Montag, 30. Dezember 2013

"Das Tal: Die Entscheidung" - Krystyna Kuhn

Arena Verlag, 2013
9,99 Euro

Reihe:
Season 1:
Das Spiel

Season 2:
Das Erbe
Die Jagd 
Die Entscheidung

Handlung:
Nur wenige Stunden bleiben und nur zu acht können sie verhindern, dass sich das Böse in der Welt ausbreitet. Katie, Robert, David und die anderen müssen ins Herz des Tals gelangen, um es zu stoppen und das Geheimnis zu entschlüsseln. Während die Studenten das Undenkbare auf sich nehmen, stürzen immer dramatischere Katastrophen die Kontinente ins Chaos. Und als sie Hilfe von unerwarteter Seite bekommen, stehen die Freunde am Ende vor der entscheidenden Frage: Kann nur Vertrauen alles retten?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Das ist der letzte Band der Buchreihe. Ich glaube zwar nicht, dass ich irgendwas spoilern könnte. Aber ich will´s halt nur gesagt haben...***

Puhhh, was für eine Enttäuschung. Ich glaube, ich war beim Beenden einer Buchreihe selten (nie?!) so enttäuscht und gefrustet wie hier. Was hab ich nach den ersten beiden Bänden nicht alles für Gedanken und Ideen gehabt, zum Tal, zu den Studenten - sowohl die heutigen als auch die damaligen -, zu dem roten Faden, der das alles irgendwie zusammenhält. Dieser Faden hat sich zwar langsam nach und nach aufgedröselt, dabei aber auch von Buchteil zu Buchteil noch mehr und neue Fragen aufgeworfen.
Schon bei Teil 4 oder 5 habe ich mir gedacht, dass es sicher ziemlich schwierig werden wird, hier alles zu einem stimmigen Ende zu verknüpfen - und die Leser dabei zufrieden zu stellen.
Und tatsächlich muss ich jetzt nach Band 8 auch feststellen, dass Frau Kuhn dieses Unterfangen nicht wirklich gelungen ist. Beim Zuklappen des Buches fühlte ich mich, als hätte ich ein Brett vorm Kopf: Ich habe irgendwie überhaupt nichts mehr verstanden. Dieses Ende, diese angebliche Auflösung, diese höchst hanebüchene Hintergrundgeschichte (Weltuntergang. Mindestens!), die dramatisch sein sollte, aber eigentlich nur albern und unglaubwürdig daherkam - all das wirft so viele Fragen auf, lässt zig Aspekte und Fährten, die die Autorin auf dem Weg zum Finale gelegt hat, unbeachtet und unbeantwortet, und lässt zumindest mich jetzt völlig unzufrieden zurück.
Das ganze Buch wurde mit irgendwelchen schwammig gehaltenen Dialogen und Möchte-gern-philosophischen Selbsterkenntnissen gefüttert, ist aber kaum in der Lage, am Ende mal klipp und klar zu sagen: "Das ist Sache. Das ist damals passiert, das ist Schuld daran, und das hier passiert jetzt heute." 
Das hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Ich habe mir hier im Finale wirklich viel mehr erhofft und kann die Reihe für mich nun nur mit der Erkenntnis abschließen, dass das ganze langgezogene Warten von Teil zu Teil auf ein knalliges, überraschendes und dennoch stimmiges Ende umsonst war.


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