Dienstag, 30. April 2013

Blogger schenken Lesefreude - Der Gewinner!

So, mal eben schnell die Mittagspause genutzt, um einen Gewinner der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" auszulosen. Kleine Erinnerungshilfe, falls ihr bei allen über 1000 teilnehmenden Blogs mitgemacht habt (da kann man ja schonmal den Überblick über die einzelnen Gewinne verlieren...): Es gab "Der Joker" von Markus Zusak zu gewinnen. Und 36 Personen von euch da draußen hatten offenbar Interesse daran, eben dieses Buch zu ergattern. Dankeschön für die lieben Kommentare und E-Mails; manche länger, manche enthielten mit der E-Mail-Adresse immerhin gerade mal so die wichtigste Info ;)



Ich habe random.org bemüht, um einen Gewinner auszulosen - einfach auch, weil ich hier am Schreibtisch gerade schlecht mit Papierlosen hantieren kann und mir das wohl auch merkwürdige Blicke von Kollegen einbringen würde ;)
So sieht das Ganze dann aus:


 
Die Gewinnerin: Sandra PusteBlume

Herzlichen Glückwunsch! Sandra, schick mir doch bitte eine E-Mail mit deiner Adresse an i-am-bookish(at)web.de, damit sich das Buch so schnell wie möglich auf den Weg zu dir machen kann.
 
An alle anderen: dankeschön fürs Mitmachen! Eventuell (mit Tendenz zu sehr wahrscheinlich) gibt´s hier demnächst wieder ein Buch zu gewinnen, zumindest habe ich da schon etwas im Kopf. Also ruhig wieder vorbei schauen :D

Montag, 29. April 2013

"Der Joker" - Markus Zusak

cbt Verlag, 2008
8,95 Euro

Handlung:
In Eds Briefkasten liegt – eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative – doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Ich hätte nie gedacht, dass mir der Gedanke an vier Asse mal zuwider sein würde. Beim Kartenspielen betet man um so ein Blatt. Mein Leben ist kein Kartenspiel." (S. 149)
Ich liebe dieses Buch. Immer wieder, wenn ich es lese. "Der Joker" ist eins dieser außergewöhnlichen Bücher, über die man irgendwann mal durch Zufall stolpert, die einen dann aber lange begleiten und im Kopf bleiben. Die Geschichte von Ed ist so wunderbar, so einfallsreich, dass man gar nicht anders kann, als das Buch letztlich mit einem Lächeln auf den Lippen zu schließen. Man glaubt danach einfach durch und durch an das Gute im Menschen. Und unweigerlich wünscht man sich, man würde auch so jemanden wie Ed Kennedy kennen.
Autor Zusak stellt mit seinen "Baustellen" hier einmal einen Querschnitt durch die menschliche Bevölkerung vor. Von Leid, Elend, Einsamkeit, Unglücklichsein und Vergessenheit ist alles dabei, was einen Menschen ereilen kann - mal mehr, mal weniger arg ausgeprägt. Jemand setzt Ed darauf an, sich diese Baustellen des Lebens anzusehen und etwas zu tun. Was, das sagt ihm niemand, es gibt ihm nicht mal jemand einen klitzekleinen Hinweis. Ed ist auf sich allein gestellt. Und er meistert es mit Bravour. Die Ideen und Lösungsansätze, die sich der Autor hier für Ed ausgedacht hat, haben mich bei jedem Lesen wieder neu überrascht und beeindruckt. So einfach und doch so wirkungsvoll. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich jedem, der es noch nicht kennt, dieses Buch empfehle! Es ist sooo Lieblingsbuch-verdächtig! Also volle Bücherstapel-Anzahl.

 
 
Wenn ihr dieses Buch gern gewinnen möchtet, dann habt ihr HIER noch bis heute abend die Möglichkeit dazu! Einfach kommentieren oder eine E-mail schreiben.

Donnerstag, 25. April 2013

Einkaufs-Erlebnisse ohne Gleichen...

Gestern war ich in einem Buchladen - ich wollte Bücher kaufen, Überraschung ;) Da das eine recht fixe Idee zwischen Arbeitsschluss und schnell-den-Zug-erwischen war, bin ich - zugegeben - in den ersten Buchladen, der mir auf dem Weg vor die Nase kam. Es handelt sich dabei um eine Filiale einer doch recht großen Kette, die man eigentlich überall in Deutschland finden kann; sie fängt mit tha an und hört mit lia auf. Eigentlich ... würde ich vermuten, dass man dort schon das ein oder andere Buch bekommen kann. Auch bei spontanen Aktionen. Eigentlich.
Aber entweder mein Buchgeschmack ist zu exklusiv oder der Laden war einfach schlecht bestückt. Ich möchte mir gern einreden, dass es ersteres ist - aber ich glaube eher, dass es einfach an der Filiale selbst lag, und die eher den breiten Lesergeschmack bedienen, und dafür weniger Platz und Mühe für Außenseiter-Bücher schaffen.
Ich hatte drei Bücher im Kopf, nach denen ich schauen wollte. Zum einen muss ich ja noch "Der Joker" kaufen für den glücklichen Gewinner, den ich nächste Woche ziehen werde. Soll ja ein neues Exemplar werden - muss ich also erst noch kaufen. Dann hat mir Tine mitgeteilt, dass eeeeeeeeeeeendlich der dritte Teil der "Ismael"- Reihe von Michael Gerard Bauer als Taschenbuch erhältlich ist. Die Reihe mag ich total, und da ich die ersten beiden Bücher als TB habe, möchte ich den dritten natürlich auch im gleichen Format. Warten, langes Warten war also in den letzten Monaten angesagt. Und dann hatte ich noch einen Buchtitel im Kopf, wo ich auch einfach mal reinlesen wollte, um zu sehen, ob das was für mich wäre.
Ich habe dann selbst die Regale rauf und runter geschaut und gar keins dieser 3 Bücher finden können. Hmpf. In dieser Filiale finde ich obendrein die Aufteilung und Einteilung der Buchregale so merkwürdig, da stehen Kinderbücher teilweise bei den "normalen" Romanen, Jugendromane aber wiederum nicht, und was, wenn ein Buch weder Liebessschnulze noch Krimi ist - irgendwie gibt es da gar kein wirkliches Regal...??? Nach nochmaligem Ablaufen der Regale entschied ich mich dann, einfach eine der kompetent aussehenden Mitarbeiterinnen zu fragen. Die haben doch ihre Computer und können mir direkt sagen, ob ich noch lange suchen muss, oder ob sie irgendwas im Lager haben.
Ich erspähte also direkt an dem Computer hinter dem Info-Tresen eine Mitarbeiterin und dachte mir, frag ich sie doch einfach, wenn ich die Bücher schon nicht finde.
Ich traf schon extra Vorkehrungen, um es der ohnehin bereits überfordert aussehenden Dame so leicht wie möglich zu machen. Also Handy raus, amazon app aufgerufen, um nach dem Namen des Autoren eines Buches zu suchen, von dem ich nur den Titel wusste - kein Netz. Wtf? Kein Netz?! In einem Buchladen in einem Einkaufscenter mitten in der Stadt?! Na fein. Dann eben nur mit dem Titel. Muss ja auch irgendwie gehen. Auf zur Computer-Lady.
Es folgt ein höchst aufschlussreiches (und wahres!!) Gespräch, das mich wirklich an mir (und ihr) hat zweifeln lassen.
 
