Dienstag, 12. November 2013

"Die Mondscheinbäckerin" - Sarah Addison Allen

Goldmann Verlag, 2013
8,99 Euro

Handlung:
Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die 17-jährige Emily Benedict nach Mullaby, North Carolina, um dort bei ihrem Großvater zu leben. Schon bald merkt sie, dass in Mullaby ungewöhnliche Dinge vor sich gehen: Nachts huschen Irrlichter durch die Wälder, die Tapete in Emilys Zimmer verändert von allein das Muster, und die Nachbarin Julia Winterson backt Kuchen, die geliebte Menschen anlocken können. Als Emily den jungen Win Coffey kennenlernt, funkt es sofort zwischen den beiden. Aber die Familie Coffey hütet ein sonderbares Geheimnis …
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Auf "Die Mondscheinbäckerin" habe ich eine ganze Weile gewartet; zumindest fristete das Buch schon einige Monate auf meiner Wunschliste ein Dasein, bevor es überhaupt erst erschien. Nun habe ich es gelesen, bin auch froh drüber, aber ein kleines Wunderwerk verbirgt sich in meinen Augen dennoch nicht dahinter.
Klar, alles kommt ziemlich beschaulich, gemütlich, gar heimelig daher. Man liest gern von Mullaby und seinen Bewohnern, man fühlt sich direkt wohl - so etwas mag ich bei Büchern. Die Beschreibung des kleinen verschlafenen Städtchens Mullaby weckt Erinnerungen an Serien wie "Gilmore Girls" oder auch "Pushing Daisies" und auch die Bewohner sind mindestens ebenso exzentrisch. Zumindest gibt es einige sehr ausgefallene Gestalten, die einen das Geschehen zwar gern, aber dennoch eher mit einem zwinkernden Auge lesen lassen.
Tatsächlich hat mir hier jedoch ein wenig "Magie" gefehlt. Der Klappentext verspricht so einiges kurioses, von Riesen bis zu sich selbst wandelnder Tapete, und auch wenn all diese Aspekte tatsächlich angesprochen werden, fehlte mir der magische Kleber, der all das miteinander verbindet und in einen Kontext setzt. Warum sammeln sich all diese Merkwürdigkeiten ausgerechnet in diesem Ort? Hier hat mir irgendwie das i-Tüpfelchen gefehlt.
Ansonsten ist die Geschichte wahrlich zauberhaft geschrieben. Die Entwicklung zwischen Emily und Win ist ebenso charmant wie Julias Geschichte, wenn auch längst nicht so übernatürlich, wie einem die Inhaltsangabe vielleicht zunächst glauben lässt. Trotzdem äußerst unterhaltsam und eine klare Leseempfehlung für trübe-graue Herbstnachmittage, die ein wenig mehr Licht und Wärme - und die Vorstellung von Kuchenduft - gebrauchen können.


1 Kommentare:

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena