Samstag, 23. November 2013

"Boy Nobody" - Allen Zadoff

bloomoon Verlag, 2013
16,99 Euro

Handlung:
Mit 12 Jahren wurde er rekrutiert, um tödliche Missionen zu „erledigen“. Mit 16 ist BOY NOBODY einer der Besten. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Weil er seine Zielobjekte schnell und effektiv aus dem Weg räumt. Seine aktuelle Mission ändert jedoch alles: Denn die Zielperson ist ganz und gar nicht, was sie scheint. Und sie kommt ihm gefährlich nahe. Zu nahe. Aber BOY NOBODY wird auch diesen Auftrag erfolgreich zu Ende bringen. Weil er einer der Besten ist. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Oder etwa nicht …?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Freunde ausgefeilter schön-klingender Satzstrukturen mit Nebensätzen und adjektivreicher Sprache sollten die Finger von diesem Buch lassen. Hier geht alles kurz und knackig zu, alles wird auf den Punkt gebracht, alles zack-zack - ebenso wie die schnelle, effiziente und gnadenlose Arbeitsweise vom Boy Nobody. Diesen Eindruck bekommt man schon vermittelt, wenn man nur die Inhaltsangabe liest; und dieses Bild setzt sich im Gesamtbuch weiter fort.
Die Geschichte von "Boy Nobody" ist nichts bleibendes, nichts allzu bewegendes. Das soll sie auch gar nicht sein, und so erfüllt sie ihren Zweck von guter kurzweiliger und spannungsreicher Unterhaltung allemal. Man fühlt sich schnell an Filme wie "Mission Impossible" oder "The Bourne Identity" erinnert und kommt dann auch sehr auf seine Kosten, wenn man so etwas mag. Ab und zu mag ich so etwas durchaus und daher hat mir "Boy Nobody" prinzipiell auch gut gefallen. Manches erschien mir rückblickend ein wenig vorhersehbar, und mit 16-jährigen Topkillern trifft Autor Zadoff sicher auch nicht den Geschmack (und den Anspruch an Glaubwürdigkeit) eines jeden Lesers - ein paar Jahre älter hätten die Protagonisten schon sein dürfen, finde ich. Aber das Gesamtbild stimmt und da es sich hier offenbar um einen Reihenauftakt handelt, bin ich schon fürs erste gespannt, was weiterhin passiert. 
Einen echten "Oha-"Moment beschert der Autor übrigens mit dem Ende dieses Buches. Das hat mich nicht nur überrascht, sondern vielmehr kalt erwischt. Diese eingebaute Wendung hätte ich nicht erwartet, von der Frage, ob ich sie gutheiße, mal ganz abgesehen. Das war das Einzige, was mir das Lesen irgendwie vermiest hat.

Fazit:
Spannend, kurzweilig und unterhaltsam, wenn auch nicht immer ganz glaubwürdig. Manchmal braucht man genau das. Mit "Boy Nobody" ist man dann gut bedient.


1 Kommentare:

  1. Das Cover finde ich toll. Ich hatte das Buch bei Bloggdeinbuch gesehen, mich aber nicht beworben, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob es mir gefällt. "Oha"-Momente am Ende mag ich! Ich denke, ich werde mir das Buch für nächstes Jahr aufheben. Gute Rezi!

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