Dienstag, 19. November 2013

"Vango - Zwischen Himmel und Erde" - Timothée de Fombelle

Gerstenberg Verlag, 2012
16,95 Euro

Handlung:
Paris, 1934. Zusammen mit vierzig anderen weiß gekleideten Männern wartet Vango, 19 Jahre, ausgestreckt auf den Pflastersteinen vor Notre- Dame auf seine Priesterweihe. Doch dazu kommt es nicht Vango muss fliehen. Mord wird ihm vorgeworfen. Eine waghalsige Verfolgungsjagd beginnt, die Vango über die Dächer von Paris bis an den Bodensee und an Bord eines Zeppelins nach Sizilien führt, weiter auf die äolischen Inseln seiner Kindheit und schließlich nach Schottland zu seiner großen Liebe, der geheimnisvollen Ethel. Immer auf der Flucht und getrieben von der Frage: Wer bin ich? Denn Vangos Herkunft ist auch ihm selbst ein Rätsel ... und scheint doch der Schlüssel, um dahinterzukommen, wer genau ihm nachsetzt und vor allem warum seine Verfolger so umbarmherzig sind.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Es folgt eine Liebeserklärung. Eine ganz subjektive. Denn dieses Buch hat mich verzaubert. Dieses Buch war so unglaublich schön und beeindruckend und mitreißend und aufrüttelnd und gemütlich und spannend und ... einfach lieblingsbuchverdächtig. Vielleicht lag es daran, dass mich schon längere Zeit kein Buch mehr wirklich mitreißen konnte. Mich bewegen, mich beeindrucken konnte, oder irgendeinen längeren Eindruck in meinem Kopf hinterlassen hat.
Vango hat definitiv seine Spuren in meinem Kopf hinterlassen, und dabei nicht mal so sehr nur die eben gleichnamige Hauptperson. Vielmehr das ganze Drumherum. Die Idee, die Schauplätze, die Verwicklungen, die Figuren. Fast interessanter und kurioser als Vango selbst fand ich nämlich die ganzen anderen Personen, die hier mitspielen. Die Mitläufer und Widersacher. Die toughen jungen Damen, von denen vor allem Ethel mich manchmal richtig baff hat sitzen lassen, so unglaublich ... cool und bewundernswert ... ist sie. Die Entdecker und Kümmerer. Die kleinen Nebengestalten, die anfangs so unscheinbar sind und im Laufe der Handlung so an Bedeutung gewinnen. Die fiesen Kerle, die so undurchsichtig und zahlreich sind, dass man zunächst einfach gar keine Chance hat, alles zu überblicken und alle Verbindungen untereinander herzustellen. Soviele einzelne Handlungs - und Zeitstränge werden aufgebaut, kreuzen sich zu manchen Zeitpunkten und Orten und laufen dann weiter. Auch die Schauplätze sind zahl - und abwechslungsreich, und alle derart bildlich dargestellt, dass man keinerlei Probleme hat, sich einfach in die Geschichte fallen zu lassen.
Diese Geschichte selbst ist ein wie großer Ballon - ähnlich wie die Zeppeline, die hier auch eine Rolle spielen - man lässt sie los und sie wirbeln einem um den Kopf. Man kann am Anfang beim besten Willen nicht absehen, was alles auf einen zukommt, wenn man beginnt zu lesen. Hier gibt es viel zu entdecken: Abenteuer, mysteriöse Mordfälle, Liebe und Romantik, die ungemütliche Historie der 30er Jahre in Europa, kleine und große Wunder, eine Schnitzeljagd rund um den Globus. Und alles in einer so tollen Art und Weise geschrieben, dass es mich zum Dauerlächeln gebracht hat. Das hab ich beim Lesen nicht so oft. Aber wenn, dann beeindruckt mich ein Buch, und zwar so richtig.

Fazit:
Lesen. Mehr sag ich nicht dazu.


3 Kommentare:

  1. Basti, das kann man so nicht in ein paar Sätze fassen. Vango ist - genau wie so ziemlich alle Figuren in dem Buch - sehr vielschichtig. Lies es doch einfach und lass dich überraschen.

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