Ich: (strahle sie an) Hallo, könnten Sie bitte mal im Computer drei Bücher für mich nachschauen, ob Sie die vielleicht hier haben?
Sie: (schnauft) Ja, komm´n Se mal mit.
(Wir laufen. Fast einmal quer durch den Laden zu einem ganz anderen Computer. Ich denke mir, da hätte ich auch eine andere Dame fragen können, die viel näher an eben diesem PC steht.)
Sie: So... (lässt den linken Zeigefinger bedeutungsvoll über der Tastatur schweben und sieht mich über ihren Brillenrand hinweg an)
Ich: Also, das erste ist von Markus Zusak. Mit Z. Es heißt "Der Joker".
(Offenbar bin ich an eine recht schwerhörige Mitarbeiterin geraten, denn sie schreit mich förmlich an:)
Sie: Zusak??... Hm... Ja, S - U - ... (fängt an zu tippen)
Ich: Nein, mit Z am Anfang.
Sie: Z - U - S - ... (wartet)
Ich: Z - U - S - A - K. Markus. Das Buch heißt "Der Joker".
Sie: (nach kurzem Tippen) Nee, das ham wer nich. (Guckt mich alles andere als bedauernd an.)
Ich: Na gut, dann das zweite. Das ist eine Buchreihe, und dort ist jetzt schon der dritte Teil erschienen. Das Buch heißt "Ismael" und der Autor Bauer. Michael Gerard Bauer. Wie der deutsche Bauer. (Ich schraube meine geistigen Fähigkeiten mal vorsorglich einen Schritt runter.)
Sie: (schon mit wartendem Finger über der Tastatur, rufenderweise:) Wie? Bauer?
Ich: Ja.
Sie: (hat Bauer eingetippt, fährt mich dann aber an:) Na das reicht aber nich, Bauer is ja so häufig, da brauch ich mehr. Wie heißt das Buch?
Ich: Ismael. Eine Buchreihe.
Sie: Ismael??
(Ich nicke. Soo ungewöhnlich ist der Buchname ja nun auch wieder nicht.)
Sie: I - S - M ... (schaut mich erwartungsvoll an)
Ich: ähm... (frage mich, ob sie das ernst meint und ziehe meine linke Augenbraue hoch...) A - E - L
Sie: A - E - L ?
Ich: I - S - M - A - E - L
(Sie tippt. Langsam. Das 10-Finger-Tippsystem beherrscht sie definitiv nicht.)
Ich: (nochmal deutlicher:) Eine Buchreihe. (Irgendwie habe ich zu dem Zeitpunkt immer noch die Hoffnung, dass sie (als Buchhändlerin!) ja vielleicht doch schon von der Reihe gehört hat...)
Sie: (blickt über ihren Brillenrand erst zum Bildschirm, dann zu mir) Nee, ham wer nich. Gar keins davon.
(Schön, irgendwie überrascht mich das nicht.)
Ich: (irgendwie immer noch motiviert, zumindest so ein bißchen:) Gut, dann noch das dritte. Da kenne ich leider gerade den Autoren nicht, ich weiß nur den Titel, der lautet "Tibor und ich".
Sie: (schreit mich schon wieder fast an:) Tumor?
Ich: Nein, TIBOR und ich. (Ich werde auch so ein bißchen laut - werde ich sonst nie.)
Sie: T - I ...
Ich: T - I - B - O - R. (Ich bin lernfähig!)
Sie: (tippt nervenzerreißend langsam. Wundert mich gar nicht, dass sie das "und" oder auch ein "&" in der Suchleiste weglässt, sondern nur "tibor ich" tippt.) Müller. Stefan Müller.
(Sie sieht mich an, als hätte ich auf diese Bond-Darbietung gewartet, dabei will ich doch nur wissen, ob sie es da haben. Meine linke Augenbraue zieht sich also wieder von alleine hoch und ich sehe sie fragend an.)
Sie: Ham wer nich.
 
Ich gehe. Ich kaufe zwar tatsächlich noch etwas, aber das ist eine kleine Überraschung, die es für den Gewinner zu "Der Joker" dazugeben wird, und das ich daher jetzt nicht verrate. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass mich diese kleine Episode nicht gleichermaßen amüsiert wie entsetzt hat. Dass man mal ein Buch nicht da hat, ok, schön. Aber dass die Mitarbeiter dann dermaßen nicht-kompetent und ahnungslos und ... ja, unfreundlich auftreten... Sie hat mich nicht mal gefragt, ob sie es bestellen soll. Eins von den dreien. Nicht, dass ich das gewollt hätte. Aber ist das nicht das erste, was man sonst immer gefragt wird?! Nach solchen Szenen wird mir dann immer wieder klar, warum ich doch lieber Bücher online bestelle - meistens bei amazon. Da kriege ich es auf jeden Fall, noch dazu ziemlich schnell. Klar, ich habe keinen persönlichen Kontakt - aber mal ehrlich: auf sowas kann ich dann auch verzichten. Da werde ich wenigstens nicht angeschrien.

Dienstag, 23. April 2013

Es ist ... Welttag des Buches!! Und es gibt was zu gewinnen!!

Jawoll! Wie schon angekündigt, nehme ich teil an der Aktion "Blogger schenken Lesefreude", und daher gibt es heute auf meinem - wie auf diversen anderen Blogs - etwas zu gewinnen. Ein Buch, um genau zu sein, denn das ist Sinn der ganzen Sache.
Ich hab überlegt, welches Buch ich gern in die Runde werfen würde. Gibt ja soviele. Für mich war klar, dass ich ein Buch verschenken möchte, das mir selbst außerordentlich gut gefallen hat, das mich über das Lesen hinaus berührt hat, und welches in meinen Augen aus der Masse an Büchern doch irgendwie heraussticht. Weil es was besonderes ist. Für mich zumindest. 


Entschieden habe ich mich für "Der Joker" von Markus Zusak. Markus Zusak kennen die meisten wohl eher von seinem Welterfolg "Die Bücherdiebin". Ich muss gestehen, ich habe "Die Bücherdiebin" hier zuhause liegen, es aber nicht über die ersten 2 Seiten hinaus gelesen. Irgendwie war damals nicht der richtige Zeitpunkt - ich hatte keine Lust auf das Buch, und hatte es bis heute nicht. Anders bei "Der Joker". Ich habe mich schon auf den ersten Seiten in dieses Buch verliebt und habe mit der Hauptfigur Ed gelacht und gelitten, gezittert und gehofft wie selten in einem Buch. "Der Joker" ist von der ersten bis zur letzten Seite eine wunderbare Geschichte mit schrillen und außergewöhnlichen Figuren, meinem liebsten Hundenamen überhaupt ("der Türsteher") und wunderbaren Wendungen und Einfällen. (Ich habe eben festgestellt, dass es bei mir bisher keine Rezension zu diesem Buch gibt. Eventuell ändere ich das in den nächsten Tagen.)

Markus Zusak "Der Joker"
In Eds Briefkasten liegt – eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative – doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.

Ich beneide wirklich jeden, der das Buch noch nicht kennt und die Geschichte von Ed, der Schicksal spielt, noch ganz neu für sich entdecken kann. 
Und vielleicht möchtest du das sein? Ich verschenke "Der Joker" von Markus Zusak, und wenn du der oder die glückliche Beschenkte sein möchtest, dann hinterlasse einen Kommentar oder schreibe eine E-Mail an i-am-bookish(at)web.de bis zum 29.04.13, 23:59 Uhr. Gern kannst du erzählen, ob dir vielleicht schon einmal etwas ähnliches passiert ist. Hat sich schonmal jemand in dein Leben eingemischt und es in neue Bahnen gelenkt? Hast du vielleicht selbst schon "anonyme gute Fee" bei jemandem gespielt?
Ich werde von heute bis zum 29.04. extra noch einmal meine komplette Kommentarfunktion freischalten, damit wirklich JEDER einen Kommentar hinterlassen kann, also auch nicht registrierte Leser. Ich weiß, dass es da bei einigen Lesern Probleme mit dem Kommentieren gibt, und ich habe diesen undankbaren Riegel nur wegen der Masse an Spam-Mails vorgeschoben, die mich heimgesucht haben. Bis zum 30.04. kann nun aber wirklich JEDER kommentieren, der möchte; ich nehme sämtlichen Spam dafür mal in Kauf ;)
Meldet euch einfach per Kommentar oder E-Mail, und am 30.04. wird dann ausgelost. Teilnehmen könnt ihr ab 18 (oder mit Zustimmung der Eltern), Porto ins Ausland trägt der Gewinner selbst.

Euch einen wunderschönen und lesereichen Welttag des Buches!

Sonntag, 21. April 2013

In my mailbox...: Ich liebe Überraschungspost!

