Sonntag, 30. Juni 2013

Konzerterlebnisse: KoL in Berlin

Dumdidum... Wohaaah, der Wahnsinn war´s!! Die Kings of Leon in der Waldbühne 2013. Ich glaube, ... ich erzähl gar nicht so viel, denn das gibt das Ganze eh nicht wieder. Ein bißchen Sonne, ein bißchen (viel) Regen für ein Open Air Konzert - aber war alles egal! 22.000 Menschen sind so oder so mitgegangen, bei dieser Band!, bei dieser Musik!, bei dieser Stimmung!! Ich glaube, ich zitiere an dieser Stelle nur noch einen Twittereintrag von Nathan Followill (= Bassist der Band) und zeig ein paar Fotos, die aber leider nicht annähernd wiedergeben können, wie toll es war.

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Berlin blew my mind 2nite. First time a crowd has sang my background vocals for me. Y'all are always amazing and 2nite was the best yet.

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Und jetzt noch eine Ratespielchen mit immerhin 50% Gewinnwahrscheinlichkeit: eine der beiden bin ich :)



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Am 24. September erscheint übrigens das neue Album der KoL, "Mechanical Bull"!!!

Mittwoch, 26. Juni 2013

100 jugendfreie Must-Reads ;)

Dieser Post dreht gerade eine Runde durch die Bloggerwelt, nachdem sich Sandra SO EINE MÜHE gemacht hat, um diese ganze Cover aneinander zu schnipseln - wohaahh!!
100 Jugendbücher, von Bloggern und Co. gewählt, die man - dem allgemeinen Glauben nach - wohl gelesen haben sollte. Wenn man jugendlich ist. Oder auch älter und sowas trotzdem gern liest. (=Ich)
Ich hab 38 davon gelesen, wie man an den krummen und schiefen gelben Häkchen erkennen kann. Einige weitere davon (13, um genau zu sein) fristen momentan noch ein schon gekauftes aber noch ungelesenes Dasein in meinen Bücherregalen/auf dem Kindle. Ich überlege ... lese ich zuviele Jugendbücher?! o.O
 
Speziell von Tine nach meinen Top 5 aus diesen 100 befragt, ... würde ich sagen:
 
- "Harry Potter". (Da lass ich nichts drauf kommen, ohne Harry geht´s nicht.)
- "Erebos" von Ursula Poznanski
- "Der Joker" von Markus Zusak
- "Daughter of smoke and bone" von Laini Taylor
- öööhmmm..., ich kann mich nicht entscheiden, ... vielleicht ... "Die unendliche Geschichte"?!



Dienstag, 25. Juni 2013

"Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" - Albert Borris

Carlsen Verlag, 2013
13,90 Euro

Handlung:
"Bei meinem dritten Versuch, mich umzubringen, nahm ich einen Strick." Weil Owen aber auch dieser Versuch misslingt, sucht er im Netz nach Gleichgesinnten und trifft auf Frank, Audrey und Jin-Ae. Sie beschließen zusammen Richtung Death Valley zu fahren, um sich dort gemeinsam umzubringen. Auf dem Weg dorthin wollen sie die Grabstätten berühmter Selbstmörder besuchen, wie die von Hunter S. Thompson, Anne Sexton oder Kurt Cobain. Und schreiben Listen mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen: für Sports Illustrated schreiben, Sex haben oder Gitarre spielen lernen. Das ist gar nicht so wenig, und so langsam wächst die Erkenntnis, dass es sich trotz allem lohnen könnte weiterzuleben. Kann diese Fahrt doch noch anders enden als im Death Valley?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
4 Jugendliche wollen aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Leben beenden. Die 4 treffen sich online und schließen einen Pakt, einen Selbstmord-Pakt: sie wollen sich treffen, einmal quer durch die USA reisen, um die Gräber berühmter Selbstmörder zu besuchen, und schließlich, im Death Valley, ... wollen sie gemeinsam zur letzten Tat schreiten.
Klingt pseudo-tragisch und melodramatisch? Ist es nicht. "Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" hat mich sehr überrascht. Ein solches Wechselbad der Gefühle wie hier habe ich beim Lesen schon längere Zeit nicht mehr erlebt. Dieses ständige Schwanken zwischen Entsetzen, Hoffnung und sogar Unterhaltung, sowas geht nicht ganz spurlos an mir vorbei. 
Entsetzen darüber, was man hier liest, und mit welcher Selbstverständlichkeit Owen, Frank, Audrey und Jin-Ae über Selbstmord und entsprechende Versuche, diesen umzusetzen, reden und sogar witzeln. Es ist befremdlich, zu lesen, wie andere sich darüber unterhalten, sich umbringen zu wollen; dennoch klebte ich förmlich an den Seiten.
Unterhaltung deshalb, weil man die 4 unweigerlich lieb gewinnt und man ihnen etwas so viel besseres wünscht, und sie einfach so unglaublich gute und eindrucksvolle Momente während ihrer Reise erleben. (Und auch, weil das Buch diverse - zwar morbide, aber doch sehr interessante - Informationen zum Thema enthält. Owen und seine Reisefreunde fertigen diverse Top-Ten-Listen über Selbstmord-bezogene Dinge an, und diese sind oftmals sehr erstaunlich.)
Und Hoffnung, weil man sich für die 4 ein besseres Ende wünscht; keins, das im Dreck im Death Valley endet. Weil man sich beim Lesen über die Gruppe die ganze Zeit wünscht, die 4 würden doch bitte selbst erkennen, welche guten und schönen Seiten das Leben auch parat halten kann. 
Man mag die Gründe, die die 4 für ihre Pläne anführen, mehr oder weniger nachvollziehen können - ich konnte es nicht. Aber ich fand die Art und Weise, wie Autor Borris jeden mit seinen eigenen gedanklichen Dämonen kämpfen lässt, sehr gut und eindringlich umgesetzt. Alle haben ganz unterschiedliche Motive. Keines davon rechtfertigt in meinen Augen den Wunsch nach Selbstmord, aber das ist meine eigene Meinung. Und genau das hat mir auch am Buch gefallen: dass man anfängt, sich darüber Gedanken zu machen. Dass man sich in die Köpfe der 4 hineindenkt und es zulässt, dass deren Probleme einem nahe gehen. 
Owen, Frank, Audrey und Jin-Ae landen tatsächlich im Death Valley. Wie - und für wen - die Reise der Selbstmordgruppe aber dort endet, sollte jeder interessierte Leser für sich selbst herausfinden.

Fazit:
"Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" ist anspruchsvoll, ernst und gleichzeitig unterhaltsam. Ein so schwieriges Thema wird in genau den richtigen Worten, Wendungen und mit genau den richtigen Figuren vom Autor umgesetzt. Am Ende beim Zuklappen des Buches hatte ich Tränen in den Augen - immer ein gutes Zeichen für ein Buch, das nicht einfach spurlos an mir vorbeigeht.


Montag, 24. Juni 2013

Um eine Wandbekleidung reicher ist...

So, jetzt starten wir diese triste Woche doch mal mit einem schönen Aspekt; der mini-Auslosung des Silber-Posters nämlich. 4 von euch haben sich dafür gemeldet, euch 4 hab ich in den Lostopf geworfen, das Ergebnis ist:

 
Alissa - Glückwunsch! Schreib mir doch bitte deine Adresse an i-am-bookish(at)web.de, dann macht sich das Poster bald auf den Weg zu dir.
 
Dankeschön fürs Mitmachen an euch :)

Sonntag, 23. Juni 2013

In my mailbox...

Heute ganz kurz und knackig. Dürfte eh schon einigermaßen bekannt sein, was mich die letzten Tage erreicht hat - ich hab schon ständig davon geredet...


Kerstin Gier "Silber - Das erste Buch der Träume"


Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

Ich wollte das ganze Wochenende reinlesen und bin nicht dazu gekommen. Hoffentlich wird es im Laufe der kommenden Woche besser... Wer noch Interesse an dem Promo-Poster (*Klick*) haben sollte, schreibt mir bitte bis Mitternacht einen Kommentar oder Nachricht.



Veronica Rossi "Getrieben - Durch ewige Nacht"

Arias Kampf gegen Stürme, die Leben und Liebe bedrohen. Endlich haben Aria und Perry seinen Stamm erreicht. Doch seine Leute trauen Aria nicht. Um den Anfeindungen zu entfliehen, macht sie sich gemeinsam mit Roar auf die Suche nach der Blauen Stille, dem Ort, an dem alle Ätherstürme ruhen und der auch Perrys Stamm retten kann. Während ihrer Abwesenheit taucht Kirra, die Anführerin eines befreundeten Stammes auf. Wird Perry ihren Annäherungsversuchen widerstehen? Der zweite Band der packenden Trilogie: über eine Liebe, die Missgunst und Todesgefahren ausgesetzt ist und trotzdem niemals aufgibt.

Ich habe den Erscheinungstermin dieses zweiten Teils in der Reihe völlig verschlafen. Mittlerweile habe ich ihn zwar seit ein paar Tagen zuhause, bin aber über die ersten 2, 3 Kapitel noch nicht hinausgekommen. Aber irgendwie mag ich die Reihe.


Gabriel García Márquez "Hundert Jahre Einsamkeit"

Nach einem Mord, und nachdem der Geist des Ermordeten ihn und seine Frau nicht mehr in Ruhe gelassen hatte, machen sich José Arcadio Buendía, seine Frau Ursula und einige andere auf den Weg, um ein neues Dorf zu gründen. Macondo liegt irgendwo im Urwald, keine Straße führt dorthin, und nur die Zigeuner finden immer wieder ihren Weg zu ihnen, um ihnen die neuesten Erfindungen zu präsentieren -- die von José Arcadio jeweils mit Begeisterung gekauft und ausprobiert werden, ob es sich nun um Magneten oder um Chemikalien handelt. Melchíades, der Weise, der diese Erfindungen jeweils präsentiert, unterweist ihn im Gebrauch dieser Neuerungen.
Zwei Söhne werden ihnen geboren; José Arcadio und Aureliano. Das Haus füllt sich auch sonst mit Menschen; immer mehr werden es, die Kinder der Gespielinnen der Söhne werden ebenso im Haus deponiert wie entfernte Verwandte, von denen keiner weiß, wer sie eigentlich sind. Über Generationen hinweg wird nun von dieser Familie erzählt; vom General, der 32 Aufstände anzettelt und jedesmal scheitert, der unzählige Attentate überlebt, der siebzehn Söhne zeugt und alle in einer einzigen Nacht wieder verliert; von Eifersüchteleien, von unerfüllter Liebe und Leidenschaft, von Inzest, vom Leben und vom Sterben.
(...)
Zu diesem Buch eine Inhaltsangabe abzugeben, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Nicht zuletzt wegen der 100-Bücher-Challenge hab ich mir dieses Buch zugelegt, sondern auch, weil ich es schon lange lesen möchte. Irgendwann demnächst nehme ich mir dieses Buch vor.

(alle Inhaltsangaben von amazon.de entnommen)

