Freitag, 2. August 2013

Freitagsgedanken

Heute ist der 2.
Heute vor 1 Monat hab ich mich zum Idioten gemacht. Scheinbar hatte ich mehr Hoffnung als Verstand, und wie immer ziemlich wenig Glück. Die Leute sagen immer, man solle über seinen Schatten springen und nicht nur zuschauen, wie das Leben an einem vorbeizieht. Sich was trauen und was riskieren. Man könne sein Leben nur selber entscheiden. Und noch so ein abgedroschener Reißer: man ist seines Glückes Schmied.
Ja, danke. Willkommen in der Realität. Das ist so typisches Psycho-Gelaber, was demnach eigentlich von mir kommen müsste (haha!), man aber wohl trotzdem nie aus meinem Mund hören wird.
Ich ärgere mich jetzt, 1 Monat später, noch darüber, dass ich mich irgendwie nach wie vor voller Erwartung einlogge und dann sehe - meeep - nichts. So ein kleines Briefumschlag-Icon kann einen ziemlich runterziehen - wenn es nicht weiß ist. Da wechselt sich der Ärger dann mit der Enttäuschung ab.

Aber gut. Leben ist nun mal nicht das, was ich mir wünsche, sondern das, was es ist. Dieser Spruch begleitet mich seit Jahren, und so pessimistisch er manchen auch erscheinen mag - für mich hat er sich irgendwie immer wieder bewahrheitet.
Gott sei Dank beweise ich bei Büchern und Literatur stets ein glücklicheres Händchen. Meine Frust-Killer sozusagen. In den letzten Tagen habe ich mich zwar eher durch Bücher geschlagen, die nicht unbedingt zur allgemeinen Erheiterung beitragen konnten (es wimmelte vor Killern, verängstigten Menschen und merkwürdigen Gestalten) - aber ich habe mir fest vorgenommen, in der nächsten Zeit nur schöne, nur "Gute-Laune"- Bücher herauszukramen und wegzuschmökern. Natürlich nicht nur; irgendwann ist auch bei mir eine Jetzt-reichts- Schwelle erreicht, über die hinaus keinerlei rosarot kitschige-Heile-Welt-Bücher mehr akzeptiert werden. Aber wenigstens für eine Weile mal in leichtere Gefilde abtauchen und sich von schönen Geschichten einfangen lassen - das klingt gerade ziemlich verlockend. Und so landen "Mein Herz zwischen den Zeilen" von Jodi Picoult, "Silber" von Kerstin Gier, "Lieber Dylan" von Siobhan Curham oder "Lieblingsmomente" von Adriana Popescu ganz oben auf meiner aktuellen Leseliste.
In dieser Woche habe ich außerdem "Verlieb dich nie in einen Vargas" von Sarah Ockler ausgelesen, das erstaunlich ernste Töne enthält und mit der Krankheit Alzheimer ein nicht ganz leichtes Thema anspricht. Hätte ich zunächst gar nicht erwartet - wenn man mal nur von Titel und Cover ausgeht -, aber es hat mir dadurch umso besser gefallen.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende. Das Extra "sonnig und warm" erspare ich mir - das wird es nämlich so oder so ;) Und zum Abschluss gibt´s noch Musik von der wunderbaren Leslie Clio, die ich mal als Support Act live gesehen habe und seitdem ziemlich mag. Sie und ihre Musik.


 

2 Kommentare:

  1. Mensch, was ist denn da bloß bei dir passiert? :-(
    Und das Psycho-Gelaber kenn ich auch. Schön ist auch, dass sich meine Freunde immer wundern, warum ich Psychologie studiert habe, wenn ich mal wieder durchblicken lasse, dass ich Menschen manchmal einfach nicht mag :-)

    Verlieb dich nie in einen Vargas lese ich auch gerade und ich bin genauso überrascht von der ernsten Thematik. Gefällt mir dadurch aber auch gerade noch mehr.

    Liebe Grüße und Kopf hoch, Zeit heilt alle Wunden und bla bla Psycho-Gelaber ;-)

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    1. Jaja, wir Psycho-Tanten unter uns, hm?! :D
      "wenn ich mal wieder durchblicken lasse, dass ich Menschen manchmal einfach nicht mag" - du sprichst mir aus der Seele! Wieso immer alle glauben, dass man waaaaahnsinnig sozial orientiert ist, nur weil man Psychologie studiert hat, das leuchtet mir auch nicht ein. Aber schön, dass ich hier verstanden werde! :D

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