Dienstag, 9. April 2013

"Zeitenzauber: Die goldene Brücke" - Eva Völler

Baumhaus Verlag, 2013
14,99 Euro

Reihe:
2. Die goldene Brücke

Handlung:
Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen - und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Die Fortsetzung der Geschichte um Anna und Sebastiano, die nach dem eher offen gehaltenen Ende von "Die magische Gondel" ja zu erhoffen war, habe ich sehr erwartet. Und die Vorfreude hat mich auch nicht enttäuscht: "Die goldene Brücke" ist ebenso vielfältig, einfallsreich und bezaubernd wie die Vorgeschichte. Natürlich darf man nicht alles allzu ernst sehen oder gar hinterfragen. So spielen Zeit- und Geldsorgen bei Anna offensichtlich eher eine untergeordnete Rolle - der Charme der längst vergangenen Zeiten, die Anna durch die Zeitreisen besucht, wird von Autorin Eva Völler hier so bunt eingefangen, dass er einfach alles andere überlagert. Die Schilderungen, wie es damals hätte sein können, haben mir hier erneut sehr gefallen und lassen darauf schließen, dass Frau Völler entweder sehr gut recherchieren kann, oder ihrer Fantasie freien und erstaunlich authentischen Lauf lässt. In meinen Augen passte hier alles gut zusammen: die Hauptfiguren, die Nebenfiguren, die schillernden Schauplätze, die königlichen Verwicklungen, die Geheimnisse und kleinen Nebengeschichten wie beispielsweise die von Annas Freundin Cecile, die bildhaften Darstellungen von Alltag und Leben im Paris des 17. Jahrhunderts. Man kann sich wirklich ein lebhaftes Bild machen. Zudem gefällt mir, dass Anna keine typische Heldin ist. Sie hat z.B. einen nervösen Magen und muss in den unmöglichsten Situationen aufs Klo und vermisst im heißen dreckigen antiken Paris nicht nur ihr Deo schmerzlichst. Das macht sie nicht nur sympathisch, sondern auch sehr authentisch. Außerdem hat mir "Die goldene Brücke" ziemlich Lust darauf gemacht, tatsächlich "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas lesen zu wollen - was bisher nie der Fall war-, einfach, weil soviel dieser Geschichte auch hier eine Rolle spielt und mich unweigerlich neugierig gemacht hat.

Fazit:
Für Freunde und begeisterte Leser des ersten Bandes ist dieses zweite Buch um Anna und Sebastiano gewissermaßen Pflicht, und es enttäuscht keinesfalls. 5 Bücherstapel.

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