Samstag, 22. Juni 2013

"Liberty Bell - Das Mädchen aus den Wäldern" - Johanna Rosen

Arena Verlag, 2013
15,99 Euro

Handlung:
Sie ist siebzehn Jahre alt. Sie kennt kein Internet und kein Facebook, keine Hochhäuser und keine Autos. Liberty Bell ist im Wald aufgewachsen, fernab von jeder Zivilisation. Und Ernesto ist der erste Junge, den sie zu Gesicht bekommt.
Ein mitreißender Roman über eine zarte Liebe zwischen zwei Jugendlichen, die den ungewöhnlichen Umständen trotzen und für ihre ganz persönliche Freiheit kämpfen. Berührend, aufwühlend und ganz außerordentlich.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Liberty Bell" ist eins jener Bücher, die mich zu Beginn der Geschichte völlig vereinnahmen konnten. Ein Buch, das so außergewöhnlich beginnt, dass man nicht aufhören kann - und nicht möchte - zu lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Ein Buch, bei dem ich mir dachte "Wow, tolle Idee, und die Umsetzung klingt auch ziemlich gelungen." 
Das Problem: "Liberty Bell" wurde für mein Empfinden ab der Hälfte des Buches zu verworren, zu unglaubwürdig und zu konstruiert. Mein Interesse an der Geschichte von Liberty Bell nahm von Seite zu Seite ab, weil sowohl die Figur als auch ihre Entwicklung für mich nicht nachvollziehbar wurden. Das "Phänomen" Liberty Bell - ein Mädchen, das völlig abgeschnitten von der Außenwelt in einem Wald aufwächst - hat für mein Dafürhalten leider zu wenig Bedeutung und Augenmerk von der Autorin verpasst bekommen, ebenso wie die Konsequenzen, die das für einen Menschen haben kann. Was es für Liberty Bell bedeuten könnte, von einem Tag auf den anderen plötzlich in dieser fremden lauten Welt zu landen. 
Viel zu schnell wurde Liberty Bell vom 21. Jahrhundert sprichwörtlich überrollt und mitgezogen - und plötzlich befinden sich Figuren und Leser nur noch in den Auswirkungen des "Jetzt". Kein Interesse mehr daran, wie Liberty Bell aufgewachsen ist, wie sie ihre Kindheit verbracht hat, was sie kann und was sie nicht beherrscht. Für mich haben hier in dieser doch eigentlich eher ruhig angelegten Geschichte außerdem gefühlt zu viele Personen agiert. Die Vielzahl an Freunden von Ernesto war manchmal wirklich verwirrend, ebenso deren auftretende Eltern. Manchmal konnte ich sie alle nicht auseinander halten. Ernesto und seine Freunde sind irgendwie immer präsent, sind laut und gewollt cool und lässig, ständig passiert etwas, jemand redet ohne Punkt und Komma, ein Schicksalsschlag jagt den nächsten - und das Außergewöhnliche an Liberty Bells Geschichte bleibt irgendwie auf der Strecke. 
Die Entwicklung vom verschüchtert-eigenbrötlerischen Waldmädchen, das sich vor anderen Menschen fürchtet, kaum spricht und keine Kleidung trägt, hin zum Mädchen, das gern Auto fährt, Sex hat, Limodosen trinkt, die Funktionsweise eines Telefons nicht hinterfragt und sich scheinbar mühelos ins 21. Jahrhundert integrieren kann, und das innerhalb weniger Tage (!!) - diese Entwicklung ging mir zudem zu schnell und erschien für mich völlig unglaubwürdig. Wo sich Liberty Bell anfangs noch kaum artikulieren kann, zig Wörter nicht kennt und benutzt - da ist sie gute 2 Wochen später in der Lage, in korrekten und sehr ausgefeilten Sätzen zu antworten und sich mit Ernesto und seinen Freunden zu unterhalten, als hätte sie nie etwas anderes getan. Für mich erscheint das nicht authentisch.

Nein, das war nicht mein Buch. Ab der Hälfte des Buches hab ich mich hier nicht mehr wohl gefühlt und mein Interesse für die komplizierte (Lebens-) Geschichte von Liberty Bell und den Annäherungen zwischen ihr und Ernesto ist merklich abgeflaut. Hier hätte ich einfach etwas anderes - und mehr - erwartet.


Ein herzliches Dankeschön an buecher.de für das Leseexemplar!

Freitag, 21. Juni 2013

Freitagsgedanken

Mal wieder Freitagsgedanken. Hab ich heute eigentlich gar nicht so richtig. Meine Gedanken kreisen im Moment vor allem um ein Thema (eher: um eine Person) - was mir aber leider eher getrübte Stimmung beschert, weil irgendwie... ach, weiß auch nicht. Ist kein Zeichen immer automatisch auch ein Zeichen?
 
Auch sonst ist in der letzten Woche nicht viel passiert. Jobbedingt schon, aber wer will auf einem just-for-fun-Blog schon was über die Arbeit lesen?! :) Im Moment "plagen" mich ansonsten eher so typische Frauengedanken wie "Schaffe ich es, mehrere Stunden in Schuhen mit 11,5 cm Absätzen zu stehen/LAUFEN/sitzen?" - Meine Füße schreien schon nach 2 min Probelaufen ein lautes "NEIN!!", aber meine Augen sagen "Boah, sind die schick!! ... Und wie groß ich dadurch werde!!!" Das ist bei 1,60m Personen ein nicht zu unterschätzendes Kriterium! - schwieriges Dilemma also. Und wo krieg ich eine schwarze Clutch her? Eine, die mir auch gefällt? Wie mach ich meine Haare? ...
Wer sich jetzt fragt: Hä?, dem sei erklärt: Im Juli steht eine Hochzeit an. (Nicht meine, was ein Glück! ;) ) Ich hab so einen Spaß noch nie mitgemacht, ich lasse mich mal überraschen. (Tanzen ist mit 11,5 cm Absätzen schon mal definitiv vom Tisch ... hmmm.... Das sollte ich mir merken - ich kann nicht tanzen und lege keinen Wert darauf, das zu zeigen. Zumindest nicht vor anderen!!
)
 
Aber die Klamottenfrage ist jedenfalls nicht zu unterschätzen! o.O
 
So. Jetzt aber mal wieder zum Ernst des Lebens. Ich habe in dieser Woche erst so richtig angefangen, "Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen" zu lesen. Auch wenn ich das Buch schon seit diversen Tagen als aktuelle Lektüre in der rechten Sidebar stehen habe, bin ich doch erst diese Woche dazu gekommen, mich tatsächlich in das Buch reinzulesen. Ich hab ein ganz komisches Gefühl dabei, hatte ich ewig nicht mit einem Buch vor der Nase. Ich schwanke total zwischen "mir geht die Geschichte zu nah" und "das könnte mir nie passieren, daher seh ich das mit einer gewissen Distanz" - und genau dieses Schwanken macht das Lesen so ... intensiv und - naja, beschäftigt mich richtig. Zu dem Buch werde ich definitiv etwas für euch schreiben, soviel aber vorab: es geht um eine kleine Gruppe von Jugendlichen, die einen Selbstmord-Pakt schließt. Die 4 wollen ihrem Leben ein Ende setzen und vorher aber noch diverse Dinge erledigen, sehen, tun, machen und lassen. Ich hab im Moment (bin kurz über die Hälfte) noch keine Ahnung, wie die Geschichte endet. Ich lese ja vorher nicht ins Ende rein. Ich hoffe wirklich, dass sie so endet, wie ich hoffe. (Eigenartiger Satz. Aber er stimmt.) Also - nachher wird weitergelesen.
 
