Donnerstag, 26. Dezember 2013

"Dezembergeheimnis" - Caroline Richter

Kindle Edition, 2013

Handlung:
Sich ihren Traummann ausmalen, welche Erscheinung und charakterlichen Vorzüge er haben soll … All das hat Lea getan. Bis ins kleinste Detail. Dass das Gespinst ihrer Tagträume eines Morgens urplötzlich in ihrer Küche steht, hätte Lea allerdings nicht erwartet. Und dass er das auch noch nackt tut, war gleich zweimal nicht geplant. Ein dummer Zufall? Ein Wunder? Oder ein verrückter Irrer, der ihre Bude ausräumen will? Lea geht stark von Letzterem aus, nur dass Noel sich so gar nicht wie ein verrückter Irrer verhält, sondern nach allen Regeln der Kunst versucht, ihr Herz für sich zu gewinnen. Auf einmal ist nichts mehr so, wie es vorher war und Leas Welt steht Kopf. Nie hätte sie gedacht, dass Noel und die mysteriöse Geschichte seiner Herkunft bald zu ihrem schönsten Geheimnis werden könnten. 
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Es war nicht nur unmöglich, es war auch noch albern, dass ein Kuchen ihr Seelenverwandter sein sollte. Was sagte das denn in Gottes Namen über ihren Charakter aus?"
Lea hat ein Geheimnis. Ein süßes Dezembergeheimnis. Von einem Tag auf den anderen hat sie sich einen Mann gebacken und der tut fortan alles, um ihr zu gefallen und um ihr Herz zu erobern. 
Klingt nach einer schönen kuscheligen Weihnachtsgeschichte? Ist es an und für sich auch. Ich persönlich finde es nur schade, dass die Geschichte erst startet, als Weihnachten im Prinzip schon wieder vorbei ist. Für das richtige (vor-)weihnachtliche Feeling, das diese Geschichte umgeben sollte, wäre die Adventszeit vielleicht einen Tick passender gewesen.
Die Idee hinter "Dezembergeheimnis" hat mir sehr gut gefallen, die war niedlich und herzerwärmend, da hat die Autorin also alles richtig gemacht. Leider ging mir jedoch die Umsetzung nicht ganz so zu Herzen. Die Geschichte weist meines Erachtens nach immer wieder mal einige Längen auf. Mein Kindle zeigte 33% Lesefortschritt an, als ich zunehmend ungeduldig ob des Hin und Her´s zwischen Lea und Noel wurde, und schon mal vorblätterte, um zu sehen, wie lange das Kapitel noch gehen würde. An manchen Stellen im Mittelteil zieht sich die Handlung sehr; insgesamt mehr Handlung in komprimierter Form hätte mir hier besser gefallen.
Zudem kann ich mir nicht helfen: Noel hat mich irgendwie total genervt. So richtig. Er ist der Typ Weichei mit keinerlei eigenem Charakter oder markanten und interessanten Wesenszügen. (Wer die Geschichte liest, erfährt auch, warum das so ist. Das ist Sinn der Sache. Aber trotzdem.) Sein Ziel ist es, Lea zu gefallen und ihre Wünsche zu erfüllen, und das nahm für mich viel zu weichgespülte Formen an. Romantische und gefühlvolle Kerle - schön und gut, aber solche Ja-Sager sind auf Dauer ja irgendwie auch unerträglich. Deswegen war Noel für mich leider zu keinem Zeitpunkt mehr als ein rein fiktiver Charakter, den ich persönlich nicht kennenlernen wollen würde. 
Unabhängig davon - und ich möchte hier keineswegs ein negatives Bild der Geschichte aufkommen lassen - kann man der Autorin zu ihrem Debütroman nur gratulieren. Denn abgesehen von den erwähnten paar Längen liest sich die Story wirklich schön, die Idee ist toll und die Erzählart vielversprechend. Bin auf weitere Bücher von ihr sehr gespannt!


Dankeschön an Reni für den ebook-Gutschein! Bei deinen Gewinnspielen hab ich irgendwie Glück :)

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