Mittwoch, 20. März 2013

"Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellt und was ich dagegen tun werde" - Shelle Sumners

Fischer Verlag, 2013
9,99 Euro

Handlung:
Dies ist die Geschichte von Grace und Tyler. Auch wenn Grace verzweifelt versucht, es NICHT zu Tylers und ihrer Geschichte werden zu lassen … Denn sie hat einen sicheren Plan für ihr Leben. Zumindest so lange, bis sie Tyler kennenlernt – den Dogsitter von nebenan.
Mit seinem süßen Lächeln und seinen warmen, braunen Augen bringt Tyler ihren Plan durcheinander. Außerdem schreibt er umwerfend schöne Songs. Über sie. Für sie. Und irgendwann schmilzt Grace dahin. Wer kann ihr das verübeln? Doch als Ty mit seinen Songs zum gefeierten Star wird, nimmt das Schicksal eine unglaubliche Wendung und das Leben seinen Lauf …
(Quelle: hier)
 
Meine Meinung:
"Tyler Wilkie" war eins jener Bücher, die lange auf meiner Wunschliste warten mussten, bis sie überhaupt erst erschienen sind, dann jedoch umgehend von mir gekauft und auch direkt gelesen wurden. Die Inhaltsangabe klang außerordentlich nett, und schon alleine der Titel ist so originell und interessant, dass ich unweigerlich neugierig auf die Geschichte von Grace und Tyler wurde.
Was ich dann zu lesen bekam, war zunächst auch wirklich vielversprechend. Grace ist ein echter Kumpeltyp, und ihre Art, die Dinge zu erzählen, ist sympathisch. Man kann sich in Grace wiederfinden, so etwas mag ich beim Lesen.
So schön ich die Geschichte von ihrem Kennenlernen mit Tyler dann aber anfangs fand, entpuppte sich das weitere Lesen zunehmend als Flop, der darin gipfelte, dass ich die letzten Seiten eigentlich nur noch entnervt überblätterte und querlas.
Mit Tyler und Grace prallen zwei völlig verschiedene Welten aufeinander: sie ist ordnungsliebend, zurückhaltend und beherrscht, hat ihr Leben im Griff. Er - ist all das nicht. Er steckt voller Ideen und Elan, und lebt diese durch seine Songs aus. Während für ihn recht schnell klar ist, dass er mehr für Grace empfindet, windet sich diese und klammert sich an ihre Beziehung mit Steven.
Die Anfangsstory, die die ersten Wochen der Bekanntschaft zwischen beiden enthält, fand ich höchst amüsant und unterhaltend. Beide haben Sinn für Humor, für beide spielt Musik eine wichtige Rolle im Leben (diese kommt daher auch im Buch nicht zu kurz) und es knistert zwischen ihnen. Dennoch wurde ich von Beginn an ein Gefühl nicht los: beide passen nicht so recht zusammen. Da stimmt die Chemie nicht. Grace lässt ständig die besserwisserische Oberlehrerin raushängen, die ihn immer wieder berichtigt. Er dagegen erscheint wie ein kleiner unbedarfter Junge, der sich erstmalig in seinem Leben ausprobiert und damit - natürlich! - prompt einen Riesenerfolg hat. Nicht zuletzt deswegen hält sie ihn anfangs wohl auch (nicht nur optisch) für einen 17-jährigen, obwohl Tyler so alt ist wie sie. Und dieses Bild eines ungleichen und nicht zusammen passenden Pärchens hatte ich permanent im Kopf und bin es auch im Fortlauf der Handlung nicht wieder losgeworden.
In eben dieser Handlung war für mein Empfinden irgendwann die Luft raus mit dem ständigen Hin und Her zwischen beiden. Das Verliebtsein habe ich Tyler und Grace nicht abgenommen. Die Story zieht sich über diverse Monate, ohne dass so recht etwas passieren will und bringt schließlich kaum Überraschungen mit sich. Im Gegenteil nahm die Geschichte dann sogar sehr überzogene und absurde Daily-Soap-artige Züge an: Missverständnisse, verletzter Stolz, vorhersehbarer Herzschmerz - alles dabei. Ich habe wirklich die Augen verdreht und die Lust am Lesen verloren. Daher war ich hier ausnahmsweise wirklich nicht böse, als ich die letzte Buchseite erreicht hatte.
 
Fazit:
Der originelle Titel verspricht mehr, als die Story tatsächlich hält. Die Geschichte zwischen Tyler und Grace startete äußerst liebenswürdig, verlor für mich dann aber ihren Reiz und konnte nicht mehr zünden. "Wie Tyler Wilkie..." behalte ich als eher mittelmäßig im Kopf.

5 Kommentare:

  1. Ach schade, mich hat die Inhaltsbeschreibung auch sofort angesprochen :-(

    Viel Spaß mit dem Buch von Matthew Dicks, das war ja eins meiner Highlights im letzten Jahr.

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    1. Ja, ich habe gerade partiell schon ziemlich Spaß mit den Äußerungen von Budo. An mancher Stelle sind die so lustig, dass ich richtig ins Kichern verfalle :D

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  2. Och mensch! Ich wollte es eigentlich auch schon lange gelesen haben, aber irgendwie habe ich es bisher nicht geschafft. Klingt ja jetzt wirklich mittelmäßig und ich bin gespannt, wie es bei mir ankommen wird. Ich habe mich neulich mal spontan bei BdB für das Hörbuch beworben und hatte Glück. Somit kann ich die Story also ganz locker während der Arbeit "lesen" und langweile mich dabei hoffentlich nicht. Das mit dem die Seiten etwas genervt umblättern hatte ich kürzlich erst bei "In dieser ganz besonderen Nacht" und das fiel mir stellenweise extremst schwer. Das brauche ich sobald nicht noch mal. :)

    Liebe Grüße
    Reni

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    1. Naja, das musst du selbst ausprobieren. Ich hab an anderer Stelle auch schon gehört, dass es den Leuten total gut gefällt, vor allem als Hörbuch. Bei mir ist irgendwie der Funke nicht übergesprungen :/

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  3. Seit Langem wieder ein Buch, was ich in einer Nacht durchgelesen habe. Ich war sehr begeistert davon.

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