Viel Spaß an alle, die heute und am Wochenende bei irgendwelchen Festivals sind! (*räusper, subtiler Fingerzeig Ende*) Und an alle anderen natürlich auch ein schönes Wochenende :)
 

Donnerstag, 20. Juni 2013

Es ist nicht alles Silber, was im Bücherregal steht ...

... aber in diesem Falle schon. Ja, der war jetzt nicht so der Brüller, ich weiß, aber irgendwie musste ich diesen Post doch eröffnen!
Heute ist "Silber", das neue Buch von Kerstin Gier, überall erhältlich. (Oder auch schon gestern?! Na egal.) Von manchen vielen wurde das ja schon sehnsüchtigst seit Monaten erwartet - ich muss gestehen: ich habe bis jetzt noch nicht mal in die Inhaltsangabe reingelesen, und weiß daher gar nicht, worum es überhaupt geht. Ich bin da völlig ahnungslos. Natürlich will ich es trotzdem lesen; ich mag die Bücher von Kerstin Gier sehr, sowohl ihre "Frauenromane" (muss halt manchmal sein), und spätestens seit der Edelstein-Trilogie hatte sie mich als feste Leserin sicher. Daher war klar, dass "Silber" auch bei mir einziehen wird, und so habe ich heute nach Feierabend noch einen Abstecher in ein Buchgeschäft gemacht. *räusper* (Es war der thalia, von dem ich schon berichtet hatte. Ich kann erfreut feststellen, dass sie mittlerweile "Tibor und ich" (nein!, es heißt nicht "Tumor und ich") vorrätig und vor Ort liegen haben ;) )
15:47 Uhr. Ich schnappe mir ein Exemplar "Silber" aus dem Regal und ab zur Kasse. Die Dame dort scannt es ein und meint "Ach, Sie sind die Erste, die das kauft." Ich: "Aha." Sie: (mustert mich kurz) "Wollen Sie noch ein Poster haben?" Ich: (kurz verwirrt wegen des spontanen Themawechsels) "Ein Poster?!" Sie: "Ja, von dem Buch. Ich hab hier noch so ein Poster, das krieg ich aber nicht aufgehängt, weil kein Platz mehr ist. Wollen Sie das noch haben?" Ich: "Öh, wie groß ist es denn? Krieg ich es denn transportiert?" (Ich befürchtete schon große Ausmaße. Hallo, wenn sie sagt, dass sie für ein Promo-Poster keinen Platz mehr hat?!) Sie: "Na klar, das ist gefaltet."
Also habe ich noch das Poster mit nach Hause genommen. (Und ein Lesezeichen. Krieg ich bei thalia immer.)

Große Frage: was mach ich jetzt damit? Ich hab dafür keinen Platz und auch nicht so die rechte Verwendung.
Daher die Frage an euch: Hat jemand Interesse daran? Möchte das jemand von euch haben?

Das Buch gibt´s natürlich NICHT dazu. Das müsst ihr euch schon selbst zulegen :)

Sonntag, 16. Juni 2013

Projekt: Wunschliste ausmüllen

Ich hab ja sonst nichts zu tun ^^
Bei der Entscheidung zwischen "Kleiderschrank ausmüllen" (wäre längst mal wieder fällig), "Songliste auf dem ipod ausmüllen" (manche Songs gehen mir mittlerweile so auf den Keks, die ich da drauf hab), ... öh, ... aufräumen (och nö...) und "amazon Wunschliste ausmüllen" ist meine Wahl auf das letzte gefallen. In der Hoffnung, dass ich danach ein gutes Gefühl habe, weil ich meine Wünsche so reduzieren konnte. Und längst nicht alles wirklich haben will, was ich im Eifer des Gefechts manchmal so anklicke.

Ausgangsposition: 292 Artikel

Ok, dann schauen wir doch mal. Sortiert nach Datum des Hinzufügens, was bedeutet, auf den letzten der 12 Seiten dürften nur Bücher zu finden sein, die dort schon ein langes Dasein fristen. 
Starten wir mit "Blackbirds" von Chuck Wendig. Das Cover fetzt und irgendwie klingt es nach einer interessanten Geschichte, auch wenn sie mich ziemlich an diese "Numbers"-Reihe von Rachel Ward erinnert. Von der ich übrigens nur Teil 1 gelesen habe und sie - im Gegensatz zu offenbar ... 98% der Leser ... nicht so toll fand. Naja. "Blackbirds" bleibt erstmal drin.

*scroll*

"Das Monster-Bastel-Buch". Hehe, ich weiß, ich bin keine 5 mehr, aber diese Monster da drin sind so süß! Der Loewe Verlag hat sie neulich mal bei facebook gezeigt ... äh, Moment, ich such sie mal.
Da sind sie: (Quelle: hier)


Die sind süß, oder? Für das Kind in mir bleibt das Buch auf der Wunschliste.

*scroll*

Bleibt drin. Bleibt. 

Oh hey, "Liberty Bell", das hab ich schon. Diesen Artikel ENTFERNEN! Ha, ein gutes Gefühl! :D

*scroll*

Bleibt drin. Bleibt drin. Bleibt definitiv drin! Bleibt...
Oh, "Getrieben" von Veronica Rossi, hab ich auch schon. LÖSCHEN!

"Wie ich Johnny Depps Alien-Braut abschleppte". Was für ein Titel. Erscheint leider erst im August. Aber bleibt dank Titel und Inhaltsangabe auch auf der Liste.

*scroll*

(Kurze Zwischenmeldung: wir befinden uns noch auf Seite 1 der Wunschliste. Ich glaube, ich muss das anders aufziehen o.O)

Hm, bleibt, bleibt, oh, das hätte ich wirklich gern. Bleibt. "Girl on paper" von Guillaume Musso - ob das wohl mal bald auf deutsch erscheint?

