, sich einzubilden, das ginge auf ewig so weiter.
Stattdessen erlebt Jude in vielerlei Hinsicht einen unvergesslichen Sommer, der ihr die Augen öffnet in Bezug auf so viele Dinge: Freundschaft, Lebensträume, Zukunft, Verliebtsein. An letztem ist Emilio schuld, der ihr völlig den Kopf verdreht. Dass das ganze nicht ins Kitschige ausartet, fand ich sehr schön zu lesen, auch wenn der Funke zwischen beiden nicht bis zu mir übergesprungen ist. Das macht aber gar nichts, denn "Verlieb dich nie in einen Vargas" hat mir im Gesamtbild sehr gut gefallen. Kein Buch wie jedes andere, was man anhand des äußeren Erscheinungsbildes vielleicht vermuten würde.


Dienstag, 6. August 2013

WOAAAHAAAAA!!!

... dachte ich mir eben, als ich nichtsahnend das hier erblickte:




555 Posts, seit dieses Unterfangen namens Blog hier aus dem Nichts gestampft wurde. 555!!
Ich finde... das schreit nach:



und



Das dazugehörige 


geht an euch, denn wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass es immer irgendwen da draußen gibt, der mitliest und vielleicht auch kommentiert - dann hätt ich das Ganze wohl schon nach 25 Einträgen wieder aufgegeben.

So. Und wie feiern wir das am besten? Ich schmeiß einfach ein Buch in die Runde. Nein, zwei. Eins, das ich eh schon längst verlosen wollte, weil ich es - tadaaa! - doppelt habe. Rückblickend weiß ich zwar nicht mehr, wie das passieren konnte, und ich denke, ich hab auch ziemlich belämmert geschaut, als ich das gleiche Buch innerhalb weniger Tage zweimal ausgepackt habe ..., aber gut. Eure Chance also auf "Lost Girl - Im Schatten der Anderen" von Sangu Mandanna. Ich hab´s selbst noch nicht gelesen. Aber die meisten fanden es ganz toll, also glaube ich das einfach mal. (Hinweis: Das Buch ist als Mängelexemplar gekennzeichnet, ist de facto aber gar keins, weil es wunderbar tiptop in Ordnung aussieht. Das Buch ist neu und ungelesen. Einziges Manko: ein kleiner Einriss im Umschlag. Siehe Foto.) Und ich packe auch noch "Liberty Bell" von Johanna Rosen obendrauf. Das Buch habe ich 1x gelesen, es ist aber in nigelnagelneuem Zustand und sieht auch noch wie neu aus - ich gehe sehr pfleglich mit meinen Büchern um :)


Meldet euch einfach per Kommentar oder per Email bei i-am-bookish(at)web.de, wenn ihr Interesse an einem der Bücher habt. Ihr könnt euch gern auch für beide anmelden, gewinnen kann man aber nur eins. Ich schicke das Buch gern überall hin, also kann sich prinzipiell auch jeder melden. Da mir bei meinem letzten Buchversand nach Österreich aber fast die Augen rausgefallen sind ANGESICHTS DER PORTOKOSTEN (die fast höher waren als der Preis für das Buch), ... öhm ..., müsste derjenige die Differenz für eine Buchsendung ins Ausland dann bitte selbst tragen. Soll heißen, ich bezahle den Preis für eine Buchsendung innerhalb Deutschlands. Alles, was darüber hinaus geht, wäre dann euch überlassen. Wen das nicht stört, der darf sich gern melden :D (Ich lass aber auch mit mir über Alternativen reden, ne Lösung finden wir auf jeden Fall.)

So. Na dann ... auf die nächsten 555, was? :)

Montag, 5. August 2013

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #10

Neue Ausgabe der Zugnachbarn-Lektüre, mit der kleinen Ausnahme, dass es sich dieses Mal nicht um einen Zugnachbarn handelt.
Ich arbeite an einer Uniklinik, soviel mal vorneweg. Eigentlich vorwiegend in einer Forschungsgruppe, mittlerweile habe ich aber auch jede Menge mit Patienten zu tun. Im Laufe des Tages komme ich an sovielen Patienten vorbei oder sehe sie im Wartebereich sitzen und die Zeit totschlagen, bis sie an der Reihe sind und aufgerufen werden. Klar, dass diese sich da die Zeit irgendwie vertreiben wollen, und so sehe ich ab und zu auch Patienten, die sich beispielsweise ein Buch mitbringen und darin lesen.