... vor allem, wenn sie a) einen buchigen Hintergrund oder gar Inhalt hat und/oder b) SCHOKOLADE enthält!!! :D

So geschehen gestern. Völlig nichtsahnend klaubte ich mir einen an mich adressierten orange leuchtend-spiegelnden Umschlag von den Fischer Verlagen aus dem Stapel Post. Hm, kein Buch bestellt, dachte ich mir, auch nicht angefordert, und überhaupt: der Umschlag ist viel zu klein und zu leicht, um ein Buch zu enthalten. Das tat er auch nicht. Dafür aber Schokolade, als Promo-Aktion zur Veröffentlichung von "Bitterzart" von Gabrielle Zevin (Infos HIER). Das Buch klingt ja für einige sehr verlockend und macht auch gerade eine Runde durch diverse Blogs, wie ich das so sehe. Und ich finds auch interessant, ich will die Geschichte auf jeden Fall auch lesen. Ich hab das Buch allerdings schon seit einiger Zeit ungelesen auf englisch hier liegen, ich hab es mir mal aus London mitgebracht. Wird also höchste Zeit! Die zartbitter-schokoladige Überraschung enthielt zudem einen Code zu einer exklusiven Leseprobe mit Bonuskapitel, einem Interview mit der Autorin und Links zu ebooks. Woah! Vielen vielen Dank an den Fischer Verlag! :)
Vom Piper Verlag wurde ich in dieser Woche auch bedacht; es gab "Taken: Das Laicos-Projekt 1" von Erin Bowman. Ich muss gestehen, in meinen Augen macht das englische Cover einiges mehr her (siehe rechts), denn dadurch ist mir das Buch (und die Geschichte) überhaupt erst aufgefallen. Das deutsche Cover ist da eine Spur nichtssagender, wie ich finde; trotzdem lasse ich mir meine Neugier auf das Buch dadurch nicht trüben, denn es klingt herrlich mysteriös und erinnert mich irgendwie an den Film "The Village"...


Erin Bowman: "Taken -  Das Laicos- Projekt 1"
Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem »Raub« rettet – er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt ...


Freitag, 19. April 2013

Auf den letzten Drücker - Blogger schenken Lesefreude

Urrrgghhh... Ja, ich weiß, es ist schon der 19.4. Seit Wochen (!) habe ich im Kopf, dass ich eigentlich bei der schönen Aktion "Blogger schenken Lesefreude" zum Welttag des Buches mitmachen möchte - und jetzt ist morgen schon der letzte Tag, an dem ich mich noch anmelden kann! Irgendwie ist mir da die Zeit ein wenig weggelaufen und ich hab´s völlig vergessen. Aber nun ist ja noch 1 Tag Zeit, und ich sag´s jetzt doch offiziell: ICH MACHE MIT!
 
Darum geht´s:
 
"Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken!
 
Wer kann mitmachen?
Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!
Wie lautet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel?
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.
Wo kann ich mich anmelden?
Mit diesem Formular:
https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ
Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch bis zum 20. April nachmelden. 
Wer steckt hinter der Aktion?
Gestartet wurde diese Gemeinschaftsaktion von Christina von
http://pudelmuetzes-buecherwelten.de/ und Dagmar alias http://geschichtenagentin.blogspot.de/
Aber das finden wir nicht wichtig – für uns ist das eine Gemeinschaftsaktion von buchbegeisterten Bloggern für lesebegeisterte Menschen!"

 
Also... zwar spät, aber noch. Wenn von euch auch noch jemand teilnehmen möchte...?
 
Ich habe nun längere Zeit überlegt, welches Buch ich denn verlosen möchte. (Vielleicht habe ich mir deswegen auch so lange Zeit gelassen und jetzt ist der Anmeldezeitraum schon fast vorbei.) Es sollte nun nicht irgendein Buch sein, sondern eins, das mir in irgendeiner Art und Weise etwas bedeutet, das ... besonders ist. Ich habe mich letztlich für "Der Joker" von Markus Zusak entschieden. Wenn ihr dieses Buch gewinnen möchtet, schaut am 23.4. hier wieder vorbei.


Dienstag, 16. April 2013

"Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?" - Hervé Jaouen

Urachhaus Verlag, 2013
14,90 Euro

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Handlung:
Véro, 13, hat es nicht leicht: Ihre wechselnden Freunde sind notorisch untreu, ihr Bruder ist ein Ekel, und jetzt soll sie auch noch ihr Zimmer räumen, weil ihre Oma dort einzieht. Und die leidet an Alzheimer …
Innerhalb kürzester Zeit ist das Familienleben komplett auf den Kopf gestellt. Omama plündert nachts die Küche, hortet Unmengen Schokoriegel und Silberlöffel unter ihrem Bett, weil sie glaubt, dass der Krieg noch immer andauert, telefoniert stundenlang ins Ausland oder löscht versehentlich extrem wichtige Dateien auf Mamans Computer ...
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?" mag einem lustig erscheinen, mit jeder Menge komisch anmutenden Situationen der alten Dame, die zunehmend ihr Erinnerungsvermögen verliert. Wer einmal selbst einen solchen Fall in der Familie hat oder hatte, dem bleibt hier jedoch unweigerlich das Lachen im Hals stecken, denn für denjenigen ist das hier alles andere als lustig. 
Der Autor Jaouen hatte sicher nur das Beste im Sinn, als er sich daran machte, diese Geschichte zu schreiben. Und natürlich ist es löblich, das Thema zu behandeln; viel zu selten wird es gemacht - viel zu selten vor allem in einer eher lockeren und umgänglichen Form, die nicht sofort an Pflegeheime, Krankenbetten und Tablettendosen denken lässt. Das ist sicher auch der wesentliche Punkt, den man dem Buch hoch anrechnen kann: durch die gewählte "unterhaltsame" Art der Vermittlung des Problems - Alzheimer - und der daraus resultierenden Konsequenzen ist es ein Buch vor allem für jüngere Leser, eine Zielgruppe also, die sich normalerweise wohl eher selten mit diesem Thema auseinandersetzt. Dass dieses Buch mittlerweile zur Pflichtlektüre an französischen Collèges gehört, hat mich zunächst erstaunt. Gleichzeitig denke ich mir, dass das wenigstens ein interessanter Weg ist, das Problem, die Krankheit, anzusprechen. 
Gleichwohl ist es jedoch genau diese saloppe und auf gewollt unterhaltsam gemachte Art der Erzählung, die mich hier den Kopf hat schütteln lassen. So, wie der Autor das Leben der Omama und ihrer kleinen und großen Aussetzer darstellt, lässt es einfach an der nötigen Ernsthaftigkeit vermissen. Man könnte glatt den Eindruck bekommen, es wäre ein wahnsinniger Spaß, eine demente ältere Frau im Haus zu haben, weil sie für soviele lustige und kuriose Episoden im Zuhause von Véro sorgt - solche Unterhaltung haben Véro und ihr Bruder bis dahin selten gehabt. Überhaupt konnte ich dem gewollten Friede-Freude-Eierkuchen-Vorgegaukele nichts abgewinnen: man kann sich als Alzheimerpatient wohl nur wünschen, von seiner Familie zur Pflege aufgenommen zu werden - aber welcher Familie gelingt das schon derart, sowohl finanziell, zeitlich als auch ausdauermäßig?! Das heile Familienleben hier war für mich richtig unglaubwürdig. Die Ansätze, wie sich Véros Familie und die Omama arrangieren und ein gemeinsames Zusammenleben ermöglichen möchten, waren zwar nett, auch schön durchdacht; doch die Realität sieht nun mal ganz anders aus.
Was mich zudem an dem Buch gestört hat, war Erzählerin Véro. Die soll 13 sein, und das kaufe ich ihr einfach nicht ab. Sie berichtet so leidenschaftlich und ununterbrochen von irgendwelchen Verflossenen, von aktuellen Liebhabern, von Treue und amoureusen Verwicklungen - das ist keine 13-Jährige. Der Autor lässt sie daherreden wie eine Erwachsene, so abgeklärt und allwissend; sie benutzt Wörter wie "exaltiert" (nicht mal ich weiß, was das heißt), oder lässt sich zu Äußerungen wie "höheren Sphären des kritischen Denkens" (S. 169) hinreißen. Dieses altklug-resignierende "Lassen wir das.", das alle paar Absätze von ihr nach einigen gedanklichen Ausschweifungen eingeworfen wird, ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven und führte dazu, dass ich mir dachte, "Ja, lass es doch einfach.". Man merkt einfach zu sehr, dass Véro die erwachsenen Wörter ihres Verfassers in den Mund gelegt bekommen hat.
Und schließlich: "Pardon, Monsieur..." erinnerte mich stark an diese typischen französischen Dialogfilme, in denen die Darsteller möglichst energisch, hektisch und mit viel Gesten eine Diskussion führen - und dabei möglichst ganz viel quatschen und dazwischenreden. Ich mag französische Filme nicht, das sollte ich wohl dazu sagen. Und dieses Buch strotzt nur so vor kurzen, stakkato-artigen Dialogfetzen, Schlagabtäuschen und Sätzen, die mich teilweise ganz wirr im Kopf machten. Nur reden um des Redens willen - das ist nichts für mich.