OH! 2 Armbanduhren von Fossil. Wie kommen die denn da drauf? "Auf einen anderen Zettel verschieben". So. 
Mist, jetzt hab ich schon 2 Wunschzettel.

*scroll*

Wir sind auf Seite 2 angelangt. Das oberste Buch: "Ein Sternenzelt aus Stuck" von Goran Petrovic. Von dem hab ich schon "Die Villa am Rande der Zeit" gelesen, was ich eigentlich ganz schön fand. Diesem nächsten Buch geb ich daher auch eine Chance.

Hm... Bleibt. Bleibt. "Couch on fire". Sagt mir nichts mehr, muss ich erstmal nachschauen, worum es geht. Oh. Klingt aber nett. Will ich haben. Erscheint im Juli.

Oha. "Tibor und ich". Will ich nach wie vor haben. Da hatte ich euch ja neulich schonmal eine ... Geschichte zu erzählt von der Dame im thalia, die mir erklärte, dass sie "Tumor und ich" leider nicht da haben (HIER zum Nachlesen). Schade. Zur Not bestell ich´s mir irgendwann.

*scroll*

"SMS Märchen. Grimm & Co. in 160 Zeichen". Da würde ich gern mal reinlesen. Kennt das jemand? Der Autor erzählt Märchen in 160 Zeichen nach - also soviele, wie eine SMS hat. (An alle, die nur noch What´s app nutzen: mit SMS kann man auch Nachrichten schreiben ;) ) Ob das funktionieren kann? Oder ob da am Ende nur Blödsinn herauskommt?

Bleibt. Bleibt. Bleibt. Irgendwie tut sich in Bezug auf das "Ausmüllen" gerade nicht so viel.

"Retra. Insel der Schatten". Nicht verfügbar und keine Infos, wann es erscheint, oder worum es überhaupt geht. Mir fällts auch nicht mehr ein. LÖSCHEN. Ha!

*scroll*

Wir sind mittlerweile auf Seite 5 angelangt. 
Irritiert es euch auch manchmal, wenn ihr Bücher auf der Wunschliste habt, von denen ihr denkt, die wollt ihr unbedingt lesen - aber erstmal warten, was andere in ihren Bewertungen dazu schreiben; und dann passiert GENAU DAS nicht? Also niemand schreibt etwas dazu? Niemand gibt eine Rezension ab? Selbst nach Monaten nicht, die das Buch schon draußen ist? Ich hab unzählige solcher Bücher auf der Wunschliste, bei denen ich "erstmal warten" möchte, wie andere sie fanden. Dumm nur, wenn andere offenbar genauso darauf warten :/

"My heart for yours". Klingt irgendwie nicht so spannend. Wird gelöscht.

3 Bücher mit nur 2 Sternen gelöscht. Wir befinden uns bei 283 Artikeln. Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft...

"Dearly, beloved" von Lia Habel. Wann erscheint das eigentlich endlich mal auf Deutsch? Ich hab den ersten Teil auf Deutsch gelesen und möchte den zweiten daher natürlich auch auf Deutsch im Regal stehen haben.

Seite 7. 

Bleibt. Bleibt. Bleibt. 

"Die Nacht von Shyness", das klingt so abgedreht, aber irgendwie auch wieder gut. Bleibt drauf, trotz der sechs 2-Sterne Bewertungen.

*scroll*

Seite 9. 272 Artikel auf der Wunschliste.
Ich lösche alle Fortsetzungsbände, die auf der Liste sind, von denen ich noch nicht mal den ersten oder zweiten Teil der Reihe gelesen habe. Ich finde, das ist sehr konsequent von mir :)

"Die Antwort des Windes", ha, das hab ich mittlerweile schon. Ich weiß zwar gerade nicht so genau, wo es abgeblieben ist, aber ich hab es, das weiß ich.

Bleibt. Bleibt. Bleibt nicht. Oder? Ach doch.

Seite 11. Hier befinden sich Bücher, die ich tatsächlich schon im Januar 2011 hinzugefügt habe. Das sind dann so Sachen wie "Große Erwartungen" von Charles Dickens (hab ich mittlerweile als ebook, wird daher gelöscht), "Dracula" von Bram Stoker, "Skulduggery Pleasant Teil 1 (!!)" oder "Flavia de Luce Teil 1 (!!)". Seit Jahren will ich die lesen. Seit Jahren hab ich es noch nicht gemacht.

*scroll*

Oh. Das war´s. Meine Wunschliste umfasst jetzt "nur noch" 11 Seiten und 262 Artikel.  *knirsch*
Das war nicht so ergiebig, wie ich gehofft hatte, muss ich zugeben. Ich hab vor einigen Monaten schonmal gnadenlos weggelöscht, was mir nicht mehr gefallen hat, oder wo mir der Titel gar nichts mehr sagte. Diesmal ... ist nicht so viel weggefallen. Aber immerhin: 30 Bücher (eigentlich nur 28 + 2 Fossil-Uhren) weniger. 
Ich finde ... der gute Wille war da! ;)

Samstag, 15. Juni 2013

"Wer die Nachtigall stört" - Harper Lee

(Ja, das ist tatsächlich eine ziemlich alte
DDR-Ausgabe des Buches. Von 1972, um
genau zu sein...) 
Handlung:
Die Geschwister Scout und Jem wachsen im Alabama der 1930er Jahre auf. Jäh bricht die Wirklichkeit des Rassenhasses in ihre behütete Welt ein, als ihr Vater, der Anwalt Atticus Finch, einen wegen Vergewaltigung angeklagten Schwarzen verteidigt. Finch lehrt seine Kinder Verständnis und Toleranz, allen Anfeindungen und Angriffen ihrer "ehrbaren" Mitbürger zum Trotz. Unvergessliche Figuren, menschliche Güte und stiller Humor zeichnen den Roman aus, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde und Millionen von Lesern in seinen Bann zog.
(Quelle: hier)


Meine Meinung:

