Mittwoch, 5. Juni 2013

"Das Flüstern der Albträume" - Mary Burton

LYX Verlag, 2013
9,99 Euro


Handlung:
Eva Rayburn verbrachte zehn Jahre im Gefängnis – verurteilt für ein Verbrechen, das sie nicht begangen hat. Als sie schließlich in ihre Heimatstadt zurückkehrt, beginnt dort ein Serienmörder sein Unwesen zu treiben, der Evas Vergangenheit zu kennen scheint. Zusammen mit Detective Deacon Garrison will Eva dem Mörder auf die Spur kommen. Denn auch ihr eigenes Leben ist in großer Gefahr.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Mit "Das Flüstern der Albträume" habe ich mich ungewöhnlich schwer getan. Ich habe recht lange daran gelesen, immer nur ein paar Seiten, und dann hab ich es wieder zur Seite getan - zugunsten eines anderen Buches. Nun gehöre ich nicht zu den eingefleischten Thriller-Fans, aber wenn ich mir schon einen schnappe, dann mit einer gewissen Erwartungshaltung, und dann kann ich mich auch richtig von davon einfangen lassen. "Das Flüstern der Albträume" ist das nicht gelungen. Schwierig, genau auszumachen, woran das lag. Zum einen an den Figuren, die mich - ich muss es so sagen - ziemlich kalt gelassen haben. Die schwer vom Schicksal gebeutelte Eva hat als Hauptprotagonistin in meinen Augen nicht viel herausgerissen, zu fremd blieb sie mir selbst noch nach diversen Kapiteln und Rückblenden in ihre Vergangenheit, die ihr nicht nur jede Menge Leid und Elend, sondern vor allem diverse Jahre im Gefängnis eingebracht hat. Sie ist die Sorte Gutmensch, das fand ich irgendwie ein bißchen ermüdend.
Weiterhin haben mich die Vielzahl an Personen irritiert, die hier zu Wort kommen bzw. in irgendeiner Art und Weise eine Rolle zu spielen haben. Ein Aufgebot an handelnden Figuren, die Leben in das Ganze bringen, ist schön und gut. Ich hatte jedoch schon nach einigen Kapiteln echte Schwierigkeiten, die Personen auseinander zu halten und zuordnen zu können, nach dem Motto: das ist die Schwester, das ist der Polizistenpartner, ach nein, das war ja der Journalist usw. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich das Buch - wie gesagt - mit einigen Pausen gelesen habe. Wer hier an den Seiten klebte, wird dieses Problem vermutlich nicht gehabt haben. Aber dafür war es mir zu wenig spannend, das muss ich so sagen, wie es ist. Gerade die erste Hälfte zog sich gefühlt für mich sehr und entsprach nicht dem, was ich unter dem Begriff "Thriller" erwarte.
Das Ende schließlich fand ich nicht vorhersehbar, das nicht, aber ein wirkliches "Oh mein Gott, das ist ja eine Überraschung!"- Ende war es halt auch nicht. Es hat gepasst, es war ok - ein Ende halt.
Das soll jetzt nicht klingen, als wäre "Das Flüstern der Albträume" ein schlechtes Buch - das ist es keinesfalls. Es ist toll geschrieben, die Grundidee ist gut und plausibel durchdacht. Nur das Drumherum war nicht mein Fall. Kein Thriller, wie ich es definieren würde, und sicher keiner, der mir wirklich im Kopf bleiben wird.


Ein herzliches Dankeschön an den LYX Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar!

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