Fazit:
Ich hatte keinerlei Erwartungen an "Pardon, Monsieur...", und das war wohl auch gut so, denn sie wären sonst alle nicht erfüllt worden. Hier war es nicht nur sprachlich, mit einer zu frühreifen und auf zu erwachsen gemachten Protagonistin, ein schwieriges Unterfangen für mich, sondern vor allem inhaltlich. Ich weiß nicht, welche Botschaft der Autor hier vermitteln wollte; mich jedenfalls hat gar keine erreicht, bis auf die erneute Erkenntnis, dass ich mich mit französischen Autoren schwer tue. Gut gemeinte 3 Bücherstapel.

 

 Ein herzliches Dankeschön an Blogg dein Buch und den Urachhaus Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 14. April 2013

In my mailbox...

Wie gestern schon freudig erzählt, habe ich plötzlich wieder ungeahnte freie Stellen in meinen Bücherregalen, und das, obwohl diese neuen Schätze hier unten schon dabei sind. Mal sehen, wie lange dieser Zustand anhält...
Momentan komme ich wieder weniger zum Lesen, auch wenn ich heute "Nacht ohne Angst", den Krimi, den ich für buecher.de vorab lesen darf, endlich beendet habe. Endlich deshalb, weil sich das Lesen ziemlich gezogen hat. Das Buch ist ok, enthält aber leider nicht so wirklich spannende Elemente, auch wenn ich mich im Handlungsrahmen der Psychiatrie, in der das Ganze spielt, fast ein wenig "zuhause" gefühlt habe, weil mich das alles sehr an mein Studium und meine Praktika erinnert hat. Das Buch darf ich euch erst im Juni vorstellen; schon in den nächsten Tagen werde ich meine Rezension aber bei buecher.de einstellen, dann könnt ihr dort auch schon einmal reinlesen, wenn es euch interessiert. 
Ein wenig (mit Betonung auf wenig) habe ich auch in "Partials - Aufbruch" weitergelesen; das Buch lag die ganze Woche ungelesen herum, und erst heute habe ich 2 weitere Kapitel gelesen. Das liegt nicht daran, dass es nicht gut ist - ich komme nur einfach nicht zum Lesen. Das will ich aber unbedingt ändern, denn es brennt mir geradezu unter den Nägeln, zu "Blinde Vögel", dem neuen Thriller von Ursula Poznanski zu greifen. Ich hab mich richtig gefreut, als ich hörte, dass es mit Beatrice und Florin weitergeht - und nun hab ich diese Fortsetzung endlich auch hier liegen.


Lissa Evans "Stuart Horten: Sieben Rätsel und ein magischer Stern"
Du hast meine Werkstatt gefunden, aber willst du sie auch behalten? Wenn du wirklich der Besitzer dieser Illusionen werden willst, dann benutze den Stern, um die Buchstaben zu finden. Stuart Horten hat die Zauber-Werkstatt seines Großonkels entdeckt, doch nun muss er das verschollene Testament des Magiers -finden. Eine rätselhafte und abenteuerliche Suche beginnt!

Der erste Teil hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Stuart weitergeht - der zweite Teil ist viel dicker als der erste, woah!!

Ursula Poznanski "Blinde Vögel"
Zwei Tote in Salzburg. Sie stranguliert, er erschossen. Die Tat eines zurückgewiesenen Liebhabers? Aber die beiden scheinen zu Lebzeiten keinerlei Kontakt miteinander gehabt zu haben. Oder täuscht der erste Blick? Das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist ratlos. Aber Beatrice mag die Sache nicht auf sich beruhen lassen und verfolgt die Spuren, die die Toten im Internet hinterlassen haben. Auf Facebook wird Beatrice fündig: Beide waren dort Mitglieder in einem Forum, das sich ausgerechnet mit Lyrik befasst. Gedichte werden hier mit stimmungsvollen Fotos kombiniert und gepostet. Ganz harmlos. Ganz harmlos? Bald ahnt Beatrice, dass die Gedichte Botschaften enthalten, die nur wenige Teilnehmer verstehen. Düstere Botschaften, in denen es um Angst und Tod geht. Und dann stirbt eine der Lyrik-Liebhaberinnen...

Robin Jarvis "Dancing Jax - Auftakt"
Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können bevor es zu spät ist. Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen.

Irgendwie reden so viele von diesem Buch. Aber trotzdem habe ich keine Ahnung, worum es geht. Tine hat es sich neulich auch zugelegt, aber leider auch noch nichts wirklich dazu gesagt. (Tine, mach mal!) Ich les es dann jetzt einfach mal selbst.

Isaac Marion "Warm bodies"
"Das ist die Ironie, wenn man ein Zombie ist: Alles ist komisch, aber man hat nichts zu lachen, weil einem die Lippen verrottet sind." Mit atemberaubendem Drive und sprühen dem Witz legt Isaac Marion den ersten menschlichwarmen Zombie-Liebesroman vor. Ein Fest nicht nur für Liebhaber dunkler Genüsse.R ist ein Zombie. Es ist ihm peinlich, dass er sich nur an den ersten Buchstaben seines Namens erinnern kann. Wie die anderen Zombies verbringt R seine Zeit mit Herumstehen und Stöhnen. Was die Wenigsten wissen: Tot sein ist leicht. Bei einem der Raubzüge in der Stadt trifft R auf Julie. Dummerweise hat er gerade das Hirn ihres Freundes gegessen. R weiß nicht warum, aber er verliebt sich unsterblich in Julie - ausgerechnet in ein lebendes menschliches Wesen. "Warm bodies" erzählt die Geschichte des bestaussehenden und charmantesten Zombies aller Zeiten.

Und das hat ja auch ziemlich vielen Lesern ziemlich gut gefallen. Seit "Dark love" von Lia Habel find ich es nicht mehr so ... *flüster* abartig, Zombiegeschichten zu lesen. Und die hier soll ja gut sein. Und lustig. Also bitte.

(Inhaltsangaben von amazon.de)
 

Samstag, 13. April 2013

Lückenhaft

Boah, wisst ihr, was das ist?





Oder das hier?





Und das?





Das ... ist PLATZ! Das sind Lücken in meinen Bücherregalen!!! Viel zu lange schon habe ich keine mehr gesehen, und das über- und untereinander und in 3. Reihe stapeln ist in meinen Regalen längst zur Gewohnheit geworden. Heute ist jedoch ein neues Regal eingezogen und ich habe gestapelt und sortiert und hin- und hergepackt, und so sind doch tatsächlich Lücken entstanden! Und diese Lücken sind entstanden, obwohl ich in dieser Woche wieder ganz tolle neue Bücher bekommen habe, die sogar schon in eben diesen Regalen stehen. Die zeig ich euch dann morgen.

Freitag, 12. April 2013

Freitagsgedanken: Vom Schicksal und Rupert, der Ed ist

Glaubt ihr an Schicksal? Ich weiß, dass ist eine sehr hochtrabende Frage; und wenn man einmal anfängt, darüber nachzudenken, findet man wohl so schnell auch kein Ende. Ich glaube eigentlich nicht wirklich an Schicksal, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich vielleicht lieber auf kleine Zeichen oder Vorahnungen hören sollte. Dass irgendetwas versucht, einem ein Zeichen zu geben.
 
