Samstag, 28. Dezember 2013

2013 - Ein buchiges Fazit

2013 ist fast vorbei. Gelesen habe ich in diesem Jahr eine ganze Menge, irgendwas über 100 Bücher sind es mittlerweile geworden. Zeit, mal zurück zu blicken und zu schauen, was meine buchigen Highlights und Flops des Jahres waren. (Ich verlinke jetzt nicht jedes Buch zur Rezension; falls ihr was dazu lesen wollt, schaut einfach im Rezensionsindex nach.)

- Die meisten Lacher -

... hatte ich beim letzten Teil der Ismael- Reihe von Michael Gerard Bauer, "Ismael - Bereit sein ist alles", oder auch bei "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Mara Andeck. Da waren so manche echt lustige Stellen drin.

- Die meisten Tränen -

... hingegen gab es bei einem Buch, das gar nicht wirklich ein belletristisches Buch ist, nämlich "The burning house" von Foster Huntington. Ich weiß gar nicht, warum, aber mich haben diese kleinen Geschichten rund um die Fotos, die in diesem Buch vorgestellt werden, teilweise so gerührt, dass ich einmal abends bis nachts 1 Uhr da saß, in dem Buch blätterte und hemmungslos geflennt habe, weil mir das alles so zu Herzen ging. Zur Info: Man soll sich vorstellen, das eigene Haus brennt und dann fotografieren, welche Dinge man schnellstmöglich zusammen packen und vor den Flammen retten würde. Das haben ziemlich viele Leute bisher schon gemacht, die Bilder auf eine Homepage hochgeladen, und einige dieser Fotos sind in diesem Buch vorgestellt. 

- Das fieseste Ende -

... ist bei "Rage inside" von Jeyn Roberts zu finden. Von den beiden Büchern "Dark inside" und "Rage inside" war ich eigentlich ziemlich begeistert, die Idee hat mir gefallen und die Umsetzung war gelungen. Toll fand ich in dem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die Autorin sich nicht dem beliebten Trilogie-Zwang angeschlossen hat, sondern meinte, nach 2 Büchern wäre die Reihe beendet. Fand ich gut. Zunächst. Als ich dann das Ende von Teil 2 gelesen hatte, fand ich es überhaupt nicht mehr toll, denn das Ende ist ein Witz! Wie kann man eine Geschichte denn SO offen enden lassen und dann seinen Fans sagen, mehr ist nicht, das war´s?!??! Mittlerweile gibt es Gerüchte, dass ein dritter Teil doch erscheinen wird - irgendwann mal -, und ich hoffe stark darauf...

- Das schönste Pärchen -

... waren für mich Will und Layken aus "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover. Ich kann gar nicht wirklich erklären warum, aber bei den beiden hat von der ersten Seite an die Chemie gestimmt, ich hab gern von ihnen gelesen und ich hab ihnen die Verliebtheitsmasche abgekauft - was ich nicht von allen Pärchen behaupten kann. Außerdem war das Ende echt niedlich.

- Die größte Überraschung -

... die Kategorie ist schon weitaus schwieriger, und eine wirklich "größte" Überraschung ist es wohl auch nicht. Durchaus positiv überrascht hat mich aber beispielsweise "Nevermore" von Kelly Creagh. Ich hätte hier wirklich eine eher vorhersehbare Teenie-Story erwartet, die das Thema Edgar Allan Poe bestenfalls ankratzt. Stattdessen war die ganze Geschichte richtig unterhaltsam, für mich als Poe-Laien wirklich informativ, spannend und mysteriös - und ich will definitiv wissen, wie es weitergeht! Leider habe ich vor einiger Zeit gehört, dass der Loewe-Verlag, bei dem Teil 1 erschienen ist, die Reihe nicht fortsetzen wird, was ich wirklich außerordentlich schade finde. Ich habe Teil 2 schon seit einiger Zeit als englisches ebook auf dem Kindle, und nehme mir dieses für 2014 auch fest zum Lesen vor.
Sehr überraschend war für mich aber auch die Lektüre von "Der Fänger im Roggen", weil ich hier anfangs eine viel verstaubtere und verschrobene Geschichte erwartet hätte - so Schullektüre-mäßig. (Alle Deutschlehrer mögen mir verzeihen, aber seit "Unterm Rad" von Hermann Hesse bin ich, was Schullektüre betrifft, wirklich total geschädigt...) Stattdessen fand ich "Der Fänger im Roggen" ... tja, cool, würde ich mal sagen :)