Und... Was soll ich sagen. Mittlerweile ist es in Zeiten von Christian Grey etc. ja nichts neuartiges mehr, solche Lektüre zu konsumieren. Wahrscheinlich gehört man (= ich) eher zu Minderheit, wenn man heutzutage "Fifty Shades of Grey" NICHT gelesen hat. Aber ob ich mich dennoch mit so einem Buch in einen Warteraum setze, in dem jeder dem anderen aufs Buch schielt und sich bei der Suche nach Ablenkung die Mitwartenden anschaut, ... weiß ich nicht. Die Patientin heute hatte diesbezüglich jedoch keine Hemmungen, las für alle offensichtlich in diesem folgenden Buch und erntete damit einige schräge Blicke von ihrem Nachbarn, bevor sie gerade in diesem Moment aufgerufen wurde. Dann klappte sie schnaufend - und sichtlich enttäuscht ob der Störung - das Buch zu und setzte sich in Bewegung. 


Katelyn Faith "Gefährliche Verlockung"
Reich, unverschämt und unverschämt gut aussehend – dieser Mann ist Gift. Emmas Herz bleibt beinahe stehen, als sie auf einer Auktion das lange verschollene Halsband ihrer Urgroßmutter sieht. Sie muss es haben! Doch frecherweise wird sie von jemandem überboten, dem Geld völlig egal zu sein scheint. Und wer hat ihr das Andenken vor der Nase weggeschnappt? Ausgerechnet Jason Hall, ihr ehemaliger Highschool-Schwarm. Leider sieht Jason noch immer so gut aus wie damals, und zu Emmas Entsetzen macht er ihr ein unmoralisches Angebot, wie sie das Schmuckstück zurückerobern kann. Emma weiß: Wenn sie bei Verstand bleiben will, sollte sie sich besser von Jason fernhalten. Aber kann sie etwas gegen seine Anziehungskraft ausrichten?
(Quelle: hier


Was denkt ihr? Setzt ihr euch mit so einem Buch in einen Warteraum? Ist es euch egal, was andere da vielleicht denken? Lest ihr überhaupt in einem Warteraum, oder knabbert ihr vor lauter Panik (Hallo?! Arztbesuch!!) lieber an den Fingernägeln?

Sonntag, 4. August 2013

In my mailbox...

BUCHPOST!!!!

Leigh Bardugo "Grischa - Eisige Wellen"
Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron. Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu vergrößern, braucht er ihre Hilfe – ob freiwillig oder nicht.

-> Der zweite Teil dieser außergewöhnlichen Buchreihe, die in einem (futuristischen?!) Russland spielt und dabei diverse Fantasy-Elemente bedient. Band 1 hatte mir eigentlich ziemlich gut gefallen (siehe HIER), daher hab ich mir die Fortsetzung irgendwann einmal vorbestellt; muss jedoch gestehen, dass ich jetzt im Moment gerade gar keine Lust habe, die Geschichte weiter zu lesen. Vielleicht liegt´s am Wetter, dass ich mich gedanklich gerade in keine schneeverwehten und windgepeitschten Gegenden versetzen kann... Bleibt also wohl erstmal ungelesen liegen.

Tanja Heitmann "Das Geheimnis des Walfischknochens"

Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können ... Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.

Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …


-> Ich hab noch nie etwas von Tanja Heitmann gelesen, aber sie hat ja schon einiges geschrieben und viele sind sehr begeistert von ihren Büchern. Kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch hier so ein richtiger Sommerschmöker ist, den man faulenzend in der Hängematte (ich habe keine), im Urlaub (ich habe keinen), am Strand (öhhh?!) oder einfach irgendwo in Ruhe in der Sonne lesen sollte.