Heute hatte ich eigentlich vor, etwas zu tun. Etwas zu ändern, meinem Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen, wenn man so will. Das ist ja manchmal so. Da nimmt man sich etwas vor, erstellt sich gedanklich mindestens 1 Plan (erfahrungsgemäß werden es mehr, und alle müssen mental durchprobiert und nach pro und kontra abgewogen werden), geht diesen mehrfach durch. Schweren Herzens sagt man sich dann, "los jetzt" - das ist besonders der Fall, wenn man nicht unbedingt die mutigste und risikofreudigste Person ist; eine Person, die sich mit Herzensentscheidungen schwer tut - sprich, wenn man ich ist. Getreu dem Motto "soll ich oder soll ich nicht?" wälze ich dann alle möglichen Szenarien im Kopf hin und her. (Das ist insofern lustig, weil ich mich beruflich für eine Studie gerade mit dem Thema beschäftige, ob man Handlungen eher bedauert als Nicht-Handlungen. Passt also alles wie die Faust aufs Auge bei mir zur Zeit.) Ich sage mir "was soll´s, selbst wenn es schief geht, dann hab ich es halt versucht." - und gleichzeitig glaube ich nicht dran, weil die Vorstellung, wie sehr schief und peinlich und absolut aaarrrggghhhh das Ganze werden kann, alles überlagert. Die Frage nach den möglichen Ausgängen wird immer größer in meinen Gedanken.
(Kann mir bitte jemand sagen, dass es ihm/ ihr genauso geht? Manchmal? Wenigstens ab und zu?)
 
So. Und nun hatte ich heute also diese Idee im Kopf, ich - schon ganz zuversichtlich - kramte meinen ganzen Vorrat an Mut und Selbstbewusstsein zusammen. (Dieser Vorrat ist nicht groß.) Um dann festzustellen, dass heute einfach alles anders war und nichts so lief wie sonst und der ganze Plan daher ... ja, für die Tonne war. Heute lief alles merkwürdig, zig kleine Details, die nicht stimmten, Verspätungen, Angerempelt-werden, komische Menschen. Ganz im Sinne von Final Destination (nur ohne die ganzen Toten) schrumpfte meine Motivation und meine Courage in null komma nix zusammen und ließen mir nur den Gedanken "Will mir das alles irgendwas sagen? Ist das ein Hinweis? Soll ich es vielleicht lieber nicht machen? Ist das alles ein Versuch, mich abzuhalten?". Und dann hab ich mich eben gefragt, ob es so etwas wie Schicksal gibt und ob man in manche Sachen vielleicht ein klein wenig mehr reinlesen sollte, als man zunächst denkt.
 
Schwer wiegende Freitagsgedanken, ich weiß. Daher gibt´s jetzt noch einen Ausflug in was Leichteres. Vor einiger Zeit habe ich Ed Sheeran ... gewissermaßen entdeckt. Naja, ihn gibt´s ja schon ne Weile, auch seine Songs, aber ich habe mir sein Album "+" eben erst vor einigen Wochen zugelegt und war spontan hin und weg davon. Karo hat mich schon ziemlich neidisch gemacht, weil sie ihn letztes Jahr live in Berlin gesehen hat, und er allein mit seiner Gitarre eine sehr beeindruckende Show abgeliefert hat. Seinen Song "Drunk" - eins meiner vielen Lieblinge auf dem Album - könnt ihr rechts in der Sidbar hören und sehen. Nun gibt es auf eben diesem Album auch einen Song namens "Lego House", und was würde da besser passen im Video als eine Lego-Figur?! In diesem (neu gemachten) Video gibt es aber neben einer toll animierten und sogar singenden Lego-Figur mit roten Haaren vor allem noch eine weitere Person zu sehen. Als ich das Video zum ersten Mal sah, dachte ich mir noch "Hmm, Ed Sheeran sieht da aber aus wie Ron", bis mir nach ein paar Sekunden dämmerte, dass es TATSÄCHLICH Rupert Grint ist, der dort mitspielt! Wenn man es sich komplett anschaut, wird einem auch klar, warum er hier singt und alles. Schaut es euch mal an, HÖRT es euch aber vor allem an - das Lied ist echt toll!

Donnerstag, 11. April 2013

Cover-Geschwister

Gestern blätterte ich gedankenverloren im Weltbild-Katalog (wo ich nicht bestelle, aber dennoch den Katalog bekomme, keine Ahnung warum, also was soll´s, kann ich ihn mir auch anschauen) und blieb bei "Die Gefangene des Highlanders" hängen. Nicht wegen des Titels - den finde ich eher zum Weglaufen. Ich weiß auch nicht, worum es geht, obwohl mich Titel und Bild irgendetwas schwülstig-kitschiges vermuten lassen. Nein, es war in der Tat das Cover selbst, weil es mir arg bekannt vorkam, nämlich von "Easy" von Tammara Webber, das schon eine Weile ein ungekauftes Dasein auf meiner Wunschliste fristet.



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(Oh. Ich hab doch mal eben noch geschaut, worum es in "Die Gefangene des Highländers" geht. Rrrrrrr, würde ich mal sagen ;)
"Schottland, Ende des 12. Jahrhunderts. Als der tapfere Kreuzritter Braden MacDean aus dem Heiligen Land nach Hause zurückkehrt, steht er vor dem Nichts: Seine Familie wurde getötet, die Burg zerstört, das Land vom Clan der MacArons erobert. Braden bleibt nur eine Möglichkeit: Er entführt die schöne Marian MacAron, um seine Feinde unter Druck zu setzen. Natürlich glaubt der Highlander, dass seine Geisel Widerstand leisten wird – aber er ist nicht darauf vorbereitet, welche Gefühle die temperamentvolle Rothaarige in ihm weckt…")
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Völlige Verwirrung herrscht nun bei den folgenden beiden Büchern, auch wenn diese Cover-Anomalien ("Primeval" läuft wieder im TV, das färbt ab...) mittlerweile den meisten Bloggern schon bekannt sein dürften. "Mein Sommer nebenan" erschien zunächst - als Leseexemplar, wenn ich richtig informiert bin - mit dem Cover ganz links. Ich kenne die zeitlichen Hintergründe nicht (wer war zuerst und so), jedenfalls fiel mir irgendwann "Und morgen am Meer" von Corina Bomann ins Auge - mit einem Cover, das mir verdächtig bekannt vorkam. Mittlerweile erscheint "Mein Sommer nebenan" mit dem Cover in der Mitte. Ähnliches Aussehen, anderes Pärchen; weder besser noch schlechter als vorher, wie ich finde. Fröhliches Covertauschen ist angesagt! :)

 
 
Habt ihr noch weitere Cover-Geschwister entdeckt?
 
(Inhaltsangabe von amazon.de, Cover von thalia.de)

Dienstag, 9. April 2013

"Zeitenzauber: Die goldene Brücke" - Eva Völler

Baumhaus Verlag, 2013
14,99 Euro

Reihe:
2. Die goldene Brücke

Handlung:
Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen - und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Die Fortsetzung der Geschichte um Anna und Sebastiano, die nach dem eher offen gehaltenen Ende von "Die magische Gondel" ja zu erhoffen war, habe ich sehr erwartet. Und die Vorfreude hat mich auch nicht enttäuscht: "Die goldene Brücke" ist ebenso vielfältig, einfallsreich und bezaubernd wie die Vorgeschichte. Natürlich darf man nicht alles allzu ernst sehen oder gar hinterfragen. So spielen Zeit- und Geldsorgen bei Anna offensichtlich eher eine untergeordnete Rolle - der Charme der längst vergangenen Zeiten, die Anna durch die Zeitreisen besucht, wird von Autorin Eva Völler hier so bunt eingefangen, dass er einfach alles andere überlagert. Die Schilderungen, wie es damals hätte sein können, haben mir hier erneut sehr gefallen und lassen darauf schließen, dass Frau Völler entweder sehr gut recherchieren kann, oder ihrer Fantasie freien und erstaunlich authentischen Lauf lässt. In meinen Augen passte hier alles gut zusammen: die Hauptfiguren, die Nebenfiguren, die schillernden Schauplätze, die königlichen Verwicklungen, die Geheimnisse und kleinen Nebengeschichten wie beispielsweise die von Annas Freundin Cecile, die bildhaften Darstellungen von Alltag und Leben im Paris des 17. Jahrhunderts. Man kann sich wirklich ein lebhaftes Bild machen. Zudem gefällt mir, dass Anna keine typische Heldin ist. Sie hat z.B. einen nervösen Magen und muss in den unmöglichsten Situationen aufs Klo und vermisst im heißen dreckigen antiken Paris nicht nur ihr Deo schmerzlichst. Das macht sie nicht nur sympathisch, sondern auch sehr authentisch. Außerdem hat mir "Die goldene Brücke" ziemlich Lust darauf gemacht, tatsächlich "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas lesen zu wollen - was bisher nie der Fall war-, einfach, weil soviel dieser Geschichte auch hier eine Rolle spielt und mich unweigerlich neugierig gemacht hat.

