Montag, 14. Oktober 2013

Auch noch gelesen...

In aller Kürze:

Kimberley Wilkins "Das Haus am Leuchtturm"
Perfekte Urlaubslektüre. Die Geschichte dreier Frauen über mehrere Jahrzehnte hinweg, und alle drei Leben sind irgendwie miteinander verbunden. Das erinnert ein wenig an das Vorgängerbuch der Autorin ("Der Wind der Erinnerung"), und tatsächlich werden einige Parallelen zwischen beiden Handlungen sichtbar. Dennoch hat mir dieses neue Buch besser gefallen, weil es mir glaubwürdiger erschien, spannender und einfach abwechslungsreicher in der Handlung und dem Auflaufen der Figuren. Auch hier geht es wieder um Schicksal, Familienbande, Herzschmerz und Tragödien, Liebe und Rückschläge und um starke Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen und letztlich alle auf irgendeine Art und Weise ihr Happy End bekommen. Dabei rutscht der Plot hier aber nicht ins übermäßig Kitschige oder Rührige ab, sondern bleibt auf dem Boden der Tatsachen. Wieder bleibt die Autorin Wilkins Australien treu und siedelt ihre Geschichte dort an der sturmgepeitschten Küste an, was - wie schon gesagt - gerade im Urlaub das richtige Feeling gibt. Ein richtiges Buch zum Wegschmökern, das mir sehr gut gefallen hat.

Siobhan Curham "Lieber Dylan"
Das ist eine wirklich nette kleine Geschichte - wenn man sich nicht davon abschrecken lässt, dass das komplette Buch in Email-Form geschrieben ist. Georgie hat die Nase voll von ihrem miesen Teenager-Leben mit ihrem Stiefvater, der ihr nichts erlaubt und sie triezt, mit ihrem langweiligen Schulalltag und ihrem großen - scheinbar aussichtslosen - Wunsch, am Theater-Workshop teilnehmen zu dürfen. Kurzerhand schreibt sie ihre Sorgen ihrem Schwarm, dem Schauspieler Dylan Curtland, in einer Email - und bekommt tatsächlich Antwort! Diese Antworten gestalten sich zwar bald anders als gedacht, aber fortan entspinnt sich eine Email-Bekanntschaft der ganz besonderen Art. Georgie erwarten Monate voller Überraschungen, Niederschläge und kleiner und großer Erfolge.
Ich hab das Buch eigentlich ganz gern gelesen, komme aber nicht umhin festzustellen, dass mir a) die Handlung zu unausgewogen war - erst passiert lange Zeit nicht viel, dann zum Ende hin auf einmal eine ganze Menge in komprimierter Form; und b) das Ende als solches mir einen Tick zu Friede-Freude-Eierkuchen-mäßig und daher leider nicht unbedingt glaubwürdig erschien. Wer über solche Nichtigkeiten (^^) hinweg sehen kann, kann sich ruhig auf diese charmante kleine Geschichte einlassen und Georgie beim Erwachsenwerden zuschauen. Denn diese Entwicklung vom naiven Teeniemädchen, das ihren Schauspieler auf einem Poster anhimmelt, hin zum vernünftigen und verantwortungsbewussten Mädchen kurz vorm Schulabschluss ist die Autorin durchaus nachvollziehbar angegangen.

Rainer Wekwerth "Das Labyrinth jagt dich"
***Band 2 einer Reihe!***
Ich bin so froh, dass ich diese Reihe angefangen habe zu lesen. Sowas spannendes lese ich wirklich nicht alle Tage und der Begriff "Atemlose Spannung", der bei Büchern ja ganz gern mal fallen gelassen wird, ist hier überhaupt nicht vermessen. Auch dieser zweite Teil entpuppte sich schon nach wenigen Seiten als echter Pageturner, den ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Im Laufe der Handlung geht leider eine meiner Lieblingsfiguren auf dem Weg verloren, was ich wirklich schade fand - aber das ist das Spiel, darum geht es ja. (Und vielleicht lässt Herr Wekwerth am Ende ja alle irgendwie wieder auftauchen, das fänd ich ziemlich nett :) ). So unglaublich spannend und ideenreich gestaltet sich die Geschichte, auch wenn die Handlung hier zunehmend merkwürdige Wendungen annimmt. So ganz nachvollziehbar (und vor allem vorstellbar) ist das ganze Szenario und die Ausdauer der Teilnehmer schon längst nicht mehr - aber das ist letztlich wohl Sinn der Sache. Die einzelnen Figuren im Buch wissen nicht, wo sie sind, was sie machen und was noch auf sie zukommt - und der Leser weiß es ebenso wenig. Auch wenn ich sagen muss, dass ich so langsam eine kleine Ahnung davon bekomme, wie das Ganze enden und sich auflösen könnte. Zumindest eine Idee, was hinter allem steckt, habe ich mittlerweile; aber es kann genauso gut sein, dass ich völlig daneben liege und die Leser am Ende ein ganz großer Knall erwartet. Ich bin nur allzu gern bereit, mich überraschen zu lassen! Band 2 endet jedenfalls schon mal mit einem echt fiesen Cliffhanger, der zumindest mir wirkliche Gänsehaut beschert hat...

1 Kommentare:

  1. Die letzten beiden will ich auch unbedingt noch lesen. Wekwerth sowieso und "Lieber Dylan" ist mir schon mal irgendwo über den Weg gelaufen. Vielleicht sogar hier bei dir? Auf jeden Fall klingt es toll.

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