Vor dem Lesen...
  • ... dachte ich, Harper Lee wäre ein Autor. Also männlich. Fragt mich nicht, wie ich darauf kam, aber ich ging immer davon aus, es wäre von einem Mann geschrieben worden.
Nach dem Lesen...
  • ... weiß ich es jetzt zwar besser, aber eigentlich ist das völlig egal. Ist nur so ein Punkt am Rande und ändert ja nichts am Buch :)
Vor dem Lesen...
  • ... habe ich mich immer gefragt, warum der Originaltitel "To kill a mockingbird" zum deutschen "Wer die Nachtigall stört" wurde. Immerhin ist ein mockingbird keine Nachtigall, und es gibt offenkundig kleine qualitative Unterschiede zwischen kill und stören. 
Nach dem Lesen ...
  • ... bin ich diesbezüglich auch nicht schlauer. Es gibt im Buch - soweit ich das überblickt habe - dazu keine Erklärung, man kann wohl davon ausgehen, dass es hier an der Übersetzung liegt. Und auch die Begründung für den Titel an sich ist eigentlich so verschwindend und versteckt im Text, noch dazu schon fast am Ende des Buches, dass man während des Lesens eigentlich schon ganz vergisst, dass das Buch so heißt, und die Frage, "Warum dieser Titel?" zumindest bei mir völlig nebensächlich wurde. Erst als es dann am Ende tatsächlich von Scout erwähnt wurde, machte es bei mir noch einmal Klick: stimmt, da war ja noch was.
Vor dem Lesen...
  • ... war ich selbst total gespannt auf den mysteriösen Nachbarn Boo Radley. In anderen Büchern haben Figuren schon von Boo Radley erzählt, ihn erwähnt, über ihn gesprochen, als wären sie ihm selbst begegnet - irgendwie ist er ein Mythos in der Literatur, hab ich so das Gefühl. Ich war daher sehr gespannt, ihn selbst in diesem Buch anzutreffen.
Nach dem Lesen...
  • ... bin ich fast ein bißchen enttäuscht. Boo Radley als - letztlich - DER Dreh- und Angelpunkt des ganzen Buches hat am Ende fast einen so unscheinbaren Auftritt, dass ich den ganzen Aufriss um ihn zunächst nicht verstehen konnte. Aber vielmehr geht es wohl auch um den Wirbel, der um ihn vorher gemacht wurde, als tatsächlich um ihn selbst, der dieses Buch hier am Laufen und am Leben hält.
Vor dem Lesen...
  • ... ich gebe es zu: dachte ich, "Wer die Nachtigall stört" ist ein langweiliges Buch, vermutlich höchst sozialkritisch mit erhobenem Zeigefinger - immerhin werden die Konflikte zwischen Weißen und Schwarzen thematisiert -, und wahrscheinlich schwer zu lesen, mit anstrengendem Schreibstil, verschlungenen Sätzen, verklemmten Hauptfiguren, die mir null sympathisch werden würden - kurzum: Ich dachte, ein Buch, das mir einfach nicht gefallen wird.
Nach dem Lesen...
  • ... kann ich erfreut feststellen, dass kein einziger der eben genannten Punkte zutrifft. Vielmehr hat "Wer die Nachtigall stört" richtiggehend Spaß gemacht. Das liegt vor allem an Scout und ihrem Bruder Jem. Die beiden sind echte Sympathieträger, erleben so viele Abenteuer und machen sich auch selbst welche, um ihre Welt bunter zu gestalten. Die ständige Frage: Wer ist Boo Radley und was ist mit ihm?!, zieht sich durch das ganze Buch, führt zu den unmöglichsten Überlegungen, Schreckensgedanken, Schnitzeljagden und zu jeder Menge Aufregung. Scout und ihr Bruder sind herrlich schnodderig, leben in ihren Tag hinein und haben eine wunderbare Zeit im Alabama der 30er Jahre - trotz aller gesellschaftlichen Probleme, mit denen sie konfrontiert werden, nicht zuletzt durch die Arbeit ihres Vaters, Atticus Finch. (Was für ein Name!! Kommt fast an meine Begeisterung für den Namen Holden Caulfield heran...) Obendrein gibt es hier soviele Figuren, von denen ich gern gelesen habe, die mir im Zusammenspiel sehr gut gefallen haben und die mir fast ans Herz gewachsen sind: natürlich Scout, ihr Bruder, aber auch die Haushälterin Calpurnia oder der Nachbarsjunge Dill beispielweise.
  • ... aber natürlich ist das Buch auch sozialkritisch. Darum geht´s ja gerade. Das Buch hat seit seinem Erscheinen 1960 zu soviel Wirbel und Diskussionen, Verboten und Kritiken geführt - schon alleine deswegen sollte man es wohl gelesen haben, um all diesem Denken ein Schnippchen zu schlagen.

Freitag, 14. Juni 2013

Freitagsgedanken

- Mittwoch, 15:52 Uhr. Falls du das hier liest: du glaubst nicht, wie lang ich darauf gewartet habe. Wie wär´s mal mit einem Hallo?

- So. Das war was in privat. Jetzt wieder für alle ;) Mal wieder Freitag. Schon wieder eine Woche vorbei und schon fast das halbe Jahr um, mein Gott! o.O Meine Kollegin und ich haben eben festgestellt, dass wir eindeutig zu wenig Urlaubstage haben, um damit noch das ganze Restjahr zu überstehen. Aber immerhin gibt´s bei mir beruflich bald Abwechslung: ab Juli steck ich in einer neuen Studie und kriege dann auch mal etwas anderes zu tun als das, was bisher meinen Tag ausmacht. (Was derzeit fast nur aus Laptoparbeit und Lesen besteht. Lesen nicht-ganz-so-spannender-aber-höchst-wissenschaftlicher-Artikel, wohlgemerkt. Schnarch.)

- Und Lesen just for fun dagegen ... hmm ja. Nicht so viel los bei mir zur Zeit. Ich hab "Puerta oscura" gelesen. Aber keine Lust auf eine Rezension. Ich hab auch ein ebook gelesen ... und muss gestehen, dass mir gerade nicht mal mehr der genaue Titel einfällt, achje. (Passiert mir bei ebooks öfter.) Es war was seicht-kitschig-romantisch-Vorhersehbares, vielleicht schreib ich noch was dazu. (Wenn ich den Titel wiederfinde ^^) Im Moment lese ich "Liberty Bell", was auch ganz nett ist, mich bisher aber nicht völlig vom Hocker werfen konnte. Ich lese auch "I capture the castle" für die 100-Bücher Liste. Irgendwie weiß ich noch nicht, was ich von der Geschichte halten soll, tatsächlich hatte ich etwas Jane-Austen-artiges erwartet - was es bisher aber nicht ist. "Wer die Nachtigall stört" ist auch gelesen worden, da erwartet euch in den nächsten Tagen eine Rezension oder zumindest so etwas in der Art.