Fazit:
Für Freunde und begeisterte Leser des ersten Bandes ist dieses zweite Buch um Anna und Sebastiano gewissermaßen Pflicht, und es enttäuscht keinesfalls. 5 Bücherstapel.

Sonntag, 7. April 2013

In my mailbox...

Ohhh, die Sonne ist da!! Ich hatte schon befürchtet, ich würde sie nicht mehr erkennen, wenn sie sich denn endlich mal wieder zeigt, aber sie ist da: rund, gelb und ziemlich hell - Sonne also. Trotzdem ist es gefühlt noch nicht soo warm, dass ich mich beherzt mit einem Buch in den Garten setzen wollen würde, also verkrümele ich mich an diesem Sonntag gleich noch einmal irgendwo auf ein Sofa oder so. Aber vielleicht sieht es ja dann in den nächsten Tagen schon ganz anders aus...
Ich glaube, ich lese als nächstes "Partials: Aufbruch", das erst gestern ganz frisch bei mir eingezogen ist. Das konkurriert im Moment schwer mit "City of Bones", was ich ja schon seit Wochen eigentlich gern nebenbei lesen möchte - noch einmal lesen möchte, wohlgemerkt; ich würde ganz gern die komplette Story nochmals gelesen haben, bevor dann der große Kinofilm-Hype losgeht. Aber Partials liegt jetzt hier so neu und ungelesen herum, ganz glänzend und schimmernd auch ohne Schutzumschlag (sieht interessant aus!), und Tine hat neulich so interessante Dinge darüber erzählt... Also werde ich da jetzt wohl mal reinschnuppern.
Heute morgen habe ich "Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?" ausgelesen - ein merkwürdiges Buch. Französisch halt, und ich tu mich mit französischen Büchern und Filmen irgendwie meistens ziemlich schwer. Die sind immer so ... hektisch und Hauptsache, alle reden stets so unglaublich viel auf einmal und durcheinander... Hat sich hier auch wieder gezeigt. Merkwürdig. 
Und nachdem mir "Der beste Freund, den man sich denken kann" von Matthew Dicks so gut gefallen hatte, habe ich nach weiteren Büchern des Autoren Ausschau gehalten und bin auf "99 Sommersprossen" gestoßen.

Hier nochmal in der Übersicht:

Dan Wells "Partials I: Aufbruch"
Den Krieg gegen die Partials, künstlich erschaffene Menschen, haben nur wenige tausend echte Menschen überlebt. Die 16-jährige Kira begibt sich mit einer Gruppe Verbündeter nach Manhattan, ein Gebiet, das die übermächtigen Partials beherrschen. Und dabei entdeckt sie, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Partials vor dem Untergang stehen – und beide mehr gemeinsam haben, als sie ahnten. Die letzten Menschen haben sich nach einer verheerenden Katastrophe nach Long Island, vor die Tore Manhattans, zurückgezogen. Die Partials, übermächtige Krieger, die einst von den Menschen erschaffen wurden und sich dann gegen sie wendeten, bedrohen die Überlebenden. Und eine unheilbare Seuche fordert ihre Opfer. Die sechzehnjährige Kira setzt alles daran, einen Weg zu finden, die Krankheit zu heilen. Doch dieser Weg führt sie nach Manhattan, mitten in das Gebiet der unheimlichen Partials. Und was sie dort entdeckt, wird nicht nur ihr eigenes, sondern das Schicksal aller Geschöpfe auf unserem Planeten verändern …

Hervé Jaouen "Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?"
Véro, 13, hat es nicht leicht: Ihre wechselnden Lover sind notorisch untreu, ihr Bruder ist ein Ekel, und jetzt soll sie auch noch ihr Zimmer räumen, weil ihre Oma dort einzieht. Und die leidet an Alzheimer. Innerhalb kürzester Zeit ist das Familienleben komplett auf den Kopf gestellt. Omama plündert nachts die Küche, hortet Unmengen Schokoriegel und Silberlöffel unter ihrem Bett, weil sie glaubt, dass der Krieg noch immer andauert, telefoniert stundenlang ins Ausland oder löscht versehentlich extrem wichtige Dateien auf Mamans Computer ...

Matthew Dicks "99 Sommersprossen"
Milo kann nicht anders: Wenn er nach einem Marmeladenglas greift, muss er es aufdrehen. Plopp! Er muss Eiswürfel in einer bestimmten Reihenfolge aus der Schale drücken. Klack! Und er muss in die Tasche gucken, die er eines Tages auf einer Parkbank findet. Darin liegen Videokassetten. Er sieht sie sich alle an. Fühlt sich dem Mädchen auf den Bändern zutiefst verbunden. Er muss sie aufspüren und kennenlernen. Mit einer Palette Marmeladengläser im Kofferraum macht sich Milo auf eine Reise der ungeahnten Umwege und Herausforderungen …

(Inhaltsangaben von amazon.de)

Samstag, 6. April 2013

"Adorkable" - Sarra Manning

bloomoon Verlag, 2013
14,99 Euro

Handlung:
Jeane Smith und Michael Lee haben nichts gemeinsam. Er ist der Star des Fußballteams, Schülersprecher der beliebteste Junge der Schule. Sie ist die Außenseiterin, Freak, ein absoluter Dork in seltsamen Klamotten. Doch was kaum jemand weiß: Jeane ist Blogging Queen, hat über eine halbe Million Follower auf Twitter, schreibt Kolumnen für Zeitungen und gilt als Stimme ihrer Generation. Michael Lee langweilt sich mit seiner schönen blonden Freundin und sehnt sich danach etwas Besonderes aus seinem Leben zu machen. Und was noch niemand weiß: Jeane Smith und Michael Lee können nicht aufhören einander zu küssen! Eine ganz besondere (Liebes-)Geschichte über ein Mädchen und einen Jungen aus einer Generation, die zunehmend frustriert ist von ihren Perspektiven und die trotzdem nicht aufhört an ihre Träume zu glauben.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Es gibt sie, die verschiedensten sogleich betitelten Subgruppen der heutigen Gesellschaft, die wie Unkraut aus dem Boden zu schießen scheinen. Freaks, Nerds, Geeks. Jetzt also auch Dorks. Fragt mich nicht, wie die genauen Definitionen hinter diesen Begriffen lauten und wie man das eine vom anderen unterscheidet und abgrenzt. Vermutlich bin ich zu sehr "mainstream", um so etwas zu wissen.
Jeane Smith jedenfalls ist ein Dork. Ein selbsternannter und sie ist stolz drauf. Jeane ist anders, wie man nur anders sein kann, und das spiegelt sich in so ziemlich allem wieder, was das Leben ausmacht: ihrem Kleidergeschmack, ihren Essgewohnheiten, ihrem Schlafrhythmus, ihrer Internet- und sich-mitteilen-müssen- Abhängigkeit, ihrer Einstellung zum allgemeinen täglichen Leben.
Sie beginnt nun eines Tages eine Beziehung der höchst ungewöhnlichen Art zum Everybody´s Darling Michael Lee, der alles hat, alles kann und alles schafft. Beide wissen nicht, wie es dazu gekommen ist, dass sie sich in den Schulpausen treffen und Rumkutschen zur neuen Lieblingsbeschäftigung der beiden wird. Sie hassen sich aufs Herzlichste, aber sie können nicht die Finger voneinander lassen. Das bringt diverse Unannehmlichkeiten mit sich - und davon ist das dem-Dorksein-treu-bleiben nur das geringste Problem.
Zu diesem Buch fällt mir eigentlich nur eins so richtig ein: herrlich! Ich habe das Lesen dieser höchst ungewöhnlichen und gleichwohl dorkig-sympathischen Beziehungsgeschichte sehr genossen. Jeane ist einfach ein mieser Charakter par excellence: schnodderig, unordentlich, arrogant, besserwisserisch und frech, verletzend und bissig - und gleichzeitig irgendwie einmalig, liebenswert und ... ja, "adorable"! Ich weiß wirklich nicht, ob ich sie lieber als Freundin oder als Feindin haben wollen würde. (Nun ja, im Zweifelsfalls wohl lieber als Freundin.) Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob sie nicht völlig überzeichnet, total übertrieben von der Autorin dargestellt wurde. Aber ... nein! Ich kann mir bestens vorstellen, dass die heutige Jugend GENAU solche Personen zum Vorschein bringt und das auch noch großartig findet, weil facebook und Twitter dann wieder Gesprächsstoff geliefert bekommen. 
"Adorkable" ist ein bissiges, fieses und dennoch auf den Punkt gebrachtes Portrait davon, wie es heutzutage zugeht in der Welt, in der social networking alles bedeutet. Dass sich in dieser verqueren Welt aber dennoch die Wege sehr unterschiedlicher Personen kreuzen können - das hat Sarra Manning in eine ganz tolle, kurzweilige, sympathische und sehr unterhaltsame Geschichte verpackt.