Adriana Popescu "Lieblingsmomente"
Eine Liebeserklärung an große Träume, verrückte Luftschlösser und unvergessliche Lieblingsmomente. Layla und Tristan verstehen sich auf Anhieb – als Freunde. Immerhin sind beide in festen Händen. Tristan bringt ihr abends Essen ins Büro, entführt sie auf seiner alten Vespa an die schönsten Stellen Stuttgarts und imitiert mit geworfenen Wunderkerzen Sternschnuppen – weil er weiß, dass Layla noch nie eine gesehen hat und zu viele ihrer Träume unerfüllt sind. Gemeinsam erleben sie Lieblingsmoment um Lieblingsmoment. Ob dies am Ende doch die große Liebe ist?

-> Nachdem mir "Versehentlich verliebt" der Autorin sehr gut gefallen hatte (siehe HIER), hab ich mir nun dieses neue Buch von ihr als ebook runtergeladen. In den letzten Tagen hab ich den Kindle allerdings sträflichst ignoriert; irgendwie ist mir zur Zeit mehr nach "echten" Büchern zum Anfassen und Umblättern.

Freitag, 2. August 2013

Freitagsgedanken

Heute ist der 2.
Heute vor 1 Monat hab ich mich zum Idioten gemacht. Scheinbar hatte ich mehr Hoffnung als Verstand, und wie immer ziemlich wenig Glück. Die Leute sagen immer, man solle über seinen Schatten springen und nicht nur zuschauen, wie das Leben an einem vorbeizieht. Sich was trauen und was riskieren. Man könne sein Leben nur selber entscheiden. Und noch so ein abgedroschener Reißer: man ist seines Glückes Schmied.
Ja, danke. Willkommen in der Realität. Das ist so typisches Psycho-Gelaber, was demnach eigentlich von mir kommen müsste (haha!), man aber wohl trotzdem nie aus meinem Mund hören wird.
Ich ärgere mich jetzt, 1 Monat später, noch darüber, dass ich mich irgendwie nach wie vor voller Erwartung einlogge und dann sehe - meeep - nichts. So ein kleines Briefumschlag-Icon kann einen ziemlich runterziehen - wenn es nicht weiß ist. Da wechselt sich der Ärger dann mit der Enttäuschung ab.

Aber gut. Leben ist nun mal nicht das, was ich mir wünsche, sondern das, was es ist. Dieser Spruch begleitet mich seit Jahren, und so pessimistisch er manchen auch erscheinen mag - für mich hat er sich irgendwie immer wieder bewahrheitet.
Gott sei Dank beweise ich bei Büchern und Literatur stets ein glücklicheres Händchen. Meine Frust-Killer sozusagen. In den letzten Tagen habe ich mich zwar eher durch Bücher geschlagen, die nicht unbedingt zur allgemeinen Erheiterung beitragen konnten (es wimmelte vor Killern, verängstigten Menschen und merkwürdigen Gestalten) - aber ich habe mir fest vorgenommen, in der nächsten Zeit nur schöne, nur "Gute-Laune"- Bücher herauszukramen und wegzuschmökern. Natürlich nicht nur; irgendwann ist auch bei mir eine Jetzt-reichts- Schwelle erreicht, über die hinaus keinerlei rosarot kitschige-Heile-Welt-Bücher mehr akzeptiert werden. Aber wenigstens für eine Weile mal in leichtere Gefilde abtauchen und sich von schönen Geschichten einfangen lassen - das klingt gerade ziemlich verlockend. Und so landen "Mein Herz zwischen den Zeilen" von Jodi Picoult, "Silber" von Kerstin Gier, "Lieber Dylan" von Siobhan Curham oder "Lieblingsmomente" von Adriana Popescu ganz oben auf meiner aktuellen Leseliste.
In dieser Woche habe ich außerdem "Verlieb dich nie in einen Vargas" von Sarah Ockler ausgelesen, das erstaunlich ernste Töne enthält und mit der Krankheit Alzheimer ein nicht ganz leichtes Thema anspricht. Hätte ich zunächst gar nicht erwartet - wenn man mal nur von Titel und Cover ausgeht -, aber es hat mir dadurch umso besser gefallen.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende. Das Extra "sonnig und warm" erspare ich mir - das wird es nämlich so oder so ;) Und zum Abschluss gibt´s noch Musik von der wunderbaren Leslie Clio, die ich mal als Support Act live gesehen habe und seitdem ziemlich mag. Sie und ihre Musik.


 
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