Donnerstag, 24. Oktober 2013

"The Homelanders - Im Visier des Todes" - Andrew Klavan

Thienemann Verlag, 2013
12,95 Euro

Reihe:
1. The Homelanders - Stunde Null
2. The Homelanders - Auf der Flucht
3. The Homelanders - Tödliche Wahrheit
4. The Homelanders - Im Visier des Todes

Handlung:
Charlie West sitzt im Abingdon State Prison. Verurteilt wegen Mordes an Alex, seinem besten Freund. Umgeben von Verbrechern und Fanatikern, die seinen Tod wollen, weil er die Homelanders hochgehen ließ. Gequält von weiteren schmerzhaften Erinnerungsattacken. Alleingelassen, weil die offiziellen Stellen nichts von Watermans Mission wissen wollen. Dann endlich erinnert sich Charlie daran, warum ihn die Homelanders enttarnt haben: Er hat ein Gespräch belauscht, in dem der größte Coup der Organisation geplant wurde. Ein Projekt, das Das Große Sterben genannt wurde. Charlie muss das verhindern! Doch keiner hört ihm zu. Darum fasst er einen Plan. Setzt alles auf eine Karte. Riskiert sein Leben. Denn das Leben von Millionen Menschen steht auf dem Spiel!
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Achtung, dieses Buch ist der vierte und letzte Teil der Buchreihe. Eventuelle Spoiler der Handlung können nicht ausgeschlossen werden!***

Soll ich mal ehrlich sein? Ich bin froh, dass ich hier den vierten und damit letzten Teil der Buchreihe gelesen habe. Dass die Geschichte von Charlie jetzt vorbei ist. Denn Charlie West ist mir total auf den Keks gegangen, schon seit dem zweiten Teil eigentlich. Er ist ein unerträglicher Gutmensch, schon beinahe widerlich moralisch und uneigennützig, ein Held ohne Gleichen, der dem amerikanischen Pathos in 4 Büchern das richtige Futter geliefert hat. Ich hab mich bei den ersten beiden Bänden schon darüber ausgelassen, dass Charlie ein Bilderbuch-Amerikaner ist, der die Bibel in- und auswendig kennt, stets nur nach dem größeren Wohl handelt und seine eigenen Wünsche und Ziele notfalls hintenan stellt - oder sie gleich ganz fallen lässt, um mal eben die Menschheit zu retten.
Für Band 3 habe ich aus dem Grund schon keine Rezension mehr geschrieben, denn da hätte ich einfach nichts neues mehr hinzufügen können. Band 4 reiht sich nun ebenfalls in dieses Hochpreisen der amerikanischen Lebensweise ein. Charlie wurde ziemlich übel mitgespielt. Fälschlicherweise wird er für ein Terrorist gehalten, landet abwechselnd im Knast oder ist auf der Flucht; wird aber dennoch nicht müde, zu betonen, dass das schon irgendwie alles Gottgewollt ist und ihm eben dieser auch aus dieser - zugegeben - verzwickten Lage heraushelfen wird. Also betet er. Und denkt nach. Und grübelt. Und betet. Schnarch.
Während in Band 1 und 2 noch stets und ständig eine gewisse actionhaltige Komponente enthalten war, Spannung pur, die mich das ganze Geschehen flott hat lesen lassen, fehlt mir dieser Anspruch hier im letzten Teil völlig. Die Geschehnisse sind überschaubar und noch dazu völlig unglaubwürdig. Was Charlie 1.) überhaupt alles erlebt und 2.) welches unglaubliche Glück er dann auch noch stets dabei haben soll - das geht doch auf keine Kuhhaut. Charlie West - ein echtes Stehaufmännchen mit Attributen, die geklaut sind von Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone. Also bitte.
Und dann ist er einfach so ein richtiger Schleimer. Ein unerträglicher Held, der sich mal lieber selbst umbringen lassen wollen würde, als irgendeinen fiesen Fiesling gewinnen zu lassen. Was ich anfangs vom Autor Klavan einfach einen Tick übertrieben fand, hat mich hier nur noch genervt. So ein paar Ecken und Kanten stehen jedem Protagonisten gut zu Gesicht, und auch dann kann er die Welt retten, wenn er will.

Fazit:
Ich  fand diesen letzten Teil einfach nur noch unglaubwürdig. Und Charlie West ist ein unerträglicher Vorzeige-Schleimer ;)


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