- In zwei Wochen, ach Quatsch, 13 Tagen seh ich die Kings of Leon live! Wahaaa! Vor zwei Jahren (jetzt musste ich erstmal überlegen, ja, echt, ist schon 2 Jahre her...) waren sie schonmal live in Berlin auf der Waldbühne, und jetzt kommen sie wieder hin! Damals war ich dabei und hatte mit einer Freundin einen sehr lustigen und tollen Abend. Bin wegen einer blöden Cola zwar fast umgekippt, aber das ist eine andere Geschichte und bringt meine Freundin heute noch zum Lachen. Dieses Mal weiß ich es besser (und laufe die ganzen Treppen nicht nochmal so schnell hoch...)!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Stimmt!



Dieses Poster hab ich heute vom Südpol Verlag bekommen. Zum Welttag des Buches (23.04.) hat der Verlag ein Poster zum Thema Lesen drucken lassen und man konnte aus 3 Motiven seinen Liebling auswählen (siehe hier). Das hier ist der Gewinner. Gefällt mir sehr :)

Mittwoch, 12. Juni 2013

"Wir zwei sind Du und Ich" - Diana Raufelder

Pepperbooks Verlag, 2013
11,95 Euro


Handlung:
"Es sind die gleichen schwarzen Haare", denkt sie, als sie ihn inmitten des Getümmels plötzlich erblickt, "genauso wild und ungezähmt." Dazu ein schwarzer Stern und ein schwarzer Halbmond. "Ruf ihn!", denkt sie, aber sie bekommt keinen Ton heraus. Menschen, bepackt mit riesigen Einkaufstüten, drängen von allen Seiten auf sie ein. Wo ist er hin? Sie hat ihn verloren. Zum zweiten Mal in ihrem Leben. Tränen schießen ihr in die Augen. "Warum weinst du, Prinzessin?", fragt da auf einmal jemand hinter ihr. Sie dreht sich erschrocken um: Ist das tatsächlich Ben?
Die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft, die allen Widrigkeiten trotzt.

 
Meine Meinung:
Wer bei "Wir zwei sind Du und Ich" eine vorhersehbare Liebesgeschichte nach dem Schema F erwartet, liegt falsch. Sehr falsch. Es geht um Freundschaft und darum, was diese in einem Leben bedeuten und ausmachen kann. Was es heißt, diese Freundschaft von einem Tag auf den anderen zu verlieren.
Ri (kurz für Ricarda) hat eben diese besondere Freundschaft verloren, als Ben eines Tages plötzlich weg ist. Auf und davon in die Türkei, ohne Möglichkeit für Ri, ihn zu finden oder zu erreichen. Fortan fühlt sie sich leer und einsam. Im Stich gelassen. Auch sonst zeigt sich das Leben für sie nicht von seiner besten Seite: wirkliche Schulfreunde hat sie nicht, ihre Noten sind schlecht, überhaupt - Schule, da kommt sie einfach nicht mit. Ihre Eltern möchten sie am liebsten in ein Internat schicken, auch so haben sie wenig Zeit für einzige Tochter. 
Ri wünscht sich Ben zurück. Und kann es fast nicht glauben, als genau dieser Wunsch offenbar in Erfüllung zu gehen scheint. Mit Ben an ihrer Seite blüht sie auf, sieht ganz andere Seiten vom Leben, entwickelt Träume und Wünsche und lässt die ganzen grauen Seiten des Lebens einfach mal hinter sich.
Ich habe "Wir zwei sind Du und Ich" sehr gern gelesen. Die 177 Seiten mit vorwiegend ruhigen und unaufgeregten Tönen lassen sich schnell lesen, beinhalten dennoch viel Inhalt, der einem nahe gehen kann. Ris Geschichte fand ich nachvollziehbar und echt. Die Sehnsucht nach Ben und nach der Zeit, die sie zusammen verbringen konnten, als sie noch Kinder waren, wurde spürbar umgesetzt, und führte dazu, dass man Ri einfach ein wenig Glück wünscht. Die Figuren erscheinen zwar ein bisschen plakativ und haben nur wenig Raum für Tiefe; gerade Ben bekommt kaum Möglichkeiten zu zeigen, welche Person in ihm steckt. Im Mittelpunkt steht hier eindeutig Ricarda, aber das ist ok, weil ihre Geschichte mit einer ausdrucksvollen Intensität geschildert und dadurch glaubhaft umgesetzt wird.

 
Fazit:
"Wir zwei sind Du und Ich" ist ein Jugendbuch für vorwiegend jüngere Leser, die sich hier jedoch sehr gut mit der Hauptfigur Ricarda identifizieren dürften - zumindest, wenn es in der Schule mal nicht so besonders läuft und auch sonst einfach alles schiefläuft. Eine schöne kurzweilige Berlin-Geschichte, die einen hoffen lässt. 5 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Pepperbook Verlag und Frau Herbig der Pia Presseagentur für das Rezensionsexemplar!