- Viel Wirbel um nichts -

... Naja, vielleicht nicht wirklich Nichts, aber zumindest Nicht viel. Soll heißen, Bücher, die über den Klee gelobt wurden, die alle Welt ganz toll fand und die auch die Bestseller-Listen lange angeführt haben. Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, weil mich die Geschichten dahinter nicht annähernd so vom Hocker gerissen haben wie manch anderen Leser. 
Dazu gehören "Gone Girl" von Gillian Flynn und "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes. Versteht mich nicht falsch, ich fand die Bücher keineswegs schlecht. Gerade bei "Ein ganzes halbes Jahr" kommt man wirklich ins Grübeln, weil das Thema ja doch sehr an die Nieren geht. Und Lou und Will sind auch keine Figuren, wie man sie in jedem Buch finden kann. Aber bei mir hat das Buch keineswegs einen solchen Eindruck hinterlassen, dass ich noch Monate später davon schwärme/berichte/baff bin oder gar nachvollziehen kann, wieso es alle Bestsellerlisten schmückt. Ich hab´s gelesen, es war ok - aber das war´s auch. 
Und bei "Gone Girl" ist das ähnlich. Die Idee und die Aufmachung des Buches sind zweifelsfrei außergewöhnlich, weil man das nicht in jedem Buch erlebt. Aber abgesehen davon war ich von der Story im Ganzen eher enttäuscht und kann auch hier den immensen Erfolg des Buches nicht wirklich nachvollziehen.

- Highlights des Jahres -

Zu meinen persönlichen Favoriten in diesem Jahr würde ich vor allem "Adorkable" von Sarra Manning zählen, denn das Buch war ein echter Hit! Hin und weg war ich von "Vango - Zwischen Himmel und Erde" von Timothée de Fombelle, das hat wirklich das Zeug zu einem weiteren Lieblingsbuch. So eine schöne, spannende, abenteuerreiche, toll durchdachte und sowohl lustige als auch nachdenklich stimmende Geschichte lese ich nicht alle Tage, daher hat "Vango" wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Toll fand ich auch die Idee hinter "Das neue Buch Genesis" von Bernard Beckett, oder auch "Die Scanner" von Robert M. Sonntag und die "Labyrinth"-Bücher von Rainer Wekwerth. Wie oben schon erwähnt, behalte ich auch "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover und "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger in sehr guter Erinnerung an dieses Lesejahr.



- Flops des Jahres -

Ich bin eigentlich richtig begeistert: mir ist kein Buch eingefallen, das ich in diesem Jahr so richtig richtig schlecht fand. Dennoch gab es ein paar Bücher, von denen ich mehr erwartet hätte, oder die mir aus verschiedenen Gründen nicht gefallen haben. Dazu gehören "Dance of shadows" von Yelena Black, "Liberty Bell" von Johanna Rosen, "Nashville" von Antonia Michaelis und "Sam & Emily: Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls" von Holly Goldberg Sloan. Enttäuscht war ich aber auch von "Wuthering Heights" (= Sturmhöhe) von Emily Bronte, denn da das allgemeinhin zur Weltliteratur gehört, waren meine Erwartungen hier einfach größer als das, durch das ich mich letztlich durchgekämpft habe. 

Wie sieht´s bei euch aus? Welche Bücher waren eure Favoriten, welche haben euch eher enttäuscht?

4 Kommentare:

  1. Wow, du hast ja wirklich viel gelesen in diesem Jahr!
    Um "Ein ganzes halbes Jahr" schleich ich immer so ein wenig rum und weiß nicht, ob das wirklich mein Fall wäre.
    "Das Buch Genesis" gehört ja für mich leider zu den Enttäuschungen des Jahres. Und Highlights hatte ich dieses Jahr relativ wenige, wenn ich so drüber nachdenke. :-(

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  2. Hm, "Ein ganzes halbes Jahr"... Schwierig. Ich denke, man kann das Buch durchaus mal gelesen haben, schon alleine, um "mitreden" zu können und um verstehen zu können, warum so viele davon sprechen. Aber mir hat es nicht soo viel gegeben, vor allem rückblickend. Stimmt schon, dass ich direkt nach dem Lesen noch anders drauf war und mir durchaus gedacht habe, dass das schon was mal anderes und nicht übel zu lesen war. Aber jetzt, nach einiger Zeit, verspüre ich überhaupt keinen Drang, dieses Buch jemals wieder lesen zu wollen. Hat also letztlich keinen wirklichen Eindruck hinterlassen...

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  3. "The Burning House" hört sich wirklich toll an! Ich glaube da müsste ich auch die ein oder andere Träne verdrücken. Außerdem fühle ich mich jetzt stark zu "Ein ganzes halbes Jahr" in meinem Bücherregal hingezogen. - Einfach mal schauen ob es bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

    LG Anni

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    1. "The burning house" würde ich auch sofort jedem empfehlen - leider kennt es so gut wie niemand. Und es ist auf englisch, d.h. die kleinen Texte dazu sind eben auch auf englisch; das sollte man vorher vielleicht wissen :)

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