Fazit:
Dorkige 5 Buchstapel für Jeane und Michael, die mich bestens unterhalten haben. (Und!! Die Geschichte spielt in London, also bitte!)

Freitag, 5. April 2013

Konzerterlebnisse: Mumford & Sons

Letztes Jahr (es war am 29. September) habe ich zum ersten Mal "Little Lion Man" gehört, und zwar genau in dieser Version:


Irgendwie ... war ich sofort verliebt. In den Song. In die ganze Band. In Herrn Mumford. (Naja, so ein bißchen zumindest...) 

Ich hatte vorher durchaus schonmal den Namen "Mumford & Sons" gehört, wusste aber weder, wer noch welche Musik sich dahinter verbarg. Nach diesem Hörerlebnis wusste ich es dann und ich war hin und weg! Ich habe mir direkt das erste Album "Sigh no more" gekauft, das zu diesem Zeitpunkt bereits seit 3 Jahren auf dem Markt war - echte Fans dürften mich belächelt haben. Aber lieber spät als nie! Manchmal hänge ich halt bei guten Sachen hinterher - hey, ich hab auch die Tribute von Panem erst Anfang letzten Jahres gelesen, habt ein Nachsehen mit mir! Ich hörte "Sigh no more" rauf und runter, konnte mich spontan gar nicht entscheiden, welches Lied mir von diesem Wahnsinnsalbum am besten gefiel, obwohl "Little Lion Man" dann doch mein Liebling blieb. Eigentlich habe ich mir dann auch umgehend ihr zweites Album "Babel" zugelegt, das zu diesem Zeitpunkt gerade veröffentlicht wurde (was für ein Zufall!), und auch diese Scheibe lief bei mir fortan zu jeder (un)möglichen Zeit. Damals habe ich mir gedacht, dass ich diese 4 Herren UNBEDINGT live sehen möchte, wenn sie denn auf Tour kommen. Und dann gaben sie doch tatsächlich Tourtermine bekannt, woraufhin mein Mumford & Sons- Herzklopfen begann, und ich habe mir sofort ein Ticket für das Konzert in Berlin gekauft - was gut so war, denn ihre Konzerte waren in null komma nix ausverkauft.

Und nun war es diese Woche so weit, am Dienstag traten Mumford & Sons im Velodrom in Berlin
auf. Meine liebe Freundin Lena und ich waren mit am Start. Schon von der S-Bahn Haltestelle an war der Weg gepflastert mit Schild-hochhaltenden Fans, die hektisch und flehend Last-Minute Tickets suchten und dabei so manche Preisgrenze sprengten. Mehrere hundert Euro waren die ganz Verzweifelten sogar bereit, für ein Ticket zu bezahlen, man stelle sich das mal vor. Keine Ahnung, ob die erfolgreich waren.
Dann in der Halle - eine Radrennbahn, sieht man auch nicht jeden Tag - angekommen, Sitzplatz gesucht (wir waren dieses Mal halt stehfaul) und sich mit "Half Moon Run" und "Mystery Jets" durch 2 Vorbands gehört. Ich mag Vorbands im Prinzip sehr - auf die Art und Weise habe ich schon ganz wunderbare Bands kennengelernt und für mich entdeckt -, aber zwei Vorbands find ich persönlich immer einen Tick zuviel. Gar nicht mal so sehr wegen der Musik und dem Instrumente-auf-und-abbauen an sich, sondern wegen der Unmenge an Zeit, die dabei drauf geht, und in der man einfach nichts anderes tut als warten, sich umschauen, warten, der Person, die vor einem sitzt, aufs Smartphone schielen und nochmal warten. Nach einer kleinen gefühlten Ewigkeit war es dann aber endlich soweit: die 4 britischen Herren betraten die Bühne und ein Juchzen ging durch die Menge.
Es begann mit einem heiseren "Guten Abend" von Mr. Mumford. (Schmacht!) Dann ging´s los mit dem Album-Opener "Babel" und spontan kochte die ganze Halle. Auf den wenigsten (gar keinen?!) Konzerten, die ich bisher besucht habe, habe ich tatsächlich erlebt, dass die Zuschauer so dauerhaft mitgingen und permanent am Klatschen, Jubeln und Tanzen waren. Ist aber andererseits auch kein Wunder, denn Mumford & Sons boten mit Songs wie "I will wait", "Whispers in the dark", "Lover of the light" oder meinem persönlichen Seufzsong "Little Lion Man" eben genau die Lieblinge der Fans, die
daraufhin kräftig mitsangen, herrlich falsch im Takt klatschten oder eben allgemein ordentlich Lärm produzierten. Ich - die Mumford & Sons ja vorher nie live gesehen oder gehört hat - war völlig hin und weg, dass Marcus Mumford live wirklich genauso klingt wie auf den CDs, und unglaublich schön singen kann, so sexy-heiser und verrucht. (Nur sein Mikro war manchmal eine Spur zu laut eingestellt.)
Außerordentlich toll war dann schließlich noch die Zugabe, die gefühlt viel zu früh kam und aus den ruhigen a-capella gesungenen "Reminder" und "Sister" bestand, welche die 4 Bandmitglieder auf einem extra errichteten Podest am anderen Ende der Halle inmitten der Fans zum Besten gaben. Wirklich schön! (Nervig an dieser Stelle nur wieder die beharrlich falsch und entgegen des Taktes klatschenden Fans - merken das manche nicht?!) Als abschließendes Highlight gab es dann noch "The cave" (Lena, danke dafür! ;) ), bei dem die Masse noch einmal richtig mitging. Das gibt´s jetzt hier für euch auch:


Auf dem Weg zurück zur S-Bahn habe ich mich dann noch zu einem zwielichtigen Posterkauf hinreißen lassen, aber - das musste sein! Ich konnte einfach nicht dran vorbeigehen und dieser chinesisch-thailändisch-vietnamesisch-aussehende-nur-englisch-sprechende Posterverkäufer hat sie einem ja auch quasi aufgedrängt...! (hüstel... Zum Glück!) Am liebsten würde ich es mir direkt zum Anschmachten an die Wand hängen, leider habe ich dafür nur gar nicht so recht den Platz übrig (vor lauter Dachschräge und Bücherregalen). Aber gut zu wissen, dass ich es habe - in schweren sehnsüchtigen Zeiten kann ich mir so die CDs in den Player werfen und das Poster rauskramen und gedanklich abtauchen ;)
An dieses erste Mumford & Sons - Konzert werde ich definitiv noch eine Weile zurückdenken, und es wird ganz gewiss nicht mein letztes gewesen sein!