Montag, 10. Juni 2013

"Nacht ohne Angst" - Angélique Mundt

Btb Verlag, 2013
9,99 Euro

Handlung:
In der Hamburger Universitätspsychiatrie wird eine Patientin erhängt aufgefunden. Die zuständige Therapeutin Tessa Ravens kann nicht glauben, dass es sich um Selbstmord handelt. Als eine weitere Patientin brutal ermordet wird, scheint sich ihre Befürchtung zu bestätigen. Und auch Hauptkommissar Torben Koster merkt schnell, dass er hier mit gewöhnlichen Ermittlungsmethoden nicht weit kommt. An Verdächtigen mangelt es nicht, doch welchen Aussagen kann man wirklich trauen und was davon ist paranoide Wahnvorstellung? Er ist auf Tessas Unterstützung angewiesen, doch die Suche nach dem Mörder wird für beide zur Zerreißprobe …
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Bei "Nacht ohne Angst" handelt es sich um einen gut geschriebenen und soliden Krimi einer Frau, die weiß, wovon sie schreibt. Frau Mundt ist selbst Psychotherapeutin und kennt sich mit dem Setting, in dem sie ihre Geschichte hier ansiedelt, wohl bestens aus.
Ich muss gestehen, ich fand "Nacht ohne Angst" eine Spur zu wenig spannend und nervenaufreibend, da hätte ich mir einfach mehr gewünscht. Ich würde nicht sagen, dass die Story vorhersehbar wäre oder man schon schnell eine Vermutung entwickelt, wer der Täter sein könnte - dafür wirft die Autorin noch zuviele Personen in den Raum, die alle undurchschaubar sind, alle unterschiedliche Motive hätten und die man einfach nicht so recht einschätzen kann - nicht zuletzt, weil es sich dabei eben um Patienten in einer psychiatrischen Klinik handelt. Aber insgesamt birgt das Debüt der Autorin, die definitiv schreiben kann, für meinen Geschmack zu wenig Überraschungen und Verwicklungen in sich.
Wo es mir an der Storyline an Irrungen und Wirrungen fehlt, baut die Autorin diese in der recht schnell aus dem Nichts entwickelten Liebesgeschichte zwischen Therapeutin und Polizist fast zuviel ein. Diese Beziehung erschien mir zu unglaubwürdig, zu schnell erzählt und daher für mich nicht so recht nachvollziehbar. Da ist jetzt schon soviel gesagt und passiert in den wenigen Tagen der Handlung, dass der Neuigkeitsfaktor für mich gefühlt sehr niedrig ist; was gerade dann auch schwierig wird, falls die Geschichten um Tessa eine Fortsetzung finden und es weitere Bücher geben sollte. In meinen Augen wäre Zurückhaltung hier das Mehr gewesen.

Letztlich ist "Nacht ohne Angst" ein solide recherchierter und sehr gut geschriebener Krimi mit guten Ansätzen, für mich jedoch mit zu wenig Spannung und falschen Fährten, der von dem fachlichen Knowhow und Verständnis der Autorin profitiert.



Ein herzliches Dankeschön an buecher.de!

Sonntag, 9. Juni 2013

"Rashen - Einmal Hölle und zurück" - Michaela B. Wahl

ebook- Version, 2013

Handlung:

Rashen ist ein Oishine. Ein Dämon, der ganz unten in der Nahrungskette der Dämonen steht, das Schlusslicht der Schlusslichter sozusagen: Denn er ist dazu verdammt, den Menschen Wünsche zu erfüllen. Kein besonders lukrativer Job, wenn man bereits neben dem Dämonenfürst Pragaz gefrühstückt hat. Aber wer in Ungnade fällt, darf eben von ganz, ganz unten anfangen. 

Dann gelangt auch noch das Buch der Oishine, eines der fünf Bücher, in die Hände einer vorwitzigen Studentin namens Claire, der es gelingt, Rashen zu bannen: in einen menschlichen, männlichen und nicht gerade unattraktiven Körper. Rashen muss Claire nun zweiundzwanzig Tage und zweiundzwanzig Stunden dienen, so will es die Beschwörungsformel. Allerdings ist Claire alles andere als eine biedere Studentin: Um sich etwas dazuzuverdienen, strippt sie viermal die Woche in einem Club. Und Rashen fühlt sich wider Willen zu Hause. Dumm nur, dass der Körper, in den Claire ihn gebannt hat, nicht irgendein x-beliebiger ist. Das Mädchen hat eine der goldenen Regeln des Bannens gebrochen: Rashen steckt im Körper ihres Verlobten. Probleme? Sind definitiv vorprogrammiert!

(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Puhh, meine Herren, hier geht´s ganz schön zur Sache. Ein ebook eigentlich erst ab 16, würde ich mal sagen. "Rashen - Einmal Hölle und zurück" enthält eine actionreiche Abenteuergeschichte, aber eben gespickt mit delikaten erotisch-amourösen Details und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte.
Ich war angesichts des Inhalts ein wenig überrascht, muss ich zugeben. Ich hatte mehr Augenmerk auf diese Beschwörungssache und dämonische Verwicklungen erwartet. Mehr böse Widerlinge und typische Problemchen, die sich nun mal ergeben, wenn man einen Dämon heraufbeschwört. Weniger Augenmerk auf die vielfachen zwischenmenschlichen Töne, die hier angeschlagen werden. Rashen ist zwar ein Dämon, entwickelt im Laufe der Zeit aber erstaunlich menschliche Attribute und ... naja, Bedürfnisse - und Schuld daran ist natürlich Claire. Claire wiederum ist ein Charakter, der sich überhaupt nicht in eine Schublade pressen lässt, und das hat mir ziemlich gut gefallen. Sie ist voller Gegensätze - sie macht ihren Job in einer Stripbar eigentlich ganz gern, verliert aber dennoch keinesfalls aus den Augen, dass die Abenteuerreise erst dann starten kann, wenn sie ihre Prüfungen am College hinter sich gebracht hat. Sie schafft es, Rashen die Stirn zu bieten - was ihm nicht gefällt und zu einigen Lachern auf Seiten des Lesers führt. Tolle Schlagabtäusche und Diskussionen sind vorprogrammiert.
Bei "Rashen" handelt es sich um einen Debütroman, und das merkt man ihm wirklich überhaupt nicht an! Man bekommt eher den Eindruck, die Autorin würde seit Jahren nichts anderes machen als schreiben. Sehr schön zu lesen, mit viel Witz und Tempo geschrieben, Hut ab!

Fazit:
"Rashen - Einmal Hölle und zurück" ließ mich zunächst etwas ganz anderes erwarten, vom Resultat bin ich dennoch nicht enttäuscht. Das ebook ist rasant, unterhaltsam, abwechslungsreich, erotisch und kurzweilig. Und ... vielleicht nicht unbedingt für Kinder geeignet, was man angesichts des Covers vielleicht zunächst vermuten würde. 

Ein herzliches Dankeschön an den Droemer-Knaur Verlag und an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
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