Mittwoch, 3. April 2013

Oha: Trailerflut!

Ich habe in den letzten Tagen sowohl den neuen Kinotrailer für die Verfilmung der Mortal Instruments- Reihe gesehen als auch den Trailer für den neuen Percy Jackson- Film. Für alle, die sie noch nicht kennen: hier sind sie in voller Pracht.


Was soll ich sagen? Meine Neugier auf diesen Film steigt doch stetig an. Allerdings kann ich mir nicht helfen: meiner Meinung nach ruiniert Jamie Campbell Bower als Jace den ganzen Film. Der ist es einfach nicht! Mit allen anderen kann ich (gut) leben: Simon ist super besetzt, Clary, Alec und Izzy find ich ok, Magnus echt klasse, ebenso wie Valentine. Aber Jace? Wenn ich diese hagere Gestalt mit den Glupschaugen und diesen ... Haaren in seiner Lederweste sehe - das passt einfach nicht, so sah Jace in den Büchern einfach nie aus! Finde ich zumindest, manch einer mag das anders sehen. Aber ist ja mein Blog, haha... ^^



Dann doch lieber noch ein paar Sätze zu Percy Jackson und dem zweiten Kinofilm aus der Reihe. Den ersten Teil habe ich gesehen und fand ihn ... naja, ok. War schon gut umgesetzt, auch wenn ich mir manche Stelle beim Lesen anders vorgestellt hatte, allen voran Annabeth, die mir im Film irgendwie zu tough und abgeklärt war (und im Übrigen gar nicht blond...?!). Überhaupt waren ja alle schon recht alt, zumindest weitaus älter, als sie es laut Buch 1 eigentlich sein sollten. Aber naja. Ich hab mich gefreut, als ich hörte, dass es einen zweiten Teil verfilmt geben wird; und wenn ich mir diesen Trailer ansehe, dann ... puh, hab ich mich nicht umsonst gefreut. Macht optisch ja einiges her! Ich hab die Story des zweiten Buches gar nicht mehr so richtig im Kopf, aber das macht nix: der Filmtrailer sieht auch so toll aus. Offenbar gab es auch ein paar Änderungen, Annabeth ist beispielsweise endlich blond (ha!), Chiron wird offensichtlich von jemand anderem gespielt, den ich vom Sehen auch kenne, aber ... ich hab spontan keine Ahnung, wie er heißt :/ Offenbar hatte Pierce Brosnan keine Lust mehr auf die Rolle. Und Percy haben sie eine jugendliche Kurzhaarfrisur verpasst, aha. Hab ihn um ein Haar nicht mehr erkannt, aber - ja! - es ist nach wie vor Logan Lerman, der Percy auch schon in Teil 1 gespielt hat. Hauptsache, Grover (mein Liebling in ALLEN Büchern!) behält seinen Humor auch im Film weiterhin, dann ist doch alles ok.
Da fällt mir übrigens ein, dass ich den letzten Band der Percy Jackson- Reihe, "The last olympian", nach wie vor nicht gelesen habe. Das müsste ich mal ändern - ich weiß gar nicht, wie die Reihe endet!

Was sagt ihr?

Dienstag, 2. April 2013

HmmmmmmMumford & Sons...

Das nächste Konzert steht an. Heute Abend. Es sind 

Mumford & Sons

Bin ich aufgeregt! Ich habe Herzklopfen deswegen, seit ich zum ersten Mal gehört habe, dass sie nach Deutschland kommen und spielen, und das war immerhin schon im November letzten Jahres.
Ich muss gestehen, ich bin so ein klitzekleines Bißchen verliebt in diese Band. Und es kann gut sein, dass das heute Abend noch verstärkt wird.

Hach, bin ich aufgeregt!! Wer dabei sein möchte: heute Abend im Velodrom in Berlin. Das Konzert ist seit Ewigkeiten ausverkauft, aber vielleicht will ja noch jemand sein Ticket vor der Tür loswerden. 
Also ich ganz sicher nicht.


Montag, 1. April 2013

"Der beste Freund, den man sich denken kann" - Matthew Dicks

Bloomsbury Berlin, 2013
19,99 Euro

Handlung:
Budo ist der beste Freund, den sich der achtjährige Max vorstellen kann. Eben weil er sich ihn nur vorstellt. Doch eines Tages wird Max nicht länger an ihn glauben und Budo wird aufhören zu existieren. So weit ist es jedoch noch nicht. Denn Max ist anders als die anderen Jungen: Er mag es nicht, wenn man ihn berührt, er liebt es, Dinge zu ordnen, er schaut Menschen ungern in die Augen. Kein Wunder, dass die Schule ein einziger Spießrutenlauf für ihn ist. Als die Lehrerin Mrs Patterson ein verdächtiges Interesse an Max bekundet, spitzt sich die Situation jedoch zu, so dass Budo eine dramatische Entscheidung treffen muss.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Ich verbringe fast den ganzen Tag mit Max und sehe, wie anders er ist verglichen mit den Kindern in seiner Klasse. Max lebt auf der Innenseite, und die anderen Kinder leben auf der Außenseite. Das macht ihn so anders. Max hat keine Außenseite. Max besteht komplett aus Innenseite." (S. 28)

Die Idee, eine Geschichte aus der Sicht eines imaginären Freundes erzählen zu lassen, finde ich ganz außergewöhnlich. Und sie gelingt Autor Matthew Dicks bestens. In einer Mischung aus kindlicher Naivität, Unwissenheit und messerscharfen Beobachtungen erzählt Budo, der imaginäre Freund von Max, über die Geschehnisse, die sowohl ihn als auch Max eines Tages ereilen.
Max ist ein Kind. Max hat aber obendrein autistische Züge, was das Ganze gleichermaßen erschwert und spannend gestaltet. Budo dient von jeher als Max´ Verbindung zur allgemeinen Außenwelt: er gibt Max Tipps, ist sein Spielkamerad, erklärt ihm Dinge, die er nicht versteht, schiebt Wache an der Klotür, sagt ihm vor, was in manchen Situationen sagen soll, und was lieber nicht.
Bisher kamen die beiden ganz wunderbar miteinander aus. Und im Gegensatz zu Max ist Budo sehr wohl bewusst, dass er nur imaginär ist, dass nur Max ihn sehen und hören kann, und dass er eines Tages wohl einfach verschwinden wird - dann nämlich, wenn Max aufhört, an ihn zu glauben. Über kurz oder lang passiert das bei jedem imaginären Freund; und Budo hat im Laufe der Zeit einige kuriose Gestalten kennengelernt, die alle irgendwann mal gegangen sind (und die mich teilweise ziemlich zum Lachen gebracht haben) - also wird das doch wohl auch bei Budo passieren, oder ...?
"Der beste Freund, den man sich denken kann" hat mich in ein Wechselbad der Gefühle geworfen. Anfangs war ich völlig begeistert von der Geschichte und von Budo, von seinem versteckten Witz, der mich manches Mal richtig hat kichern lassen. Dann nimmt die Handlung an Fahrt auf, die fiese Lehrerin Mrs. Patterson tritt auf - und ich habe dank Budos Feuereifer über die ein oder andere kleine Länge im Mittelteil der Handlung hinweg sehen können. Am Ende schließlich habe ich mit Tränen in den Augen die letzten Seiten umgeschlagen, und habe es im Stillen bedauert, dass ich als Kind nie einen imaginären Freund hatte. Oder mich zumindest nicht mehr dran erinnern kann. Denn Budo ist "Der beste Freund, den man sich denken kann".

Fazit:
Das Buch gibt einem so viel, es ist berührend und unterhaltsam gleichermaßen, ist lustig und total traurig, nachdenklich stimmend und Erinnerungen weckend. Vor allem aber lesenswert.


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